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Grünberg, 22. Roo. Die Kartoffel- sammlung für die Winterhilfe innerhalb der Ortsgruppe Grünberg des Reichsnährstandes, die unter Leitung des Ortsfachberaters Gr o ß h a u s

Heuchelheim I Biebertal-Elf 4:1.

Die kombinierte Biebertal-Elf trat nur mit neun Mann an, so daß Heuchelheim auf elf Spieler er­gänzen mußte. Besondere Leistungen wurden im Verlaufe der ersten Halbzeit nicht gezeigt. Rach der Pause gingen die Einheimischen mehr aus sich her­aus und schnürten die Gäste fast vollständig in ihrer Hälfte ein. Dor diesem Spiel machte der Der- einsführer vom Spv. Heuchelheim in einer kurzen Ansprache auf den Zweck dieser Spiele aufmerksam. Die Tageseinnahme in Höhe von 41 Mark wurde der Ortsgruppe der RSD. zugewiesen.

Die erste Jugendelf von Heuchelheim, welche durch einige Spieler von Kinzenbach verstärkt war, konnte eine kombinierte Jugendmannschaft von Krofdorf- Wißmar erwartungsgemäß mit 5:1 schlagen.

Weitere wichtige WH W. -Spiele am Bußtag brachten folgende Ergebnisse: Frankfurt Offenbach 2:3, Wiesbaden Frankfurt 0:1, Pfalz Saar 3:2, Mannheim Frankfurt 7:3, Karls­ruhe Württemberg 2:2, Stuttgart Baden 4:6, München Rürnberg/Fürth 1:1, Würzburg Nürnberg 2:2, Nordhessen Nachwuchs Borussia Fulda 2:3, Trier Köln 2:0, Stettin Berlin 3:2.

1. Mannschaften vonTeutonia" Watzenborn-Stein­berg und der Spielvereinigung Leihgestern auf dem Platz Leihgestern zum Winternothilfespiel. 800 Zu­schauer waren erschienen. Zwei alte Rivalen kämpf­ten um den Sieg. Nach etwa anderthalb Jahren gelang es dem Platzverein wieder einmal, diesen Gegner zu schlagen. Beide Mannschaften traten er­satzgeschwächt an.

Der Spielverlauf.

Leihgestern fand sich sehr schnell, und bereits in der 10. Minute fiel das erste Tor für den Platz­besitzer. Leihgestern spielte auch weiterhin über­legen. Erfolge blieben aber aus. Dann zogen die Gäste alle Register, aber Fischer im Tor der Blau­weißen wehrte sehr gut ab. Dann übernahm wie­der Leihgestern das Kommando und kam schließ­lich auch durch Schneider zum zweiten Erfolg. Die Teutonen gerieten dadurch etwas außer Fassung. Die Blauweißen hatten Gelegenheit, den Torvor­sprung zu vergrößern, die Gästehintermannschaft wehrte aber sicher ab. Die Leihgesterner ließen dann etwas nach. Ein verschuldeter Elfmeter für Watzenborn-Steinberg wurde von Fischer gehalten. Mit 2:0 für Leihgestern ging es in die Pause.

Nach der Pause gestaltet sich das Spiel offener. Die Teutonen gingen in der Folge mächtig aus sich heraus und erzielten nach prächtiger Kombination durch den Linksaußen ein Tor. Leihgestern kam aber bald darauf durch Arnold wiederum zu einem dritten Erfolg, so daß die Tordifferenz wieder her­gestellt war. In den letzten zehn Minuten ließen die Gastgeber, im Gefühl des sicheren Sieges nach. Fünf Minuten vor Schluß verkürzte Happel II mit einem Bombenschuß auf 3:2. Für den Rest spielten die Einheimischen auf Zeit. Die Mannschaft des Siegers spielte sehr einheitlich und hatte kaum einen schwachen Punkt. Die Gästemannschaft hatte darunter zu leiden, daß jeder einzelne Mann im Sturm zu eigenmächtig spielte. Der Tormann be­wahrte die Gäste vor einer höheren Niederlage. Der Schiedsrichter Z i tz e r (Gießen) leitete gut.

Spleloereinigung Leihgestern I schlägt Dahenborn-Sleinberg 3:2. Dienste der Winternothilfe stellten sich

Nordhessen-Süd Hanau-Stadt 5:0 (3:0).

