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deutsche Reichsfilmarchiv wirb berarflge Vorkomm­nisse zu verhindern wissen. Hier sind bereits durch die Fachoerbände der Reichsfilmkammer und der Behörden Tausende von Spiel- und Unterhaltungs­filmen untergebracht worden. Von allen deutschen Filmen sollen in Zukunft zwei Kopien ausge­nommen werden. Die beiden Filmstreifen werden den jedoch getrennt aufbewahrt werden, damit im Falle eines Brandes höchstens eine Kopie vernichtet werden kann.

Man wird versuchen, sämtliche bedeutsamen Filme seit Beginn der Tonfilmperiode neben den wichtig­sten noch vorhandenen stummen Bildstreifen diesem Archiv einzuverleiben. Eine solche Sammlung stellt einen kulturgeschichtlichen Faktor von nicht zu unterschätzender Bedeutung dar. Sie wird späteren Generationen die Entwicklung der kultu­rellen Geschmacksrichtung des deutschen Volkes in verschiedenen Zeitepochen vor Augen führen.

Wirtschaft.

Wochenbericht

vom Frankfurter produktenmarkt.

Am Frankfurter Getreidegroßmarkt stand in der abgelaufenen Woche der Futtermittelmarkt weiter tm Vordergrund. Fest lag auch der gesamte Kraft­futtermittelmarkt. Ganz besonders Kleie und sonstige Mühlennachprodukte, sowie Erdnuß- kuchen, Sojaschrot und Trockenschnitzel. Die Umsatz­tätigkeit hat sich merklich gehoben, der Abruf des Konsums war befriedigend, so daß zum Teil recht gutes Geschäft festzustellen war. Der geringe An­fall angesichts des nur unbefriedigenden Mehl­geschäfts bewirkte in Kleie und Nachmehlen sehr knappes Anaebot, daneben hielt man im Hinblick auf die in Aussicht stehenden Festpreise für Kleie mit Abgaben zurück. Weizenkleie zog um 25 Pf. auf 10,80 bis 10,85, Weizenfuttermehl um 30 Pf. auf 11,80 und Roggenkleie um 40 Pf. auf 11,10 RM. je 100 Kilogramm an. Sojaschrot war nicht per prompt gefragt, sondern auch in den späteren Ter­minen, besonders für die kommenden Winter­monate, wurden beachtliche Abschlüsse getätigt; der Preis befestigte sich um 20 Pf. auf 15,55 bis 15,65 Reichsmark. Erdnußkuchen und Trockenschnitzel lagen mit 16,30 bis 17,15 RM. bzw. 10,10 um je 10 Pf. je 100 Kilogramm höher, während Palm­kuchen um 15 Pf. auf 14,05 bis 14,30 nachgaben. Treber notierten unverändert 14 RM.

Die Strohpreise haben einen leichten Rück­gang, und zwar um 20 Pf. auf 2, RM. erfahren. Heu blieb unverändert zu 6, RM.

Das Brotgetreidegeschäft blieb weiter minimal, und die Preise, sowohl Erzeuger- als auch Mühlenankaufspreise, wurden unverändert belassen. Weizen 203 nom., Roggen 173 RM. per Tonne.

Das M e h l g e s ch ä f t beschränkte sich bei unver­änderten Preisen weiterhin nur auf die Abwicklung der alten Kontrakte.

G e r st e lag vollkommen geschäftslos.

Wochenbericht

vom Frankfurter Gchlachtviebmarkt.

Das Angebot an Schlachtvieh gestaltete sich in der verflossenen Berichtswoche etwas ungleichmäßig, im allgemeinen entsprach es etwa dem derzeitigen Bedarf. Hier und da war es auch stärker, ohne aber auf das Preisniveau einen nennenswerten Einfluß zu nehmen.

