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Das Opfer unserer Helden galt dem Frieden.
Gesandter von Papen spricht auf einer Wiener Gedächtnisfeier.
junge Generation uns dessen nicht heute erinnern? In diesem Sinne beugen wir uns vor euch, ihr feldgrauen Helden aller deutschen Stämme. Ob es die Ostmark, ob Preußen oder Sachsen, ob es die Westmark war, die euch gebar, in gemein- samem Schicksal seid ihr alle gefallen. Gemeinsam deckt euch die deutsche Erde, gemeinsam schriebt ihr Weltgeschichte, die kein Diktat je auszulöschen vermag, gemeinsam wird euch der Herr am jüngsten Tage erwecken. Darum hoffen wir, die Mitkämpfer und Nachfahren, sagen zu können, daß wir eure Der-
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Schrecken die Heimat überziehen, sondern damit Fried en werde. Ihr Opfer galt dem Frieden, so wie der Sinn der ganzen deutschen Nation a u f menschlichen Fortschritt und Frieden gerichtet war und ebenso heute ist.
Diese unsere toten Kameraden rufen uns noch ein anderes zu: Auf diesem Gottesacker liegen sie Schulter an Schulter, Oesterreicher, Kameraden der glorreichen K. u. K. Armee, und Reichsdeutsche aller Stämme. Das gemeinsame große Ziel, die Geschichte des tausendjährigen Reiches, das ihrer aller Heimat war, hat einen geistigen Ring um sie alle geschlagen. Sollten wir Mitkämpfer, die Nachfahren und die
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40 Todesopfer eines Grubenunglücks [ in Japan.
3m japanischen Gouvernement Nagasaki ereignete sich in dem Kohlenbergwerk Nlatshisima ein furchtbares Bergwerksunglück, das nach den bisherigen Schätzungen über 4 0 Todesopfer gefordert hat. Beim Anlegen eines neuen Stollens stießen die Bergarbeiter auf Meeresboden. Mit rasender Geschwindigkeit drangen die Dassermassen in den Stollen ein, wobei über 40 Bergarbeiter ums Leben kamen. 3n dem Augenblick des Dalsereinbruches sollte ein Förder- korb mit 15 Arbeitern herabgelassen werden, doch gelang es noch im letzten Augenblick, den Korb zu stoppen und hochzuheben, so daß die Arbeiter gerettet wurden.
Reichswehrminister von Blomberg aus dem Dresdener Erholungsaufenthalt zurück.
Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg, der sich einige Wochen zur Erholung auf dem Weißen Hirsch bei Dresden aufgehalten hat, trat jetzt in Begleitung seines persönlichen Adjutanten Hauptmann von der Decken auf dem Luftwege die Rückreise nach Berlin an. Zu seiner Verabschiedung hatten sich u. a. Befehlshaber des Wehrkreises IV, Generalleutnant List, und der sächsische Minister des Innern Dr. Fritz eingefunden. Dec Reichswehrminister äußerte sich bet seinem Abschied überaus befriedigt über seinen Dresdener Aufenthalt, der ihm durch tägliche ausaedehnte Spaziergänge in der Dresdener Heide besondere Erholung gebracht und ihm auch die Möglichkeit geboten habe, die Schönheiten Dresdens und seiner Umgebung zu genießen. Besonders dankbar gedachte der Generaloberst der genußreichen Stunden, die ihm der Besuch der Staatstheater, besonders der Dresdener Oper, bereitet hatten.
Der neue Königssaal des Heidelberger Schlosses.
