Ausgabe 
21.12.1934
 
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U SWM OKI 600.

Vornan von Rainer Selben.

Urlskstmechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.)

21 FKiretzung Nachdruck verboten!

SM'I los!" sagte Mac Lean kurz. Er griff nach einenn :8ünbel, das er neben sich liegen hatte. Es roarq fliiin, aber ziemlich schwer und vollkommen in r«|:-rdichte Oelhaut eingeschlagen.

D^i warf Mac Lean seine Oberkleider ab.

Cy nun binde mir einmal das Bündel fest auf j Iti Rücken!"

SlHiat es.

,/ 51 ich nicht lieber mitkommen, Mac Lean? Werte, Echnen irgend etwas zustößt?"

SjWi wird nichts zustoßen, Junge! Besser, du bleibt»! ijier und patrouillierst inzwischen auf der ChaÜM von hier bis zum Tor auf und ab. Wenn irgend rtroas Verdächtiges kommt, pfeifst du. Du kenni: i unser verabredetes Zeichen."

$llri -glühte vor Aufregung. Daß er bei einer solchsei ^Unternehmung dabei sein durfte, war Er­füllri 3p [einer kühnsten Träume.

M «Lean ging die abfallende Böschung hinunter bist 131 eiern tiefen Graben.

9|i, sehr sauber ist es nicht!" sagte er zu Bobl kauf.Der Besitzer hier scheint weiß Gott nichts pM Wert auf die Erhaltung seines Grund­stück!^;- legen. Aber was hilft's? Man kann nicht imune: ?in erstklassiges Wellenbad haben."

Dijil iiiefen Worten snrang er in den Graben hinein Men stehendes Wasser von farbigen Blät­terns ir.o grünlichem Schlamm bedeckt war.

B loi :,iarf dem Schwimmenden einen sehnsüchtigen BlicEnüh. Wie gern hätte er mitgemacht! Es paßte ihmtz [c: nicht so recht, daß er jetzt hier einen Patiru. lendienst versehen sollte. Aber Mac Lean hattfien: besohlen. Und es gab für einen ordentlichen JuMgni nichts anderes, als diesem Befehl unbe- binfjn gehorchen. So ging er an der Mauer ent= lancig Alyck Castle zu. Aber sein Kopf war mehr im iSuien als nach vorn gerichtet. Gerade sah er nochch nie Mac Lean mit ein paar Stößen am jenfiietcm Ufer anlangte.

S!klabgelegene Turm von Black Castle ragte steil i .rio ohne jeden Vorsprung im Mauerwerk dirc rk cjus dem Wasser hervor. Mac Lean suchte Grud zu finden und wirklich, das Wasser fiel zum3 lurm zu ab. Nun stand er in dem morastigen Grbrüri Er lauschte alles war still. Da nahm er k Mündel vom Hals, schlug die Oelhaut zu­rück!! rt holte den Inhalt des kleinen Pakets her­aus^ E bestand aus einem Paar Steigeisen, wie sie MMeiger brauchen, die unzugängliche Felsen beim i wollen, einer starken Feile und einem HanAur.

Mac Lean tastete mit der Hand den Turm ab. Die Quadern waren durch Regen und Zeit ver­waschen und wiesen da, wo sie aufeinandergetürmt waren, winzige Spalten auf.

Mac Lean nickte befriedigt. Das würde besser gehen, als er dachte. Er hatte schon gefürchtet, er würde die Steigeisen mit dem Hammer einschlagen müssen. Aber das hätte Lärm gegeben und am Ende doch jemanden herbeigelockt. So aber ging alles sehr einfach zu. Er zog ein Bein aus dem morastigen Grunde, befestigte eines der Steigeisen um seine Schuhe. Dann hakte er sich mit diesem Steigeisen in die unterste Quader des Turmes ein. Der andere Fuß wurde genau so bekleidet. Zum Schluß nahm Mac Lean die Feile in den Mund, stieß zwei dünne Stahlplatten in die Quaderspalten über sich. Run hatte er zwei Handgriffe, an denen er sich halten konnte. Vorsichtig setzte er einen Fuß in die untere Quaderspalte, zog den anderen nach. Run stand er erst einmal. Daraufhin lockerte er vorsichtig den Handgriff links über sich und steckte ihn einen Spalt höher. Dann den zweiten, und kletterte wieder nach. In kurzer Zeit hatte er so auf einer gleichsam felbftaefdjaffenen Treppe die Höhe des Turms erreicht. Run war er dicht unter bem vergitterten Fenster, das oben im Turm an­gebracht war. Er lauschte es war alles still man hörte keinen Laut. Er selbst war von der Straße her durch die hohen Tannen gegen Sicht gedeckt.

