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Das Sportfest -er SA Gruppe Hessen

das am Samstag

er-Lauf in der Zeit von 2:04,6 Min.

Fünf-

(Rad)

gelangte, war das zweite seiner Art, aber bedeu-j tend reichhaltiger und größer als das Fest im Vor­jahre.

Herrliches Wetter lag über dem Stadion, als die

Im Rahmen der außerordentlich starken Beteili­gung konnten sich verschiedene Angehörige der Stan­

Prüfungen am Sonntagnachmittaa begannen. Ent­sprechend der Bedeutung des Festes waren unter den zahlreichen Zuschauern neben den Führern der Gruppe Hessen, der Gauleiter, Reichsstatthalter Sprenger, Reichssportführer, Gruppenführer von Tschammer und Osten u. a. Führer der nationalsozialistischen Bewegung. Die Ergeb­nisse waren teilweise sehr gut. Im Rahmenrogramm sah man Ausschnitte aus der Turn- und Sport­arbeit der SA., so Segelflüge, Dreier-Flugzeug- Ketten, Turnen am Reck usw. Lebhaften Beifall erhielt die Körperschule, die gymnastische Hebungen zeigte und zum Abschluß ein riesiges Hakenkreuz bildete. Den Abschluß des Festes, das unter dem MottoFürs Vaterland gilt es, wenn wir zu spie­len scheinen" stand, bildete die Siegerehrung, ver­bunden mit einer Ansprache des Gruppenführers B e ck e r l e, und der Große Zapfenstreich der Stan- darten-Kapellen.

Schöne Erfolge der Standarte 116.

dem konnte er sich in die Liste der besten kämpfer an dritter Stelle eingetragen.

Oie Ergebnisse:

Mannschafts - Geländefahrt

der nicht allzu Überragenden Leistung von 63,54 Meter vor dem Oppelner Polizisten Steingroß mit 60,98 Meter. Die Franzosen Dore und Gaßner warteten mit weit schwächeren Würfen auf.

Den 200-Meter-Lauf gewann Hornberger in 22,3 vor Schein (22,5) sowie Guillez und Joyce. Einen recht knappen Ausgang gab es im Weit- s p r u n g, den der deutsche Meister Long mit 7,27 Meter vor Paul-Frankreich (7,25 Meter) gewann. Biebach erreichte mit 7,21 Meter den dritten Platz. Voigt blieb über 800 Meter in 49,1 Sekunden vor Skawinsky (Frankreich) erfolgreich. Hamann kam hinter Boisset nur auf den letzten Rang.

Europameister Norman (Frankreich) holte sich die 15 0 0 Meter in 3:59,8 vor Stadler, Böttcher und Leduc. Im Kugel st oßen schaffte der deut­sche Meister Wöllke mit 15,86 Meter die Jahres­bestleistung. Schröder kam mit 15,56 Meter auf den zweiten Platz.

Mit der mäßigen Höhe von 1,85 Meter gewann Weinkötz den Hochsprung vor dem Kieler Martens mit 1,80 Meter. Das Diskuswerfen war dem französischen Rekordmann Winter mit 49,92 Meter (neuer französischer Rekord) nicht zu nehmen. Sievert sicherte sich mit 47,14 Meter den zweiten Platz.

Heber 110-Meter-Hürden blieb Wegner klarer Sieger in 15,1 vor den Gebr. Vernarb, wäh­rend Welscher wegen Reißens dreier Hürden dis­qualifiziert werden mußte.

Der hart umstrittene 5000-Meter-Lauf ergab neuerlich einen Sieg von Rochard in 15:27,9 vor Syring. Mit den erwarteten deutschen Siegen endeten die Staffeln. Heber 4X100 Meter brauchte unsere Mannschaft 42,1. In 3 :18 holten wir uns die 4X400 Meter ebenso überlegen.

Das große SA.-Sportfest der Grupve Hessen,!sehen. So konnte sich der in Gießen und weit dar- is am Samstag und Sonntag zur Abwicklung über hinaus bekannte Läufer Baumstieger im .... ~ . - ' >800-Mete " ' ' ~ ------

über 44 Kilometer: 1. Standarte 81 1:23:33 Std.-, 2. Standarte I. 11 1:23:45; 3. Sturmbann VII/83 1:27:33.

