llr.94 Zweites Blatt
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Montag, 23. April 1934
t e s. Er besitzt z. B. eine Nuß, die sich durch einen Druckknopf öffnen läßt. In ihr liegt ein winziges Büchlein: Boccaccios „Decamerone" in italienischer Sprache. Im Siegel eines seiner Siegelringe liegt ein Buch, das das Hohelied Salomonis enthält.
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Nach dem dreißigjährigen Kriege herrschte großer Männermangel. Die Post bestellten „Brief- m ä g d e". Für die Auswahl war ihre Häßlichkeit vorgeschrieben, um Verzögerungen in der Aufteilung zu vermeiden.
Als der Geldschrank des im Jahre 1930 in London verstorbenen uralten reichen Mr. Cox geöffnet wurde, enthielt er zur Enttäuschung aller Erben Hunderte von vollen Medizinflaschen. „Diese Gifte", hieß es im Testament, „sind mir während der Dauer meines Lebens von den Aerzten verschrieben worden. Hätte ich sie genommen, wäre ich nicht so alt geworden"
Das Schnellste, was der Mensch ausführen kann, ist das Blinzeln des Auges. Im Durchschnitt ist dazu etwa eine Zehntelsekunde erforderlich, also ein verhältnismäßig langer Zeitraum, der oft im Falle der Gefahr nicht ausreicht, das Auge noch rechtzeitig zu schließen. *
Als die Sängerin Angelia C a t a l a n i (1779 bis 1849) in St. Cloud zweimal vor Napoleon singen sollte, forderte und erhielt sie als Honorar 5000 Franken eine lebenslängliche Pension und die Genehmigung zur Abhaltung von zwei Konzerten in der Pariser Großen Oper, die ihr 50 000 Franken Reingewinn garantierten. In London sang sie die englische Nationalhymne für 5000 Franken?
In einem alten süddeutschen Gesetzbuch findet sich die Verordnung, daß kränkliche Verbrecher nicht gefoltert und gequält werden sollten, mit Ausnahme derjenigen die an Podagra litten, denen die Tortur ein recht gutes Mittel zur Heilung sei.
öocbfcbulnocbricbten
Der nichtplanmäßige ao. Professor Dr. Torna- s ch e k an der Universität Marburg ist zum ordentlichen Professor der Physik in der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Abteilung der Technischen Hochschule Dresden ernannt worden.
Professor Dr. Ludwig W a l d e ck e r , Ordinarius für Staats-, Verwaltungs-, Völker-, Finanz- und Steuerrecht an der Breslauer Universität, ist an die Universität Köln versetzt worden.
Zeit Gießen ab Gießen ab. Er
Personenzug 565 nach Fulda, zur
Recht, mit dem einst die Serben die Vereinigung ihres und des montenegrinischen Staates mit den Kroaten zu einem südslawischen Staat erkämpft haben und darüber hinaus den Zusammenschluß mit dem verwandten bulgarischen Volke zu einem groß- südslawischen Reich anstreben, ohne damit irgend eine andere Nation zu vergewaltigen oder zu bedrohen, mit demselben Recht, so meint man heute in Belgrad, muß mit Naturnotwendigkeit das deutsche Volk auch eine staatliche Einigung anstreben, wenn es sich nicht selbst aufgeben und sich den ihm zukommenden Platz in Europa sichern will.
17.53 Uhr, fährt erst um 18.01 in
kann durch die spätere Abfahrt den Anschluß von dem etwas früher eintreffenden Personenzug 419
ßen an 9.06, aufnehmen können.
Der Personenzug Lang-Göns — Gießen, Lang- Göns ab 9.57 Uhr, Großen-Linden 10.01, Gießen
in einer guten Stunde mußten sie, wenn nichts dazwischen kam, die Stadt erreicht haben Plötzlich bremste der Wagen jäh.
„Warum halten Sie?" Muriel war erschrocken.
