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Donnerstag, 22. Sebruar zyZ4

18<. Jahrgang

Nr. 45 Erstes Blatt

25

aus

der sich vor etwa sechs Tagen ereignete, und dem

3.

Paris, 21. Febr. (DttB.) Auf den Eisenbahn­gleisen bei Dijon wurde die völlig v e r st ü m -

Generaloberst von Blomberg, Ich hott' einen Kameraden,

1. Loriolan-Ouvertüre von Beethoven,

2. Gedenkrede des Herrn Reichswehrministers

ter des Ermordeten versicherte, daß ihr Sohn w i ch- tige Papiere bei sich gehabt habe. In der bei dem Toten gefundenen Aktentasche befanden sich aber belanglose Briefe. Zum letztenmale lebend ge­sehen wurde der Ermordete am Dienstag um 19 Uhr, als er sein Hotel in Dijon verließ. Im Laufe des Mittwochs wurden bereits vers.chiedene Zeugen vernommen, die gesehen haben wollen, daß Prince beim Verlassen des Bahnhofs in Dijon von einem unbekannten Mann ange-

knöpfe aufgefunden. Dies scheint die Ansicht zu be­stätigen, daß Prince erst nach seiner Ermordung auf die Schienen gelegt wurde. In unmittelbarer Nähe der Fundstelle befindet sich außerdem eine Spur von Autoreifen, die augenblicklich noch verfolgt wird. Der Bahnvorsteher eines kleinen in der Nähe der Fundstelle gelegenen Ortes will am Abend der Tat einen Wagen mit angelns- senem Motor auf der Landstraße ge- sehen haben. Man vermutet, daß er zur Beförde­rung der Leiche gedient hat. Prince wurde auf dem Bahnhof Dijon von Personen abgeholt, die dem Bahnhofspersonal unbekannt sind.

eines Ralsmilgliedes Appellalionsgerichls-

Die Spionagegenichte um SlavW ein Ablenkungsmanöver.

8tanhu°rttt^in:il686 vrncki und Verlag: vrühl'sche Univerfitüis.vuch- und Steindruckerei «.Lange in Siehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 1

Berlin 21. den Staatsakt Staatsoper nunmehr fest.

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis Z'/zUhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text­anzeigen von70mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf., Familienanzei­gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm

Kritik an den augenblicklichen Zuständen. Offenbar bestehe eine regelrechte Maffia. Energisches Ein­greifen der zuständiges Stellen sei dringend nötig. Die polizeiliche Untersuchung des Mordes hat am Mittwochabend noch zu keinem Ergebnis ge­führt, aber es herrscht die Ueberzeugung, daß Prince das Opfer eines politischen Mordes geworden ist, der in engem Zusammenhang mit dem Stavifky-Skandal stehen dürfe. Prince war über das Treiben Staviskys genau unterrichtet und soll eine ganze Reihe von Persönlichkeiten gekannt haben, die mehr oder weniger in den Skandal ver­wickelt waren, ohne bisher zur Rechenschaft gezogen worden zu sein. Rach seiner ersten Vernehmung über die Berichte des Polizeikommisfars Paschot soll er zahlreiche Drohbriefe erhallen

Febr. (DRB.) Das Programm für am Heldengedenktag in der Unter den Linden steht

freien kirchlichen Organisationen wird das Außen- anit enge Fühlung halten und damit die gesamte kirchliche Arbeit zur Pflege der Beziehungen mit dem evangelischen Auslandsdeutschtum und mit den befreundeten Kirchen des Auslandes unter eine ein­heitliche Führung stellen.

Das Programms^ denStaatsatt am Seldenaedenttag.

man damals keine Bedeutung beimaß. Der Ge- richtsral wurde in der Rähe feiner Wohnung von einem Unbekannten angesprochen, der sich auf einen gemeinsamen Bekannten berief und ihn zu einem frühstück einlud. Der Ge­richtsrat lehnte aber ab.

Handelsminister Lamoureux hat zwei höhere Beamte seines Ressorts, die die Kontrolle über sämtliche Leihhäuser, besonders das in Bayonne, auszuüben hatten, gemaßregelt. Der Generalinspekteur für Kreditwesen im Handels­ministerium Delamarche ist in den Ruhe st and versetzt worden, während gegen seinen Mitarbei­ter Constantin ein aktenmäßig sestgelegter schar­fer Tadel ausgesprochen wurde. Delamarche wer­den schwere Dienstverfehlungen, Constantin Nach­lässigkeiten oorgeworfen.

