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Mittwoch, 28. März M4

Gir'gener Anzeiger (General-Anzeiger für GberlMn)

nt.74 Drittes Blatt

Das HiNswerkMutter und Md" der ASS

und mehr Kindern ganz in die Familie. Allein-

gji.-tfpoTt

Tennis im Turnverein 4846.

Wochenhilfe als Pflichtleistung der Sozialversiche- mit der genauen Prüfung der BZoynveryaimipe. ruTig, Arbeitsschutz de? werdenden Mutter, Mütter- i Auf den Mißstand des Schlafgangerwesensi ist da- erholunasfürsorae und Mütterschulung. Die Wirt-! bei besonders zu achten, sowie auf gesundheits- schaftskrise hat den weiteren Ausbau empfindlich schädliche Not- und Laubenwohnungen am Rande getroffen Mit dem HilfswerkMutter und Kind" der Großstadt. Gegen die.unsoziale Einstellung y s. ..r____i. mnnrhor (Snndtnirfp nip nm weiaern. rinoerreime

Nachdruck verboten!

3 Fortfetzung

stehenden Müttern (verwitwete und geschiedene), die Ernährer ihrer Kinder sind, ist eine ihrer Eigenart

werbstätigen Mütter müssen gesetzlich fest­gelegt werden, um ihre Kräfte zu erhalten. Jeder Mutter müssen wenigstens 14 Tage Urlaub im Jahre zustehen. Solange Fabrikarbeit für verheiratete Frauen nicht völlig auszufchei- den ist, sind die Arbeitsplätze zu überwachen und entsprechend dem körperlichen Zustand der Frau der Arbeitsplatz zu tauschen. Die Einrichtung von Bewahrungs- und Stillräumen in größeren Be­trieben ist' zu fördern. Zur Entlastung der Land­frauen sind während der Erntezeit, wenn notwen­dig, besondere Ernte-Kindergärten einzu­

werden, z. B. Ernährungsbeihilfe für Mutter und Kind, insbesondere Milchlieferung, Zusatznahrung-, Kleiderbeihilfe, Säuglingsaussteuer, Heizbeihilfe, Bettenbeschaffung usw. Kinderreichen Müttern (mit mehr als drei Kindern) sind Haushalts- und Wirt­schaftshilfen durch Einsetzung des Frauenarbeits-

mancher Hauswirte, die sich weigern, kinderreiche Familien aufzunehmen, ist vorzugehen. Die Reichs­führung der NSB. wird zu gegebener Zeit zu einer großzügigen Aktion zur Bettenbeschaffung aufrufen, um der herrschenden Bettennot in vielen

Wöchnerinnen und Säuglinge, planmäßige Ueber- wachung der Pflegekinder, Ausbildung von wohl­fahrtspflegerischen Kräften, Einstellung von Kreis­fürsorgerinnen auf dem Lande, Einrichtung der

richten.

Die NSB. beginnt ihre Wohnungshilfe mit der genauen' Prüfung der Wohnverhältnisse.

Pelzmantel und den kappenartigen, hellgrauen Hut mit dem schmalen Pelzbesatz, der dem des Mantels entsprach. An der Tür des Wartesaals blickte sich Regina noch einmal um, Doralies winkte mit der Hand einen Abschiedsgruß.

*

Am Anhalter Bahnhof erwartete ein sehr großer, eleganter Herr von ungefähr dreißig Jahren die Einfahrt des Zuges. Er ging ein wenig ungeduldig auf und ab. Jetzt kam der Zug in Sicht, und Doktor Peter Konstantin sagte leise vor sich hin: Endlich! Er dachte ein bißchen belustigt: neugierig war er doch, wie'das Mädel eigentlich aussah, das der Bater nach Berlin zu Frau von Stübnitz schickte, damit sie ein bißchen Lebenart lernen sollte. Frau von Stübnitz hatte ihn vorbereitet auf einen Wild­fang von etwas ungehobelten Umgangsformen und ihn gewarnt, nicht zu erschrecken, falls Doralies Wolfram irgend welche Dinge sagen würde, die man im allgemeinen von einer jungen Dame nicht erwartet.

