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Kirche und Schule
gegen spröde Kauf
und
wir,
sind...
im Programm-, neuem begeistert als ein Wunder mit der Heimat, davon entfernt
Schach-Ecke.
Bearbeitet von Otto Benkner.
Orgel (Reallehrer Haas), Violine (Herr Hahner) und Cello (Herr Peter) taten sich zusammen, m reiner Musik die Herzen zu erbauen. So horte man u. a. ein Andante für Orgel und Violine von Ph. E. Bach, eine Phantasie über das Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen" für Orgel, Violine, und Cello, ein Pastorale für Orgel und Violine von Cyrill Kistler, Rocturno, Choralvorspiel der Orgel. Zu Anfang und gegen Schluß vertieften biblische Worte und eine kurze Ansprache des Ortsgeistilchen das Gehörte und führten auf den tiefsten Sinn und das rechte Feiern des Weih- nachtsfestes hin. Auch die Gemeinde sang Advcnts- und Weihnachtslieder.
(T) Krofdorf, 26. Dez. Schule und Kirchengemeinde hielten am ersten Feiertag abend im festlich erleuchteten Gotteshaus ihre Weihnachtsfeier, deren jährliche Wiederkehr, altem Herkommen gemäß, Lurch Generationen hindurch längst zu einem Stück christlichen Brauchtums geworden ist, jo daß es unsere Bevölkerung nicht mehr entbehren möchte. Klingt doch die alte frohe Weihnachtsbotschaft aus Liedern -und Gedichten immer wieder neu, wie es auch diesmal Kindermund verkündigte.
tums", und Edgar D a c q u 6 entwickelt seine neuen grundlegenden Anschauungen über „Das innere Leben der Natur". Neben diesen Beiträgen aus der Gegenwart stehen Proben aus dem Briefwechsel Cosima Wagner — H. St. Chamberlain, Briefe von tiefstem Gehalt und außerordentlichem persönlichen Reiz. Ebenso weckt ein Kapitel aus dem großen Werk von W. H. Riehl „Die Naturgeschichte des deutschen Volkes" die Erwartung auf die Neuausgabe dieses grundlegenden Werkes unserer Volkskunde.
Da durch die hiesige unbesetzte Pfarrstelle kein Geistlicher anwesend sein konnte, hielt stud. theol. Wilh. Wegener von hier die Ansprache, die in ihren Gedankengängen lebhaften Widerhall in der Zuhörer Herzen sand. Von einer Bescherung der Kinder war, um durch die hierzu nötigen Spenden das Winterhilfswerk nicht zu beeinträchtigen, in diesem Jahre abgesehen worden.
< Kinzenbach, 26. Dez. Unsere Kirche strahlte am ersten Feiertag abend im Lichterglanz und Kerzenschein. Es zeigt sich hier besonders, wie gefällig ihr Inneres durch die vor einiger Zeit fertig gewordene Renovierung geworden ist. Die Schulkinder sangen und sagten einer großen Weihnacht sge meinde Lieder und Sprüche, die zu zahlreichen gezeigten weihnachtlichen Lichtbildern paßten. Besonders gefiel ein kolorierter Lichtbildstreifen, der lebenswahre Aufnahmen von Tannenbäumen im verschneiten Wald und in der Stadt, über den Nikolaus, über Baumschmuck- und Spielsachenerzeugung u. a. mehr brachte. Wechfel- gespräche und ein kleines Krippenspiel vor dem Altar unter besonderer Beleuchtung füoten sich stimmungsvoll in das Ganze ein. Zum Schluß kamen praktische Geschenke an die Schulkinder zur Verteilung.
§ Sichertshausen, 24. Dez. Gestern abend sand in der hiesigen Schule eine Weihnachtsfeier statt, bei der der Schulsaal bis zum letzten Platze gefüllt war. Ortsbauernführer Heiner hielt eine Ansprache, um den musikalischen Teil des Abends machten sich Fräulein A ß m a n n (Harmonium) und die Lehrer Aßmann, Scheid und Schneider (Violinen) verdient. Unter der Leitung von Lehrer Aßmann führte die Ober- klasse der Schule ein altdeutsches Krippenspiel auf, dem anschließend ein vom BDM. dargebotenes Weihnachtsspiel folgte. Zum Schluß folgte die Bescherung der Kinder, die allenthalben große Freude auslöste.