Die bunt zusammengewürfelte Hanauer Stadt­mannschaft hatte in diesem Treffen, das in Hanau vor 800 Zuschauern durchgeführt wurde, nicht viel zu bestellen. Die eifrig spielenden Jungmannen er­rangen einen klaren und durchaus verdienten Sieg.

VfB. Friedberg Bezirksklasse Friedberg 4:2 (2:1) Marburg Kreismannfchast

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<5 23 Hungen, 22. Noo. Hier wurde der älteste Einwohner und zugleich der letzte Veteran aus dem Kriege von 1870/71, Friedrich Wilhelm Graf, zu Grabe getragen. Er hatte ein Alter von 90 Jahren erreicht und erfreute sich stets bester Gesundheit. Mit seiner vor zwei Mona- ten verstorbenen Frau konnte er am 3. April 1930 das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern. Der Kriegerverein, dem der Verstorbene über 50 Jahre lang angehörte, geleitete ihn zur letzten Ruhe. Bür­germeister Zimmer legte einen Kranz nieder. Die Bergleute der Grube Abendstern, in der der Ver­storbene lange Jahre tätig war, ehrten ihn eben­falls durch einen Kranz. Im hohen Alter von 84 Jahren st a r b dieser Tage der Bergmann Wil­helm Streb von hier.

kreis Alsfeld.

* Alsfeld, 22.Nov. Zum kommissari­schen Beigeordneten unserer Stadt wurde Friedrich Ehrenklau jun. bestellt.

O Deckenbach, 22. Nov. In den letzten Tagen wurde hier mit der Holzhauerei begonnen. Es wird etwa die Hälfte mehr an Holz als im Vor­jahre gefällt werden.

£ Groß-Felda, 22. Nov. Am Sonntag gastierte hier im Auftrage der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" Lehrer Kraus-Ruhlkirchen mit seiner Laienspielschar. Es gelangte der Totentanz" zur Aufführung. Ein wundervolles Spiel nach alten Vorlagen, das den Tod als den unbezwingbaren Herrscher über die Menschheit darstellt. Besonders eindrucksvoll war das Spiel von Lehrer Kraus, der den Tod darstellte. Die Bevölkerung unseres abgeleaenen Vogelsberges ist der NS.-Gemeinschaft besonders dankbar, daß ihr derartige Genüsse geboten werden. Vielleicht läßt es sich ermöglichen, daß die Eintrittspreise gestaffelt werden, damit auck für die ärmere Bevölkerung ein solcher Genuß erschwinglich wird. Wenn mehrere Glieder einer Familie einen solchen Abend be­suchen wollen, so ist das für unsere Bevölkerung selbst bei 40 Pfennigen Eintritt eine beträchtliche Ausgabe.

§ Mainzlar, 22. Nov. Dieser Tage rollte von hier ein Waggon mit 2 4 0 Zentner g e - sammelten Kartoffeln nach Frankfurt ab. Die Sammlung wurde für das Winterhilfswerk von den Ortsbauernführern mit Unterstützung der NSV. im Ortsgruppengebiet Mainzlar (Daubrin- gen, Staufenberg, Mainzlar) durchgeführt. Die Eintopfsammlung am vergangenen Sonn­tag ergab in unserer Ortsgruppe (Mainzlar, Dau- bringen, Staufenberg) den Betrag von 120,75 Mk.

> Queckborn, 22. Nov. Am Montagabend wurde durch die N S. - G a u f i l m st e l l e im Gemeindesaal der FilmDie letzte Kompanie" vorgeführt und von den zahlreichen Besuchern mit größtem Interesse verfolgt. Am Dienstag wurden die hier gespendeten 200 Zentner Kartoffeln f ü r das Winterhilfswerk verladen. Die Schulkinder hatten den Wagen mit Tannengrün ge­schmückt und mit einigen auf die Volksverbundenheit zwischen Stadt und Land hinweisenden Sprüchen verseyen. Die Kartoffeln waren für Frankfurt be­stimmt.

Nachwuchs Aordhesfen Borussia Fulda 2:3 (2:2).