Der Mann am Steuer drehte sich um und lächelte zum erstenmal. „Ich hatte vergessen, mich Ihnen vorzustellen. Mein Name ist Altendorff."
„Und das ist Ihnen jetzt eingefallen?"
„Ja. Denn jetzt ist es nötig, daß Sie wissen, mit wem Sie länger zusammenbleiben müssen."
„Ich verstehe Sie nicht. Was meinen Sie damit?" "Pannen sind eine ansteckende Krankheit." ''Und?"
„Ihr Wagen hat meinen Wagen angesteckt. Die Kuppelung greift nicht mehr."
Die jünge Frau schüttelte ungläubig den Kopf. „Sie müssen sich irren."
Wollen Sie sich bitte selbst überzeugen."
Muriel setzte sich an den Volant. Der Motor lief. Vorsichtig ließ sie die Getriebewelle in das Leder der Kupplung gleiten. Dann hob sie die Augen und sah den Fremden prüfend lange an. „Sie haben recht", sagte sie endlich ruhig, „und was soll jetzt geschehen?"
Werner Altendorff lächelte. „Es ist unmöglich, heute noch in die Stadt zu kommen. Wenige Schritte von hier ist ein kleines Gasthaus. Wir werden die Nacht über hier bleiben müssen."
.Gut. Gehen wir."
Oer Vorsitzende
des sozialen Ehrenaerichts
Durch Erlaß des Reichsjustizministers wurde Landgerichtsdirektor Mesferschmidt in Frankfurt a. M. auf Grund des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit zum Vorsitzenden des sozialen Ehrengerichts für den Treuhänderbezirk Hessen ernannt. Die Geschäftsstelle befindet sich beim Arbeitsgericht Frankfurt. ______________________
an 10.08, wird auch im Sommer verkehren.
Von Kassel nach Gießen wird wieder wie im vo- riaen Winter ein neuer Personenzug, Kastel ab 20.40, Gießen an 0.20 Uhr in der Nacht nach Sonn- und Feiertagen verkehren.
In der Gegenrichtung wird in der gleicben Nacht ein neuer Perlonenzug von Gießen nach Marburg verkehren. Er fährt ufn 1.35 in Gießen ab und trifft um 2.15 Uhr in Marburg ein. Unterwegs hält er auf allen Bahnhöfen nach Bedarf.
Auch In der Belgrader Skupschtina konnte man aus dem Munde südslawischer Abgeordneter Aeuße- rungen hören, die nicht nur von einem freundlichen Verständnis gerade für das neue Deutschland zeugten, sondern auch die Hoffnung berechtigt erscheinen lasten, daß auch die amtliche südslawische Politik in der nächsten Zukunft diesen Erkenntnissen Rechnung tragen will und wird. So erklärte der Abgeordnete Milan Popovic im Senat, er hoffe, daß die Abmachungen von Rom für die südslawische Regierung ein Ansporn sein werden, bei den gegenwärtig in Belgrad geführten deutsch-südslawisch e n H a n d e l s v e r t r a gs v e r h an d l un- ff e n eine Formel zu finden, die für beide Teile annehmbar und günstig sei. Eine solche Vereinbarung könnte zweifellos auch einer dauerhaften Verbindung der beiden Staaten Deutschland und Südslawien die Wege ebnen. Wenige Tage vorher hatte der Abgeordnete Kaimakovic in der Skupschtina erklärt', die nationalsozialistische Regierung in Berlin sei endgültig gefestigt. Zwischen Sudsla- wien und Deutschland bestünden keine Streitfragen, weder in territorialer, noch in ethnogra- vhischer Beziehung. Wenn Südslawien vor die Entscheidung „Anschluß oder Restauration" gestellt würde, müsse es den Anschluß vorziehen, zunzal er auch im Selbstbestimmungrecht der Völker
stung entgegengebracht habe. Als nämlich im Jahre1 1915, zwischen Berlin und der im Exil lebenden serbischen Regierung Verhandlungen über einen Friedensschluß mit Serbien geführt wurden, da habe Deutschland sich dafür eingesetzt, daß v o n einer Aufteilung Serbiens, wie sie die, Wiener, aber auch die Budapester Regierung ver-1 langten, unbedingt abgesehen werde Schon । damals habe Deutschland bewiesen, daß es den Le-\ benswillen der serbischen Nation achte und als be-1 rechtiqt anerkenne — und dies, obwohl Serbien damals auf Seiten der Feinde Deutschlands stand und ja eigentlich den unmittelbaren Anlaß zu dem furchtbaren Kriege gebildet hatte.
