Amtsverkündigungsblatt
für die provinzialdirektion Oberheffen und für das Kreisamt (Siesten
Nr. 14 Erscheint Dienstag und Freitag. 27. März Aur durch die Post zu beziehen. 1934
Inhaltsübersicht: Durchführung des Schlachtsteuergesetzes. — Vermeidung von Mehrarbeit infolge zu knapp bemessener Lieferfristen. — Mitgliedschaft beim Reichsverband für deutsche Jugendherbergen. — Osterlehrgang im Friedrich-Fröbel-Haus zu Bad Blankenburg in Thüringen. — Aufnahme in das Technische Seminar der Aliceschule Gießen. — Pfennigsammlung in den Schulen zum Bau und zur Erhaltung von Jugendherbergen sowie zur Verbilligung des allgemeinen Schulwanderns. — Dienstnachrichten.
Bekanntmachung.
Vetr.' Durchführung des Schlachtsteuergesetzes,- hier: Schlachtsteuer- rückvergütung aus Villigkeitsgründen.
In der letzten Zeit wurden häufig Anträge auf Schlachtsteuerrückvergütung verspätet eingereicht. Wir sehen uns daher veranlaßt, hierdurch nochmals zur öffentlichen Kenntnis zu bringen, daß Anträge auf Schlachtsteuerrückvergütung jeweils bis zum 5. des folgenden Monats bei dem Kreisamt zu stellen sind. Die nach diesem Zeitpunkt eingehenden Anträge auf Rückvergütung aus Billig- keitsgründen können keine Berücksichtigung mehr finden.
Gießen, den 22. März 1934.
Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Schönhals.
Betr.: Vermeidung von Mehrarbeit infolge zu knapp bemessener Lieferfristen.
Au die Bürgermeistereien des Kreises.
Wir teilen Ihnen nachstehend ein Ausschreiben des Herrn Reichsarbeitsministers vom 27. Februar 1934 IVa 2273/34 zur Kenntnisnahme und Beachtung mit.
Gießen, den 23. März 1934.
Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Schönhals.
In der letzten Zeit sind mir wieder mehrfach von behördlichen Stellen und aus Wirtlchaftskreisen Klagen darüber zugegangen, daß bei der Vergebung von Aufträgen zu kurze Lieferfristen gestellt würden. Die Fristen seien vielfach so knapp bemessen, daß die Zeit zur Anlernung neu einzustellender Arbeitskräfte nicht ausreiche, und die rechtzeitige Erledigung der Aufträge nur durch Mehrarbeit der vorhandenen Belegschaft möglich sei,- in zahlreichen Fällen würden daher Aufträge auf Zulassung von Mehrarbeit gestellt. Hierzu bemerke ich im Einvernehmen mit dem Herrn Reichswirtschaftsminister folgendes:
Im Vordergrund aller Erwägungen muß heute das Ziel der Beseitigung der Arbeitslosigkeit stehen. Deshalb muß mit allen Mitteln darauf hingewirkt werden, daß die der Wirtschaft zu- sließenden Aufträge, und ganz besonders die der öffentlichen Hand, in möglichst großem Umfang zu einer Entlastung des Arbeitsmarktes und zur Einstellung von Arbeitslosen führen. An und für sich bilden kurze Lieferfristen dafür kein Hindernis,- sie können im Gegenteil unter Umständen sogar für diesen Zweck förderlich sein. Es ist auch zu bedenken, daß bei einem großen Ausschnitt der öffentlichen Aufträge, nämlich den Vergebungen im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms, besondere Gründe zur Festsetzung kurzer Lieferfristen zwingen. Denn die Arbeiten, die aus Mitteln der Arbeitsbeschaffungsprogramme gefördert werden, müssen bekanntlich nach den gesetzlichen Vorschriften innerhalb eines befristeten Zeitraumes beendet werden. Diese Fristsetzungen waren unbedingt notwendig, weil nur der zeitlich zusammengedrängte Einsatz der für die Arbeitsbeschaffung bereitgestellten Mittel die erforderliche schlagartige Wirkung auf dem Arbeitsmarkt auslösen kann.
