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rkrankungen festgestellt wor­den übrigen Lagern mußten zahl-

bracht werden.

Kunst und Wissenschaft

von

wurde, lief, wie aus

Aus aller Welt

und sind

von der

Millionen Mark, 1930 war die Ausfuhr 137 die Einfuhr 85 Millionen Mark. Inzwischen die Zahlen weiter zurückgegangen.

100 000 Schilling geschätzt. An dem Unfallplatz wur­den Pionierabteilungen entsandt, um die verschüt- I teten Bauernhöfe wieder auszugraben und die not- 'mendioen Sicherheitsmaßnahmen au treffen. Jnsbe-

Nordoftseekanal ein, um so zunächst die Nordsee zu erreichen. Der Eisbrecher befindet sich auf der Reise nach Wladiwostok und wird weiter nach den Schiffbrüchigen der Expedition in der Beringstraße suchen. An Bord des Schiffes befindet sich eine 146 Mann starke Besatzung. Um die Rettungsaktion wirksam durchführen zu können, hat die Schiffs­leitung eine vollständige Polarexpedition mit an Bord genommen.

Grundlsee (Oberösterreich) zu einem Bergrutsch gekommen. Die in Bewegung geratenen gewaltigen Eedmassen gleiten mit großer Geschwindigkeit tal­abwärts. Die Ortschaft Wienen konnte noch recht­zeitig geräumt werden. Zwölf Bauernhöfe wurden verschüttet. Der Bergrutsch hat bisher fünf Hektar Jung- und Hochwald sowie Geröllhalden erfaßt. Die 'Erdmassen stürzten mit großem Getöse in den Grudlsee. Der Schaden wird auf einige

rischen Dorfes verschmolzen zu einem Lebensbild süddeutschen Stammeslebens, wie es echter nicht hätte sein können. Alois Johannes L i p p l hat diese bayerische Moritat in 15 Bildern unter dem TitelDie P f i n g st o r g e l" zusammevgeschrie- ben. Er hat dabei nicht an Farbe gespart und uns ein Volksstück des alten Genres geschenkt, das sicher­lich seinen Weg machen wird. Hellmuch E b b s und Josephine Dors nutzten als Vorsänger und Vor­sängerin ihre Rollen zu drollig-komischen Einlagen aus. Das Schlußbild erntete besonderen Beifall. Walter B r u e g m a n n, der für die Inszenierung verantwortlich zeichnete, hat auf szenischem Gebiete Besonderes geleistet.

Generalmajor a. D. Faupel wird Leiter des Ibero-Amerikanischen Instituts. Das preußische Kultusministerium hat den Gene­ralmajor a. D. F a u p e l zum Leiter des I b e r o - Amerikanischen Instituts berufen. Gene­ral Faupel hat frühzeitig fremde Länder kennen­gelernt. Im Anschluß an sein Kommando nach China unternahm er einen Ritt durch die Mongolei bis zum Baikal-See. Später machte er den Herero- und Hottentottenaufstand in Südwestafrika mit. Rach der Novemberrevolution stellte Generalmajor Faupel ein Freikorps auf, mit dem er sich bei den Kämpfen gegen die Spartakisten auszeichnete. In den Jahren 1921 bis 1930 erwarb er sich als Be­rater des Präsidenten U r i b u r u besondere Ver­dienste um die Ausbildung des argentinischen Heeres und wurde später Generalinspekteur des peruanischen Heeres. Generalmajor Faupel, der mit dem Pour le m£rite mit Eichenlaub ausgezeich­net wurde, war während des Krieges jahrelang Generalstabsoffizier beim Generalfeldmarschall von Hindenburg.

Abreise der deutschen Himalaja-Expedition von Genua.

In Genua haben sich auf dem MotorschiffVic­toria" die Teilnehmer der neuen deutschen Hi­malaya-Expedition nach Bombay einge­schafft. Es handelt sich um Willi Merkle, Pro­fessor Erwin Schneider, Ulrich Wieland und Peter Aschenbrenner. Die Forschungsreise der deutschen Gelehrten, die mit umfangreichem wissen­schaftlichem Material und Instrumenten ausgerüstet sind, soll auch neuen Studien der charakteristischen Tier- und Pflanzenwelt im Tibetgebiet gelten.

des mazedonischen Ausschusses gearbeitet und diesem auch die Höllenmaschinen erhalten.