Zu diesem Spiel in Kassel hatten sich etwa 3000 Zuschauer eingefunden, die in technischer und tak­tischer Beziehung von beiden Mannschaften einen hochstehenden Kampf zu sehen bekamen. Nord- yessens Gaumeister trat mit dem Leipziger Wacke- raner Kozion auf dem Posten des Sturmführers an und zeigte eine sehr flüssige Zusammenarbeit, die schließlich auch den verdienten Sieg bewirkte. Nach acht Minuten gintz der Nachwuchs Nord durch den Linksaußen Klein in Front, doch nach zwanzig Minuten hatte Borussia durch Leugers ausgeglichen. Es dauerte nur kurze Zeit und der Nachwuchs lag durch einen Treffer Wohlgemuths 2:1 vorne. Kam­mer! sorgte aber wieder für den Ausgleich. Nach dem Wechsel lag Borussia weiterhin im Angriff, jedoch glückte der Siegestreffer erst in der 85. Minute. Böhnig (Kassel) leitete gut.

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Jugendopferspiel Gießen-Stadl Gießen-Land 2:2 (0:2).

Das Spiel war insofern eine Enttäuschung, als man von der einheimischen Elf bedeutend bessere Leistungen erwartete. Die Gießener Elf war fast nie eine Einheit, während sich die Leute aus dem Kreis sehr gut zusammenfanden. Sehr gut waren hier Tormann, Mittelläufer und der gesamte Sturm. Bei den Hiesigen hoben sich nur Torwart und Mit­telläufer von den anderen etwas ab. In der ersten Halbzeit hatten die Gießener kaum etwas zu be­stellen. Die Gäste spielten munter und tadellos zu­sammen. Sie waren stets feldüberlegen. Mittelläufer und Mittelstürmer dirigierten das Spiel muster­gültig. Der erste Treffer ließ nicht lange auf sich warten, dem Mitte der ersten Spielzeit der Gieße­ner Jung für die Landmannschaft noch einen zwei­ten anreihte. Mit diesem 2:0°Ergebnis ging es in die Pause. Eine klare Chance Schäfers im Gieße­ner Angriff blieb ungenutzt, da er einige Schritte vor dem Tor unfair abgedrückt wurde. Schäfer (Gießen) hatte durch schönen Schuß den Abstand auf 1:2 verkürzt. Durch eine Umstellung kamen die Stadtleute groß in Fahrt und erzielten auch unter drückender Ueberlegenheit fast mit dem Schlußpfiff den verdienten Ausgleich.

FE.»Teutonia ^Watzenborn-Steinberg gegen VfB.-R. Gießen 1:1 (0:1).

Bereits am Sonntagvormittag standen sich Allen- dorf a. d. Lahn 1. Mannschaft und Watzenborn- Steinberg 2. Mannschaft im ersten Punktekampf der Nachrunde auf dem Platz der Teutonen gegenüber. Das Spiel endete 4:3 für Allendorf, obwohl sich die Kampfhandlungen fast immer in des Gegners Hälfte abspielten, und in der 2. Halbzeit waren die Platz­besitzer so drückend überlegen, daß ein Sieg für sie verdient gewesen wäre. Doch hatten die Gäste einen Torhüter zur Stelle, der die sichersten Er­folge vereitelte. Schiedsrichter H. R ü s p e l e r lei­tete korrekt.

Am Nachmittag, leider bei sehr schlechtem Fuß­ballwetter, lieferten sich die Ligamannschaften von DfB.°R Gießen und Teutonia Watzenborn-Stein­berg einen spannenden Punktekampf. Die Gieße­ner fanden sich schneller und hatten auch in der 1. Halbzeit etwas mehr vom Spiel. Angriffe bei­derseitiger Stürmerreihen scheiterten vorerst an den vorzüglichen Hintermannschaften. Eine von den Teutonen schön herausgearbeitete Torchance konnte leider der Linksaußen infolge der schlechten Boden­verhältnisse nicht ausnützen. Kurz vor Halbzeit ge­lang es dem Gästemittelstürmer Birkenbiel, einen Eckball von rechts zum Führungstor einzuschießen. In der 2. Halbzeit sah man die Platzmannschaft we­sentlich im Vorteil, doch zu Erfolgen schien es nicht zu reichen. VfB. verteidigte geschickt und verlegte sich nur noch auf Durchbrüche. In der Stürmerreihe der Teutonen wollte es nicht klappen, und wieder schien eine knappe Niederlage festzustehen. Euler, der aufopferndste Spieler, ging aus der Verteidi­gung vor in den Sturm, und ihm gelang auch etwa 10 Minuten vor Schluß der Ausgleich.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Am Sonntag stand die Ligareserve auf eigenem Platze der ersten Elf vom Verein für Rasenspiele Lich gegenüber. Sonderbarerweise traten die Gäste nur mit acht Spielern an. Die Hiesigen ließen sich dadurch verleiten, an einen leichten Sieg zu denken. Die Licher taten aber in solchem Falle das einzig Richtige und verteidigten mit fast sämtlichen Leuten. Die Gießener hatten Mühe, das jedesmal vom Gast vorgelegte Tor auszugleichen, und da der Sturm der Blauweißen unter aller Form spielte, blieb es auch bei dem gerechten Unentschieden 2:2.

