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Letzte Abrechnung mit dem Separatismus im Saargebiet
Gaboiage der deutschen Devisenpolitik durch den saarländischen Eisenbahnpräsidenten
vor dem Abstimmungsgericht
Der Memelländer Prozeß
Kleine politische Nachrichten
eine Verordnung dem persischen N<
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Die Rudolf Karstadt AG. hat an den Reichsfiskus ihr Verwaltungsgebäude, Berlin, Neue Königsstraße 28 bis 36, verkauf t. Das Gebäude wird die Möglichkeit bieten, im Zuge der Reichsreform das Statistische Reichsamt und das ehemalige Preußische Statistische Landesamt, die bereits organisatorisch zusammengelegt, jedoch jetzt in fünf verschiedenen Gebäuden untergebracht sind, auch räumlich zusammenzufassen.
Der Führer und Reichskanzler sandte dem Stabschef Lutze zu seinem Geburtstage nach Hannover folgendes Telegramm: „Zu Ihrem heutigen Geburtstage nehmen Sie bitte meine aufrichtigen Glückwünsche entgegen. In herzlicher Freundschaft Ihr Adolf Hitler?
gegen Deutschland gerichteten Status-quo- Propaganda aufzuklären und ihre in der Auswir« kung dem Separatismus völlig glei - ch e n Ziele, die zum Verlust des Saargebietes für Deutschland führen müssen.
Ministerpräsident Göring hat anläßlich des Weihnachtsfestes und des Jahreswechsels folgendes Glückwunschtelegramm an Staatsrat Dr. Ley gesandt: „Der Deutschen Arbeitsfront" und ihrem Schöpfer wünsche ich von Herzen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr. Mein ganzes Arbeiten, Fühlen und Denken wird auch im kommenden Jahr dem Wohl des deutschen Arbeiters gewidmet fein.
Die persische Regierung hat eine Verordnung erlassen, daß vom 21. März — dem persis' jahr — ab an Stelle der Bezeichnung „P .. , . _ die Bezeichnung „Iran" gebraucht werden soll.
Nach langer Krankheit ist im Haag, 69 Jahre alt, der Präsident des Internationalen Gerichtshofs, der Japaner Minfichiro Adatfchi, gestorben.
Der preußische Ministerpräsident Gorina hat an den Reichsjugendführer Baldur von Schirach ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt: „Ihnen und der von Ihnen geführten getarnten deutschen Jugend wünsche ich ein f r o • hes Fest und ein glückliches neues Jahr. Wir wollen auch künftig fest zufam- m e n st e h e n.
Im Falle des Kommunisten Heinz Neumann teilte der Generalstaatsanwalt in Berlin beim eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement das Er- uchen, über Heinz Neumann, der u. a. wegen Mordes verfolgt werde, die Auslieferungshaft zu verhängen, da das Auslieferungs- verlangen ungesäumt gestellt werde. Diesem Begehren wurde entsprochen. Neumann, der in Zürich eine ihm wegen Paßvergehens auferlegte Freiheitsstrafe verbüßt hat, befindet sich also in Auslieferungshaft. Die Frage, ob er ausgeliefert wird, wird erst nach Eintreffen des Auslieferungsbegehrens und der erforderlichen Unterlagen entschieden werden. Bei der Anklage des Mordes gegen Heinz Neumann handelt es sich um die Bluttat auf dem Bülowplatz in Berlin, dem die Polizeioffiziere Anlauf und Lenk zum Opfer sielen. Neumann und der ebenfalls flüchtige Kippenberger waren die Drahtzieher an diesem niederträchtigen Mord.
antwortete er, er hätte befohlen, daß man schwarzer Hofe und im Zylinder trete. Ob dies als Uniform gelte, überlasse er Beurteilung des Staatsanwaltes.
Behauptung von der zweiten Abstimmung ist eine juristische Unmöglichkeit, und die leeren politischen Versprechungen, die man in Genf gemacht hat, sind juristisch und politisch wertlos. Sie sind nur geeignet, Verwirrung zu stiften und der antideutschen Status-quo- propaganda Waffen zu geben.