Untersuchungsrichter ihre Aussagen zu bestätigen. Man hat jetzt den Eindruck, als ob es sich bei diesen Gerüchten lediglich um ein Ablenkungs­manöver handelt.

Nicht ohne Interesse ist die Liste der be­schlagnahmten Stavisky-Schecks, die der Untersuchungsrichter inzwischen aufgestellt hat. Es handelt sich um 864 Schecks über insgesamt 157 200 700 Franken, die vom August 1929 bis November 1933 ausgegeben wurden. 85 900 000 Franken zahlte Stavisky in Schecks auf eigene R e ch n u n g. Diese hohe Summe läßt die An­nahme zu, daß Stavisky einen großen Teil der von ihm verteilten Gelder in bar auszahlte, und um für die Empfänger keine belastenden Spuren zu hinterlassen, die notwendigen Summen durch Schecks auf eigene Rechnung abhob.

Sollte ein unbequemer Velastungszei dem Kege geschafft werden?

melle Leiche des Pariser

Hofes namens Prince aufgefunden. Die bis­herige Untersuchung läßt den Schluß zu, daß er das Opfer eines Anschlages geworden ist, und daß die Täter, um von ihrer Spur abzu­lenken, die Leiche auf die Schienen gelegt haben, um einen Selb st mord vorzutäuschen. Prince war durch zwei fingierte Tele- g r a m m e veranlaßt worden, mit dem nächsten Zug nach Dijon abzureifen, da angeblich seine Mut­ter schwer erkrankt sei. Bisher fehlt jeder Anhalts­punkt dafür, wer die Täter fein könnten.

Liberte verzeichnet im Zusammenhang mit dem rätselhaften Fall in Fettdruck das Gerücht, daß Prince am Mittwoch vor einem gericht­lichen Ausschuß wegen unterbliebener Weiter­leitung gewisser Polizeiberichte in Sachen Stavisky aussagen sollte. Durch diese Aus­sage wären mehrere Beamte belastet worden. Prince war früher Leiter der Finanz­abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft.

DergeheinmisvolleTelesonalirus

Fra" Prince wurde abgehalten, ihren Gitten nach Dijon zu begleiten.

Prince soll nicht auf Grund zweier inzwischen als gefälscht erkannter Telegramme die Reise nach Dijon angetreten haben, sondern auf Grund eines Telephonanrufes einer unbekannten Frauen st imme, die be­hauptete, im Namen des Arztes zu sprechen, der die angeblich schwer erkrankte Mutter Princes be­handelte. Sie forderte Prince auf, möglichst schnell nach Dijon zu kommen, da seine soeben operierte Mutter nach ihm verlange. Als seine neben ihm am Telephon stehende Frau sagte, sie würde ihren Mann nach Dijon begleiten, er­klärte die Unbekannte, die Anwesenheit der Gattin von Prince wäre untunlich, da man die Mut­ter nicht aufregen dürfe. Daraufhin sah Frau Prince dayon ab, ihren Mann zu begleiten. Sie hat in Unkenntnis des Schicksals, das ihrem Gatten zugestoßen sei, sich heute nach Dijon begeben, wo man ihr am Bahnhof die Nachricht von dem furcht­baren Ende ihres Mannes so schonend wie möglich beibrachte. Es soll feststehen, daß Prince Dienstag nachmittag in Dijon angekommen ist und a n seine Frau telegraphiert hat. Man hat im Bahnpostamt die eigenhändige Niederschrift der von ihm abgegebenen Depesche gefunden. Prince ist dann mit Unbekannten in einem Kraftwagen fortgefahren. Seither war die Spur von ihm verlorengegangen.

Oie ersten Zeugenaussagen.

Wichtige Dokumente spurlos verschwunden

Das Ergebnis der gerichtsärztlichen Untersuchung hat ergeben, daß die genaue Todesursache nicht mehr festzustellen sei, daß aber der Tote, wie sich aus dem Blutbefund ergebe, auf die Schienen geschafft worden sei, lange nachdem der Tod bereits eingetreten war. Die Mut-

Das Winterhilfswerk der Donau-Schwaben.