Der Rindermarkt verkehrte an sich in wei­ter befestigter Haltung, wenn auch die Preise gegen­über der Vorwoche nur unbedeutend verändert waren. Bei Ochsen bewirkte der stärkere Zutrieb ein leichtes Nachgeben, und zwar um eine Mark, wo­bei aber die geringen Qualitäten sich verhältnis- imäßig gut behaupteten. In Färsen setzte sich trotz ebenfalls stärkerer Zufuhr eine Besserung um eine Mark durch, da hier das angebotene Vieh beson­ders den Anforderungen entsprach. Bullen und Kühe zeigten die letzten Preise. Der Gesamtauftrieb stellte sich auf 1419 gegen 1252 Stück in der Vor­woche, war also um 167 Tiere größer. Nach mittel­mäßigem Geschäftsgang wurde nahezu ausverkauft.

Am Kälbermarkt kam es zu einem leichten Preisrückgang, wofür jedoch nur die etwas zu starke Zufuhr von insgesamt 1814 gegen 1348 Stück verantwortlich zu machen ist. Offenbar haben die seit Ostern stabilen Preise etwas größere Derkaufs- lust heroorgerusen. Gute Kälber konnten sich auch in dieser Woche an der Grenze von 49 bis 51 Mk. behaupten, während geringe Kälber eine Einbuße von 5 bis 6 Mark hinnehmen mußten. Nach mittel­mäßigem Handel wurde ausverkauft.

Das Angebot in Lämmern, H ä m m e l n und Schafen verringert sich mit fortschreitender Iah- reszeit immer mehr. In dieser Woche standen nur noch 64 (gegen 97 in der Vorwoche) zum Verkauf, die bei mittelmäßigem Geschäftsgang geräumt wurden. Für Lämmer und Hämmel blieben die Preise unverändert, hingegen gingen sie bei Schafen um eine Mark zurück.

Der Schweinemarkt zeigte diesmal nur wenig veränderte Preise.-Offenbar haben die letzten starken Preisverluste bei der Landwirtschaft dahin­gehend gewirkt, sich wieder ihrer Marktbeschickungs­disziplin zu erinnern. Das Geschäft nahm trotz der schwächeren Beschickung (4465 gegen 4952) einen chlepprnden Verlauf, so daß noch etwas lieber» tand verblieb. Die Preise lagen mit 32 bis 40 Mk. ziemlich unverändert. Durch Erlaß vom Preußischen

Landwirtschaftsminister ist bereits vor etlichen Wochen für eine Reihe von großen preußischen Schlachthöfen angeordnet worden, daß die über 300 Pfund schweren Schweine der Klasse a künftig in zwei Klassen notiert werden, und zwar 1. fette Speckschweine, 2. vollfleischige Schweine. Von dieser Notiz wurde diesmal in Frankfurt Gebrauch ge­macht und für Speckschweine über 350 Pfund wurde ein Preis von 50 Mark erzielt.

Frankfurter Börse.

IMttagsbörse weiter erholt.

Frankfurt a. M., 20. April. An der Börse machte die allgemeine Kurserholung weitere Fort­schritte. Das Geschäft war zwar noch gering, doch neigt das Publikum schon in erhöhtem Maße wieder zu Neuanlagen, zumal die Gesamtverfassung der Börse als wesentlich freundlicher anzusprechen ist. Die Hauptunruhe der letzten Tage, die in dem Kurs­druck am Neubesitzanleihemarkt vorlag, ist durch Zwangsglattstellungen nunmehr beseitigt. Neubesitz zogen weiter um 0,50 v. H. auf 21,15 v. H. an. Auch markttechnisch liegt die Börse günstig? da infolge des schmal gewordenen Angebots die notwendigen Rückdeckungen nur auf höherer Basis erledigt wer­den können. Beachtlich fester waren Montanwerte unter dem Eindruck der weiteren Steigerung der Rohstahlgewinnung. Es gewannen Rhein. Braun­kohlen 3,'50 v. H., Phönix 1,50 v. H., Mansfeld Berg­bau 1,25 v. H., Klöckner 1,13 v. H., Harpener 0,25 v. H., Mannesmann 0,75 v. H. Von Kaliwerten Aschersleben um 0,75 v. H. fester. Auch der Elektro­markt war weiter gut erholt, voran Siemens und Felten mit je plus 2 v. H., Schlicker» mit plus 1,25 v. H., Rhein. Elektro plus 1,50 v. H. und vor allem AEG. mit plus 1,75 v.H. Schiffahrtswerte lagen 0,25 bis 0,50 v. H. höher, daneben zogen AG. für Verkehrswesen 1,75 v. H., Allgemeine Lokal- und Kraft AG. ebenfalls 1,75 v. H. an. Der Chemie­markt lag ruhig, Farbenindustrie blieben zu 139 v. H. unverändert, Deutsche Erdöl gewannen 0,50 v. H., Rütgerswerke 0,75 v. H. Im einzelnen Daim­ler 0,65 v. H., Bemberg 0,75 o. H. und Deutsche Linoleum 0,25 v. H. freundlicher.