Prof. Grimm kam sodann auf die gegen Dr. Savekouls erhobene Anklage zu sprechen. Der Angeklagte habe durchaus in Wahrungberech- tigter Interessen gehandelt. Als Wirtschaftsberater der Deutschen Front hatte er die Ausgabe, in dem Abstimmungskampf die deutschen Belange zu wahren. Er war berufen, der schädlichen Wirkung entgegenzutreten, die die Verweigerung der Markeinlösung in der Eisenbahnwech- s e l st u b e für die deutschen Belange haben mußten. Da diese schädliche Auswirkung sich hauptsächlich i n der separatistischen Presse vollzog, mußte er diese bekämpfen. Nicklaus hatte als beurlaubter deutscher Beamter entsprechend dem Badener Uedereinkommen von 1925 die Treuepfl> cht gegenüber Deutschland zu beobachten. Jeder deutsche Saarbewohner hat gegenüber seinem Vaterlande Deutschland das Recht und die Pflicht, alles in feiner Macht Stehende zu tun, daß die deutsche Souveränität über dieses deutsche Land nicht mehr be» schränkt und beeinträchtigt wird als die Bestimmung des Versailler Vertrages unbedingt verlangen. Die Bestimmung über die freie geheime und unbeeinflußte Stimmabgabe gebe auch den Deutschen des Saargebietes nochmals 'das Recht, ihre Landsleute über die Verblendung und Schädlichkeit der
einen Sprung aus dem Fenster zu retten und erlitten dabei durchweg schwere Verletzungen. Nach Eintreffen der Feuerwehr konnten die übrigen Gefährdeten gerettet werden. Zwölf von ihnen hatten bereits sehr schwere Brandwunden erlitten.
Das unheimliche Aktenstück.
Ein an und für sich recht belangloses Aktenstück macht in Warschau viel von sich reden. Es handelt sich um einen Prozeß aus dem Jahre 1919 wegen eines angeblich widerrechtlichen Verkaufs eines Grundstücks, also wegen eines Vorganges, der nichts Sensationelles darstellt. Der Kläger starb sechs Tage nach der Einreichung der Klage und es wurde daraufhin eine Vermögensverwaltung eingesetzt. die den Anspruch der Klage aufrecht erhielt. Sechs Monate gingen ins Land, dann starb der Verteidiger und nur vier Wochen später folgte ihm der Staatsanwalt, der sich für das Aktenstück zu interessieren begonnen hatte. Der Fall wurde einstweilen vertagt. In den folgenden zwei Jahren starben nicht weniger als sieben Zeugen, denen sich bald der Richter anschloß, der sich mit dem Aktenstück zu befassen hatte. Man sah sich genötigt, den Fall nochmals zu vertagen. Dieses Mal dauerte es schon vier Jahre, bis man imstande war, den Prozeß wieder aufzunehmen. Ein tragischer Unglücksfall unterbrach ihn jedoch schon gleich am Beginn. Der Generalstaatsanwalt erlitt während der Verhandlung einen Schlaganfall und starb vier Tage daraus. Wieder trat eine Pause ein. Bei einer Nachprüfung des Aktenstückes ergab sich, daß drei Zeu- gen inzwischen verstorben waren, es waren die drei letzten. Man kann sich das Grausen der Gerichts- Personen des Warschauer Appellationshofes vorstellen, die diesen Fall jetzt wieder behandeln sollen, denn auch für einen nicht abergläubischen Menschen muß die Tatsache erschütternd wirken, daß alle Beteiligten eines Prozesses, während dieser schwebte, verstorben, der Richter und der Staatsanwalt mit eingeschlossen. Uebrig geblieben von dem Prozeß ist allein das Aktenstück. Es bedarf nur noch einer Formalität, um es dann zu den Akten zu legen, aber werden diejenigen, die jetzt das Aktenstück abschließen sollen, nicht etwa auch vom rätselhaften Tod ereilt werden, der bisher sich alle am Prozeß irgendwie Beteiligten geholt hat? Dabei steht ein» wandfrei fest, daß die Todesfälle selbst an sich nichts Rätselhaftes haben, das zu dem Verdacht führen könnte, es läge in jemandes Interesse, den Prozeß zu Ende kommen zu lassen.