10X100 - Meter - Staffel: 1. Pionier­sturmbann VII/83 1:55 Min.; 2. Standarte 25 1:55,8; 3. Standarte 83 1:58,4.

Alarmlauf ohne abgemesseneStrecke: 1. SA.-Hilfswerklager Höchst; 2. Schmidt; 3. Röhrig (alle SA.-Hilfswerklager Höchst).

Keulen - Mannschaftskampf: 1. Bri­gade 147 18,2; 2. Brigade 47 17,6; 3. Brigade 48 17,0 (Durchschnittspunktzahl).

Weitsprung, Einladung: 1. Hassinger-SA. 6,81 Meter; 2. Acker-SA. 6,50 Meter; 3. Fichnich (SS.) 6,44 Meter.

als erster Sieger eintragen. Ein eindrucksvoller Sieg war dann der Standarte 116 beschieden, die den Fuhball-Entscheidungskampf gegen die Standarte 91 mit 4:2 Toren gewinnen konnte. Unfere hiesige Standarte wurde ferner ausgezeichnet durch Luy vertreten, der im Kugelstoßen offen für SA. mit 13.35 und im Einladungswettbewerb mit 13,84 Meter jeweils erster Sieger wurde. Außer-

Rundfunkprogramm.

Dienstag, 25. September.

5.50 Hhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Rat­schläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittags­konzert Hl. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15.10: Für die Frau. 15.30: Koffer und Taschen erzählen. 15.50: Kunstbericht der Woche. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Aus Wald und Flur. 17.45: Jägerlieder. 18: Vorne hintenoder wie bisher? Heber die ver­schiedenen Antriebsarten unserer Automobile. 18.15: Aus Wirtschaft und Arbeit. 18.25: Italienischer Sprachunterricht. 18.50: Hnterhaltungskonzert. 19.45: Der Zeitfunk bringt: Tagesspiegel. 20: Nach­richten. 20.10: Unbefannte Lieder von Robert Schumann. 20.40: Gelnhausen, eine versunkene Kaiserstadt. 21.10: Hnterhaltungskonzert. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen ... 22.45:

Nachrichten aus dem Sendebezirk. 23: Orchesterkon- gung konnten sich verschiedene Angehörige der Stan- zert des Rundfunkorchesters. 24 bis 1: Nachtmusik, barte 116 mit ausgezeichneten Leistungen burch-

Deutschland kann auf seine Leichtathletik-Mann- schast stolz sein. Das ist schon mehr als einmal fest- gestellt worden, und man darf es auch ohne Heber« heblichkeit tun. Zunächst wurde zu Beginn der Saison die Schweiz geschlagen, gegen Schweden gab es eine unglückliche und ebenso knappe Niederlage, die Europameisterschaften edeten mit großen deut­schen Erfolgen, Finnland unterlag und jetzt mußte sich auch Frankreich klar mit 95:55 Punkten beugen. 15 000 Zuschauer wohnten am Sonntag in der flaggengeschmückten Anlage von Kricket / Viktoria Magdeburg den Kämpfen bei und erlebten

deutsche Siege in zwölf Wettbewerben.

Drei Konkurrenzen, die 1500 und 5000 Meter sowie das Diskuswerfen, blieben den Franzosen vorbehal­ten. Deutschland errang allein sieben Doppelsiege und hat somit seine Leichtathletik- Saison mit einem neuen unübertrefflichen Triumph beendet.

Nach dem feierlichen Aufmarsch der beiden Mann­schaften und dem Abspielen der Nationalhymnen leitete der kameradschaftliche Akt des Wimpelaus­tausches zwischen den beiden Führern, Sievert und Keller, au den Wettbewerben über.

Mit einem deutschen Doppelsieg über 100 Meter fing es an. Borchmeyer gewann in 10,7 vor Gillmeister (11,1) und den mit klarem Abstand folgenden Franzosen Paul und Ragot.

Den Stabhochsprung sicherte sick Europa­meister Wegner mit 3,90 Meter vor Schulz (Berlin) mit 3,70 und den beiden Franzosen Crepin und Vintousky, die noch 10 Zentimeter weniger sprangen.

