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Druck der Drühl'schen Universitäts»Buch» und Steindruckerei. R. Lange. Gießen.
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la eine Tagung im Saarland selbst zur Zeit noch undurchsühr- tar ist.
Um wie alljährlich Lehrern und Schülern die Teilnahme an jjr Pfingsttagung zu ermöglichen, hat das Hessische Staatsministe- i1Lum, Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum angeordnet, daß der Unterricht am Freitag, dem 18. Mai d I., nach der dritten Unterrichtsstunde schließt. Sofern durch die MN der Reichsbahn festzusetzenden Abfahrtzeitcn der Sonderzüge in einzelnen Schulen den Teilnehmern eine weitere Beurlaubung innerhalb der drei Vormittagsstunden des Freitags zum recht- zütigen Anschluß erteilt werden muß, ist dies zulässig.
Am Samstag, den 19. Mai, vormittags 9 Uhr, veranstaltet der NDA. im Nahmen der Pfingsttagung in diesem Jahre zum ersten Stale eine besondere Lehrertagung in der Stadthalle in Mainz, g meinsam für die Erzieher und Lehrer aller Schulgattungen, ein- ftlließlich der zu Pfingsten in Deutschland sich aufhaltenden Aus- undlehreM r ^^hrertagung, in der auch die amtlichen Stellen und lie Leitung des NSLB. vertreten sein werden, werden Fragen Mn ganz besonderer Bedeutung erörtert. Ministerialrat Dr. Haupt, Kerlin spricht über die „Grundlagen gesamtdeutscher Pädagogik", Ministerialrat Dr. Löffler, Stuttgart, über die „Bedeutung der S^islandschulen für den volksdeutschen Gedanken". Oberstudien- drektor Schulz, Madrid, wird das Schlußwort sprechen.
Durch diese Sonderveranstaltung gewinnt die diesjährige große Saarkundgebung neben ihrer großen allgemein völkischen Bedeutung noch eine besondere Bedeutung für die deutschen Erzieher und Lehrer. Es darf daher erwartet werden, daß von der Möglichkeit, an den Veranstaltungen ohne weiteren Urlaub teilnehmen zu können, in größtem Umfang Gebrauch gemacht wird.
Gießen, den 23. April 1934.
Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. Weigand.
Dienstuachrichleu des Kreisamts.
Versorgungsanwärter August Walter in Gießen wurde zum Hilfsvollziehungsbeamteu des Kreises Gießen ernannt und verpflichtet.
Karl Werner aus Wieseck wurde als Rechner für die cvaugel. Kirche Wieseck bestellt und verpflichtet.
Zum kommissarischen Beigeordneten der Gemeinde Burkhardsfelden wurde Albrecht Schumacher bestellt.
k e r b u n d scheint nicht glatt vonstatten gehen zu wollen. „Petit Parisien", der die Unterstützung der französischen Bemühungen durch Benesch als sicher hinstellt, verhehlt nicht die ablehnende Haltung Polens und meint, daß hier eine Reibungsfläche vorhanden sei, die um so schwerer zu beseitigen sein würde, als Polen mit Genf unzufrieden sei und alles in allem nur widerwillig im Völkerbund verbleibe. Vielleicht werde der in Genf so bewanderte Benesch eine Lösung für die sich bereits abzeichnenden Hindernisse finden.
Die Bemühungen Barthous und Benesch, den Völkerbund weiter zu einem deutsch-feindlichen Machtinstrument auszubauen, begrüßt auch „Ordre" wohlwollend, vorausgesetzt, daß Frankreich einen „Block der Hüter der Ordnung" zustande bringe. Das Blatt warnt vor allzu großen Illusionen. Stark beunruhigt über die Unterredungen von Prag ist Gustave Hervä in der „Victoire", weil Benesch ein ebenso starker Gegner der Vertrags- reoision sei, wie Barthou.
Paris, 28. April. (DRB. Funkspruch.) Von der französischen Presse wird fast einmütig ein Erfolg Barthous in Prag festgestelli. Die Blätter erklären, daß der Besuch Barthous als ein günstiges Vorzeichen für weitere Verhandlungen genommen werden könne. Noch nicht restlos geklärt sei die Frage Polen - Tschechoslowakei, jedoch hoffe man, daß Barthou durch seinen Besuch zur Bereinigung dieser Frage beigetragen habe. „Wenn es gelingt", so schreibt ,Journal', „eine Annäherung zwischen Polen und der Kleinen Entente herbeizuführen, und wenn man mit einer Neutralität der Sowjetunion rechnen kann, dann wird die solide Grundlage für die A u f r e ch t- erhaltüng des 8tatu5ciu0 in Osteuropa vorhanden sein."