Er hatte anstatt Frau von Stübnitz im letzten Augenblick zum Bahnhof gehen müssen, eine wich­tige Angelegenheit hielt die Gattin seines Chefs und Kollegen im letzten Augenblick zu Hause fest. Er war ja beinah wie ein Sohn im Hause des von ihm sehr verehrten Herrn von Stübnitz, in dem er stolz den besten Verteidiger der Gegenwart sah.

Der Zug hielt und das Aussteigen begann. Koffer­tragende Münnlein und Weiblein drängten sich durcheinander dem Ausgang zu

Peter Konstantin nahm in der Rühe der Loko- inotive Ausstellung. Hier konnte ihm niemand ent­wischen, und hier mußte auch das Mädel mit d^m grünen Tuch vorbei. Schade, daß Frau von Stüb­nitz ihm kein Bild der Erwarteten hatte zur Ver­fügung stellen können.

Er musterte alle Vorübergehenden ganz genau und spähte eifrig nach einem grünen Taschentuche aus; doch das verabredete Zeichen blieb aus.

Der Zug hatte sich fast geleert, da entdeckte er mitten auf dem Bahnsteig eine schlanke Gestalt in grauem Pelzmantel; etwas Grellgrünes leuchtete auf. Peter Konstantin hatte famose Augen, er musterte schon von weitem die junge Dame sehr eingehend. Hm! Da das mit dem grünen Tüchlein stimmte, konnte es sich wohl kaum um einen Irrtum in der Person handeln; aber er dachte ein bißchen verwundert, wie sehr doch manchmal das Aeußere eines Menschen zu täuschen vermochte. Die Tochter des berühmten Schriftstellers, wie sie ihm Frau von Stübnitz nach einen, etwas offenherzigen Brief des Vaters aefchildert, hatte er sich ganz anders vor­gestellt. Dem schlanken Mädchen im grauen Pelz­mantel hätte er nicht zngetraut, daß sie lieber das Geländer hinunterrutschte als die Treppe hinunter­stieg, daß sie das Haus lieber durchs Fenster anstatt durch die Tür verließ, und daß sie manchmal Dinge redete, die nicht .ganz hasenrein waren für eine gebildete junge Dome. Fortsetzung folgt.

Die echte und die falsche Doralies Roman von Anny von Panhuys.

Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.)

laubsansprüche der

noch erwerbs

entsprechende Arbeitsstelle

ruft die NSV. nun das gesamte deutsche Volk zur Selbsthilfe auf. Das Volk soll Träger des Gedan­kens und der Tat werden, daß nur gesunde Mütter und gesunde Familien den Volksbestand sichern können. Das HilfswerkMutter und Kind" soll eine ständige Einrichtung der NSV. werden. Es wird darauf ankommen,' bisher verborgene Not­stände und Mißstände aufzuspüren, Notstandsge­biete ausfindig zu machen, bürokratisches Arbeiten und eine Sparsamkeit am falschen Platz zu unter­binden Auf ganz persönliche Hilfe von Mensch zu Mensch ist das Hilfswerk abzustellen. Es ist nicht nur eine Aufgabe der Wirtschafts- oder Gesund­heitsfürsorge, sondern es wird auch die seelische Hilfe für Mutter und Kind mit im Vordergrund stehen müssen. Wenn auch der erbbiologisch wert­volle Teil des deutschen Volkes in erster Linie er­faßt werden soll, so schließt das nicht aus, daß das Hilfswerk sich an alle Mütter wendet, die irgendwie in Not sind. Dazu gehören die werden Mütter, die kinderreichen Mütter, die verwitweten und geschie­denen Mütter. Auch der ledigen Mutter soll gehol­fen werden, und zwar im Hinblick darauf, daß ihr Derantwortungsbewußtsein nur dadurch gestärkt werden kann, daß man Mutter und Kind zusam­men läßt. Das HilfswerkMutter und Kind" trägt den Charakter einer Familienhilfe. Es wäre ver­fehlt, die Hilfsmaßnahmen nur auf die Mutter allein abzuftellen und nicht das Schicksal aller übri­gen Familienmitglieder im Auge zu behalten.