EisbrecherKrassin" zur Rettung derTscheljuskin"-Expedition unterwegs.

Der russische EisbrecherKrassin", der

der sowjetrussischen Regierung zur Rettung T s ch e l j u s k i n " - E x p e d i t i o n

vom Reichswirtschaftsministerium führte dann u. a. folgendes aus: Wir haben ein Gesetz verabschiedet, das dem Reichswirtschaftsminister das Recht gibt, die R o h st o f f b e w i r t s ch a f t u n g zu überwa­chen und zu regeln. Sie kennen die Verknap­pung der Devisenbestände. Wir haben als Devisenbestände der Reichsbank Ende 1931 die statt­liche Summe von 1100 Millionen Mark gehabt. Wir verfügten Ende Juni 1933 über 274 Millionen, Ende Oktober 1933 über 474 Millionen, eine Stei­gerung des Devisenbestandes, die zurückzuführen war auf das Volksverratsgesetz, das Devisenbe­stände nach Deutschland zurückgeführt hat. Ende Dezember 1933 betrug der Devisenbestand 396 Mil­lionen und nach dem letzten Reichsbankausweis 262 Millionen, also ein Verlust von 134 Mil­lionen in nicht ganz drei Monaten. Bei dieser Devisenlage war die Reichsregierung verpflichtet, dafür zu sorgen, daß die vorhandenen Devisen möglich st gleichmäßig der deutschen Volkswirtschaft zugute kamen. Das steht in Ver­bindung mit einer recht beträchtlichen Zunahme der Rohstoffeinfuhr in den letzten Mona­ten. Diese Zunahme ist ein Zeichen der Belebung der Wirtschaft. Aber sie muß im Einklang stehen mit den Devisenbeständen der Reichsbank. Wir ver­suchen also unter Schonung der Verflechtung der Wirtschaft mit den internationalen Beziehungen der Schwierigkeiten des Augenblickes Herr zu werden. An eine Diskriminierung der Ausländer ist durch diese Maßnahmen nicht gedacht. Sie treffen in der­selben Weise Inländer wie Ausländer. Es liegt uns also keineswegs am Herzen, die Autarkie etwa durch diese Maßnahmen zu verstärken. Es ist aber selbst­verständlich, daß bei einer Verstärkung des Ab­schlusses, auch wir gezwungen werden, diese Dinge weiter auszubauen, wenn man nicht endlich international eine Umsetzung des in der Theorie längst erkannten Grundsatzes in die Praxis voll­zieht, daß der Schuldner eben heutzutage nur durch Waren oder Dienstleistungen b e z a hl e n kann.

Staatssekretär Reinhardt sprach dann über die Maßnahmen zur Behebung der Arbeitslosigkeit. Alle diese Maßnahmen sind auf Erhöhung der Nachfrage nach Gütern und Leistungen abgestellt. Diese Nachfrage führt zur Erhöhung des Beschäftigungsgrades, zur Verminderung der Arbeitslosigkeit, zur Verminde­rung des Finanzbedarfes der Arbeitslosenhilfe und infolge der erhöhten Umsätze, der erhöhten Ein­kommen und des erhöhten Verbrauches zur E r - Höhung d e s Gesamtauf k o m mens an Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbei­trägen, zusammengefaßt: zur Gesundung der sozialen, wirtschaftlichen und finanziellen Dinge unseres Volkes.

Sühne einer kommunistischen Mordtat.

