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au Gütersloh (Westfalen) und studierte auf den Universitäten zu Erlangen und Gießen; in Erlangen genügte er auch seiner Militärdienstpflicht als Ein­jährig-Freiwilliger. Nachdem er seine beiden theo­logischen Prüfungen bestanden hatte, wurde er am 30. März 1884 Pfarrverwalter in Schwarz (Kreis Alsfeld) und am 4. Juli 1886 Inhaber der dortigen Pfarrstelle; seit 30. August 1896 versieht er das Pfarramt in Ruppertsburg. Er hat also seine ganze lange Dienstzeit in Oberhessen zugebracht, ein Be­weis dafür, wie fest er verwachsen ist mit dem oberhessischen Heimatboden und mit dem ober­hessischen Volkstum, für dessen besondere Eigenart er stets ein feines und tiefes Verständnis gezeigt hat. Fest auf dem Boden des biblischen Christentums steheÄ», allzeit getragen von hohem Verantwortlich- kettsgefühl für bte ihm anvertrauten Gemeinde­glieder, ausgerüstet mit bewundernswerter gei- ftlaer Lebendigkeit, als Prediger stets in die Tiefe gehend, als Seelsorger allen dienend und sich ein- fuhlend in die verschiedenartigsten Verhältnisse, in all seiner Arbeit unverdrossen, so hat er sein Amt geführt, ist vielen zum Segen geworden und durfte sich allseitiger Wertschätzung und Achtung erfreuen.

Aber auch weit über dest Kreis der eigentlichen beruflichen Tätigkeit hinaus reichte sein Wirken. Als Vorkämpfer der Pfarrvereinssache, die ein wesentliches Stück seiner Lebensarbeit wurde, hat er sich bleibende Verdienste erworben, einerseits um den Hessischen Evangelischen Pfarrverein, dessen Mitbegründer er war und an dessen OrganHessi­sches Kirchenblatt" er jahrzehntelang die Schrift­leitung versah, anderseits um den Verband der Deutschen Evangelischen Pfarrervereine, dessen enge­rem Vorstand er viele Jahre hindurch angehörte. Bei dieser Arbeit ging es ihm niemals um ein­seitige Vertretung der Standesinteressen, sondern vor allem um die Wahrung der kirchlichen Belange. So war es für ihn, wie für den Pfarrverein eine große Freude und ein Zeichen der Anerkennung,

als ihm gelegentlich des Deutschen Evangelischen Pfarrertages in Gießen im Jahre 1924 von der Theologischen Fakultät der Landesuniversität die Würde eines Doktors der Theologie verliehen wurde. Auch der Verband der Deutschen Evange­lischen Pfarrervereine würdigte seine Verdienste durch Ernennung zum Ehrenmitglied des engeren Verbandsoorstanoes, ebenso der Hessische Pfarr- verein, der ihn, als er sein Schriftleiteramt nieder­legte, zum Ehrenmitglied des Vorstandes ernannte.

Innerhalb des Dekanats Schotten beteiligte er sich erfolgreich als Mitglied des Dekanatsausschusses. Der Hessischen Evangelischen Landessynode gehörte er lange Jahre hindurch als geistlicher Abgeord­neter, ferner dem Vorstand des Hessischen Haupt­oereins des Evangelischen Bundes als wertvolles Mitglied an.

Und noch eine Seite seiner Wirksamkeit darf nicht unerwähnt bleiben. Beseelt von glühender Vater­landsliebe war er weithin bekannt als aufrechter deutscher Mann und als echt nationaler Kämpfer, der sich auch nicht scheute, in vielen Volksversamm­lungen als mutiger Redner aufzutreten und trotz mancher Anfeindungen seine christliche, nationale und soziale Gesinnung zu bekunden. Deutschtum und Christentum im Sinne D. Stöckers zu bekennen war ihm Lebensinhalt geworden. Hierfür stritt er unerschrocken und kreuzte namentlich in der Zeit nach dem Novemberverbrechen von 1918 tapfer die Klinge mit den Gegnern von Volk und Vaterland, mit Verrätern und Schädlingen. Und als das Dritte Reich kam, stellte sich der ehrwürdige Greis mit fast jugendlicher Frische und Begeisterung in die Gefolgschaft Adolf Hitlers, getreu seinem alten Grundsatz: Alles für Deutschland!

