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Es muß stark bedauert werden, daß sich die Ab- stimmungskommission dem auf eine weitere Entspannung hinzielenden Vorschlag auf Ver. langerung des Burgfriedens bis zum 2. Januar nicht anschließen zu können glaubte. Wie recht die Deutsche Front mit ihrer Anregung hatte, die Frage des Burgfriedens auf dem Wege einer V e r-

tionalfozialistifche Staat schaffe, stehe mit Flammen­schrift geschrieben:Das Wohldes Staates ist das oberste Gesetz". Die Richter müßten den Mut zu Entscheidungen haben, die von der Rechtsprechung vergangener Zeiten abweichen, und sie müßten die alten Gesetzeim Sinne bes heutigen Staates auslegen. Die Volks­genossen dürften heute wieder das größte Ver­trauen zu den deutschen Richtern haben.

Reichsleiter Rosenberg betonte, daß der Le­benskampf den stärksten Mann bestimmt habe, die Nation zu führen. Weil Adolf Hitler Deutschland gerettet habe, besitze er damit das Recht auf die totale Umgestaltung des deut­schen Lebens und die anderen hätten nicht zu kritisieren, sondern nur die Pflicht zur Dankbar­keit. Man könne den Anforderungen der Gegenwart nur dann Genüge leisten, wenn man von einer neuen Weltanschauung getragen sei, die über den politischen Tageskampf hinausginge; denn mit der Weltanschauung stehe und falle die nationalsozialistische Bewegung. Der Nationalsozia­lismus erstrebe nicht so sehr eine Totalität des Staates als die T o t a l i t ä t der national- sozialistischen Weltanschauung auf allen Gebieten. Arbeitsdienst und WHW. seien Beweise eines praktischen Sozialismus. Einheit von Volk und Staat, Recht und Kultur, sei die Vor­aussetzung für die ewige Sicherung der Auferstehung Deutschlands. ' B

dem ehemaligen radikalen Minister Milt« titsch. Jeftitfch hat die Absicht, eine fog. Ston« zentrationsregierung zu bilden. Die Her­anziehung von Kräften außerhalb desP::-

Weihnachtsfriede im Gaargebiei.

S a a r b r ü tf e n, 19. Dez. (DNB.) Wie die A b- ftimmungskommifsion mitteilt, haben sich mit einer Einstellung jeder Werbe- und Agitation Stätigkeit in der Zeit vom 23. bis 27. Dezember die Arbeitsgemeinschaft zur Wah­rung saarländischer Interessen, die Deutsche Front, der Volksbund für christlich-soziale Gemeinschaft, bie Einheitsfront, die Saarländische Sozialistische Partei und die Saarländische Wirtschaftsvereinigung einverstanden erklärt. Von der Deutschen Front wurde angeregt, die Anordnung bis zum 2. Ja­nuar 1 9 3 5 auszudehnen und um eine Ge­währ zu schaffen, daß dieser Weihnachtsfriede ein­gehalten werde, eine besondere Verordnung zu er- lassn. Einer Verlängerung der Zeit hat die Ein- he its front nicht zu gestimmt. Die Ange- legenheit durch eine Verordnung zu regeln lehnte die Kommission ab. Sie vertritt den Standpunkt, daß es sich hier um ein gegenseitiges Abkommen handele. Die Deutsche Front hat erklärt, auch unter der nunmehr vorliegenden Situation dem oorzu- schlagenden Weihnachtsfrieden zuzustimmen.

Iefiiisch bildet das neue Kabinett.

Der Vertrauensmann König Alexander- i

Belgrad, 19. Dez. (DNB.) Prinzreoe- Paul empfing gegen Mittag den zurückgette^- Außenminister Je f titsch in Audienz unb erteil ihm den Auftrag zur Bildung der neu- Negierung. Jeftitfch verhandelte mit dem maligen slowenischen Parteiführer Ko rösch.

