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Samstag, 24. MrzM4

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

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einen vorzüglichen, in seiner Sorgsamkeit unermüd-"strecken abwechselnd den Leib und werfen sich so licken Pfleger und so konnte sich diese Rüsselrobbe wiegend vorwärts. Aber sie können die vordere ucyen -Piieytn, __ihrps ftnrnrr« enkreckt aufrichten, und IN

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Der nähere Umgang mit See-Elefanten hat mich im Laufe der Zeit vom harmlosen Charakter dieser Tiere überzeugt, die weder temperamentvoll noch reizbar angriffslustig sind und auch keine besonders entwickelten Sinne aufweisen. Erst zu Beginn des A ... Si. .(a u? a» amvahm am I Q115'

Geheimrat Dr. Reinhard v. F r a n k, der Münchner Strafrechtslehrer, starb im Alter von 74 Jahren. Sein Hauptwerk war der in vielen Auflagen er* schienene Kommentar zum Strafgesetzbuch. Frank war von 1890 bis 1900 Professor an der Universität

bei andauernder Gesundheit zu stattlichem Umfang entwickeln: Roland mißt beinahe fünf Meter und ist wohl reichlich 45 Zentner schwer, eine in jebcr Hinsichtrepräsentative" Kostbarkeit unserer Ber­liner Tiersammlung.

Hälfte ihres Körpers senkrecht aufrichten, und in dieser Haltung hat Roland gar etwas rührend An­mutiges, besonders, wenn er sich mit den Zehen seiner Vorderflossen die genarbte Brust bekrabbelt. Manchmal denke ich, so hätten die verzauberten Meerweiber ausgesehen, die Fabelwesen, von denen ich als Kind oft geträumt habe, und ich freue mich, wenn dann der Pfleger seinen Roland liebevoll auf die Flanken tätschelt, eine derb-zutrauliche Unter­haltung mit ihm beginnt.

Massa, chop live plenty to much! Es ist massen­haft Essen da! Alle Trägergesichter strahlten! Da kam ein Träger: Massa, me be sick for belly! ich habe Leibschmerzen! Ricinus! Und ein anderer hatte große offene Beinwunden, man begriff nicht, wie er Überhaupt laufen konnte: Zinksalbe, ein paar Tage appliziert, und die Wunde war sauber.

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See-ElefantRoland nehmungsgeist aus

Mt MS.,/Pionier nach Kamerun.

3d? höre es riechen." Von Or. Paul Rohrbach, ui.

Die Neue Kirche in Delft, die Grabstätte des Hauses Nassau-Oranien, in der am Dienstag die Königin-Mutter Emma der Niederlande zur letzten Ruhe bestattet wird. .

Als ich 1907 den berühmten Häuptling I 0 j a von Bamum, oben im Grasland, besuchte, kam er mir schon eine Stunde von seiner Residenz in Hu­sarenuniform, mit hohen gelben Reitstiefeln, Offi­zierssäbel und Reiherbusch entgegen, begrüßte mich mit einem mächtigen Händedruck und wußte eine bezaubernde Mischung von Liebenswürdigkeit und Selbstbewußtsein in die Worte zu legen, mit denen er sich vorstellte: Me be Jo ja, King for Bamum! Ich bin Joja, der König von Bamum! Und weiter: Me like to much look tor Germany! Ich würde so gern Deutschland sehen! Der arme Joja noch Jahre nach dem Kriege hat er auf die Rückkehr der Deutschen gehofft, bis ihn schließlich die Franzosen wegführten und in Jaunde, in Süd-Kamerun, inter­nierten. Dort ist er im vorigen Jahr gestorben.

Was für eine naive Komik und Bildhaftigkeit steckt in dem AusdruckSavs-Box" für Kopf! Das Savö kommt aus dem Portugiesischen: Wissen, Ver­stehen, also: die Box, in der der Verstand steckt! All­mählich dringen etwas mehr Worte aus dem rich­tigen Englisch ein, und die englische Mandatsver­waltung bemüht sich auch, dasPidschen" durch die reine Sprache zu verdrängen, schon aus dem Grunde, weil niemand so schwer Pidschen zu spre­chen lernt wie der Engländer selbst. Welchem Eng­länder sollte es auch einleuchten, daß wenn der Schwarze sagtI find him, but I no look him", es heißen soll:Ich suche ihn, aber ich kann ihn nicht finden!