Mit einem volkstümlichen Fest wurde der 400 Jahre alte Bandhaussaal des Heidelberger Schlosses, der im letzten Jahre durch die badische Regierung mit einem Aufwand von 150 000 Mark aus ruinenhaftem Zustand neu hergerichtet worden ist, der Oeffentlichkeit übergeben, nachdem er bisher bei den Reichsfestspielen Verwendung gefunden hatte. Der badische Ministerpräsident Köhler gab bekannt, daß der Saal, mit dessen Namen „Bandhaussaal" niemand etwas anzufangen wußte, fortan den Namen Königsaal führe, den er schon früher einmal getragen hatte. Erschütternde Bilanz der pommerschen Brandstifter- Prozesse. — Bisher 274 3ahre Zuchthaus verhängt.
Mit dem Abschluß des Prozesses gegen Walter P a p e n f u ß (Vater) ist der Höhepunkt der Stettiner Prozesse gegen die Brand st ifterbande F e ch t n e r und Genossen, die in mehreren Kreisen Pommerns zusammen mit Hofbesitzern zahllose Brandstiftungen organisiert hatten, überschritten. 26 Prozesse sind seit Ende April dieses Jahres abgewickelt worden; 8 bis 10 Prozesse stehen noch aus. Im ganzen wurden 53 Brandstiftungsfälle behandelt. 50 Personen standen in den bisherigen Prozessen unter' Anklage. Von ihnen sind 42 verurteilt und nur 8 aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Rechtskräftig geworden sind die Urteile bisher gegen 30 Angeklagte und zwar gegen 7 Brandleger und gegen 23 Be- sitzer. Geradezu erschütternd ist eine Bilanz der Strafen. Es sind bisher insgesamt 2 7 4 Jahre 9 Monate Zuchthaus, 16 Jahre 2 Monate Gefängnis und 279 Jahre Ehrverlust ausgesprochen worden. Bemerkenswert ist, daß gegen Walter P a p e n f u ß als einen der größten Organisatoren der Brandstiftungen an Einzelstrafen bisher 32 Jahre Zuchthaus und 16 Jahre Ehrverlust ausgesprochen wurden. In den pommerschen Kreisen Pyritz und Greifenhagen ist die Brandseuche so gut wie gänzlich gebannt. Im Kreise Randow ist Die Kriminalpolizei zur Zeit tatkräftig an der Arbeit, die Brandseuche zu beseitigen.
3an kiepura, die begeisterten Berliner und das lleberfallkommando.
Vor der Berliner Staatsoper Unter den Linden versammelte sich in den Abendstunden des Sonntags eine gewaltige Menschenmenge, die auf das Erscheinen des berühmten Tenors Jan Kiepura wartete. Immer wieder wurde laut der Name des Sängers gerufen und der Wunsch geäußert, Kiepura möge singen. Als der Andrang schließlich den Straßenverkehr zu behindern drohte und die Polizeibeamten angesichts der erregten Massen ihren Ordnerdienst nicht mehr bewältigen konnten, mußten zwei Wagen des Überfallkommandos alarmiert werden, um dem gefeierten Sänger den Weg von der Oper zu seinem Wagen zu bahnen. Die begeisterte Menge, die fast dreiviertel Stunden auf den berühmten polnischen Tenor gewartet hatte, zerstreute sich, als Kiepura, was ja begreiflich ist, ihren Bitten, zu singen, nicht nachkam.
Blinde Passagiere auf den heizröhren des O-Zuges. [ Von der Bahnpolizei wurden auf dem Bahnhof i Alexanderplatz in Berlin vier junge Leute wegen i Fahrgeldhinterziehung festgenommen. . Alle vier benutzten von Neu-Bentschen zur Fahrt l nach Berlin einen v-Zug, in dem sie sich auf die • unter dem Wagen befindlichen Heizkörper legten, i Wie sie selbst angeben, haben sie trotz der warmen i Heizröhren sehr gefroren. Als der Zug im Schlesi- ) scheu Bahnhof einlief, glaubten sie, die Fahrt fei beendet. Sie kamen daher aus ihren Verstecken her-
vor. In demselben Augenblick fuhr aber der Zug weiter. Da kletterten sie schnell auf das Dach des Zuges, der sie zum Bahnhof Alexanderplatz brachte. Hier wurden sie von der Bahnpolizei bemerkt und festgenommen.