So haben Kirche, Volk und Vaterland Pfarrer D. Fritsch viel zu danken. Möge des Allmäch­tigen Segen auch fernerhin auf ihm ruhen und ihm ein friedlicher Lebensabend befchieden sein!

Wirtschaft.

* Steigende Dividenden bei den Rütgerswerken. Die Verwaltung der Ritt- gerswerke sieht sich durch die günstige Entwicklung in den beiden letzten Jahren in die Lage versetzt, der nächsten ordentlichen Generalversammlung die Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen schon von 1932 an in Vorschlag zu bringen. Im Falle der An­nahme dieses Vorschlags würden daher die Aktio­näre außer der schon früher beschlossenen Kapital­rückzahlung von 20 v. H. eine Dividende von vor­aussichtlich 3 v. H. für 1932 und von 4 v. H. für 1933 erhalten. Hinzu kommt, daß im abgelaufenen Geschäftsjahr eine günstige, aufwärtsschreitende Entwicklung Platz gegriffen hat, die sich auch be­reits in entsprechenden Einnahmen kennzeichnet.

Frankfurter Börse.

Mitlagsbörse ruhig, aber fest.

Frankfurt a. M., 28. März. Zu Beginn der heutigen Börse war das Geschäft allgemein ruhig. Die bevorstehenden Feiertage lassen, nachdem der Ultimo im großen und ganzen überwunden ist, eine größere Unternehmungslust nicht aufkommen. Den­noch konnte sich das Kursniveau nach den Rück­schlägen in den letzten Tagen überwiegend weiter erholen. So eröffneten am Chemiemarkt JG.-Far- ben um 0,40, Scheideanstalt und Deutsche Erdöl je 0,75 v. H. höher. Rütgerswerke waren angesichts des zu erwartenden Vergleichs 1,25 v. H. fester. Am Elektromarkt zeigten Akkumulatoren eine kräf­tige Erholung (4- 4,5 v. H.), daneben waren Lah- meyer und Siemens je 1,5 v.H., Geffürel 0,65 und AEG. 0,50 v. H. höher. Montanaktien lagen unein­heitlich. Buderus gewannen 1,5 v. H., Mannesmann 1, Stahlverein 0,40 v. H., während Laurahütte 0,65, Klöckner und Harpener je 0,25 o. H. nachgaben. Am Kunstseidemarkt waren Bemberg nach der kürz­lichen Steigerung angeboten und 2,5 v.H. schwä­cher, da die Verwaltung entgegen anderslautenden Gerüchten erklärte, daß der beschlossene Kapital­schnitt durchgeführt werden wird. Im einzelnen waren AG. für- Verkehr gesucht und 1,25 v. H. höher. Autoaktien lagen gut behauptet, dagegen Zellstoffwerte leicht ermäßigt. Reichsbankanteile gaben 0,50 v. H. nach. Metallgesellschaft waren an­geboten und wurden etwa 4 v. H. niedriger taxiert.

Auch der Rentenmarkt hatte nur kleinstes Ge­schäft. Altbesitz lagen 0,13 v. H. höher, späte Reichs­schuldbuchforderungen und Neubesitz blieben gut be­hauptet, während Stahlverein-Bonds 0,25 o. H. ver­loren.

In der zweiten Börsenstunde blieb die Börse wei­ter recht ruhig, die Tendenz hielt sich meist auf den ersten Notierungen. IG.-Farben, die sich vorüber­gehend bis auf 138,75 nach 138 v. H. stellen konn­ten, lagen später bei 138,50 v. H, Auch Harpener gingen um 0,65 v. H., Mannesmann um 0,25, Rüt­gerswerke um 0,50 v. H. zurück. Von später notier­ten Werten waren Zeltstoff Aschaffenburg 1,13 v.H., Cement Heidelberg und Licht 8c Kraft je 1 v. H.

fester, während Kunstseide Aku 1 v. H. und Südd. Zucker 2,25 o. H. niedriger notierten.