Aus der Schachwelt.
An dem diesjährigen Weihnachtsturnier zu tyj. stings nehmen nach den neuesten vorliegenden Nach, richten teil: Exweltmeister Capablanca, fr. Euwe, Flohr, Lilienthal sowie die eng. lischen Meister Sir Thomas, Michell, Fair« hurst und M i l n e r - B a r r y. Die Teilnahme des russischen Meisters B o t w i n n i k s steht nod; nicht fest. Auch über eine Teilnahme des Selb Meisters Dr. A l j e ch i n ist nichts bekannt geworden, so daß die Schachwelt nach wie vor auf ein neues Zusammentreffen Dr. Aljechin — Capablanca w:> zichten muß.
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom Redakttonsttsch.
Auf Gegenseiligkeik...
Professor Wagner-Jauregg, der roelt^ kannte Wiener Mediziner, erhielt vor einigen fahren den Nobelpreis. Dazu erzählte er seinen Freunden:
„Als ich las, daß auch die Grazia Deleddad." Nobelpreis bekommen hat, bin ich in eine Buchhan> lung gegangen und habe ein Buch von ihr oerkngt, aber ich erhielt feine. Dann war ich noch 6 fünf oder sechs weiteren Buchhandlungen, könne aber nirgends ein Buch von der Dichterin triegn.^, da hab' ich mir halt gedacht, wenn jetzt die wivi Deledda in Rom herumläuft und ein Buch m Wagner-Jauregg sucht, dann findet auch sie in trötr Buchhandlung eins. So hab' ich mich eben gemstl.
Das ideale Fach.
Ein Student fragte feinen Professor, welches ärmliche Spezialfach besonders empfehlenswert fei.
„Spezialisieren Sie sich doch auf Hautkrankheittii, junger Freund!" antwortete der Professor.
„Und warum meinen der Herr Professor?"
„Erstens", dozierte der berühmte Mediziner, „sied ben an Hautkrankheiten die wenigsten Menschen, zweitens dauern die Behandlungen meist recht lang?, und drittens werden Sie niemals nachts aus dm Bett geholt!"
Oer Pfeifer im Rebel.
Von Johan Luzian.
Da pfeift es sich drunten aus der Landstraße heran von ferne, ein Mensch in diesem Nebel kommt pfeifend dahergewandert, laut und schallend trägt den Pfeifenden der See daher, und der Wald hallt ihn wider, es gibt ein Echo und ein Antworten, das ganze Tal ist erfüllt von dem backen- vollen Pfeifen. Ein Landsknechtslied, wer weiß, woher es der Wanderer hat, die Wandervögel fangen es mit dumpfer, aufrumpelnder Melodie: Wir zogen vor Friaul... Und mit dem fröhlicheren, geheimnisvoll lockenden Kehrreim: Strampedemi ... Alla mi presente al vostra signori ... Das kommt nun dahergepfiffen, erfüllt die nebelgraue Wett an diesem Tage, da Haus und Wald und Wiese und See belagert sind von den Bergen Trübsal und Unlust, die kein Sturm davonträgt, keine Sonne zerschmelzen kann, die seit Tagen unverrückt und dräuend zwischen Erde und Himmel stehen, die Nebelberge, die Dampfgebirge. Käme doch der klare, harte Frost, käme doch der zarte, reine Schnee, über dem der Himmel wieder tagblau und sternenmächtig strahlte, weit und erhaben und winterlich! Aber der Nebel ist da, beherrscht dre trostlose Zeit, überschüttet den Wald mit Grau, verjagt die Vögel ins Nichts, verqualmt die Straßen, bekriecht das Herz, macht schlaff und müde.
Und da pfeift nun ein Jemand, irgend ein Mensch, mit vollen Backen das alte Marschlied der abenteuernden Fähnlein daher. Ich habe das iVeiy jter aufgestoßen und höre ihn kommen, den pilgernden Pjeijer, - ' -'
So ist jeden Tag Abwechslung wir sind immer wieder von und betrachten es immer wieder und fühlen uns im Geiste vereint die wir räumlich so weit
Am Radio in Nordamerika.
Von Marie-Helene Wittich.
Das folgende kleine Stimmungsbild wurde uns von einer Leserin des Gießener Anzeigers in Nordamerika zur Verfügung gestellt.