Reichswehrangehörige mit dem Aulo verunglückt. Ein Toter, drei Verletzte.
In der Nähe von Quickborn (nördlich von Altona) geriet auf der Fahrt nach Hamburg ein Personenwagen mit vier Reichswehrangehörigen auf abschüssiger Straße ins Schleudern. Er prallte mit voller Wucht aegen einen Chausseebaum. Dabei wurde Der Wagen völlig zertrümmert. Von Den Insassen wurden der Oberwachtmeister Nagel getötet und der Gefreite Grogmann schwer verletzt. Der Führer des Wagens und der neben ihm sitzende Begleiter kamen mit leichten Verletzungen davon.
Thüringer Waldgemeinde von einem Grohfeuer heimgefucht.
Von einem schweren Brandunglück betroffen wurde Die im Thüringer Notgebiet liegende Wald- aerneinde Viernau, Kreis Schleusingen. Das Fabrikgebäude der Firma Friedrich Henkel brannte fast völlig nieder. Der Brand, dessen Ursache noch unbekannt ist, fand in den Holz- und Lackvorräten der Drechslerei reiche Nahrung. Mil ihr wurden wertvolle Maschinen sowie Halb- und Fertigwarenvorräte vernichtet. Das Maschinenhaus und das Büro- und Wohnhaus konnten gerettet werden. Etwa 120 Arbeiter find durch das Brandunglück zum Feiern gezwungen. Die Firma Henkel war Herstellerin von Haus- und Küchengeräten und hatte weitreichende Geschäftsbeziehungen zum Ausland.
Verkehrsunglück in Wismar. — Eine Tote, drei Verletzte.
In Wismar (Mecklenburg) ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall. Um Den Zusammenprall mit einem entgegenkommenden Lastkraftwagen zu vermeiden, fuhr Der Führer eines zweiten Lastkraftwagens, dessen Bremse offenbar versagte, auf den Bürgersteig. Dabei wurde eine Einwohnerin überfahren und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie wenige Minuten Darauf st a rb. Außerdem wurden ein Kind, eine Frau und ein Mann leichter verletzt. Der Führer Des Lastkraftwagens wurde festgenommen.
Zwei Todesopfer eines Fährbootunglücks auf der Elbe.
Auf Der Elbe bei Moritz ereignete sich Dieser Tage ein schweres Fährbootunglück. Ein auf Der Talfayrt von DresDen nach Riesa befindliches Motorfrachtschiff rammte eine mit Drei Personen besetzte Schaluppe. Durch Den Zusammenstoß kenterte Die Schaluppe, unD alle Drei Insassen fielen ins Wasser. Der 67jährige Fährmann Arnold rourDe als Leiche geborgen. Die 53 Jahre alte Selma Händel verstarb balD Darauf Im Riesaer Krankenhaus. Ein Knabe konnte sich Durch Schwimmen retten.
Kraftwagen vom Zuge erfaßt. — Zwei Tote, ein Schwerverletzter.
Der Lieferwagen Des Bäckermeisters Hartung aus Bornum bei Börßum (Braunschweig) wurde beim Ueberfafjren des nicht geschlossenen Bahnüberganges der Strecke Wolfenbüttel-Jexheim von einem Leergüterzug erfaßt und mitgeschleift. Hartung, feine Stieftochter und sein Sohn wurden schwer verletzt. Die beiden ersteren sind im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen.