I a m e n t s ist für ihn um so natürlicher, als <r selbst weder der Skupschtina noch dem (Senat angc hört. Er kam seinerzeit als Vertrauens mann des Königs Alexander in die & gierung und scheint seine Stellung auch gegenüh: dem Regentschaftsrat beibehalten zu haben. 21 uBi­bern ist Jeftitfch mit dem Kriegsminifter, Genei Z i v k o w i t s ch , verwandt.

Das neue Kabinett wird eine grundlegend Blenderung gegenüber der alten Regierung k deuten. Ministerpräsident Usuno witsch r alle seine Freunde sollen durch die Ulcuregelir: ausgeschaltet werden. Da Usunowitsch glr zeitig Präsident der südslawischen Regierur.' Partei ist, der die überwältigende Mehrheil Abgeordneten angehörte, muß feine Ausboslr/ aus der Regierung großen Einfluß auf ba v füge der Skupschtina haben. 156 Abgeordnete i ' sich gegen ihn bereits aufgelehnt. 'Man eror- daß noch weitere Abgeordnete Usunowitsch Derk-' werden, sobald das Kabinett Jeftitsch-Zivkowilsch? bildet sein wird.

Citroen in Schwierigkeiten

Die größte französische Autofabrit bittet den Staat um Hilfe.

Berlin, 19. Dez. (DNB.) Die gewaltigen An­strengungen des deutschen Volkes, den arbeitslosen und bedürftigen Volksgenossen auch in diesem Jahre über die harte Wintersaat hinwegzuhelfen, wurden von allergrößtem Erfolge gekrönt. Im deutschen Winterhilfswerk 1934 hat sich die Forderung Adolf Hitlers, sich im Kampfe gegen Hunger und Kälte nicht auf Almofenspenden zu beschränken, sondern tatsächlich zu opfern, im idealen Sinne erfüllt. Innerhalb von zwei Monaten wurden an Barspenden für das Winterhilfswerk f a ft 50 Millionen Mark aufgebracht. An den Sammlungen beteiligten sich alle guten Deutschen in geschlossener Einmütig­keit, nicht ausgenommen die Seefahrer auf fernen Meeren und die Volksgenossen der deutschen Kolo­nien in China, Indien, Merokko, Mexiko, Afrika, Amerika und der Sowjetunion.

Den Geldspenden für das Winterhilfswerk stehen die Werte der Sachspenden nicht nach, die, soweit sie überhaupt zahlenmäßig erfaßt werden können auf 43 Millionen Mark b e - z i f f e r t werden. Im Reich kamen allein für 30 Millionen Mark an Lebensmitteln und für 10 Millionen Mark an Kleidungsstücken den hilfsbedürftigen Volksgenossen zugute. Insbesondere von der Landbevölkerung wurden 5V2 Mil­lionen Zentner Kartoffeln, bisher 390 000 Zentner Getreide, 26 000 Zentner Gemüse, 74 000 Eier und abertausende Zentner an Butter, lebendem Vieh, Fleisch, Fische und Fette an das Winterhilfswerk abgeführt. 253 000 Paar Schuhe, 157 000 Mäntel und 41000 Anzüge wurden aus allen Beoölkerunasfchichten gespendet.

Auch in diesem Jayre schenkte das Winterhilfs­werk der Kartoffelversorgungsfrage größte Beachtung; es gelangten bisher 13,5 Mil­lionen Zentner Kartoffeln zur Verteilung, demnach konnte prozentual jeder Hilfsbedürftige über einen Zentner Kartoffeln emp- angen. Dazu kommen die überaus reichlichen Mehlspenden und fast 19 Millionen Lebens- mittelgutscheine im Gesamtwert von über 9 Millionen Mark, die es den einzelnen Volks­genossen ermöglichen, nach freier Wahl in jedem einschlägigen Geschäft sich mit Lebensrnitteln zu versorgen.

