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Bei den Straßen mußte ein Betrag von 7500 Mark für die Umpflasterung der Mar.ktgasse vor- aesehen werden. Von dieser Summe entfällt der Betrag von 2200 Mark als Anteil auf die Provinz, sowie ein Staatszuschuß für 780 Tagewerke mit ie 2,50 Mark im Betrage von 1950 Mark, so daß die Stadt hier nur mit 3350 Mark belastet wird. Die Gesamtausgaben für die städtischen Straßen betragen 15 012,81 Mark.

Die Kanäle erbringen 3315 Mark und erfor­dern 3438,85 Mark.

Für Landwirtschaftszwecke sind 6178,44 Mark vorgesehen.

Die soziale F ü r.s o r g e erfordert 16 593 Mk.

In 1934 werden voraussichtlich an Steuern eingehen: Hundesteuer 652 Mark, Vergnügungs­steuer 350 Mark, Gemeindezuschlag zur Grund­erwerbssteuer 900 Mark, Getränkesteuer 500 Mark, Filialsteuer 200 Mark, Biersteuer 3500 Mark, Bür­gersteuer 16 000 Mark. Die Anteile an den Reichs­steuern werden sich belaufen auf: Einkommen- und Körperschaftssteuer 7300 Mark, Umsatzsteuer 3745 Mark und Grunderwerbssteuer 1400 Mark.

Die Gemeindeumlagen (Grund-, Sonder­gebäude- und Gewerbesteuer) sind mit 59 000 RM. veranschlagt

Für Ergänzungsmittel (früher Reserve­fonds) sind für unvorhergesehene Fälle 2477,75 Mk. eingestellt. Der Voranschlag für das Vermögen Kin Einnahme und Ausgabe mit 5212,39 rb.

Der Bürgermeister konnte am Schlüsse seiner Ausführungen zu dem Voranschlag noch darauf Hin­weisen, daß bei einer weiter anhaltenden günstigen Gestaltung der Gemeindefinanzen ab 1. Januar 1935 eine wesentliche Herabsetzung der Bürgersteuer mög­lich sei und die Getränkesteuer wohl ganz verschwin­den werde.

Preußen.

Hauptschriftleiter Nr. Scheller Oberbürgermeister von Marburg.

LPD. Marburg, 24. April. Der preußische Minister des Innern hat durch Erlaß vom 21. März 1934 den ehrenamtlichen Beigeordneten Hauptschrift­leiter Dr. Scheller zum Oberbürgermei­ster d er Stadt Marburg berufen. Dr. Ernst Scheller, aus Friesland gebürtig, machte den Krieg als 17jähriger Kriegsfreiwilliger mit und wid­mete sich nach dem Kriege dem Studium der Ge­schichte und der Nationalökonomie. Nach Abschluß seines Studiums war er zunächst bei einer Frank­furter Großbank tätig, wurde hier aber abgebaut, weil er sich dem Aufbau der NSDAP, widmete. Von Frankfurt wandte er sich nach Marburg, wo er 1925 in die Redaktion derObcrhessischen Zei­tung" eintrat, deren Hauptschriftleitung er bald darauf übernahm. In der nationalsozialistischen Bewegung ist Dr. Scheller seit Frühjahr 1932 Amts­leiter für Kommunalpolitik innerhalb der Kreislei­tung. Bei der Märzwahl im vorigen Jahr wurde er zum Stadtverordneten gewählt und bald darauf zum Beigeordneten. Er hat ferner das Amt eines Kreiskulturwarts inne. Im Frühjahr 1933 wurde Dr. Scheller zum Vorsitzenden des Kurhessischen "Presseverbandes bestimmt.

AGIO. - AmtewalierschuSe m B'eöenkopf.

Biedenkopf, 24. April. Am Sonntagnachmit­tag fand die feierliche Einweihung und Eröffnung der hiesigen NSBO. - Amtswalterschule statt. In seiner Eröffnungsansprache wies Kreis­betriebszellenobmann Gerl ach auf die Bedeutung der Schule hin. Gaubetriebszellenschulungsleiter Demmer- Frankfurt wies dann auf die Auf­gaben der NSBO.-Schulungsarbeit hin. Der Land- rat des Kreises Biedenkopf, P ö n i s ch', sicherte jede mögliche Unterstützung durch den Kreis zu. Schließ­lich sprach Kreisleiter und Gauinspekteur Thiele in eindringlichen Worten von der hohen Aufgabe, tüchtige Führer heranzubilden.