Daß die polnisch-tschechische Frage Schwierigkeiten bereiten könne, und zwar wegen der Haltung Polens, läßt „Petit Parisien" durchblicken, der deshalb an das „slawische Zusammengehörigkeitsgefühl gegenüber dem Pangermanismus" appelliert. Auch der von Frankreich eifrig betriebene Eintritt Sowjetrußlands in den Vol-
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ytcuiuiy ijtrruur, uuß u i e -l v* g e u e r uiiima- t e n an Deutschland vorüber sind und weist wie auch andere Blätter auf den deutschen Wink an Frankreich hin. „Daily Mail" schreibt: „Freiherr von Neurath erklärt, daß Deutschland bereit ist, jeden Augenblick zu einer Rüstungsvereinbarung zu kommen. Der größere Teil seiner Rede bestand aus einer sehr scharfen Kritik an der französischen Note. Aber es hatte den Anschein, daß sein Hauptziel darin bestand, zu zeigen, daß Deutschland immer noch um eine Rüstungsvereinbarung bemüht ist. „Morning Post" schreibt: „Berlin immernochzurZusammenarbeit b e r e i t."
wischen Ost und West.
)es französischen Außenministers Barthou iropareife muß man als den Versuch werten, j eine Aktivierung der französisch-polnischen indschaft und der engen Beziehungen zwischen ikreich und den Staaten der Kleinen Entente Neuauflage der in Versailles begründeten und >utig zur Niederhaltung Deutschlands bestimmten dnispolitik einzuleiten. Dabei ist schon rein rlich bezeichnend, daß Barthous Besuch Warschau der e r st e Besuch eines franzö- n Außenministers in der polnischen Hauptstadt In den verflossenen 13 Jahren seit dem Ab» ß des polnisch-französischen Bündnisses waren \ets nur die polnischen Außenminister gewesen, »benso wie ihre Kollegen Benesch und Titulescu jeder internationalen Konferenz, vor jeder fer Ratssitzung in Paris vorgesprochen hatten, dort ihre Instruktionen in Empfang za nehmen, n also nun die polnische Presse mit Befriedi» ; feststellte, daß sich seitdem die Lage gründ- ib geändert habe, und Frankreich den guten gab, mit diesem Wandel der Dinge zu rechnen, )ar dieser französische Besuch in Warschau an schon ein Zeichen dafür, daß der Quai d'Orsay iffen hatte, was auf dem Spiel steht und be- war, um realer Ziele willen auch die Bedürf» des politischen Prestige einige Pflöcke zurück- cken, wobei es eine Ironie des Schicksals ist, derselbe Barthou, der 1921 in der Rolle allmächtigen Protektors das Bündnis mit dem ischen Vasallen schloß, nun sich der Aufgabe rziehen muß, durch Anerkennung der polnischen ^Machtstellung den Versuch zu machen, Polens «lgschaft für Frankreich zu erhalten.
is ist denn auch für die polnische Politik das tigste Ergebnis der Warschauer Besprechungen, ikreich erkennt den inneren Wandel der Grund- ,i des polnisch-fianzösischen Bündnisses an. Vom lllen ist Polen zum gleichberechtigten Partner erückt, der es sich künftighin nicht mehr bieten n wird, wie in Locarno oder beim Abschluß Viermächtepaktes antichambrieren zu müssen brüskiert zu werden, der vielmehr heute schon __, dem Recht einer eigenen, selbständigen Politik besteht und verlangen wird, vorher gehört zu werden, wenn man ihn später als Verbündeten in Anspruch nehmen will. Frankreich erntet nun die Früchte seiner ebenso anmaßenden und verletzenden wie kurzsichtigen Rücksichtslosigkeiten, die den polnischen Verbündeten geradezu auf einen Weg abdrängten, der Polen eine Wahrung seiner eigenen Interessen in größerer Unabhängigkeit versprach. Oberst Beck, der junge, neuen Ideen aufgeschlossene unb bewegliche Vertrauensmann des Marschalls Pilsudski, ist diesen Weg mit zäher Folgerichtigkeit gegangen. Der Nichtangriffspakt mit Rußland und vor allem die Verständigung mit Deutschland schufen die Voraussetzungen für eine eigene volitische Linie Polens. Barthous Besuch in Warschau und die innere Umgestaltung des polnisch-französischen Bündnisses ist ein Erfolg dieser Politik und das erste äußere Anzeichen für die veränderte Stellung Polens auf dem politischen Schachbrett Europas.