Kein notleidender Volksgenosse soll im neuen Deutschland frieren. Dafür sorgten 10 500 000 Zen­ner Kohlen im Werte von 15 750 000 Mark, die bis zum 30. November zur Ausgabe gelangten, und 11 100 000 Zentner Kohlen im Werte von 16 650 000 Mark, die bis zum 31. Dezember verteilt werden. In diesem Jahre wird das Winterhilfswerk dop­pelt so viel Weihnachtsbäume wie im Vorjahre verschenken. 764 000 Tannenbäume sol­len ein wenig Festfreude und Lichterglanz in die Häuser der notleidenden Familien bringen. Der na­tionalsozialistische Staat hat alle verfügbaren Mittel eingesetzt, um das vom Dpfergeift der Nation ge­tragene Winterhilfswerk großzügig zu unterstützen. Allein- die Reichsbahn beförderte in 159 232 Wag­gons insgesamt 31 900 000 Zentner Winterhilfs- fracht mit einem Kostenaufwand von fast 8 Mil­lionen Mark.

Besser als alles andere sprechen diese Ziffern von der eisernen Notgemeinschaft des deutschen Volkes, das auch in den Zeiten des schwersten Wirtschafts­kampfes die nationale Solidarität mit feinen arbeitslosen Brüdern aufrecht erhält. Mögen draußen die Emigranten geifern und

Ein erfolgreiches Jahr fürden deutschenKrastfahrfport

Obergruppenführer Hühnlein berichtet dem Führer.

Berlin, 19. Dez. (DNB.) In Anwesen­heit des Führers hielt im Propaganda­ministerium der Führer des deutschen Kraftfahr-. sportes, Obergruppenführer Hühnlein, einen Vortrag über den Kraftfahrsport. Zahlreiche Ver­treter des Staates und der Partei, unter ihnen die Reichsminister Dr. Goebbels, von Neurath, von Eltz-Rübenach, Generalinfpektor Dr. Todt, ferner Vertreter der Automobilinduftrie sowie bekannte Rennfahrer wie Caracciola und von Brauchitsch nahmen an der Veranstaltung teil.

Obergruppenführer Hühnlein gab einen Ueber- blick über das vergangene Sportjahr, das den deut­schen Kraftfahrsport wieder an die Spitze des internationalen Sportes gebracht habe. Von den fünf großen Preisen der Nationen fielen nicht we­niger als vier an die neuen Rennwagen von Mer­cedes-Benz und der Auto-Union. Dazu treten die zahlreichen Weltrekorde, die Stuck, Henne, Geiß und Winkler für Deutschland erringen konnten. Neben dem Rennsport stand der Touren - und Geländesport stark im Vordergrund: die Drei- Tage-Harzfahrt, die ganz aus nationalsozialisti­schem Ideengut hervorgegangene 2000-Kilometer- Fahrt, die an Nerven und Körperkräfte das Letzte vom Menschen forderte, ferner die Internationale Alpenfahrt und schließlich die Internationale Sechs­tagefahrt für Motorräder.

Von der Industrie forderte Obergruppenführer Hühnlein weitgehende Heranziehung von Nachwuchs fahrern. Im Motorrennfport hat es keinen Sinn, nur die alten Typen weiterzuent­wickeln, sondern es muß auch gelingen, in ziel- bewußter Arbeit den zur Zeit noch bestehenden Vorsprung- des Auslandes aufzu­holen.

1935 werden die Veranstaltung eingeschränkt, auch die 2000 Kilometer-Fahrt wird 1935 nicht durch­geführt werden. Unsere Rennwagen haben die große Aufgabe, im Auslande die errunge­nen Siege zu verteidigen. Im Gelände­sport wird der Schwerpunkt bei den Gauveranstal­tungen liegen. Im Zuge der Bauten der Reichs­autobahnen ist eine neue geschlossene Renn­bahn modernen Ausbaues zu schaffen. Allen Fahrern Europas soll diese Rennbahn Kampf-, Trainings- und Versuchsmöglichkeit geben. Der Entwurf soll dem Führer schon anfang des kom- menöen Jahres zur Genehmigung vorgelegt wer­den.

