genommen. Den Schutz des Arbeiters habe
Ar-
Untere Saar 1935!
Kauft das neue Saar-Jahrbuch!
Immer näher rückt der große Schicksalslag des deutschen Saarvolkes. Blatt um Blatt des 10 0- Tage - Saar - Kalenders fällt. An 750 000 Stellen erinnert er an die entscheidenden Tage des Endkampfes. Dieser 100-Tage-Kalender stellt ein Gemeinschaftswerk dar, dessen Erlös dem Winterhilfs- werk der Saar zuflietzk. Er ist restlos a u s v erkauft.
Mit dem 13. Januar ist aber der Kampf noch nicht beendet. Erst dann werden die ganzen Probleme aufgerollt. Das ganze nächste Jahr wird noch im Zeichen der Saar stehen. Diesen Kampf auch vom Volke hev zu unterstützen, dient das neue Werk, das in diesen Tagen zum Vertrieb kommen wird. Es ist das Jahrbuch „Unsere Saar 1 9 3 5 !“
Erprobte Kämpfer des Saarlandes, Arbeiter, Wirtschaftsführer, Journalisten und Künstler haben es geschaffen. In volkstümlicher Weise werden alle Jragen des Saarlandes behandelt, die das Jahr 1935 beherrschen werden. Auch der Erlös dieses Jahrbuches — es kostet eine Mark — fließt dem Winterhilfswerk der Saar z u, das in der Hauptsache mit diesen Mitteln auf- gebaut wird.
Darum ergeht heute wieder der Appell an das Volk und alle Parteidienststellen, Behörden und den Buchhandel, mitzuhelfen, daß dieses neue Jahrbuch jeden Volksgenossen an das Schicksalsjahr unserer Saar mahnt und ihn über ihre großen Aufgaben unterrichtet. Bestellungen werden sofort entgegengenommen. Auch die noch nicht ausgeführten Aufträge für den ausverkauften 100-Tage-Kalenbe« werden mit diesem Jahrbuch beliefert. Es ist das einzige, offiziell zugelassene Jahrbuch d e r S a a r des ganzen Reiches.
1933 die Parole ausgegeben habe „Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiter!" Die Feier des 1 Mai, die Zerschlagung der Gewerkschaften, die Auflösung der Arbeitgeberverbände, die Bildung der Deutschen Arbeitsfront, die Einsetzung von Treuhändern der Arbeit, die Schaffung der Feierabend-Organisation „Kraft durch Freude" und als Krönung die in dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit enthaltene neue Arbeit s-
jetzt der Staat durch die Treuhänder selbst übernommen. Deshalb seien die Rechte des Arbeiters heute gesicherter denn je. Das neue Arbeitsgesetz könne sich erst voll in der Zukunft auswirken, wenn alle schaffenden Volksgenossen von den nationalsozialistischen Grundsätzen durchdrungen seien. Bis dahin bedürfe es noch einer langen und zähen Erziehungsarbeit. Aber der Staat werde streng darüber wachen, daß kein Schaffender durch Mißbrauch verliehener Rechte gegen das Recht der Gemeinschaft, wie es die neue Arbeitsverfassung formuliere, verstoße.
Mit einem Appell an weitere unentwegte und selbstlose Mitarbeit an dem Ziel des Führers, der inneren und äußeren Freiheit Deutschlands, schloß der Bundesführer seine Ausführungen.
isheben, indem der Anregung der Deutschen isltsfronk Folge geleistet wird.
(gez.) Sprenger Gauleiter von Hessen-Rassau.
(gez.) Schwarz
Treuhänder der Arbeit Bezirk Hessen.
(gez.) Becker
Bezirkswalter der DAF. Bezirk Hessen.
kommunistische und marxistische Hetze, es würde aber auch zu einem Gefahrenherd für Europa. Läßt sich vorstellen, daß es sich Deutschland gefallen lassen könnte, daß unmittelbar an seiner Grenze, daß auf uraltem deutschen Boden sich ein Seuchenherd auftun würde, um das deutsche Volk in Unruhe und Erregung zu versetzen? Wer aber soll im Saargebiet, immer den Status quo vorausgesetzt, der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht sein? Wenn im Völkerbundsrat einmal sowjetrussische Einflüsse überwiegen, so könnte es möglich sein, daß im Saargebiet eine Regierung vom Völkerbund geduldet würde, die der kommunistischen Verseuchung Westeuropas vom Saargebiet her keinen Widerstand leisten würde.
Eine zweite Abstimmung ist unzulässig aus völkerrechtlichen und politischen Gründen, so daß es eigentlich Sache der Regierung wäre, die Wühlarbeit für eine zweite Abstimmung zu verbieten. 2lber die Regierungskommission hat offenbar andere Sorgen als die, eine wirklich unparteiische Führung der Geschäfte zu versuchen. Sie hat sich vor einigen Wochen mit dem Verbot des Arbeit s d i e n st e s für die jungen Saarländer lächerlich gemacht, nicht nur weil das Verbot nach Willkürherrschaft schmeckt, sondern vor allem des- h^!d, weil die Gründe für das Verbot aus der Giftküche der Landesverräter stammten. Die Reichsregierung hatte der Knox-Regierung den Vorschlag gemacht, den Arbeitsdienst an Ort und Stelle, also in Deutschland selbst auf Geist und Wesen zu prüfen. Die Knox-Regierung hat sich nun zu einer Antwort aufgerafft, in der sie sich selbst gründlich widerlegt. Wer etwas verbietet, muß das, was er verbietet, doch e r st k e n n e n. Die Knox- Regierung kennt den Arbeitsdienst nicht, die Schriftstücke, auf die sie sich in ihrer Antwort beruft, beziehen sich nicht auf den Arbeitsdienst, wie er sich inzwischen entwickelt hat. Und auf diesen Arbeitsdienst kommt es an, also auf eine Einrichtung, bei der nichts verheimlicht und beschönigt wird. Es ist Sache der deutschen Reichsregierung, im Auftrag des deutschen Volkes dafür zu sorgen, daß alle jungen Deutschen, auch die jungen Saarländer, i n
Seltsame Sozialfürsorge unter dem Völkerbun-sregi'me. Oie Regierungskommission verhindert das rechtzeitige Einsehen des Winterhilfswerks an der Saar.
An die Industrie- und Wirt- schastsführer des Gaues Hessen-Nassau.
Cs ist das Bestreben der Deukfchen Arve i ls f r o n t ZU erreichen, daß d l e M i l g l i e d s- kbeiträge der in der Industrie und Wirtschaft Beschäftigten Mitglieder genau wie die Steuer, kran- k'enkafsenbeitrag, Jnvalidenverficherung usw. durch >ie Lohnbüros an den Lohnen und Gehäl- lem einbehalten werden.
Der größte Teil der Wirtschaftsführer in unserem Bau hat sich hierzu ohne weiteres bereit erklärt. Selbst die größten Firmen haben eine derartige Regelung der Beitragsfrage schon früher vorge- ich l a g e n und begrüßt. Leider wird festgestellt, !mß immer noch einzelne Betriebsführer sich auf !«n Standpunkt stellen, daß sie diese Maßnahmen lur dann durchführen können, wenn ein entspre- brechendes Gesetz hierzu erlassen wird. Demgegen- jegenüber stelle ich fest, daß der freie Wille in keiner Weise eingeengt ist und bitte illle Industrie- und Wirtschaftsführer, fich in den >ienff der sozialen Sache der Deut- i'chen Arbeitsfront zu st eilen und zu lslfen, die Schwierigkeiten des Beitragseinzugs zu
Verfassung seien die ragenden Säulen auf dem Wege der sozialen Reform, die sich der Führer zum Ziele gesetzt habe. Damit sei die wichtigste soziale Aufgabe, die dem neuen Staat gestellt sei, nämlich die Eingliederung des Lohn- arbeitersin den Staat, entscheidend in Angriff “ '
Ordnung und Zucht heranwachsen, denn das deutsche Volk will eine große und starke Ration sein. Die Knox-Regierung macht es mit ihrer Willkürherrschaft den Saarländern eindeutig klar, bgß nur d i e Heimkehr zum Reich dieser Willkür das verdiente Ende bereitet. Der Status quo würde dieser Willkür, sowie der Verseuchung mit Marxismus und Kommunismus, mit Landesverrat und Verbrechertum Tür^und Tor öffnen.
Wichtig für Gaarabstimmungsberechtigte!
Der Bund der Saarvereine teilt uns mit: Jede im Saargebiet wohnende Person kann E i n- sprach gegen d i e Eintragung einer bereits in die vorläufige Abstimmungsliste aufgenommenen Person erheben. Die Abstimmungskommission hat nun verfügt, daß derjenige, der einen solchen Einspruch erhebt, eine Abschrift desselben durch eingeschriebenen Brief dem Betroffenen mitzuteilen hat, und zwar an dessen Anschrift im Saargebiet. Der Betroffene muß innerhalb von vier Tagen seit Aufgabe dieses Einschreibebriefes zur Post (also nicht seit dem Tage, an dem er ihn erhält) seine Einwendungen gegen diesen Einspruch dem zuständigen Kreisbüro schriftlich mitteilen. Er muß ferner das ihm abschriftlich zugeslellle Einspruchsschreiben des Enspruch Erhebenden seiner Erwiderung an das Kreisbüro beifügen.
Also: Wer einen solchen Brief über seine Anschrift im Saargebiet erhält, muß sofort feine Einwendungen schriftlich — Unterschrift nicht vergessen — unter Beifügung der Schrift des Gegners an das zuständige Kreisbüro der Abstimmungskommission senden. In Zweifelsfragen wende man sich sofort an die Ortsgruppen des Bundes der Saarvereine.
180000 Volksgenossen müssen hungern und frieren.
Saarbrücken, 20. Oft. (DRV.) Wie im Vorjahre, so sollte auch in diesem Winter ein großzügiges Winterhilfswerk an der Saar aufgezogen werden. Die karitativen Verbände zusammen mit der Sozialabteilung der Deutschen Front wollten fich in den Dienst der großen Sache für die leidenden deutschen Volksgenossen an der Saar stellen. Die beteiligten Stellen hatten sich bereits Witte September an die Regierungskommission mit der Bitte um Genehmigung der Sammlungen für das Winterhilfswerk gewandt. Rach wochenlangem Schweigen erteilte die Regierungskommission einen abschlägigen Bescheid mit der eigenartigen Begründung, daß sie sich im Hinblick auf die bevorstehende Abstimmung auf den grundsätzlichen Standpunkt stellen müsse, keine Sammlung zu einem Winterhilfswerk zu genehmigen, wenn die Träger oder Witträger eine an der Abstimmung beteiligte politische Organisation sei.
Es muß merkwürdig berühren, daß der ablehnende Bescheid der Regierungskommifsion mit p o- litischen Gesichtspunkten begründet wird, obwohl es sich bei der Durchführung des Winterhilfswerkes um eine rein karitative Angelegenheit handelt. Sinn und Zweck des Winterhilfswerkes an der Saar und im Reiche ist einzig und allein, d i e R o t der Aerrnften zu lindern, zumal von dem Winterhilfswerk des Saargebieles wie stets alle notleidenden Saarländer ohne Rücksicht auf die politische Einstellung erfaßt werden sollten. Auf den abschlägigen Bescheid der Regie-
Sozialpolitik im nationalsozialistischen Staat.
ReichsarbeitsministerSeldtesprichtaufemerStuttgarterTagung des RSOFB. (Stahlhelm)
rungsfommiffion hin halten sich bann die karitativen Verbände allein an die Regierungskommission gewandt. Vis heule ist ihr am 5. Oktober gestellter Antrag ohne jede Antwort geblieben. Bei dem abgekehnten Dinterhilfswerk handelt es sich um die Verforgun,g von rund 1 8 0 0 0 0 Volk s g e n o f s e n. Es halte am 1. Oktober beginnen sollen.
Man fürchtet den Witz.
Rundfunkveranstaltunq verboten. Ein Komiker festgenommen.
Saarbrücken, 21. Okt. (DRV.) Der Verband deutscher Rundfunkteilnehmer an d e r S a a r, der in den wenigen Monaten seines Bestehens bereits wertvolle Pionierarbeit für den Saarrundfunk geleistet hat, hatte den 21. Oktober zum Tag des Deutschen Rundfunks an der Saar bestimmt. Zur Feier dieses Tages waren außer einer Funk- und Trachten-Schau, die am Samstagabend eröffnet wurde, zwei lustige Abende und eine Matinee für Sonntag- oormittag vorgesehen. Bei diesen Veranstaltungen sollten eine Reihe Künstler, hauptsächlich Rundfunkkomiker aus Frankfurt, Leipzig, Köln und München, mitwirken. Nachdem die Polizeiverwaltung vor acht Tagen diese Veranstaltung genehmigt hatte, wurde sie am Samstagnachmittag verboten, und zwar, wie es in dem amtlichen Text heißt, „a u f Grund grundsätzlicher Erwägungen."
Wir wissen nicht, welches die grundsätzlichen Erwägungen sein mögen, aber man wird nicht fehl- gchen in der Annahme, daß die Regierungskommission mit diesem Verbot den Deutschen Rundfunk, besonders aber den Reichssender Frankfurt treffen will. Daß man sich dafür das Treffen der Rundfunkkomiker ausersehen hat.
Stuttgart, 20. Okt. (DNB.) Zu einem großen Kameradschaftsabend des Landesverbandes Württemberg des N S D F B. (Stahlhelm) erschien auch der Reichsarbeitsminister Franz Seldte, um noch einmal in grundsätzlichen Ausführungen das Wesen und Ziel des NSDFB. darzulegen. Er begründete eingehend den Weg, den er mit dem Stahlhelm seit dem 30. Januar 1933 gegangen ist. Nach diesem Tage habe kein Zweifel bestanden, daß der Stahlhelm fich mit der ganzen Kraft seiner Tradition und seines Wesens f ü r de n Führer einsetzen mußte. Für alle £ie, die die neue Zeit nicht begreifen konnten, sei kein Raum im NSDFB. Er wisse, daß die alten Kameraden bereit seien, sich restlos für den neuen Staat und seinen Führer einzusetzen. Der NSDFB. strebe dahin, in Harmonie und Kameradschaft mit allen Gliedern der großen natio- nalsozialistischen Bewegung gemeinsam den Weg in Deutschlands bessere Zukunft zu gehen.
Frontsoldatentum verbinde sich eng mit dem Begriff eines echten Sozialismus. Darum fei er auch dem Rufe des Führers gefolgt, das Reichsarbeitsmini st erium zu übernehmen. Der Minister wies darauf hin, daß die ersten sozialen Verbesserungen den Kriegsbeschädigten und ihren Hinterbliebenen gegolten haben. In dem Gesetz vom 3. Juli 1934 erklärt die Reicksregierung, daß sie die Versorgung der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen neu ordnen wolle. Allerdings nähme die Schaffung von Arbeit und Brot für unsere Volksgenossen zunächst noch gewaltige Mittel in Anspruch, daß noch nicht alle geplanten Verbesserungen hätten erreicht werden können. Aber die Kriegsopfer dürften der Ueberzeugung sein, daß die Reichsregierung ihr Versprechen ein- losen werde, sobald es nur irgend gehe. Es war eine soziale Großtat der neuen Reichsregierung, daß sie mit einem entscheidenden Werke der Arbeiterschaft die Sicherung ihrer Invaliden-, Alters- und Hinterbliebenenversorgung wiedergegeben habe. Nach menschlichem Ermessen sei die Invaliden- und Angestellten- versicherung saniert. Zwar habe man nicht die Renten erhöhen können, aber die Reichsregierung hoffe, daß die von ihr getroffenen Maßnahmen ebenso wie die noch geplanten sich auf die Dauer gesehen in einer Verbesserung der Lei- st u n g e n auswirken werden.
Durch eine umfassende Revision der Krankenversicherung sei eine Säuberung der Krankenkassen vorgenommen worden, die sich schon vielfach in Beitragsherabsetzungen wohltätig ausgewirkt habe. Die großen Grundlinien für einen organischen und straffen Neubau der Sozialversicherung seien festgelegt. Durchführungsverordnungen würden den Rahmen des Gesetzes ausfüllen. Endlich fei es auch gelungen, ein einheitliches Kaffenarztrecht herzuftellen. All das stehe auch im Einklang mit dem Bestreben des Nationalsozialismus, die Volksgesundheit zu heben. Deshalb werde die Sozialversicherung in Zukunft auch ganz anders wie bisher für die Behandlung der Volkskrankheit en eingesetzt werden.
Der Führer selbst habe die Grundlinie für die Sozialpolitik festgelegt, als er am 1. Mai
M. 247 Erstes via« w. jat>rgang Mittag, 22.Maber lN«
Erscheint täglich, außer v
Sonntags und Feiertags Annahme von Anzeigen
Beilagen: Die Illustrierte . für die Mittagsnummer
Gießener Familienblätter M Ab 8^,Uhr des Vormittags
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infolge höherer Gewalt Ermäßigte Grundpreise:
MM General-Anzeiger für Oberhessen
Postscheckkonto: 1 1 ’ gen, Bäder-, Unterrichts- u.