Das Kommando bei unseren afrikani­schen Schutztruppen war überall deutsch, aber die Verkehrssprache war in Kamerun auch mit den Soldaten Pidschen, gewürzt durch mili­tärische Kraftausdrücke deutscher Herkunft, deren sich die Kameruner Schwarzen noch heute untereinan­der bedienen, wenn die Unterhaltung lebhafter wird. Ein kurzes Wort, in dem das halbe Afrika der alten Kolonialzeit steckt, heißtMuff!" (vom englischen to move), dessen stimmliche Variationen ihm den Sinn vom einfachen militärischenAb­treten" bis zum grimmigenScher dich zum Teu­fel!" geben können.

Pidschen ist die Verständigungssprache an der Westküste seit hundert Jahren. Seine Schwester­sprachen werden in China und in der Süd- s e e gesprochen, wo englische Seefahrer und Kauf­leute auch die ersten Europäer waren, die mit den Einheimischen in Verkehr traten. Irgendein ein­faches Verständigungsmittel für den engsten, primi­tivsten Kreis der Beziehungen: Handel, Reise, Be­dienung mußte geschaffen werden. Das Englische ist an sich schon so einfach, daß es auch noch der weiterenVereinfachung" zum Pidschen fähig war: mit keiner anderen europäischen Sprache hätte man diese Prozedur vornehmen können. Höchstens wäre das ällmähliche Einschrumpfen des H 0 l l ä n d i < schen in Südafrika zur ursprünglichen Buren­sprache eine Analogie dazu. Jetzt ist dieTaal" oder dasA f r i k a a n s" auch schon wieder zur Schriftsprache bereichert und zurückentwickelt, aber in früherer Zeit, als der Gedanken- und Sprach­horizont der einfachen Treck- und Veldburen auf das bescheidenste Maß reduziert war, konnte ihre Sprache von den Eingeborenen in Südafrika zur Verständigung mit den Weißen angenommen wer­den. Der'alte Hendrik Witbooi, allerdings ein ungewöhnlicher Kopf, hat in der alten Taal so­gar ein ausführliches Tagesbuch geführt, das vor einigen Jahren von einer südafrikanischen wissen­schaftlichen Gesellschaft veröffentlicht wurde.

I hear them smell! Wieviele Lagerfeuer auf langen Märschen durch das alte Kamerun, wie­viel stramm-treuherzige Meldungen von meinen bei­den Begleitsoldaten im dichten Urwald und im Grasland, tauchen wieder in meiner Erinnerung auf! Meist ging es dabei ums Essen und um die Träger. Chöp no live es ist kein Essen zu fin­den, war eine melancholische Sache, wenn nach lan­gem Tagemarsch irgendein kleines Buschdorf er­reicht war, wo die Einwohner selbst hungerten, weil die Planten (Mehl-Bananen) noch nicht reif waren. Ein anderes Mal kam der Soldat freudig grinsend:

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Gigantischer Gee-Elefant.

Don Paul Eipper.

Als ich vor zehn Jahren zum erstenmal einen voll erwachsenen See-Elefanten-Bullen erblickte, als der prustende Fleischberg naß, dunkel und bedächtig aus dem Wasser hochkam, da stockte mir der Atem. So müssen Urweltlarven ausgesehen haben; so türmten vielleicht die Priester längst vergangener Welten ihre Molochgötzen auf: Wahngebilde aus schwarzem Marmor, aus Lavamasse, aus gold- sunkelndem Metall. So brennend starrt mit über­großen Augen das dumpfe Sein ins Licht der Sonne, titanenhafte, noch gänzlich unbeseelte Form.

Eine unglaubliche Heilhaut haben diese Leute. Chop Palaver, Träger Palaver, welcher alte Ka­meruner kennt sie nicht, diese zwei Kreuze der Ur* waldwanderung! Und nun geht alles nur n 0 cy per Auto, Afrika lebt geschwinder, als in alten Zeiten, nur nicht schöner. Doch, da es nun einmal fein muß: Auf zur Autofahrt!

T i k 0 , März 1934.

Gestern um Mitternacht kam von ferne das Leuchtfeuer von Kap Formoso auf der Insel Fer­nando Po in Sicht. Am letzten Abend vor dem Ende der Fahrt pflegen Passagiere und Schiffs­offiziere sich zu einem kleinen Abschiedstrunk zu- sammenzusetzen. In solch einer Tropennacht ist es an Deck immer noch etwas weniger schwül, als im Salon beim Becherlupf, und während ich, Lust schöpfend, an der Reeling stand, trat auch unser Kapitän hinzu. Das Feuer von der Insel blinkte auf und verschwand, blinkte auf und verschwand, und mit einem Male kam leise jener aus dem Rauch der Hüttenfeuer und anderen unnennbaren, afrika­nischen Ingredienzien gemischte Geruch herüberge­weht, der für eine Afrikanernase schon die Stim­mung des schwarzen Erdteils heraufbeschwört.

I hear (Hern smell", sagte der Kapitän auf Pid- schen-Englisch;i ch höre den Geruch"! Dies kleine Sätzchen genügte für uns beide, um dem Ge­ruch fein richtiges afrikanisches Leben zu geben. Das Negerenglisch von der Westküste ist eine selt­same Sprache. Es sind nur ein paar hundert Worte, mit einer unmöglichen Grammatik, die nach dem Sprachempfinden' der Schwarzen zurechtgestutzt ist. Einzelne Ausdrücke stammen noch aus der Portu­giesenzeit; in den alten deutschen Koloniep ist auch etwas Deutsch hineingemischt, und das alles ist durchtränkt mit einem "fo erschütternden unfreiwilli­gen Humor, daß man Tränen lachen kann, wenn so ein alter Westküstenmann, der den Jargon be­herrscht, z. B. die Schöpfungsgeschichte auf Pidschen erzählt.

Was in Ostafrika Kisuaheli ist, das ist auf der Westseite Pidschen-Englisch. Kein Mensch weiß, wo der Ausdruck herstammt. Die Engländer schreiben Pigeon", aber die Taube hat in keinem Fall etwas damit zu tun. Auch vom Schwein (pig) stammt es nicht. Manche meinen, es stecke ein verderbtesbusi- netz" dahinter, aber dies Wort können die Schwar­zen glatt aussprechen. Gleichviel, die merkwürdige Sprache ist da, und sie ist ein brauchbares Verstän­digungsmittel bis ziemlich tief ins Innere.

Lufifpori im neuen Deutschland

Ein Jahr Deutscher Lustsport-Verband.

Dnn Präsident Bruno Loerzer, Führer des deutschen Lufisherts.

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men feiner Aufgaben von jenem Tage ab. Die rahllosen Vereine und Gruppen wurden aufgelost und unter dem Präsidium des Deutschen Luftsport- Verbandes eine einheitliche Neuorgani­sation, unterteilt nach Landes- und Ortsgrup­pen, geschaffen. Als wir dem wiedergeeinten deut­schen Volk klar und deutlich sagten, daß die Liebe zum Flugsport um des Fliegens willen genau |o groß fein muß, wie die Zuneigung zu irgend­einem erdgebundenen Sport und daß das Fliegen allerdings Mittel und Opfer erfordere, um die not­wendigen Motor- und Segelflugzeuge, Ballone ufw. heranzuschaffen, da zeigte sich ein bewunderungs­würdiger Opfergeist in allen Kreisen. Auch Trager des Fluggedankens und der praktischen Flugbetäti- gung zu sein, war für unsere Volksgenossen eine selbstverständliche freiwillige Tat. Was in aller Welt kann die Jugend mehr begeistern und sie zu tüchtigen und disziplinierten Menschen heranziehen als die Pflege des Luftsportes!

In diesem friedlichen Wettstreit rollte sich vor unseren Augen der Deutschlandflug 193 3 ab, der 125 schwachmotorige Sportflugzeuge am Start sah. I n der Rhön trafen sich beim Herbst-

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Trotzdem ich nun diesen Seeelefanten täglich sehe, übt er immer von neuem einen rätselhaften Zou, ber auf mich aus: unergründbar bleibt mir seine abenteuerlich lockende Erscheinung, die Veränder­lichkeit seines Gesichts, das ausdrucksvolle Mienen­spiel.