Am Rentenmarkt kam etwas Interesse für späte Schuldbücher auf, die bei 94,25 um 0,40 v. H. an­zogen, auch Altbesitzanleihe lagen 0,13 v. H. höher, Neubesitz unverändert 22,60. Umgetauschte Dollar- Bonds waren bei kleinstem Geschäft 0,25 bis 0,50 v. H. freundlicher. Staats- und Stadtanleihen ruhig, auch der Pfandbriefmarkt war überwiegend gut be­hauptet, teilweise 0,50 v. H. höher. Fremde Werte waren still. Tagesgeld unverändert 3,75 v. H.

Abendbörse ruhig, aber freundlich.

Die letzte Abendbörse vor den Osterfeiertagen wies bei freundlicher Tendenz nur kleinste Umsatz­tätigkeit auf. Für einige Spezialwerte machte sich jedoch größeres Interesse bemerkbar. So führte die Meldung von einer Dividendenausschüttung rück­wirkend ab 1932 bei Rütgerswerke zunächst zu leb­hafterer Nachfrage und zu einer Kurssteigerung von 1 v. H. Daneben waren IG. Farbenindustrie beachtet und 0,25 v. H. höher, auch Deutsche Lino­leum konnten sich weiter mäßig befestigen. Auf den übrigen Marktgebieten blieben die Berliner Schluß­notierungen behauptet. Metallgesellschaft konnten sich nach dem Rückgang von heute mittag um 1,50 v. H. erholen.

Der Rentenmarkt lag bei behaupteten Kursen nahezu geschäftslos. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 22,52Vr, Altbesitzanleihe 96,75, Schutzgebietsanleihe von 1913 9,50, Reichsbank 150, Gelsenkirchen 65,25, Phönix 53, Rheinstahl 95, Laurahütte 21,13, AKU. 62, Bemberg 67,50, Daimler 50,75, Deutsche Lino­leum 57, Licht & Kraft 106,75, IG. Farben 138,75 bis 139,50, Gesfürel 100,50, Metallgesellschaft 79,50

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 28. März. Am Gemüse- markt herrschte reichliches Angebot in ausländi­schem Kopfsalat, vorwiegend spanischer Herkunft. Das Spinatangebot war gut, in den übrigen Ge­müsearten war es ausreichend. Die Preise für alle Salatsorten erfuhren eine weitere Ermäßigung, im übrigen blieben sie unverändert. In Anbetracht der bevorstehenden Feiertage nahm das Geschäft einen lebhaften Verlauf. Es erzielten: Blumenkohl, Steige = 12 Stück 400 bis 450 ital.; Eskarol, Steige 24, 30 und 32 Stück 225 bis 275 ital.; Feldsalat 40 bis 50; Gelbe Rüben 7 bis 8; Gewürze!, gr. Bdl. 35 bis 40; Gurken (Treibhaus), Kistchen 6 Stück 425 bis 450 holl., Kartoffeln (gelb), 50 kg 325 bis 340; Kohlrabi (Treibhaus) 30; Erdkohlraben 4 bis 5; Kopfsalat (Treibhaus) 18 bis 25; Kopfsalat, Steige 24 Stück 200 bis 300 span.; Lattich (Treib­haus) 40 bis 50; Schlüpfer (Treibhaus) 60 bis 65; Meerrettich 12 bis 25; Radieschen (Treibhaus) Bdl. 8 bis 10; Römischkohl 40; Rosenkohl 22 bis 24; Rotkraut 7 bis 8, holl. 9 bis 10; Sellerie je nach Größe 5 bis 25; Spinat 10 bis 12; Schwarzwurzel 12 bis 18; Tomaten, Kistchen 5 kg 300 bis 325 can.; Weißkraut 9, holl. ÜVe bis 12; Wirsing, spitz

Arbeiishilfe für den Bauern!

Es geht um Volksgenossen!

Frühjahr 1934.

Für den Bauer beginnt wieder die Arbeit auf der Scholle, der Kampf mit wind und Wetter, die Wiche um die Sicherung der Nahrungsfreiheit aller Volksgenossen. Wer hilft mit?

Tausende schulentlassener junger Menschen drän­gen jetzt in Berufe, die mehr oder weniger Aus­sicht auf ein späteres Forttommen bieten. Euch junge Kräfte gerade kann das Bauern­tum gebrauchen, hier ist für euch Jungens und Mädels noch genügend Arbeitsraum.

Jeder platz, den ihr in handel und Gewerbe frei laßt, kommt einem immer noch arbeitslosen Volks­genossen zugute. Diese müssen in diesem Früh­jahr wieder in Arbeit und Brot kommen.

