Uhr
(abends
Am Donnerstag, 29. März, 18 Uhr
Heil Hitler!
3m Dritten Reich Jedem Arbeit und Brot!
Werkstätten in Darmstadt, Frankfurt, Offenbach und Friedberg. Dieser Zusammenschluß, der ein bestimmtes Wirtschaftsgebiet umschließt, hat stattgefunden, um Personal und Verwaltungskosten zu sparen und
staltung eingeleitet hatte, von den bereits bestehen- den Verbindungen zwischen den Deutschen in Sta- nislau und der hiesigen Gruppe des Gustav-Adolf- Vereins (die in den Zöcklerschen Anstalten zu Sta- nislau zwei Kinder betreut), und gab ihrer Freude darüber Ausdruck, diese Verbindungen festigen zu können. In Galizien wohnen, so führte sie u. a. aus, deutsche Bauern und deutsche Wäldler, die Träger des Evangeliums und gleichzeitig Träger ihres Deutschtums seien. Die Deutschen seien vor etwa 150 Fahren in Galizien eingewandert. Zur Zeit gebe es in Galizien 150 deutsche Gemeinden, von denen zwei Drittel evangelisch und ein Drittel katholisch seien. Es gebe deutsche Gemeinden von etwa 1000 Einwohner, während andere wieder nur bis zu 7 und 10 Häuser und dementsprechend ebenso viele Familien zählen. Erstaunlich fei es aber, daß selbst diese kleinsten Gemeinden sich eine eigene Schule halten, in der deutsches Wesen eine Heimstätte habe. Der Weltkrieg sei hart über das Land gegangen. Ein großer Teil der Deutschen mußte flüchten, andere seien von den Russen verschleppt worden, die in den Dörfern zurückbleibenden Deutschen wurden von den Russen arg geplagt. Die deutschen Häuser und Dörfer seien fast alle zerstört worden. Rach dem Kriege, als die Flüchtlinge und die Verschleppten wieder zurückkehren konnten, sei alles neu aufgebaut worden. Schulen und Kirche wurden wieder geschaffen, deutsches Leben habe sich aufs neue entwickelt, und in systematischer Folge habe dann die Aufbauarbeit begonnen, die insbesondere von zwei Geistlichen, Pfarrer Weid au er und Pfarrer Z ö ck l e r, getragen worden sei. In ihren weiteren Ausführungen schilderte die Rednerin das vielseitige Wirken insbesondere des Pfarrers Z ö ck- l e r, der in Stanislaus ein Waisenhaus gründete, Kirche und Schulen schuf, die Errichtung eines Dia- koniffenhaufes, eines Lehrlingsheimes, eines Gymnasiastenheimes und einer Anstalt für die Aufnahme von Kriegerswitwen ermöglichte. Die evangelische Gemeinde in Stanislau fei von 100 auf 800 deutsche Menschen angewachsen. Die Zöckler'schen Anstalten umfaßten heute einen Kreis von 600 Personen. In vielen einzelnen Szenen schilderte die Rednerin dann das vielseitige Leben in den Anstalten, die Opferbereitschaft, die Bescheidenheit der Insassen, und den christlichen Geist, der sie alle erfülle. Eine große Anzahl Lichtbilder ergänzte die eindrucksvollen Schilderungen der Vortragenden.
Pfarrer Becker hielt die Schlußansprache, in der er besonders darauf hinwies, daß Pfarrer Z ö ck l e r, wie er festgestellt habe, ein Nachkomme der Familie Zöckler von Grünberg sei. Unser Interesse an den Zöcklerschen Anstalten sei deshalb ganz besonders groß. Nachdem Pfarrer Becker die Zuhörer noch zu tätiger Mitarbeit an diesem gro- ßen christlichen Liebeswerk aufgefordert und nachdem er die Rednerin gebeten hatte, den deutschen Brüdern und Schwestern in Galizien herzlichste Grüße zu bestellen, fand der Abend mit dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Liedes „Ach, bleib mit deiner Gnade" seinen Abschluß.
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Gailsche« Feuerwehr.