Run kletterte er noch eine Quader höher und konnte das Gitter des Fensters bequem erreichen.

Er preßte fein Gesicht an das Eisen. Man konnte das Innere des Zimmers nicht sehen. Dicke, weiße Vorhänge verwehrten den Einblick. Da leqte Mac Lean den einen Arm um das Gitter. Mit der freien Hand ergriff er die Feile und begann zu feilen.

Zum Glück waren die Eisenstäbe auch ziemlich alt und einem derartig hervorragenden Instrument wie seiner Feile nicht gewachsen.

Es geht doch nichts über englischen Stahl!, dachte er bei sich, als die Feile mit einem leisen Zischen in das Eisen hineindrang. Bald hatte er die Git­terstäbe so angefeilt, daß er die ganze Vergitterung herausheben konnte. Run kroch er durch die Oeff- nung. Vorsichtig tastete er, noch an dem Mauer­werk hängend, mit den Füßen nach unten. Jetzt stand er auf dem Boden des Zimmers. Er befand sich in voller Dunkelheit. Wieder lauschte er. Rein, nicht das geringste Geräusch zeigte, daß irgendein Mensch hier in der Nähe wäre.

Er holte aus der Innentasche seines Anzugs eine Taschenlampe hervor, die in einem wasserdichten Futteral steckte. Im nächsten Augenblick zuckte der Strahl einer Blendlaterne auf. In ihrem Schein, der nun an den Wänden entlang huschte, erkannte Mac Sean: er befand sich in einem kleinen Turm- gemach, das notdürftig eingerichtet war. An einer Seite stand ein kleiner Tisch aus alter Eiche. Da­

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

!98 Dritter Blatt

WAH. und Lahnkanalisierung

r Srage der L a h n k a n a l i s i e r u n g

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Pionierarbeit für dieses Projekt leistete. Lei-

pointe durch den unlösbaren Widerstreit von

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hfjigenommen worden. Das Institut für

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r-ni es früher vor allem die Verkehrs- und

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Und in der Reihe der trüben Tage steht

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te-und aufschlußreiche Ergebnisse versprechen. t DAH. hat sich mit großem Eifer an ihre i txgemacht. Das bisherige Ergebnis ihres ff:5 konnte man am Mittwochabend in einer ihrer Mitarbeiter hören. Dabei wurde zu-

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Jität Gießen. (Wissenschaftliche Äkademikerhilfe arbeit 157, Dr. Maull, Gießen.)

ci mit i Arbeitsentwürfen von Professor Dr. i!lf>: l weitwirkende, zum mindesten sehr inter-

schon die Sonnenwende. Wir können nicht er­messen, wie unsere Vorfahren einst mit Sehnsucht nach dem Himmelslicht, das sich hinter den dichten Rebeln verbarg, ausschauten und wie sie dann auf­jubelten, als endlich der Tag der Sonnenwende herbeikam. Der alte sieghafte (Staube an das Leben brach neu und ungestüm hervor und suchte sich seine Form in dem Sonnwenvseuer auf Bergeshöhe. Es war ein Fest des Glaubens, ein Aufblick zum Licht.

Wohl schlafen noch Wald und Flur, aber wir wissen, daß' es in der Erde quillt und pulst, und daß neues Leben erstehen wird, auch wenn der Winter noch mit Eis und Schnee zu uns kommt.

Und wenn wir heute wieder wie unsere Vor­fahren am Sonnwendfeuer stehen, dann sind das Stunden der Andacht, Stunden der Einkehr, der ernsten und stillen Versenkung in Vergangenheit und Gegenwart. Der brennende Holzstoß darf uns nicht nur ein Freudenfeuer sein. Er soll uns auch mahnen an die Verpflichtungen dem Vaterlande gegenüber. Der Liebe zu Volk und Heimat sind die Stunden am Sonnwendfeuer geweiht. Wir müssen immer wieder geloben, auch in Zeiten der Rot aus­zuharren, unferm Volke zu dienen und zu helfen.