Zuerst die Gesundheit des Jungvolks.

Weimar, 18.Dez. (DNB.) Der Führer des Jungvolks im Gebiet Thüringen erläßt einen Aufruf, in dem es heißt:Von Anfang an, bei jedem Appell, zu jeder Führertagung haben wir klar und eindeutig betont, daß uns d i e G e s u n d - 9 ei t der uns anvertrauten Jungen über alles geht. Es nützt dem deutschen Volke nichts, wenn heute das Jungvolk im Winter bei

Kemer wird hungern und frieren!

Sprechende Zahlen aus den ersten Arbeitsmonaten des Winterhilfswerks.

luroarb des Wracks Del auszupumpen. Europa" beleuchtet Wrack mit Scheinwerfern. Neuyork" dampfte leewärts heran, a u s f e tz t e Rettungsboot mit zweitem Offizier Wiesen, 10 Matrosen. Nach zweistündiger außerordentlich schwerer Arbeit bei gewaltiger Dü­nung Rettungswerk erfolgreich durch­geführt. Wrackbesatzung mußte einzeln über Bord springen und wurde von Rettungsboot aufgefischt. Mittwoch 2 Uhr gesamte Wrackbesatzung vollzählig und unverletzt, 16 Mann an Bord. Reise fortgesetzt. Wrack noch treibend, Gefahr für Schiffahrt, Commodore Kruse."

Der Dank des Führers.

Ehrengaben der Hapag für die tapfere Besatzung des Rettungsboots.

Berlin, 19. Dez. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat an den Commodore Kruse vom Hapag-DampferNeuyork" das folgende Telegramm gerichtet:Ihnen und der wackeren Be­satzung spreche ich für die heldenhafte Rettung der 16 norwegischen Seeleute aus schwerer Seenot mei­nen Dank und meine aufrichtige A n - ertennung aus."

20 und 30 Grad Kälte mit kurzen H o - fen und nackten Knien aufmarschiert und dann im Alter von 20 Jahren bereits unbrauchbar ist, weil jeder Rheumatismus oder Jchias in den Gliedern hat. Wer nicht die von der Reichsjugendführung vorgefchriebene Ski- h o f e besitzt, kann selbstverständlich auch jede an­dere Ski- oder Trainingshose anziehen oder zu kurzen Hosen lange schwarze Strümpfe tragen. Auf jeden Fall ist alles zuunterlassen, was den Jungen gesund­heitlich irgendwie s ch a d e n könnte, lieber jedem äußeren, augenblicklich schneidigen Aussehen steht die Gesundheit unserer Kameraden.

Nr. Frank zum Reichsminister ernannt. Das Reichskommissariat für die Gleich­schaltung der Justiz erloschen.

Berlin, 19. Dez. Der Führer und Reichs­kanzler hat den bayerischen Staatsminister der Justiz, Dr. Hans Frank, zum Reichsmini st er ohne Geschäftsbereich ernannt. Aus diesem Anlaß hat der Führer und Reichskanzler folgendes Schreiben an Dr. Frank gerichtet:

Sehr geehrter Herr Minister!