Am Rentenmarkt blieb das Hauptgeschäft in Neu­besitz, die zu ihrer Anfangserholung auch später noch leicht hinzu gewannen. Die übrigen Reichs­anleihen lagen gut gehalten, Altbesitz 95 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen 94,40 v. H. Umgetauschte Dollar-Bonds lagen etwa 0,25 v. H. fester, Stahl- Bonds gut behauptet.

Im Verlaufe blieb die Haltung freundlich, und die Kurse zeigten weitere Besserungen im Ausmaß von 0,25 bis 0,50 v. H. Das Geschäft war im allgemei­nen klein. In Spezialwerten entwickelte sich etwas größeres Geschäft; in den Vordergrund traten Daim­ler Motoren, die 2 v. H. gewannen, ferner im Frei­verkehr Adlerwerke Kleyer 43,50 nach 41 v. H. Von später notierten Werten zogen Conti Gummi 2 v. H., Chadeaktien 2 RM., Metallgesellschaft 1 v. H., Mon­tan- und Schiffahrtspapiere nochmals 0,25 bis 0,50 v. H. an.

Am Rentenmarkt waren Neubesitz im Verlaufe ruhig und zu 21,25 v. H. gut behauptet. Lebhafter waren späte Reichsschuldbuchforderungen mit plus 0,25 v. H. Altbesitz lagen unverändert. Staatsanlei­hen waren kaum verändert, Stadtanleihen konnten sich meist um 0,50 bis 1 v. H. erholen, Goldpfand­briefe und Kommunal-Obligationen lagen gut be­hauptet, Liquidationspfandbriefe waren etwas ge­fragt und meist bis 0,25 v. H. höher. Fremde Werte lagen weiterhin still.

Tagesgeld war etwas gefragt und wurde auf 3,75 v. H. (plus 0,50 v. H.) erhöht.

Abendbörse: knapp behauptet.

Nach dem etwas belebteren Mittagsverkehr zeigte die Abendbörse nur kleines Geschäft, man vermißte weitere Aufträge aus dem Publikum. Da es auch sonst an Anregungen fehlte, verhielt sich die Speku­lation abwartend, wobei der bevorstehende Wochen­schluß etwas mitgewirkt haben mag.

Don den zunächst zur Notiz gekommenen Werten lagen Farbenindustrie, AKU, Deutsche Erdöl u. a. gut behauptet, dagegen ging die Neubesitzanleihe auf Grund kleiner Gewinnmitnahmen um 15 Pf. auf 20,70 v. H. zurück. Auch im Verlaufe blieb die Umsatztätigkeit gering und infolgedessen bröckelten die Kurse eher etwas ab, so Farbenindustrie um 0,40 v. H. und Neubesitzanleihe im freien Markt um

weitere 15 Pf. auf 20,55 v. H. Im übrigen war die Kursgestaltung gegen den Berliner Schluß etwas uneinheitlich, größere Abweichungen waren jedoch nach keiner Seite hin festzustellen. Fester lagen u. a. Chadeaktien mit plus 1 RM.