Und nicht nur rückwärts gehen unsere Gedanken, sondern auch in die Zukunft, in dem Glauben, daß es in dem nun geeinten Vaterlande, unter seiner starken Führung, wieder vorwärts und aufwärts geht. Das gibt uns neue Zuversicht und läßt uns die trüben Tage vergessen.

Ein neuer Grund wurde gelegt. Wir haben weiterzubauen. Das sei das Gelöbnis am Sonn- wendfeuer, und dieser Schwur soll nicht verlöschen wie die Flamme des Holzstoßes, er soll immer in unserm Herzen brennen. Zum Jubel, zur Begeiste­rung soll alte, starke Beharrlichkeit treten.

Es soll so werden, wie bei unfern Brüdern in Deutschböhmen, die schon jahrzehntelang in der

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tcn herein, der in vieljähriger Tätigkeit roert

von Dr. Froese interessante Aufschlüsse über die Untersuchungen der verschiedenartigen Vorkommen an Bodenschätzen. Durch diese auf exakten wissenschaftlichen Methoden fußen­den Arbeiten wurde manche ältere Annahme in erheblicher Weise korrigiert bzw. fester umrissen, namentlich auch nach der Seite der praktischen Nutz­barmachung für unsere Wirtschaft hin. Heber Einzel­heiten dieser Ergebnisse im jetzigen Stadium der Arbeit schon nähere Mitteilungen zu machen, wäre verfrüht, aber so viel kann man doch schon hervor­heben, daß sich in diesem Teile des Planes erfreu­liche Perspektiven eröffnen. Die vielfältigen sozialen Fragen, die aus dem großen Projekt erwachsen, wurden von Dr. Schneider in aufschlußreicher Weise dargelegt und dabei beachtenswerte Winke zur Lösung gegeben. Mit den Verkehrsfragen, ins­besondere auch auf dem Gebiete des Reichsbahn- Tarifwesens, beschäftigte sich Dr. Beinhorn, der dabei u. a. auf die schier unübersehbare Menge von Ausnahmetarifen, die die Behandlung der Bahntarife nahezu als eine Wissenschaft für sich erscheinen lassen, aufmerksam machte. Sehr interes­sant waren die juristischen Betrachtungen, die Dr. Fischer aus seinem Arbeitsbereich im Rahmen des Gesamtprojektes vorbrachte und die mancherlei dringende Notwendigkeiten für die künftige Gestal­tung der Dinge aufwiesen. Dr. Schulze zeigte in klarer Weise auf, wie stark auch die Landwirtschaft an diesem großen Plane zur Verkehrserschließung für unser Gebiet interessiert ist, in gleicher Weise machte Oberförster Mader deutlich, welche guten

Sonnenwende.

lieber allen Wolken bist du, o Sonne! lieber aller Nacht ist Licht!

lieber all dem dunklen Weh der Welt

schwebt der Feuerball der Wonne.

Erhebe dich, Mensch, und verzage nicht!

Emil G ö t t.

Die nebeldunklen Tage sind gekommen. Zögernd löst sich der Tag von der Nacht. Die Sonne ist ver­schwunden. Ringsum liegt die Welt in Nebelschleiern, überhaucht von Schwermut und Trauer.

Von heißer Sommersonne überstrahlte Fluren, wogende Kornfelder, wir sehen sie nur im Geiste.

Wir schauen zum Himmel, an dem die grauen Wolken ziehen, wir hören das eintönige Plätschern des Winterregens. Die Bäume stehen kahl und ver­lassen. Alles atmet Kühle und Schwermut. Es sind die Tage des Hindä-nmerns, des Entsagens.