Nachdem die Justizministerien des Rei- ches und Preußens vereinigt sind und in den übrigen Ländern das Reich durch das Gesetz vom 5. Dezember 1934 die u n - mittelbare Leitung der Justizverwaltung übernommen hat, ist die Aufgabe, die Justiz in den Landern gleichzuschalten, ge l ö st. Für die Mitarbeit bei der Erneuerung der Rechtsordnung haben Sie sich in der Ak abemie des deutschen Rechts eine vorbildliche, dauernde Einrichtung geschaffen, die Sie in den Stand setzt, ohne Beschränkung auf die Justiz im engeren Sinne bei der Durchsetzung der nationalsozialistischen Weltanschauung auf allen Gebieten der Neugestaltung des Rechts mitzuwirken. Indem ich Ihnen für Ihre unermüdliche und erfolg­reiche Tätigkeit als Reichskommissar für die Gleichschaltung der Justiz in den Ländern und für bie Erneuerung der Rechtsordnung meinen wärmsten Dank und meine besondere Anerkenung ausspreche, erkläre ich hiermit den Auftrag für b e e n d e t, den Ihnen der verewigte Herr Reichspräsident von Hindenburg am 22. April 1933 erteilt hat. Gleich­zeitig berufe ich Sie als R e i ch s m i n i st e r ohne Geschäftsbereich in die Reichsregierung.

Mit deutschen Gruß gez. Adolf Hitler."

Einheit von Hecht und Weltanschauung.

Berlin, 19. Dez. (DNB.) Die NS-Kulturge- meinbe unb der Bund Nationalsozialistischer Deut­scher Juristen veranstalteten im Sportpalast eine Rechtskundgebung, auf der das Mitglied der Reichs­führung der Deutschen Rechtsfront, Gauführer Dr. Römer (Hamm) über die Bedeutung der national­sozialistischen Weltanschauung für den deutschen Menschen sprach, lieber allen Gesetzen, bie der na=

hetzen unb vereinzelte Kritiker im eigenen Lande nörgeln. Wir halten ihnen die Ziffern des Winter­hilfswerkes vor Augen und strafen sie mit unbe­stechlichen Zahlen Lügen! Nirgends konnte ein Land eine großzügere Hilfsaktion für feine Armen durchführen, als es das deutsche Volk vollbrachte; feiner nationalsozialistischen Staatsführung ist es gelungen, trotz 15jähriger Volksverelendung ein Winterhilfswerk zu organisieren, wie es in der Welt einzig dasteht!

Die Polizei bringt dem Führer ein Ständchen.

Berlin, 19. Dez. (DNB.) Anläßlich des Tages der deutschen Polizei brachte eine Hundertschaft der LandespolizeigruppeGeneral Gö­ring" dem Führer ein Ständchen. Mit klingendem Spiel zog die Hundertschaft in den Ehrenhof vor der Reichskanzlei ein. Während der Präsentiermarfch erklang, erschien, jubelnd begrüßt, der Führer am offenen Mittelfenster des ersten Stocks. In feiner Umgebung befanden sich u. a. Neichsrninister Dr. Goebbels, der Befehlshaber der deutschen Polizei, General D a l u e g e , General der Landespolizei Wecke und andere hohe Polizei­offiziere, sowie der erste Adjutant des Führers, Obergruppenführer Brückner.

Die Hundertschaft brachte zunächst zwei Soldaten­lieder zum Vortrag. Während der Gesangsvorfüh- rung erschien auch Ministerpräsident General G ö - ring und begab sich zum Führer, der ihn herzlich begrüßte. Dann erschien der Führer unter dem Glasdach des Hauptportals und nahm die Meldung entgegen, begrüßte die Truppe mit Heil und schritt ihre Front ab. In diesem Augenblick brach die viel- hundertköpfige Menge erneut in brausende Heilrufe aus. Der Führer richtete an die Truppe die Worte:. Ich möchte Ihnen und der ganzen Polizei im Namen des ganzen Volkes dafür danken, daß Sie sich ebenfalls so für das Winter­hilfswerk einsetze n".

Unter den Klängen des Badenweiler Marsches zog die Hundertschaft wieder ab. Der Führer blieb bis zum Schluß unter dem Glasportal stehen. Wäh­rend der Veranstaltung waren die Damen der Polizeioffiziere mit sichtlichem Erfolg tätig, Spen­den für das Winterhilfswerk einzufammeln. Ihnen bereitete der Führer eine besondere Freude, indem er sie zu sich in die Reichskanzlei bitten ließ und auch selbst Spenden gab.