Im Vordergrund der wirtschaftlichen Hilfe steht die Erziehung zur Selbsthilfe. Lau­

worden.

Oie deutsche Ringerstaffel für die Europameisterschaft.

Die deutsche R i n g e r st a f f e l für die Eu­ropameisterschaften in Rom hat nach den Mitte - gewichtsausscheidungen in Elberfeld endgültig fol­gendes Aussehen erhalten: Federgewicht Ehrt (München): Bantamgewicht: Gehring-Friesen­heim; Leichtgewicht: Sperling (Dortmund); W e l t e r g ew i ch t: Schäfer (Schifferstadt); M i t - tel gewicht: Neuhaus (Essen); H a l b schwer- ge wicht: Siebert (Darmstadt); Schwerge­wicht: Hornfischer (Nürnberg).

Auch Spanien mit neuen Rennwagen.

Nach Italien und Deutschland erscheint in diesem Jahre auch Spanien -nut neuen Rennwagen auf dem Plan, deren Bau in den einzelnen Ländern jetzt schon eine nationale Sache geworden ist. Nach

setzunq zu machen für die Aufnahme eines Pflege­kindes. Mit den auf dem Gebiet der Mütterschulung arbeitenden Verbänden ist eine Arbeitsgemeinschaft herbeizusühren unter der Leitung der NS.-Frallen- schaft und der NS.-Volkswohlfahrt.

, Ausgangspunkt der Hilfe für die mer = dende Mutter ist der Kampf gegen die Ab­treibung durch weitgehende Aufklärung über die gesundheitsschädlichen Gefahren und durch Er­ziehung zur Mutterschaft. Für die werdenden Müt­ter und die Wöchnerinnen sind Beratungsstellen einzurichten in Verbindung mit Säuglingsfürsorge- stellen. Diesen Beratungsstellen obliegt: die ärzt­liche Beratung der Mütter und der Säuglinge, die rechtliche Beratung der Mütter, die persönliche Bera­tung der Mütter über ihre eigene Ernährung, Körper­pflege, Arbeitsleistung während der Schwanger- fcha'ft. In Verbindung mit den Beratungsstellen

I find Mütterkurse abzuhalten, die sich auf praktische i Fragen und Anleitungen, vor allem auf dem Ge­biet der Säuglingspflege, beziehen. Gegebenenfalls ist in Verbindung mit diesen Beratungsstellen eine Milchküche und -verteilungsstelle einzurichten. Auf Veranlassung des Arztes kann der Mutter bis zu vier Wochen vor und vier Wochen nach der Ent­bindung Hilfe im Haushalt durch ehrenamtliche Kräfte der NSV. oder den Frauenarbeitsdienst ge­währt werden. Die Schwangeren sind ferner auf alle wirtschaftlichen Hilssmöglichkeiten und Der- ; sorgungsansprüche hinzuweisen in Verbindung nut

der erforderlichen Rechtsberatung.

Alle Hilfsmaßnahmen für die werdenden Mutter find auch auf die ledigen Mutter auszu- dehnen, insbesondere steht hier die seelische Bera­tung und die Sorge für das weitere Schicksal von Mutter und Kind im Vordergrund. In erster time muß versucht werden, die Bindung z u l h r e r Familie wiederherzustellen und zu fef9c» durch Verhandlungen ihr gegebenenfalls tue Ruck- kehr in die Familie für sich und ihr Kind zu er­möglichen. In geeigneten Fällen ist auf die Ehe­schließung zwischen dem Vater des Kindes und öer ledigen Mutter hinzuwirken, gegebenenfalls durch Arbeitsvermittlung des Vaters oder Gewährung einer einmaligen' Beihilfe zur Existenzgrundung. Die hilfsbedürftig werdende Mutter, die nicht m ihre Familie zur'ückkehren kann, ist in einem Mut­terheim unterzubringen. In den Mütterheimen hat eine planmäßige Erziehung der ledigen Mutter zur Arbeitswilligkeit und Verantwortlichkeit für ihr Kind einzusetzen. In enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt ist die ledige Mutter nach der Ent- bindung wieder in Arbeit zu bringen (Tagesstellen, Stellen auf dem Lande usw., wo die Kindesmutter ihr Kind mitbringen kann). Wenn die gemeinsame Unterbringung von Mutter und Kind nicht mög­lich ist, muß das Kind im Einvernehmen mit dem örtlichen Jugendamt in eine Pflegestelle, möglichst in der Familie der Mutter ober des Vaters, unter­gebracht werden. Es ist ferner zu prüfen, ob sich das Kind zur Adoption eignet.