Demnach kann ich die Festsetzung knapp bemessener Lieferfristen in dem gegenwärtigen Anlaufstadium der Wirtichaft nicht grundsätzlich als unerwünscht bezeichnen. Die Fristen müssen aber unter allen Umständen wenigstens so ausreichend bemessen sein, daß die Betriebe Arbeitslose für die Erledigung der Aufträge heranziehen können. Keinesfalls darf die Fristsetzung — von ganz besonderen, wirtschaftlich begründeten Ausnahmefällen abgesehen — dazu führen, daß die vorhandene Belegschaft Mehrarbeit leisten muß, zumal wenn andere gleichartige Betriebe stilliegen oder stark eingeschränkt arbeiten. So lange noch mehrere Millionen unserer Volksgenossen arbeitslos sind, muß ich vielmehr mit allem Nachdruck darauf bestehen, daß Mehrarbeit, soweit wie irgend möglich, ausgeschlossen wird.
Ich bitte sowohl die behördlichen Beschaffungsstellen und ihre Aufsichtsbehörden wie die Treuhänder der Arbeit, über die Einhaltung dieser Richtlinien zu wachen. Sollten in einzelnen Fällen die an sich erforderlichen Mehreinstellungen aus betrieblichen oder- sonstigen technischen Gründen nachweisbar nicht möglich sein, so bitte ich die vergebenden Stellen, die Lieferfristen auf jeden Fall so zu bemessen, daß Mehrarbeit nicht nötig wird. Bei Anträgen auf Genehmigung von Mehrarbeit durch die Gewerbeaufsichtsbe- ämten darf der Hinweis auf die kurzen Lieferfristen nicht ohne weiteres für die Genehmigung ausschlaggebend sein.
Betr.: Mitgliedschaft beim Reichsverband für deutsche Jugendherbergen.
An die
Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.
Die nachstehende Abschrift einer Verfügung des Hess. Staatsministeriums, Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum, teilen wir Ihnen zur Kenntnis und weiteren Veranlassung mit.
Gießen, den 27. März 1934.
Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. Weigand.
Wir erwarten, daß alle Schulen in Hessen (auch Berufs- und Handelsschulen) spätestens zum Beginn des neuen Schuljahres körperschaftliches Mitglied bei dem Reichsverband für deutsche Jugendherbergen sind. Die Anmeldung kann bei der zuständigen Ortsgruppe erfolgen. In dem Jahresbeiträge von 5 RM. ist der Bezug der Verbandszeitschrift eingeschlossen. Außerdem berechtigt die Mitgliedschaft zur Benutzung aller deutschen Jugendherbergen.
Zum mindesten sollte jede Schule, wenn nicht jede Schulklasse der Mittel- und Oberstufe, die Monatszeitschrift des Verbandes „Die Jugendherberge" beziehen (Einzelpreis 15 Rpf.). Verlagsort: Iserlohn (Westfalen). Die Zeitschrift bringt wertvolle Anregungen und Aufsätze über das Schulwandern.
gangszeugnis, Zeugnisse über die praktische Vorbildung nnd amtliches Führungszeugnis. (Abschriften müssen beglaubigt sein.) Die
Betr.: Osterlehrgang im Friedrich-Fröbel-Haus zu Bad Blankenburg in Thüringen.
An die
Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.
Das Thüringische Ministerium des Innern gibt bekannt, daß im Friedrich-Fröbel-Haus zu Bad Blankenburg (Thüringen) vom 3. bis 5. April dieses Jahres ein Lehrgang stattfindet mit dem Thema: „Mutterschulung durch den Kindergarten".
Im Hinblick auf das große Hilfswerk „Mutter und Kind" machen wir auf die Tagung aufmerksam und gestatten die Teilnahme der Lehrpersonen. Der Tagungsplan ist bei dem Thüringischen Ministerium des Innern in Weimar anzufordern.
Gießen, den 27. März 1934.
Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. Weigand.
Betr.: Aufnahme in das Technische Seminar der Aliceschule Gießen.
An die
Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.
Die Bewerbungen nm Aufnahme in das Technische Seminar des Alicevereins zu Gießen für Ostern 1934 müssen bis spätestens zum 10. April 1934 erfolgen. Dem mit Stempelmarken versehenen Gesuch sind in folgender Reihenfolge beizufügen: Selbstgeschriebener Lebenslauf, Geburtsschein, amtsärztliches Zeugnis, Schulab
Von Josef Friedrich perkonig.
Die kleine wahre Geschichte, die hier zu erzählen sein wird, ereignete sich im schmerzensreichen Sommer des Jahres 1920, als in allen Ohren noch der große Lärm des abziehenden Weltgewitters nachhallte. Da hörte man in Deutschland nicht den kleineren Lärm aus dem fernen, halb unbekannten Kärnten, das sich anschickte, seine Stimmen zu sondern in jene, die dieses schöne liebe Land auch weiterhin deutsch haben wollten, und jene, die es den Südslawen auszuliefern beschlossen, da standen im Schatten tapfere unvergeßbare Männer, die in die Geschichte eingehen werden, doch damals nannten kaum die nächsten ihre Namen. Wie hatten da andere kleinere Leute zu ihrem Recht kommen können, sie, die einzeln ja gar nichts waren als Stimmen, die nicht gewogen, sondern nur gezahlt wurden, die nur zusammen ein Volk ergaben, das 'ich am 10. Oktober eben dieses Jahres 1920 an der llrne zu entscheiden hatte. .
