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pel zu bauen, sondern um ein deutsches auf alle Ewigkeit zusammenzuschliehen Pech und Schwefel. (Lebhafter Beifall), verlangen, daß man von uns nicht aufs fordert, daß wir uns trennen sollen von

Volk wie wir neue dem.

Englands Aufrüstung.

AufdenFehlschlag inGenf zurückzuführen"

London, 25. 3unL (DRB.Fuukspruch.) (Ein Sonderkorrespondent desDaily Telegraph" schreibt: Erweiterungsprogramme für Heer, Flotte und Luftwaffe werden gegenwärtig von der britischen Regierung erwogen. Jedes die­ser Programme bringt eine wesentliche Er­höhung der nationalen Aufgaben mit sich. Wenn die vorgelegten Pläne unverändert angenommen werden sollten, so würden die Gesarntkosten bei weitern die Summe über st eigen, die das Land gegenwärtig für diese Zwecke ausgeben kann. Die Regierung wird daher darüber zu ent­scheiden haben 1. welche Gesamtsumme für die na­tionale Verteidigung verfügbar fein soll, 2. wie diese Summe auf die drei Waffengattungen zu ver­teilen ist. Die Entscheidung wird schwerlich bis zur Zeit der Vorbereitung der nächstjährigen Vor­anschläge aufgeschoben werden, sondern dürfte im Laufe dernächsten Wochen fallen. Die Rot­wendigkeit der Erhöhung der Wehrausgaben ist auf den Fehlschlag in Genf zurückzuführen.

Der Führer verfolgt vom Oberschberg aus den DeuWandflug.

Rudolf Heß an die Führer -er HL

Der Stellvertreter des Führers zeigt die Aufgaben der jungen Führer.

können uns heute, nachdem uns einmal dieses Ge­setz bekannt geworden ist, nicht mehr von ihm lösen. Wir sehen nicht nur auf die Gestalten Widukinds und Heinrichs des Löwen. Es erscheinen vor unse­ren Augen auch jene Gestalten, die deutsche Sitt­lichkeit und deutsche Naturoerbundenheit in grauer Vorzeit als Göttergestalten schuf. Wir lieben diese Gestalten und verwahren uns gegen jene ewig Un­verbesserlichen, die sagen, wir wollten neben die gotischen Dome Wotanhallen bauen. Darauf haben wir nur eine Antwort:

Wir haben nicht gekämpft, um heidnische lem-

roas unseren Vätern heilig und edel war. ((Er­neuter Beifall). Wie wir keine Tempel bauen wollen gegen die christlichen Kirchen, so wollen wir auch keine Walhalla als Ersah für den christlichen Himmel. Aber eins wollen wir: (Es soll sich dieser christliche Himmel wölben über einer freien deutschen Erde (Lang anhaltender Beifall), und diese (Erbe wird nur frei sein, wenn ein einiges Volk dasteht, das auf dieser (Erbe sich seiner Schicksalsv'erbunbenheit auf ewig bemüht ist, unb barum wollen wir nicht, bah biefes Volk in Konfessionen auseinanber- geht, fonbem bah es sich zusammenfinbet.

Der Minister verwies bann auf seine vor zwei Wochen gemachten Ausführungen, die den un­nützen Kampf beenden sollten, und wiederholte, man möge den letzten Schritt tun und das Kreuz in der Kirche unb das Hakenkreuz auf dem Thingplatz und dem Sportplatz herrschen lassen. Dort, wo wir weltanschaulich die deutsche Zukunft und die deutschen Menschen zusammen­bringen können, da dürfen sie nicht voneinander getrennt werden.

Kein Stahl Streik in Amerika ?

90% der amerikanischen Stahlarbeiter gegen den Streik.

Neuyork, 25. Juni. (DNB.-Funkspruch.) Das American Iran and Steel Institute" weist darau hin, daß der geplante Stahlstreik angesichts der Abstimmungsergebnisse über die Drganifations- frage bei den großen Stahlwerken äußer st un­wahrscheinlich ist. Bon 214 000 Arbeitern stimmten 90 o. h. zugunsten der Betriebs­gewerkschaften und somit gegen den von der American Federation of Labor begünstigten allgemeinen Metallarbeiterverband.