Orettaqefahrt wieder im Harz.

Die Dreitagefahrt, Deutschlands größte motor- sportliche Zuverlässigkeitsfahrt, findet auch in die­sem Jahre vom 9. bis 11. Mai wieder im Harz statt, dessen Gelände sich am besten dafür geeignet hat. In der Ausschreibung ist diesmal neben der Einzel- auch eine neue Mannschaftswertung für Dreiermannschaften enthalten, wodurch besonders der Mannschafts- und Kameradschaftsgeist im Mo­torsport gefördert wird. Jede Mannschaft, deren Fahrer nicht für den Einzelwettbewerb gewertet werden, besteht aus drei Fahrern, wobei die Fahr­zeuge nicht von der gleichen Type und Starke zu sein brauchen. Teilnahmeberechtigt sind Angehörige küßte sie, und sie küßte ihn wieder, versprach:Sollst mit mir zufrieden sein, Fritzchen! Auf Wiedersehen!"

Auch sie empfand Abschiedsschmerz, nahm sie doch jetzt wirklich Abschied von ihrem Vater, wenn sie auch nicht nach Berlin reifte. Er würde am Montag ja weit fortfahren.

Ihr großes Gepäck war bereits aufgegeben, nun stieg sie mit dem Handköfferchen ein, stand dann am Fenster, lächelte den Vater noch einmal an.

Die Räder begannen sich zu drehen, Doralies winkte mit dem Taschentuch, bis der Zug um eine Kurve bog und von dem kleinen Bahnhof nichts weiter übrigblieb als das Licht einiger Laternen, die dem Zug im Morgengrauen fpuckhaft und un­freundlich nachblinzelten.

Regina Graven war bereits in aller Herrgotts­frühe' nach Karlsruhe vorausgefahren, im Warte­saal hatte sie sich an einem ganz abseits stehenden Tische niedergelassen und erwartete nun Doralies. Ihr war jetzt, wo das Abenteuer eigentlich erst richtig begann, doch recht flau zumute.

Doralies erschien mit strahlendem Lächeln, lieh sich neben ihr nieder und rieb sich vergnügt die Hände. r, , ,

Wir werden das Kind schon schaukeln , lachte sie burschikos.In einer Stunde geht dein Zug, also haben mir Zeit, uns äußerlich noch ein bißchen zu verändern. Daß du dein bestes Kleid anhast, sehe ich mit Vergnügen; nun ziehst du, wenn wir aufstehen, meinen Pelzmantel an, ich habe ihn hier beim Eintreten schon über dem Arm gehabt, des­halb fällt es nicht auf, wenn du ihn anziehst. Auch die Kappe dazu mußt du aufsetzen, das Pelzstreifchen paßt zum Mantel Gibst mir deine Kappe dafür. Vor allem wollen wir alles noch einmal durch­sprechen, und wenn es so weit ist, gehst du allein an den Zug. Für den Fall nämlich, daß ein Be­kannter auf dem Bahnsteig wäre. Ich bummle bis zum Nachtzug in Karlsruhe herum Hänschen läßt mich nachts heimlich ins Haus. Wenn Dati Montag roeggefahren ist, kann ich mich ja frei be­wegen. Unser' Mädchen soll fetzt, wenn Vati verreist ist und ich offiziell auch nicht zu Hause bin, bloß über Mittag ein paar Stunden ins Haus kommen."

Doralies redete unaufhörlich und schwatzte Regi­nas letzte Angst wieder weg.

Doralies übergab ihr auch das leuchtend grüne Seidentüchlein, das als Erkennungszeich -i gewählt worden war, und übergab ihr das Geld, das ihr der Vater für Extrawünsche in Berlin geschenkt hatte.

Regina weigerte sich, das Geld zu nehmen.