Am Pfandbriefmarkt waren Rheinische Hypotheken Liquidation und Kommunal-Obligationen etwas höher, ebenso von Stadtanleihen 6 v. H. Mainz o. 28 (plus 0,40 v. H.). 11. a. notierten: Neubesitz 20,70, Altbesitz 94,90, Schutzgebietsanleihe von 1914 9,40, Reichsbank 149, Gelsenkirchen 63,25, Harpener 90, Mannesmann 65,75, Phönix 50,50, Rheinstahl 92, AKU. 63,65, Bemberg 65, Chade 164, Scheide­anstalt 182,25, Deutsche Erdöl 112,25, Licht und Kraft 104, IG. Farben 139 bis 138,65, Holzmann 69, Schuckert 99,50, AG. für Verkehr 66,25, Nord- deutsche Lloyd 31,75, Nachbörse: IG. Farben 138,50 bis 138,75, Neubesitzanleihe 20,50 bis 20,60 v. H.

Frankfurter Obst- und Gemüjernarkt.

Frankfurt a. M., 20. April. Am Gemüse- markt hielten die starken Zufuhren in Spinat und allen Salatarten an, in Spargel und Radieschen waren sie gut, im übrigen ausreichend. Für Spinat und Salat sind die Preise rückläufig, sonst blieben sie bei nicht zufriedenstellendem Verkauf unver­ändert. Es erzielten: Blumenkohl, Steige 12 und 18 Stück, 250 bis 300 (ital.); Erbsen, 0,5 Kilogramm 24 (span); Feldsalat 20 bis 30; Gelbe Rüben 9 bis 10; Gewürze!, großes Bündel 40 bis 50; Salat­gurken (Treibhaus) 30 bis 40; Kartoffeln (gelbe), 50 Kilogramm 330 bis 350; Kohlrabi (Treibhaus) 10 bis 18; Kopfsalat (Treibhaus) 12 bis 18; Schlüpfer (Treibhaus) 30 bis 40; Lattich (Treib­

haus) 25 bis 35; Radieschen, Bündel 5 bis 6; Römischkohl (Treibhaus) 30 bis 40; Rotkraut 5Vr bis 10 (holl.); Sellerie, je nach Größe 5 bis 20; Spargel I 50 bis 55, II 35 bis 40, III 22 bis 25* Spinat (Gärtner) 4 bis 4V2, do. (Pfälzer) 2V2 bis 3; Wirsing 7V2 bis 10 (holl.); Zwiebeln, 50 Kilo­gramm 600 bis 700.

Obst - und Südfrüchte hatten weiterhin nur langsamen Verkauf; das Angebot in Aepfeln und Apfelsinen war genügend, letztere waren im Preise erhöht. Es erzielten: Aepfel I 25 bis 30, II 18 bis 20, Wirtschaftsäpfel 12 bis 15, amerik. Aepfel, Kiste etwa 40 Pfd. (rote) 750 bis 1000, do. (gelbe) 900 bis 1200; Apfelsinen (blond) 10 bis 16, Blut 12 bis 18 (span.), ital. Blutapfelsinen 22 bis 26;- birnen 14 bis 16, Kochbirnen 6 bis 10; Bananen, Kiste 12,5 Kilogramm, 550 bis 600 (Jam.); Zitronen, Korb 50 Kilogramm, 800.

Mainzer Getreidemartt.