ifters Fey, teil. Gesandter von ' mit dem Botschaftsrat Prinzen Erbach, dem Militärattache Generalleutnant Muff und den übrigen Mitgliedern der Gesandtschaft erschienen war, hielt die Gedenkrede, in >er er u. a ausführte:
Ein früherer Minister eines Weltreiches hat kürzlich von uns gesagt, daß es des Deutschen größte Sehnsucht sei, auf dem Schlachtfelde zu erben. Dieser Mann hat nie einen Hauch von sm Wesen der deutschen Nation verspürt, n i e chre Ideale auch nur annähernd begriffen. Bedeutet die Abkehr vom Defaitismus, hie Wiedergeburt nationalen Stolzes, Die Wie- lierfjcr Stellung der Selbstachtung einer croßen freiheitsliebenden Nation die Hinwen - jiung zu neuen Kriegen? Wenn die, die hier mi uns liegen, aus ihrem ewigen Schlaf erweckt | Mcrben könnten, dann würden sie uns heute zupfen: wir sind nicht gefallen, damit Krieg und!
hat, auch eine solche der Erziehung im Sinne geistiger und nationaler Höherentwicklung ist. Wenn es nicht Sinn und Zweck einer Volkswirtschaft sein soll, nur Güter zu erzeugen, ohne sich um Verteilung und Verbrauch zu kümmern, so ist es auch nicht Sinn und Zweck einer wahren Volks- !Gemeinschaft, nur eine Gesellschaft von Volksgenos- en zu {ein. Die wahre Volksgemeinschaft muß m i t i ch selbst wachsen, muß jedem Volksgenossen auch das Gefühl verleihen, daß es nur diele Gemeinschaft i st, die das Leben und Die Arbeit adelt. Auch Das Deutsche Feierabendwerk steht erst in Den Anfängen, ist noch nicht Vollendung, so daß sich heute noch gar nicht übersehen läßt, was Dazu beitragen kann und wird, den neuen deutschen Menschen im neuen deutschen Staat zu bilden.
Ein Lahr RS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude".
B e r 11 n, 24. Nov. (DNB.) Die D e u t s ch e Arbeitsfront schließt das erste Arbeits- und Leistungsjahr ihrer NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" am 2 7. November, 19.30 Uhr, mit einer Kundgebung in der Maschinenhalle d e r AEG. - Werke in Berlin ab. Sämtliche Gliederungen der Partei, öffentlicher Verbände und Reichsheer werden vertreten sein. Den künstlerischen Rahmen dieser Veranstaltung bietet das Musikkorps des Flottenflaggschiffes „Schleswig-Holstein", der Männerchor der Berliner Verkehrsgesellschaft und ein Sprechchor des Freiwilligen Arbeitsdienstes. Die Veranstaltung wird ab 19.30 Uhr über alle deutschen Sender übertragen und bietet durch Gemeinschaftsempfang den Grundstock zu 12 0 0 0 Ortsgruppenversammlungen im ganzen Reiche, in denen der erste Jahrestag der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" festlich begangen wird.
Richtfest an der Mangfattbrücke der Reichsautobahn.
An der Baustätte der Mangfallbrücke aus der Reichsautobahnstrecke München — Landesgrenze wurde festlich das Richtfest der 60 Meter hohen Pfeiler begangen. Nach dem herkömmlichen originellen Richtspruch des Zimmermeisters versammelten sich Arbeiter und Unternehmer in der Kantine. Hier wurde von der obersten Bauleitung mitgeteilt, daß nach einem Jahr Arbeit 11 5 0 0 A r - veits karneraden an der Gesamt st recke tätig seien. Es sei aber noch eine Fülle von Arbeit zu erledigen, um Die Strecke München — SiegsDorf bis zum EnDe Des fommenDen Jahres fahrfertig zu machen. Der Reichsstatthalter in Bayern, Ritter von Epp, gab seiner Zufneden- heit über Die EinDrücke an Der Baustelle AusDruck, gleichzeitig auch Dem Wunsche, Daß ein guter Stern über Diesem Werk walten möge, Das ein Kunstwerk Der Technik für Bayern beDeute. An Den Führer sandte Generalinspekteur Dr. T o D t folgenDes Telegramm: „MelDe Die Fertig st ellung Der 60 Meter hohen Pfeiler an Der Mangfallbrücke. Vom Richtfest grüßen Arbeiter unb Unternehmer Den Schöpfer Des Werkes, ihren Führer."