Die dritte Mannschaft 1900s trat nachmittags der gleichen Elf vom VfB.-Reichsbahn gegenüber und erlag aus diesmal mit 2:0 dem ungeschlagenen Ta­bellenführer knapp. Das Treffen war fair und ver­lief sehr interessant.

Fußball im Turnverein Treis a. d. £ba.

Der Tv. Londorf weilte am Sonntag zum ersten Verbandsspiel der Nachrunde in Treis. Für die Platzbesitzer hatte das Spiel eine ganz besondere Bedeutung, hieß es doch die Niederlage in Londorf auszugleichen, und es gelang. Treis siegte nach schönem Spiel verdient mit 4:2 Toren. Die Jugend erhielt zwei weitere Punkte, da Steinbach nicht antrat.

Terminliste für die Rückspiele der Kreisklaffen der Gruppe Gießen.

Kreisklasse I.

2. Dezember: VfB. II Grünberg, Heuchelheim 1900 II, Wieseck Lollar. 9. Dezember: Grünberg Leihgestern, Lollar Großen-Buseck, Lich VfB. II. 16. Dezember: Heuchelheim Wieseck, 1900 II VfB. II, Großen-Buseck (Brünberg, Lich Lollar. 23. Dezember: Grün­berg Lollar, Leihgestern Großen-Buseck, Wie­seck Lich, Krofdorf Heuchelheim. 30. De­zember: VfB. II Krofdorf, Leihgestern 1900 II, Lollar Heuchelheim, Großen-Buseck Wieseck, Grünberg Lich. 6. Januar: Krofdorf Leihgestern, 1900 II Grünberg, VfB. II Lollar, Großen-Buseck Heuchelheim. 13. Ja­nuar: Heuchelheim Lich, Leihgestern VfB. II, Lollar 1900 II, Wieseck Krofdorf. 20. Januar: 1900 II Großen-Buseck, VfB. II Heuchelheim, Lich Krofdorf, Leihgestern Wie­seck. 27. Januar: Großen-Buseck VfB. II, Heuchelheim (Brünberg, Wieseck 1900 II, Lich Leihgestern. 3. Februar: 1900 II Krofdorf, Grünberg Wieseck, Lollar Leihgestern. 10. Februar: Krofdorf Lollar, Heuchelheim Leih­gestern. 17. Februar: Krofdorf Großen- Buseck. 24. Februar: (Brünberg Krofdorf.

2. Kreisklasse, Gießen A.

2. Dezember: Garbenteich Leihgestern II, Steinbach Allendorf. 9. Dezember: Allendorf Wieseck II, Lollar II Steinberg II, Leih­gestern II Steinbach. 16. Dezember: Leih­gestern II Steinberg II, Garbenteich Lollar II, Steinbach Wieseck II. 23. Dezember: Stein­bach Steinberg II, Wieseck II Garbenteick, Allendorf Leihgestern II. 30. Dezember: Leiy- geftern II Wieseck II, Allendorf Lollar II. 6. Januar: Leihgestern II Lollar II, Wieseck II Steinberg II, Steinbach Garbenteich 13. Januar: Garbenteich Steinberg II, Wieseck II Lollar II. 20. Januar: Allendorf Garbenteich.

durchgeführt wurde, erbrachte insgesamt 325 Zentner Kartoffeln. Die Kartoffeln wurden nach Frankfurt verladen.