DerTag der deutschen Polizei" fand abends mit dem von dem verstärkten Musikkorps der Landes­polizeigruppeGeneral Göring" gespielten Gro­ßen Zapfen st reich seinen Abschluß. Von Fackelträgern begleitet, marschierte das Musikkorps an der Ostseite des Reichstagsgebäu­des auf, wo es, umgeben von einer schwarzen Menschenmauer, im offenen Viereck mit der Front zum Reichstagspräsidentenhaus Aufstellung nahm. Einige Minuten später betrat General Göring den Balkon. Ein kurzes Kommando ertönt. Der Ministerpräsident grüßt vom Balkon, und der große Zapfenstreich fetzt mit dem Locken der Spielleute ein. Nach dem Zapfenstreich ertönt das Deutfchland- unb Horst-Weffel-Lied. Mit dem Vorbeimarsch vor dem Ministerpräsidenten endet die Veranstaltung und derTag d.er deutschen Poli­zei", der in seinen zahlreichen Einzelaktionen die innere Verbundenheit zwischen Polizei und Publi­kum in jeder Weise vorbildlich dokumentiert hat.

Englische Vewnndernng.

London, 20. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Die Rettung der 16 Mann starken Besatzung des nor­wegischen FrachtschiffesSisto" durch die Seeleute des HapagdampfersNeuyork" wird in der Mor- genpreffe ausführlich und mit Aus­drücken der Bewunderung gemeldet. In derTimes" besonders werden derglän­zende Mut und die Seemannskun ft" der Helfer gerühmt. Erft nach dreistündiger Arbeit hätten sie die Schiffbrüchigen erreicht. Trotz der größten Gefahr des Kenterns ober Scheiterns an der Bordwand des steuerlosen Schiffes hätten sie die Norweger, einen nach dem anderen, in ihre Nußschale" hinübergenommen und trotz des schwe­ren Sturmes sicher zu ihrem Schiff gebracht.

Paris, 20. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die ® nister treten heute zu einer Beratung zusamt in der Außenminister Laval seine Kollegen r:r allem über die Frage der italienisch-sranMÜn Annäherungsverhandlungen unterrichten wirk. Außerdem wird sich der Ministerrat mit öem 3' (ammenbrud) ber Kraftw a genwerl« Citroen beschäftigen. Anbre Citroen hat ff dem Ministerpräsibenten unb bem Finanzmim^ verhandelt unb bem Pariser Handelsgericht sei"- Bilanz eingereicht. Die finanziellen vv Handlungen sollen gescheitert sein. Die insg*' samt 20 000 Arbeiter, bie bie Citroen-Ml' beschäftigen, unb auch bie Jnbustrie unb bie Dielen Zweigstellen unb sonstigen Unternehmungen, w Kapital in bie Gesellschaft gesteckt haben, ' daß bie Regierung trotz der bestehenden®1?na* feiten noch in letzter Stunde eine feit finden werde, das Unternehmen zu Y ° t e n. Nichtsdestoweniger verheimlicht bie 1 ' nicht die Schwierigkeiten und die ernsten o° gen, die ein Krach nach sich ziehen n#.

Nach bem SlbenbblattLa Presse" sollen ww nanzschwierigkeiten bes Unternehmens auf bie a' satzstockung zurückzuführen fein. Die Lage um so verwickelter, als bie Citroen-Werke iffj 6000 Vertretern im ganzen Lanb je 5 bis- neue Wagen auf Abzahlung Über! (en haben, bie jetzt roieberum ben o brücken. Die Citroen-Werke sollen dem 'öJ°oZJg Sozialversicherung fällige Beiträge inHohe . 40 Millionen Franks schulden. Die ,

läßt durchblicken, daß diese Schulden beim möglicherweise eine beabsichtigte Andrö Citroens dafür feien, baBJfl Staat 1919, nachdem die Citroen-Werke m a h des Krieges Granaten hergeste11 *, ten, geweigert habe, unverbrauchte^^ lieferungen von Granaten im Werte 40 Millionen Goldfranks abzunehmen. -0 soll Citroen erklärt haben, er würde die 40 jk nen schon eines Tages wieder h ereinde men.

