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Große Saarkundgebullg in Heuchelheim.

rf. Heuchelheim, 25. Juni. Die von dem Sportverein 1920 und der politischen L e i - t u n a der NSDAP, am 23. und 24. Juni ver­anstaltete Saarkundgebung nahm einen glänzenden Verlauf und bewies in ihrer Gesamt­heit, daß die Einwohnerschaft Heuchelheims ge­schlossen hinter den Zielen des Dritten Reiches steht und einer derartigen nationalen Kundgebung einen würdiaen Rahmen zu geben weiß. Veranlassung zu dieser nationalen Feier war ein von dem Spv. 1920 getätigtes Gesellschaftsspiel zwischen der Ib- Mannschaft, des bekannten SaarvereinsBorussia" Neunkirchen und seiner I. Mannschaft.

Der Empfang der saarländischen Gäste am Samstagabend gestaltete sich schon zu einer erhebenden Feier. Die in geschmückten Au­tos in Gießen abgeholten Fußballfreunde wurden am Dorfeingang von den Organisationen der NSDAP., SA., SAR., HI., JV., BDM. und der PO. Unter Vorantritt des Trommlerkorps der Feuerwehr und der Musikkapelle des Marinesturms Wetzlar mit klingendem Spiele zu dem Vereinslokal geleitet.

Das ganze Dorf hatte sich zu diesem Empfang festlich geschmückt und überall grüßten die Haken­kreuzsahnen und die Fahnen schwarzweißrot, In dem Dereinslokal, in dem sich der größte Teil der Einwohnerschaft Heuchelheims versammelt hatte, be­grüßte zuerst der Vereinsführer Hermann Weber die erschienenen Gäste und hieß besonders die Saar­länder herzlich willkommen. Namens der Gemeinde begrüßte Pg. Bürgermeister Rinn die saarländi­schen Gäste und wies in überzeugenden Worten auf die große nationale Bedeutung dieser Feier hin. Auch die Heuchelheimer Einwohner wollten ihren Willen zum nationalsozialistischen Staate durch die Tat beweisen und diese Veranstaltung soll den Volksgenossen an der Saar zeigen, daß es für uns Deutsche keine Saarfrage gäbe, daß ganz Deutsch­land geschlossen hinter der Saar stehe und alles tun werde, um ihre Heimat von 15jähriger Schmach zu befreien und sie zu ihrem Mutterlande wieder zurückzuerobern. Kreisführer Henkel (Gießen) begrüßte die Gäste namens des Deutschen Fußball­bundes und führte aus, daß die am Sonntag statt­findende sportliche Veranstaltung nicht nur für den Sport werben solle, sondern daß sie ein Symbol sein solle für die Verbundenheit zwischen dem deut­schen Vaterlande und der Saar. Für den Fuß- ballvereinBorussia" sprach Herr Duill (Neun­kirchen) Worte des Dankes an den gastgebenden Verein und der gesamten Einwohnerschaft für den überaus herzlichen Empfang, der ihnen hier be­reitet worden sei. Er ging dann näher auf die Saarverhältnisse ein, und schilderte den Kampf, der dort unten um die Wiedervereinigung mit dem Reich geführt würde. 93 Prozent der Saarbevölke­rung sei in derDeutschen Front" vereinigt und die Rückkehr zum Reich sei für sie keine Frage der Abstimmung, sondern nur noch eine Frage der Zeit. In sein Sieg-Heil auf den Reichskanzler Adolf H i t le r, den greifen Feldmarschall von Hindenburg und auf das deutsche Vaterland stimmte alles freudig mit ein. Begeistert wurde das Deutschlandlied, das Horst-Wessel-Lied und das Saarlied gesungen. Zur Verschönerung der Feier trugen wesentlich die drei hiesigen Gesangvereine Liederkranz",Teutonia" undGermania" bei.