Noch kam der rechte Winter nicht zu uns. Alles wartet voll Sehnsucht auf Schnee und Eis. Ski und Rodel stehen einsam und verlassen. Dafür blühen einzelne Blumen, die sich täuschen ließen. Duftende Veilchen und rote Rosen schenkte uns der Garten in diesen Tagen. Erdbeeren und Kirschen blühten und brachten zum zweitenmal Früchte. In einem Dorfe bei Heidelberg schnitt man vor kurzem zum zweitenmal ausgereifte Gerste. So ist in diesem Jahre der Winter zu uns gekommen. Ist es nun eine sanfte Ueberleitung ober sollen mir den harten Winter heuer gar nicht kennenlernen? Niemandem ist das milde Wetter recht. Die Bauern wissen das am besten. Haben mir keinen rechten Winter, dann bekommen mir auch keinen rechten Sommer.

t j| dn f 11 i d) e n Standpunkt als Aus- ctstfis aller Arbeiten an und tut dabei so, als chie ahnkanalisierung bereits vorhanden sei und tm icht darunz, handele, ihre Auswirkungen nach vlichiedensten Richtungen hin wissenschaftlich upitrisuchen. Wer von Anfang an als Beobachter

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Entwicklungsmöglichkeiten für unsere heimische Holz­wirtschaft, auch auf dem Gebiet der Verfrachtung des Holzes, in dem Projekt der Lahnkanalifierung enthalten find. Der Leiter der WAH., Prof. Bech - t e I, faßte schließlich das Ergebnis der einzelnen Berichte in einer kurzen Schlußbetrachtung zusam­men, aus der man erneut die tatfrohe Bereitschaft zu weiterer hingebungsvoller Arbeit entnehmen konnte.

Wenn man rückschauend und vergleichend mit den Bestrebungen in früheren Jahren die Arbeit der WAH. in den letzten dreiviertel Jahren würdigt, so ist festzustellen, daß die jetzige Arbeitsmethode unter der energischen und auf reiche Erfahrungen gestützten Leitung von Professor Bechtel dem Projekt der Lahnkanalisierung außerordentlich för­derlich geworden ist. Zieht man dabei noch in Be­tracht, mit welcher freudigen Hingabe diese Ge­meinschaftsarbeit von allen Helfern betrieben wird, so kann man nur mit froher Hoffnung der Weiter­entwicklung dieser Forschungstätigkeit entgegen­sehen. Aus diesem guten Stande der Dinge ergibt sich für die Allgemeinheit eine zwingende Schluß­folgerung, nämlich die Verpflichtung, mit aller Tat­bereitschaft und pekuniärer Opferfreudigkeit das Werk der WAH. zu unterstützen, da es zum Besten unserer engeren Heimat und zum Nutzen der deut­schen Volksgesamtheit geleistet wird.

*

Stellenlose Akademiker können in der Wissen­schaftlichen Akademikerhilfe vorübergehend noch be­schäftigt werden. Anfragen sind zu richten an das Institut für Wirtschaftswissenschaft an der Univer-

itnrr dem Eindruck der großzügigen, auf rei= chsnilpUtischen Erfahrungen in Ostdeutschland auf-

ii twa dreiviertel Jahren ist das weitreichende VrIl dn von einer anderen, ganz neuen Seite in

be e prl.kte^ im Vordergründe der angestrebten

an du k grundsätzlichen Darlegungen des Leiters an- knüpüstts en Berichte aus den einzelnen Arbeitsgebieten bewaib-linftiges Material lieferten. Der wissenschaft­liche iänftent Prof. Bechtels und Organisationsleiter der 'MH., Dr. M a u l l, schilderte den geladenen Gast? ui den organisatorischen Aufbau der 'Brüten der WAH., ergänzende Berichte dazu gabedn Diplomingenieur Oppermann und Dr. 93 o * liee r. Auf Grund dieser Darlegungen konnte mann Wellen, daß der von Professor Bechtel aus- gearx6?i|?te Plan des organisatorischen Aufbaues libertyu-ienbe Ergebnisse gebracht hat. Dieser Ein- brud- turbe noch vertieft burch bie Schilberungen aus udsii einzelnen Arbeitsgebieten. Man hörte babei

fcjaüfterung stauben, so nimmt man nunmehr !>e' Wissenschaftlichen Akabemiker-Hilfe bes Jn- sti ib ür Wirtschaftswissenschaft allein ben wis -