Mainz, 20. April. Es notierten (Großhandels- Einstandspreis je 100 Kilogramm loko Mainz) in RM.: Weizen 20,30 (Mühlenpreis), Roggen 17,10, Hafer 15,75 bis 16, Braugerste 17,75, Jndustrie- gerfte 17 bis 17,25, Malzkeime 13 bis 13,25, Wei- zenmehl südd. Spez. 0 30,40, Roggenmehl 0 bis 60 Prozent nordd. 24 bis 24,50, do. südd. 25,25 (Müh- lenpreis), Weizenkleie fein 11 bis 11,10, do. grob 11,50 bis 11,60, Roggenkleie 11,25 bis 11,75, Wei. zenfuttermehl 11,90, Biertreber 14 bis 14,50, Soya- schrot 15,50, Trockenschnitzel 10 bis 10,15. Tendenz: Brotgetreide und Mehl unverändert, Futtermittel fester.

Lleberraschende Abnahme der ersthändigen Geireidebestände.

Die soeben veröffentlichte Erhebung der Markt­berichtstelle beim Reichsnährstand, Hauptabtei­lung II, über die Getreidebestände bei der Land­wirtschaft am 31. März 1934 zeigt eine überraschende Abnahme der Bestände, die besonders beim Weiten auffällig in Erscheinung tritt. Seit Beginn des Wirtschaftsjahres war

die Abnahme der Getreidebestände der Land­wirtschaft um etwa 1,5 Millionen Tonnen größer als im Vorjahr.

Im Lenzing haben sich die Weizenoorräte der Land­wirtschaft um 11 v. H. gegenüber 6,9 v. H. im Vor­monat und 7 v. H. im Vorjahre, d. h. um rund 500 000 Tonnen auf 17 v. H., d. h. auf rund 850 000 Tonnen verringert. Von dieser Abnahme werden durch die Statistik in den Lagerhäusern, wo am 31. März 1934 rund 1,3 Millionen Tonnen Weizen lagerten, 324 000 Tonnen vermahlen und rund 30 000 Tonnen als Steigerung der zweit- händigen Bestände nachgewiesen. Daraus ergibt sich, daß die Eigenverwendung der Landwirtschaft im letzten Monat sehr erheblich gewesen sein muß. Die Sommerweizenbestände haben um 21 v. H., Vor­monat 11,6 v.H., Vorjahr 19 v.H., d. h. um rund 142 000 Tonnen auf 29 v. H. rund 200 000 Ton­nen abgenommen. In dieser Abnahme steckt der größte Teil der für die Sommerweizenausfaat be­nötigten Mengen.

Insgesamt ergibt sich, daß nunmehr die bei der Landwirtschaft vorhandenen Deizenbestände um rund 200 000 Tonnen unter den vorjährigen liegen.

Hält man dem gegenüber, daß die Ernte die vor­jährige um 600 000 Tonnen übertraf, so muß diese Entwicklung als ein voller Erfolg der Wei­zen p 0 l i t i k bezeichnet werden, zumal von den zweithändigen Beständen der überwiegende Teil durch die Pflichteinlagerung der Mühlen und durch die Bestände der RFG. festgelegt ist.

Die Roggenbestände haben sich um 7 v. H., Vor­monat 7,6 v.H., Vorjahr 7 v.H., d. h. um rund 616 000 Tonnen in durchaus befriedigender Weise weiter verringert. Davon sind etwa 50 v. H. ver­füttert worden, wie es der tatsächlichen Persor- gungslage entspricht.

Die noch vorhandenen Roggenbestände sind trotz der größeren Ernte nur noch etwa ebenso groß wie vor einem Jahre.

Die Futtermittelpolitik, der Fettplan und die Ent­wicklung der Schweinebestände berechtigen dazu, die Versorgungslage beim Roggen als durchaus gesund zu bezeichnen.

Bei der Gerste trug die Verringerung für Wintergerste 4 v. H., für Sommergerste 10 v. H., also etwas weniger als in der gleichen Zeit des Vorjahres und des Vormonats. Die noch vorhan­denen Bestände belaufen sich auf 15 v. H. bzw. 24 v. H., was etwa einer Menge von rund 100 Ö00 Tonnen Wintergerste und rund 650 000 Tonnen Sommergerste entspricht. Diese Bestände sind noch

um etwa 200 000 Tonnen größer als vor einem Jahre.

Sehr stark war die Abnahme der Haferbestände um 13 0. h. auf 37 v. h., d. h. um rund 880 000 Tonnen auf 2,6 Millionen Tonnen.

Diese sehr starke Abnahme der Haferbestände ist eine Einwirkung des infolge der Feldbestellung

Erfülle deine pflicht!

Kämpfe gegen die Arbeitslosigkeit!

erheblich gesteigerten Fütterungsbedarfes der Land­wirtschaft. Nunmehr liegen auch die Haferbestände trotz der größeren Ernte nicht mehr über den Vor­jahrsziffern.

Auch die Abnahme der Kartoffelvorräte ist mit rund 9 v.H. = rund 3,8 Millionen Tonnen be­friedigend gewesen. Die noch vorhandenen Bestände belaufen sich auf 28 v. H. rund 11,4 Millionen Tonnen.

Für Futtergetreide und Kartoffeln ergibt sich, daß ihre Verwertung in Auswirkung der Futtermittelpolitik und des Fettplanes in vol­lem Umfange gesichert ist, so daß von hier aus keine Störungen des Getreideabsahes und der Marktentwicklung mehr erfolgen können.

Von Bedeutung ist ferner die von der gleichen Stelle angestellte Ermittlung über die Entwicklung der Saaten. Diese zeigt im Vergleich zum Vorjahre überwiegend einen ungünstigen Saatenstand, was zum größten Teil auf die ungenügende Nieder­schlagsmenge, während des Winters und des Früh­jahrs zurückzuführen ist.

Kleine Strafkammer Gießen.

Ein Mann aus Mainz wurde vorn Amtsgericht in Butzbach wegen Beleidigung im Sinne des § 186 RStG. zu drei Monaten Gefängnis ver­urteilt. Der Angeklagte sollte einem anderen einen unsittlichen Antrag gestellt haben. Auf seine Be­rufung wurde das urteil des Vorgerichts aufge­hoben, und der Angeklagte mangels ausreichenden Beweises freigesprochen.

In einem anderen Falle hatte sich die Kammer mit einem Autofahrer aus Frankfurt a. M. zu be­fassen, der mit seinem Wagen in Nieder-Florstadt gegen ein Hoftor rannte, wobei eine Insassin her­ausgeschleudert wurde. Das Amtsgericht Friedberg erkannte auf 100 RM. Geldstrafe. Die da­gegen eingelegte Berufung wurde k 0 stenpflich - tig verworfen.

Wegen gewerbsmäßiger Wilderei wurde ein in Friedberg wohnhafter Mann vom Amtsgericht in Vilbel zu einem Jahr sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Die dagegen eingelegte Berufung wurde verworfen, und der Ange­klagte mit den Kosten des Verfahrens belastet.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Datum

% Deutfche Retchsanleihe v 1927 t% ehern.7% Dt.Reichsanl.v. 1929 SV/o Doung-Anleihe von 1930 .. Deutfche Anl.-Abläi.-Schuld mit

AuSlof.-Rechten ...........

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ehern.8% Hesf. BolkSstaat 1929

(rückzahlb. 102%) -

6% Hess. Landesbank DarpQabt

Gold R. 12................

5Vt% Hess. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Ligut.........

Oberheilen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten

Deutsche Komm. Cammelabl. An­

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 i% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 18 unkündbar biS 1936 6%% ehern. «'/,% Franks. Hyp^

Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......

6¥i% ehern. *y,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...

6% ehern. 8% Pr. Landespfand.

briefanstakt, Pfandbriefe R. 19'

% ehern. 7% Pr. Landespfand- brtefanstalt, Pfandbriefe R. 10

Gteuergutsch. Verrechnungskurs

4% Oesterretchtfche Goldrenre.... 4,20% Oesterretchische SUberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y.% desgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Dürkische Zoklanleihe von 1911 * Ctrttl * Bagdadbahn-Anleihe

Reichsbankdiskont 4 v H Lombardzinsfuß 5 o. H.