Man kann deutscherseits Genugtuung darüber emnHnben, daß heute von kompetenter Seite diese Mi Teilungen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Denn Jovanovic bestätigt, was wir Deutschen freilich schon längst wußten, daß Deutschland niemals im Südosten Europas i m - p - r i a l i st i s ch e Ziele verfolgt hat, wie andere Staaten damals und wieder andere Staaten heute. G rade diese Feststellung aber ist im gegenwärtigen Augenblick von besonderer Bedeutung, da sie gleichzeitig die Haltuna des neuen großen südslawischen Staates der deutschen Südostpolitik gegenüber erklärt und rechtfertigt. Man weiß in Belgrad aus Erfahrung eben von jener Kriegszeit her, daß Deutschland im Südasten für andere Staaten und Nationen keinerlei Gefahr bedeutet. Deshalb steht Bolarad heute auf dem durchaus richtigen Standpunkt, daß der Anschluß Oesterreichs an daa Reich und erst recht eine bloße Beteiligung b- nationalen Beweaung in Oesterreich an der Re- gie»mngsmacht für Südslawien auch nicht die gering ft e Gefahr bedeuten, eben so wenig rote
„Sie haben Glück gehabt", begann Muriel plötzlich, als sie in der kleinen Gaststube saßen und der Wirt sich zurückgezogen hatte, um die Zimmer herzurichten. „Stellen Sie sich vor, was wir getan hätten, wenn Ihre Panne nicht so günstig in der Nähe eines Hauses gekommen wäre."
Der Mann nickte und nahm leise ihre Hand. „Ich habe immer Glück."
„Immer?"
„Ja. Denn wenn Sie auch nur ein klein wenig von den technischen Dingen eines Autos verstehen würden, hätten Sie es merken müssen."
Muriel nahm die Hand nicht weg. „Halten öie mich für so dumm? Ich habe es gemerkt"
„Was?"
„Daß Ihre Panne fingiert war."
Altendorff strahlte. „Und trotzdem? Jedenfalls kennen Sie sich in fremden Wagen besser aus als in Ihrem eigenen. Jetzt kann ich es Ihnen ja verraten. Der Kolben Ihres Wagens war gar nicht gebrochen."
„Auch das weiß ich."
„Sie haben gar keine Panne gehabt?
Nein "
Werner Altendorff sah überrascht auf Muriel.
Der neue Reichsbahn-Fahrplan.
Zu dem neuen Fahrplan der Reichsbahn, gültig ab 15. Mai, ist nunmehr der endgültige Entwurf von der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. heraus- gegeben worden. Er liegt zur Einsicht der Interessenten aus allen Bahnhöfen und Fahrkartenausgaben auf. Im hiesigen Bahnhof kann er jederzeit bei dem Bahnhofsvorstand, im Auskunftsbüro und bei den Bahnsteig - Aufsichtsbeamten eingesehen werden.
Gegenüber den am 17. März tm „Gießener Anzei- ger" bereits mitgeteilten Fahrplanänderungen sind im endgültigen Fahrplan nachfolgende Abweichungen vorgesehen:
1. Strecke Gießen—Köln.
D 81 Frankfurt a. M.—Hagen—Essen, zur Zeit - Gießen ab 8.30 Uhr, fährt erst um 8.35 in Gießen ab. Vorn 7. 7. bis 4. 9. wird er wie im vorigen Sommer auch durchgehende Wagen nach Norddeich fuhren. In Siegen nimmt Eilzug 87 den Anschluß an D 81 auf.