Die Anstifter zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Wie amtlich mitgeteilt wird, sind in Düssel­dorf die wegen Anstiftung zum Mord und wegen Mordes zum Tode verurteilten Kommunisten Schmidt, Huperts und Lukat h i n g e r i ch t e t wor­den. Bei der abgeurteilten Tat handelt es sich um einen Feuerüberfall a u f das SA. - Heim in Erkrath. Dabei übernahm Lukat die Rolle, die SA.-Männer aus ihrem Heim herauszulocken. Dieser ursprüngliche Plan erwies sich aber als undurchführbar, weil in der Nähe des SA.-Heimes zwei SS. - Männer, Hilmer und Groß, a l s Sicherheitsposten standen. Man beschloß daher, diese Postenumzulegen". Zu diesem Zweck verteilte Huperts die Schützen so auf eine Bö­schung, daß sie von dort aus sicherer Deckung die im hellen Licht einer Straßenla­terne stehenden Posten unter Feuer nehmen konnten, worauf sich Huperts e n t - feinte. Hierauf eröffneten die übrigen Kommuni­sten auf die beiden Posten aus kürzester Entfernung ein Schnellfeuer. Ein Schuß traf den SS.-Mann Hilmer und ließ feinen Tod nach kürzester Zeit eintreten. Groß erlitt eine Verletzung am Knie.

xpedition * ausgefchjckt Kiel gemeldet wird, in den

Auf einer Gautagung des..Iugendherbergsver- bandes sprach in Weimar Gauführer Loefer über den Stand der I u g e n d h e r b e r g s b e w e g u n g. Zum Ausbau des Jugendherbergsnetzes teilte er mit, daß in letzter Zeit eine Reihe neuer Herbergen errichtet, vorbereitet oder geplant worden feien. Die größte Jugendherberge werde Bad Salzungen erhalten. Der Salzunger Stabt- .

Vorstand habe 100 Morgen Land zur Verfügung »wendigen Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Jnsbe-

Der deutsch-finnische Hande Svertrag.

Seitdem der Handelsvertrag von 1926 zwischen Deutschland und Finnland nicht erneuert war, be­stand zwischen beiden Ländern eine Art von Wirt­schaftskrieg. Finnland erhöhte seine Zollsätze be­sonders gegen solche Einfuhren, an denen Deutsch­land beteiligt war, dann ging es noch weiter und verhängte Einfuhrverbote gegen deutsche Waren. Seite Ende Januar begannen neue Verhandlungen zwischen beiden Ländern. Sie gestalteten sich beson­ders schwierig, weil Finnland seine Hauptausfuhr in Butter, Eiern und Käse abfetzen will, also solchen Erzeugnissen, die nach dem Grundge­danken der neuen deutschen Agrarpolitik höchsten Schuhes bedürfen.

Auch die übrige Ausfuhr stoßt auf die gleichen deutschen Interessen: es handelt sich m der Haupt­sache um Holz, Holz war e n, Z e l l st o f f, PappenundPaple r Andererselts hat Finn­land sich auch eine e i g n e I n d u st r i e zu schaffen gesucht, hauptsächlich für Textilwaren und Eis en, die Zollschutz gegen deutsche Ausfuhr for­derte. Damit ist Finnland bereits mit fernem Haupt­abnehmer England in langwierige Zollverhandlungen geraten, die aber schließlich ZU dem Absch eines Vertrages führten. Deutschland erhalt.in bem neuen finnischen Handelsvertrag die G l e ich ft e I - lung mit den Zollsätzen des finnisch-englischen Ver­trages. Für Agrarprodukte erfolgt eine Mengen-Kontingentierung, so daß emp­findliche Unterbietungen vermieden werden |ouen. Zwischen den Industrien beider Lander sind eine Reihe von Preis-Vereinbarungen getrof­fen worden. ... on.. ,,

Es mögen so nicht alle beiderseitigen Wunsche er-

Slädttsche Oper Eharlollenburg wirdDeutsches Opernhaus".

Das Reichskabinett hat in seiner letzten Sitzung die Ueberleitung der Städtischen Oper Char- I o 11 e n b u r g aus dem Besitz der Stadt Berlin auf das Reich und die Weiterführung der Oper als reichseigenes Institut befchloffen und die zu diesem Zweck erforderlichen Mittel bereitgefteüt. Die bisherige Städtische Oper Charlottenburg er­hält den NamenDeutsches Opernhaus". Die Füh­rung und Verwaltung der Oper wird von dem für das deutsche Theater- und Kunstwesen zuständigen Reichsministerium für Volksaufklärung und Propa­ganda ausgeübt. Reichsminifter Dr. Goebbels wird schon in den nächsten Tagen den neuen Intendanten berufen. Auf die Wahrung eines hohen künstlerischen Niveaus des Deutschen Opernhauses wird besonderer Wert gelegt werden. Um dem Hause einen wärmeren und repräsentativen Charakter zu geben, wird sofort bei Beginn der spielfreien Zeit mit dem Umbau wesentlicher Teile des Theaters begonnen. Die neue Spielzeit soll am 15. September d. I. beginnen.

ftiepura singt für die Winterhilfe.