Banfnoten.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuteil deichlosienen Dividende an

Vevijenmarkt Berlin Frankfurt a. M

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Schluß- fürs

Gchlußl. Abend- börfe

Schluß­kurs

Schlußk. Minag- börfe

Datum

19.4.

20-4.

19-4.

20-4.

Marisfelder Bergbau ..

. 0

70,25

71,5

70,4

71,5

Kokswerke .......

. . . > .

. 0

95

96,13

Phonti Bergbau......

. 0

49

50,5

49

50,75

Rheinische Braunkohlen

....

10

205,5

209

205,25

210,5

Rheinstahl .........

. 0

92,25

92

91,75

91,75

Bereinigte Stahlwerke.

. 0

42

43,5

41,4

43

Olavi Minen .......

. 0

14,4

14,75

14,25

14,9

Kaliwerke Aschersleben.

. 5

109

109,75

109

109,75

Kaliwerke Westeregeln .

. 5

109

109

109

109,5

Kaliwerk» Salzdetfurth

ty,

141

143

142,75

I. G. Yarden-Jndusme

. 7

139

138,75

138,75

139

Scheideanstalt........

. 9

181,65

182,25

Goldschmidt .........

. 0

61,5

61,75

60,75

62

Rütgerswerke ........

. 0

55

56

55

55,4

Metallgeiellschaft......

. 0

81

82

81,75

Philipp Holzmann ....

.. o

66,75

69

66,75

69,5

Zementwerk Heidelberg

e e e e

. 0

100,25

100,5

' -

Lementwert Karlstadt..

.. 0

110,5

110,5

-

Schultheis Patzenhofer

.. 0

105

105,4

Aku «Allgemeine Kunstseide)

.. 0

63,5

63,65

62,9

63,5

Bemberg............

.. 0

64,5

65

64,5

66

Zellstoff Waldhof .....

- . . . .

.. 0

50,5

50

50

50,5

Zellstoff Aschaffenburg

.. 0

40

39,75

43,75

Dessauer Gas .....

.. 7

121,25

121

Daimler Motoren.....

.. 0

46

48

45,25

47,75

Deutsche Linoleum ....

.. 0

55,75

56

55,5

56

Ctenfrem & Koppel ...

.. 0

64,75

65,9

Leonhard Tiei .......

.. 0

19

20,4

19,5

20

Thade ...............

..10

161,9

163

161,5

163

Lerumulatoren-Fabrik.

.. 0

171

171

171,75

171,5

ionrt-Gummi........

.. 0

139,25

140

139,25

140

Grttzner............

Matnkraftwerke Höchst

.. 0

24

25

24

25

lSJU

.. 4

74,75

74

-

Süddeutscher Zurler

« M M MM

- 1

167

i 167,5

167

168

Frankfun a.M.

Berlin

Schluß- turs

Schluß«. Abend- bärse

Gchluh- hire

Schlußk. Mittag- bSrse

Datum

19-4.

20.4.

19-4.

20.4.

4% desgl. Serie 11 ...........

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4y,%Rumän.vereinh.Rentev.l313

4% Rumänische vereinh. Rente ..

8 V*% Anatolier ........

Hamvurg-Amerika-Pakei ..... 0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa-Dampfschifs o

Norddeutscher Lloyd ........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

Commerz. unl^Prival-Bank ... o Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschasl................ o

Dresdner Bank..............o

Reichsbank ................ 12

AE.«...................... o

Bekula..................... o

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft .... 6

Felten & Guilleaume........ 0

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Schuckert &(£o. . ............ 6