Dessecker und Mertens holten sich in 1:54,1 bzw. 1:55,3 über 8 0 0 Meter nach überlegenem Lauf die Punkte vor Petit und Keller.

Weimann beendete das Sperwerfen mit

Leichtachletik-Län-erkampf

Deutschland-Frankreich 95:55

dem für sie ganz besonders wichtigen Ereignis, daß unser Führer den Männern, die sich wäh­rend der Kampfzeit hervorragend geschlagen

haben, ein Feldzeichen verliehen Hal.

Er (Redner) habe dem Führer schon bei verschiede- nen Gelegenheiten die Hand reichen dürfen, in jener Sekunde aber, da er das Feldzeichen aus der Hand des Führer habe übernehmen können, fei in ihm bas gewaltige Bewußtsein lebendig geworden, das olle diejenigen erfüllt habe, die am 1. August 1914 hinauszogen, um die heilige Pflicht zu erfüllen, das Vaterland zu verteidigen. Der Kampf um die Er­neuerung Deutschlands sei geführt worden, weil jene alle, die in den Jahre 1914 bis 1918 vor dem Feinde standen, nicht zurückfinden konnten in jenes bürgerliche Leben, bas sich nach dem Kriege an­bahnte. Er (Redner) habe, als er das Feldzeichen übernahm, für sich und feine Kameraden geschworen, baß sie das Vaterland nie verlassen würden, solange noch mit uns blutsverbundene Menschen lebten. Unb sie würden vor der Jugend stehen, die einst das Dritte Reich in alle Zukunft hinein verankern solle. Dazu bedürfe es der

restlosen Treue zu Volk, Führer und Vaterland.

Mit dreifachem Sieg-Heil! auf den Führer Adolf Hitler schloß der Redner seine begeistert aufge­nommene Ansprache. Nachdem gemeinsam der erste Vers des Horst-Wessel-Liedes gesungen worden war, wurden Standarte und Fahnen in feierlicher Weise wieder aus dem Saal gebracht.

Das Konzert nahm seinen Fortgang mit der mu­sikalisch sehr lebendigen Komposition von Groß­mann.Der Geist des Wojewoden" und dem Marsch Adler von Lille." Nach einer Pause hörte man den schneidigen Defiliermarsch (Armeemarsch Nr. 168) undLeichte Cavallerie", jene bekannte und immer wieder gern gehörte Komposition von Supp6. Der Musikzug bewies auch hier seine Hniversalität und fiene große Sicherheit, die alle Darbietungen zu einem großen Genuß werden ließen. Ein Klarinet­tensolo, das volkstümlicheLang, lang ifts her" (Solist: SS.-Mann H. L a n g), unter verständnis­voller Begleitung durch den Musikzug wiederge­geben, wurde mit besonderer Freude aufgenom­men. Man hörte noch denOrchideen-Walzer" und dann ein Marsch-PotpourriAlle mit uns!" (Han- nemann), die beide ebenfalls eine ausgezeichnete Wiedergabe erfuhren. DasNiederländische Dank­gebet", in einer Fassung von starker künstlerischer Eigenart und in seiner Wirkung durch Glockenklänge gesteigert, bildete den würden Abschluß des schönen Konzerts.

Wie wir hören, wird der SS.-Standarten-Musik- zug im Laufe des kommenden Winterhalbjahres noch zwei Konzerte geben, auf die schon heute aufmerf- tarn gemacht sei. Die restlichen Stunden des Abends waren dem Tanze gewidmet.

DoooiootrieiliiolilrW

Vornan von Anny von panhnys.

Hrheberrechtsschutz: Füns-Türme-Verlag, Halle (S.)

25 Fortjetzung Nachdruck verboten!

Donata hob wieder bas Glas und dachte ver­wundert, ihre Gedanken mußten doch ziemlich ver­wirrt sein. Denn da oben, wo sie vor Minutenfrist Detlef Westkamp entdeckt zu haben glaubte, saß eine alte Dame mit schneeweißem Haar, und wie sie auch herumspähte, fand ie auf der Galerie weder Detlefs Gesicht, noch e ns, das dem seinen auch nur im entferntesten ähnelte.

Sie schalt sich selbst. Ihr Denken war zu viel bei dem Geliebten, und so kam es, daß sie geglaubt hatte, ihn gesehen zu haben.

Sie fühlte sich leichter, freier, nachdem sie sich überzeugt, nur ein Irrtum hatte sie genarrt. Sie dachte auch nicht weiter darüber nach, denn eben trat ihr Vater unten vor das Pult, auf dem eine Partitur lag.

Das letzte Nachstimmen der Instrumente ver­klang. Das letzte Geflüster verhauchte, und tiefes Schweigen legte sich über den großen Saal.

Die dritte Leonoren-Ouvertüre begann, und die herrliche Musik war wie ein Göttergeschenk, das man beglückt entgegennahm.

Der Ouvertüre folgte stürmischer Beifall, und Werner Olden verneigte sich mit strahlendem Ge­sicht. Er hatte sich nun auch als Beethoven-Dirigent bewährt. Donata aber war wie berauscht vor Freude. Der Prinz beglückwünschte die Mutter und sie.

Detlef Westkamp warf wieder einen Blick durch sein Glas, und gerade als der Prinz Donatas Hand schüttelte.

Es war, als fühlte Donata seinen scharfen Blick, und unwillkürlich schaute sie nach oben. Bog sich nicht hinter einer Säule der Kopf des Geliebten vor?

Im nächsten Moment war er verschwunden.

Sie nahm das Glas, sah aber nichts, denn form» lich in sich zusammengekrochen saß Detlef Westkamp hinter der Säule, und Donata lachte sich wieder selbst aus. Detlef befand sich in Sachsenhausen, aber sie dachte so viel an ihn, daß sie ihn zu sehen glaubte.

Der Prinz bewunderte immer wieder das feine Profil Donatas; fein Herz schlug lebhaft. Er machte Pläne. Eine Donata Olden war die Lebensgefähr­tin, die er brauchte. Er glaubte das wenigstens, und er flüsterte ihr ein paar Schmeicheleien zu. Leise, ganz leise, damit sie Frau Olden nicht hören sollte. Donata wußte nicht recht, was sie mit den Schmeicheleien anfangen sollte, und da die nächste Programmnummer begann, machte sie ein Zeichen des Schweigens.

Sie empfand Verstimmung, weil sie anstatt weni­ger immer mehr an den Geliebten denken mußte. Auch während des Vaters Symphonie durch Den Saal klang, zog ihr Denken immer wieder zu Detlef Westkamp, wie Vögel, die der Heimat zu fliegen.

Der Beifall, den heute die Symphonie auslöste, übertraf noch den des vorigen Konzertabends, und Werner Olden dankte mit raschen Verneigungen und blitzenden Augen. Jung, ganz jung machte ihn der Beifall.

Heute war fein feierliches Festessen vorgesehen. Werner Olden wollte nur mit seinem Verleger und Frau und Tochter ein paar gemütliche Stunden im Hotel verleben.

Der Prinz ließ es sich nicht nehmen, die Damen zu begleiten, und Werner Olden bat ihn, am Essen teilzunehmen.

Während die anderen in den Speisesaal gingen, fuhr Donata unter einem Vorwand mit dem Lift nach oben, suchte ihr Zimmer auf. Der Abend war herrlich gewesen; der Erfolg ihres Vaters hatte sie stolz und glücklich gemacht. Aber der Prinz hatte sie gestört; seine unverblümte Bewunderung war überflüssig.

Sie mußte einige Minuten allein mit sich sein, mußte erst zur Ruhe kommen. Sie war innerlich so wirr, ihr war bang nach Detlef Westkamp.

Wie hatte sie sich darauf gefreut, neben ihm in der Loge zu sitzen und dem Konzert zu lauschen. Warum mußte er wieder absagen? So krank war seine Mutter nicht, daß sie ihn nicht einige Stunden hätte entbehren können. Er hatte nicht kommen wollen, [ein Dickkopf plagte sich wieder mit aller­lei Einbildungen.

Sie lächelte weich, flüsterte leise:Ich tjabe dich doch so unsagbar lieb, du bummer Schatz!

Sie trat vor den Spiegel. Fremd fand sie sich jetzt in dem eleganten Kleid mit der Perlenkette. Der große Solitär ihres Ringes funkelte in allen Farben. Sie dachte: Wie eine Filmprinzessin sehe ich aus ober wie eine Dame ber ganz großen Welt. Vielleicht gehörte sie jetzt zur ganz großen Welt, als Tochter bes Komponisten Werner Olden. Ihr war es, als stände neben ihr Prinz SBolfbert von Weitz-Schlehen und schaue sie mit seltsam ver­langendem Blick an. Sie lachte kurz aus.

Wie eigen das Lachen in die Stille des Hotel­

zimmers sprang! , .

Sie nickte sich im Spiegel zu, raunte gegen das Glas:Donata SBefttamp. (Bartnersfrau in Sachsen- *"sanz warm und wohl wurde ihr wieder.

Die Tür öffnete sich, ihr Vater trat em.

Was drückst du dich denn hier oben herum, Mödel? Was soll denn der Mumpitz? Unten war- ten wir auf dich mit dem (Elfen, unb du stehst oor dem Spiegel und staunst dich an I

Er lächelte und legte den Arm um sie.

Kleine Donata, ich bin nach dem Erfolg ein

ganz anderer Mensch geworden. Bin der andere Mensch geworden, der so lange in mir hat schlum­mern müssen, ber nie erwacht wäre, wenn ich es nicht noch einmal gewagt hätte, eine Arbeit vor­zulegen." Er strich zärtlich über Donatas Haar. Ich habe viel mehr erreicht, als mir in meinen kühnsten Träumen vorgeschwebt, bin nicht nur als Komponist, fonbern auch als Dirigent anerkannt worben. Unb jetzt träume ich von einem Häuschen in lanbschaftlich rounberbarer Gegenb, träume von Reisen nach bem ©üben ach, was weiß ich."

Seine Augen strahlten unternehmungslustig. Do­nata zog ben Kopf bes Vaters tiefer, legte ihre Wange an feine Wange.

Vater, bu kannst natürlich tun, was bu willst, unb wir haben jetzt auch keine Zeit, uns barüber zu unterhalten. Aber selbst wenn bu irgenbroo anbers wohnen möchtest, unser Fachwerkhäuschen mit bem tiefen Schieferbach mußt du immer be­halten, denn in dem Häuschen hast du dock ge­schaffen, was dich berühmt gemacht hat. Unb die Reisen nach dem Süden kannst du auch machen, aber denke vorher gründlich darüber nach, welche herrlichen Gegenden es auch in unserem lieben Vaterlande gibt, die es ebenso verdienen, gesehen und bewundert zu werden wie manche Landschaft im Ausland."

Er lachte.Du redest nicht schlecht, Donata, was du sagst, hat Hand unb Fuß. Doch das Thema hat wirklich noch Zeit. Komm also jetzt, wir dürfen unsere Gäste nicht länger warten lassen. Der Prinz langweilt sich ohne dich, man sieht es ihm deut­lich an."

Der Prinz kann mir gestohlen bleiben", gab sie zurück.

Werner Olden wiegte den Kops hin und her.

Nicht so von oben herab! Die Anrede .Hoheit* klingt doch nicht übel?" lächelte er.

Sie nickte.Möglich! Das ist Geschmackssache, Vater! Ich zum Beispiel werde schon mit der An- rede .Gnädiges Fräulein* nur schwer fertig, vor dem Titel .Hoheit* nähme ich Reißaus."

Er zog die Augenbrauen zusammen.

Ich will dir ja deinen Detlef nicht fortnehmen, Kind aber das kannst du ihm wörtlich bestellen, geärgert hat es mich ganz verflixt, daß er sich auch diesmal von meinem Konzert gedrückt hat. Das ist eine Art Nichtachtung, die mich aufregt. Wenn er heute im Konzert gewesen wäre, stände ich anders zu ihm. Ich ärgere mich maßlos über ihn. Unb nun komm es wäre unhöflich, noch länger auf uns warten zu lassen."

Donata schwieg. Sie konnte bem Vater nicht ganz unrecht geben; bem Konzert hätte Detlef Westkamp wirklich nicht fernbleiben bürfen.

Achtunbzwanzigstes Kapitel.

Detlef Westkamp war burch bie alten Straßen von Mainz geirrt. Er hatte lange vor bem Dom gestanben unb war lange am Rhein entlang ge­laufen. In ihm saß die Eifersucht. Schließlich fiel

Handball Entscheidung: Standarte 25 gegen Standarte 81 8:4.

800-Meter-Lauf, offen für SA.: 1. Baum­stieger, Standarte 116, 2:04,6 Min.; 2. Ries, Stan­darte 83, 2:05,4; 3. Rampold, Standarte 83, 2:08,2.

3000 - Meter - Hindernislauf der Brigademannfchaften: 1. Brigade 47 10,30 Min., 40 Punkte; 2. Brigade 48 10,34 Min., 38 P.; 3. Brigade 49 10,40, 35 P.

Fußball - Entscheidung: Standarte 116 gegen Standarte 97 4:2.

Weitsprung, offen für SA.: 1. Haslinger, Brigade 49, 6,92 Meter; 2. Scheller, Brigade 46, 6,49 Meter; 3. Witzei, Brigade 49, 6,30 Meter.

100-Meter-Lauf, offen für SA.: 1. Hen­kel, Standarte 88, 11,5 Sek.; 2. Müller, Standarte 98, 11,6 Sek.; 3. Wieden, Standarte I. 33, 11,7 Sekunden.

100-Meter-Lauf, Einladung: 1. Wagner, Standarte 99 (SA.), 11,3 Sek.; 2. Zinke, Polizei, 11,4; 3. Amstütz, Polizei, 11,4 Sek.

Tauziehen: Standarte R. 224 gegen M. Stan­darte 47, Sieger: R. 224.

Mannschafts k ä m pfe für Standar­ten: 1. VII/83/47 307,1 Punkte (Fünfkampf 82,4 Punkte, 10X100°Meter 31 P., Gepäckm. 100 P., Schießen 93,7 P.); 2. 83/47 277,7 P.; 3. 81/49 274,3 P.; 4. I. 11/48 272,4 P.; 5. 87/148 272,4 P.

800-Meter-Lauf, Einladung: 1. Lücke-SA.- Standarte 25 2:03,3 Min.; 2. Stamm-Polizei 2:06,6 Min.; 3. Pferffer-Feldjäger 2:09,8 Min.

G e s ch i ck l i ch k e i t s p r ü f u n g für Kraft­wagen: 1. Kraftwagen-Abteilung 46 531 Punkte; 2. K.-Wag.-Abt. 147 607 P.; 3. K.-Wag.-Abt. 47 779 Punkte.

Gefchicklichkeitsprüfung für Kraft­räder: 1. Motor-Standarte 146 169 Punkte; 2. M.-Standarte 148 187 P.; 3. M.-Standarte 48 203 Punkte.

Kugelstoßen, offen für SA.: 1. Luh- Standarte 116 13,35 Meter; 2. Hartung- Stan­darte 83 12,91 Meter; 3. Jlmenstcidter-H. W. L. H. 11,76 Meter.

Kugelstoßen, Einladung: 1. Luh- SA. 13,84 Meter; Hartung-SA. 12,65 Meter; 3. Franzke-Po- lizei 11,58 Meter.

4 mal 100-Meter-Staffel, Einladung: 1. SA.-Staffel I 44,8 Sek.; 2. SA.-Staffel II 45,8 Sek.; 3. SS. 48,2 Sek.; 4. Polizei 48,8 Sek. Feld- jäger 49,8 Sek.

Rugby-Entscheidung: Gem. Mannschaft Standarte 81 und 88 Standarte 25 8:0.

20 mal 250-Meter-Staffel: 1. Brigade 49 10:36 Min.; 2. Brigade 47 10:41,6 Min.; 3. Bri- gäbe 148 11:05,4 Min.; 4. Angabe 147 11:19,5 Min.; 5. Angabe 146 11:42,1 Min.; 6. Brigabe 48 12:46,4 Min.

Entscheibungskämpfe im Boxen: 1. Brigabe 49 46 Punkte; 2. Brigabe 147 12 P.; 3. Hilfswerklager Höchst 4 P.; 4. Brigabe 48 4 P.; 5. Brigabe 148 4 Punkte.

Die besten Fünfkämpfer: (Auszug aus ben Mannschaftskämpfen für Standarten): 1. Greß- fängels-J. 11/48 98 Punkte; 2. Plum-J. 11/48 95 P.; 3. Kenner°7/83 94 P.; 3. Luh- 116/147 94 P.; 4. Metzger-7/83 93 P.; 5. Scheller-418/46 91 Punkte.