New-Orleans, im November 1934.
Es ist gegen 5 Uhr in New Orleans. Die Dämmerung, die nur sehr kurz ist, senkt sich leise nieder. Die Kinder werden hereingerufen, weg vom Murmelspielen, das auch hier ein Herbst- und Frühjahrsspiel ist. Denn der 5)erbst dehnt sich fast bis Weihnachten hin, sind wir doch auf derselben Breite wie Kairo und haben noch mildes Wetter um diese Jahreszeit. — Die Sonne geht purpurrot hinter den alten Bäumen des Countryclubparkes, an dessen Rand mir wohnen, unter, während der ferne Sender in Zeesen wahrscheinlich von brausendem Nordwind und wirbelnden Schneeflocken umgeben ist.
Ist es nicht phantastisch, tausende von Kilometern entfernt Stimmen und Laute aus dem Vaterland zu hören? Es überkommt einen ein Heimatgefühl und eine bisher ungekannte Ruhe, ja fast Beruhigung, denn tief drin im Herzen fitzt doch so was wie ^Heimweh, das man wohl nie ganz los wird im fremden Land auf fremdem Boden. Doch man muh aushalten auf dem Platz, auf den man gestellt ist und fein Bestes tun. Das verlangt das deutsche Pflichtgefühl.
Der'Radioempfang ist hier bis auf wenige -tage ausgezeichnet, dank einer neuen deutschen Erfindung wohl, oft besser als Jnlandempfang. Ueber- haupt kommt von allen Ländern jenseits des Ozeans Deutschland am besten durch.
Der Knopf am Instrument wird gedreht, das Licht am Kurzwellenband springt an, der Zeiger steht auf ungefähr 6 (60 000 Kiloeycles) und meist stellt man langsam durch die mexikanische Station auf Deutschland ein.
Erst ein Geräusch, bann ein Summen und bann bie Stimme aus ber Heimat. Mit bcm Fortschreiten des Abends und der Stille der Nacht wird der Empfang besser und klar, und wir sitzen und lauschen und hören und fühlen uns vereint mit unseren Lieben und dem Vaterland. Und haben wir Besuch, so wird mitgesungen uno gelacht, wenn's eine Kölner Kappensitzung gibt, oder gar getanzt nach deutschen 3d)Iagern. Wie forsch und schneidig doch die Musik ist, wie viel Leben und Freude dahinter. Und so folgen wir auch den ernsten Themen, poetischen Vorträgen und Begebenheiten. Mal gibt's Konzerte von Brahms, oder Beethoven,
.NIVEA CREME
cletian-Roman von Gerhard B o h l m a n n „Der vergessene Kaiser" wird ein in sich geschlossenes Kapitel „Der germanische Krieg" gebracht — die groß gesehene Darstellung der Germaneneinbrüche in das spätrömische Reich. Ein Balladenzyklus von Peter Hagen „Straßen gehen ins Land" gestaltet den Weg eines jungen Frontkämpfers. Johann von ß e e r 5 behandelt die uns heute so bewegende Frage: „Wer hatte recht — Barbarossa ober Heinrich der Löwe?" H. Kindermann schreibt Grundsätzliches über die „Umwertung des Schrift-
00 Klein-Linden, 24. Dez. Am Sonntag, 4. Advent, feierte unsere Kinderschule in Anwesenheit der Ettern der Kinder und vieler Gemeindemitglieder in der Kirche ihr W e i h n a ch t s - f e st. Strahlenden Auges zogen die Kleinen unter den Klängen des Liedes „Ihr Kinderlein kommet" in das weihnachtlich geschmückte Gotteshaus ein. Unter Leitung von Schwester Lina trugen sie die Weihnachtsgeschichte vor und erfreuten mit Liedern und Spielen. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Bremmer, sprach über die große Liebe der Weihnachten. Am Schluß brachte das Christkind den Knaben einen Rucksack und den Mädchen ein Handtäschchen. Die Kollekte von zwölf Mark fließt in die Kasse der Kleinkinderschule. — Am Sonntag, gegen Abend, hielt der Kindergottesdienst in unserer Kirche seine Weihnachtsfeier. In einer Festliturgie „Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab" boten die Kinder in zwei Teilen „2)ir Menschen Not und Gottes Verheißung" und „Die Gnade der Erfüllung" bar. Der Ortsgeistliche legte seiner Ansprache bas Bibel- wort zu Grunde: „Freuet euch in dem Herrn alle Wege". Jedes Kind erhielt als Weihnachtsgeschenk ein gerahmtes Bild vom Innern unserer Kirche nach deren Wiederherstellung. Die Kollekte war für die Deckung der Unkosten bestimmt.