Dock setzt ist es an der Zett, von den kleinen, ernsten und lustigen Helden zu reden, da d.e großen längst gebührend gefeiert worden md von merkwürdigen Menschen, die. zwar nicht >hr Blut vergossen haben und natürlich in den Heldenliedern jener ^eit keinen Platz finden werden, die man auch bald veraesicn haben wird, wenn sie nicht überhaupt schon vergessen sind, die aber doch eigentümliche, rührende Helden waren aus ihre Weise und ohne die das Bildnis jener Zeit nicht vollständig wäre.
Und so lasset euch denn erzählen von der alten Miadl einer Greisin in einem Dorfe an den Kara- wanien, deren ü!ben ftill, «mW unb e.ntomg war, wie eben das Dasein eines Menschen, der nur noch aus den Tod wartet, das sich aber zuletzt^fur einen kurzen Augenblick zu der Weisheit des großen
Einmal Maud gewesen spater dann hatte sie einen K-ufchler geheiro-t, °b°r das kleine schindelgedeckte Haus, in dem.sle eine zwar arme Bäuerin, aber doch eine Bäuerin sein wollte, brannte bis auf die Mauern ab Der Mann erhängte sich aus dem rauchenden Schutt, die Miadl wurde eine Botin, und als sie achtzig Jahre alt war, begann die Gemeinde für sie zu forgep.
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Brot, es wird einem nicht nachgetragen, man muh es holen, und es ist nun einmal so auf dieser merkwürdigen Welt, daß die Ehren nicht immer auf jene fallen, die ihrer würdig find.
Es war nun so, daß die Greisin die Verwunderung der Leute über ihr langes Leben wohl spürte, vielleicht mochte auch der eine oder andere lieblose Spott an ihr Ohr geweht worden sein, doch sie meinte, es stünde ihr nicht zu, Klage zu führen — wer würde ihr auch sein Ohr geliehen haben? — und sie mußte schweigend in sich tragen, was man ihr an so spätem Kummer auflud. Sie rächte sich auf ihre Weise, indem sie an dem Kummer der anderen nicht teilnahm, als die Südslawen in das Land einbrachen. Sie hatte ihre paar Blumentöpfe, einen Platz an der Sonne, die Hoffnung auf den baldigen Tod; sie lebte kaum noch auf dieser Welt. Was kümmerte sie also diese seltsame Unruhe der Menschen?
Aber da trat eines Tages eben der Mann, bei dem sie monatlich das viele Geld in Empfang zu nehmen hatte, und der die Gabe nicht jedesmal durch ein freundliches Gesicht, ein aufmunterndes Wort vermehrte, der eben auch ein kleiner, beladener, leidender Mensch war, in die dumpfe Greisenwohnung ein, und er brachte einen vollen Korb, und das Weiblein sah plötzlich auf ihrem Tisch Dinge ausgebreitet, von denen es längst kaum mehr träumte: Schmalz, gebrannten Kaffee, Zichorie, Mehl, Zucker, und der Mann sagte, auch die Armen sollten Sonntag haben und alles gehöre ihr, der Miadl, jawohl, ihr allein.
Da berührte sie denn in der Furcht, es wäre nur ein schöner Traum, die Dinge mit ^^^n zitternden Händen, unter deren wächsernen Haut die dünnen blauen Adern hinliefen, sie sog den starken Geruch des gebrannten Kaffees ein, und sie wurde ein wenig schwindlig davon, sie legte em Stuck Zucker auf die Zunge, nahm es zwischen die Ringer, betrachtete es und schob es wieder m den Mund. Dann weinte sie ein wenig.
Es vergingen ein paar Tage in dem Gluck des neüen Besitzes, da kam ein anderer Mann, einer von den Fremden, die jetzt im Dorfe waren, und auch er brachte Kaffee, Zucker, Petroleum - die
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geht mit den Hühnern schlafen — und er brachte sogar ein Stück Blaudruck. Das ist etwas anderes, ist man auch alt, eine Schürze aus Blaudruck kann man immer haben, und sie wendete den Blaudruck nach beiden Seiten und legte ihn an den Leib.