<£ Beltershain, 22. Nov. Am Dienstag­nachmittag machten sich hier einige Buden an einer Dickwurzmühle zu schaffen. Dabei geriet der älteste Sohn des Heinrich E r b in das Getriebe des Schwungrads, wobei ihm die Finger der rechten Hand schwer gequetscht wurden. Ob der Junge ohne dauernden Schaden davonkommt, ist noch ungewiß. Der bedauerliche Vorgang sollte allen Eltern und Kindern zur War­nung dienen.

Präsident Lewald über die Vorberei­tungen der Olympischen Spiele.

Auf einer Veranstaltung der amerikanischen Handelskammer in Deutschland sprach der Präsident des Organisationsausschusses für die Olympischen Spiele in Berlin 1935, Staatssekretär Dr. Lewald. Der Redner wies zunächst darauf hin, daß es erst im Doriaen Jahre, nachdem der Führer die Schirm­herrschaft über die Olympischen Spiele übernommen habe, möglich geworden sei, die Voraussetzungen für ihre wahrhaft großzügige Ausgestaltung zu schaffen. Lewald schilderte dann zunächst die Vorbereitungen für die olympischen Winterspiele, die in der Zeit vom 6. bis 16. Februar 1936 in Garmisch-Parten­kirchen stattfinden. Man rechnet dabei mit einer Teilnahme von etwa 20 Nationen. Die Hauptspiele finden in der Zeit vom 1. bis 16. August 1936 im Reichssportforum statt, auf dem Gelände, auf dem sich früher das alte Stadion und die Grunewald- renndahn befanden. Das Gelände ist größer als die Hälfte des Tiergartens. Präsident Lewald schilderte eingehend die Ausgestaltung des Reichssportforums, das insgesamt Plätze für 102 000 Zuschauer auf- weisen wird. Großer Wert werde auf die Schaffung einwandfreier Verbindungen von der Stadt zum Stadion gelegt.

Die mächtige olympische Glocke, mit der die Spiele eingeläutet werden, wird auf der großen Freifläche hinter dem Stadion ihren Platz finden. Das ganze Gelände des Sportforums wird von einem großen Sportpark umgeben. Die 3000 aktiven Teilnehmer, mit denen gerechnet wird, werden in festen Häusern untergebracht. Das Rudern wird in (Brünau ver- anftaltet, wo 60 bis 80 000 Zuschauer die Wett­kämpfe verfolgen können. Das Segeln findet in Kiel statt. Zu den olympischen Spielen sind etwa 50 Länder eingeladen worden, von denen bis heute 41 zugesagt haben. Als besonders dankbar, so er­klärte Präsident Lewald, empfinden wir die Zusage des amerikanischen olympischen Komitees, das die Einladung einstimmig angenommen habe. Neben den offiziellen Wettkämpfen werden noch besondere Vorführungen veranstaltet; als deutscher Sport wird der Gleit- und Segelfluq gezeigt werden. Vor­gesehen ist ferner u. a. eine Tagung der Sportärzte sowie Kunstausstellungen von Werken, die irgendeine Beziehung zum Sport haben. Der erste der 3000 Läufer, die das olympische Feuer nach Berlin tragen, wird in Olympia (Griechenland) so recht­zeitig starten, daß der letzte Mann am Samstag­mittag mit der brennenden Fackel eintrifft. Reichs­bahn- und Schiffahrtslinien werden für die Besucher aus dem Auslande Fahrtermäßigung gewähren. Die olympische Hymne wird von Richard Strauß kom­poniert.

Staatssekretär Lewald schloß mit den Worten: Diese Spiele sollen in einer Welt des Friedens und des Verständnisses abgehalten werden. So ist unser Wille!"

WinterM-Fußball im Reich.

In breiter Front marschierten am Bußtag in allen deutschen Gauen die Fußballspieler auf, um sich in den Dienst des großen Winterhilfswerkes 1934/35 zu stellen. Durch ihre Mitwirkung in Aus­wahl-Mannschaften der Gaue, Bezirke und Kreise, in Städtemannschaften und in Vereinsspielen trugen sie ihr Teil zur Linderung der Not armer Volks­genossen bei. Alle Spiele waren denn auch erfreu­licherweise sehr gut besucht, so daß der materielle Erfolg nicht unbedeutend fein dürfte.

Nationalelf Stadlmannschaft Berlin.

Die deutsche National-Fußballelf spielte am Buß­tag zu Gunsten der Winterhilfe im Berliner Post- stadion vor 40 000 Zuschauern gegen eine Berliner Stadtmannschaft und gewann verdient mit 4:2, nachdem die Berliner bei der Pause noch mit 1:0 in Führung gelegen hatten. Die Tore der National­elf schossen Kobierski (zwei), Siffling und Conen. Für Berlin waren Raddaz und Ballendat erfolg­reich.

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Besserer Aufstieg zum Wirberg.

Göbelnrod, 22. Nov. Der Kirchen- v f a d, der vom Wasserhäuschen aus auf den Wir- berg führt, befand sich in einem äußerst schlechten Zustand. Er soll einst von Konfirmanden, die die Konfirmandenstunde auf dem Wirberg besuchten, hergerichtet worden sein. Allmählich aber geriet er in Verfall. Das Holzgeländer, das an der einen Seite zum Schutze vor abschüssigen Stellen ange­bracht worden war, wurde morsch und zerfiel, und das Regenwasser, das von der Bergseite her auf den Pfad herunterfloß, schwemmte immer mehr Grund weg und spülte die Steine frei, so daß sehr abschüssige Stellen entstanden. Da der Kirchenpfad von der Gemeinde Göbelnrod sonntäglich zum Kirchgang nach dem Wirberg benutzt wird und be° anders den älteren Leuten der Aufstieg auf den johen Berg zu der Kirche durch den schlechten Zu- tond des Pfades immer beschwerlicher wurde, war eine gründliche Instandsetzung unum­gänglich geworden. Seit Anfang voriger Woche haben nun Staat und Gemeinde gemeinsam diese Aufgabe in Angriff genommen. Der ganze Pfad wuroe mit Erde und z. T. mit Steinen frisch auf- gefüllt, an manchen Stellen bis zu einem halben Meter hoch. An der Berqseite wurde ein Abfluß­graben für das Regenwasser gezogen, und in Ab­ständen leiten kleine Quergräben, die mit Holzbrück­chen überdeckt sind, das Wasser nach der Abhang­seite ab. Das Geländer wurde neu hergericktet. Außerdem soll eine Holzbank aufgestellt werden, damit man unterwegs kurze Rast halten kann. Bei den Arbeiten ist man auch auf eine Sandader ge­stoßen. Früher führte ein noch wesentlich steileres Pfädchen vom Fuße des Berges auf die Höhe. Es wird auch heute noch manchmal von einzelnen be­nutzt. Interessant ist, daß auf diesem noch steileren Pfädchen früher die Särge mit den in unserer Ge­meinde Verstorbenen nach dem auf dem Wirberg gelegenen Friedhof der Gemeinde Göbelnrod ge­tragen wurden. Heute hat die Gemeinde Göbelnrod ihren Friedhof nahe beim Ort, während auf dem Wirberger Friedhof nur noch die in Wirberg Ver­storbenen begraben werden. Die Wiederherstellung Des Kirchenpfades wird von unserer Gemeinde leb­haft begrüßt. Ebenso werden die Wanderfreunde und Wandervereine, die so oft den schönen, sagen­umwobenen Wirberg besuchen, dafür dankbar fein.

Fischzug im Merlauer Teich.

t (Brünberg, 22. Nov. Fast ganz von Wald umgeben liegt in der Gemarkung Lehn he im, nicht weit von der Bahn (BrünbergMücke, ein 13 Morgen großer fiskalischer Teich, der im Volksmunde den NamenMerlauer Teich" trägt. Er dient als Fischteich und wird meist im Zeitraum von je drei Jahren gefischt. Das letztemal geschah dies im Jahr 1930. Im vorigen Jahre hätte daher der Fisch­zug normaler Weise erfolgen müssen; da aber das Forstamt Nieder-Ohmen, dem der Teich zugehört, keinen Großabnehmer für die Fische fand, wurde davon Abstand genommen. Allein auch in diesem Jahre war es nicht möglich, einen Großabnehmer für die Fische zu finden. Da ein nochmaliges Ver­schieben des Fischzuges um ein weiteres Jahr aus verschiedenen Gründen nicht ratsam war, wurde der Teich heute ausgestscht.