D 82 Essen—Hagen—Frankfurt a. M„ Gießen an 21.36 Uhr, wird wie im vorigen Sommer vom 7.7. bis 4.9. durchgehende Wagen von Norddeich führen.
2. Strecke Gießen—Koblenz.
Zwischen den Zügen Gießen ab 18.26 und 22.18 Uhr wird ein neuer Zug, Gießen ab 19.56, Weil- | bürg an 20.45 verkehren. Dieser Zug wird von Be- I rufsreisenden, die erst um 19 Uhr Arbeitsschluß haben, besonders freudig begrüßt werden.
Personenzug 419 Koblenz—Gießen, zur Zeit Gießen an 18.01'wird künftig schon um 17.56 in Gie- I ßen eintreffen und erreicht dadurch den Anschluß an den Personenzug 565 nach Fulda, Gießen ab 18.01 Uhr. Um 21.50 wird ein neuer Zug von Weil- bürg (ab 20.59 Uhr) in Gießen eintreffen.
3. Strecke Gießen—Fulda.
Me Ausstellung „Deutsches Volk-deutsche Arbeit"
Ein Blick in die Halle der Industrie, die einen Ausschnitt des rastlosen Schaffens deutscher Technik gibt.
slawischen Gesellschaft in Belgrad einen bemerkenswerten Dortrag über das Thema: „Deutschland und Serbien während des Krieges" In diesem Dortrage „ t b einen anöeren Staat. Mit demselben betonte er, daß schon wahrend des Krieges Deutsch- <«—------
land zu wiederholten Malen Serbien gegenüber teotz aller Kriegsgegnerschaft Verständnis für feine nationalen Bestrebungen und für feine Kriegslei-
Zwischen Vetgrad und Sertia
Von unserem K.-Äerichterstalter.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Belgrad, April 1934.
Die Zeiten ändern sich, und wir mit ihnen! Dieses Wort bewahrheitet sich wieder einmal ganz besonders sinnfällig in der Entwicklung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Südslawien. Vor 20 Jahren standen sich Deutsche und Serben als erbitterte Feinde einander gegenüber. Vor zehn Jahren noch wetteiferten südslawische Staatsmänner, wie beispielsweise der damalige südslawische Außenminister M a r i n k o v i c, mit einem Poincare und einem Clemenceau in dem Bestreben, Deutschland niederzuhalten und ihm jede Gleichberechtigung innerhalb der europäischen Dölkerfamilie zu versagen.
Und heute? Heute hört man in ausfallender Häufung freundliche Stimmen aus serbischem Munde über das deutsche Volk schlechthin und über das neue Deutschland im besonderen. Es zeigt sich auch hier wieder, daß die nationale Kraftentfaltung des nationalsozialistischen Deutschland, daß der entschlossene Wille, alles für die nationale Ehre einzusetzen und dem deutschen Volke den ihm gebührenden Platz in der Welt zu sichern, gerade bei einem so stark national empfindenden Volke wie dem der Serben, Verständnis und Achtung findet, und wie gerade diese Achtung eine trag- fähige Grundlage wird für die Entwicklung eines neuen von gegenseitigem Verständnis und Verständigungswillen getragenen Verhältnisses. Eines neuen Verhältnisses, bei dem übrigens ge« rade das Kriegserlebnis, auch über den feindlichen Schützengraben hinweg, festere Bindungen schafft, als es gemeinsame politische Interessen ober sonstige Momente vermögen.
Por einigen Tagen hielt der ehemalige serbische Gesandte Jovan Jovanpwic in der deutsch-süd-!
„Aber weshalb haben Sie mich dann gerufen, als ich an Ihnen vorüberfuhr?"