B e r l i n, 21. Febr. (DNB.) Wie der Schwä­bisch-Deutsche Kulturbund aus Neusatz in Südslawien berichtet, hat auch das Winterhilfs­werk der Donau-Schwaben zu einem großen Er­folg geführt. In 80 Sammelstellen wurden bisher Spenden im Werte von 3 0 0 0 0 0 Dinar gesammelt. Aus diesen Spenden wurden u. a. auch die deutschen Hungergebiete in Bosnien und Slawonien versorgt. Be­sonders rührend ist es aber, daß aus diesen Spen­den wirtschaftlich durchweg schlechtgestellter Volks­genossen auch des großen Winterhilfs­werks des Deutschen Reiches gedacht worden ist. Das zeugt für die Bereitschaft aller Deutschen, die Reihen der Volksgemeinschaft über alle politischen Grenzen hinweg zu schließen und im Rahmen dieser Volksgemeinschaft ihre Pflicht zu tun.

Geheimnisvolle Ermordung eines hohen pariser Richters.

Ein in der Giavisky-Affäre tätiger Appettationsgerichtsrat aus Paris gelockt und ermordet.

Treue das ist die einfachste Deutung der Auf­gaben, die Außen- und Binnendeutschtum für einan­der zu erfüllen haben. Die Aufgaben wachsen mit der fortschreitenden Erkenntnis der Gemeinsamkeit des Schicksals. Jahrzehntelang hat der VDA. an den Außenfronten gekämpft jetzt macht er Front nach innen. Am 23. Februar wird er mit 500000 jugendlichen Helfern den zweiten Opfert ag für das Winterhilfswerk veranstalten. Die volksdeutsche Front ist ja nicht mehr geographisch bestimmt. Sie geht quer durch das ganze Volk, sie kämpft in jeder deutschen Brust um das völkische Gewissen, für das Erwachen des volksdeutschen Bewußtseins. Das Eintreten der großen volksdeutschen Organisation des VDA. für das Winterhilfswerk ist ein letzter Schritt vor dem Ziel.

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Paris, 22. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Das am Mittwoch aufgetauchte Gerücht, daß sich Sta­visky neben den Riesenbetrügereien auch mit Spionage befaßt habe und die in diesem Zusammenhang gegen die beiden Wiener Künstle­rinnen Rita Georg und Marianne Kupfer erhobenen Beschuldigungen scheinen wie eine Seifen­blase zu zerplatzen. Rita Georg erklärte tele­phonisch, daß sie jederzeit bereit sei, vor dem Untersuchungsrichter zu erscheinen und die un­sinnigen Gerüchte zu entkräften. Auch Marianne Kupfer, die aus London in Paris eingetroffen ist, hat nunmehr eindeutig erklärt, sie habe weder Stavisky, noch den ehemaligen Direktor des Empire-Theaters Hayot gekannt und sei mit Rita Georg im Laufe von zehn Monaten höchstens vier- oder fünfmal zusammengekommen. Marianne Kupfer erklärte sich ebenfalls bereit, vor dem

Der^eichsbischofempfängtden Landes­bischof der Deutschen in Südslawien.

Berlin, 21. Febr. (DNB.) Der Landesbischof der Deutschen Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses im Königreich Südslawien, Dr. Phi­lipp Popp, ist in Berlin eingetroffen und vom Reichsbischof empfangen, der an die innige Verbundenheit zwischen den deutschen evan­gelischen Glaubensgenossen in Südslawien und dem Mutterlande der deutschen Reformation erinnerte/ Von dieser Glaubens- und Blutsgemeinschast hät­ten auch die großen Lutherfeiern in Süd­slawien ein beredtes und großartiges Zeugnis abgelegt. Die geeinte Deutsche Evangelische Kirche werde sich mit gesammelter Kraft hinter die deut­schen evangelischen Volkstumskirchen jenseits der Grenzen stellen. Bischof Dr. Popp antwortete mit einem Dank für die Förderung, die den deutsch­evangelischen Gemeinden Südslawiens zuteil ge­worden sei und einem warmherzigen Bekenntnis zu dem Mutterland der deutschen Reformation.

Der Reichsbischof

errichtet das kirchliche Außenamt.