§ Lumda, 24. Dez. In der vergangenen Woche hielt uns Prediger Pfeifer von der landeskirchlichen Gemeinschaft in Grünberg einen Lichtb11 - beroortrag über bas Heilige Land. Wir sahen in schönen Aufnahmen bie uns durch bie Bibel vertrauten heiligen Stätten, da einst ber Herr wandelte. Insbesondere lernten wir die segensreiche Arbeit des Syrischen Waisenhauses in Jerusalem und seiner Zweiganstalten kennen. — Am vierten Advent hielt die hiesige Schule, wie alljährlich, ihre Weihnachtsfeier in der dichtgefüllten Kirche. In Wort und Lied hörten wir wieder aus Kindermund die frohe Botschaft: „Euch ist heute der Heiland geboren!" Unser Pfarrer schloß die eindrucksvolle Feierstunde mit der Mahnung, das Gehörte in einem feinen Herzen zu bewahren. Anschließend wurden die Kinder beschert. Jedes Kind erhielt ein Büchlein und eine feine Weihnachtstüte, die bie NS.-Frauenschaft mit großer Liebe gefüllt hatte.
(D ©rüningen, 24. Dez. Arn Sonntagabend fanb im vollbesetzten Gotteshause eine schlichte Christfeler statt. Pfarrer R e u s ch legte feiner Prebigt ben Gedanken, die Weltmacht der Weihnacht, deren Botschaft auf der ganzen Erde in mehr als 60 Sprachen verbreitet würde, zugrunde. Die Schulkinder erfreuten durch den Chor „Hsil'ge Nacht, o gieße du Himmelsfrieden in dein'Herz." —
# Laubach, 23. Dez. Die Kleinkinder- schule hatte heute ihre Weihnachtsfeier in ber Kirche. Es war ein lieber Anblick, als die Kleinen, geführt von ihren Schwestern, musterhaft still ins Gotteshaus einzogen, dem Altar mit dem leuchtenden Transparent entgegen. Lieder, Gedichte, Erzählen ber Weihnachtsgeschichte und Ansprache wechselten miteinander ab und verdeutlichten tlein und groß das selige Weihnachtsgeschehen. Beglückt zogen die Kinder dann ab, die Händchen gefüllt mit dem, was das Christkind ihnen mitgebracht hatte. — Am Abend des 4. Advent fand in ber Stadtkirche eine kirchenmusikalische Feierstunde statt, die in ihrer weihnachtlichen Stimmung recht dazu angetan war, auf das Fest vor- zubereiteu. Der evangelische Kirchenchor unter Leitung seines Dirigenten Reallehrer Haas boot eine Reihe adventlicher und weihnachtlicher Chore dar;
6. Sgl—f3, Sf6-e4. 7. Lei—d2, Se4Xd2. 8. Sf3Xd2, 0—0. 9. 0—0—0 usw. Diese Fortsetzung hielt man früher für die stärkste, um so mehr da Meister Spiel- mann mit ihr in Karlsbad 1929 sehr gute Erfolge erzielte. Man war schon geneigt, den Zug Lf8—b4 als nicht spielbar zu verwerfen. Nirnzowitsch hat jedoch bann in San Remo 1930 diese Variante glänzend rehabilttiert und keinen Geringeren als Bogol- jubow damit überzeugend geschlagen. Er zog als 7. Zug nicht Se4Xd2, sondern 7. ..., Se4Xc5! Die Partie nahm folgenden Fortgang: 8. Db3—d2, 17—15! 9. e2—e3, 0—0. 10. LH—e2, b7—b6. 11. 0—0—0 (besser a2—a3). 11...., a7—a5. 12. a2—a3?, a5—a4!! unb Schwarz gewinnt. — II. 4. a2—a3. (Ein Vorschlag von Meister Sämisch.) 4. . ., Lb4 Xc3+. 5. b2Xc3, 0—0. 6. Ddl—c2, d7—d6 usw. Weiß wird hierbei das Schwergewicht des Kampfes auf seine beiden langschrittigen Läufer legen und im Angriff die Entscheidung suchen. Nack) Parierung des Angriffes wird Schwarz auf die Schwäche der weißen Damenflügel-Bauern spielen unb dieselbe zu erobern trachten. — III. 4. Lei—d2 ist zu passiv, da nach 4. ..0—0. 