Für dich, Bauer, bedeutet das, daß du deine eigenen Kinder auf dem Lande halten mußt.

das Ganze!

Dir, dem Gewerbetreibenden und Unternehmer, sagt es, daß du die Arbeitskräfte vom Dorfe dem Lande lassen muht.

Bauer, du brauchst Arbeitskameraden!

Nimm die Jugend, auch die, die sich aus der Stadt zu dir findet, mit offenen Armen auf! Mit ihr knüpfe die Bande der Volksgemeinschaft fester!

Stehl Stadt und Land eng zusammen, muß es gelingen, der Landwirtschaft die so notwen­digen Arbeitskräfte zu sichern. Es geht nicht um den einzelnen es geht um das Ganze!

Gießen, 28. März 1934.

Die Kreisbauernführer von Oberhefsen-West: gez.: Dörrfchuck. Oberhessen-Ost: gez. Geiß.

Die Kreisleitung

des Deutschen Landarbeiterverbandes (DAF.)r gez.: Braun.

Das Arbeitsamt: gez.: Dr. £ i ff.

besonders wichtig für die Landbevölkerung.

Ausschneiden! Aufheben!

Um die Fachoermittlung für Landwirtschaft für die dringende Erledigung ihrer jetzt notwendigsten Aufgabe, die Werbung von Arbeits­kräften für die Landwirtschaft, mehr als bisher freizumachen, muß eine Vereinfachung des Geschäftsverkehrs zur Einschränkung des Schriftwechsels, besonders der Landhilfe, Platz greifen. Um dies zu erreichen, wird die landwirt­schaftliche Vermittlung des Arbeitsamts Gießen, beginnend ab April 1934, im Bezirke Sprech­stunden abhalten, und zwar am Mittwoch

in der zweiten Woche jedes Monats (also am 11. April, 9. Mai, 13. Juni, 11. Juli, 8. August und 12. September) in Butzbach von 8.30 bis 9.30 Uhr, in Friedberg von 10.30 bis 11.30 Uhr, in Büdingen von 14 bis 15 Uhr, in Nidda von 16.30 bis 17.30 Uhr;

in der dritten Woche jedes Monats (also am: 18. April, 16. Mai, 20. Juni, 18. Juli, 15. August und 19. September) in Grünberg von 9 bis 10 Uhr, in Schotten von 11.30 bis 12.30 Uhr, in Köddingen von 14 bis 15 Uhr, in Homberg von 16.30 bis 17.30 Uhr;

in der vierten Woche jedes Monats (also am: 25. April, 23. Mai, 27. Juni, 25. Juli, 22. August und 26. September) in Gedern von 8.30 bis 9.30 Uhr, in Grebenhain von 10.30 bis 11.30 Uhr, in Lauterbach von 13.30 bis 14.30 Uhr, in Alsfeld von 16 bis 17 Uhr.

Die Sprechstunden dienen allen der Vermittlungs­stelle übertragenen Aufgaben: Annahme von Auf­

trägen, Entgegennahme von Meldungen Arbeit­suchender, soweit sie in der Landwirtschaft, Gärtne­rei und Forstwirtschaft ein Unterkommen suchen. Es werden Auskünfte erteilt über: Beschäfttgung von einheimischen landwirtschaftlichen Saison­arbeiten, ebenso über die Vorschriften der Ausländerbeschäftigung (gleichgültig welcher Be­rufe). Besonders dient die Sprechstunde aber zur Aufklärung über die Landhilfe: die Antragstellung, Bestellung von Helfern und Helferinnen, Verfahren über die Zahlung der Beihilfe, Ersatzhelferbeschaf­fung und allem, was mit der Durchführung der Verordnung zusammenhängt.

Die Sprechstunden werden in den Neben- bzw. Meldestellen des Arbeitsamtes abgehalten, in Nidda im Gasthaus Rullmann.