Jan Kiepura, der große politische Tenor, ver­abschiedete sich persönlich im Berliner Gloria-Palast von seiner deutschen Gemeinde. Daß er diesen Abend benutzte, um seine große Kunst in den Dienst des Winterhilfswerks zu stellen, trug dem Künstler stürmischen Jubel ein. Die Festvorstellung beoann mit dem letzten Tonfilm des Künstlers Mein Herz ruft nach dir". Nach Schluß der Vor­führung fang Kiepura Arien ausAida" und Rigoletto" sowie die Schlager des Films in deut­scher und polnischer Sprache. Wahre Beifallsstürme erzwangen immer neue Zugaben Die Festvorstellung erhielt besondere Bedeutung durch die Anwesenheit des Führers, des Reichsministers Dr. Goeb­bels sowie des polnischen Gesandten Lipski.

Erfolgreiche Uraufführung einer bayerischen Worital in Berlin.

ImTheater des Volkes" im Berliner Großen Schauspielhaus fand die Uraufführung eines Volks­stückes statt, wie es die Reickshauptstadl feit einer Reihe von Jahren nickt mehr gesehen hat Die bunte Farbigkeit süddeutschen Volkslebens, baye­rischer Volkshumor und die Schicksale eines baye-

iüllt sein, in letzter Stunde ist aber doch ein Ab­schluß erzielt worden. Der neue Handelsvertrag be­darf der Ratifizierung, die im finnischen Parlament Ende April zur Beratung stehen wird. Bereits zum 1. April werden von der finnischen Regierung in­nerhalb ihrer Ermächtigung eine Anzahl von Po- sitionen auf die Hohe der Grundzölle herabgesetzt: auf deutscher Seite sind daher eine Reihe von Ausnahmen Vorbehalten, die erst mit der Ratifikation wegfallen werden. Deutschland hatte 1929 nach Finnland eine Ausfuhr von 188 Millionen Mark, eine Einfuhr von 115

Deutsche Atlantik-Luftpost viel schneller als die französische.

Im Anschluß an die Meldung der Deutschen Luft- han a über den letzten deutschen Atlantik- postfluq erfahren wir noch folgendes: Wahrend die deutsche Post erst am 22. März Rio de Janeiro verließ, um am 27. März schon in Berlin ausge­tragen zu werden, war der Posstchluß für die fran­zösische Poststrecke der Air France bereits am 17 März in Rio de Janeiro Auch diese Post, die demnach fünf Tage länger unterwegs mar, erreichte Berlin am 27. März. Dieser außer­ordentliche Zeitgewinn, der durch Benutzung der Lufthansa-Poststrecke erreicht wurde, zeigt am deut­lichsten, mit welcher Pünktlichkeit die kurze Lauf­zeit auf der deutschen Poststrecke eingehalten wird, obwohl der Dienst der Deutschen Lufthansa erst seit Februar im Betrieb ist. Demgegenüber blicken die Franzosen auf eine jahrelange Erfah­rung zurück. Sie sind aber trotzdem nicht in der Lage, den größten Abschnitt dieser großen Verbin­dung zu fliegen: denn bekanntlich wird die franzö­sische Atlantikstrecke mit Schnellbooten befahren, so daß ein gemischter Flugzeug- und Schiffsdienst statt­findet, während die Lufthansa von Anfang an un­ter Einschaltung des FlugstützpunktesWestfalen tatsächlich den Ozean regelmäßig überfliegt.