Die Freiwillige Gailsche Feuerwehr zu Gießen hielt am Samstag ihre ordentliche Hauptoersumm» lung im Saale ihres ältesten Feuerwehrkameraden Jean Arnold („Schipkapaß") ab.
Der Wehrführer, Kommandant Münch, begrüßte die Kameraden, besonders aber den städtischen Branddirektor, Stadtbaudirektor a. D. Braubach. Ehe in die Tagesordnung eingetreten wurde, ehrten die Versammelten das Gedenken der im letzten Fahre verstorbenen Mitglieder Heinrich Pfeil, Wilh. Möser und Georg W i n k durch Erheben von den Sitzen.
Sodann erstattete der Schriftführer und Adfutant Otto Wahl den Jahresbericht, der die Tätigkeit innerhalb der Wehr des abgelaufenen Jahres veranschaulichte. Der Vorstand hielt acht Sitzungen ab, es fanden 6 Hauptübungen statt, an denen im Durchschnitt 50 Kameraden teilnahmen. Am 2. Fuli vorigen Fahres fand am Gießener Flughafen eine Gas- und Luftschutzübung statt, bei der ebenfalls die Freiw. Gailsche Feuerwehr sehr zahlreich vertreten war. Das Winterhalbjahr wurde, nachdem im Sommer die Mannschaften der Feuerwehr im Praktischen ausgebildet worden waren, dazu verwandt, die Wehrleute im Theoretischen zu schulen. Fn den Monatsoersammlungen wurden außer den lehrreichen Vorträgen über das neuzeitliche Feuerlöschwesen, Brandtaktik u. dgl. auch Vorträge über Gas- und Luftschutz gehalten. Die größeren Versammlungen, die gemeinsam mit der Gießener Wehr und der Freiw. Sanitätskolonne abgehalten wurden, waren oft mit Lichtbildern und Filmvorträgen ausgefüllt. Die Wehr beteiligte sich an verschiedenen Feuerwehrtagungen, insbesondere an dem Hessischen Landesfeuerwehrtag in Schotten mit einer großen Anzahl Kameraden. An größeren Veranstaltungen nationaler Art nahm die Freiw. Gailsche Feuerwehr ebenfalls geschlossen teil. Nach einer eingehenden Würdigung der nationalsozialistischen Revolution dankte Kamerad Wahl den Wehrleuten für ihre treue Mitarbeit und forderte sie auf, auch weiterhin ihre freiwillig übernommenen Pflichten zu erfüllen, nach dem für die Feuerwehren schon immer bestehendem Grundsatz: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz!"
Dem Jahresbericht schloß sich der Bericht des Rechners Schmück an. Die Einnahmen und die
1 Ausgaben wurden durch Rechnungsprüfer sofort
gez. Hahn
stellv. Kreisbetriebszellenobmann.
Volksmissionarisches Amt der Evangelischen Landeskirche.
Landesbischof Dr. Dietrich hat an feinem Amtssitz ein volksmissionarisches Amt geschaffen, dem er als Leiter vorsteht. Ferner gehören dem Amt an: ein theologischer Sachberater, wozu Professor Lic. Dr. Allwohn, Pfarrer zu Walldorf, ernannt wurde, und ein praktischer Sachberater, der Direktor des Landesvereins für Innere Mission, Pfarrer Röhricht in Darmstadt. Außerdem sind die Pröpste der Landeskirche Mitglieder des volksmissionarischen Amtes,
Die Geistlichen der Landeskirche sind von Amts wegen verpflichtet, allen Weisungen und Anregungen des volksmissionarischen Amtes nachzukommen. Ohne vorherige Fühlungnahme mit dem volksmissionarischen Amt und ohne Genehmigung des Landesbischofs dürfen keine volksmissionarischen Veranstaltungen veranstaltet werden. Die Eingliederung von Laienkräften als Helfer in der Arbeit der Volksmission wird durch das volksmissionarische Amt geregelt.
Die NS. - Dolkswohlfahrt eröffnet die Frühjahrsoffensive.
Wenn die Natur sich verjüngt, kehrt Freude in die Herzen der Menschen ein. Aber noch kann mancher deutsche Volksgenosse nicht an der allgemeinen Freude teilnehmen, weil schwere Sorgen ihn drücken.
Die NS.-Volkswohlfahrt will helfen. Ihre Fürsorge wird allen Bedrückten gelten; sie wird sich um die Gesundung unseres Volkes mit demselben Eifer bemühen, mit dem sie sich der Hungernden und Frierenden während des Winters angenommen hat.
In der O ft e r w o ch e wendet sich die NS.- Volkswohlfahrt an alle Volksgenossen mit der herzlichen Bitte, wiederum zu helfen. Narzissen mit Kätzchen sind das Sammelzeichen, sind ein Zeichen der Volksverbundenheit.
Wer selbst froh sein kann, wird nicht dulden, daß Volksgenossen traurig sind.
Wahrer Sozialismus ist liebevolle Rücksichtnahme auf den anderen. Wer dem Schwachen hilft, hilft der Nation und damit sich selbst.
Kauft das Sammelzeichen der NS. - Volkswohlfahrt!
Sonderopfer der deutschen Berufsstände für das Winterhilfswerk.
außer den laufenden Spenden noch mit einem neuen Sonderopfer am Winterhilfswerk zu beteiligen.
In den nächsten Tagen wird man überall in den Feinkost-, Kolonialwaren- und Lebensmittelgeschäften das neue Plakat „Dein Kaufmann opfert für das Winterhilfswerk in der Rekofei-Sonderfpende" im Schaufenster und im Laden ausgehängt finden. Alle diese Geschäfte haben sich im Bewußtsein ihrer engen Verbundenheit mit der deutschen Volksgemeinschaft und der deutschen Heimat bereit erklärt, durch ein neues Sonderopfer dem Minter- hilfswerk nochmals einen letzten und entscheidenden Erfolg zu sichern.
Kein Eintopfsonntag bis zum ersten Oktober-Sonntag.
Das Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda teilt mit:
Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß mit Abschluß des Winterhilfswerkes 1933/84 am 31. März auch bis zur Wiederaufnahme des kommenden Winterhilfswerkes 1934/35 die Einrichtung des sog. Eintopfsonntags am 1. Sonntag jeden Monats ausgesetzt wird. Es fällt demgemäß bereits ab 1. April bis zum ersten Oktober-Sonntag d. F. der Eintopf-Sonntag fort.
Oer Begriff „geringfügige schriftstellerische Tätigkeit^.
Der Reichsverband Deutscher Schriftsteller, Gau Hessen-Nassau, weift darauf hin, daß der § 9 des Reichskulturkammergesetzes hinsichtlich des Begriffs „geringfügige oder gelegentliche schriftstellerische Tätigkeit" so auszulegen ist, daß die Befreiung von der Kammerzugehörigkeit (Reichs-Schrifttumskammer) infolge geringfügiger schriftstellerischer Tätigkeit nur durch den Kammerpräsidenten bzw. durch den Reichsverband Deutscher Schriftsteller als Bevollmächtigter des Präsidenten ausgesprochen werden kann Personen, die sich auf erwähntem Gebiete betätigen, werden daher letztmals aufgesordert, ihre Anmeldung unter Darlegung des Grades der gelegentlichen schriftstellerischen Tätigkeit dem Gau Hessen-Nassau des Reichsverbandes Deutscher Schriftsteller Frankfurt a. M., Friedrichstraße 36, einzureichen.
Die Gießener Polizei an Oberbürgermeister Dr. Keller
Die Deutsche Arbeitsfront rüst!
Handeltreibende, Angestellte, Arbeiter und Lehrlinge — Handwerksmeister, Gehilfen und Lehrlinge — Gewerbetreibende, Hausangestellte, Hilfsarbeiter und Lehrlinge hinein in die NS.-Hago und GHG. — Hinein in den Gesamtverband des Handels, Handwerks und Gewerbe. Hinein in die Deutsche Arbeitsfront.
Anmeldungen nehmen entgegen: Die Geschäftsstelle der Kreisamtsleitung Gießen, Seltersweg 89, Pg. S o l d a n, Seltersweg 50, Pg. Karl Waag, Seltersweg 60. (Nur für Gießen.) Fn den Orten des Kreises Gießen nehmen die Ortsgruppenamtsleiter die Neuanmeldungen entgegen.
gez.: Stühler, Kreis-Propagandawart, gez.: Schimmel, Kreisamtsleiter der NS.-Hago.
KDAI.
Bezirksleitung Gießen (nördliches Oberhefsen).
Neues Postscheckkonto der Bezirksleitung Girhrn des KDAI.: Postscheckamt Frankfurt a. M. Nr. 6469. Alle Zahlungen sind von jetzt ab an dieses Postscheckkonto (nicht mehr an Konto Oberingenieur A. Kurz) zu leisten.
Die Mitgliedsbeiträge sind innerhalb der er st en 5 Tage des Monats einzuzahlen. Solange Eintrittsgebühr und erster Monatsbeitrag nicht einbezahlt sind, kann die Meldung an die Reichsleitung nicht weitergegeben werden.
Morgen Giadtrais Sitzung.
Der Gießener Stadtrat wird am morgigen Donnerstag, 29. März, 18 Uhr, im Sitzungssaale des Stadthauses Bergstraße zu einer öffentlichen Sitzung zusammentreten. Auf der Tagesordnung stehen u. a.: Verabschiedung des Voranschlags für 1934; Errichtung eines Arbeitsdienstlagers in Gießen; Vergebung von Arbeiten für die Kleinwohnungen am Anneröder Weg; Vergebung der Arbeiten zur Herstellung der Gas- und Wasserleitungsgräben im Rj. 1934; Bewilligung eines Nachtragskredits für das Wohlfahrtsamt für das Rj. 1933; Bewilligung eines Kredits für Kleinwohnungsbauten am Anneröder Weg; Durchführung von Luftschutzmaßnahmen bei städtischen Betrieben und Dienstge- bäudey; Lieferungen und Arbeiten für das Elektrizitätswerk.
Arbeitsspenden und Gteueramnestie.
Schanzenstrahe, sind von 11 Uhr bis 12.30 und von 17 bis 19 Uhr.
Heil Hitler!
Gez.: Hermann Wagner, Kreisbetriebszellenobmann.
F. d. R.: Hahn, stellv. Kreisbetriebszellenobmann.
6 Uhr), findet im Haus der Deutschen Arbeitsfront in Gießen, Schanzenftraße, eine Besprechung sämtlicher B e t r i e b s z e l l e n o b m ä n n e r des Kreises Gießen statt. Es ist hiermit sämtlichen Betriebszellenobmännern, die durch das Gesetz zum „Schutze der nationalen Arbeit" beauftragt sind, bei der Vertrauensratsbildung mitzuwirken, zur Pflicht gemacht, an dieser wichtigen Besprechung teilzunehmen.
AlteKlagen und neueWegeder Abhilfe.
Hefter die Verunreinigung der Nntur durch Papier und Abfälle aller Art ist schon viel geschrieben worden. Vielleicht ist es aber doch nicht ganz ohne Nutzen, wenn immer aufs neue an Beispielen gezeigt wird, in welchem Maße die Natur durch solche Nachlässigkeit und Unerzogenheit verschandelt wird. Fn besonders ekelhafter Fülle pflegen sich die Papiermassen dort anzuhäufen, wo ihnen — wenn sie vom Winde weitergetragen werden — ein Hindernis, etwa in der Gestalt eines Zaunes, in den Weg gestellt ist. Solchen abstoßenden Bildern begegnen wir leider allenthalben.
Gegen diese und andere Wanderunsitten suchen die Behörden durch die Aufstellung geeigneter Warnungsschilder einen Weg zur Abwehr zu finden.
Für die Anschriften der Schilder verwendet man heute gern kleine Berschen und Sprüche, die ihre Mahnungen vielfach in eine humorvolle Spruche kleiden.
„Das Frühstück, wohl bekomm' es dir!
Doch wäre einzuschärfen:
Es ist nicht hübsch, hernach Papier
Und Schalen fortzuwerfen."
„Papier, für manchen Zweck erfreulich, Wenn fortgeworfen, wird abscheulich."
„Geht nicht in die Büsche! Bleibt auf den Wegen!
Ihr stört sonst die Vögel beim Eierlegen."
Hilfe für die hessischen Blinden.
Vom Vorsitzenden des Landesvereins der Hessischen Blinden und der Blinden- arbeitshilfe in Hessen und Hessen- Nassau, I. Reusch (Darmstadt), wird uns geschrieben:
„In der letzten Zeit wird unser Hessenland von Vertretern auswärtiger Blindenwerkstätten, die Blindenerzeugnisse anftieten, nach allen Himmelsrichtungen in einer Weise bearbeitet, daß es im Interesse der einheimischen Blinden, die auch schwer um ihr Dasein ringen, geboten erscheint, an die hessische Bevölkerung die dringende und herzliche Bitte zu richten, nur solche Vertreter zu berücksichtigen, die den Nachweis zu erbringen vermögen, daß sie im Auftrag einer hessischen Blindenwerkstätte kommen. Zu den letzteren gehören vor allem die in der „Blindenarbeitshilfe in Hessen und Hessen-Nassau e. V. (früher Blindenselbsthilse), Sitz Offenbach a. M." zusammengeschlossenen Blinüen-
den Werkstätten beschäftigt, wozu noch einige Heimarbeiter und Arbeiterinnen kommen. Es ist nicht leicht, die Waren so vieler Arbeiter abzusetzen. Es gehört dazu die Bereitschaft der Bevölkerung, die blinden Volksgenossen in ihren Bemühungen um Arbeit zu unterstützen, denn Arbeitslosigkeit ist für den Blinden noch wesentlich schwerer als für den Sehenden.
Die Bevölkerung wolle sich auch nicht irre machen lassen durch Vertreter, die behaupten, ihnen sei der Alleinvertrieb von Blindenwaren für ganz Deutschland übertragen worden. Diese Aussage ist unwahr." polizeiberichi.
Sittlichkeiksverbrecher festgenommen.
Wegen Sittlichkeitsverbrechens wurde der an einer hiesigen Volksschule tätig gewesene 59jährige Heizer Jakob Zimmermann festgenommen, der sich in den letzten Jahren fortgesetzt an einzelnen Schülerinnen vergangen hatte. Zimmermann wurde dem Amtsgericht zugeführt und in Untersuchungshaft genommen.
Betrügerin am Werk.
Vor einigen Tagen hat eine jüngere Frauensperson ein angeblich flüssiges Metallputzmittel durch betrügerische Manipulationen an den Mann gebracht. Die Flasche kostete 1,80 RM. Personen, die geschädigt sind oder über die Betrügerin Auskunft geben können, werden ersucht, bei der Kriminalpolizeistelle, Zimmer 62, vorzusprechen.
praktische Grenzlandarbeit Gießener Studenten.
Der Verein Deutscher Studenten an der Universität Gießen hat es sich zur Aufgabe gemacht, tätige Grenzlandarbeit zu leisten Seit dem Jahre 1930 ist es zur Tradition geworden, baß em Teil seiner Mitglieder nach dem Warndt (saar-lothringische Grenze) auszieht um dort die deutsche Bevölkerung im Kamps um die Behauptung ihres Deutschtums geaen die franzö- si,chen Einflüssen zu unterstützen. Auch in diesem Jahre fand vom 17. bis 20. März, trotz der erschwerten Einreise, und Aufenchaltsbedingungen eine Fahrt in das zum „Schutzgebiet" des Vereins Deutscher Studenten in Gießen erklärte Gebiet statt. Die Studenten pflegten auch dieAnal wieder inni-
während des Winters in Betrieb sind. Die Schulen der Provinz Oberhessen überweisen ihre Sammelbeträge auf das Postscheckkonto des Gaues Main- Rhein-Lahn-Fulda im Reichsverband der deutschen Jugendherbergen, Frankfurt a. M., Hansa-Allee 150, Frankfurt a. M. Nr. 472 48. Auf dem Zahlkartenabschnitt ist stets die genaue Bezeichnung der Schule, bei Konfessionsschulen ob evangelisch oder katholisch, sowie die Angabe, für welche Monate abgeliefert wird, erforderlich. Die Listen gelten für das ganze Jahr 1934 und sind daher erst am 31. Dezember 1934 an die Gau-Geschäftsstelle einzusenden. Die gesammelten Geldbeträge sind vierteljährlich, nicht monatlich, zu überweisen.
Kreisbetriebszellenabteilung Gießen.
Velr.: Beitragszahlung von Einzelmitgliedern der „Deutschen Arbeitsfront".
Da die DAF.-Beiträge grundsätzlich nur nach den ausgegebenen Marken abgerechnet werden, ist es nicht notwendig, daß das Einzelmitglied seine Beitragsmarken immer bei ein und demselben Kassierer kauft. Es gelten daher die NSBO.-Dienststellen (NSBO.-Ortsgruppenbetriebswarte, Kreisbetriebszellenabteilung) als Markenverkaufsftellen, wo jedes Einzelmitglied Beitragsmarken kaufen kann.
Die Ortsgruppen haben das Recht und die Aufgabe, stets die Beitragszahlung der Einzelmitglieder an Hand der geklebten Marken zu kontrollieren. Das geschieht am besten in Versammlungen, deren Besuch den DAF.-Mitgliedern zur Pflicht gemacht wird. Die DAF.-Mitalieder sind verpflichtet, sich im ersten Drittel des Monats ihre Marken bei der NSBO.-Ortsgruppe, oder Kreisbetriebszellenabteilung zu kaufen. Wer trotz mehrmaliger Aufforderung mit seinem Beitrag über zwei Monate im Rückstand bleibt, ist aus der Deutschen Arbeitsfront ausgeschlossen.
Die Sprechstunden der Kreisbelriebszellenabtei- lung, Gießen, Haus der Deutschen Arbeitsfront,
Am 31. März 1934 läuft die Frist ab, in der durch freiwillige Spenden zur Förderung der nationalen Arbeit Steuernmneftie erlangt werden kann. Durch die Arbeitsspende ist zum letzten Male Gelegenheit geboten, steuerliche Verfehlungen unter günstigen Bedingungen auszugleichen.
Jeder, der glaubt, daß seine steuerlichen Verhältnisse irgendwie nicht ganz in Ordnung sein könnten, wird in seinem eigenen Interesse gut tun, wenn er sich die großen Vorteile zunutze macht, die die Arbeiksspende bietet. Er kann sich der Vermittlung eines Notars bedienen und den Spendenschein solange in seinem Besitz behalten, bis früher oder später eine steuerliche Verfehlung auftaucht, die durch den Spendenschein ausgeglichen werden kann. Mit Arbeitsspenden, die nach dem 31. März 1934 geleistet werden, sind steuerliche Vergünstigungen (insbesondere Amnestiewirkungen) nicht verknüpft. Da aber der 30. März 1934 ein Feiertag (Karfreitag) ist und auch am 31. März 1934 (dem Samstag vor Ostern) der geschäftliche Verkehr in gewissem Umfange eingeschränkt ist, hat der Reichsminister der Finanzen die Finanzbehörden angewie- sen, Arbeitsspenden, die spätestens am 4. April 1934 (Mittwoch nach Ostern) geleistet werden, so zu behandeln, wie wenn sie bis Ende März 1934 geleistet worden wären. Demgemäß kommen allen Arbeitsspenden, die bis zum Ablauf des 4. April 1934 geleistet werden, die steuerlichen Vergünstigungen (insbesondere die Amnestiewirtungen) zugute, die das Arbeitsspendengesetz vorsieht.
Vor dem Jahre 1921, also zu einer Zeit, in der die Polizei in Hessen noch nicht verstaatlicht war, waren die gemeinsamen Aufgaben der Stadt und der Polizei wesentlich größere und umfangreichere. Die älteren, also damals noch Kommunalpolizeibeamten, denken noch heute mit größter Hochachtung an die Zeit, in der sie der Bürgermeisterei und somit Ihnen, sehr verehrter Herr Oberbürgermeister, unterstellt waren, zurück. Unter Ihrer hochgeschätzten Leitung wurde ihren vielfachen, oft sehr einschneidenden Belangen in weitgehendstem Maße in einer nicht zu überbietenden Gerechtigkeit Rechnung getragen. Heute sprechen die älteren Beamten noch von dieser überaus lobenswerten, den Tatsachen entsprechenden Einstellung der unter Ihrer Führung gestandenen Stadtverwaltung.