Doralies schalt:Du bist ein Schaf, brauchst doch ab und zu einen Groschen, Gina!"

Das sah Regina Graven ein, und dann wurde es schließlich Zeit, sie mußte an den Zug.

Die Freundinnen küßten sich innig, dann ging i Regina, den Gepäckschein von Doralies in der Tasche und den großen Handkoffer in der Rechten.

Sie trug jetzt den hübschen, kleidsamen, grauen

nachzuweisen U r -

der Wehrmacht, Reichspost, Reichsbahn, Polizei, Motor-SA., -SS. und des DDAC. soweit sie im Besitz der für 1934 gültigen Lizenz oder des natio­nalen Fahr-Ausweises der ONS. sind. Meldeschluß ist am 21. April.

Sieben deutsche Schwimmrekorde anerkannt.

Der Verbands-Schwirnrnwart des DSV. hat so­eben folgende, bei den Olympia-Prüfungskampsen in Mcwdeburg ausgestellten Rekorde anerkannt:

Herren: WO Meter Kraul: H. Fischer, Brem. SD. 0:59,1; 100 Meter Rücken: E. Küp­pers, Bremen 85, 1:08,4; 200 Meter Brust: P. Schwarz, Göppingen04, 2:43,8.

Damen: 100 Meter Kraul: G. Arend, Nixe Charlottenburg, 1:11,4 (am 17. März) und 1:11,0 (am 18. März); 100 Meter Rücken: A. Stolt e, Düsseldorf 98, 1:24,4 Ferner ist die Zeit Anni Stol- tes im 200-Meter-Rückenschwimm-'n am 21. Marz in Düsseldorf mit 3:06,5 jetzt offiziell anerkannt

Graven in tiefes Nachdenken. Doralies hatte recht, sie riskierte wirklich nichts. Was später geschah, darüber wollte sie sich wirklich jetzt nicht den Kopf zerbrechen. . (C

An diesem Abend noch ging em Bries Fritz Wolf­rams an die Jugendfreundin ab, und schon zwei Tage später traf das erwartete Telegramm ein. Frau von Stübnitz telegraphierte:Doralies herz­lich bei uns willkommen. Freue mich sehr auf ve.

Fritz Wolfram hatte gewußt, daß Edda Stabmtz Doralies einladen würde und schon alles vorbereitet. Ende der Woche sollte Doralies nach Berlin ab­reisen, er selbst wollte Anfang der kommenden Woche nach Genua und von dort nach kurzem Aufenhalt mit einem der modernen Luxusdampfer hinüber nach Afrika. Im Frühjahr würde er l)eim= kehren und so lange könnte es Doralies wohl auch in Berlin gefallen. Er besprach alles eingehend mit Doralies, freute sich, daß sie plötzlich so fügsam war.

Er erklärte:Morgen früh schreibe ich noch, wann du eintriffst. Wie wäre es eigentlich mit einer Photographie von dir? Ich möchte em Bild bei­legen, damit man dich beim Abholen gleich erfennL

Doralies erwiderte hastig:Ich habe augenblick­lich kein gutes Bild von mir, Vati, und du kannst ia schriftlich ein Erkennungszeichen verabreden. Ich habe fo'n grellgrünes Seidentafchentuch, das werde ich bei der Ankunft in die Hand nehmen und em bißchen Winke-Winke damit machen."

Er lachte:Schön, ich werde entsprechend schreiben.

Doralies raste auf ihrem Fahrrad zu Reama Graven und teilte ihr mit, daß die telegraphische Antwort bereits eingelaufen sei. Beide vertieften sich dann in ein eifriges Gespräch.

Regina hatte mit ihrer Wirtin eine Auseinander­setzung gehabt und gekündigt. Das hatte wohl dazu beigetragen, daß sie sich schon an den Gedanken gewöhnt hatte, an Stelle von Doralies nach Berlin ^Wenn sie auch noch ein bißchen Angst hatte, freute sie sich doch schon auf Berlin und auf Das vornehme Heim, in dem sie ein paar Monate dieses Winters verleben sollte.