Berlin, 21. Febr. (DNB.) Der Reichsbischof hat das kirchliche Amt für auswärtige Angelegenheiten bei der deutschen evangelischen Kirche (kirchliches Außenamt) richtet und zum Leiter Oberkonsistorialrat D. Theo­dor Heckel ernannt unter Verleihung des Titels Bischof mit dem Recht zum Trägen eines bischöf­lichen Amtskreuzes.

Das kirchliche Außenamt hat die in der Ver­fassung festgelegte Ausgabe, die enge Verbindung der oeutschen evangelischen Kirche mit den evangelischen Deutschen im Auslande zu pflegen und zu festigen. Zu seinem Bereich gehört ferner die Pflege der Beziehungen zu den befreundeten Kirchen des Aus­landes. Mit den auf den gleichen Gebieten tätigen

Volksdeutsche- SewiMein.

Bom Sinn des BDA-Opfertages.

Ein Erwachen aus der Unwirklichkeit des Trau­mes in das Bewußtsein der Wirklichkeit geht nicht mit einem Schlag vor sich. Der Mensch erwacht und reibt sich den Schlaf aus den Augen. Ein Volk erwacht und erfaßt nicht in einem Um-sich- Sehen die Grenzen seiner Aufgaben, die der Lösung harren; es tastet sich durch in allmählichem, willigen und freudigen Erkennen zum vollen Umfang seiner Sendung, seiner Größe.

Das Deutschtum erwachte, als es den Grenzdeut- fchen, den staatenlosen Deutschen Adolf Hitler aussandte zur Erfüllung seiner Sehnsucht. Und Deutschland erwachte, als es sich der Führung dieses Nur-Deutschen und nichtReichs"-Deutschen anver- traute. Und das Auslanddeutschtum erwachte im Er­lebnis des Wunders, das ihm im Reich geboten wurde: in Danzig, im Saargebiet, in Oesterreich, in Siebenbürgen, im Sudetenland, in Uebersee, wo immer Deutsche wohnen mögen, bekannten sie sich zu der Weltanschauung, die d e n D i e n st an der Volksgemeinschaft auf ihre Fahne schrieb. Und als jedes einzelne Glied des großen Hundert- Millionen-Volkes in sich die Forderung der Volks­gemeinschaft erkannt hatte, brachen die von Men­schenhand gezogenen Grenzen staatlicher Absonde­rung und die Volksgemeinschaften flössen ineinander, gehorchten göttlichem Gebot, das Völker über die Staaten setzt, und schlossen sich zusammen zur gro­ßen, einzigen Volksgemeinschaft der Deutschen. Die nicht reichtvon der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt", sondern vom nördlichsten deutschen Herzen auf dieser Erde bis zum südlichsten und vom ersten Lallen eines deutschen Kindes bis zum höchsten Höhenflug deutscher Gedanken.

Als das deutsche Danzig und als das deutsche Saargebietfrei" von demZwang" nationalsozia­listischer Staatssührungen sich zur Weltanschauung des deutschen Volkes bekannten, hörten wir aus die­sem Bekenntnis in jubelnder Klarheit die Stimme des deutschen Gewissens, das sich ganz aus eigener Kraft und gegen fremden Zwang durchrang ans Licht einer feindseligen Umwelt. Dasreichs"- deutsche Volk fühlte den Schlag seines Herzens auch jenseits der Grenzen schlagen. Es fühlte den Gleich­klang im Rhythmus deutschen Blutes, als der räum­lich ferne, für ewig von uns getrennte deutsche Dolksteil der Siebenbürger Sachsen sich mit über­wältigender Mehrheit zum Nationalsozialismus, durch ihn zu einer einzigen deutschen Volksgemein­schaft bekannte. Es sah und sieht beglückt das Spie­gelbild seines eigenen Sehnens und Wollens im schweren Kampf und in der wahrhaft großen und heldischen Haltung des deutschen Volkes in Oester­reich. Und es fallen die Schuppen des Eigendünkels und der spießerischen Selbstgefälligkeit von seinen Augen und es zerrannen die Wahnvorstellungen der wilhelminischen Staatsauffassung in Nichts, die da gelehrt hatte, daß der Deutsche an den Grenzen auf­höre, deutsch zu sein und daß hinter der Grenze derAusländer" stehe, ein fremder Mann mit deutschem Sprachgebrauch".