S t |e -e n bei Limburg bis nach G i e ß e n hat seit eine * lirihe von Jahren wieberholt bie wirtschaft- liAeji iierbänbe und bie öffentlich-rechtlichen Kör- p&b jenen bes Lahngebiets beschäftigt. Jnsbeson- mr es Direktor Bansa vom Fulda-Lahn-

"gi hat Gießen unter ber Leitung von Uni- MOliprofessor Dr. Bechtel hat sich für diese Ai gUe wheit stark interessiert und dabei die Wis­se idaftlicheAkademiker-Hilfe (WAH.) l bt die wir in unserem gestrigen Blatte ein- ge e idöerichteten zum Einsatz gebracht. Von e: -seite her geht man unter ganz neuen Irdtspuntten an bas Problem heran.

::: r h, lei Interessen unb burch zahlreiche daraus eei! rnme Hemmungen, aber auch infolge ber all- u tun Finanzschwierigkeiten eine Lösung der iffunen wirtschaftlichen Planung bisher nicht e: i? hu werden, obwohl man von vielen Seiten m illc Hingabe dem gesteckten Ziele zustrebte.

ft wn dem Leiter, Professor Dr. Bechtel, n hu n mal bie grunbsätzliche £) r i e n t i e = rflniigfter Arbeiten der Wirtschafts - f flr i| d:u n g Lahntal wie die Untersuchun­gen sbe WAH. offiziell bezeichnet werden dar- qelectt. i:r erinnerte an die vielfachen Erfahrungen, biß ü>7 selbst bei yleichen Aufgaben in Ostdeu'tsch- Ianbei li Oberschlesten) gemacht hat unb wies auch auf [[lidtungroeifenbe Ergebnisse in Niedersachsen hin Zkin horte weiter, wie erfolgversprechend bie Jmnir- [nähme ber Aufgabe von ber wissen- s ch a! ji ichen Seite her war, wofür bann die

Aeitag, 2s. Dezember (934

alten Sitte des Sonnwendfeuers ihren nationalen Gedanken neu entfachten und darin ein Stück ihres Volkstums sahen.

Wollen wir da im eigenen Vaterlande zurück­stehen? Das sei ferne von uns.

Was auch daraus werde: Steh zur deutschen Erde, bleibe wurzelstark!

Kämpfe, blute, werbe für dein höchstes Erbe, deutsch sei bis ins Mark!

Gutberlet.

Reichsbund Volkstum und Heimat.

Alle noch rückständigen Beiträge für den Reichs­bund Volkstum und Heimat undDer junge Heimatfreund" find bis spätestens 31. Dezember auf das Postscheckkonto 198 58 einzusenden. Wir erinnern daran, daß Gemeinden und korporative Mitglieder 5 Mark zu zahlen haben.

Alle Anmeldungen, Abmeldungen und Ummel­dungen gehen von jetzt ab nur an den Kassenwart H. Dem, Gießen, Wartweg 72. Alle anderen Be­treffe dagegen an den Kreisringleiter Gg. Heß, Leihgestern, Schillerstraße.

Der Kreisringleiter.

Zrau Dah in Gchuhhast genommen.

Am gestrigen Donnerstagmittag wurde die Inhabe­rin von Schwaabs Weinstuben im Seltersweg, Frau Emmi D a tz, von der Staatspolizei in Schutzhaft genommen. Frau Datz hatte als Weihnachtsgeschenk für hilfsbedürftige Volksgenossen ein Spendepaket an die NSV. gegeben, bas nur zerrissene Kleibungs- stücke enthielt, bie von keinem sozial benfenben Men­schen als Weihnachtsgeschenk angesehen werben kön­nen. Nachbem bieseSpenbe" ber breiten Öffent­lichkeit bekannt geworben war, sah sich die Staats­polizei im Hinblick auf die berechtigte Empörung der Volksgenossen über diese Verächtlichmachung des Winterhilfswerks zu der Verhaftung veranlaßt. Im Verlaufe des gestrigen Nachmittags und Abends kam es vor dem Geschäftshaus der inhaftierten Frau zu Kundgebungen einer großen Menge von Volks­genossen, bie ihre Entrüstung über den unerhörten Mangel an sozialer Gesinnung unb an Verständnis für bie Not unserer hilfsbebürstigen Brüber und Schwestern durch entsprechende Rufe nachdrücklich zum Ausdruck brachte. In der entschiedenen Ver­urteilung einer solchenSpende", wie Frau D a tz sie zu geben für angemessen hielt, sind sich alle deut­schen Volksgenossen einig, die sich durch ihr soziales Gewissen und durch ihre ehrliche Bereitwilligkeit zur Mitarbeit an dem Aufbauwerk des Führers ver­pflichtet fühlen, in dieser schweren Zeit vor allem unseren hilfsbedürftigen Brüdern und Schwestern mit wirklichen Opfergaben der christlichen Nächsten­liebe beizustehen.

Wahrsagen ist strafbar.

Der Reichsstatthalter in Hessen verkündet in der gestrigen Ausgabe der amtlichenDarmstädter Zei­tung" ein Gesetz zur Aenderung des Artikels 102 des Hessischen Polizeistrafgesetzes vom 30. Oktober 1855. In der abgeänberten, mit Wirkung vom 15. Nevemder 1934 gültigen Fassung des Artikels 102 des Polizeistrafgesetzes wird folgendes bestimmt:

1. Das entgeltliche Wahrsagen, bie öffentliche An- fünbigung entgeltlichen ober unentgeltlichen Wahr­sagens sowie bie Verbreitung von Schriften und Druckschriften, die sich mit Wahrsagen befassen, wird mit Geldstrafe bis zu 150 RM. ober mit Haft be­straft. Daneben kann auf Einziehung ber zum Ge­brauch beim Wahrsagen bestimmten Gegenstände sowie der zur Ankündigung benutzten Zeitungen und sonstigen Schriften erkannt werden, auch wenn diese dem Täter nicht gehören.

2. Wahrsagen im Sinne bes Absatzes 1 ist jede Offenbarung von Dingen, bie bem natürlichen Er-

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vor ein Sessel mit verschlissenen Kissen. Aufgeschla­gen auf bem Tisch lag ein Buch. Mac Lean ging leise heran, schaute es an. Es war ein billiger Ro­man, wie ihn Straßenhänbler für wenige Pence auf ihren Karren verkaufen mochten.

Sonst befanb sich in bem ganzen Raum nichts weiter als ein Schrank, besten wurmstichige Türen offenftanben. Man sah ein Schachspiel unb eine kleine Reihe von Büchern.

Mac Lean horchte roieber. Das, was er suchte, schien er hier nicht zu finben. Aber ba ging eine Tür ins Nebenzimmer. Er schlich vorsichtig über ben Boben. Seine Fußspuren blieben in dem Staub sichtbar. Hier schien lange nicht gründlich reine­gemacht worden zu sein.

Vorsichtig öffnete er die Tür. Auch nebenan kein Mensch. Es war offenbar ein Schlafgemach, in das er jetzt eintrat. Ein Bett stand an der einen Längs­seite. Daneben ein Nachttisch mit einer elektrischen Lampe, ein primitiver Waschtisch an der anderen Seite.

Und jetzt er kniete schnell auf dem Fußboden , ba waren Spuren von Füßen. Aber sie waren ungleichmäßig. Mehrere Menschen mußten hier ge­gangen sein. Und ba seine Stirn zog sich zu­sammen ein drohenbes Funkeln kam in seine Augen hob er mehrere Gegenstände vom Bo­den auf, schlug sie in ein Stück Delpapier, das er gleichfalls in feiner Rocktasche getragen hatte. Dann verfolgte er bie Spuren weiter. Sie gingen auf eine kleine Tapetentür zu. Hinter biefer Tapeten­tür befanb sich eine steinerne Wenbeltreppe, bie offenbar hinunter in ben Garten führte. Mac Lean leuchtete hinunter, überlegte einen Augenblick:

Das hat keinen Zweck!" sagte er zu sich selber.

Da stutzte er: ein zusammengeballtes Stück Pa­pier lag auf ber zweiten Stufe. Es war an einer Ecke eingerissen. Er hob es auf. Beim Schein ber Blenblaterne las er.

Also hat es boch Zweck gehabt!" sagte er zu sich selber.Man soll boch alle Wege verfolgen."