Eine Jugendherberge als Wahnmai für Langemarck.

gestellt, die als landwirtschaftliche Betriebe ein­gerichtet würden. Hier würden die Siedler aus­gebildet werden, die dann in Ostpreußen angesiedelt werden sollen. Eisenach werde eine Jugendherberge erhalten, die als Mahnmal für Langemarck und gleichzeitig als Gedenkstätte für die 21 ge­fallenen Hitlerjungen ausgebaut werden solle. An der linken Seite der zu der Gedenkstätte führenden Freitreppe werde die Statue eines Feldgrauen, rechts die eines Hitlerjungen stehen. Mittelpunkt der Jugendherberge werde eine Ehrenhalle fein, die sämtliche Fahnen der Langemarck-Regimenter auf- nehmen werde. Das Mahnmal werde nicht nur in Thüringen, sondern in ganz Deutschland einzig da­stehen. Die Kosten von etwa 130 000 Mark würden vom Reichskriegerbund Kysfhäuser, sämtlichen Lange- marck-Regimentern und den Langernarck-Stubenten- oereiniqungen sowie dem Stadt- und Landkreis Eisenach aufgebracht. Der Entwurf für das Mahn­mal sei bereits in Arbeit.

Zwölf Bauernhöfe

in Oberösierreich durch einen Bergrutsch verschüttet.

Durch das Eintreten der warmen Witterung ist es, wie aus Linz gemeldet wird, in Wienen am

sondere hofft man, durch Errichtung eines Schutz­walles die übrige Ortschaft zu schützen und die Lawine womöglich in eine andere Richtung ab­zulenken, in der sich keine Gehöfte und Aecker befin­den. An der Errichtung des Schutzwalles wird ohne Unterlaß mit Unterstützung des Militärs gearbeitet.

Gefährliches Abenteuer des Rennfahrers von Brauchitfch.

Der deuksche Rennfahrer Manfred von B r au­ch i t s ch, der sich zur Zeit in Italien zur Erprobung des neuen Mercedes-Rennwagen aufhält, ist dieser Tage wie durch ein Wunder dem Tode ent­ronnen. Brauckitsch fuhr mit äußerster Gesck)win- digkeit auf der Autostraße, die Mailand nut den oberitalienischen Seen verbindet, als der Wagen in Höhe der Stadt Legnano aus unbekannter Ursache von der Autostraße absprang und in rasendem Lauf einen Kilometer weit über die angrenzenden Felder sprang, wo er zum Glück auf kein Hindernis stieß. Von Brauchitsch entstieg dem Wagen unversehrt. Im Augenblick des Unfalls halle der Wagen eine Geschwindigkeit von 240 bis 250 Kilometer. Als Ursache des Unglücks nimmt man entweder das Platzen des Reifens ober die Blockierung der Transmission an. Näheres war noch nicht in Er­fahrung zu bringen.

Vizekanzler von Popen Präsident des Union-Clubs.

Der Union-Club in Berlin hat den Vizekanzler von P a p e n gebeten, die Präsidentschaft zu über­nehmen. Der Union-Club ist die seit 1867 bestehende Vereinigung von Männern, welche der d e u t s ch e n Pferdezucht und den Pferderennen als Lei­stungsprüfungen dieser Zucht dienen. Diese Ein­richtung ist neben dem sportlichen Charakter von bedeutsamem nationalen Wert. Das Gesamt­interesse der deutschen Pferdezucht wie auch des Rennsports erfordert eine Neubelebung und straffe Organisation, sowie den Ausbau der vielfachen züchterischen und international-sportlichen Verbin­dungen mit dem Auslande. Der Vizekanzler hat sich wie wir hören bereiterklärt, sich dieser Aufgabe zu unterziehen. Er wird, um eine orga­nische Verbindung mit dem übrigen deutschen Sport herzustellen, den Herrn Reichssportführer und außerdem Pg. Grafen zu Dohna-Fincken- st e i n in das Präsidium berufen.

Bombenanschlag auf das Gebäude der Freimaurer­logeGroßer Orient" in Cannes.