5. Sgl—13, b7—b6. 6. e2—e3, Lb4Xc3! 7. Ld2Xc3, Sf6—e4! 8. Ddl—c2, Lc8—b7 und Schwarz ist zu gutem Gegenspiel gekommen.) 4 ..., Sb8—c6. 5. Sgl—13, d7—d6. 6. g2—g3, 0—0. 7. Lil—g2, e6—e5. 8. d4Xe5. (Nicht zu empfehlen ist hier d4—d5, weil dieser Zug die weißen Bauern seftlegt und dem auf g2 stehenden Läufer jede Wirkungsmöglichkeit nimmt.) 8. ..., d6Xe5. 9. 0—0, Lb4Xc3! (Ein wichtiger Abtausch. Weiß drohte mit TU—dl nebst Sc3—d5 in Vorteil zu kommen.) 10 Dc2Xc3, Dd8—e7. 11. b2—b3, Lc8—g4. 12. Lei—b2, T18—e8. 13. h2—h3, Lg4—15. 14. S13-H4, L15—d7. 15. Kgl—h2, Ta8—d8. (Schwarz hat jetzt eine starke Verteidigungsstellung eingenommen.) 16. Tal—dl, e5—e4! (Sehr schneidig gespielt. Schwarz verzichtet trotz Deffnung der Diagonale al—h8 nicht auf den raumgewinnenden Vorstoß.) 17. Tdl—d5, De7—18! 18. Sh4—15. (Weiß versucht mit aller Gewalt eine Entscheidung im direkten Kömgsangriss herbeizuführen, scheitert aber an ber guten Verteibigung.) 18. ..., S16Xd5. 19. S15 h6+, Kg8—h8. 20. c4Xd5, Sc6—b4! (Natürlich nicht
Mein Hund liegt schnaufend im Schlaf vor meinen Füßen, ihn kroch draußen das Grauen an, er legte sich mit bittenden Hundeaugen zu meinen Füßen, die Zeit zu verschlafen. Sein Atem stößt zuweilen kurz und heftig, als jage er hinter dem Hasen her, gerade jetzt zucken seine Füße im träumenden Schlaf, sie haben das Laufen, das Springen, das Jagen in sich, aber er schnauft nur im Schlaf und rührt sich nicht vom Teppich.
Läufst du auch, Bursch, läuft es auch in dir, wenn du jemand drunten ein Lied über die Straße pfeifen hörst? He, auf! Und ich trete aus dem Haus, ich stapfe den Weg durch den Nebel hinunter zur Straße, dort pfeift es schon näher munter heran, ein neues, ein nagelneues Lied auf der Walze von märkischer Heide und märkischem Sand. Und ich lauere auf den Kerl, dieses Wunder im Nebeltag, und er kommt daher, seine nagelschweren Schuhe klappern über das Pflaster, die deftigen Sohlen rappeln auf den Steinen, da kommt cs schattenhaft heran und trägt ein geknotetes Bündel am Haselknüppel über ber Schulter, über der grauen, verblichenen, ausgewaschenen Windjacke, und trägt ein zerdrücktes, triefendes Filzhütchen keck über dem Ohr unb hat bie langen, stelzigen Beine in schlottrigen Hosen unb wirft diese Beine ohne Trittmarsch und gepfiffen dazu... Sein Gesicht ist leicht gerötet, seine Bartstoppeln hängen voll Tropfen, seine Bakken blähen und senken sich zu kleinen feuchten Kuppeln und Kuhlen, seine braunen Augen plinfern jo fröhlich rundum und sehen doch nichts als Nebel unb Grau unb Tropfen. Aber gepfiffen!
Unb wie er mich sieht, hebt er bie Hand mit zwei Fingern leicht an ben Filz unb wirft mit diesen zwei schlenkernden Fingern ein lautloses Servus! mir zu durch den Nebel, unb hört dabei nicht auf zu pfeifen, keine Sekunde, denn nun sind die Roten Husaren schon an der Reihe, sie reiten niemals Schritt, unb das schwarzbraune Mädel, bas kann nicht mit ...