Gesamtwertung der Brigademann­schaften: 1. Brigade 47 431,7 P.; 2. Brig de 48 390,5 P.; 3. Brigade 148 385,9 P.; 4. Brigcn ' 146 378,9 P.; 5. Brigade 147 370,8 P.; 6. Brigabe 49 355,5 P.; 7. Brigabe 46 275,2 Punkte.

1900 bezwingt den Aordhessen- meister TV. Wetzlar 4:3.

Der Start ber Gauliaahanbballmannschaft der Spielvereinigung 1900 gestaltete sich zu einem gro­ßen Erfolg. Mit der in der Aufstellung Enders I; Volkmann, Birkenstock; Funke, Cremers, Reist; Schüler, Krüger, Steines, Betz und Dieffenbach spielenden Mannschaft bezwang sie den Wetzlarer Turnverein auf heimischem Boden mit 4:3 Toren.

ihm ein, nun war es spät geworden, nun hatte er den letzten Zug nach Frankfurt versäumt und mußte in Mainz übernachten.

Er sehnte sich mit einem Male nach Ruhe, nach dem Versinken in tiefen Schlaf, damit ihn die marternden Gedanken freigäben. Er suchte ein Hotel, und ihm fiel das Hotel ein, in dem Donata mit ihren Eltern wohnte. Es zuckte ihm durch den Kopf: er wollte in dasselbe Hotel gehen, dann konnte er Donata am Morgen begrüßen. Vor einem Blick ihrer reinen, klaren Augen verging dann wohl alle böse Eifersucht.

Er betrat bald darauf die Halle des Hotels, er­klärte dem Portier, er hätte den letzten Zug nach Frankfurt versäumt, wäre deshalb ohne Gepäck und möchte um ein einfaches Zimmer bitten.

Er hielt Umschau. Die Oldens hatten ein elegan­tes Hotel gewählt, das erkannte man schon in der Eingangshalle.

Er füllte den Meldezettel aus, dachte: Hier ge­höre ich nicht her, viel zu vornehme Gäste wohnen hier. Donata paßte jetzt hierher, er nicht!

Er näherte [ich der Tür des Speisesaals. Er wollte eine Kleinigkeit genießen, er verspürte jetzt Hunger.

Ein festlick heller Raum nahm ihn auf, in dem noch ziemlich viele Gäste saßen. Er wählte einen Eckplatz neben der Tür, machte eine bescheidene Bestellung; dann ließ er die Blicke umherschweifen.

Seine Augen blieben an einem großen Tisch haften. Da saßen Donatas Eltern, ein Herr, den er nicht kannte, Donata selbst und neben ihr der Prinz. Alle bösen Geister wurden wieder in ihm wach.

Wie schön Donata war, wie elegant gekleidet! Unb wie ber Brillant ihres Ringes auffunkelte, wenn sie bie Hanb bewegte, an ber sie ihn trug!

Donata ahnte nicht, wie scharf sie beobachtet würbe. Der Platz, ben Detlef Westkamp gewählt hatte, lag etwas versteckt hinter anberen gut be­setzten Tischen, unb sie war jetzt leiblich vergnügt. Ein paar Gläser Schaumwein hatten ihre allzu ernsten Gebanken fortgespült. Sie wollte nicht Spielverberber sein an bem Abenb, ben ihre Eltern frohen Herzens genossen.

Sie stieß auch mit Prinz Volkbert an. Detlef Westkamp stellte es mit Erbitterung fest.

Donata würbe mübe; sie wäre gern nach oben gegangen, aber es hieß warten.

Der Prinz roanbte sich an Steffi Olben:

Ich hoffe, ich barf Ihnen nächstens in Frank- furt meinen Besuch machen, gnädige Frau?^

Er sah dabei mehr Donata als ihre Mutter an.

Frau Steffi neigte den Kopf:

Sie werden uns immer willkommen sein, Hoheit! Aber unser Heim ist schlicht, es ist ein Alt Born­heimer Haus in ber Spillingsgasse."

Er lächelte.Wie interessant, gnäblge Frau! Ich freue mich schon, Ihr Heim kennenzulernen."

(Fortsetzung folgt.) ' T