Baron IV bestes deutsches Pferd.

Der vorletzte Tag in Nizza.

Der Kampf der Reiter im Nizzaer Turnier geht seinem Ende entgegen. Der vorletzte Tag brachte zwei Hauptspringen, den Preis der Franzö­sischen Zucht, für französische Pferde, die sich in ausländischem Besitz befinden, während im Preis der Schweizer Kavallerie alle Reiter und Pferde startberechtigt waren. Die deut­schen Reiter nahmen nur an dem Preis der Schwei­zer Kavallerie teil, da sich in ihrem Besitz kein fran­zösisches Pferd befindet. Der beste Deutsche in die­ser Prüfung, bei der ein Gold-Pokal als Preis aus­gesetzt war, warBaron IV" unter Oberleut­nant Brandt; er kam aber zu dicht an den Dop­peloxer heran und zog sich drei Fehler wegen Ver­weigerns zu. Der Wallach gelangte so nicht in das Stechen der sechs Fehlerlosen und belegte als Bester der übrigen den 7. Platz. Sieger wurde der Fran­zose Cpt. C l a v e aufIrish Quaker", der im Ste­chen, wie die beiden Nächstplazierten Lt. Gutier­rez - Italien aufJntrepida" und Lt. C a v a i l - lere aufAvion", 4 Fehler gemacht hatte, aber mit 46,4 Sek. eine schnellere Zeit ritt.

Nie frankfurter kennen startbereit.

Am Samstag und Sonntag wird der Rennbe- trieb in Süddeutschland auf der Frankfurter Bahn in Niederrad eröffnet. Die beiden Tage stehen ganz im Zeichen der Volkstümlichkeit. Allgemeine Ren­nen und Nennen der SA. und SS. laufen neben- . inanb -r. Unter den Preisstiftern findet man Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger und Obergruppenführer v. I a g o w.

Der Rahmen der Rennen ist so gehalten, daß

jedem Besucher sein Recht wird. Besonders im sportlichen Sinne. Nach dem letzten Reugeld-Termin sind weiterhin, abgesehen vom Jagdreiten und Jagdspringen, fast 150 Pferde für die Rennen start­berechtigt. Diese kommen aus rund 30 Turnier­ställen. In den beiden Hauptrennen sind sehr hoch- gezogene Pferde startberechtigt. So im Preis von Kronberg am Samstag u. a. Strachan, Chevalier, der vorjährige österreichische Derbysieger Suntime, Laute, Dichtkunst, eine Schwester von Dionys (deutsches Derby), Polarstern, Rustica, Georgette und der mächtige Schweizer Chestnut. Am Sonntag beim Internationalen Offiziers-Jagdrennen sind sichere Starter Tenor, Elm, Asta, Dicky mit den besten deutschen Amateurreitern im Sattel, denen die Schweizer Nabucho und Chestnut entgegentreten werden. Sehr gut ist auch das Feld im Amateur­flachrennen, wo u. a. Prasser, Wisa Gloria H 1, Kamerad, Sonny Boy, Fatra, Chevalier, Ne bögj, Rustica und Generalijsimus antreten sollen. Mit mehr als 20 Startern werden die Rennen der SA. und SS. jedenfalls geteilt werden müssen.

Ziege Segelflugtätigkeit auf der Wafferkuppe.

Begünstigt von der glänzenden Witterung der letzten Wochen herrschte auf der Wasserkuppe in der Rhön rege Segelflugtätigkeit. Zwei gut besuchte Kurse konnten bereits durchgeführt werden. Der Ausbau des Segelfliegerlagers auf der Wasser­kuppe geht planmäßig vonstatten, so daß im dies­jährigen 15. Rhönsegelflug-Wettbewerb für eine wesentlich größere Anzahl Wettbewerber wie in den verflossenen Jahren Unterbringung^; und Start­möglichkeiten gegeben sind.