Braunschweig, 25. Juni (DNB.) Die Kund­gebung bei der Burg Heinrichs des Löwen in Braunschweig gestaltete sieb zu einem machtvollen Abschluß des in Verden (Aller) am Samstag be­gonnenen Niedersachsentages. Nach offizi­eller Begrüßung durch den Gauleiterstellvertreter, Schmalz, uno dem Niedersachfenlied sprach zu­nächst Reichsleiter Alfred Rosenberg, der den Kampf des deutschen Volkes um seine Wieder­besinnung auf sein ureigenes Wesen als die gerechte Bewertung der geschichtlichen Persönlichkeiten und der Tatsachen darlegte.

Neichsminister Rust

erinnerte einleitend an das genau vor zehn Jahren in Braunschweig veranstaltete Sonnenwendfeuer und erklärte: Wir hatten damals schon Tage feier­lichen Rückblicks auf Zeiten uralten germanifd)en Vorlebens und gingen dann wieder m die Ver-

Reichsminister Rufi über -ie deutsche Gchicksalsverbundenheit

Wir wollen nicht, daß dieses Volk in Konfessionen auSeinandergeht."

Barthou in Belgrad.

Belgrad, 24. Juni. (DNB.) Der französische Außenminister B a r t h o u traf am Sonntag um 7.15 Uhr mit dem DonaudampferAlexander , der ihm bis Orsawa entgegengefahren war, in Bel­grad ein. Ministerpräsident Uzunowitsch be­grüßte ihn an der Spitze sämtlicher Kabinettsmit­glieder. Begrüßungsansprachen wurden jedoch nicht gewechselt.

Ainring benachrichtigt wurde, beobachtete den Ver­lauf des sich über mehrere Stunden erstreckenden Gebirgsfluges mit großer Aufmerksamkeit und äußerte sich sehr befriedigend über die ge­geigten Leistungen.

Inzwischen hatte sich auf dem Oberfalzberg in unmittelbarer Nähe des Hauses Wachenfeld eine nach Taufenden zählende Zuschauer- menge eingefunden, die dem Führer begeisterte Kundgebungen bereitete. Während einer Flugpaufe begrüßte der Führer die aus allen Gauen des Rei­ches zusammengekommenen Volksgenossen, die be­geistert das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied anstimmten. Um 15 Uhr nachmittags traf Flug­kapitän Ritter v. Gruny, der Führer der zwei­ten Untergruppe, mit feinem Stabe am Haus Wa­chenfeld ein und überbrachte dem Führer einen riesigen Strauß gelber und roter R o - s e n, von denen jede von einem der teilnehmenden Flieger während des Deutschlandfluges m i t ge­führt worden war und die man zu einem Strauß mit roten und blauen Bändern vereinigt hatte. Die mit dem Hakenkreuz und den Fliegerabzeichen geschmückten Bänder trugen die Aufschrift: I n Dankbarkeit und Verehrung, die Teil­nehmer des Deutfchlandfluges 1934 dem Führer. Deutscher Luftspvrtverband. Der Führer dankte und unterhielt sich dann längere Zeit mit den Fliegern der Untergruppe.

sollte Großbritannien auf feben Fall a b r ü ft e n, ohne sich um die Haltung der anderen Mächte zu kümmern, und sollte fein Vertrauen in einePolitik internationaler Rechtschaffenheit" fetzen. Halbmast am Tag von Versailles.

Berlin, 23. Juni (DNB.) Die Reichsregierung hat angeordnet, daß zum Zeichen der Ab­lehnung des vor 15 Jahren befchlof- fenen Diktats von Versailles und zum Ausdruck der Trauer, daß das deutsche Volk noch ilnmer unter dem harten Druck dieses Diktats steht, am Donnerstag, 28. Juni 1934, sämtliche Dienstgebäude des Reiches, der Länder, der Gemeinden sowie die Gebäude der Körperschaften des öffentlichen Rechts und der öffentlichen Schulen halbmast flaggen. Diese Anordnung wird hiermit den Behörden amtlich mit dem hinzufügen bekanntgegeben, daß eine schriftliche Mitteilung der Anordnung an sie nicht ergeht.

Gedenktafeln für preußische Truppenführer.