Jeden Taa sahen sich die Freundinnen fortan, und schließlich erklärte Reaina Graven ihrer Wirtin, sie verlasse Mooshausen Ende der Woche, weil sie hoffe, anderswo leichter Stellung zu finden S'e bot sie alsauf Reifen" abzumelden, da sie noch nicht wifie, wo sie bleiben würde. ...

Ales aina qtatf und flut. Am Samstaa'ru , es mar noch lchummerig. erwarteten Fritz Wolfram UnDe?3uflefSubrnein.Uunb Fritz Wal'ram umarmte noch einmal leine Tochter. In diesim Augenblick emn'and er richtiqen liefen.. Trenniinaslchmer^

Er meinte:Eigentlich hatte uh birf) nad) D rlm brinacn loll-n. aber lebt ist s zu snot dazu, «"hab dich wohl. Kleines' R"isi bi» ein b^cki-v be, Frau non Stübnitz <i,lammen nnb 'nbre l'be Dnwm- i heit laus, die dir gerade durch den Kopf geht. Cr

Nachdem im vergangenen Jahre die Abteilung weniger hervorgetreten war, weil es für den Uebungsbetrieb an den geeigneten Plätzen fehlte, oneus-1 ist nun für die kommende Spielzeit diese Dorbe- Rande dingung geschaffen worden. In diesen Tagen wurde i mit dem Vermögensverwalter der ehemaligen Freien Tennisvereinigüng ein Vertrag abgeschlossen, der deren Plätze in die Pacht des Turnvereins über­führt. Mit diesen beiden idyllisch gelegenen Platzen haben nun die Turner eine Anlage, die der Ab­teilung einen großen Auftrieb geben wird. Schon jetzt macht sich dies im Anwachsen der Mitglieder­zahl auf rund 50 bemerkbar.

Durch die herrliche Lage im Wald wird der Platz nicht nur den Tennisspielern sondern auch den übrigen Vereinsmitgliedern eine Stätte der Erholung' werden. Elektrische Lichtanlage, Wasser­leitung und Kochherd sind da, womit die Vorbedin­gungen für ein Lagern den ganzen Tag über ge= geben sind. So steht zu erwarten, daß auch diese Neuerwerbung des Turnvereins 1846, die übrigens im Hinblick auf den Zusammenschluß auch den Mit­gliedern des Männerturnvereins zur Verfügung steht, zur Pflege der Volksgemeinschaft im Rahmen der Turnerschaft beiträgt.

Regina ging es nicht viel anders wie Berta Hensel. Vor Doralies' Tränen wurde sie schwach. Sehr schwach sogar. Und im Hintergrund sah sie so vieles, was noch dazu beitrug, sie nachgiebig zu machen. Sie sehnte sich fort von hier und dachte es sich sehr interessant und belehrend, im Hause des berühmten Verteidigers zu leben. Da gab sie nach, erhob nur noch den Einwand:Ich bin doch aber zwei volle Jahre älter als du!" .

Doralies lächelte unter Tränen:Zwei Jahre sind mehr, aber das fällt bestimmt nicht auf. Du siehst noch fo jung aus. Und unsere Haarfarbe ist blond, wenn deine auch einen starken Stich ms Rötliche hat. Unsere Größe stimmt zum Gluck ziem­lich überein und die Taillenweite auch. Also meine Kleider passen dir, und ich werde dir meine besten Sachen einpacken." Sie trocknete die letzten Tranen. Ich komme wieder zu dir, sobald ich erst Be- stimmten weiß. Vater wollte nach heute nach Berlin »reiben. Er fährt |a nach Afrika. °If° besteht keinerlei Gefahr, daß er nach Berlin kommen und dich sehen könnte Besonders günstig ist s vor allem, daß sich unsere Handschriften beinah zum Ver- w'chseln ähneln. Aber das kommt ja öfter vor be, Schülern derselben Schule, und unser gutes Frau­lein Bleyl vom Lyzeum. d,e uns die ersten Buch­staben malen ließ, hat immer, so lange sie nur Fnnnfp fanatisch darüber gewacht, daß wir uns ihre korrekte Schrift aneigneten. Auch die Aufsätze JLt.1 ;Schönschrift' sein. Sie behauptete, die ?eriUoe Jugend hält? keine Handschrift, sondern eine

Na sie soll hochleben! Ihre fixe Idee kommt -ä &Ä-'äX tragen. Ost brauchst du nicht fd)r«ben La weiß, ESS« "Steutz^Freundin empor wirbelt-sie h-runn

Bist ein goldiges Geschöpf, Grna. >ch 9 fest an deine Freundschaft." .fnnf. >Reaina

Nachdem Doralies gegangen war, versank Regin

----Das HilfswerkMutter und Kind" der NSv.