Das 81. Keldbergfsst.

Ein Festspiel des Friedberger Heimatdichters Wilhelm Philipps.

Unter der Leitung von Hugo Pfaff (Frank­furt a. M.) trafen sich der engere Führerstab im Feldhergfest-Ausschuß zu einer wichtigen Vor­besprechung, die der Ausgestaltung des Feldberg- festes 1934 galt. Bekanntlich wird dieses älteste und volkstümlichste deutsche Bergfest auf der sagen­umwobenen Taunushöhe seit den 90 Jahren seines Bestehens (gegründet 1844) am 1 6. und 17. Juni dieses Jahres zum 81. Male durchgeführt. Der Plan der altbeliebten turnerischen Großveranstaltung liegt im wesentlichen fest.

Am Samstagnachmittag beginnt das DT.-offene Feldbergfest mit dem bekannten

Alannschafkskampf um das historische Völsungcnhorn.

Der Mehrkampf, in dem To. Bieber-Offenbach a.M. Verteidiger des kostbaren Siegespreises ist, kommt in neuzeitlicher Form zum Austrag: Jeder Turner der Mannschaften hat sämtliche Uebungen zu tur­nen. Außerdem besteht die Pflicht zur Teilnahme an einem Mannschafts-Gepäckmarsch, der die Mannschaften geschlossen vom Fuße nach dem Gipfel des Berges führen wird. (Dauer etwa zwei Stunden.)

Am Samstagabend ist eine Freilichtauffüh­rung am Brunhildisfelsen geplant. Das zur Dar­stellung kommende FestspielDas Völsungenhorn" bat den Friedberger Heimatdichter Oberstudiendirek­tor Wilhelm Philipps, eine auf dem Gebiete des Laienspiels bekannte und verdiente Persönlich­keit, zum Verfasser. Das inhaltvolle Stück führt hin zu dem altgermanischen Sagenkreis und behandelt die abwechslungsreiche Geschichte des Feldbergfestes. Anschließend an die Ausführung treffen sich die

ehemaligen Mittelrheiner zu einem Kamerad- schafts abend, der bestimmt die Möglichkeit bieten wird, die alte Verbundenheit der nun auf drei DT.-Gaue verteilten Alt-Mittelrheiner erneut zu bekunden und über die Gaugrenzen hinaus neue Freundschaftsbande zu knüpfen.

Der Sonntag führt in der Frühe Wetturner und Festbesucher auf dem Philipp-Rödig-Platz zu­sammen, woselbst nach dem Aufmarsch der Fahnen und der Spielmannszüge eine

Morgenfeier

für die Arbeit des Tages die innere Einstimmung geben wird. Bei dem dann beginnenden Einzelwett­kämpfen der Turner, Jugendturner, Altersturner und Frauen wird der Gemeinschaftsgedanke stärker als bisher in Erscheinung treten. Die seit Jahren um­strittene Freiübung des Vierkampfes kommt in Weg­fall; an ihre Stelle tritt in den Stufen der aktiven Turner und der Jugendturner ebenfalls ein G e - p ä ck m a r s ch, der nach Beendigung der volkstüm­lichen Wettbewerbe in etwa zweistündiger Dauer zur Durchführung kommt. Diese Gemeinschaftsübung wird für die Entscheidung von wesentlicher Bedeu­tung sein. Es ist daran gedacht, die beim Gepäck­marsch am besten abschneidende Riege durch eine besondere Anerkennung auszuzeichnen. Am Nach­mittag des Festsonntags werden

die allhergebrachken SfaffeUäufe um den 3ahn- fchild, den Schmuckschild und den Brunhildis- schild

wieder ihre besondere Anziehungskraft ausüben. Der Siegerehrung am Nachmittag soll wieder die wür­dige Form des Vorjahres gegeben werden.

Das ist der große Rahmen, den der Feldbergfest» Ausschuß für das 81. Feldbergfest festgelegt hat. Mit den Einzelheiten wird der Feld bergfest« Turn tag bekanntmachen, der für den 29. April in Hofheim (Taunus) von der dortigen Arbeits­gemeinschaft der beiden Turnvereine vorbereitet wird. Er soll zu einer würdigen Kundgebung für die Turnsache und insbesondere für das historisch bedeutungsvolle heimische Bergfest gestaltet werden. Oberstudiendirektor Philipps wird mit einem Vortrag über die Nibelungensage eine Einführung zu seinem Feldberg-Festspiel geben.

Aus dem weiteren Verlauf der Sitzung seien noch erwähnt wichtige Mitteilungen über die im ver­gangenen Jahre geweihte eigene Sportplatzanlage (Philipp-Röbig-Platz) des Feldbergfest-Ausschusses, sowie die erfreuliche Tatsache, daß das Turnerheim auf dem Feldberg dem Ausschuß vom ehemaligen Mittelrheinkreis der DT. als Geschenk gegeben wor­den ist.

Rundfunkprogramm.

Donnerstag, 26 April.

6.05 Uhr: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 7.10: Frühkonzert (Schallpl.). 8.258.45: Gymnastik. 10.45: Prakt.Ratschläge fürKüche u.Haus. 11-.Werbekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I des Rund­funkorchesters. Wiener Weifen. 13.20: Mittagskon­zert II. Norddeutsche Volksweisen (Schallplatten). 14: Mittagskonzert III. Tenor und Koloratur (Schallplatten). 14.40: Kinderstunde. Märchen und Lieder. 15.50, Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittags­konzert. 17.30: Luis Trenker: Von meinen Büchern. 17.45: Aus Zeit und Leben. 17.55: Das neue Mün­chen.Die Monumentalbauten der NSDAP.", Vor­trag von Alexander Heilmeyer (Wachsplattenwie­dergabe). 18.15: Familie und Rasse. 18.25: Spani­scher Sprachunterricht. 18.50: Sozialdienst. 19: Volksmusik. 19.30 Uhr: Die rauhe Rotte. Hörbericht von einer Baustelle der Reichsautobahn. 20.15: Aus dem Gewandhaus, Leipzig: Stunde der Nation. Eine Alpensinfonie für großes Orchester, Werk 64, von Richard Strauß. 21.30: Von München: Reichs­sendung:Lied der Arbeit". Zum 1. Mai. Hörfolge von Walter Schulze. 22.30: Saarländisch-pfälzischer Dichter- und Komponisten- Abend. 23: Kompositio­nen von Karl Hasse. 24. Nachtmusik.

Srieffoften der Redaktion

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

ü. R. in TB. Für Haussöhne, die im elterlichen Geschäft tätig sind, wird die freie Station mit der Hälfte des vorgeschriebenen Satzes (ganzer Satz 25 Mark), hier also 12,50 Mark, in Ansatz gebracht, wozu das zu gewährende Taschengeld tritt. Machen beide zusammen weniger aus als 120 v. H. des Fürsorgerichtsatzes für Ledige, dann hat Frei­stellung von der Bürgersteuer einzutreten, andern­falls erfolgt Heranziehung mit der Hälfte des nie­drigsten Satzes. Für den weiteren Sohn, der über 50 Mk. monatlich verdient, dürfte die Bürgersteuer­pflicht ebenfalls mit der Hälfte des niedrigsten Satzes ohne weiteres gegeben sein, da angenommen werden kann, daß dieser Betrag mehr ausmacht, als 120 vom Hundert des Fürsorgerichtsatzes für Ledige. Ab 1934 beträgt der Einkommenmindestsatz bei Veran­lagung zur Bürgersteuer 120 v. H. des jeweiligen Fürsorgerichtsatzes. Gegen die Veranlagung zur Bürgersteuer ist innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Zustellung des Bürgersteuerbescheids bzw. der Steuerkarte die Möglichkeit des Einspruchs gegeben, der in Städten bei der Bürgermeisterei und in Landgemeinden bei dem zuständigen Kreis­amt anzubringen ist. Gegen deren Entscheidung ist die Möglichkeit der Berufung gegeben.

Spreamunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen

Die trauernden Hinterbliebenen.

Klein-Linden, Frankfurt a. M, Bad-Nauheim u. Hanau, 26. April 1934.

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Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, dem 24. April, 15 7a Uhr, vom Sterbehause, Wetzlarer Straße 70, aus.

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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Vater, Schwieger­vater, Großvater, Bruder und Schwager

Herrn Joh. Georg JungIL

nach längerem Leiden im 87. Lebensjahre zu sich zu rufen.

Am 22. April verschied nach kurzem Leiden unser langjährigerVorsitzender und Ehrenvorsitzender sowie Gründer des Klubs

Herr August Schwan

Einer unserer Besten ist mit ihm dahin gegangen, der stets zu unserer Sache gestanden hat.

Wir werden dem Entschlafenen ein treues Gedenken bewahren.

Brieftauben-Klub Gießen.

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Bekanntmachung.

In unser Handelsregister/ Abteilung B, wprde am 23. April 1934 bei der Firma Dresdner Bank, Zweigniederlassung Gießen, in Gießen folgendes eingetragen: Dr. Walther Frisch, Siegmund Boden- Heimer und Dr. Reinhold G. Quaatz sind aus dem Vorstand ausgeschieden. 2509D

Gießen, den 24. April 1934.

Hessisches Amtsgericht.

Konkursverfahren.

Das Konkursverfahren über das Vermögen der Firma ülingelhöffer & Dilges in Gießen und ihres Inhabers Heinrich Dilges in Gießen wird nach er­folgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. 2511D

Gießen, den 29. März 1934.

________________Hessisches Amtsgericht.

Konkursverfahren.

Das Konkursverfahren über das Vermögen des Theo Bieter in Gießen, alleinigen Inhabers der Firma Chr. Bieker in Gießen, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben.

Gießen, den 10. April 1934. 2508D

Hessisches Amtsgericht.

Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Gießen.

Betr.: Die ansteckende Blutarmut und die ansteckende Gehirn-Rückenmarksentzündung (Borna) der

An die Bürgermeistereien des Kreises.

Wenn aus Gemeinden, in denen innerhalb des letzten halben Jahres die ansteckende Blutarmut oder die ansteckende Gehirn - Rückenmarksentzündung (Borna) amtlich festgestellt wurde, Stuten einem staatlichen oder angekörten Hengste zugeführt wer­den sollen, so ist dem Hengsthalter vorher ein tier­ärztliches Gesundheitszeugnis vorzulegen, aus dem hervorgeht, daß die betreffende Stute und der ganze Pferdebestand des Gehöftes frei von Erscheinungen sind, die den Ausbruch der ansteckenden Blutarmut oder der Bornaschen Krankheit befürchten lassen Treten diese Seuchen in Gemeinden auf in denen eine staatliche Hengststation aufgestellt ist, so ist so­gleich im Benehmen mit dem Kreisoeterinäramt zu prüfen, ob nicht diese Station vorübergehend ober für bie Dauer der Deckperiode geschlossen werden muß. 2505C

Sie wollen diese von der Ministerialabteilung Ib getroffene Anordnung alsbald ortsüblich bekannt­machen, die in Ihren Gemeinden etwa vorhandenen Hengsthalter besonders unterrichten und sich die Kenntnisnahme von ihnen unterschriftlich bescheini­gen lassen. Falls die genannten Seuchen in einer Gemeinde mit einer staatlichen Hengststation auf-- treten, jo ist dem Kreisamt sofort zu berichten.

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Bekanntmachung.

Die bereits fälligen Stromgelder im Stadt- und Ueberlandgebiet für den Monat Februar 1934 tön- nen noch bis zum 3.71?ai d. 3. ohne Kosten bezahlt werden. Bei Nichtzahlung bis zu diesem Termin er­folgt Beitreibung und Sperre auf Kosten des Ab­nehmers. 2493D

Gießen, den 23. April 1934.

Direktion

der Elektrizitätswerke unt> Ueberlandanlage Gießen. ___________ Braubach.

Bekanntmachung!

In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 23. April 1934 bei der Firma Wilhelm Bloefer, la- bakwaren-Großhandlung, Gesellschaft mit beschränk­ter Haftung in Gießen, folgendes eingetragen: Die Prokura der Hedwig Moeser ist erloschen. Dem Heinz Moeser in Gießen ist Einzelprokura erteilt.

Gießen, den 24. April 1934. 2510D

Hessisches Amtsgericht,