Nehmen Sie, hochverehrter Herr Oberbürgermeister, in Ihr weiteres Leden, das wir Gottes Schutze anempfehlen, von der Polizeidirektion Gießen und ihrer gesamten Beamtenschaft die Gewißheit unwandelbarer Treue und höchster Wertschätzung mit.
In Vertretung des beurlaubten Vorstandes der Polizeidirektion Gießen, Herrn Polizeiüirektor I o st, und seiner Beamten bin ich Herrn Oberbürgermeister mit
Heil Hitler! ergebener Beate, Polizei-Derwaltungs-Oberinspektor.
Wie die Hessische Polizeidirektion Gießen uns mitteilt, hat sie an den in den Ruhestand getretenen Oberbürgermeister Dr. Kel - ler folgendes Schreiben gerichtet:
Gießen, 26. März 1934.
Hochverehrter Herr Oberbürgermeister!
Durch widrige Umstände und infolge urlaubsweiser Abwesenheit unseres Amtsoorstandes, Herrn Polizeidirektor I o st, war es uns leider nicht vergönnt, an der eindrucksvollen Abschiedsfeier, die Ihnen, sehr verehrter Herr Oberbürgermeister, zu Ehren veranstaltet wurde, teilzunehmen.
Wenn wir nunmehr noch einige Worte nachträglich an Sie zu richten uns erlauben, so wissen wir, daß Sie, Herr Oberbürgermeister, uns dies, da jetzt erst geschehen, nicht verübeln und bitten um gütige Nachsicht.
In den 27 Jahren Ihrer ausgezeichneten und durchaus fegensoollen Wirksamkeit auf allen kommunalpolitischen und finanziellen Gebieten maren die Beziehungen, die die Stadtverwaltung mit der Polizei gepflogen hat, immer sehr gute und im Interesse des Volksganzen gelegene. Daß die vielen, sehr oft verwickelten und schwierigen Berührungspunkte, welche die Stadt und Polizei haben, immer so reibungslos vonstatten gingen, war Inder Hauptsache Ihr Verdienst.
Um den Kampf des Winterhilfswerks „Gegen Hunger und Kälte" siegreich zu Ende zu führen, ,,............
hat sich, nach Fühlungnahme mit der Reichsführung die Berufstätigkeit der blinden Handwerker zu för- der NS.-Volkswohlfahrt, der Rekofei (Reichsverband dem. Er war die natürliche Folge von der im Deutscher Kaufleute des Kolonialwaren-, Feinkost- j vorigen Jahre durch Gleichschaltung durchgeführten und Lebensmittel-Einzelhandels) als amtlich an- Auflösung der lokalen Blindenvereine und deren erkannte Spitzenvertretung dieses Berufsstandes I Zusammenfassung in den Landesverein der Hessi- bereit erklärt, durch alle Berufsangehörigen sich scheu Blinden e. V. Zur Zeit werden 52 Blinde in
ges Zusammensein mit den Bergarbeiterfamilien, ie unterstützten so weit wie möglich die Bevölkerung und lernten ihrerseits den Grenzlandkamps und seine Bedeutung kennen. Während einer schlichten Feier wurden die Schulkinder mit Büchern, Spielsachen und Gebäck beschenkt. Die Deutschen im Warndt waren für den Beweis, daß im Reiche ihrer gedacht wird, erneut dankbar.
Auf deutschem Vorposten in Südosteuropa.
Die Frauengruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland (Ortsgruppe Gießen) und der hiesige Gustav-Adolf- Frauenverein hatten für gestern Abend zu einem Lichtbildervortrag in der Stadtkirche eingeladen. Die Veranstaltung war gut besucht. Rednerin des Abends war Frau B e l l h o r n aus Stanislau (Galizien), die von der Deutschtumsarbeit auf vor- geschobenem Posten berichtete.
Die Rednerin sprach zunächst, nachdem Pfarrer Becker mit einigen Begrüßungsworten die Beran-