Wie gut sind auf einmal die Menschen geworden, sie kommen von selber zur alten Miadl, sie bringen ihr Geschenke, mehr als sie brauchen kann, und sie muß nicht mehr Not leiden. Sie bittet den Menschen alles Bittere ab, das sie manchmal dachte. Wie schön ist das Leben, nein, jetzt möchte sie nicht sterben. Und es kommt bald der eine zu ihr, bald der andere, manchmal reden sie etwas, was sie nur halb versteht. Was wollen die Leute nur, sie ist zufrieden mit der Zeit, niemals war sie sorgloser und heiterer als jetzt, manche wollen sie sogar leise singen gehört haben, wenn sie in der Sonne saß und die Augen geschlossen hielt.
Die Nachbarn sehen natürlich wohl, wie man auch um diese alte Seele und rührende Einfalt wirbt. Sind diese Hände auch schon wächsern, sie werden doch noch einen Stimmzettel halten. Die Stimme einer vertrockneten Greisin gilt gleich jener eines jungen, saftigen Lebens. Und den Nachbarn bleibt es natürlich nicht verborgen, daß die alte Frau von beiden Seiten die Gaben nimmt, mit denen man Anhang zu werben hofft, von den Deutschen und von den Südslawen.
Es hätte nun sein können, daß irgendein Wohlmeinender und Gütiger, dem es von Natur aus glückte, andere leicht und schmerzlos zu überzeugen, dazu bestimmt war, der Greisin die halb blinden Augen zu öffnen und ihr den Sinn der plötzlichen Wohltaten zu Deuten. Doch das boshafte Schicksal wollte es anders. Es bediente sich einiger Hämischen und Schadenfrohen, die das Weiblein an einem Sonntagnachmittag in die Zange nahmen. Ob sie denn nicht wisse, daß man mit den guten und schönen Dingen ihre Stimme kaufen möchte? ... Was für eine Stimme? ...Am 10. Oktober werde sie doch abstimmen wie alle Kärntner ... Ja, ja, das werde sie ... Dann werde sie es aber nicht leicht haben ... Warum? ... Sie habe doch von den Deutschen genommen und habe von den Slowenen genommen ... Ach so, ja ... Nun Dämmerte in
Dienstag, 27. März 1934
Verbilligte Schiffsreisen.
Transatlantischen Schiffahrtsgesellschaften half Antrag des Norddeutschen Lloyds beschlos- ie Ermäßigung von 20 Prozent auf die Preise nfachen Hin- und Rückfahrten zu gewähren. ?rgünftigung kommt den Wettkämpfern, ihren m und Begleitern sowie den Mitgliedern des lationalen und Der Nationalen Olympischen »es zugute. Die Ehefrauen und Kinder unter hren dieser Personenklassen sind in die 23er« jung mit eingeschlossen — ein Entgegenkom- das bei früheren Olympischen Spielen nicht ehen war.
tlnt) Deutschland ...
in Der UmstanD, Daß Die XI. Olympischen in DeutschlanD stattfinden, legt dem deutschen besondere Verpflichtungen auf. Aus allen rn werden aber auch Vorbereitungsmaßnah- md Leistungen gemeldet, die alles bisher Dame in den Schatten stellen, so daß schon ganz gewöhnliche Anstrengungen erforderlich sind, ne unserer Nation würdige Beschickung Der impfe zu gewährleisten. v ..
Deutschen SportverbänDe, in Deren Hand Dis impfoorbereitung liegt, haben inzwischen ihre bekanntgegeben. Ihre Aufgaben erhalten Die vom Reichssportführer von Tschammer >sten geschaffene Vereinheitlichung unD Kräfte- ttration, ferner Durch seine ideelle und rnctte- Unterstützung die denkbar beste Förderung. Zahr 1934 Dient allgemein noch Der Talent- So erfolgt planmäßig im ganzen Reiche Die nach Dem „unbekannten Sportsmann" Durch impfe, Die an bestimmten Sonntagen und für alle Deutschen einheitlich im ganzen Reichs geführt werden. Daneben sammeln alle 23er» in besonderen kurzfristigen Sichtungskursen nschließenden Sichtungswettkämpfen alle sich Verfügung stellenden Turner und Sportsleute^ >enher unD cmschließenD wird die Speziale > i IDu n g für Die Talente durch geführt nach abe Der von Den einzelnen Verbänden geeiten Erfahrungen. So sollen in der Leicht- k „T r a i n i n g s g e m e i n s ch a f t e n", dis ber das ganze Reichsgebiet ausbreiten, alle dungsfähigen Athleten an jeweils einem Ort Rücksicht auf Vereinszugehörigkeit erfassen und i. Die sich aus diesen Trainingsgemeinschaften Den laufenden Wettkämpfen herausschälends npia-Stamm-Mannschaft erhält wei- lusbilDung in Sonderkursen im Trat- islager Ettlingen. Wettkämpfe gegen adische Gegner werden Kampferfahrung und fhärte vermitteln. Am Schluß des Jahres sich so eine Olympia-Kernmannschaft ergeben , für deren weitere Förderung Dann neue inien aufgestellt werden.