Der Nationalsozialismus hat bereits der finken­den Geburtenziffer Einhalt geboten und unmittel­bar nach der Machtübernahme mit positiven be­völkerungspolitischen Maßnahmen begonnen. Er hat jor allem mit einer intensiven Aufklärung eingesetzt ...... . .

und die Notwendigkeit einer Geburtenzunahme so- bienftes zu stellen.

roie die Gefahren einer absteigenden Bevölkerungs- Es ist alles daranzusetzen, daß in diesem Jahre bjlauz für das Volk selbst in das Dolksbewußtsein d i e Familienväter und vor allem die V ä - einzuhämmern versucht. Nun gilt es einen Schritt ter aus kinderreichen Familien, soweit weiter zu gehen und den Versuch zu machen,' diese noch arbeitslos sind, Arbeit und Ver- Schwierigkeiten und Hemmungen, Nöte und Sor- d i e n st bekommen. Ferner sind die erwerbs- gen die heute noch auf der Familie und insbeson- fähigen Kinder in Arbeit zu vermitteln (ge- dere auf der Frau lasten, wegzuräumen, um die gebenenfalls Arbeitsdienst, Landhilfe). Verheiratete, d"utsch» Mutter frei zu machen für ihre volks- erwerbstätige Mütter sollen aus dem Erwerbs-, biologische Aufgabe. leben herausgezogen werden, wenn durch die |

Es' darf nicht verkannt werden, daß hilfsbereite Art und den Umfang Der Erwerbstätigkeit die Fa- Kräfte in der Vergangenheit manche segensreichen milie leidet. Grundsätzlich gehören Mütter mit drei und wertvollen Einrichtungen für Mutter und Kindk ----*!,s*

geschaffen haben und heute noch erhalten. Nur einige Etappen Wege seien hier genannt: Einrich­tung von Beratungsstellen für Mütter, Heime für

Familien abzuhelfen.

Erholungsbedürftigen Müttern ist nach Möglich­keit die nötige Erholung zu gewähren. Formen der Müttererholung find: a) örtliche Erholungs­pflege, b) Unterbringung in Heime. Nach Möglich­keit ist eine Verbindung von Mütter- und Kmder- erholungsfürforge anzustreben. Die völlige Los­lösung der Mutter von allen hauswirtschaftlichen Pflichten muß unbedingt gegeben fein. Während der Abwesenheit der Mutter ist für Vertretung im Haushalt Sorge zu tragen. Die Nachbarschaftshilfe und Helferinnen der NSV. find heranzuziehen, auch der Frauenarbeitsdienst ist zur Hilfe emzusetzen. Erholungsbedürftige Kinder (soweit sie nicht im Säualingsalter stehen) sind in der gleichen Zeit wie die Mutter in Erholung zu bringen. Die zuruck­bleibenden Kinder sind während der Abwefenheit der Mutter in Krippen, Kindergärten und Horten unterzubringen. Auch für die Betreuung der schul­entlassenen Jugendlichen in ihrer arbeitsfreien Zeit ist nötigenfalls Sorge zu tragen. (Zum Beispiel Einrichtung von Lese- und Bastelstuben.)

Die Mütterschulung dient der seelischen und geistigen Ertüchtigung und Bildung der deutschen tfrau für ihre Aufgaben als Hausfrau und Mutter. Die Schulung soll die Mütter fähig machen für die <4 i 11 p itPht Die imiemma zur oeiDiunue. -cuu= Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Die Mutter­nde Unterstützungen werd?n^von der NSV. nicht schulung ist auch aus die Pflegemutter auszudehnen gewähr? Bvr allem fallen Sachteistungen gewährt! Di- Teilnahme an Mutterkurfen ,ft zur Voraus-