StCTtfurt am Main 11686 Druck und Verlag: Vrühl'sche Unioerfitätsvuch- und Sterndruckerei R.Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7
18g. Jahrgang
Giehener Anzeiger
Heimkehr, nicht Status quo.
!Je näher die Entscheidung im Saargebiet heran- r.ckt, desto mehr sucht die Franzosenfront nach Ablenkungsmanövern. Daß der berüch- tii'te Status quo nicht die allergeringste Zug- traft hat, ist auch den Landesverrätern und ihren Untermännern klar geworden, weshalb sie im zwölfter Stunde noch einmal den Versuch machten, Itrroirrung auszulösen, das heißt für eine Der- syiebung der Abstimmung einzutreten. Auch d-s ist mißlungen, so daß die Franzosenfront Zeit riib Muße hat, sich auf eine Niederlage vorzube- riten, die so ausgiebig und so gründlich sein wird, dH niemand danach den Versuch wagen darf, sich deutsches Land und deutsches Volk anzueignen.
Menn sich auch unter den drei Fragen, über die stg die Saarbeoolkerung zu entscheiden hat, die Frage t findet, ob der gegenwärtige Zustand, also d e r Sinlferbunbsauftrag, beibehalten werden sll, so ist weder diese Frage, noch eine andere fjage von einer zweiten Abstimmung abhängig grnacht. Daß diese zweite Abstimmung, also auch b Anregung dazu, vertragswidrig ist, dar- i;:f hat der Saar beauftragte der Reichs- rqterung Gauleiter Bürckel bei einer Saar- lunbgebung in Kaiserslautern, über die wir am irrgangenen Freitag ausführlich berichtet haben, Ji:merffam gemacht. Es ist möglich über den Sti.tus quo abzustimmen, es ist aber unmöglich, •)i$ Abstimmung z u wiederholen, weil is;ja im Wesen der Abstimmung selbst liegt, daß f.e nur einmal erfolgen kann, um wirklich ent= Hiidend zu sein. Es ist weiter darauf hinzuweisen, iai; nach dem Vertrag nur d i e Saarbewoh- ’.ar abstimmen dürfen, die vor dem Stichtag ;n Saargebiet geboren worden find. Wenn dfi eine zweite Abstimmung erfolgen könnte oder täüfte, so würde eine immer geringere Ü zahl von Saarländern an einer solchen Ab- fl'nnuna teilnehmen können. Das wäre dann aber riait mehr d i e Abstimmung, die ursprünglich i n s 3. g e gefaßt wurde, die auch allein dem ent- 1-rcht, was unter Selbstbestimmungsrecht tirttanben wird.
(-s ist endgültig festzustellen, daß die Entscheidung iir die drei Fragen nur die Saarbevölkerung ,te :en kann und soll, die bei der Aufzwingung des pHaiüer Vertrages vorhanden oder am Leben ta-. Mit Recht hat Gauleiter Bürckel auch darauf llin'ieroiefen, daß die Lockung mit einer zweiten Kimmung lediglich ein Manöver dar- M» um aus innenpolitischen Ereignissen für die Stimmung selbst Kapital zu schlagen. Das sind K^ge, die gar nichts miteinander zu tun haben, abgesehen davon, daß Frankreich sowie die ; Internationale alles tun und nichts unter- jlifan werden, um eine zweite Abstimmung zu ver- x Mi'ern.
. Lias würde denn das Schicksal des Saar- । gibsetes sein, wenn der völlig unmögliche Fall ein- fe, daß sich eine knappe Minderheit für den pituis quo aussprechen würde? Eine Mehrheit ■: prmt dafür unter keinen Umständen in Frage, mixrn nur eine kleine Minderheit, wobei aber ö! Gefahr darin liegt, daß es im Völkerbundsrat »h an Versuchen fehlen würde, aus dieser kleinen
'Nrverheit etwas zu machen. Darum darf es ;mqo keine kleine Minderheit geben, ibctim barf es überhaupt keine Minder- IH:: geben. Wenn das Saargebiet dazu verurteilt i Koe, beim Status quo zu bleiben, so würde es 'lUif Ruhe und Ordnung, so würde es um jBioierfjeit und Wohlfahrt des Saar- jH:tes für immer geschehen sein. Das :<ea;gebiet würde dann zu einer Brutstätte für die