Kreuzer „Karlsruhe" bei der 400-Jahrfeier der Hauptstadt von Peru.
Der im Ausland befindliche Kreuzer „Karlsruhe" hat Anweisung erhalten, die deutsche Wehrmacht bei der Ende Januar 1935 stattfindenden 400-Jahrfeier der Haupt st a d t von Peru, Lima, zu vertreten. Aus diesem Grunde ist folgende Aenderung seines Reiseplanes notwendig: Montevideo (Uruguay) 21. bis 28. Dezember, Puerto Mont (Chile) 5. bis 9. Januar 1935, Valparaiso (Chile) 12. bis 21. Januar, Callao (Peru) 25. Januar bis 6. Februar. Bei bieder Gelegenheit wird der Kreuzer am 27. Januar bei einer großen militärischen Parade in Lima durch eine starke Abordnung vertreten sein und auch an den Feierlichkeiten der übrigen Tage teilnehmen. Anschließend wird die „Karlsruhe" ihre Reise nach jolgenden Häfen fortsetzen: Buenaventura (Columbien) 11. bis 26. Februar, San Francisco (Vereinigte Staaten) 1. bis 12. März, Vancouver (Kanada) 15. bis 21. März, Accapulco (Mexico) 1. bis 8. April, Colon (Panama) 15. bis 20. April, Housten (Vereinigte Staaten), 26. April bis 4. Mai, Charleston (Vereinigte Staaten) 10. bis 20. Mai, Vigo (Spanien) 3. bis 12. Juni. In Vigo wird die Karlsruhe" mit Kreuzer „Emden" Zusammentreffen und mit ihm gemeinsam die Heimreise fortsetzen.
Die Harmonika — ein Volksinstrument.
Die Handharmonika ist eines der jüngsten Musikinstrumente, da sie erst seit etwa hundert Jahren besteht. In dieser Zeit hat sie sich bei fast allen Völkern der Erde eine große Beliebtheit erworben und man trifft sie ebenso bei den Eskimos wie bei
ir: ! Zeit vom 1. bis 20. Oktober in seiner Wechselst .'v: aufgekauft wurde, daß Leute aus den ent- fernsten Orten, aus Lothringen und Nancy, her- biflfiimten, da überall bekannt war, wie gut und ei Hc reich man seine Reichsmarkbeträge bei der ai »trhen Wechselstelle des Saargebietes loswerden fcrnr.2. Auch wollte Herr Nicklaus absolut nichts DiNjiaem ominösen Schild wissen, das seinerzeit zu.: größten Beunruhigung der Saarbevölkerung uii) jur wilden Schadenfreude der separatistischen P«’• meute die Verweigerung der Mark» a nm hme bei der Wechselstelle verkündete. Nicklaus malt erst viel später davon erfahren haben und m «r.,2, es hätte nur wenige Stunden dort gefjan» ge.T.Ss war besonders peinlich für Herrn Nicklaus, alnvei seiner Angestellten aussagten, die (9 e » n -ümiaung ihres Chefs zum Aushängen dis Schildes eingeholt au haben. Das Schild habe fc r 5:8 Stunden ausgehangen. Zur Rechtfertigung fem Umganges mit den Führern der Si ixa r a ti ft e n führte Nicklaus an, er müsse sich ül btü'bie politische Lage unterrichten, um rechtzeitig Viirrihrungen gegen einen Putsch (!) treffen zu fii nm.(Er mußte zugeben, daß Separatisten, wie 9) tii! Braun, Hoffmann, Max Waltz, Prinz Stirnen» ft ein Pater Dörr usw., ständig bei ihm ein- u mii ausgingen und während feiner Dienstzeit di;t Gründung der „Neuen Saarpost" und die an- gi t bbge Fälschung der Abstimmungsliften besprach irn rourden.