ähnlicher Weise sind die Schwimmer, Schwer- ;n, Turner, Boxer, Radfahrer, Fechter usw. bet rbeit. Bei den Ruderern stützt sich Die Vor- ung in erster Linie auf Die Mannschaften nam- RuDerklubs: Doch wird auch hier Sammlung Sichtung nicht außer acht gelaßen, und die kschasten werden durch entwicklungsfähige > ergänzt.
chtigung der Olympia-Negattabahn
Reichssportführer von Tschammer und n besichtigte am Freitag im Beisein von 23er- i des Finanz- und Innenministeriums, des pia - Bauausschusses usw. erneut Die Grü- Regattabahn, Die bekanntlich Der Schauplatz »lympischen RuDerwettkämpfe im Jahre 1936 jirD. Die Neugestaltung Der klassischen Kampf« wurde an HanD Der Pläne nochmals ein« b geprüft unD befonDerer Wert soll auf den iu der Zufahrtsstraßen gelegt werden. Der usschuß wird alle erörterten Fragen einer wei« Prüsung unterziehen und sodann die Pläne lleichsinnenministerium zur Genehmigung vor«
Neuer deutscher Oamen-Schwiminrekord.
ixe" Charlottenburg, Deutschlands erfolgreich- )arnen-Schwimmverein, stellte am Sonntag im 1er Postbad einen weiteren deutschen Rekord nd schwamm innerhalb der 12 mal 100-Meter- istaffel mit den Damen Arendt, Engel«
alten Kopf Der Zwiespalt empor, sie sieht Mu.,« einen zum anDern der Leute, Die Da auf ihre Kosten am langweiligen Sonntagnachmittag sich eine kleine Unterhaltung schaffen wollten. Sie sitzen wie ein leibhaftiges Gericht um sie und sind zu- frieDen, Daß sie über jemand triumphieren Dürfen, wenn Dieser jemand auch nur die alte, arme Miadl ist.
Diese aber, von einem feinen Sinn beraten, der solchen schon halb Entschwebten manchmal eigen ist, entwindet sich mit einer fast beiläufig hingeworse- nen Antwort, die sie zu einem jener kleinen, köstlichen Helden machte und sie um viele Jahre überlebte, der Klammer.
„Ich werde", sagte sie einfach, beinahe demütig, „für die Slawen beten und für die Deutschen stimmen."
Oer Tod des Lavendelkönigs.
Der in Ewell erfolgte Tod Mr. Edward Wake« rer Martins, Der vor einem Menschenalter einmal Der „LavenDelkönig von EnglanD" ge« nannt rourDe und Der ein Millionenvermögen hinter« lassen hat, erinnert an Die vielen noch nicht be« kannte Tatsache, Daß EnglanD heute noch Der Haupterzeuger dieser aromatischen Pflanze ist, die in der Parfümerieherstellung eine so große Rolle spielt. Bekanntlich ist Lavendel das Lieblingsparfüm unfw rer Großmütter und Urgroßmütter gewesen, deren Wäscheschrank nach Lavendel zu duften pflegte. Dec soeben gestorbene Martin war einer der ersten La« vendelpflanzer Englands, auf seinen riesigen Lavendelfeldern bei Ewell hat Mallais sein berühmtes Bild der Ophelia mit den Blumen im Arme gemalt. Allerdings liegt die englische Lawendelindustrie, wie die amtliche Zeitschrift der englischen Drogisten mite teilt, im Niedergang, da die französische Konkurrenz billiger herstellt. Man kann zwischen Grenoble und Nizza heute schon stundenlang durch endlose Laoendelfelder spazieren gehen, über denen als einö alle anderen Laute der Landschaft übertönende Melodie das Summen und Läuten von Millionen von Bienen schwingt. Die englischen Züchter wollen sich daher gänzlich vom Lavendel abwenDen und statt seiner Pfefferminze anbauen.