Weihe in der Ruhmeshalle des Zeughauses

Berlin, 24. Juni. (DNB.) In der Ruhmeshalle des Berliner Zeughauses erfolgte Sonntag die feier­liche Einweihung der Gedenktafeln für die im Welt­kriege gefallenen Kommandeure selbständiger preu­ßischer Truppenteile. Der Feier wohnten neben den Angehörigen der Gefallenen Reichswehrminifter Generaloberst v. B l o m b e r g, Vertreter des Reichs­innenminister. bzw. des preußischen Ministerpräsi­denten Göring, Ministerialdirigent Dr. Doehle vom Büro des Reichspräsidenten, Vertreter der übrigen Reichs- und Länderministerien, zahlreiche höhere Offiziere der alten und neuen Wehrmacht, Führer der SA. sowie Vertreter der Landespolizei Göring, des Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpfer­bundes, des Reichskriegerbundes Kyffhäufer und des Reichsverbandes Deutscher Offiziere bei. Unter den zahreichen Ehrengästen bemerkte man den Chef der Heeresleitung General der Artillerie Freiherr von Fritsch, General Wecke von der Landes- polizei-Jnspektion Berlin-Brandenburg und Gene­ralfeldmarschall von Mackensen.

Nachdem eine Ehrenkompanie der Reichs- wehr mit zwölf Fahnen und ein SA. - Ehren - ft u r m mit den Blutfahnen von sieben Berliner Stürmen um den Altar herum Aufstellung genom­men hatten, leitete ein Choral der Reichswehr- kapelle die Weihestunde ein. Nach einer Weiherede des evangelischen und des katholischen Feldbischofs der Wehrmacht nahm Reichswehrminister General­oberst von Blomberg die Weihe vor. Er verlas eine Botschaft des Reichspräsidenten, des General­feldmarschalls von Hindenburg, die mit den Worten schloß: Unser heutiges Deutschland, in dem der Sinn für Heldentum wieder erwacht ist und das soldatische Haltung zu würdigen weiß, grüßt feine gefallenen Führer und ehrt in ihnen Den deutschen Soldaten des Weltkrieges. Mit den Angehörigen des Reichsverbandes Deutscher Offiziere, deren Anregung diese Ehrung der gefallenen Kame­raden zu danken ist, weiß ich mich eins im Ge­fühl d e r Dankbarkeit und Treue gegen­über diesen Toten, deren Namen fortan in der Ruhmeshalle des Zeughauses verewigt werden und im Herzen des deutschen Volkes fortleben sollen."

Generalmajor von der Goltz übergab darauf die Tafeln in die Obhut des Staatssekretärs Kör­ner als des Vertreters des preußischen Minister­präsidenten mit einer Ansprache. Staatssekretär Körner übernahm die Tafeln namens des Mini­sterpräsidenten in feine Obhut. Das Lied vom guten Kameraden, das Lied der Deutschen und das Sturmlied horst Wessels schlossen die Weihestunde.

Anschließend erfolgte ein Vorbeimarsch der Reichswehr, der SA. und des Kyffhäuserbundes. Vom Reichswehrminifter wurde dann ein Lorbeer- kränz der Wehrmacht in den Farben der Reichs­kriegsflagge und ein Eichenkranz des Infanterie­regiments Feldmarfchall von Hindenburg am Ehrenmal niedergelegt.

die Gesamtheit. Das Gegengewicht sei Disziplin, die Zucht. Es sei notwendig, daß bei aller Frei­heit der Mensch einen Spritzer Preußentum in seinem Blute habe. Preußentum bedeute noch nicht Kasernenhof, Preußentum im besten Sinne an sich habe der Führer, Preußentum sei Härte sich selbst gegenüber. Preußentum töte keines­

wegs den Geist.

Strenge Disziplin, geboren aus der Liebe zum Führer, müsse die Jugend be­herrschen. Zur Disziplin gehöre auch Verschwie­genheit. Aus der Schwatzhaftigkeit sei unserem Volke schon viel Schaden entstanden. Wenn die Jugend nicht das Schweigen lerne, im Alter wäre es erst recht nicht möglich. Selbstverständlich sei auch eine Disziplin gegenüber dem Körper und der Seele zu fordern. Nur wenn die Seele der Kommenden rein sei, könne auch die Seele des Volkes rein fein.Wir", fuhr Rudolf Heß fort,die wir jung geblieben find, und ihr, die ihr jung seid, wollen gemeinsam schaffen fürbas neue Reich, das in vielem anders aussehen wird, wie mir es heute sehen."

In das dreifache Sieg-Heil auf den Führer stimm­ten die Teilnehmer dieser eindrucksvollen Kund­gebung mit Heller Begeisterung ein. Das Horst- Wessel-Lied beschloß die Führertagung. Durch die flaggengeschmückten Straßen begab sich der Stell­vertreter des Führers unter dem Jubel der spalier- bildenden Menschen nach Duisburg.

Obersalzbera, 24. Juni. (DNB.) Reichs­kanzler Adolf Hitler, der sich am Samstag­abend in Begleitung feines Adjutanten, Gruppen- ührer Brückner, und des Reichspreffechefs der llSDAP. Dr. Dietrich nach Haus Wachen­eid auf dem Obersalzberg bei Berch­tesgaden beaeben hatte, verfolgte am Sonntag von der Terrasse seines Hauses aus mit größtem Interesse die Flualeistungen der Deutschlandflieger im Gebirge. Als Beauftragter des Deutschen Luft­portoerbandes war Flugkapitän Bieber an­wesend, der die Grüße des Präsidenten Loerzer überbrachte und dem Führer über Einzelheiten des Fluges Bericht erstattete.

Gegen 9.30 Uhr erschien d i e erste Flugstaf - e l des Deutschlandfluges, vom Flugplatz Ainring bei Reichenhall kommend, an der Wendemarke am Lockstein bei Berchtesgaden und nahm von dort aus Kurs zurück durch das Achental. In majestä­tischem Flug bei strahlendem Sonnenwetter folgt Staffel auf Staffel und zog vorbei an dem Felsenriesen des hochkalter und der Reiteralpe durch die herrlichen Täler des Berchtesgadener Landes. Auf dem grünen Hintergrund der Täler und be­waldeten «höhen waren die Maschinen vom Haus Wachenfeld aus weithin sichtbar. Der Führer, der von einer telephonischen Verbindungsstelle der Lei­tung des Deutschlandfluges jeweils über den Start der Maschinen von den Flugplätzen Prien und

M ü l h e i m, 24. Juni. (DNB.) Auf einer Füh­rer tag u na der Hitlerjugend des Bezirkes Niederrhein-Nuhr in der Stadthalle in Mülheim- Ruhr empfingen Fanfarensignale und Chorgesang den Stellvertreterdes Führers und den Gauleiter, die mit begeistertem Jubel begrüßt wur­den. Gebietsführer D e i n e r t meldete Rudolf Heß die Führer von 200 000 hitlerjungen und BdM. von Ruhr und Niederrhein. Keine Grenzen kannte die Begeisterung, als sich der

Stellvertreter des Führers Rudolf Heß

in eindringlicher Rede an die versammelten Führer der HI. wandte. Er begründete die enge Ver­bundenheit zwischen der HI. und der Gesamt­bewegung. Das könne auch nicht anders fein; denn die Jugend der Bewegung fei das Werdende der Bewegung wie das Werdende des Volkes. Diejeni­gen täuschten sich, die glaubten, einen R i ß zwischen der Jugend und den Aelteren feftfteüen zu können. Immer sei die Jugend radikaler gewesen, und immer habe sie mehr Schwung gehabt.

Pflicht der jungen Führer aber sei es, mit großem Feingefühl und feinem Abwägen Füh­rer der Jugend zu sein, dafür zu sorgen, daß dieser Schwung nicht Schaden leide, auf der anderen Seite aber auch abzuwägen, wo die Grenzen seien, daß nicht Schaden entstehe für

Sin neuer Bischof von Hildesheim.

DNB. Rom, 23. Juni. Papst Pius XI. hat den Professor des Priesterseminars in Hildesheim, Dr. Joseph Machens, auf den verwaisten Bischofs- ftuhl von Hildesheim berufen. Professor Dr. Machens ist 1886 in Hildesheim geboren. Nach Absolvierung des Gymnasiums bezog er die Universitäten von Innsbruck, Bonn und Münster und vollendete seine Studien am bischöflichen Priesterseminar in Hildes- heim. 1911 wurde er zum Priester geweiht. 1919 promovierte Machens in Münster zum Doktor der Theologie und kam 1920 als Professor an das Bischöfliche Priesterseminar nach Hildesheim. Dr. Machens ist seit mehreren Jahren Domprediger in Hildesheim.

gssäle, um uns mit dem Marxismus und

Spießgesellen auseinanderzusetzen. Die Symbole, die wir hatten, ehe Hitler aufstand.

Die Führer der Betriebe werden vielmehr im 23er- trauensrat zu prüfen haben, wie weit ihre lieber- nähme den Bedürfnissen des Betriebes entspricht. Abgesehen von den Treuhändern der Arbeit steht niemandem ein Einfluß auf die Gestaltung der Betriebsordnungen zu. Jeder Be­triebsführer nutze 'Dal)er die nochmals gewährte Zeitspanne zum baldigen Erlaß einer eigenen Betriebsordnung aus.

Die Fristverlängerung für den Erlaß von Betriebs­ordnungen bedingte noch eine weitere Terminver­legung. Nach einer Anordnung des Reichsarbeits­ministers vom 28. März 1934 gelten die am 30. April 1934 laufenden W e r k - (F i r m e n-) Tarifverträge noch bis zum 30. Juni 1934 als Tarifordnung weiter, soweit sie nicht schon vor- her durch eine Betriebsordnung (Dienstordnung) oder durch Anordnung des Treuhänders aufgehoben werden. Eine neue Anordnung des Reichsarbeits- minifters spricht nunmehr ihre W e i t e r g e 11 u n g bis zum 30. September 1934 mit der vor­genannten Einschränkung aus.

Zwei Verordnungen des Hessischen Staatspolizeiamts.

Religiöse Beilagen und öffentliches Auf­treten konfessioneller Jugendverbände verboten.

LPD. Darmstadt, 24. Juni. Das hessische Staatspolizeiamt teilt folgendes mit: Auf Anord­nung des Herrn Staatsministers wird auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 folgendes bestimmt: Tageszeitungen, die im Gebiet des Landes Hessen gedruckt und verlegt werden, dürfen keine religiösen Bei- lagen haben. Zuwiderhandlungen gegen die An­ordnung werden nach § 4 der Verordnung des Reichspräsidenten vorn 28. Februar 1933 bestraft.

Auf Anordnung des Herrn Staatsministers wird auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichs­präsidenten zum Schutz von Volk uno Staat vom 28. Februar 1933 für das Gebiet des Landes Hes­sen im Interesse der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung den Angehörigen der ton- feffionelen Jugendverbände bis auf weiteres untersagt: 1. Jedes geschlos­sene Auftreten in der Öffentlichkeit. 2. Das öffentliche Tragen von Bundestracht oder von Abzeichen, die sie als Angehörige konfessionellerJugendorganisationen kenntlich machen. Unter dieses Verbot fällt auch das Tragen von Bundestracht oder zur Kluft gehöriger Kleidungs­stücke und Abzeichen unter Verdeckung durch Zivilkleidungs stücke (z. B. Mäntel), sowie jede sonstige einheitliche Kleidung, die als Ersatz für die bisherige Bundestracht anzufehen ist. 3. Das Mitführen oder Zei­gen von Wimpeln oder Fahnen in der Öffentlichkeit. 4. Das öffentliche Vertreiben von Preffeerzeugniffen konfessioneller Jugendverbände (Jugendzeitungen, Jugendzeitschrif­ten, Flugblätter). 5. Jede sportliche oder g e ländesportliche Betätigung innerhalb konfessioneller Jugendverbände, hierunter fällt auch das gemeinsame Wandern und die Errichtung von Gruppenlagern. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden nach § 4 der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 28. Februar 1933 be­straft. Die Anordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Wegen DerdachtsdervolkSschädigenden Untreue in das Untersuchungs­gefängnis eingeliefert.

Die Justizpresse stelle Berlin teilt mit: Der Vernehmungsrichter beim Amtsgericht Berlin hat gegen den Generaldirektor und Oberbürgermei­ster a. D. Dr. jur. Kurt Woelck Haftbefehl erlas­sen, weil der Beschuldigte dringend verdächtig ist, sich in den Jahren 1932/33 des Verbrechens der volksschädigenden Untreue schuldig ge­macht zu haben. Wölck, der geschäftsführen­des Vorstandsmitglied des Deutschen Buchdruckervereins war, soll erhebliche Geld­beträge aus dem Vermögen des von ihm verwal­teten Vereins unberechtigt entnommen haben. So wird ihm vorgeworfen, er habe angebliche Dienstreisen nach mehreren Großstädten Deutsch­lands liquidiert, ohne diese Reisen ausgeführt zu haben. Des weiteren soll er aus der Vereinskasse 500 Reichsmark entnommen haben mit der Begrün­dung, ihm sei auf der Reise ein Geldbetrag in Dieser höhe gestohlen worden. Da jedoch der Diebstahl an dem Privatvermögen des Beschuldigten begangen sein soll, so wäre der Beschuldigte zur Entnahme des Geldes aus der Dereinskasse nicht berechtigt ge- . wesen. Endlich wird dem Verhafteten vorgeworfen, daß er ein zinsloses Darlehen in höhe von 50 000

waren nicht unsere. Die besten von ihnen hatten ihren Ursprung in Dynastien und Staaten, aber keines von ihnen sprach vom deutschen Volk, von seiner ewigen Sehnsucht.

Unser Führer Adolf Hitler gab uns das Symbol des Hakenkreuzes als ewiges Zeichen uralten Arlertums. Aber er steckte es auf die blutrote Fahne einer neuen Volksgemeinschaftsbewegung.

Das deutsche Volk hat neu wallfahrten ge­lernt. Wir wandern zum einsamen Gedenkkreuz Schlageters, zum Grabe horst Wessels, dem Symbol des Kämpfers der letzten 15 Jahre, wir schauen zurück in die Geschichte und erkennen Gestalten, die einsam kämpften und nicht immer Sieger waren. Von ihnen lernen wir Das, was uns heute beseelt. Wir stehen hier beim Denkmal des Löwen an heiliger Stätte. Zwar könnte man die Zerschlagung der Macht des Löwen durch Bar­barossa als ein geschichtliches Ereignis bestrafter Disziplinlosigkeit bezeichnen, wenn wir nicht die Zu­sammenhänge sehen würden, die das Schicksal noch größer machen. Die römische Kaiseridee, die dem handeln Barbarossas zugrunde lag, war eine Be­lastung mit fremdem Gut. Man hat sich zu unrecht mit dieser fremden Tradition belastet und die Fol­gen dieser fremden Tradition sind nicht ausgeblie- ben. Immer wieder mußten deutsche Kaiser und Könige hinunterziehen und deutsches Blut ver­gießen im Morgenlande und in Italien.

Gegen diesen Traum stellte der Löwe seine Welt, und wir fügen hinzu, unsere Welt.

Wir erkennen das ewige Gesetz, das Menschen, die sich aus der eigenen Geschlechterkette lösen, anfechtbar werden in der Weltgeschichte.

Das bat bereits Heinrich der Löwe erkannt. Er kämpfte für dieses Volk und für seinen Platz. Wir

Frist für Erlaß von Betriebs­ordnungen bis zum 1. Oktober verlängert.

Werktarifordnungen noch bis zum 30. September.

Beilin, 23. Juni. (DNB) Nach dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit soll in allen Betrieben der privaten Wirtschaft, in denen inder Regel mindestens 20 Arbeiter und Angestellte beschäftigt sind, biszurn 1. Iull eine den Vorschriften des Gesetzes entsprechende Betriebsordnung vom Führer des Betriebes nach vorheriger Beratung im Vertrauensrat er­lassen werden. Viele Unternehmer haben sich aber noch nicht in dem Maße mit den Vorschriften und dem Geiste des neuen Gesetzes vertraut gemacht, daß bis zu dem genannten Zeitpunkt die ordnungs­mäßige Durchführung des Gesetzes gewährleistet erscheint. Der Reichsarbeitsminister hat sich daher im Einvernehmen mit dem Reichswirtschaftsminister veranlaßt gesehen, die gesetzte Frist einmal u m drei Monate zu verlängern. Er geht da­bei von der Erwartung aus, daß es bis dahin jedem Führer eines Betriebes möglich ist, die wenigen wichtigen Bestimmungen einer Be­triebsordnung entsprechend den Vorschriften des dritten Abschnittes des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit im Geiste wahrer B e - triebs - und Arbeitsgemeinschaft ohne die Krücken sogenannterMusterbetriebsordnungen" selbständig festzulegen.

Wenn anläßlich des Versagens mancher Betriebs- führer einzelne Treuhänder gewisse Richtlinien ür den Erlaß von Betriebsordnungen herausgeben mußten, so sollen damit keineswegs deren Bestimmungen den einzelnen Betrie­ben aufgedrängt werden. Sie sind nicht bindend und bedeuten keine Anweisung.