D 1 ©eneralftaatsanroalt Haammes (Luxem- bi M suchte in seinem Plädoyer den Präsidenten NIDus zu verteidigen. Wenig Verständnis brachte di Li Staatsanwalt für die Tatsache auf, daß Prüft dr' Nicklaus neben seiner Eigenschaft als Dtilker- biirfc.beamter auch beurlaubter deutscher BkllllN t e r sei, und deswegen aus seinem früheren D ^Verhältnis gewisse Pflichten moralischer und rcsiitcher Natur übernommen habe. Der Staats- a im:lt erblickte in dem Artikel Dr. Savekouls' eine B&tumbung des Eisenbahnpräsidenten und bean- trnji gegen den Verfasser eine Geldstrafe von 5000 F fairen.
'im Verteidiger Prof. Grimm-Essen
r «tete in feinem mehrstündigen Plädoyer gründ- ItlLj iiit dem Separatismus ab. Für die Menschen viiuriRheinland war das, was den Separatismus fo bikißDers verächtlich macht: Ein Vorschubleisten der- jeijissn gegen d i e deutsche Einheit gerich- te r ins Politik, die man in Frankreich die historische PSü k nennt, die Maurice Darrös „die fixe Idee § f nr!reid)s" bezeichnete, und die man auch das Tlicment Richelieus oder das Programm der na- ti Sitten Grenzen genannt hat. Wir Rheinländer rrvte., daß heute Millionen von Franzosen daraus nn.-lin, daß die jetzige Auseinandersetzung die Un= feto dafür schafft, daß diese unselige Politik Rick !)'.<us endlich überwunden werde. Die französische 211üpritterungspropaganba in Paris regte sich nach d le: großen Umwälzung in Deutschland, als d i e <S Migranten ins Saarland kamen, wieder. Ein u im:üelbarer Anschluß an Frankreich kam auch si jsk noch nicht in Frage. Aber man konnte das ? Hl vielleicht in (Etappen erreichen. Die Etappe, t i i man mit Hilfe der (Emigranten für 1935 propa- gjfcn wollte, war der Status quo. Der Sta» t lii quo ist heute die französische Lösung. Wenn Mr Status quo käme, so würde Deutschland feine (t üiieränitöt über das Saargebiet automatisch ver- l lii? . Die Saarbewohner würden ihre deutsche ELc-isangehörigkeit verlieren; sie würden Aus- l I n 5 s b e u t f d) e.
' Status-quo-propaganbiften wissen genau, l®| die deutschen Bewohner des Saargebietes Ü<! Trennung von Deutschland nicht wollen.
suchen daher die Saarbewohner durch die tagaupfung von der Möglichkeit einer Zeiten Astimmung zu beruhigen. Sie |z$en zwar zu, daß das Saarland durch den itdus quo zunächst einmal von Deutschland iemnt würde. Aber sie sagen, das ist nicht ijdmm, wir kommen später doch noch iBiamal zurück zu Deutschland. Vie
den Völkern der Tropen an. Sie ist geradezu das Instrument der Seeleute aller Nationen geworden und für ihre Volkstümlichkeit sprechen die Beinamen, die man ihm allein schon in der deutschen Sprache gegeben hat wie: Schifferklavier, Mansardenklavier, Ouetschkommode und Handörgeli (bei den Schweizern). In den letzten Jahrzehnten ist die Harmonika auch salonfähig geworden durch Künstler, die auf den sehr vervollkommneten Instrumenten selbst ein musikalisch verwöhntes Publikum zu begeistern wußten. Das Prinzip der Mundharmonika, die schon früher erfunden war, wurde auch für die Handharmonika maßgebend. 1829 führte F. Buschmann einem kleinen Kreis die von ihm konstruierte Handharmonika vor. Das Akkordeon ist ähnlich gebaut, nur besitzt es ftaft der Klappen eine Klaviatur und mechanische Winderzeugung. Im Weltkriege war die Harmonika ein gern gesehener Gast in den Unterständen, wenn auch die Mitnahme des Instruments z. B. beim Vormarsch ober Angriff erhebliche Schwierigkeiten machte. Viele Vereine unb Verbänbe pflegen mit schönem Erfolg bas Harmonikaspiel, bas ben Vorzug besitzt, leicht erlernbar zu sein.