Unb dahingepfiffen, ferner unb ferner im Nebel oertönt es schon. Ich stehe noch immer an der Straße, aber langsam setzte ich mich nun auch in Marsch, und mein Hund trottet mit hängender Rute hinter mir drein, er weiß nicht, warum wir hier marschieren, aber ich weiß es, ich lausche dem frohen Ton einer wandernden, landstreichenden Seele, unb nichts ficht uns an, den Kerl dort vorne nicht unb mich nicht mehr an diesem Tage, mich seinen dankbaren Schatten, der ihn begleitet bis zu dem nächsten Dorf.
Sc6-e7 ober b8.) 21. Sh6X17-H D18XF7. T> rv, Xb4, D17Xd5. 23. Db4-c3, Dd5-f7. 24. DtiyX Ld7—e6. 25. Dc7-a5, b7—b6. 26. Da5-b4 \ —d5. 27. Lb2—d4, Td8—c8. 28. Db4—d2, Kh8-Ä 29. TH—dl, Ld5—b7. 30. h3—h4, h7-h6 31 —h3, Tc8—d8. 32. Dd2-e3, Lb7-c8. (6*^; hat ben Angriff abgeschlagen und bleibt im Mak rialoorteil. Mit gewohnter Meisterschaft führt Nj^ zowitsch bie Partie jetzt zum Gewinn.) 33. Lh3— Lc8—g4! 34. Tdl—d2, D17-e6. 35. Ld4—m Td8Xd2. 36. De3Xd2, De6—d7. 37. Dd2~ü e4—e3! 38. 12Xe3, Lg4Xe2. 39. Lb2—d4. Le2-h? 40. Lg2—h3, Dd7-e7. 41. LH3-15, Lb5-<6. 4? D14—g4, De7—17 (L15—g6 scheitert an Df7—fol unb matt.) 43. h4—h5, Te8—e7. 44. Dg4-J"PA D17Xg6. 45. L15Xg6, Lc6-e8. 46. Lg6Xe8. fe- Xe8. 47. a2—a4, Te8—c8. 48. a4—a5, b6\ai 49. Ld4Xa7, Tc8—c2+, 50. Kh2—h3. Tc2~b' unb Weiß gab nach wenigen Zügen bie Hoffnung lose Partie auf.
Lösung des Problems Nr. 379.
Von F. G i e g o ld.
1. d2—d4, h5—h4. 2. Sa6—c5, b6Xc5. 3. d4Xc54 unb matt.
1. ..., Kd6—d7. 2. Se6—c5+, Kd7—d6 ober Kd7—d8. 3. Sc5—b7+ und matt.
Lösung des Problems Nr. 380.
Von I. Neumann.
1. Sc6—dB! usw.
Problem Nr. 381.
Von K. ßieroers, Bitterfeld.
Weiß 8 Steine: Kb2; Te5; Se6; S15; Bb4, c3, d5, e2.
Schwarz 5 Steine: Kc4, Db6, Sa8, Lb5, Be3. Weiß zieht und setzt in d r e i Zügen matt.
Problem Nr. 382.
Von Dr. H. von Gottschalk (t 1933). Weiß 5 Steine: Kh7; Db3; Le4; S17; Bg7. Schwarz 2 Steine: K16; Be6.
Weiß zieht unb setzt in zwei Zügen matt.
Partie Nr. 264.
Ein Beitrag zur Nimzowitsch-Variante ber „Indischen Verteidigung". Gespielt im Turnier um die skandinavische Meisterschaft 1934.
Weiß: G. Stoltz.
Schwarz: A. Nirnzowitsch.