Die Hamburg - Amerika - Linie teilt mit: Commodore Kruse und seine Besatzung, ins-

Auflösung des Deutschen §lottenvereinS.

Der Reichsbund deutscher tung teilt mit: In seiner Hauptversammlung i utm züchc einet «er« 16. Dezember hat ber Deutsche Flottenverein 1 s Ordnung zu regeln, geht allein aus ber Tatsache IAuflösung beschlossen. Mit Stolz kann er hervor, daß bie Einheitsfront eine Ver- bie Zeit zuruckblicken, als er bem deutschen

befonbere ber Führer bes Rettungsbootes, Zweite Offizier Alfreb Wiesen, unb bie satzung bes Rettungsbootes haben sich durch ihre seemännische Leistung und den Einsatz ihres Lebens bei der Rettung der Schiffbrüchigen des norwegi­schen DampfersSisto" ein besonderes Ver­di e n st um bie deutsche Flagge erworben und bem R u f bes beutschen (Seemannes alle Ehre gemacht. Der Betriebsführer der Hamburg-Amerika-Linie Dr. Hoffmann wird daher Kapitän und Besatzung derNeuyork" feierlich empfangen, ihnen den Dank von Führung und Gefolgschaft der Hamburg-Amerika-Linie zum Ausdruck bringen und Commodore Kruse und der Bootsbesatzung würdige Erinnerungs­gaben überreichen. Der Zweite Offizier Alfred Wiesen wird mit sofortiger Wirkung zum Ersten Offizier befördert. Die Besatzung des Ret­tungsbootes erhält einen vierwöchigen freien Sommerurlaub im Erholungsheim Sachsenwaldau der Hamburg-Amerika-Linie.

Der Hamburg-Amerika-Linie ist von derN o r d- st e r n", Allgemeine VersicherungsAG., folgendes Telegramm zugegangen:In aufrichtiger Bewun­derung für das todesmutige Einsetzen eigenen Le­bens zur Rettung ihrer norwegischen Kameraden h e r z l i ch st e Glückwünsche. Als sichtbares Zeichen unserer Verehrung und des Stolzes auf unsere tapferen deutschen Seeleute stellen wir für die Besatzung des Rettungsbootes 3000 Mark zur Verfügun g."

langerung des Burgfriedens abs-k, Man muß dringend hoffen, daß sich die Rückgliederung an dieses gegenseitige Abkvw M holten. onuM

Ein Sprengstofflager im ©oorgew.

ausgehoben.

Saarbrücken-, 20. Dez. (DNB.-Funlsvn, Die Kriminalpolizei hat ein umfangreiches ß« * ftofflager am Südhang des gpi*P',t:; Berges, in der Nahe der fratnöHr: faarlanbifdjen Grenze, ausgehoben r Nachforschungen über einen Einbruch stieß ma mehrere Gruben. In der ersten Grude fand Munition, Sprengkapseln und schwere tion. Die zweite Grube enthielt eine große Bonbondose, bie mit Brisanz-Sprengstoffen mit, sowie Zündschnüren mit Zündkohlen .J Sprengkapseln gefüllt war. Jy der anderen 1 wurde ein Spaten mit Stahlrohr gefunden ' denen offenkundig die Gruben hergestellt waren. Die Munition, anscheinend franin/ scheu Ursprungs, war in französisl ' Zeitungen verpackt. Außerdem wurde großes Packpapier mit Aufklebeschild ber ft? Herz Söhne unb Klebezettel ber frand fischen Eisenbahnverwaltung DD,.|I funben.