Siemens L Halske............ 7

Lahmever L Eo............. 10

Buderus ........ 0

Deutsche fcbfll .............. 4

Gelsenkirchener..............0

Harpener ................. 0

Voesch EisenKSln-Neuesseo .. 0

Ilse Bergbau ...............4

Alse Bergbau Genüsse........t

Klöcknerwerke ...............C

MarmeSllumu-SUdrn»........ 0

6,75

4,25

7,1 4

29

27

30,5

64,75

86

45,25

56,25

59,5

148,5

129,75

96,5

104

61,25

95,5

90 f 8,5

136

116

71

111,75

61,75

90,25

112,9

60,5

65,75

6,75

4,25

7,1

3,9

28,75

31,75

66,25

85,5

46

58

60

149

129,5

98,5

104

57

96,5

91,5

99,5

139

115

72,75

112,25

63,25

90

112,5

62,4

65,75

4,25

7,1

4,5 28,75

26,75 23,25

30,65 64,9

85,5 45,25

56,25 59,5

148,4

24,13 129.9

97,75

104 55,75 95,13 89,25

98 136,5 114,5

71,5 111,5

61,4

90 71,25 138,25 112,5 60,5 65,65

6,75 4,25

7,1

4 28,75

27,9

31,5 66,75 85,75

46

57,5

60 148,75

26,25 129,65

98,5 103,5

57,5 96,25 91,75 99,25 137,75

115

72,25

112 63,65 90,13

73 138,13 112,5

62,5 65,9

Frankiuri u. 2)1

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börfe

Schluß­kurs

Schlußk. mittag» börse

19-4

20.4-

19.4-

20-4.

95,25

95,5

95,75

95,9

100

99,9

100

100

92,9

93

93

93,1

95,05

94,9

95

95

24,7

20,7

20,25

20,85

92,25

92,4

91,5

91,5

92

90,5

90,5

-

94

-

94,3

94,5

94,65

94,75

91,75

91,75

91,65

91,65

90,25

90,25

91

91,5

94,25

94,25

94,25

94,25

94

94

94

94

97,8

97,8

97,8

97,8

23

2k

1,15

1,15

1,15

7,8

7,8

7,85

7,95

7,7

7,5

7,65

7,65

7,8

7,8

7,8

7,7

8,5

8,65

6,75

6,75

6,6

6,7

6,7

19- April

20.Apr

Amtliche (Beit'

Notierung

Brie

Amtliche Geld

Dotierung

Brie

Helstngforß..

5,674

5,686

5,674

5,686

Wien......

47,20

47,30

47,20

47,30

Prag.......

10,38

10,40

10,38

10,40

BudapeA ...

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

169,53

169,87

169,48

169,82

Oslo.......

64,54

64,66

64,54

64,66

Kopenhagen. Stockholm...

57,34

66,23

57,46

66,37

57,34

66,23

57,46

66,37

London .....

12,845

12,875

12,845

12 ,875

Buenos Aires

0,618

0,622

0,617

0,621

Neuyork ....

2,502

2,508

2,497

2,503

Brüssel.....

58,42

58,54

58,44

58,56

Italien.....

21,30

21,34

21-23

21,27

Paris ......

16,50

16,54

16,50

16,54

Schweiz ....

80,92

81,08

80,95

81,11

Spanien....

34,24

34,30

34,24

34,30

Danzig.....

81,57

81,73

81,57

81,73

0,757

0,759

0,757 .

0,759

Rio de Ian. .

0,214

0,216

0,214

0,216

Jugoslawien.

Lissabon....

5,664

11,70

5,676

11,72

5,664

11,70

5,676

11,72

Berlin, 20.April

Geld

Brief

Amerikanische Roten..............

2,45

2,47

Belgische Noten..................

58,26

58,58

57,09

57,31

Englische Noten ...........

12,80

12,86

Französische Noten.......... -

16,46

16,51

Holländische Noten ...............

169,06

169,74

21,24

Norwegische Noten ...........

64,37

64,63

Deutsch Oesterreich, 1 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Note»...............

66,07

66,33

Schweizer Noten.................

80,77

34,10

81,06

Spanische Note».................

Ungarische Rote»

34,24