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Montag, 2^. Oktober 1954

Nr. 255 Erste; Blatt

184- Zahrgang

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Der Ehrentag des deutschen Handwerks

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Die Botschaft des Führers und Reichskanzlers

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Die feierliche Verpflichtung

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mir mit den Worten: 3a, ich ge-

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Reichsbankprüsident Dr. Schacht

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Völkern begegnen, Höch st er Lei st u

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Ihre ganze Kraft in den Dienst des Führers und des deutschen Vaterlandes zu stellen, so antworten Sie mir mit den Worten: 3a, ich gelobe es!

Sind Sie gewillt, in und durch 3hr Amt für die Verwirklichung des hohen Ziels der Ge­meinschaft zwischen Betriebsführer und Be-

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triebsgefolgschaft zu wirken, wie es dem Sinn des alten Dreiklangs im HandwerkWeister, Geselle und Lehrling" entspricht, und darüber hinaus die Volksgemeinschaft zu jeder Stunde zu fördern, dann antworten Sie mit den Wor­ten: 3a, ich gelobe es!

Sind Sie gewillt, allen Verufsangehörigen ob Lehrling, Geselle oder Weister ein wahrer Arbeitskamerad und treuer Helfer in allen Lebenslagen zu fein, so antworten Sie mit den Worten: 3a, ich gelobe es!

Sind Sie gewillt, das 3hnen anvertraute Amt in Gerechtigkeit und Selbstlosigkeit zu ver­walten, dem Handwerk ehrlichen Herzens zu dienen und den Anordnungen der 3hnen Vor­gesetzten getreulich nachzukommen, dann ant-

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Worten Sie lobe es!

Nach altem nommcn.

Tragen Sie

720 Kreishandwerksmeister,

14 635 Obermeister,

67 818 Jnnungswarte verpflichtet.

von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

auf daß das Werk des Führers sich vollende.

Wir gedenken der Weister, Gesellen und Lehr­linge, denen der Tod das Werkzeug aus der Hand genommen, mit welchem sie Gröhes für uns geschaffen.

Wir gedenken unseres verstorbenen EhrenmeistersPaul von Venecken- d o r f f un d Hindenburg, der mit uns eng verbunden in feinen letzten Lebenslagen uns mahnte:Seid eurer Väter eingedenk, ihr deut­schen Handwerker, dient den Pflichten eures Standes, erzieht euren Nachwuchs in Gottes­furcht und Vaterlandsliebe und haltet fest zu­sammen als Söhne eines Volkes." Altersergraute Meister schritten zur Lade des Handwerks und entnahmen ihr das Buch der Meister, entzündeten die Kerzen, und während sich die festliche Versammlung zu ernstem Gedenken erhob, intonierte das Orchester das Lied vom guten Kameraden.

müssen.

Nach dem unendlichen Kapitalverlust Deutsch­lands durch Krieg und Tributleistungen ist aber die Neubildung von Sparkapital für un­sere Zukunft wichtiger denn je, weil das Aufbauprogramm des Dritten Reiches selbst­verständlich nicht nur an die persönlichen, son­dern auch an die geldlichen Leistungen des deutschen Volkes ganz erhebliche Ansprüche stellen muh, wenn unsere wirtschaftliche Zu­kunft wieder sichergestellt sein soll, hierfür aber ist unbedingtes Vertrauen, rechtliche und vertragliche Sicherheit die unerlähliche Voraussetzung. Zwangsmahnahmen auf dem Gebiete des Zinses können zwar eine Än­derung bestehender Schuldverhältnisse herbei­führen. unterbinden aber ein Neu­angebot von Sparkapital, und gerade das letztere ist auch für das Handwerk von großer Bedeutung, denn nur durch beständige Neuinvestition auf allen Gebieten des Baues und sonstigen Wirtschaftens kann das Hand­werk diejenigen Aufträge finden, die ihm eine gesicherte Zukunft gewährleisten.

rareDinge sind, Und daß willkürliche und ungerechte Eingriffe in den Sparzins das Sparen selbst unterbinden

M. I** ä

Das Handwerk als Träger des Wiederausbaus der deuischen Volkswirtschaft.

Der Vegrüßungsabend.

Ehrung Dr. Leys und verdienter Handwerksmeister.

Ermäßigte Grundpreise:

Stellen-, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein-

ShÄS. v)viKiuj=ainviyvi im wvauqiui »«Z-W-s richten. Anzeiger Stehen U I I II gen, Väder-^Unterrichts- u.

SrontfurVaÄa'n 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Universitäts-Such- und Steinbruderei R. Lange in Sieben. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 MengenablchiMStaffelö

die Worte unseres Führers im her­seien Sie stets Ihres Gelöbnisses eingedenk nun gehen Sieans Werk!" Ich melde

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhesfen

Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr .. -.25 Auch bei Nichterscheinen

Dem Deutschen Handwerk spreche ich zum heutigen Tage meine herzlichsten Grütze und meine besten Wünsche aus.

Der alljährlicheTag des Handwerks" soll das deutsche Volk an die Bedeutung und Auf­gabe des Handwerks erinnern und dieses selbst mit Weister, Gesellen und Lehrlingen zur höch­sten Pflichterfüllung für Volk und Vaterland mahnen. Der Schuh und die Förderung des Reiches werden hierbei dem deutschen Hand­werk nicht fehlen."

Wir danken unserem geliebten Führer für diese seine Botschaft, die das deutsche Handwerk allzeit zur Richtlinie seines handelns machen wird. Neue Kraft und neuen Glauben an die Zukunft des deutschen Handwerks hat sie uns gegeben, aber uns auch die großen Aufgaben erkennen lassen, die uns im Rahmen des Ganzen gestellt werden und die wir nur lösen können durch unermüdliche Arbeit und treueste Pflichterfüllung.

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text­anzeigen von70mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr

Auch die geldliche Wirkung, die von dieser Belebung ausgeht, wird sich dem Handwerk wohl­tuend mitteilen. Die Neubildung von Spar­kapital, die durch diese wirtschaftliche Belebung eingesetzt hat, muß auch von der Seite des Handwerks her gefördert werden. Nur aus ihr heraus kann eine Verbilligung des langfristigen Kre­dits kommen. Der Umstand, daß das Sparkassen- und Genossenschaftswesen so eng mit dem Hand­werk verbunden ist, wird die Aufmerksamkeit gerade bei Ihnen, meine Herren, darauf hinlenken, daß Sparen und Zins untrennbare Dinge

sten handwerkfördernden Maßnahmen aber muß das nationalsozialistische Arbeitsbeschaf­fungsprogramm gezählt werden, in dessen Rahmen außerordentlich große Summen für die Instandsetzung von Häusern und Wohnungen, für den Bau von Eigenheimen und für die vorstädtische Kleinsiedlung bewilligt wurden. Die bisher im Um­fang von rund 200 Millionen Mark bewilligten Ehestandsdarlehen haben dem Handwerk einen kaufkräftigen Konsumentenkreis zugeführt. Ueberhaupt hat die Rückführung von Mil-

IMft unserem Führer helfen und ein treues Glied W deutschen Volksgemeinschaft sein. Dann ehrte hu Reichshandwerksmeister den kommissarischen Niüchswirtschaftsminister Dr. S ch a ch t durch Ueber- rii chung des goldenen handwerksab- ; i ch e n s. Dr. Schacht nahm die Ehrung mit den llwrtenzur gemeinsamen Arbeit für Handwerk tirib deutsches Volk" an. Nachdem dann noch Dr. M'y die aus dem Reiche erschienenen Abordnun- hci des Handwerks einzeln begrüßt hatte, begaben Ifici die Ehrengäste vorüber an der in tiefen Glie- brungen stehenden Menschenmenge in d i e Burg drlnkwarderode.

Brot durch die gesteigerte Kaufkraft der breiten Massen zu einer beachtlichen Steigerung des handwerklichenAbsatzes geführt. Beispiels­weise lagen im ersten Quartal 1934 die Umsätze in den Einkaufsgenossenschaften der Maler um 88,2 v. h., der holzverarbeitenden Gewerbe um 67,2 v. h. und der metallverarbeitenden Gewerbe (Klempner, Installateure usw.) um 85,7 v. h. über denen des Vorjahres.

Braunschweig, 28. Okt. (DNB.) Schon Tagen steht das Straßenbild Braunschweigs rstlichem Schmuck. Schon am Bahnhof grüßt inkommenden Gäste eine Nachbildung des Löwen,

er vor der Burg Dankwarderode steht. Ein Spalier on Fahnen begleitet die Gäste dann durch eine Ehrenpforte in der Friedrich-Wilhelm-Straße zum nnern der Stadt. Ueberall wehen die Fahnen des euen Reiches und die rotweißen Fahnen mit dem wringenden Pferd, dem Wappen Braunschweigs, besonders festlich sind der Platz um das neue Rat- aus und der historische Burghof geschmückt. Vor sm Gildehaus, dem Sitz der Handwerkskammer, t der traditionelle h a n d w e r k s b a u m gestellt jorben. Das Handwerk hat seine Schaufenster mit ,'ssonderer Sorgfalt und Liebe geschmückt. Das -s ührertreffen des Handwerks fand mit einem Ißegrüßungsabend im Festsaal des Alten Rathauses seinen eindrucksvollen Auftakt. Gau- | liiter Schmalz begrüßte Reichshandwerksmeister Schmidt und wies auf die hervorragende Rolle |l*s Handwerks im Kampf um das neue Deutsch- t nb in Niedersachsen hin. Lanbeshanbwerksmeister H efjme bewillkommnete sobann namens bes r ebersächsischen hanbwerks ben Stabsleiter ber stO. Dr. Ley unb bie übrigen Gäste. Nach einem Beihelieb bes Bäckergesangvereins Braunschweig sprach Ministerpräsibent Klagges. Dann über- ! jchte Reichshanbwerksmeister Schmibt bem t t a b s I e i t e r ber PO. D r. Ley in Aner- imnung seiner Verbienste um bie Schaffung bes t-uen Staates ben Ehrenmeisterbrief b e s braunschweigischen hanbwerks. Mit Im golbenen Ehrenze ichen bes beutschen Hubwerks würben ausgezeichnet Lanbeshanbwerks- vsister M a g u n i a (Königsberg), .Schramm (Ütona), Bäzner (Stuttgart) unb Uhrmacher- imister Maurice (München).

Eröffnung des Handwerkslags.

Begrüßung im Rathaus.

Am Sonntag leiteten bereits um 7 Uhr Böller- foüffe unb bas Wecken ber PO.-Kapelle ben Tag 1 -s Deutschen hanbwerks ein. Vor bem Gilbehaus- isgenüber ber Burg versammelten bie Gruppen ber

!?rschiebenen hanbwerkerzweige Braunschweiger Reister, Gesellen unb Lehrlinge in ihrer Berufs- Reibung zur Spalierbilbung vom Neuen Rathaus zur Burg Dankwarberobe. Das haupt- itereffe richtete sich zunächst auf bas Rathaus, no im Festsaal bie große Begrüßung stattfanb. Reihevolle Stille lag über ber Festversammlung, (»5 bie Ehrengäste, an ihrer Spitze Dr. Ley., Irr. Schacht unb Reichshanbwerksmeister Schmibt froie bie braunschweigische Staatsregierung, ben l'ächtig ausgeschmückten Festsaal betraten.

Oberbürgermeister Dr. Hesse begrüßte bie An- vsesenben unb überreichte bem Stabsleiter ber PO. ie-ne künstlerisch ausgestattete Mappe, in ber bas (ben bes schaffenben deutschen Menschen aller Be­rufe Ausdruck findet Dem Reichsbandwerksmeister Schmidt übergab er als Ehrenzeichen den ältesten Önnungsbrief der Stadt.

Meickshandwerksmeister Schmidt, angetan mit

treu verbundenen Handwerkern an der Saar, er gilt unseren Berufskameraden deutscher Zunge und deutscher Handwerksart in Danzig und allen außerhalb der Reichsgrenzen.

Lassen Sie uns hier nach altem Handwerksbrauch die Morgensprache am Tag des deutschen Handwerks begehen.

Weister, öffnet bie Lade, entzündet die Kerzen und reichet mir das Buch der Weister, in dem verzeichnet sind die, die vor uns Weister waren, die uns ihr Können und Wissen, den Schah ihrer Erfahrung übergaben zu treuen Händen, auf daß wir ihn hüten, mehren und weitergeben an die, welche im Handwerk nach uns kommen werden.

So wie einst bei geöffneter Lade der Toten gedacht wurde, so wollen auch wir es halten.

Wir gedenken der Toten, die da starben, auf daß Deutschland lebe.

Wir gedenken der Toten, die ihr Leben gaben,

baß h a n b w e r k l i ch e s können bie G r u n d- tage ber beutschen Qualitätsarbeit ist. Zu ben Mängeln, bie bas verflossene System uns hinterlassen hat, gehört auch ber zahlenmäßige Rückgang an Facharbeitern, dessen Wie- berergänzung wir jetzt mit Nachbruck in bie hanb nehmen.

Wir haben durch das Wirken unseres Führers wieder gelernt, den Arbeiter der Hand zu schätzen und erkennen heute den hohen sittlichen Wert der Arbeit mehr denn je. Gerade im Handwerk aber haben wir immer erfahren, daß fachliches Können Hand in Hand geht mit ehrbarer Gesinnung. Ein Pfuscher wirb selten ein anständiger Kerl sein. Wer nichts kann, ist kein Wann. Können ver­pflichtet. Wir wollen darum die hohe sittliche Schule, die das Handwerk für unser Volk dar­stellt, ehren und erhalten.

Diese restlose Hingabe an bie Sache wirb aber insbesondre von Ihnen, meine Kreishanbwerker, Obermeister unb Jnnungswarte, geforbert, sc" Organisation nicht nur ein totes Gebilbe bl Die Form ist gegeben; sie mit echtem naNo­ri a l s oz i al i st i sch e m hanbwe rk l iche n Geist unb Leben zu erfüllen, ist Ihre verant­wortungsvolle Aufgabe. Wenn tiefstes, soziales Ver­antwortungsgefühl, als bie Grunblage zur Ent­wicklung bes Aufbaues, Sie erfüllt unb wenn Sie entschlossen sinb, noch vorhanbene Schüblinge in un­seren Reihen zu beseitigen, so ist an ber Erreichung unserer Ziele nicht zu zweifeln. Sie, meine Kreis- hanbwerksmeister, Obermeister unb Jnnungswarte, sinb in btefem Saale angetreten, auf baß ich Sie in biefer feierlichen Stunbe gemeinsam mit Ihren Ka- meraben im Reich auf Ihr Amt verpflichte. Unb so nehme ich Sie alle hier unb im Reich na­mens bes deutschen Handwerks in Gegenwart des Herrn Reichswirtschaftsministers unb bes Herrn

erhielt bann das Wort als derzeitiger a m - Nerender Reichswirtschaftsmini st er. Er führte u. a. aus: Das beutsche Handwerk ist ähnlich wie der Bauernstand ein lebendiges Zeug­nis dafür, was Tradition, was Festhalten an alter Überlieferung und das Aufbauen auf langen wirtschaftlichen Erfahrungen für unsere Gegenwart bedeutet. Mag die moberne Großinbustrie mit all ihren technischen Umwälzungen bie Wirtschaft noch so revolutionieren!) verändert haben, wir merken doch auch heute noch an allen Ecken unb Enben, daß sie aus dem Handwerk entstanden ist unb handwerksmäßiges Können nicht ent­behren kann. Ja, je mehr die hochentwickelten Industrieländer der billigen und schlechten Konkur­renz neu aufkommender Industrien bei anderen Völkern begegnen, um so mehr ist Anlaß zu höchster Leistungsarbeit gegeben unb um so mehr besinnen wir uns immer wieder daraus,

Der Reichshanbwerksmeister fuhr bann in feiner Ansprache fort: Einbreivierteljahr ist es her, seit­dem unser Führer und Volkskanzler die Geschicke des deutschen Volkes in seine starken Hände genom­men hat. Gewaltiges und Wunderbares ist in die­ser Zeit geschehen. Unser Vaterland ist dem drohen­den Verfall entronnen, die unsagbare seelische und körperliche Not von 4 Millionen Volksgenossen ge­nommen, die Wirtschaft zur Pflicht des Dienens am Ganzen zurückgekehrt. Klafsenhaß, Parteien­hader und Selbstzerfleischung sind versunken und von unserem Volke genommen, und die geschaffene Einheit und Gemeinschaft wird alle Kräfte zum Aufbau wachrufen. Nachdem uns ber Glaube an ein Aufwärts gegeben würbe, ist auch bas Hand­werk mit neuem Leben erfüllt und zu großen Aufgaben berufen und bereit. In dieser Bereitschaft vernehmt die Botschaft unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler:

Der Festakt auf der Burg.

Der Burgsaal mit feinem farbenprächtigen Orna- rmtschmuck und ben kunstvollen Holzschnitzereien Hbete ein berebtes Zeugnis mittelalterlicher beut- lüser hanbwerkskunst. Im Halbkreis nahmen bie k-rengaste Platz. Zu beiben Seiten bes Pobiums Alitierten sich bie alten Jnnungsfabnen bes braun5 i 'ckrveigischen hanbwerks unb die Abordnungen des lh>nrbwerks aus bem Reich, bie zum Teil in ihren lliidsmannschaftlichen Tratchten, zum Teil in Be- l|ni:5f[eibung erschienen waren. Das Vorspiel zu ben ipbifterfingern leitete bie Feier ein.

Mchshandwettsmeister Schmidt

üeirüßte bann bie Erschienenen unb fuhr fort:

' Zugleich mit uns sinb heute in mehr als 18 000

Jammlungen Betriebsführer unb Gefolgschaft bes Ificnbroerfs versammelt. Nahezu vier Millionen jficnbroerfsmeifter, Gesellen unb Lehrlinge haben p feierlich in allen Stäbten unb Kreisen bes Peches so wie hier zusammengefunben. Ich begrüße aöo alle, meine lieben Kameraben aus bem icmbwerk. Mein Gruß gilt ganz befonbers ben uns

Erscheint täglich, außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gieyener Familienblätter Heimat im Bilb Die Scholle Monats-Bezugspreis:

Der Nattonalsozialisrnus hat ben felbftänbig schaffenden verantwortungsbewuß- ten Menschen wieder in den Mittelpunkt ber Wirtschaft gestellt. Auf keinem Gebiet bes gewerb­lichen Lebens aber ist bie Zahl selbstänbig schaffen- ber unb barum vor Verantwortung gestellter Men­schen so groß wie im hanbwerk. Auf Grund bes Gesetzes über ben vorläufigen Aufbau bes beutschen hanbwerks hat beshalb ber Reichswirt­schaftsminister zunächst eine vorläufige Regelung für ben Aufbau bes beutschen hanb­werks auf ber Grunblage allgemeiner Pflicht­innungen unb bes Führergrunbsatzes getroffen.

Die 3nnung bildet die Grundlage für den ganzen künftigen Aufbau des Handwerks. Des weiteren wurde die Errichtung von Kreis­handwerkerschaften angeordnet und die handwerkliche Ehrengerichtsbarkeit geschaffen, die die bedeutsame Aufgabe hat, den Handwerkerstand von unzuverlässigen und un­redlichen Elementen zu säubern und die mora­lische Grundlage des Handwerks zu erhalten und zu befestigen. Pflege des Gemein­schaftsgeistes, Wahrung der Stan- d e s e h r e, zu der in erster Linie die gute und preiswerte Bedienung des Kunden gehört, sowie die Fürsorge für einen aut ausgebildeten Nachwuchs sind die Hauptaufgaben, die den 3nnungen gestellt sind.

Außer dieser organisatorischen Neugliederung hat die nationalsozialistische Regierung eine Reihe sehr wichtiger Maßnahmen getroffen, die dem Hand­werk zugute gekommen sind. Es gehört hierher ins­besondere das Verbot zur Errichtung neuer Einzelhandelsgeschäfte, was für das Handwerk deswegen bedeutsam ist, weil ein großer Teil aller handwerklichen Betriebe natür­licherweise im Nebenbetriebe auch Laden- gefchüfte führt; weiter auch die Bekämp­fung der Schwarzarbeit, die unter dem Druck der wirtschaftlichen Not einen für das Hand­werk Besorgnis erregenden Umfang angenommen hatte. Ferner ist die E x p a n s i o n s w i r t s ch a f t von Warenhäusern und Filialbetrie­ben unterbunden worden. Zu den wichtig-

bti goldenen Kette des Handwerks, würdigte dann b: Verdienste des Führers um die Einigung im hvndwerk, für die ihm der Dank des gesamten W!?/^en Volkes gewiß sei- Wir vom Handwerk, Stabsleiters' ber PO. in treuer Hingebung zum |e schloß er, wollen in echt nationalsozialistischem Dienst am fianbmerf in Nilicht-

T-ist unserem Führer helfen unb ein treues Glied zjnd Sie gewillt, als deutscher Handwerker