Zur reibungslosen Abwicklung der Sprechstunden in der jeweils vorgesehenen Zeit, insbesondere aber, um dem Arbeitsamt die Möglichkeit zur sachdien­lichen Auskunftserteilung zu geben, ist es so­weit es sich um Angelegenheiten der Landhilfe han­delt, unbedingt notwendig, daß die Besucher der Sprechstunde mindestens drei Tage vorher dem Arbeitsamt Gießen, Fachvermittlung für Landwirt­schaft, Frankfurter Straße 29, mittels Postkarte den Zweck des Besuches mitteilen; nur aanz kurz, Ge­schäftsnummer nicht vergessen! Mit Ausnahme der oben genannten Tage ist die Sprechstunde für die Landwirtschaft in Gießen wie bisher von 9 bis 11 Uhr offen.

15 bis 18, rund 10 bis 12, holl. 8 bis 10; Zwiebeln, 50 kg 600 bis 650.

Am Ob ft- und Südfrüchtemarkt ver­zeichnete man genügendes Angebot in deutschen Aepfeln, gute Zufuhren in Apfelsinen, in Manda­rinen dagegen gering. Amerikanische Aepsel waren sehr stark angeboten. Bei wenig veränderten Preisen nahm das Geschäft einen schleppenden Verlauf. Es erzielten: Aepsel I 25 bis 30, II 16 bis 20; Wirt­schaftsäpfel 12 bis 14; amerif. Aepfel, Kiste etwa 40 Psd., rote 800 bis 950, gelbe 1000 bis 1200; Apfelsinen blond 10 bis 17 span., Blut 12V2 bis 17 span.; ital. Apfelsinen blond 14 bis 16, Blut 19 bis 22; Bananen, Kiste I2V2 kg 550 bis 600 Jam.; Eßbirnen 18 bis 20; Kochbirnen 8 bis 10; Amerik. Tafelbirnen, Kiste etwa 40 Psd., 1350 bis 1500; Erdnüsse 13 bis 14; Mandarinen 15 span.; Zitronen, Korb 50 kg 700 bis 800. Die angegebenen Preise sind Großbezugspreise, sie sind, sofern nichts anderes angegeben, auf V- kg bzw. Stück in Pf. umgerechnet.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 28. März. Auch der letzte Getreidegroßmarkt vor den Feiertagen verkehrte in zwar sehr stiller, aber freundlicher Grundhaltung. Die Käufe der Mühlen blieben klein, auch das An­gebot war nicht drängend, lediglich in Roggen lagen weiter starke Ankünfte von norddeutscher Kahn­ware vor. Die Preise zeigten im Vergleich zum Montagsmarkt keine Veränderung. Futtermittel lagen stetig, ölhaltige Artikel in vorderer Sicht blie­ben gefragt. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 199 bis 200, Roggen 172,50 bis 173, Braugerste 172,50 bis 177,50, Hafer 157,50 bis 160, Weizenmehl Spe­zial 0 mit Austauschweizen 29,40 bis 29,95, do. ohne

27,90 bis 28,45, Roggenmehl 0- bis 60proz. 23,50 bis 24, do. südd. Spez. 0 24, Weizenkleie 10,25, Weizenfuttermehl 11 bis 11,25, Roggenkleie 10,60 bis 10,70, Soyaschrot 15,45 bis 15,55, Palmkuchen 14,50 bis 14,70, Erdnußkuchen 16,65 bis 17,35, Tre­ber 14,50 bis 14,75, Trockenschnitzel 9,60 bis 9,70, Heu südd. 6, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt ober gebündelt 1,90 bis 2 Mark. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 29. März. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 74 Rinder, 1357 Kälber, 58 Schafe, 443 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 50 Mark, Hämmel 28 bis 36, Schafe 23 bis 34, Schweine 35 bis 43 Mark. Marktoer- lauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig Schweine ruhig.

Schweinemarkt in Friedberg.

Friedberg, 28. März. (Lpd.) Zum heuttgen Schweinemarkt wurden 406 Ferkel aufgetrie­ben. Es wurden bezahlt: für 6 Wochen alte Tiere 12 bis 16 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte Tiere 16 bis 20 Mark und für 8 bis 12 Wochen alte Tiere 20 bis 26 Mark. Das Geschäft war sehr lebhaft. Es verblieb geringer Ueberftanb.

Schweinemarkt in Nidda.