Noch spuken die letzten Reste einst grundsätzlicher Irrtümer durch deutsche Lande. Es wird noch ge­redet und geschrieben vomstammverwandten" Oesterreicher, als ob er nur verwandter Vetter, nicht aber blutsgleicher Bruder sei. Noch wan­deln da und dort Sudetendeutsche, Siebenbürger, Südtiroler alsTschechoslowaken",Rumänen" und Italiener" durch die Vorstellungswelt deutscher Bürokraten. Aber die Beispiele werden seltener und sie werden bald den Raritätenwert haben, der heute schon den Grenzpsählen dereigenstaatlichen" Reichs­teile Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe zukommt.

In der studentischen Verfassung, die der Reichs­innenminister Dr. Frick vor einigen Tagen in An­wesenheit des Führers verkündete, ist schon nicht mehr die Rede von deutschen Studenten im Sinne deutscher Staatsbürger sondern von deutschen Studenten an den Hochschulen des geschlossenen deutschen Sprachgebiets (gleich welche Staatsangehö­rigkeit sie auch besitzen mögen). Die Staatsangehö­rigkeit spielt nur noch eine mindere Rolle, sie wird zur Kenntnis genommen als ein Geschick, in das man sich willig fügt, nicht aber als Merkmal, das Deutsche nach Qualitäten sondert. Der ausland- deutsche Student braucht diejenigen Pflichten des deutschen Studenten (etwa SA.- und Arbeitsdienst) nicht zu erfüllen, die den Gesetzen seines Staates zuwiderlaufen können. Seine Rechte aber sind die des Deutschen aller Deutschen.

sprachen worden sei, mit dem er sich dann ent­fernt habe. An der Stelle, an der der Leichnam des Ermordeten gefunden wurde, hat man in etwa.

Meter Entfernung einen seiner Manschetten-1

4. Trauermarsch ausGötterdämmerung" von Richard Wagner,

5. Deutchlandlied, horst-Wessel-Lied.

Das Staatsopernorchester spielt unter der Lei­tung von Herrn Professor Heger. Der Staatsakt wird durch eine große Lautsprecheranlage auf die Straße Unter den Linden vom Lustgarten bis zum Brandenburger Tor übertragen.

Rach den Feierlichkeiten in der Staatsoper, denen der Herr Reichspräsident beiwohnen wird, findet vor dem Ehrenmal Unter den Linden eine Parade statt, an der eine Fah­nenkompanie und drei Kompanien Reichswehr so­wie drei Hundertschaften Polizei teilnehmen wer­den. Die Formationen marschieren nach der Parade in Richtung Brandenburger Tor auf der Miltel- promenade der Straße Unter den Linden. Der Herr Reichspräsident wird in Begleitung der Reichsregierung im Ehrenmal einen Kranz nietet-

Paris, 22. Febr. (DRV. Funkspruch.) Der rätsel- haben. Rian erinnert ferner an einen Zwischenfall, hafte Word an dem Pariser Appellationsgerichtsrat

veranlaßt die Pariser Morgenpresse zu einer heftigen

Aus diesem Anfang die Studentenschaft war, als sie noch ohne den Staat, meist gegen den Staat ihr Eigenleben führte, Wegbereiter der volksdeut­schen Idee wird sich auch formalrechtlich in nicht mehr ferner Zeit die Gleichstellung aller Deutschen im Rahmen des Möglichen ergeben, man wird politisch wohl zwischen Staatsbürgern des Reiches und solchen anderer Lander unterschei­den, über dem Staatsbürger gleich welcher Prä­gung wird aber der deutsche Volksbürger stehen und es wird das wahrhaft göttliche Gesetz zur Geltung gelangen, daß die Gleichheit des Blutes Volks­gemeinschaften bildet, nicht aber die Amtssiegel der Staatsbürgerpapiere.

Für die Idee der volksdeutschen Einheit und Schicksalsgemeinschaft kämpfte schon vor dem Kriege der Deutsche Schulverein. Aus dem Verein mit noch enger Zielsetzung wurde der Verein für das Deutschtum im Ausland. Aus dem Verein wurde ein V o l k s b u n d. Heute nochfür das Deutschtum im Ausland", morgen aber nach dem Willen seines Reichsführers für das Deutschtum, der deutsche Volksbund, der das Deutschtum über alle Grenzen hinweg zur volks­deutschen Gemeinschaft auch organisatorisch verbin­det. Sein Wimpel zeigt die blaue Farbe der Treue.''

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen