sammluw seinen
pel zu bauen, sondern um ein deutsches auf alle Ewigkeit zusammenzuschliehen Pech und Schwefel. (Lebhafter Beifall), verlangen, daß man von uns nicht aufs fordert, daß wir uns trennen sollen von
Volk wie wir neue dem.
Englands Aufrüstung.
„AufdenFehlschlag inGenf zurückzuführen"
London, 25. 3unL (DRB.Fuukspruch.) (Ein Sonderkorrespondent des „Daily Telegraph" schreibt: Erweiterungsprogramme für Heer, Flotte und Luftwaffe werden gegenwärtig von der britischen Regierung erwogen. Jedes dieser Programme bringt eine wesentliche Erhöhung der nationalen Aufgaben mit sich. Wenn die vorgelegten Pläne unverändert angenommen werden sollten, so würden die Gesarntkosten bei weitern die Summe über st eigen, die das Land gegenwärtig für diese Zwecke ausgeben kann. Die Regierung wird daher darüber zu entscheiden haben 1. welche Gesamtsumme für die nationale Verteidigung verfügbar fein soll, 2. wie diese Summe auf die drei Waffengattungen zu verteilen ist. Die Entscheidung wird schwerlich bis zur Zeit der Vorbereitung der nächstjährigen Voranschläge aufgeschoben werden, sondern dürfte im Laufe dernächsten Wochen fallen. Die Rotwendigkeit der Erhöhung der Wehrausgaben ist auf den Fehlschlag in Genf zurückzuführen.
Der Führer verfolgt vom Oberschberg aus den DeuWandflug.
Rudolf Heß an die Führer -er HL
Der Stellvertreter des Führers zeigt die Aufgaben der jungen Führer.
können uns heute, nachdem uns einmal dieses Gesetz bekannt geworden ist, nicht mehr von ihm lösen. Wir sehen nicht nur auf die Gestalten Widukinds und Heinrichs des Löwen. Es erscheinen vor unseren Augen auch jene Gestalten, die deutsche Sittlichkeit und deutsche Naturoerbundenheit in grauer Vorzeit als Göttergestalten schuf. Wir lieben diese Gestalten und verwahren uns gegen jene ewig Unverbesserlichen, die sagen, wir wollten neben die gotischen Dome Wotanhallen bauen. Darauf haben wir nur eine Antwort:
Wir haben nicht gekämpft, um heidnische lem-
roas unseren Vätern heilig und edel war. ((Erneuter Beifall). Wie wir keine Tempel bauen wollen gegen die christlichen Kirchen, so wollen wir auch keine Walhalla als Ersah für den christlichen Himmel. Aber eins wollen wir: (Es soll sich dieser christliche Himmel wölben über einer freien deutschen Erde (Lang anhaltender Beifall), und diese (Erbe wird nur frei sein, wenn ein einiges Volk dasteht, das auf dieser (Erbe sich seiner Schicksalsv'erbunbenheit auf ewig bemüht ist, unb barum wollen wir nicht, bah biefes Volk in Konfessionen auseinanber- geht, fonbem bah es sich zusammenfinbet.
Der Minister verwies bann auf seine vor zwei Wochen gemachten Ausführungen, die den unnützen Kampf beenden sollten, und wiederholte, man möge den letzten Schritt tun und das Kreuz in der Kirche unb das Hakenkreuz auf dem Thingplatz und dem Sportplatz herrschen lassen. Dort, wo wir weltanschaulich die deutsche Zukunft und die deutschen Menschen zusammenbringen können, da dürfen sie nicht voneinander getrennt werden.
Kein Stahl Streik in Amerika ?
90% der amerikanischen Stahlarbeiter gegen den Streik.
Neuyork, 25. Juni. (DNB.-Funkspruch.) Das „American Iran and Steel Institute" weist darau hin, daß der geplante Stahlstreik angesichts der Abstimmungsergebnisse über die Drganifations- frage bei den großen Stahlwerken äußer st unwahrscheinlich ist. Bon 214 000 Arbeitern stimmten 90 o. h. zugunsten der Betriebsgewerkschaften und somit gegen den von der American Federation of Labor begünstigten allgemeinen Metallarbeiterverband.
Braunschweig, 25. Juni (DNB.) Die Kundgebung bei der Burg Heinrichs des Löwen in Braunschweig gestaltete sieb zu einem machtvollen Abschluß des in Verden (Aller) am Samstag begonnenen Niedersachsentages. Nach offizieller Begrüßung durch den Gauleiterstellvertreter, Schmalz, uno dem Niedersachfenlied sprach zunächst Reichsleiter Alfred Rosenberg, der den Kampf des deutschen Volkes um seine Wiederbesinnung auf sein ureigenes Wesen als die gerechte Bewertung der geschichtlichen Persönlichkeiten und der Tatsachen darlegte.
Neichsminister Rust
erinnerte einleitend an das genau vor zehn Jahren in Braunschweig veranstaltete Sonnenwendfeuer und erklärte: Wir hatten damals schon Tage feierlichen Rückblicks auf Zeiten uralten germanifd)en Vorlebens und gingen dann wieder m die Ver-
Reichsminister Rufi über -ie deutsche Gchicksalsverbundenheit
„Wir wollen nicht, daß dieses Volk in Konfessionen auSeinandergeht."
Barthou in Belgrad.
Belgrad, 24. Juni. (DNB.) Der französische Außenminister B a r t h o u traf am Sonntag um 7.15 Uhr mit dem Donaudampfer „Alexander , der ihm bis Orsawa entgegengefahren war, in Belgrad ein. Ministerpräsident Uzunowitsch begrüßte ihn an der Spitze sämtlicher Kabinettsmitglieder. Begrüßungsansprachen wurden jedoch nicht gewechselt.
Ainring benachrichtigt wurde, beobachtete den Verlauf des sich über mehrere Stunden erstreckenden Gebirgsfluges mit großer Aufmerksamkeit und äußerte sich sehr befriedigend über die gegeigten Leistungen.
Inzwischen hatte sich auf dem Oberfalzberg in unmittelbarer Nähe des Hauses Wachenfeld eine nach Taufenden zählende Zuschauer- menge eingefunden, die dem Führer begeisterte Kundgebungen bereitete. Während einer Flugpaufe begrüßte der Führer die aus allen Gauen des Reiches zusammengekommenen Volksgenossen, die begeistert das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied anstimmten. Um 15 Uhr nachmittags traf Flugkapitän Ritter v. Gruny, der Führer der zweiten Untergruppe, mit feinem Stabe am Haus Wachenfeld ein und überbrachte dem Führer einen riesigen Strauß gelber und roter R o - s e n, von denen jede von einem der teilnehmenden Flieger während des Deutschlandfluges m i t geführt worden war und die man zu einem Strauß mit roten und blauen Bändern vereinigt hatte. Die mit dem Hakenkreuz und den Fliegerabzeichen geschmückten Bänder trugen die Aufschrift: I n Dankbarkeit und Verehrung, die Teilnehmer des Deutfchlandfluges 1934 dem Führer. Deutscher Luftspvrtverband. Der Führer dankte und unterhielt sich dann längere Zeit mit den Fliegern der Untergruppe.
sollte Großbritannien auf feben Fall a b r ü ft e n, ohne sich um die Haltung der anderen Mächte zu kümmern, und sollte fein Vertrauen in eine „Politik internationaler Rechtschaffenheit" fetzen. Halbmast am Tag von Versailles.
Berlin, 23. Juni (DNB.) Die Reichsregierung hat angeordnet, daß zum Zeichen der Ablehnung des vor 15 Jahren befchlof- fenen Diktats von Versailles und zum Ausdruck der Trauer, daß das deutsche Volk noch ilnmer unter dem harten Druck dieses Diktats steht, am Donnerstag, 28. Juni 1934, sämtliche Dienstgebäude des Reiches, der Länder, der Gemeinden sowie die Gebäude der Körperschaften des öffentlichen Rechts und der öffentlichen Schulen halbmast flaggen. Diese Anordnung wird hiermit den Behörden amtlich mit dem hinzufügen bekanntgegeben, daß eine schriftliche Mitteilung der Anordnung an sie nicht ergeht.
Gedenktafeln für preußische Truppenführer.
Weihe in der Ruhmeshalle des Zeughauses
Berlin, 24. Juni. (DNB.) In der Ruhmeshalle des Berliner Zeughauses erfolgte Sonntag die feierliche Einweihung der Gedenktafeln für die im Weltkriege gefallenen Kommandeure selbständiger preußischer Truppenteile. Der Feier wohnten neben den Angehörigen der Gefallenen Reichswehrminifter Generaloberst v. B l o m b e r g, Vertreter des Reichsinnenminister. bzw. des preußischen Ministerpräsidenten Göring, Ministerialdirigent Dr. Doehle vom Büro des Reichspräsidenten, Vertreter der übrigen Reichs- und Länderministerien, zahlreiche höhere Offiziere der alten und neuen Wehrmacht, Führer der SA. sowie Vertreter der Landespolizei Göring, des Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbundes, des Reichskriegerbundes Kyffhäufer und des Reichsverbandes Deutscher Offiziere bei. Unter den zahreichen Ehrengästen bemerkte man den Chef der Heeresleitung General der Artillerie Freiherr von Fritsch, General Wecke von der Landes- polizei-Jnspektion Berlin-Brandenburg und Generalfeldmarschall von Mackensen.
Nachdem eine Ehrenkompanie der Reichs- wehr mit zwölf Fahnen und ein SA. - Ehren - ft u r m mit den Blutfahnen von sieben Berliner Stürmen um den Altar herum Aufstellung genommen hatten, leitete ein Choral der Reichswehr- kapelle die Weihestunde ein. Nach einer Weiherede des evangelischen und des katholischen Feldbischofs der Wehrmacht nahm Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg die Weihe vor. Er verlas eine Botschaft des Reichspräsidenten, des Generalfeldmarschalls von Hindenburg, die mit den Worten schloß: Unser heutiges Deutschland, in dem der Sinn für Heldentum wieder erwacht ist und das soldatische Haltung zu würdigen weiß, grüßt feine gefallenen Führer und ehrt in ihnen Den deutschen Soldaten des Weltkrieges. Mit den Angehörigen des Reichsverbandes Deutscher Offiziere, deren Anregung diese Ehrung der gefallenen Kameraden zu danken ist, weiß ich mich eins im Gefühl d e r Dankbarkeit und Treue gegenüber diesen Toten, deren Namen fortan in der Ruhmeshalle des Zeughauses verewigt werden und im Herzen des deutschen Volkes fortleben sollen."
Generalmajor von der Goltz übergab darauf die Tafeln in die Obhut des Staatssekretärs Körner als des Vertreters des preußischen Ministerpräsidenten mit einer Ansprache. Staatssekretär Körner übernahm die Tafeln namens des Ministerpräsidenten in feine Obhut. Das Lied vom guten Kameraden, das Lied der Deutschen und das Sturmlied horst Wessels schlossen die Weihestunde.
Anschließend erfolgte ein Vorbeimarsch der Reichswehr, der SA. und des Kyffhäuserbundes. Vom Reichswehrminifter wurde dann ein Lorbeer- kränz der Wehrmacht in den Farben der Reichskriegsflagge und ein Eichenkranz des Infanterieregiments Feldmarfchall von Hindenburg am Ehrenmal niedergelegt.
die Gesamtheit. Das Gegengewicht sei Disziplin, die Zucht. Es sei notwendig, daß bei aller Freiheit der Mensch einen Spritzer Preußentum in seinem Blute habe. Preußentum bedeute noch nicht Kasernenhof, Preußentum im besten Sinne an sich habe der Führer, Preußentum sei Härte sich selbst gegenüber. Preußentum töte keines
wegs den Geist.
Strenge Disziplin, geboren aus der Liebe zum Führer, müsse die Jugend beherrschen. Zur Disziplin gehöre auch Verschwiegenheit. Aus der Schwatzhaftigkeit sei unserem Volke schon viel Schaden entstanden. Wenn die Jugend nicht das Schweigen lerne, im Alter wäre es erst recht nicht möglich. Selbstverständlich sei auch eine Disziplin gegenüber dem Körper und der Seele zu fordern. Nur wenn die Seele der Kommenden rein sei, könne auch die Seele des Volkes rein fein. „Wir", fuhr Rudolf Heß fort, „die wir jung geblieben find, und ihr, die ihr jung seid, wollen gemeinsam schaffen fürbas neue Reich, das in vielem anders aussehen wird, wie mir es heute sehen."
In das dreifache Sieg-Heil auf den Führer stimmten die Teilnehmer dieser eindrucksvollen Kundgebung mit Heller Begeisterung ein. Das Horst- Wessel-Lied beschloß die Führertagung. Durch die flaggengeschmückten Straßen begab sich der Stellvertreter des Führers unter dem Jubel der spalier- bildenden Menschen nach Duisburg.
Obersalzbera, 24. Juni. (DNB.) Reichskanzler Adolf Hitler, der sich am Samstagabend in Begleitung feines Adjutanten, Gruppen- ührer Brückner, und des Reichspreffechefs der llSDAP. Dr. Dietrich nach Haus Wacheneid auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden beaeben hatte, verfolgte am Sonntag von der Terrasse seines Hauses aus mit größtem Interesse die Flualeistungen der Deutschlandflieger im Gebirge. Als Beauftragter des Deutschen Luftportoerbandes war Flugkapitän Bieber anwesend, der die Grüße des Präsidenten Loerzer überbrachte und dem Führer über Einzelheiten des Fluges Bericht erstattete.
Gegen 9.30 Uhr erschien d i e erste Flugstaf - e l des Deutschlandfluges, vom Flugplatz Ainring bei Reichenhall kommend, an der Wendemarke am Lockstein bei Berchtesgaden und nahm von dort aus Kurs zurück durch das Achental. In majestätischem Flug bei strahlendem Sonnenwetter folgt Staffel auf Staffel und zog vorbei an dem Felsenriesen des hochkalter und der Reiteralpe durch die herrlichen Täler des Berchtesgadener Landes. Auf dem grünen Hintergrund der Täler und bewaldeten «höhen waren die Maschinen vom Haus Wachenfeld aus weithin sichtbar. Der Führer, der von einer telephonischen Verbindungsstelle der Leitung des Deutschlandfluges jeweils über den Start der Maschinen von den Flugplätzen Prien und
M ü l h e i m, 24. Juni. (DNB.) Auf einer Führer tag u na der Hitlerjugend des Bezirkes Niederrhein-Nuhr in der Stadthalle in Mülheim- Ruhr empfingen Fanfarensignale und Chorgesang den Stellvertreterdes Führers und den Gauleiter, die mit begeistertem Jubel begrüßt wurden. Gebietsführer D e i n e r t meldete Rudolf Heß die Führer von 200 000 hitlerjungen und BdM. von Ruhr und Niederrhein. Keine Grenzen kannte die Begeisterung, als sich der
Stellvertreter des Führers Rudolf Heß
in eindringlicher Rede an die versammelten Führer der HI. wandte. Er begründete die enge Verbundenheit zwischen der HI. und der Gesamtbewegung. Das könne auch nicht anders fein; denn die Jugend der Bewegung fei das Werdende der Bewegung wie das Werdende des Volkes. Diejenigen täuschten sich, die glaubten, einen R i ß zwischen der Jugend und den Aelteren feftfteüen zu können. Immer sei die Jugend radikaler gewesen, und immer habe sie mehr Schwung gehabt.
Pflicht der jungen Führer aber sei es, mit großem Feingefühl und feinem Abwägen Führer der Jugend zu sein, dafür zu sorgen, daß dieser Schwung nicht Schaden leide, auf der anderen Seite aber auch abzuwägen, wo die Grenzen seien, daß nicht Schaden entstehe für
Sin neuer Bischof von Hildesheim.
DNB. Rom, 23. Juni. Papst Pius XI. hat den Professor des Priesterseminars in Hildesheim, Dr. Joseph Machens, auf den verwaisten Bischofs- ftuhl von Hildesheim berufen. Professor Dr. Machens ist 1886 in Hildesheim geboren. Nach Absolvierung des Gymnasiums bezog er die Universitäten von Innsbruck, Bonn und Münster und vollendete seine Studien am bischöflichen Priesterseminar in Hildes- heim. 1911 wurde er zum Priester geweiht. 1919 promovierte Machens in Münster zum Doktor der Theologie und kam 1920 als Professor an das Bischöfliche Priesterseminar nach Hildesheim. Dr. Machens ist seit mehreren Jahren Domprediger in Hildesheim.
gssäle, um uns mit dem Marxismus und
Spießgesellen auseinanderzusetzen. Die Symbole, die wir hatten, ehe Hitler aufstand.
Die Führer der Betriebe werden vielmehr im 23er- trauensrat zu prüfen haben, wie weit ihre lieber- nähme den Bedürfnissen des Betriebes entspricht. Abgesehen von den Treuhändern der Arbeit steht niemandem ein Einfluß auf die Gestaltung der Betriebsordnungen zu. Jeder Betriebsführer nutze 'Dal)er die nochmals gewährte Zeitspanne zum baldigen Erlaß einer eigenen Betriebsordnung aus.
Die Fristverlängerung für den Erlaß von Betriebsordnungen bedingte noch eine weitere Terminverlegung. Nach einer Anordnung des Reichsarbeitsministers vom 28. März 1934 gelten die am 30. April 1934 laufenden W e r k - (F i r m e n-) Tarifverträge noch bis zum 30. Juni 1934 als Tarifordnung weiter, soweit sie nicht schon vor- her durch eine Betriebsordnung (Dienstordnung) oder durch Anordnung des Treuhänders aufgehoben werden. Eine neue Anordnung des Reichsarbeits- minifters spricht nunmehr ihre W e i t e r g e 11 u n g bis zum 30. September 1934 mit der vorgenannten Einschränkung aus.
Zwei Verordnungen des Hessischen Staatspolizeiamts.
Religiöse Beilagen und öffentliches Auftreten konfessioneller Jugendverbände verboten.
LPD. Darmstadt, 24. Juni. Das hessische Staatspolizeiamt teilt folgendes mit: Auf Anordnung des Herrn Staatsministers wird auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 folgendes bestimmt: Tageszeitungen, die im Gebiet des Landes Hessen gedruckt und verlegt werden, dürfen keine religiösen Bei- lagen haben. Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung werden nach § 4 der Verordnung des Reichspräsidenten vorn 28. Februar 1933 bestraft.
Auf Anordnung des Herrn Staatsministers wird auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk uno Staat vom 28. Februar 1933 für das Gebiet des Landes Hessen im Interesse der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung den Angehörigen der ton- feffionelen Jugendverbände bis auf weiteres untersagt: 1. Jedes geschlossene Auftreten in der Öffentlichkeit. 2. Das öffentliche Tragen von Bundestracht oder von Abzeichen, die sie als Angehörige konfessionellerJugendorganisationen kenntlich machen. Unter dieses Verbot fällt auch das Tragen von Bundestracht oder zur Kluft gehöriger Kleidungsstücke und Abzeichen unter Verdeckung durch Zivilkleidungs stücke (z. B. Mäntel), sowie jede sonstige einheitliche Kleidung, die als Ersatz für die bisherige Bundestracht anzufehen ist. 3. Das Mitführen oder Zeigen von Wimpeln oder Fahnen in der Öffentlichkeit. 4. Das öffentliche Vertreiben von Preffeerzeugniffen konfessioneller Jugendverbände (Jugendzeitungen, Jugendzeitschriften, Flugblätter). 5. Jede sportliche oder g e ■ ländesportliche Betätigung innerhalb konfessioneller Jugendverbände, hierunter fällt auch das gemeinsame Wandern und die Errichtung von Gruppenlagern. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden nach § 4 der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 28. Februar 1933 bestraft. Die Anordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.
Wegen DerdachtsdervolkSschädigenden Untreue in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert.
Die Justizpresse stelle Berlin teilt mit: Der Vernehmungsrichter beim Amtsgericht Berlin hat gegen den Generaldirektor und Oberbürgermeister a. D. Dr. jur. Kurt Woelck Haftbefehl erlassen, weil der Beschuldigte dringend verdächtig ist, sich in den Jahren 1932/33 des Verbrechens der volksschädigenden Untreue schuldig gemacht zu haben. Wölck, der geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Buchdruckervereins war, soll erhebliche Geldbeträge aus dem Vermögen des von ihm verwalteten Vereins unberechtigt entnommen haben. So wird ihm vorgeworfen, er habe angebliche Dienstreisen nach mehreren Großstädten Deutschlands liquidiert, ohne diese Reisen ausgeführt zu haben. Des weiteren soll er aus der Vereinskasse 500 Reichsmark entnommen haben mit der Begründung, ihm sei auf der Reise ein Geldbetrag in Dieser höhe gestohlen worden. Da jedoch der Diebstahl an dem Privatvermögen des Beschuldigten begangen sein soll, so wäre der Beschuldigte zur Entnahme des Geldes aus der Dereinskasse nicht berechtigt ge- . wesen. Endlich wird dem Verhafteten vorgeworfen, daß er ein zinsloses Darlehen in höhe von 50 000
waren nicht unsere. Die besten von ihnen hatten ihren Ursprung in Dynastien und Staaten, aber keines von ihnen sprach vom deutschen Volk, von seiner ewigen Sehnsucht.
Unser Führer Adolf Hitler gab uns das Symbol des Hakenkreuzes als ewiges Zeichen uralten Arlertums. Aber er steckte es auf die blutrote Fahne einer neuen Volksgemeinschaftsbewegung.
Das deutsche Volk hat neu wallfahrten gelernt. Wir wandern zum einsamen Gedenkkreuz Schlageters, zum Grabe horst Wessels, dem Symbol des Kämpfers der letzten 15 Jahre, wir schauen zurück in die Geschichte und erkennen Gestalten, die einsam kämpften und nicht immer Sieger waren. Von ihnen lernen wir Das, was uns heute beseelt. Wir stehen hier beim Denkmal des Löwen an heiliger Stätte. Zwar könnte man die Zerschlagung der Macht des Löwen durch Barbarossa als ein geschichtliches Ereignis bestrafter Disziplinlosigkeit bezeichnen, wenn wir nicht die Zusammenhänge sehen würden, die das Schicksal noch größer machen. Die römische Kaiseridee, die dem handeln Barbarossas zugrunde lag, war eine Belastung mit fremdem Gut. Man hat sich zu unrecht mit dieser fremden Tradition belastet und die Folgen dieser fremden Tradition sind nicht ausgeblie- ben. Immer wieder mußten deutsche Kaiser und Könige hinunterziehen und deutsches Blut vergießen im Morgenlande und in Italien.
Gegen diesen Traum stellte der Löwe seine Welt, und wir fügen hinzu, unsere Welt.
Wir erkennen das ewige Gesetz, das Menschen, die sich aus der eigenen Geschlechterkette lösen, anfechtbar werden in der Weltgeschichte.
Das bat bereits Heinrich der Löwe erkannt. Er kämpfte für dieses Volk und für seinen Platz. Wir
Frist für Erlaß von Betriebsordnungen bis zum 1. Oktober verlängert.
Werktarifordnungen noch bis zum 30. September.
Beilin, 23. Juni. (DNB) Nach dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit soll in allen Betrieben der privaten Wirtschaft, in denen inder Regel mindestens 20 Arbeiter und Angestellte beschäftigt sind, biszurn 1. Iull eine den Vorschriften des Gesetzes entsprechende Betriebsordnung vom Führer des Betriebes nach vorheriger Beratung im Vertrauensrat erlassen werden. Viele Unternehmer haben sich aber noch nicht in dem Maße mit den Vorschriften und dem Geiste des neuen Gesetzes vertraut gemacht, daß bis zu dem genannten Zeitpunkt die ordnungsmäßige Durchführung des Gesetzes gewährleistet erscheint. Der Reichsarbeitsminister hat sich daher im Einvernehmen mit dem Reichswirtschaftsminister veranlaßt gesehen, die gesetzte Frist einmal u m drei Monate zu verlängern. Er geht dabei von der Erwartung aus, daß es bis dahin jedem Führer eines Betriebes möglich ist, die wenigen wichtigen Bestimmungen einer Betriebsordnung entsprechend den Vorschriften des dritten Abschnittes des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit im Geiste wahrer B e - triebs - und Arbeitsgemeinschaft ohne die Krücken sogenannter „Musterbetriebsordnungen" selbständig festzulegen.
Wenn anläßlich des Versagens mancher Betriebs- führer einzelne Treuhänder gewisse Richtlinien ür den Erlaß von Betriebsordnungen herausgeben mußten, so sollen damit keineswegs deren Bestimmungen den einzelnen Betrieben aufgedrängt werden. Sie sind nicht bindend und bedeuten keine Anweisung.