1. d2—d4, Sg8—16. 2. c2—c4, e7—e6. 3. Sbl—c3, Lf8—b4. (Die Nirnzowitsch-Variante! Schwarz versucht hierbei, seinem Königsläufer, der ihm in vielen anderen Varianten des Damengambits auf e7 nur im Wege steht, eine weitausgreifende Entwicklung zu geben. Gleichzeitig wird durch die Fesselung des Springers c3 der Aufmarsch des Weißen gestört. Schwarz muß sich allerdings mit dem Gedanken vertraut machen, den langschrittigen Läufer gegen den Springer bereits in einem frühen Partiestadium abzutauschen, denn ein Rückzug des Läufers wurde ein Tempo kosten und den Ausfall illusorisch machen. An der Textstelle konnte- Schwarz auch mit 3. ..., d7—d5 in die orthodoxe Verteidigung des Damengambits einlenken. Andere Züge, wie z. B. 3. ..., Lf8—e7, 3.....b7—b6, 3. ..c7—c5 sind zwar
spielbar, überlassen jedoch ungehindert dem Weißen die Initiative.) 4. Ddl—c2. (Dieser Zug soll nach ben neuesten Forschungen der beste sein! Mit den anderen für Weiß vorhandenen Möglichkeiten machen wir unsere Schachfreunde nachstehend kurz oertraut. I. 4. Ddl—b3, c7—c5. 5. d4Xc5, Sb8—c6. anch Mozart, Haydn und Wagner werden nicht vergessen. Einen anderen Abend hören wir leichtere Musik, Charakterstücke, wie ben „Parabemarsch ber Heinzelmännchen", „Spaziergang im Walde" usw. Neulich würbe sogar einem alten Deutschen in ben Nordstaaten zum Geburtstag gratuliert. Und zum 1. Advent gab's Gottesdienst und Glockenlauten. Am 3. Dezember gibt’s einen Spaziergang durch einen Spielzeugladen und am Sonntagnachmittag werden für unsere Kinder (und auch die andächtig lauschenden Erwachsenen) Märchen erzählt.
Drei Dutzend neue Millionäre.
Vor wenigen Jahren starb in Philadelphia tinj als schwerreich bekannte Witwe E. H. Garrett un hinterließ ein Vermögen von 18 Millionen t,o Nähere Verwandte meldeten sich nicht troh Aufrufe ber Gerichte, bie feststellten, baß die U ftorbene aus Deutschlanb stammte und die Uren- eines Handwerkers war, der etwa um 1800 aus feiner schwäbischen Heimat nach Anieuka a - gewandert war. Er trug den in Deutschlcmo gerade seltenen Namen Schäfer. Als die Kunoe i ber riesigen Erbschaft nach Europa gelangt, wur - von ihr nicht nur bie Schäfer aus bem ed)® * lanb elektrisiert, auch zahlreiche inzwischen n England, Frankreich und der Schweiz ausges®1^ Abkömmlinge der Familie Schäfer, der prau rett entstammte, meldeten sich schleunigst nachfolger. Die Gerichte haben inzwischen / daß der Ahnherr der amerikanischen Urenleu Bolstern, Oberamt Saulgau, geboren und r» worden war und, wie aus bem Kirchenbuch P ging, nach Amerika ausgeroanbert war. „Lamm" zu Meßkirch versammelten sich ült lnü ihrer Meinung erbberechtigten Schäfer, un bei biefer Versammlung sehr lebhaft hkrg Unfein. Inzwischen ist durch Sachverständige geleqenheit so weit gefördert worben, datz 36 Schäfer, von benen einwandfrei nacyzu ist, daß sie Abkömmlinge des ausgewandene stian Schäfer sind, als Erben in VeAcht , > unb somit wirb jeder von ihnen bald Millionär
Kampf geaen die Ausrottung der
Zwischen Norwegen, Dänemark, England un meisten Staaten, die am Walgeschäft beteilig ! es jetzt nach längeren Verhandlungen zu e jlB nationalen Vereinbarung gekommen, we uc Januar 1935 in Kraft treten wwd. Durq ein£in madjungen, deren Einhaltung und Erso g internationalen Büro in Oslo all ge
stisch beobachtet werden soll, host^ ma" o -Q. meinen Walsterben Einhalt gebieten z rer Zeit als Folge des großen Raubbaus fei* lang mor starke Beuruhiqung hervorgerufen hat. kehrung aetroffen worden, daß afjäjjr
ber Walfijchfänger und d.e eigen«lchen^^ nicht mehr zu Bedingungen angestlJ? . sind, von der Zahl der erlegten ^e obhE« Außerdem soll dafür Sorge N roirkl'ä
Der Sang auf die Wale MJrantt blertt » jung,n voll verwendet werden können, I
Tiere verschont werden.
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