Daten für Montag, 26. November.
1822: der preußische Staatsmann Karl August Fürst von Hardenberg in Genua gestorben (geboren 1750); — 1857; der Dichter Joseph Frhr. von Eichendorfs in Neisse gestorben (geboren 1788); — 1894: der Maler Stanislaus Graf von Kalckreuth in München gestorben (geboren 1820); — 1928: Der Deutsche ADmiral ReinholD Scheer, Der Sieger in Der Skagerrakschlacht, in MarktreDwitz gestorben (geboren 1863); — 1930: Der Polarforscher Otto SverDrup In Oslo gestorben (geboren 1854)._____
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Wettervoraussage.
Mit einem neuen norDischen Sturmwirbel sind bereits in NorD- unD MittelDeutschlanD roieDer milDe ozeanische Luftmassen eingebrungen. Im ©üben unb Sübwesten bes Reiches hat sich bisher jeboch noch unter bem Einfluß bes französischen Hochbruck- gebiets, abgesehen von Nebelbilbung, heiteres Wetter mit Nachtfrösten gehalten. Die milbe Westströmung wirb zunächst noch weiter sübwärts Raum gewinnen, boch ist später, wenn auch vorübergehenb, roleber eine Zunahme bes Hochbruckeinflusses zu erwarten.
Aussichten für Dienstag: Bei westlichen Winben zunächst bewölkt unb milber, sonst befonbers im Norben unb Osten bes Bezirks auch etwas Regen, später roieber aufheiternb.
Aussichten für Mittwoch: Zunächst wieher Zunahme bes Hochbruckeinflusses mit Nebelbilbung in ben Nieberungen unb Nachtfrösten.
Lufttemperaturen am 25. November: mittags 5,9 Grab Celsius, abends —0,8 Grad; am 26. Novern- ber: morgens —2,6 Grad. Maximum 6,0 Grad, Minimum —3,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. November: abends 2,8 Grad; am 26. November: morgens 1,5 Grad Celsius.
Hauptschriftleirer: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. X. 34: 10600. Druck unb Verlag: Brühl'sche Unioersitäts Buch- unb Steinbruckeret
R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
Das große Feieradenbwerk Kraft durch r e u d e hat sich in dem ersten Jahre seines Be- 1 nnbes in ber Voraussetzung sowohl wie in ben aolgen so ausgezeichnet bewährt, wie bas nur von ; imer Schöpfung möglich ist, die mit dem inneren Nesen bes neuen Staates übereinstimmt. Der Ütarrismus hatte ber Arbeiterschaft eingebrillt, baß - i»e Arbeit nur eine Einrichtung sei, um Kapita- < fiten unb Profitjägern einen Mehrwert zu schaffen, j baß es nur Darauf ankomme, Den kapitalistischen tttaat zu zertrümmern, um Den Arbeitsertrag ge- iicht zu verteilen. Das war alles. Denn Daß Die lrbeit als solche Durch Die Zertrümmerung Ls kapitalistischen Staates in ihrem Wesen unD irrer Bebeutung gehoben würbe, barüber zer- - Sachen sich bie Marxisten nicht ben Kopf. Die Ar- :?it war eben ein Fluch ober ein notwenbiges '«del, aber bestimmt nicyt bas, was bie Arbeit j.iim Sctgen unb zum Inbegriff einer höheren Geltung macht. Es gibt keine höhere Gesittung, ohne kiß biefe Gesittung in allen Teilen erarbeitet ;m b erkämpft worben ist, wobei ber Fort- foritt offenfunbig ist, baß bie Arbeit nicht mehr Iw Pflicht unfreier Menschen, sonbern bas Vor- 1!2 ch t aller freien Menschen ist.