Ein brauner, biet gestopfter !ffiaf|er|atf eine Stettmalae!" sagen manche Leute. Gewiß, Raland Ä (ein Stopf türmt sich groß unb breit; ber lange hals geht ohne merkliche Absetzung in den massigen Leib über, so baß unter feinem Kmn häu­fig kreisrunde Faltensacke hangen. Sem G-ftch ann man unmöglich schön nennen; die Schnauze ist fah abgestutzt, unb über ber Oberlippe starren m?l- ange, borstige Schnurrbarthaare. Doch es stehen zwei Augen in diesem Gesicht, zwei große, dunkle tiuaeüonnen unb sie beleben die plumpe Form; ihr Ausdruck chasft die Brücke des Verstehens, unb in (einer Verönberlichkeit liegt wahrscheinlich b,e un­leugbare Anziehungskraft auf alle Menschen Noch eben war das vorgewoldte Kristall funkelnd zu uns gestellt; Aufmerksamkeit, Neugier, eine ge­spannte Straffheit sah uns an; nun senkt sich ganz langsam wie ein Vorhang das wimperlose Lid her­ab 'bedeckt die Augenkreise und schon neigt sich der ganze Riesenkopf müde seufzend auf den Userstein; schräge Schlitze blinzeln links und rechts vom Nasenrücken, der Schädel spitzt sich zur Dreiecks- form; unwillkürlich denkt man an eine Pyramide, aus Lehm geschichtet, aus rissigem Stern.

Aber in der Mitte dieser fast konturenlosen Wulst atmet der längliche, guergefurchte Nasensack und diese Nase ist das namengebende Charakteristikum des See-Elefanten; sie kann im Augenblick der Er­regung zu einem unheimlichen Rüssel erweitert und vorgestülpt werden.

Meist sind die Nasenlöcher fest zusammengepretzt, unter schnarchendem Geschnauf offnen sie sich zu breiten Kratern; plötzlich schwillt alle Form bie Fleischmuskulatur strafst sich; als barbarische Zier steht ein ausgeblähtes Ru elrnonstrum ba unb 'wenn der SeJ Elefant gar nach d-n Rachen öffnet ba& man tief in bie rote Mundhöhle steht. b e Dolche ber kräftigen gelben Hauerzahne bemerkt, bann wird Roland zu einem drohenden Urmelt- drachen, zu einem Geschöpf, das wohl gar auch Feuer speien könnte

Die See-Elefanten, im Wasser sehr geschickt,, be­wegen sich nur mühsam an Land, krummen und

Unser Führer Adolf Hitler hat immer und immer wieder der Welt die Versicherung der Frie­densliebe des deutschen Volkes abgegeben, an welche wir unerschütterlichen Glauben haben. Wie­weit auch unsere Umwelt daran zu glauben ver­mag, ist allein Sache des guten Willens. Wenn uns nach siegreichem Durchbruch unserer großen natiö- nalsozialistischen Revolution im Januar 1933 der Wunsch nach starkem Aufschwung des deutschen Flugsports beseelte, so ist dies aus der Zersplitte­rung Vernachlässigung und Nichtausnutzung ge­gebener Möglichkeiten erklärlich, die das an sich für uns verwerfliche Diktat von Versailles gar nicht einmal verbot. Was das nationalsozialistische Zeit­alter uns gebracht hat, ist ein ungeahnter Opfersinn von Millionen Volksgenos­sen für unsere Luftfahrt und insbesondere für unseren Luftsport. Nutzen daraus, wenn der deutsche Genius etwas Neues und Bahnbrechendes auf den Gebieten des Segel- und Motorfluges her­vorbringt, ziehen doch nicht wir allein, sondern d i e ganze Welt d e r L u f t f a h r e r. Es gibt doch- nichts Erhabeneres, als mit vereinten Kräften dem Element der Luft zu Leibe zu rücken, die der Mensch zwar, wie man so schön sagt, erobert hat, die wir aber durchaus noch nicht so beherrschen, wie es unsere Vorväter in Wort und Bild und Schrift erträumten.

Deutschland hatte nach Versailles einige wenige schwachmotorige Sportflugzeuge und eine geringe Anzahl motorloser Segelflugzeuge, die kleinen Sport­vereinigungen gehörten und einigen Mitgliedern zu Uebungszwecken dienten. Wie man den Hang 3um Motorrad- und Autofahren haben kann, so natür­lich auch die Lust und das Verlangen, im luftigen Element zu fliegen. Görings Motto, daß das deutsche Polk ein Volk von Fliegern, d. h. von Flugbegeisterten sein und werden soll, wäre in den 14 Jahren vor 1933 gar nicht denkbar gewesen, weil unsere langatmig feilschenden Parla­mentarier die Förderung aller möglichen Dinge für vordringlich hielten, nur nicht den Aufwärts­trieb der Fliegerei, auch wenn man ihr nur mora­lische Unterstützung angedeihen lassen könnte.

Das sog. Pariser Luftfahrtabkommen vom Ja­nuar 1926 brachte zwar dem Luftverkehr unerläß­liche Entfesselung, aber der Flugsport blieb weiter­hin unter einem dumpfen Druck. Gewiß, wir hatten einige vorhandene Einzelleistungen im Segel- und Motorflug zu verzeichnen, aber die Masse war für den Luftsportgedanken nicht geweckt. Schlagartig wurde die Situation nach dem 30. Januar 1933, nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler, an­ders Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten konnte der Luftsport in Deutschland aufzuatmen be­ginnen, denn es waren nun Führer da, die das zugunsten der Luftfahrt gegebene Wort auch voll einzulösen willens waren.

Aus der Vielheit von Vereinen und Verbänden, von denen jeder an einem anderen Strang zog, wurde am 25. März 1933 der Deutsche Luft­sport-Verband gegründet. Wie dem Natio­nalsozialisten Einheitlichkeit und gemeinsames Stre­ben in der Durchführung von Ideen als oberstes Gesetz vorschwebt, so beherzigt dieses auch der deut­sche 'Luftsport unter der Hakenkreuzfahne im Rah-

Jm oberen Stockwerk hämmert, stampft unb pol­tert es. Besenstiele erscheinen in den offenen Fen­stern und heiße Gesichter. Bettstellen und Tische pol­tern hinaus auf den Gang, weil die stolzen Besitze­rinnen der kleinen Privatzimmer großreinemachen. Wer sich nicht vorsieht, kriegt von oben einen Wasser­strahl.

Eine Kolonne von neun Schwerarbeitern hantiert an einem Vierer: er wirdüberholt". Eine reizende und äußerst beliebte Arbeit. Mit Stahlspänen, Sandpapier und Spatel schaben, schrubben und schuften sie, um den alten Lack herunterzuholen. Wie die Maurer sehen sie aus, grauweiß bestaubt. Sie schimpfen und lachen und arbeiten dabei fieberhaft. Ein Trost ist: Es kommt jeder dran zum Arbeits­dienst. Und wenn man sich beeilt, ist man mittags fertig und kann noch eine Kaffeefahrt machen. Drei Mädels bearbeiten das sogenannte Kleinzeug, Skulls, Rollsitze, Laufbretter. Die um ihre Hände Besorgten tragen zu ihrem verschmutzten Arbeitsanzug vor­nehm Handschuhe.

Das alte Semester ist davon befreit und spaziert, boshafte und ermunternde Bemerkungen ausstreu- end, um die Arbeiter herum.

Endlich ist das Boot fertig, wird gründlich bespült und gewaschen. Und in acht Tagen sehen wir es in neuem Glanze wieder, frisch lackiert und strahlend, und all die lieben alten Schrammen sind nicht mehr zu erblicken, die von den herrlichen Erlebnissen er­zählten: als uns um ein Haar ein Segler in den Grund gebohrt hätte, als wir in der Schleuse gegen die Steinmauer geschleudert wurden, als Lotte mit dem Absatz in die Planken fuhr und wir es so schön mit Leukoplast verklebten. Alles ist fortgewischt, überholt.

Die meisten Boote sind schon erneut, stehen prunk­voll da, die Vierer und Zweier. Und wir tragen sie behutsam zum Wasser (etwa drei Wochen hält die Vorsicht an), schieben sie liebevoll hinein und fahren los, der Pracht bewußt. Zwar muß man noch heftig und ständig die rotgeblasene Nase putzen (das kommt vom Wind), zwar trägt man noch die Jacke, zieht sie im geschützten Kanal aus und an der näch- ften zugigen Ecke wieder an (das kommt auch vom Wind), zwar muß man fest den Schleier um bie Haare binden und eventuell auch, wenn man sehr pimplich ist, die Trainingshose anbehalten aber es ist eine Wonne, über das bewegte Wasser zu fah­ren, Wellen glucksen zu hören, den' Körper zu schwingen ... und drei Tage lang wegen Muskel­katers 'rückwärts die Treppe hinabzusteigen.

