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Nr. 25 Erstes Blatt

184. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Durchbruch zum Dritten Reich

Am ersten Jahrestage der nationalsozialistischen Revolution

Männer des 30. Zanuar

reich fortsehen und mit Gottes Hilfe vollenden werden!

In dieser Zuversicht bleibe ich mit freundlichen Grühen

dem Geist des Unfriedens von Versailles. So kom­men wir um die Parole:Friede den Völkern ringsumher, aber Revolution gegen den Geist von Versailles!" nicht herum.

So gibt es, innerpolitisch wie außenpolitisch ge­sehen, am Jahrestag der Deutschen Revolution für den wirklichen Revolutionär nur eine Entschei­dung: im unermüdlichen, pflichtgetreuen und nur auf das Ziel schauenden Einsatz allen Gegnern des neuen Reiches ein Werk hinzustellen, das a l s Vorbild ebenso überzeugt, wie es als Ganzes unangreifbar ist. So sei unser Jahresgedenken nichts anderes als ein soldatisch­einfaches Kampf- und Werkgelöbnis: im Geist der Deutschen Revolution und gegenüber ihrem Führer, der sie zu erfüllen trachtet.

in dem Maße zurücktreten, in dem noch größere, noch schwerere Anforderungen gestellt werden. Zu billiger Selbstgenügsamkeit ist noch kein Anlaß. Der Stolz auf das Erreichte ist ein Ansporn auf das noch zu Leistende. Wir sind durch die Revo­lution als Volk und Staat Wieder hineingestellt worden in die Geschichte. Geschichte aber heißt Kampf und alleräußerste Anspannung der letzten Kräfte. Wir stehen heute als revolutionäres Volk inmitten eines satten Europas, das die bequeme Zwangsordnung von Versailles für alle Ewigkeit bewahren möchte. Wir haben allen Völkern ringsum die Friedenshand dargeboten, und wir wissen, daß die Völker im Grunde ihres Herzens bereit sind, in die Friedenshand einzuschlagen. Wir sehen aber staatliche Ordnungen, die krampfhaft festhallen an

Reichspräsident von Hindenburg:

Anläßlich des heutigen Jahreslages der Ueber- nahme der Führung der Reichsregierung durch Adolf Hitler hat der Herr Reichspräsident anden Herrn Reichskanzler folgendes Handschreiben ge­richtet:

Sehr geetrehr Herr Reichskanzler!

Die Wiederkehr des Tages, an dem ich Sie im Vorjahre zur Führung der Reichsregierung be­rufen und zum Reichskanzler ernannt habe, ist mir Anlaß, Ihrer in herzlicher Dankbar­keit zu gedenken und Ihnen meine auf­richtige Anerkennung für Ihre hingebende Arbeit und Ihre große Leistung auszufprechen. Vieles ist m dem seither abgelaufenen Jahr zur Beseitigung der Wirtschaftsnot und zur Wieder­aufrichtung unseres Vaterlandes geschehen, und große Fortschritte sind gemacht wor­den. Aber es bleibt auch noch vieles zu tun übrig, bis Rot und Schwäche endgültig überwunden sind. Ich vertraue auf Sie und Ihre Mitarbeiter, daß Sie das so tatkräftig begonnene große Werk des deutschen Wiederaufbaues auf der Grundlage der nun glücklich erreichten nationalen Einheit des deutschen Volkes im kommenden Jahre erfolg-

Jhr sehr ergebener (gez.) von Hindenburg."

Vizekanzler von Papen:

Am ersten Jahrestag der nationalsozialistischen Erhebung blicken wir stolz und bankbewegten Her­zens auf bas Gewaltige zurück, bas unter Adolf Hitler für unser Vaterlanb von Führung und Volk geleistet worden ist. Die Größe des lediglich aus dem deutschen Volke heraus Geschaffenen gibt uns das Gefühl der freudigen Gewißheit, daß auch die vielen und schweren Aufgaben, die ihrer Lösung heule noch harren, in innigem Verbundenheits­gefühl zwischen Führer und Gefolgschaft in streng­ster Pflichterfüllung, Opferfreudigkeit und Einigkeit gemeistert werden.