Muriel sagte leise, sehr leise: „Vielleicht aus demselben Grunde, weshalb Sie zurückgekommen sind."
Der Wirt war in die Gaststube getreten. Muriel stand auf. Wie unabsichtlich fuhr ihre Hand über sein dichtes Haar. „Auf morgen früh!" sagte sie.
„Beiden Sie, bitte, noch!"
„Nein. Ich kann nicht. Ich bin müde. Auf morgen!"
Sie war aus dem Zimmer geeilt. Altendorff starrte in das Feuer des alten Bauernofens, dessen Tür der Wirt öffnete, um einige Scheite nachzulegen. Plötzlich erschrak er. Vor der Straße klang ein ihm bekanntes Geräusch Ein schwerer Motor sprang an. Brummend setzte sich ein großer Wagen in Bewegung. Altendorff stürzte ans Fenster. Von weitem erkannte er die Lichter seines Wagens, der in der Ferne verschwand. Mit einem Sprung war er aus der Tür. Sein Wagen war verschwunden. Das kleine rote Kabriolett strahlte mit allen Lichtern. Vor dem rechten Scheinwerfer hing ein Brief.
Lieber Freund", las Altendorff, „Ihr Wagen gefiel mir besser als das kleine Kabriolett. Ich lasse es Ihnen zurück. Aber fahren Sie, bitte, nicht durch Goslar. Dort tauschte ich es gegen ein Motorrad."
Kulturgeschichte in Pillen gedreht
von Peter Peppermint.
Der Dessauer Marsch („So leben wir alle Tage") entstand im Spanischen Erbfolgekrieg, als Fürst Leopold von Anhalt-Dessau die Schlacht bei Cassano siegreich geschlagen hatte. Beim Einzug des übrigens völlig unmusikalischen Fürsten in Cassano wurde dieser Kriegsmarsch gespielt, der dem Heer und seinem Führer ausnehmend gefiel und vom Fürsten daraufhin für festliche Seltenheiten „angeordnet" wurde.
Aus Grund einer alten Stiftung wird alljährlich in Rens am Rhein eine riesige Menge Ostereier verschenkt. *
Als Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz" im Pariser Odeon-Theater zum ersten Male aufgeführt wurde, wurde das Werk ausgezischt und belacht. Vom dritten Abend an hatte die Oper Erfolg und brachte dem Theater in kurzer Zeit einen Reingewinn von über 100 000 Francs.
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Der Amerikaner Percy Hasbrook hat eine große Sammlung von Büchern klein st en Forma-
von Koblenz aufnehmen.
begründet ,ei. um bas man ja im Weltkriege ge> I Äk“eaeu6erungen zeigen baß in der Tat bas I
heutige Belgrad die grundlegenden Fragen der deut- strecke Gießen—Lollar—Londorf—Grünberg.
Belgrad Verhandlungen über den Abschluß eines I Dersonenzug2557 W^ Gießen ^^runberg, z. Z. Südslawien aeführt ®eibe Handelsdelegatronen ßen^ab. Er erreicht dadurch den Anschluß an den haben sich mit dem ehrlichen Willen an den Ver- um 18.15 ^Aonkfurt ^M^ v-Zug.
Handlungstisch gesetzt, ein .Vertragswert zu schaf- 5. Drecke Glehn, Gelnh .