Aber es dauert nicht lange, und wir sind trainiert.

Ob Ruderer, Paddler ober Segler, wir bieten trotzig die Nase dem Frühsahrsw'inb. Bald steigt unser Anrubern, Anpaddeln ober Ansegeln, unb stolz zieht bie Kette ber beflaggten Boote zum gemein- famen Ziel. Wir haben uns das Wasser neu er­obert.

Wiedersehen mit dem Boot.

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Die Sträucher stecken kleine Knospen heraus, unb ber Winb geht. Der Wasserspiegel ist heftig ge­kräuselt, lange Windstreifen finb zu sehen.

Wir streben mit eiligen Schritten dem Bootshaus zu, benn bie Sehnsucht nach dem lange entbehrten Wasser ist riesengroß geworben. Jetzt sieht man noch bas Haus von weitem, weil die Bäume kahl finb. Die Türen zu ben Bootsschuppen stehen weit offen, aber keine Fahrten unb Mannschaftszusammenstel­lungen sind angeschlagen. Noch finden wir uns roilb zusammen. Wer Mut hat unb nicht allzu verfroren ist, steigt in ben Kahn.

Dumpf unb kahl ist es im Umkleideraum. Man öffnet ben Schrank und erschrickt über bas Gerümpel unb ben muffigen Geruch. Eine Zahnbürste zum Schuhwichsen ist noch da, eine Ruberhose und ber vollkommen oermoberte Trainingsanzug. Unb die Bootsschuhe, bie geliebten, angegrauten, vor langen Jahren braunen unb noch lange nicht abgelegten Bootsschuhe, bie so gern immer bie kleine Zehe durchgucken lassen wollen. Dieses Jahr werde ich mir den Schrank wunderbar tapezieren, und einen Spiegel anbringen und neue Haken. Hat da jemand $Wer hat meinen blauen Eimer gesehen?"

Wo ist denn die rote Decke mit dem eingebrann­ten Loch?"

Hat jemand im letzten Herbst meinen Gummi­sitz geliehen?"

Wir suchen alle durcheinander, sehen unter, über unb neben alle Schränke unb habe viele Plage, bis wir alle Sachen roieberfinben.

Um Gottes willen, ber Geschirrkorb!"

Wahrhaftig, es hat einer ein paar Tassen im letz­ten Oktober nicht abgewaschen.

Wir schleppen bie Decken unb Mantel hinaus zum Ausklopfen unb hätten beinahe einen Ball an ben Kopf gekriegt. Sechs Mädels springen herum im Trainingsanzug und spielen Medizinball. Das Boot I lockt sie' noch "nicht sehr, noch ziehen die Land- I Bewegung vor.

'v " ih enim (feiten öinne auiwei|en.

1. HUÄ 10 Jahrhunderts wurden diese Riesenrobben 4" k g-wach ne Bullen bis 3000 kg Lebendgewicht!) W* i entdeckt: sie wanderten in unübersehbaren Schar en W- Ä r/.f b (üblichen Erdhälfte, bevölkerten alle Küsten n?fa" ' * ' Äschen dem 35 und dem 68. Grad südlicher Breite

ä Jinrpn sa friedfertig (weil sie bis dahin keine Fe nd^ kann'ten und hatten!), daß di- Matra,en Ne ,um Spaß als Reittiere benutzten und mit M-ii-rstich-n zu schnelleren Bewegungen antri-u-n.

L der hat di- Gewinnfucht der Iraniager i^nnoVli* unter den See-Elefanten gemutet. In e nie ni Rabbenfchläger-Bericht vam Anfang des IgOO.IahrhundertSnh-ibt

sifug ich MU ."n"00 See-Elefanten erschlagen." Z-UNd°^°ehm der unübertrefs-iche Graßmeist-r

F-ind° nicht einmal in die unzugan ich n^elle des Meeres zuruckziehen. Vertilgungswut

erlegen fern wird, ^st es a^^gende Kul- leaenbeit wieder einmal auf a\

turbed-utung des Tierschutzes hmzumeisen?)