Nun eilte er roieber bem kleinen Turmgemach zu, burch bas er zuerst eingestiegen war. Die Steig­eisen lagen noch auf bem Mauergesims, wohin er sie vor seinem Absprung in das Turmgemach gelegt hatte. Auf genau die gleiche Weise, wie er hinauf­gekommen war, stieg er vorsichtig Quader um Qua­der herab. Endlich war er wieder außen am Fuße des Turms, der ins Wasser hineinragte. Er nahm die Steigeisen ab, packte sein Bündel zusammen, befestigte es mit Hilfe von Schnüren wieder auf seinem Nacken und schwamm denselben Weg zurück.

Bob Both war gerade auf feinem Patrouillen­gang wieder in der Nähe der Tannengruppe an­gelangt. Jetzt rannte er in raschem Schritt heran:

Im Hause drin ist noch alles ruhig, Sir! Haben Sie etwas entdeckt? Was wollen Sie nun tun?"

Baden!" sagte Mac Lean lakonisch und sah mit äußerstem Widerwillen an seinem verschlammten Anzug hernieder.

Los, Bob, fahre mit jetzt ein Stück auf Lo- minghton zu! An ber Biegung ber Chaussee, links bei ber Scheune, warte ich. Du mußt ja ben un­glückseligen Donnell abholen. Der wirb keinen Wert daraus legen, noch stundenlang bei dem Schloß­verwalter und ben Hunben zu bleiben."

Bob machte ein sehr enttäuschtes Gesicht. Er öff­nete ben Mund, als wollte er etwas fragen;.aber ber Respekt vor bem berühmten Detektiv war zu groß, als daß er es gewagt hätte. Mac Lean las in bem Gesicht Bobs wie in einem offenen Buche.

Bravo, Bob!" sagte er.Die erste Tugenb des Detektivs scheinst du zu haben. Nämlich Geduld. Warte nur noch ein bißchen! Ich werde dir den Zusammenhang später schon aufklären. Jetzt muß ich mir erst alles reiflich überlegen."

Und dann schwieg Mac Lean und sagte auf der ganzen Rückfahrt kein Wort mehr.

Bob fuhr vorsichtig und so leise, wie sein grüner Laubfroschwagen es irgend zuließ, an Black Castle vorbei. Zwanzig Meter hinter dem Schloß ging die Landstraße in einer Biegung an einer Scheune vorbei. Dort stieg Mac Lean aus. Bob wendete unb fuhr mit Vollgas nach Black Castle zurück. Gerabe öffnete sich auch bie Tür. Von bem miß­trauischen alten Herrn begleitet, erschien ber Mann mit der Aktenmappe.

Good bye, Sir!" sagte er und nickte dem Alten zu.Ich habe mich gefreut, Ihre liebenswürdige Bekanntschaft zu machen!"

Gehen Sie zum Teufel!" knurrte der Alte und schloß krachend die Eisentür der Pforte zu.

Gut gegangen?" fragte Bob leise, als der Herr eingestiegen war.

Inspektor Donnell von Scotland Pard lachte:

Tadellos! Die Hunde haben eine harmlose kleine Betäubungsspritze bekommen und schlafen für die nächsten zwölf Stunden unter Garantie. Am liebsten hätte ich bem Alten auch eine gegeben, aber bas ging ja boch über meine Befugnisse. Jedenfalls zwölf Stunden hat Mac Lean Zeit, um an den Turm heranzukommen."

Bob mußte plötzlich furchtbar lachen:

Warum lachen Sie denn?" fragte Inspektor Donnell mißtrauisch.Glauben Sie, er roirbs in zwölf Stunben nicht schaffen?"

Ja, das weiß ich nicht!" versetzte Bob ernsthaft und hielt plötzlich an der Biegung der Chaussee an.

Guten Tag, Inspektor Donnell!" tönte eine fröhliche Stimme. Hinter einem Wacholdergebüsch tauchte, mit grünem Schlamm bedeckt, Mac Lean auf.

Donnell fuhr zurück:

Sind Sie das wirklich, Mac Lean?"

Na dachten Sie vielleicht, Donnell, ich bin ber Froschkönig? Allerbings sehe ich unterwärts ja nicht sehr menschlich aus" Mac Lean deutete auf feine Beinkleider, die von Algen und Schlamm bedeckt waren.

(Fortsetzung folgt!)