Ein Weckruf leitete am Sonntagmorgen die Feierlichkeiten ein. Auf dem Sportplatz fanden ab

9 Uhr leichtathletische Vereinswettkämpfe statt. Um 13 Uhr formierte sichAm Kreuz" ein

Ieslzug,

an dem wieder außer den Gästen von der Saar und dem Sportverein sämtliche Organisationen der NSDAP, sowie auch der Kriegerverein Heuchelheim in stattlicher Zahl teilnahmen; durch den festlich ge­schmückten Ort ging es auf den Sportplatz, wo Die eigentliche

Saarkundgebung

stattfand. Nachdem ein Masfenchor, bestehend aus den drei hiesigen Gesangvereinen dieMahnung" (Vesper) zum Vortrag gebracht hatte, sprach Kreis- propaganbaleiter Schmelz (Gießen). Er erinnerte an den von Müller und Bell abgeschlossenen Schand­vertrag von Versailles und schllderte den Kampf, den die NSDAP, von Anfang an dagegen geführt habe. Sie habe den Kampf um die Ehre Deutsch­lands geführt und nachdem sie an die Macht ge­kommen sei, mit dieser Parole die wunderbare Tat fertiagebracht, innerhalb eines Jahres das ganze deutsche Volk zu einigen. Wenn auch einige Mies­macher nicht gleichen Schritt halten könnten, so müßten sie von uns anderen,, die jetzt alle im gleichen Schritt marschierten, wieder in die Kolonne eingereiht werden. Adolf Hitler habe in Gera nach feiner Rückkehr aus Italien gesagt,die Zeit der Diktate sei vorbei", und habe mit diesem Satz den Versailler Vertrag zerrissen. Deutschland stehe nun wie ein Mann hinter seiner Ehre. Deutschlands Schicksal werde nicht in Ost oder West oder Süd entschieden, sondern überall da, wo Deutsche woh­nen. Die erste Etappe sei der 13. Januar 1935. Die Brüder an der Saar seien blutsverbunden mit uns. Mir glauben an das Saarland, weil wir an Deutsch­land glauben. Das Saarland werde nie ein Puffer­staat werden. Auch die französische Propaganda im Verein mit Saarmarxiften und Emigranten könne dem Glauben der Saarländer an Deutschland keinen Abbruch tun. Das Schicksal der Saardeutschen ent­scheide sich im Mutterland. Wir brauchen nur einen Glauben, eine Politik, ein Volk und einen Führer. In den am Samstagabend abgebrannten Sonnen­wendfeuern begrüße die ganze deutsche Jugend die Sonne als ewige Lebens- und Lichtspenderin. Und genau so habe das Hakenkreuz als Symbol der auf­gehenden Sonne neues Leben und Licht über Deutschland gebracht und werde es auch über das Saarland bringen.

Anschließend erscholl das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied. Von dem Massenchor wurde am Schluß noch das Lied Hoffmanns von Fallersleben Deutschland, heiliger Name" vorgetragen.

Nach Beendigung dieses offiziellen Teiles fand das Fußballspiel statt. Vor Beginn des Spieles begrüßte noch einmal Kreisführer Henkel (Gie­ßen) beide Mannschaften. Der Vereinsführer Her­mann Weber überreichte den Gästen einen Blu­menstrauß und zum Andenken an den heutigen Tag eine Plakette. Herr Duill von Neunkirchen dankte nochmals herzlich für die Aufnahme, die feine Mannschaft in Heuchelheim gefunden habe und überreichte namens feines Vereins einen Wimpel. Das Spiel nahm einen fairen Verlauf und endete mit 2:2 Toren: Halbzeit 1:0 für Heuchelheim.

Im Vereinslokal spielte anschließend die Musik zum Tanze auf und die Gäste von der Saar ver­lebten noch manche schöne Stunde im Kreise ihrer Fußballfreunde.

Oberheffen.

Oie Reichsschwimmwoche in Lich.

? Lich, 25. Juni. Die Reichsschwimmwoche wurde auch in unserer Stadt unter größter Anteil­nahme sämtlicher Formationen und Vereine sowie der Bevölkerung der Stadt durchgeführt. Da es unserer Stadt an einem geeigneten Schwimmbad mangelt, hatte in anerkennenswerter Weise die Fürst zu Solms Lichsche Standesherrschaft zur Ab­haltung des geplanten großen Schwimm­festes am gestrigen Sonntag den landschaftlich schön gelegenen Albacher See zur Verfügung ge­stellt. Nachdem bereits in der vergangenen Woche einige Uebungsschwimmen durch den Schwimm« Ortsausschuß abgehalten worden waren, wurde die gestrige Veranstaltung durch einen Festzug durch die Straßen der Stadt zum Schwimm-Fest- platz unter Führung der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Lich eingeleitet. Auf dem Festplatz hatte sich eine außerordentlich große Zahl Besucher aus Lich und der näheren und weiteren Umgebung eingefunden. Bürgermeister Geil (Lich) hielt eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: Die Forde­rungEin gesunder Geist in einem gesunden Kör­per" stehe bei der Wiedergeburt unseres Vater­landes mit an erster Stelle. Mit derselben Energie, mit der das neue Deutschland mit der verkomme­nen Geistesverfassung des vergangenen liberalisti- schen und materialistischen Zeitalters aufgeräumt habe und an ihre Stelle den volks- und pflicht­bewußten Bürgersinn fetze, gehe es daran, die Volksgesundheit zu heben und die körperliche Er­tüchtigung eines jeden Einzelnen, insbesondere die der Heranwachsenden Jugend zu fördern. Welche große Bedeutung unser Führer und Volkskanzler auf die körperliche Ertüchtigung des deutschen Vol­kes legt, zeigte der Redner an Hand einiger Ab­schnitte aus Adolf Hitlers BuchMein Kampf". Weiter wies der Redner darauf hin, daß keine fqnftige körperliche Tätigkeit oder Sport dem Wert des Schwimmsportes gleich komme. Aus dieser Er­kenntnis heraus habe ja auch das Hessische Staats­ministerium Schwimmen zum Schulpflichtfach ein» geführt und es den Gemeinden zur moralischen Verpflichtung gemacht, für entsprechende Schwimm­gelegenheiten zu sorgen. Es müsse deshalb auch in Lich in absehbarer Zeit dem Gedanken zur Errich­tung eines Schwimmbades nähergetreten werden, da der Albacher See, insbesondere für die Jugend, allzu große Umzulänglichkeiten aufweife. Nachdem der Redner noch der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Reichsschwimmwoche allen Volksgenossen die Er­kenntnis der Notwendigkeit des Schwimmenkön­nens und in Lich auch' die Erkenntnis der Not­wendigkeit eines Schwimmbades vermitteln möge, schloß er seine Ausführungen mit einem begeistert aufgenommenenSieg-Heil" auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler und das deutsche Vaterland. Anschließend wickelte sich das Programm unter der sachkundigen Leitung des Ortsausschuß­vorsitzenden Karl Volz und unter reger Anteil­nahme der Besucher ab. Wettschwimmen, Rettungs­schwimmen, Staffelschwimmen, Wasserspiele und Scherze fanden regen Anklang. Auf dem Festplatz sorgte die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Postsekretär Freitag

mit musikalischen Darbietungen für gute Unter­haltung. Das Schwimmfest kann als ein voller Erfolg für die Veranstalter gebucht werden. Es ist beabsichtigt, im Laufe der nächsten Wochen eine ähnliche Veranstaltung durchzuführen.

Nachstehend die Ergebnisse in den einzelnen Wettkämpfen:

Schwimmerinnen bis 14 Jahren (1-Bahn Brustschwimmen, 2-Bahnen beliebig): 1. Ruth Erb; 2. Maria Maidhof. Schüler bis 14 Jahren (1-Bahn Brustschwimmen): 1. Heinz Schieferstein; 2. Walter Plutzas. Schüler bis 14 Jahren (2-B. beliebig): 1. Heinz Schiefer­stein; 2. Heinz Schmidt. Schwimmerinnen 14 bis 18 Jahren (1-B. Rückenschwimmen): 1. E.lli Duphorn; 2. Hilde Eise; (2-B. Brustschwim­men): 1. Elli Duphorn; 2. Thea Walz. Schwim­mer 14 bis 18 Jahren (1-B. Rückenschwim­men): 1. Otto Karl Kahn: 2. Kurt Seipp; (2-B. beliebig): Otto Karl Kahn; 2. Kurt Seipp. Schwimmer über 18 Jahren (2-B. Brust­schwimmen): 1. Heinrich Schäfer: 2. Erich Keck. Altersschwimmen über 32 Jahren: 1. Karl Uhl; 2. Karl Insel. Staffel schwimmen: 1. SA.-Motorsturm, 2. SA.-Sturm, 32. SA.- Sturm 32.

Landkreis («heften.

cf. Heuchelheim, 25. Juni. Das diesjährige Jugendfest, das am vergangenen Samstag hier ge­feiert wurde, stand im Zeichen der Reichsjugend­wettkämpfe. Aus diesem Grunde nahmen außer den Schulen auch die Hitlerjugend und der BdM. an dem Fest teil. Bei schönstem Sommerwetter bewegte sich unter Vorantritt eines Trommler- und Pfeifer­korps sowie einer Musikkapelle ein stattlicher Fest- zug buntgekleideter und mit Kränzen geschmückter Kinder durch die. mit den Fahnen des Dritten Reiches geschmückten Ortsstraßen nach dem Sport­platz, wo unter Leitung von Rektor Kn ab die Wettkämpfe ftattfanben. Zur feierlichen Einleitung wurden vor den angetretenen Schulkindern, der HI. und BdM. die beiden Hakenkreuzfahnen gehißt. Rektor K n a b hielt eine Ansprache, in der er auf die Bedeutung des Tages hinwies und die mit einem Sieg-Heil auf den Führer schloß. Buntes, fröhliches Treiben beherrschte bald den Sportplatz. In edlem Wettstreit wurde um den Sieg gekämpft.

+ Grünberg, 24. Juni. Am Samstagabend fand hier eine Sonnwendfeier statt. Ein lan­ger Fackelzug, veranstaltet von den NS.-Derbän- den (JV., HI., BdM., SA. und SAR.), geleitet vom Spielmannszug des Jungvolkes und der Ka­pelle Horst, bewegte sich nach Einbruch der Dunkelheit durch die Stadt nach dem Wartturm? Hier folgten Gedichtvorträge und Sprechchöre durch den BdM. Während die Hitlerjugend das Lied Flamme empor" fang, wurde der mächtige Holz­stoß entzündet. Ansprachen über Sinn und Bedeu­tung des Sonnwendfeuers hielten Erwin Stein für die Hitlerjugend und Pg. Aug. S e y b o l d. Von dem hochgelegenen Wartturm aus sah man weit in der Runde noch mehrere Feuer brennen. Als Abschluß der Reichsschwimmwoche wurde am Sonntag in unserem Schwimmbade eine Schwimmoeranstaltung abgehalten. Nach

einer Ansprache von Bürgermeister Dr. M i l d n e r über den Zweck der Veranstaltung fanden unter Leitung der beiden Schwimmwarte des Turnver­eins, Otto M a 11 h i e s und Kurt Wenzel, fchwimmfportliche Vorführungen statt: die einzel­nen Arten des Schwimmens, Springen, Tauchen, Rettungsübungen u. a. Die vielseitigen Hebungen erregten allgemeines Interesse; besonderen Anklang and ein von der Jugendabteilung gezeigtes Reigen- chwimmen, das mit einem großen Hakenkreuz ab« chloß. Während der Vorführungen konzertierte die Kapelle Horst. Die Stadtverwaltung hatte für die Veranstaltung den Besuch des Bades freigegeben.

)( Graßen-Linden, 26. Juni. Heinrich Größer und Ehefrau Christine, geb. Müller, so­wie Heinrich R e u s ch und Ehefrau Maria, geb. Faber, feiern am morgigen Mittwoch silberne Hochzeit.

X Wieseck, 25. Juni. In würdiger Weise be­gingen am Samstagabend die NSDAP, und ihre Gliederungen am Grünen Weg die Sonnenwend­feier. Auf dem Platze war ein mächtiger Scheiter­haufen errichtet worden. Nach einleitendem Gesang der SA. eröffnete Ortsgruppenleiter Karl Euler die Weihestunde und erteilte das Wort dem Kreis­presseamtsleiter Pg. A. Michel- Gießen. In mit­reißenden Worten verstand es der Redner aus­gezeichnet, der überaus großen Zuhörerschaft ein treffendes Bild über den Sinn und die uralte Beoeutung dieser Feier zu zeichnen. Starken Ein­druck hinterließ es, als der Redner von den Hinder­nissen und Schwierigkeiten sprach, unter denen kleine Gruppen der Nationalsozialisten in den letz­ten Jahren Sonnenwende feierten. Hierauf loderten während dem Feuerspruch eines Hitlerjungen die Flammen weit hinein in das Lahntal, von dessen Höhen man überall die Feuer unserer deutschen Volksgenossen brennen sah.

X Wieseck, 26. Juni. In begrüßenswerter Weise hat in der letzten Zeit die Gemeinde- und Forstverwaltung an den schönsten Punkten unseres Gemeindewaldes, vor allem auch am Hangelftein, eine größere Anzahl Ruhebänke auf- stellen lassen und so berechtigten Wünschen der Besucher Rechnung getragen.

3 Lollar, 24. Juni. Anläßlich des 5. D e ut - schen Liedertages veranstaltete der hiesige Turn - und Gesangverein, einer der älte­sten Gesangverein der Umgegend, auf dem Platz vor der Schule ein Konzert. Die Veranstaltung war zugleich als Saarkundgebung gedacht. Der Vereinswalter H a r b u s ch betonte in einer An­sprache zunächst, daß der Verein seit Einführung des Deutschen Liedertages vor fünf Jahren den­selben alljährlich durch ein Platzkonzert begangen habe. Sodann gedachte er der Brüder an der Saar. Ihnen war das deutsche Lied Trost und Stärkung \* der schweren Zeit der Fremdherrschaft. Wir Sän­ger all können die Stunde kaum erwarten, wo wir mit unseren befreiten Brüdern an der Saar in ihr Jubellied einftimmen können. Mit einem Sieg-Heil auf Vaterland und Führer beschloß er seine eindrucksvollen Worte. Hierauf trug der Ver­ein eine Stunde lang in ausgezeichneter Weife Männer-, Frauen- und gemischte Chöre vor, die dankbare Zuhörer fanden und sicher für das deutsche Lied geworben haben.

* Daubringen, 25. Juni. Bei dem schweren Gewitter, das sich am Montagnachmittag auch über der hiesigen Gemarkung entlud, wurde der etwa 60jähriqe Eisenbahnbeamte i. R. Wilhelm Michel, vom Blitz erschlagen. Der alte Mann arbei­tete auf dem Felde und wollte gerade einen Unter­

schlupf in der Nähe des Steinbruchs suchen. Als er dabei frei über die Wiese ging, wurde er vom Blitz getroffen und anscheinend sofort getötet.

# Hunaen, 24. Juni. Am gestrigen Abend fand auf Dem (Balgenberg eine eindrucksvolle Sonnwendfeier statt, an der sämtliche Orga­nisationen der NSDAP, geschlossen teilnahmen. Auf der südwestlichen Anhöhe wurde ein von der Hitlerjugend aufgebauter mächtiger Holzstoß ange­zündet, während angesichts der auflodernden Flammen Jungens und Mädels Sprüche und Lie­der erklingen liehen. Pg. Hesse wies in kraft­vollen Worten auf die Bedeutung der Sonnen­wende hin, die insbesondere ein Fest der Jugend sei. Sie gerade sei es, die dereinst das Erbe anzu­treten habe, das in diesen Jahren unter Blut und Opfern errungen werde, und sie müsse sich dessen immer bewußt bleiben, in welch großem Maße jeder einzelne an dem Aufbau unseres Vaterlandes über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinaus verpflichtet fei. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und das Dritte Reich fand die Feier­stunde ihren Ausklang.

§ Aus der nördlich en Wetterau, 25. Juni. Infolge des trockenen hochsommerlichen Wetters ist die Heuernte rasch beendet worden. Der Ertrag ist um mehr als die Hälfte hinter der vor­jährigen Ernte zurückgeblieben. Feuchte Wiesen er­brachten einen knappen Mittelertrag. Trockene Gras­nutzungen dagegen wiesen zwar Heu von vorzüg­licher Qualität, aber mengenmäßig sehr wenig auf. Die anhaltende Trockenheit ist durch bis jetzt seit Wochen nur einmal durch einen geringen Gewitter­regen unterbrochen worden. Infolgedessen sind alle Kulturgewächse im Wachstum stark zurückgeblieben. Zwar hat das Korn seine normale Länge erreicht, aber schon ist es abgestorben und geht einer Not­reife entgegen. Auf trockenen Aeckern hat es be­reits eine vorgeschrittene Reifefarbe erhalten. Die Korner konnten sich nicht genügend entwickeln. Der stark ausgewinterte Weizen steht in Blüte und zeigt schon abgestorbene Blätter. Vielfach zeigen frühe Sorten schon ein gelbes Aussehen. Die ersten Frühkartoffeln find geerntet. Gegenwärtig wird der Zentner Kartoffeln neuer Ernte mit 7 bis 7,25 Mk., Kartoffeln alter Ernte mit 6 bis 6,10 Mark ge­handelt. Auch die Spätkartoffeln beginnen bereits zu blühen. Ein durchweichender Reaen ist dringend notwendig, besonders auch für unsere Obstbäume, die schon massenhaft die Früchte fallen lassen. Die Kirschen konnten sich nicht genügend entwickeln. Der zweite Kleeschnitt fehlt völlig. Die kleineren Betriebe müssen schon frisches Heu füttern.

Kreis Schotten.

y. © d) o 11 e n, 25. Juni. Die Sonnenwende wurde am vergangenen Samstag von unserer Stadt festlich begangen. Um 21 Uhr zog ein statt­licher Zug von der Schule auf den Bockzahl, eine alte geweihte Stätte, die schon in altgermani-scher Zeit zu Feiern und Things benutzt wurde. Der Männerchor trug mehrere schwungvolle Lieder vor, Ortsgruppenleiter Z e s ch k y begrüßte die große Zahl der Teilnehmer. Ein gewaltiger Holzstoß wurde entzündet und das LiedFlamme empor" begeistert gesungen. Regierungsrat Schwan hielt eine gehaltvolle Feuerrede, die in einem Treue­schwur für den Führer ausklang. Das Horst-Wessel- Lied beschloß die eindrucksvolle Feier. Gegenüber auf dem Galgenberg brannte die Jugend ihr Sonn­wendfeuer ab. Ringsum auf den Bergen flammten die verschiedenen Feuer der umliegenden Gemein­den auf.

SJL-tfpont

Gießener Ruderer auf der Koblenzer Regatta.

Zum ersten Mal in diesjähriger Saison starteten Jungruderer der Gießener Rudergesellschaft 1877 und der Renngemeinschaft Gießener Ruderge­sellschaft 1877 und Verein Rudersport 1913 auf vorgenannter Regatta. Die Mannschaften gingen nicht gerade unter den günstigsten Vorbedingungen an den Start, ein Ruderer litt an einer Magen­verstimmung, ein anderer kehrte am Vortage der Regatta von einem achttägigen Schulungskurs zu­rück. Reichte es diesmal auch noch nicht zu einem Siege, so läßt das günstige Abschneiden für die folgenden Regatten noch Gutes erhoffen. Nach­stehend die Resultate:

Anfangsvierer: 1. Vorlauf: 1. Köln, RV. 1877, 7:27,5, 2. Koblenz, RG. 1921, 7,37 Min.

2. Vor lauf: 1. Kreuznach, RV. 1876, 7:17.5, 2. Gießen, RG. 1877, 7:21,5 Min.

Zum Hauptrennen qualifizierten sich: Köln 77, Kreuznach und Gießen.

Nach dem Startzeichen fetzt sich Kreuznach im Jnnenbogen sofort an die Spitze, doch passierten die drei Boote die 500 Meter-Linie auf gleicher Hohe. Die Gießener, auf dem Außenbogen liegend, versuchten, durch Spurten die Führung zu er­langen, doch werden die Angriffe von der überaus kräftigen Kreuznacher Mannschaft abgeschlagen und die Boote passierten die Ziellinie in folgender Reihe: 1. Kreuznach, 7:17,9, 2. Köln 77, 7:20,2, 3. Gießen 7:22,8 Min.

Auch am Sonntag im Dorlauf zum Jung­mannvierer unterlag die Mannschaft nur knapp gegen die vorzüglichen Kölner 77er und Bon­ner Rudergesellschaft. Die Zeiten des Hauptrennens gleichen denen des zweiten Vierers: 1. Köln 77, 6:41,2, 2. Ruderriege Essen, 6:53,2, 3. Bonn, 6:56 Minuten.

Der dritte Achter gestaltete sich zu einer Sturmfahrt. Gegen Schluß der Regatta fetzten heftige Gewitterböen ein und das letzte Rennen der dritte Achter endete mit vollgeschlagenen Boo­ten. Vom Start ab fetzt sich Gießen an die Spitze, dichtauf folgte Bonn und eine Länge zurück Köln 31. In dieser Reihenfolge werden die 1000 Meter pas­siert und Dann übernahm das Gießener Boot starke Wellen. Die zwei anderen Boote suchten das schützende Ufer auf. Die Boote passierten in fol­gender Reihenfolge das Ziel: 1. Bonner Ruder- gesellschaft, 2. Köln 31. Die Gießener gaben bei 1500 Meter auf, da das Boot voll Wasser war.

Oie Preisverkündigung

des Oeutschlandfluges 1934.

Auf dem Abschiedsessen, das die Teilnehmer an dem Deutschlandflug 1934 am Sonntag im Mar­morsaal anläßlich der Preisverkündung vereinte, nahm der Präsident des Deutschen Luftsportver­bandes L o e r z e r das Wort. Er gedachte mit großer Anerkennung der an diesen vier Tagen voll­brachten Leistungen. Es habe sich entsprechend dem Willen des Reichsluftfahrtministers nicht darum ge­handelt, Einzelleistungen, Starleistungen zu voll­bringen, sondern Gemeinschaftsleistungen. Bei die­sem Fluge hätten sich die Früchte der Arbeit des

vergangenen Jahres gezeigt. Er selbst habe durch seine Teilnahme an dem Fluge Gelegenheit gehabt, allenthalben in Deutschland festzustellen, daß es nur eine Stimmung des Urteils gab, nämlich Bewunde­rung und Erstaunen über das, was in so kurzer Zeit möglich geworden sei. Das sei schönster Lohn und höchste Anerkennung für alle Teilnehmer an diesem Kampf.

Ergebnisse des Wettbewerbes

1. (Buppe Hannover: 2. Württemberg; 3. Ober- schlefien: 4. Mannheim; 5. Hessen-Darm- jtabt; 6. Oberbayern; 7. Berlin Gruppe Geyer; 8. Berlin Gruppe Christiansen; 9. Bremen; 10. Gruppe Berlin, Angehörige der Lufthansa: 11. Danzig-Langfuhr; 12. Königsberg; 13. Hamburg- Altona; 14. Ruhr-Niederrhein; 15. Berlin Gruppe Seger; 16. und 17. Berlin Gruppe Mohn; 18. Dresden: 19. Osnabrück; 20. Magdeburg; 21. Düsseldorf.

Oie Reichsjugendwettkämpfe der schulentlassenen Lugend.

Angetreten waren 90 Jugendliche, die in drei Altersklassen, auf sechs Riegen verteilt, die Kämpfe bestritten. Gedankt sei an dieser Stelle dem Ba­taillon, das in der fünften Altersklasse 30 Wett­kämpfer stellte Die Leistungen waren zum Teil sehr gut. Hervorgehoben sei der Kugelstoß von Schütze Hermann, 2/15, mit 14,84 Meter. Hermann erreichte im Weitsprung 6,08 Meter. Schütze Hill. 2/15, lief die 100 Meter in 11,7 Sek. Auch die Rahmenwettbewerbe waren sehr span­nend. Die 4X100-Meter-Staffel gewann der Män­nerturnverein vor der HI. Das Handballspiel der Gießener Vereine gegen Reichswehr konnte letz­tere infolge besseren Schußvermögens und besseren Zusammenspiels verdient mit 7:3 gewinnen. Das Fußballspiel VfB.«Reichsbahn gegen Spogg. 1900 sah 1900 mit 3:0 erfolgreich.

Siegerlifle.

Altersklasse 3 (Jahrgang 1918/19): 1. Kley, Mtv., 67; 2. Möll, VfB., 58; 3. Kirchner, 1900, 56; 4. Eger, Mtv., 51; 6. Friedrich, 1846, und Kra­mer, VfB., 47; 6. Stephan, 1846, und Thierfeld, HI., 45; 7. Reiber, 1846, Wiegand, 1846, Walter, Mtv., 43; 8. Schwöbei, HI., 42 Punkte.

Altersklasse 4 (Jahrgang 1916/17): 1. Schä­fer, Mtv., 50; 2. Rosenbach, 1900, 48 Punkte.

Altersklasse 5 (Jahrgang 1915 und älter): 1. Schütze Hermann, 2/15, 67; 2. Schütze Hill 2/15, 65; 3. Schütze Berg, 2/15, und Schütze Möbus, 3/15, 57; 4. Schütze Bungart, 2/15, 52; 5. Schütze

irdie

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mild, leicht »chöumend, ganz wundervoll Im Geschmack.

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