Wettervoraussage.
Infolge der Verlagerung des bisher bei Irland gelegenen Tiefdruckwirbels der Nordsee haben sich die Luftdruckgegensätze auf dem Festlande weiter verstärkt. Dabei hat die mit einer Sübwestströmung nach Deutschland eindringende milde Ozeanlust noch etwas ostwärts Raum gewonnen. Gleichzeitig haben sich aber auch die Froste über dem Baltikum unb Norbostbeutschland weiter verstärkt. Zunächst wirb sich ein Zwischenhoch ausbilben, unter besten Einfluß bei uns Witterungsbesserung, in höheren Lagen aber neue Abkühlung eintreten roirb.
AussicytenfürSonntag: Wolkig bis auf- heiternd unb im wesentlichen trocken, für bie Jahreszeit noch milb, vorübergehenb westliche Winbe, im Gebirge neue Abkühlung.
Aussichten für Montag: Voraussichtlich wieber Neigung zu unbeftänbigem Wetter.
Lufttemperaturen am 28. Dezember: mittags 9,2 Grab Celsius, abenbs 5,8 Grab; am 29. Dezember: morgens 5,1 Grab. Maximum 9,4 Grab, Minimum 3,9 Grab.
Di-e in Santiago be Chile zwischen einer deutschen Wirsichaftsbelegation unb den zustänbigen chilenischen Stellen geführten Verhandlungen haben zur Unterzeichnung eines Abkommens geführt, des- fen Inhalt später bekanntgegeben werden wirb. Das Abkommen wirb eine gute Grundlage für den Aus- bau der Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern bilden.
DNB. K o w n o , 28. Dez. Am Freitag wurde im Memelländer-Prozeß die Vernehmung der Angeklagten fortaesetzt. Alle bestritten einmütig die Beschuldigung, daß ihre Partei einen bewaffneten Aufstand vorbereitet hätte. Es sei nicht einmal davon gesprochen worden, daß das Memel-Gebiet von Litauen abaetrennt werden sollte. Die sog. Sturmkolonnen, die in der Anklageschrift als Beweis für die „militärische Vorbereitung" eines bewaffneten Ausstandes angeführt würden, seien lediglich eine Zusammenfassung d e r Jugend für Dien st lei st ungen der Par - t e i gewesen unb feien nicht Sturmkolonnen, son- bern Stammeskreife genannt worben. Der Führer biefer kurz „SK" genannten Organisation erklärte, baß von militärischen Uebungen keine Rebe fein könne. Er selbst habe noch nie eine Waffe in ber Hanb gehabt, geschweige denn feine viel jüngeren Kameraben. Auf bie Frage, ob er nicht am Geburtstage seines Führers Saß feinen Kameraben in Uniform erschienen
•Der Kläger als Angeklagter.
•Ciarbrütfen, 28. Dez. (DNB.) Dor bem £ beiten Abstimmungsgerichtshof begann ein Straf- v » hren, bas bie Reaierungskommission gegen ' d »l! Wirtschaftsberater der Deutschen Front Dr. C: a: e k o u l s wegen Beleibigung bes Eisenbahn- p ra nnten Nicklaus angestrengt hat. In einem rtnckl würbe Herrn Nicklaus vorgeworfen, baß e : ber Wechselstelle bes ihm unterstellten amt- Ii£jf Reisebüros Reichsmark in Hartgelb unb 2kiroten in Mengen unb zu Kursen auf ge - k r - t hat, bie ben von ber Reichsbank heraus- g <C men Devisenvorschriften wiber- ist richen, zumal es sich in erster Linie um Be- ftrig hanbelt, bie aus illegaler Register - lir ci lk stammen. Die Saarbahnen hatten seinerzeit . di rsllMarkbeträge ber Reichsbahn zum Zahlungs- la hsMch angeboten; bie Reichsbahn hatte jeboch Idir Annahme abgelehnt. Daraufhin hatte bie | Aiec elstelle weitere Markannahmen ver- w r e r t unb bies burch Plakate bekanntgegeben, w«; in ber Saarbevölkerung zu Gerüchten über ei«e-ievorstehende Inflation in Deutschland führte. D t savekouls hatte Nicklaus in dem Artikel vor- gjgnen, daß er mit dieser Wechselstubenpolitik im Sine des Separatismus gearbeitet habe u aß dies eine Pflichtverletzung sowohl als saar- Icsicher wie als beurlaubter deutscher Beamter je i.