Durch eine Bombe wurde das Gebäude der Frei­maurerlogeGroßer Orient" in Cannes am Diens­tagmorgen stark beschädigt. Kurz vor 10 Uhr wurde die in der Umgebung des Gebäudes woh­nende Bevölkerung durch eine heftige Ex- plofion alarmiert. Bald darauf sah man aus den Fenstern des großen Saales der Loge, der sich im Erdgeschoß befindet, dichte Rauch­wolken bringen. Sämtliche Fensterscheiben bes Gebäubes finb zerstört. Das Mauerwerk ist an Der» schiebenen Stellen stark beschäbigt. Menschen sind nicht zu Schaben gekommen. Eine sofort einge­leitete Untersuchung hat ergeben, baß kurz vor ber Explosion ein Kraftwagen vor bem Gebäube hielt. Die Straße, bie sehr eng ist, wirb nur in ganz seltenen Fällen von Kraftwagen benutzt. Auch baß ber Motor bes Wagens währenb bes Haltens nicht abgestellt war, gilt als ver- bächtig.

. Ein galantes Urteil der Pariser Geschworenen.

Germaine Huot, genannt d'Angalemont, eine noch aus ber Zeit vor bem Kriege bekannte Halbwelt­dame, die im Jahre 1932 ihren Freund, den ' Präfekten des Departements Bauches - du - Rhone Cauferet, in ihrer Wohnung ip Paris erschoß, ' ist vom Pariser Schwurgericht wegenfahrläs- ; siger Tötung zu zwei Jahren Gefäng­nis verurteilt worden. Die einjährige Unter­suchungshaft wird ihr angerechnet. Vor Gericht er­klärte sie, daß der Schuß aus Versehen los­gegangen sei, als sie den Präfekten, der sich in ihrem Badezimmer gerade rasierte, zur Rede (teilte, west er ihr eine unwahre Auskunft über seinen Aufenthalt gegeben hatte.

Zwei Bombenattentäter in Belgrad hingerichtet.

I In Belgrad wurden ber Kaufmann Dimitrij ' Grantfchitfch unb ber Maurer Gavrilo Jova- nowitsch hingerichtet. Sie hatten im Jahre 1932 in verschiebene Eisenbahnzüge unb zuletzt auch in bas Belgraber Offizierskasino Höllenmaschi­nen geschmuggelt. Im Offizierskasino würbe burch : bie Explosion bes Sprengkörpers eine Person ge- ! tötet. Die beiben Bombenleger hatten im Auftrage

wenn bies aus staats- unb valutapolitischen Grün­den notwendig ist. Dies ist immer noch bes­ser, als eine Valutaentwertung zur Forderung des Exportes vorzunehmen, die nur auf Kosten ber arbeitenben Bevölkerung geschehen kann. Valutaentwertung bedeutet letzten Endes immer Verarmung und Kapitalverlust.

Reichsarbettsmmister Geldte legte darauf im einzelnen die Maßnahmen bar, bie im vergangenen Jahre zur Bekämpfung ber Ar­beitslosigkeit mit so großem Erfolg angewenbet würben, unb fuhr bann fort: Wir waren uns aber von vornherein herüber klar, baß bie Bereitstel­lung so umfangreicher öffentlicher Arbeiten nur eine Uebergangsmaß nähme fein konnte. Vielmehr muß es selbstverständlich das anzustre- benbe Endziel sein, bie Wirtschaft selbst roieber so in Drbnung zu bringen, daß sie aus eigener Kraft bie Aufgabe, dem beutschen Volke Arbeit unb Brot zu geben, erfüllen kann. Neben bem An­stoß, den wir ber Wirtschaft burch bie großen öf­fentliche» Arbeiten geben, Haden wir uns daher mit Nachdruck bemüht, die Lasten, die auf ihr ruhten, nach Möglichkeit zu senken.

Wir werden uns daher auch mit ganz besonderem Nachdruck der Pflege der Kaufkraft an­nehmen. Die Belebung der Wirtschaft stellt uns allerdings, je mehr sie fortschreitet, auch vor ein neues unb nicht einfach zu losendes Problem. Die zunehmende Tätigkeit ber Industrie hat schon jetzt eine Steigerung des B e da r f e s an Roh­stoffen hervorgerufen und natürlich an solchen, die aus dem Ausland eingeführt werden müssen. Die Forderung des Exportes ist deshalb für die nächste Zeit eine der dringendsten Aufgaben. Wir hoffen, daß es gelingen wird, im Zuge der Belebung, bie sich auch in andern Län­dern bemerkbar macht, neue Grundlagen für einen Wiederaufbau des welt­wirtschaftlichen Tauschverkehrs zu schaffen und die zahllosen Handelsschranken, die vor allem die Wirtschaft der hochentwickelten Industrie­länder an der vollen Entfaltung ihrer Leistungs­fähigkeit hindern, niederzulegen.