Daß dieser Wandel durchaus der geschichtlichen Entwicklung und den politischen wie wirtschaftlichen Notwendigkeiten entspricht, erläutert eindringlich und aufschlußreich Freiherr von Reibnitz in einer kleinen Schrift: „D e r deutsch-polnische Ausglei ch", die soeben in 3. Auslage erscheint (Internationaler Verlag Cesare Santoro, Berlin) und gerade in diesem Augenblick des erneuten französischen Werbens um Polen besondere Beachtung verdient. Der Verfasser erinnert daran, daß die deutsche Politik während des Weltkrieges sich trotz starker Opposition im eigenen Lande für ein selbständiges Polen eingesetzt und an dieser Befreiungspolitik auch dann festhielt, als um den Lohn der Preisgabe Polens )on dem zaristischen Rußland vielleicht ein Sonderfnede gehabt zu haben wäre. Unter dem Eindruck, daß damals Deutschland seiner den Führern des polnischen Volkes gegebenen Zusage treu geblieben war, hatte Marschall Pilsudski auch in den Vorverhandlungen über die Bildung eines selbständigen polnischen Staates keine Gebiete des verbündeten deutschen Volkes beansprucht, die zu einer Zerschneidung deutschen Staatsgebiets geführt hätten ober eine deutsche Mehrheit enthielten. Frankreich aber, der Der-
'Ziehung aus be- e äweck- !) würde aus die die Ein-
)euischtuin nd damit mit unserer statt,
Oer 1. Mai.
risst: Vereidigung der Mitglieder des Bertrauensrates.
er § 10 des Gesetzes zur Ordnung der natio-
n Arbeit bestimmt, daß die Mitglieder Vertrauensrates am Tage der natio-
n Arbeit ein feierliches Gelöbnis ihre zukünftige Amtsführung vor der Gefolg-
t des Betriebes abzulegen haben.
a die Führer der Betriebe, die Vertrauens- ner und die Gefolgschaft an der machtvollen dgebung aller Schaffenden der Stirn und der st am l.TNai teilnehmen müssen, werden für größere Anzahl, besonders auswärtige Ve- ie, unvermeidbare Schwierigkeiten technischer entstehen.
h ordne deshalb an, daß die Vereidi- i g des gesamten Vertrauensrates in feierlicher m am Vormittag des 2. 2fi a i vor der - immelten Gefolgschaft vorzunehmen ist.
gez. Dr. Lüer, Treuhänder der Arbeit.
xijlv »«gvetvn vxu|iungcii |ungt:[t:yi. (iKigein. ktirie solche These stellt bas ganze Funbament ber Abrüstungsfrage einfach auf den Kopf. Die Signatarmächte finb feit langem nicht mehr frei, in ber Abrüstungsfrage nach beliebigem Ermessen unb Gutdünken zu hanbeln. Sie haben in den Verträgen von 1919 bie Zentralmächte zur restlosen Entwaffnung gezwungen, aber biefe außer- orbentliche Maßnahme vertraglich als er st en Schritt zur Durchführung ber allgemeinen Abrüstung fest gelegt. Die Leistung Deutschlands ist bis zum letzten Buchstaben des Vertrages erfüllt worben. Die feit Jahren fällige Gegenleistung, bie Durchführung ber allgemeinen Abrüstung, steht v o l l ft ä n b i g aus, unb nirgenbs ist ein Anhaltspunkt bafür gegeben, daß sie in absehbarer Zeit bewirkt werben würbe. Das ist bie wirkliche Grunblage bes Abrüstungsproblems.
Ein einfaches Verbleiben Deutschlands bei dem ihm in Versailles aufgezwungenen Rüstungsregime wäre deshalb nur dann in Frage gekommen, wenn die anderen Mächte sich entschlossen hätten, ihre Rüstungen auf das gleiche Niveau herabzufehen. Aber diese Forderung ist kategorisch abgelehnt worden. Mit Recht hat deshalb die deutsche Regierung es als eine selbstverständliche, von allen Seiten längst anerkannte Tatsache hingestellt, daß für Deutschland unter keinen Umständen mehr ein Rüstungsstand in Betracht kommen könne, wie er in Versailles festgelegt wurde.
Man sollte sich die Frage vorlegen wem wohl das bessere Recht zur Seite steht, ob Frankreich oder Deutschland, wenn es jetzt etwa darauf bestehen wollte, seine Gleichberechtigung s o sro r . u n 0 uneingeschränkt bis zu dem Maße verwirk- licht zu sehen, das dem R ü st u n g s st a n d e d e r b o.ch q e r ü st e t e n Staaten, vor allem Frankreich, entspräche? Deutschland hat diesen Anspmrch n ich t erhoben. Es hat zwar an der Gleichberechtigung als Grundsatz und an seiner Verwirklichung
Aüssel dient, schulen, oerpost-.
Barthous „Erfolg" in Prag
Nicht alle Blütenträume reisten.
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in Berlin „französische Explosionen" voraus und bemühe sich, sie zu vermeiden, ohne zunächst aber die erhoffte englisch- italienische Einheitsfront gegen den französischen Standpunkt verwirklicht zu sehen. Das Echo des Besuches von Suvich in London und Brüssel scheine nicht dafür zu sprechen. Es könne Frankreich gelingen, in Genf, abgesehen von der Kleinen Entente, auch Polen und vielleicht Rußland, für die französische Politik zu gewinnen. Angesichts dieser Lage versuche Deutschland einen letzten Vorstoß. Wenn dieser es nicht ermöglichen sollte, im letzten Augenblick ein Abkommen zu erzielen, werde dies wenigstens die Vorberei-
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Samstag, 28. April 1934
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