(Ein sterbender Diener Kommunist gesteht einen Attentatsplan.
Durch bas Gestänbnis eines Sterben- b e n erfuhr bie Wiener Polizei biefer Tage von einem am Fronleichnamtage btefes Jahres geplanten kommunistischen Anschlag auf einen Straßenaltar. Eine dreiköpfige kommunistische Terrorgruppe hatte beabsichtigt, an bem genannten Tage ben im Bezirk Ottakring auf ber Straße auf- gestellten Altar zu sprengen. Der Anschlag mißlang, weil bem Führer dieser Terrorgruppe, Lubwig T a l e i k a, beim Herrichten ber Sprengpatronen durch eine vorzeitige Explosion beide Hände abgerissen wurden. Im Krankenhaus gelang es zunächst nicht, von Taleika die wahren Ursachen seiner Verletzungen zu erfahren. Erst als sich fein Zustand immer mehr verschlimmerte, gestand er, fast sterbend, den Anschlag. Der Polzei gelang es, bie bei- ben anberen Mitglieber ber Terrorgruppe zu verhaften.
Zwei gefährliche Straßenräuber verhaftet.
Der Kölner Kriminalpolizei ist es gelungen, bie drei Räuber zu ermitteln, bie im Frühjahr 1933 in ber Nähe von Groß-Königsborf zahlreiche Uebersälle auf Kraftwagen verübt hatten. Der 32jährige Joseph Simon unb der 33jäh- rige Wilhelm Außen, zuletzt in Köln wohnhaft, sind bereits festgenommen. Der dritte Täter, der der Kriminalpolizei ebenfalls mit Namen bekannt ist, wird noch gesucht. Die drei Verbrecher hatten sich bei ben Raubzügen burch Gesichtsmasken unb Tücher unkenntlich gemacht. Sie hatten ihren Opfern unter Vorhalten von Pistolen Gelb unb Wertsachen abgenommen. Aber sie raubten nicht nur Geld — in einem Falle erbeuteten sie 400 Mark — unb Schmucksachen, fonbern zogen einem ihrer Opfer sogar Mantel, Rock unb Weste aus unb versuchten sogar, ihm bie Schuhe von ben Füßen zu ziehen. Arn 22. Mai 1933 hatten sie ben Euskirchener Kaufmann Jacquemain, ber Miene gemacht hatte, sich zu wibersetzen, burch einen Bauchschuß so schwer verletzt, baß er am nächsten Tage st a r b. Simon und Außen haben angesichts des erdrückenden Beweismaterials der Kriminalpolizei bereits ein Geständnis abgelegt.
Schnelle Aufklärung eines Raubmordes.
Ein vor wenigen Tagen in Rottach am Tegernsee verübter Raubmord an bem 58jähriaen Diehhänbler Georg Frei hat jetzt bereits feine Aufklärung gefunben. Die Täter sind ein im vergangenen Sommer in einer Nachbarvilla beschäftigt gewesener 26jähriaer Mann aus München, dessen 24 Jahre aller Bruder und degeu 25jähriger Freund.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XI. 34: 11 500. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Steinbruderei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr« Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. unb Samstags 15 Pf^ mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.