: Der Arbeiter im marxistischen Staat hatte eigent- Ich nur Pflichten, nämlich Beiträge zu zahlen, so- tie nach ben Vorschriften ber Partei unb ber Ge- lXrkschaften zu leben. Nirgenbwo ber Versuch, in hm Arbeiter Den Menschen unb Volksgenossen zu fpen, ber reif ist für bie Teilnahme an allen hohen irib höchsten Gütern ber Nation. Es gab kein 23er- fliinbnis bafür, baß bie Freizeit bes Arbeiters, Ur Feierabenb, nicht etwa Durch Das Be- d rfnis Des Körpers bebingt war, sich auszuruhen, (ludern ein Teil Des Lebens selbst ist, Das rcht in Nieberungen untergehen soll unb barf.
Der Nationalsozialismus menbet sich sinngemäß rocht an ben Arbeiter, sondern an Den beut« chen Menschen, so Daß die Beziehung ber Bewegung zu ben Arbeitern sich nicht darin er- sioöpst, sie in ben neuen Staat einzuordnen, sondern iselmehr die Volksgemeinschaft zum Präger dieses neuen Staates macht. Das Ihbeutet auch, daß jeder Volksgenosse ein Recht bar» auf hat, in lebendiger Wechselwirkung alles auf sich nnftrömen zu lassen, was zur Bildung der Nation chhört. Die Kraft durch Freude erschöpft ihre Auf- tabe nicht darin, für den Feierabend eine Unter- raltung zu schaffen, die Kraft durch Freude will is elmehr dem Volksgenossen bas geistige und seelische ' kein ber Nation vermitteln. Dazu genügt es nicht, I ii der Freizeit die Schaubühne ober em Konzert in besuchen, dazu ist vielmehr notwendig, daß der arbeitet auch in seinem Arbeitsraum und in seiner Äitigkeit überhaupt bas lebendige Gefühl hat, roirt- lif) ein Volksgenosse zu sein. Nicht nur in Worten, janbern erst recht in Werken, wobei nicht nur an te soziale Fürsorge zu denken ist, sondern vielmehr daran, daß der Arbeiter empfindet, daß seine ü e i ft u n g ein Segen l ft für ihn und für die ; Volksgemeinschaft.
' Was Kraft durch Freude in dem einen Jahr gelistet hat, darf nicht nur nach den rohen Zahlen t*r einzelnen Veranstaltungen sowie der Teilneh- r,er bewertet werden. Es gibt Unwägbarkeiten im toben des Einzelnen wie im Leben der Volksge- rseinschaft, die sich der statistischen Erfassung ent- zxhen Was es dem Arbeiter bedeutet, nach hartem Tagewerk sich an ben geistigen unb künstlerischen Gütern unb Errungenschaften der Nation erfreuen Md erbauen zu können, ist oft s e h r v i e l m ehr, l-s das bei oberflächlicher Betrachtung scheint. Was (i5 für den Arbeiter, was es für die Volksgemein- hoaft bedeutet, wenn ber Arbeiter In ber Urlaubs- M nicht an einen engen Bezirk gefesselt bleibt, son- t?rn Deutschlanb kennenlernt, auch bas l-ßt sich nicht nach bem Durchschnitt berechnen und bewerten. Wesentlich ist indessen, daß tne Aufgabe, tae das Feierabendwerk Kraft durch Freude zu losen
Wien, 25. Nov (DNB.) Beim Kriegerdenkmal auf bem Wiener Zentralfriebhof fanb am loten» 'nnntug bie alljährliche Helbengebenkfeier für bie hort beigesetzten r e i ch s b e u t s ch e n Teilnehmer am Weltkriege statt. Dom österreichischen Kriegsopferverbanb nahmen Gene- ulmajor Czulik in Vertretung bes Führers bes berbanbes, Ministers Fe- tA*‘
»Weich Genuß nach getaner Arbeit: Eine ALVA »RUNDE SORTE«