Reichsinnenminister Or. Zrick:

Mit dem Volk, durch das Volk und für das Volk ist unter der genialen Führung Adolf Hitlers der Bau des Dritten Reicks begonnen, und wird er vollendet werden und deshalb Bestand haben auf Jahrhunderte.

Belastungen gewachsen zu fein. Der Durchbruch die­ses Menschenschlages in die staatliche Wirklichkeit erfolgte am 30. Januar 1933. Von diesem Tage ab ist die deutsche Revolution, die bis dahin Sache der deutschen Menschen war, zur Sache des deut- scheu Staates geworden. Vom 30.Januar ab

war die revolutionäre Neuformung der deutschen | Wirklichkeit nicht mehr aufzuhalten. Was von die- > fern Tage ab erfolgte, ist geschichtliche Notwendig- . feit und unerbittliche Folgerichtigkeit aus der Tiefe ' der völkischen Kraft und aus der Tiefe der staat­lichen Verantwortung. So wurde der 30. Januar 1933, an dem der Marschall des Weltkrieges, an dessen überragendem Menschentum die Kräfte der Revolution sich geklärt hatten und gereift waren, dem Soldaten des Weltkrieges Abolf Hitler die Führung des Staates in die Hand legte, gur Krönung jenes Kampfes, den die besten Deutschen oller Stände und Stämme seit Bismarcks Abgang ousgefochten hatten. So brach der Menschenschlag,; der im Frontsoldaten und Einzelkämpfer der Ma­terialschlachten seine reinste Ausprägung erfahren hatte, in die staatliche Wirklichkeit durch. So ver­wandelte sich die Deutsche Revolution aus einer see­lischen Erschütterung und Umwälzung in Staats« fünft und Volfsführung.

Die Deutsche Revolution geht von einem ganzen, in sich geschlossenen und gefestigten Menschenschlag aus. Deshalb wirb die Revolution eine totale fein, b. h. sie wirb alle Bezirke unsres staatlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens erneuern. Wäre die Revolution nur eine Angelegenheit einer allgemeinen Gefühlserregung des Volkes, so würde sie ebenso steckenbleiben, als wenn sie nur eine Verwaltungs-Reformmaßnahme der Staatsführung wäre. Die Deutsche Revolution aber ist ein ins Staatliche übersetzter seelischer Vorgang: ein neuer Mensch, ein neues Menschentum tritt in Aktion, und dieses Menschentum unterliegt dem Ge­setz, nach dem es angetreten ist. Die Zukunft wirb nur getragen von bem revolutionärsten Typ unseres 20. Jahrhunderts, dem heroisch-realistischen Menschen des Stumpfes und des Willens zur Macht und zur Zukunft. v _

Mit Recht ist für diesen neuen, an der Front gehärteten und im Kampf um den Staat versach­lichten Menschenschlag der Begriff despoliti­sch e n Soldaten" geprägt worden. Empoliti­scher Soldat", das ist nicht derjenige, der nach den klaren Worten sowohl des Führers Hitler als auch des Stabschefs Röhrn rechtzeitig ein Partei­buch erwarb ober sich eine Uniform anpaffen ließ, sondern nur ber, in dem die Flamme der Revo­lution fortbrennen wird, weil sie in ihm fcfjon oom Beginn seines politischen Erwachens brannte. Poli­tisches Soldatentum und revolutionäre Gesinnung ist einzig und allein eine Sache der Hal­tung, und die Haltung des Menschen ist wiederum nur Das Abbild seiner Innerlichkeit unb Seele.

Das Werk dieses ersten Jahres ber national­sozialistischen Staatsführung gehört bereits der Ge­schichte an. Die L e i st u n g der neuen Führung ist unbestritten. Das Menschlich-Allzumenschliche wird.

Ein neues Zeitalter.

Von IrieSrich Wilhelm Heinz, GOS.

Das gewaltige Geschehen, das am 30. Januar 1933 begann, das wir seit einem Jahr tagtäglich erleben durften und das noch lange nicht abge­schlossen ist, bedeutet mehr als einen Wechsel ber Regierung, mehr auch als einen Wechsel des Systems: es ist der Durchbruch der deutschen Revo­lution, und es ist der Anbruch einer neuen Epoche der Weltgeschichte.

Jede Wertung dieses ersten Jahres der national­sozialistischen Staatsführung, die nicht steckenbleiben will im Aufzählen der aetroffenen Maßnahmen, die ja nur der sichtbare Ausdruck einer inneren Ver­wandlung sind, muß ausgehen von dieser Tatsache einer neuen Epoche und muß bestimmt sein von der Ehrfurcht vor dem Wirken der Vorsehung auf Erden, das wir Menschen Geschichte nennen. Nur aus dieser Gewißheit und nur aus dem Be­kenntnis zur Deutschen Revolution können wir die Kraft und das Recht schöpfen, das große U e ber­ge i t l i ch e und Weltgeschichtliche bedin­gungslos zu bejahen und das Kleine unb Unzu­längliche, das dem Werk aus Menschenhand nun einmal anhaftet, zu Übersehen.

Mit dem Willen der Vorsehung und dem Schick­sal in Einklang sein, heißt das Notwendige zu tun und die Gestaltung des Zukünftigen in die Hand zu nehmen. Die deutsche Revolution war eine solche Notwendigkeit ber schicksalhaften Entwicklung, und deshalb konnte sie ausgeführt werden nur von einem Menschenschlag, in dem ber Wille zum Not­wenbigen und Zukünftigen als eine TatVer­pflichtung empfunden wurde.

Revolutionen sind gewaltige geistige Verwand­lungen der Völker, die sich auf Zeiträume von Jahr­zehnten erstrecken, um sich in die Jahrhunderte aus­zuwirken. Revolutionen erfüllen ein inneres Gesetz, dem die Menschen dienen und dessen Voll­strecker sie sind. Revolutionen brechen aus dem Vorgang der geistigen Umformung und seelischen Verwandlung durch in das Bereich der Staatsgestal­tung, wenn der neue Menschenschlag genügend ge­härtet und erprobt ist, um allen Rückschlägen und

Oer Weg der SA.

Don Michsminister Ernst Röhm, Stabschef der SA.

Im Geist ber SA. gewann ber Nationalsozialis­mus Gestalt. Seine tiefsten Wurzeln liegen a u f den Schlachtfeldern des Weltkrieges. Es gibt keine schonungslosere Charakterprobe als den Kampf. Die Starken erhebt er zu Helden. Und die Schwachen beraubt er auch noch des letzten Halles und macht sie erbärmlich. Nach diesen eher­nen Gesetzen schied der Krieg die Menschen. In Kämpfer, Denen das Soldatentum als Haltung und Gesinnung angeboren ist. Und in zufällig unifor­mierte und bewaffnete Bürgerseelen. Man kann einem Menschen befehlen, Waffen zu tragen und zu kämpfen, aber nicht Soldat zu sein. Soldaten­tum ist in jedem Falle Freiwilligkeit, die nicht einem Befehl, sondern dem Gesetz des Blutes und dem Gebot des Herzens gehorcht. Soldatentum ist kein Beruf, sondern ist Berufung, Geisteshaltung, Gesinnung.

Solch ein Soldat aus dem Geiste und Freiwilliger seiner Nation war ber Gefreite Adolf Hitler. Mit dem sittlichen Recht des geborenen Führers warf er, als hunger und Feigheit das deutsche Schwert zerbrachen, den Geist uralt-ewigen deut­schen Soldatentums in die Waage feiner Zeit. Die Militärs warteten vergeblich auf Befehle. Da riß Der unbekannte Soldat des Weltkrieges das Gesetz des handelns an sich. Die Not des Volkes und die Ohnmacht des Vaterlandes brauchte keine Loyalität gegenüber einer gehaßten Regierung, sondern for­derte Taten. Weil Adolf Hitler ein Mann war, der auch auf den Schlachtfeldern nicht unter dem Zwang toter Befehle, sondern aus bem Gebot solda­tischen Geistes gehandelt hatte: auch wenn er ge­horchte, handelte er.

Als er aus den Trümmern des Zusammenbruchs das blutrote Banner mit bem schwarzen Haken­kreuz im weißen Felb emporriß unb sein Wollen Nationalsozialismus nannte da fühlten die alten Marschierer des großen Krieges und die Jungen, die ihres Geistes waren: Nation unb Gemeinschaft das waren die Kräfte, aus denen der deutsche Soldat sogar den Tod über­wunden hatte. Und wie es draußen nicht um die Trümmerhaufen eines Dorfes, nicht um das Graben­stück gegenüber, um einen vorspringenden Wald­zipfel ging, wenn Männer verbissen stürmten und U starben, so ging es hier nicht um Worte, nicht um | parteipolitische Nichtigkeiten. Sondern dahinter stand | abermals das Ewige, Gebietende, Gewaltige: -Deutschland!

- Und weil es das gleiche Ziel galt, marschierten \ sie wieder. Soldatentum ist Gläubigkeit, ist Be- kenntnis, ist die Bereitschaft zu sterben. Man stirbt : nicht bewußt unb freiwillig um Kleinigkeiten.Eine | Jbee ist soviel wert, als sie Männer findet, die bereit sind, dafür zu sterben", so gab Adolf Hitler bem neuen Glauben der Deutschen das innere Gesetz. Während Gier und Eigennutz, während Zügellosig­keit unb satte Genußsucht im November-Deutschland bas Regiment führten, formierten sich unter bem Hakenkreuz Kolonnen, bie bereit waren, alles auf sich zu nehmen, alles selbst das Leben zu opfern, nur um des einen willen, daß sie an ein Deutschland glaubten, das anders und besser war als sein Zerrbild von Weimar, das Deutsch­land scheinen wollte.

Geist ist stärker als Stoff, hunger mächtiger als Besitz, Glaube gewaltiger als die Erscheinungs­formen des Seins. Mit dem Mut ber Verzweiflung klammerte sich ber Ungeist jener Tage an seinen Besitzstand Stemmte sich das an seinen kraftlosen Süchten zugrunde gehende Gestern gegen das aus nationalsozialistischem Geiste» neu werdende Morgen. Alle Mächte des Unterwertigen erhoben sich, um die i deutsche Auferstehung, die in den braunen Bataillo­nen der SA. Gestalt zu gewinnen begann, zu ver­nichten. Ganz Deutschland war ein Meer von un­verhohlener, unerbittlicher Feindseligkeit, als der un­bekannte deutsche Soldat Adolf Hitler seinen Kampf um Deutschland begann. Aber wie Wellenbrecher standen Adolf Hitler und seine ersten Getreuen gegen die heranbrandenden Wogen von hohn und Verachtung, von Verfolgung und blutigem Terror. Und jede zurückrollende Woge ließ neue Kräfte zurück, die sich um das Banner ber deutschen Er­neuerung scharten, weil der Glaube des Neuen immer lebendiger ist als bie Verzweiflung des Ver­gehenden.

Es waren die Besten der Nation, die in den langen, blutigen Jahren des Ringens um den deutschen Menschen und des Kampfes um die staat­liche Macht mit Adolf Hitler marschierten: die un­gekrönten Herrscher in den Schlachten der Männer, ।in denen nur ein Gesetz war: Deutschland? Das leben muß, auch wenn wir sterben müssen! Männer mit eisernen Herzen, mit furchtlosen Seelen Bekenner, die das Braunhemd und das haken- kreuz trotzig und treu als Kampfansage und Panier gegen eine versinkende Welt, durch eine Hölle von eiskaltem haß und brutaler Gewalt trugen. Durch Vorbild und Beispiel der Alten, das im Kampfe täglich neu sich bewähren mußte, ist die SA. bie kämpferische Auslese der Nation und die Fleisch, werdung einer heroischen Idee geworden. Verfemt und verachtet stand der Arbeiter,'der in den Abend­stunden das Braunhemd anzog, tagsüber in bec

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