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Nach längerem Leugnen haben die drei Verhafteten ein umfassendes Geständnis abgelegt. Danach hatten sie vereinbart, mit bem Rabe nach Rottach zu fahren, den Viehhändler in seinem Hause zu überfallen, zu fesseln unb ihm das Gelb zu rauben. Die Knebelung war derart stark, daß bem Frei das künstliche Gebiß in ben Schlunb gebrückt würbe unb er erstickte. Von ben geraubten 1300 Mark fleibeten sich die Täter neu ein. Ein Rest von etwa 800 Mark wurde in ber Wohnung bes einen Täters versteckt aufgefunben. Die Verbrecher finb oerbäch- tig, vorher schon Einbruchsbiebstähle begangen zu haben.
Vier Todesopfer eines Doppelfelbstmordes.
In einem Hause in Charlottenburg wurde in einer mit Gas gefüllten Kochstube eine 54 Jahre alte Witwe und ihr 33jähriger Sohn mit Gas vergiftet tot aufgefunden. In der Nebenwohnung mußte man dann feststellen, daß dort eine 40jährige Frau mit ihrem fünfjährigen Söhn- chen ebenfalls durch Gasvergiftung ben Tob gefunben hatten. Nach ben bisherigen Ermittelungen der Kriminalpolizeit dürfte die Witwe am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages gemeinsam mit ihrem Sohn in den Tod gegangen sein. Durch diesen Doppelselbstmord sind dann zwei weitere Menschenleben ohne eigenes Verschulden vernichtet worden. Das Gas ist in der Nacht in die Nebenwohnung gedrungen und hat dort Mutter und Kind, die im Schlaf lagen, getötet.
An einem Biß in den Finger gestorben.
Ein junger Mann von Siegen war vor etwa acht Wochen bei einer Schägerei in einem Wirtshaus von dem Gegner in den Finger gebif- f e n worden. Er beamtete die Verletzung nicht, bis jetzt bie Ueberführung ins Krankenhaus notroenbig würbe, wo infolge zu stark vorgeschrittener Blut» Vergiftung ber Tob eintrat.
IHaffenerfranfungen an schwarzer Pest in China.
In ber Umgebung von Hwaingan in ber Provinz Kiangsu, etwa 200 Kilometer nörblich von Nanking, finb Tausende von Menschen an ber schwa r- zen P e st erkrankt. Diele finb bereits gestorben. Der Zentralwirtschaftsrat hat von Nanking sämtliche verfügbaren Aerzte in bas Seuchengebiet ent« fanbt. Die Provinzbehorben haben weitere Hilfs- expebitionen in Marsch gesetzt.
Siebzehn verletzte beim Brand eines Wohnhauses.
Bei dem Brand eines Wohnhauses in der pol- nischen Sta>bt P l o ck würbe den Bewohnern des ersten Stockwerkes die Möglichkeit zur Flucht genommen, da das Treppenhaus in Flam- ms» ftayd, Fünj Perstmeu perjuchlsn, sich durch
T Vernehmung des Eisenbahnpräsidenten Nick- la ix-iyeftaltete sich zu einem ungewollten Bekennt- n s inner separatistischen Umtriebe unb Machen- fc )«r*n, zu benen er sein Amt als Eisenbahnpräsi- b'itrinb hoher faarlänbifdjer Beamter mißbrauchte. $1141115 mußte, wenn auch nur sehr gerounben, 3 t! ben, baß er Markbeträge z u sehr nie« öriien Kursen angefauft hat. Als Be- giiimng führte er an, baß er sich hier im Saar- g«f)i nicht unter Kuratell einer für uns privaten Bai ber Reichsbank, zu stellen brauche unb baher dir deutschen Devisenvorschriften außer acht I«i 12 n könne. Allerbings würbe ihm bebeutet, b<ifj ich selbst französische und andere a «ländische Banken loyalerweise an die E irrrf)hingen der deutschen Devisenvorschriften hielte «.Während er skrupellos, soweit es ihm nur tirpi möglich war, Reaistermarkbeträge aufkaufte. Ni«üus wollte sich absolut nicht genau erinnern i kc rrn, daß durch illegale Registermark- a « ä u f e die nette Summe von 150 000 Mark