fen, das wirklich neue Wege für die Beziehungen ,08 nad) ®eI^aute.n/
zwischen den beiden Ländern weisen und die Grund- ßen ab 13.39 Uhr, Sonntags am Haltepunkt Ek loge bilden kann für einen Ausbau aus anderer, kauter Weg halten. Desgleichen ^rsonenzug 507 nicht nur rein wirtschaftlicher Derbm- von Gelnhausen, Gießen an 19.37 Uhr. Diese Neue- düngen. Die Besorgnisse, die eben angesichts dieser rung wird wohl von den Sonntagsausfluglern des Handelsvertragsverhandlungen gerade in den aus- östlichen Stadtbezirks freudig begrüßt werdew ländischen Kreisen geäußert werden, die eine wirt- Der letzte Zug nach Nid^i, zur Zeit Gießen ab schaftliche und politische Mitarbeit Deutschlands im 22.54 Uhr, wird erst um 23.12 abfahren. Hierüber Donauraum mit allen nur erdenklichen Mitteln zu werden sich besonders die Theaterbesucher freuen. Hintertreiben suchen, zeigen vielleicht am deutlich- 6. Strecke Frankfurt a. M —Gießen—Kassel und ften, daß das neue Deutschland mit seiner Verständi- umgekehrt.
gungspolitik im Südosten Europas durchaus auf Q-Zug 73 Frankfurt a. M.—Hamburg-Altona und d e m richtigen Wege ist. Auf dem Wege näm- Berlin, Gießen an 9.10 ab 9.12 Uhr, wird künftig lief), der Deutschland und seiner Wirtschaft die ihnen den Anschluß an Personeniug 574 von Fulda, Gie- entsprechenden Entfaltungsmöglichkeiten im südost- - --- ' ' -------
europäischen Raum sichert.
Tausch zu Goslar.
Don 3o Hanns Rösler.
„Hallo! Hallo! — Halten Sie doch! Sie — Ich bitte Sie' - Halten Sie doch! Hallo! Hallo!" <
Die langgestreckte Limousine brummte silbergrau im Hundertkilometertempo vorüber und ließ einen Aufruhr von heißem Staub und spitzen Steinen zurück. Ein Teil von ihnen fiel auf Muriel, die ■ verzweifelt am Straßenrand stand und dem grauen Wogen nachsah. Noch hielt sie ihre Hand erhoben, mitten im Signal zu dem fremden Wagen steckengeblieben,. dann ließ sie den Arm sinken und öffnete non neuem verzweifelt die Kühlerhaube ihres kleinen roten Kabrioletts. Der Motor des davoneilen- den Autos erklang in den nahen Wäldern, die die Landstraße einschlossen, immer ferner, schon begonnen wieder einige Vögel die Stille des Abends einuifinaixn aber das Geräusch des Wagens wollte nicht verstummen, jetzt verstärkte sich sein Ton, schon hörte man den vollen Sechstakt des Motors, das Boschhorn kündete sein Kommen, und ehe sich noch Muriel aufgerichtet, hielt die große graue Limousine neben dem' Kabriolett, bas fast aussah, als ob es
Ein? Panne?" fragte eine Helle Männerstimme "Jo."
' Gestatten Sie mir, Ihnen zu helfen?"
Schon war der Fremde aus dem Wagen gesprun- L-m smirf streifte die Gestalt der jungen Frau nur* f cht^ wenl stens schien'es.ihr so, und Muriel wartete ein wenig enttäuscht über das Interesse da- anscheinend nur ihrem Wagen galt bis der mde die Untersuchung des Motors beendet.
Ist es sehr schlimm?" fragte sie dann.
Sein Gesicht blieb verschlossen. „Ein Kolben ist Pudels" antwort schien non feiner «nntnis getrübt. „Können Sie mir das in Ordnung bnn gen?" fragte sie.
„Das ist unmöglich."
„Warum?" „ __.
„Sie müssen den Wagen in eine Reparaturwerkstätte schicken."
®”eRr7m6e zuckte bedauernd die Schultern sah auf die Uhr und erklärte: „Wenn S-e motten, schleppe ich Ihren Wagen ab. Bitte, steigen Sie £1 Sie waren wenige Kilometer gefahren. ot)ne b“6 der Fremde ein Wort an Muriel gerichtet hatte. Die Nacht brach noch einer überraschend kurze Dämmerung ein. Schon näherten sich die erslen Lichter einiger Häuser am Fuße der Hohenstrahe,
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