Staatssekretär Pofie

Wien, 27. März. Der Delegierte der ameri­kanischen Hilfsaktion für Zentraleuropa G i l d e m e e st e r , der seit einiger Zeit diejenigen europäischen Länder bereist, in denen sich poli­tische Häftlinge befinden, beabsichtigt, bei ber österreichischen Regierung vorstellig zu werben, um eine Besserung in ber Behandlung ber in ben Konzentrationslagern festgehaltenrn Na­tionalsozialisten unb Sozialdemokraten zu erreichen. Die sanitären unb Humanitären Zustände in den österreichischen Konzentrationslagern sind in der letz­ten Zeit für die Gefangenen außerordentlich un­zulänglich geworben. Jnsbesonbere soll bie Verpflegung derartig ungenügend fein, daß in einzelnen Konzentrationslagern die Ge­fangenen zum Protest in den Hunger st reik getreten sind. In einem Konzentrationslager sind 60 Ruhrerkrankun den und auch in t... ÜS:"" - .

reiche schwererkrankte Gefangene ins Hospital ge-

Die ruchlose Tat ist ein typisch kommunistisches Verbrechen, bei dem die Anführer auf Grund eines sorgfältig durchdachten unb vorbereiteten Planes verführte Arbeiter zu bem UeberfaU bestimmten, f i ch selbst aber feige im Hintergrund hielten. Der preußische Ministerpräsident hat es daher abgelehnt, von seinem Begnadi­gungsrecht Gebrauch zu machen, soweit es sich um bie feigen Hintermänner biefes Verbre­chens hanbelt. Dagegen hat ber Ministerpräsident bie Begnadigungderübrigenzum Tobe verurteilten Teilnehmer zu lebensläng­lichen Zuchthausstrafen ausgesprochen. Infolge lang­jähriger Arbeitslosigkeit unb befonbers schlechter Wohnungsoerhältnisse finb sie mit bem größten Teil ber Bevölkerung ber einst kommunistischen Hochburg Gerresheim in ben Bann bes Kommunismus ge­raten, bem sie sich bei bem Terror ihrer früheren Führer" nicht entziehen konnten. Nachbem biefer Bann gebrochen unb sich ganz Gerresheim geschlof­fen zu Adolf Hitler bekannte, hat ber Ministerprä- fibent bei biefen verführten Tätern Gnade vor Recht ergehen lassen.

Oie Zustände in den österreichischen Konzentrationslagern.

Wettervoraussage.

Der hohe Druck hat sich nach Skandinavien hin ausgebreitet unb erstreckt sich in süböstlicher Rich­tung über bie Nordsee bis zum Kanal. Dabei füllt sich bie nordöstliche Störung weiter auf. Bei ben gegebenen Druckverhältnissen erhält Deutschland meist Zufuhr kontinentaler Luft, so baß vorerst mit Fortbauer ber Schönwetterlage zu rechnen ist.

Aussichten für Donnerstag: Noch viel­fach aufheiternd, boch vorübergehend auch etwas bewölkt ober bunftig, weiterhin stärkere Tempera­turgegensätze zwischen Tag unb Nacht, trocken.

Aussichten für Freitag: Noch keine wesentliche Aenberung.

Lufttemperaturen am 27. März: mittags 13,9 Grab Celsius, abenbs 7 Grab; am 28. März: mor­gens 1,9 Grab. Maximum 14,5 Grab, Minimum 1,1 Grab. (frbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. März: abenbs 6,3 Grab; am 28. März: mor­gens 3,2 Grab Celsius. Sonnenscheinbauer 9% Stunben.

Hauptschriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friebrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für ben Inhalt ber An­zeigen: Theobor Kümmel. DA. II. 34: 11 600. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Steinbruderei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.