Schon zwei Tage vorher war mit dem Ablassen des Wassers begonnen worden, so >daß heute morgen nur noch in der Nähe der Schleuse eine kleinere Fläche einen Rest Wasser enthielt. Hier hatten sich die Fische angesammelt und wurden nun von Ar­beitern, die lange Gummistiefel trugen, mit Netzen gefangen. Der Fischfang hatte eine zahlreiche Zu­schauermenge angelockt, u. a. waren auch einige Schulen aus den Nachbarorten erschienen, um das interessante Schauspiel anzusehen.

Die Ausbeute des Teiches belief sich auf an­nähernd sechs Zentner, davon etwa vier Zent­ner Karpfen, 60 Pfund Schleie. und 130 Pfund Hechte, außerdem noch eine große Menge junge Brut. Von der Beute wurden 1,5 Zentner an eine Fischhandlung nach Gießen abgegeben, 1 Zentner wurde von der Verwaltung der Grube Atzenhain als 1 Sammelbestellung für die Belegschaft ab genommen, während der Rest sofort nach dem Fischzuge zum Verkaufe kam und restlos abgesetzt wurde. Das Pfund Spiegelkarpfen wurde zu 45 Pf., das Pfund Schleie zu 55 Pf. abgegeben. Ein von dem Forst­amt vorsorglicherweise vorgesehener Verkauf am Nachmittag im Schloßhofe zu (Brünberg, bei dem der Preis um 5 Pf. je Pfund höher liegen sollte, .brauchte nicht mehr stattzufinden. Noch zahlreiche Liebhaber mußten ohne Fische nach Hause gehen. ' Auch die zahlreiche junge Brut wurde von den an­wesenden Fischpächtern zum Einsatz in ihre Fische- : reien übernommen.

Der Teich soll jetzt zunächst nicht wieder gestaut, 1 sondern erst einmal gründlich gereinigt werden, was im Wege von Notstandsarbeiten geschehen soll. Ob ibann im Frühjahr der Einsatz von Fischbrut wie- iber erfolgt, oder ob erst die Fläche eingesät und ietn Jahr als Grünland liegen bleibt, darüber ist mach nicht entschieden.

Landkreis Gießen.

X Wieseck, 21. Nov- Den langegehegten Wün- jschen unserer Hitlerjugend entgegenkommend, «wurden durch Bürgermeister Karl E u l e r die K e l- Veranlagen der neuen Schule zur Errich- ttung eines HI. - Heimes freigegeben. Diese Räume eignen sich durch ihre besondere Lage und lGrößenverhältnisse besonders für diesen Zweck, wur­den sie doch in früheren Jahren schon zu Wohn- Nwecken benutzt. Die Hitlerjugend richtet nun an oaüe Wiesecker die Bitte, ihr bei der Ausstattung ühres Heimes behilflich zu sein und irgendwie ent- Sbehrliche Gegenstände, Möbel usw. zu spenden selbst nmenn sie z. T. nicht mehr in ganz einwandfreiem ; Zustande sind.

,X Wieseck, 22. Nov. Die Sammlung für das ^Eintopfgericht am vergangenen Sonntag be­trug in unserer Gemeinde 257,85 RM. Die IBorarbeiten zur Errichtung des K r i e g e r e h r e n- nm a l e s sind nunmehr soweit gediehen, daß im meuen Jahre bestimmt mit der Ausführung gerech- met werden kann. Der zu diesem Zwecke nach dem Kriege gesammelte Betrag ging durch die Inflation Verloren. Der hieraus sofort wieder angesammelte j^onbs sollte durch den damaligen Gemeinderat für ckie Erbauung einer Turnhalle verwendet werden. Dieser Plan kam jedoch durch die Zeitumstände micht zur Ausführung, und der neue Gemeinderat führte sofort die Summe wieder ihrem ursprüng- Glichen Zwecke zu. Die Geldmittel sind inzwischen so­weit angestiegen, daß eine für unsere Gemeinde würdige Gefallenenehrung ermöglicht werden wird. Lis beftgeetgnetfter Platz für diesen Zweck wurde loie Südecke des Friedhofes Ecke Rabenauer- und

Altenbufecker Straße bestimmt.