* Nidda, 28. März. Auf dem heuttgen Schweinemarkt standen 302 Ferkel zum Ver­kauf. Das Handelsgeschäft verlief zunächst langsam, wurde bann lebhafter, so baß der Markt geräumt wurde. Es kosteten Ferkel von sechs bis acht Wochen 18 bis 20 Mark, acht bis zehn Wochen alte Tiere 22 bis 23 Mark, zehn Wochen unib ältere 25 bis 26 Mark.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

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4% Ungarische Staatsrente v. 1910 iYi% desgl. von 1913..........

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Alse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke ........

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DeSgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ehem.8% Hess. Bolküstaat 1929 lrückzahlb. 102%) ............

6% Hess. LandeSbank Darmstadt Gold R. 12.................

5%% Hess. Landes-Hypotheken- 6an! Darmstadt Ltgut.........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ........

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auelos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 8% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 8H% ehem. <y,% Franks. Hyp.- vank.Liqu.-Psandvriefe......

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6% ehem. 8% Pr. LandeSpfand» brtesanstalt, Mandbriefe R. 19 8% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steusrautsch. Verrechnungskurs..

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Rheinische ElekwlzttLt ........ 5

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Hamvurg-Amerika-Pakei .....

Hamburg-Südam. Dampfschiff. Hansa-Dampfschtff...........

Norddeutscher Lloyd .........

A-G. für Verkehrswesen Akt. ..

Berliner Handelsgesellschaft ... , Commerz- und Prival-Bank ... O

Deutsche Bank und Dis conto»

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Schlußk. Abend* börse

Schluß­kurs

Schlußk. Minas- börse

Datum

27-3-

28-3.

27-3.

28.3-

ManSselder Bergbau ..

.......O

73,9

73,75

Kokswerke .....

....... 0

97,5

97,9

Phönix Bergbau .....

.......0

53

53

52,5

52,65

Rheinische Braunkohlen

.....10

204

204

203,5

203,5

Rheinstahl

.......0

95

95

94

94,25

Beretntgte Stahlwerke.

.......0

44,4

44,75

44,4

44,5

Olavi Minen ......

.......0

14,75

14,5

14,65

14,9

Kaliwerke Aschersleben.

.......5

113

113,5

114

113^5

113,5

Kaliwerke Westeregeln .

....... 5

112,75

113,5

114

Kaliwerke Salzdetfurth

.....7%

145

145

145

145,25

3. G. Farden-Industrie

....... 7

137,65

139,5

137,5

138,5

Scheide an st alt........

....... 9

181

181,75

Goldschmidt .........

.......O

59

61,25

58,65

61

Rütgerswerke ........

.......O

61,5

60,5

61,65

Metallgesellschaft......

....... O

82

79,5

81,5

78

27. Mörz

28-März

Amtliche Notieruna

Amtliche Notierung

(Reih

Srie

Geld

25rie

Heljingfmt..

5,644

5,656

5,649

5,661

Wien.......

47,20

47,30

47-20

47-30

10,38

10,40

10,38

10,40

BudaveA ...

Sofia......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

168,83

169,17

168,93

169,27

Oslo.......

64,19

64,31

64,29

64,41

Kopenhagen.

57,04

57,16

57,14

57,26

Stockholm...

65,88

66,02

65,98

66,12

London -----

12,78

12,81

12,795

12,825

Buenos Aires

0,631

0,635

0,631

0,635

Neu York ....

2,510

2,516

2,512

2,518

Brüssel.....

58,46

58,58

58,49

58,61

Italien.....

21,53

21,57

21,53

21,57

Baris ......

16,50

16,54

16,50

16,54

Schweiz ....

80,95

81,11

80,95

81,11

Spanien....

34,25

34,31

34,25

34,31

Danzig.....

81,57

81,73

81,57

81,73

3apan ......

0,754

0,756

0,754

0,756

Rio de Jan. .

0,211

0,213

0,211

0,213

Jugoslawien.

5,664

5,676

5,664

5,675

Lissabon ....

11,64

11,86

11.65

11-63

Berlin, 28-März

Geld

»rief _

Amerikanische Noten..............

2,465

2,485

Belgische Noten..................

58,33

58,57

Dänische Noten .................

56,89

57,11

Englische Noten .................

12,75

12,81

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

16,46

168,51

21,46

16,52

169,19

21,54

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

64,12

64,38

Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

65,82

66,08

Schweizer Noten.................

80,77

34,11

81,09

Ungarische Note»

34,2»