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llr. 246 vietter Blatt

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Samstag, 20. Oktober 1934

Die Winterhilfe im Kreise Gießen an der Arbeit.

Eindrucksvolle Eröffnungskundgebung in der Volkshalle.

In Anwesenheit von etwa 5000 Menschen wurde cestern abend in der Volkshalle das Winter- iilfswerk 1934/35 mit einer großen Kund- cebunq eröffnet. Die hingebungsvolle Opferbereit chaft aller Gliederungen der NSDAP, und vieler weiterer Volksgenossen kam durch die starke An­ne enheit zum Ausdruck. Daneben trat auch unsere ^eichswehrgarnison nachdem sie früher Haupt- Schlich in der Stille sehr anerkennenswerte Win- -rhilfsarbeit geleistet hatte zum ersten Male . iurch die Anwesenheit eines Vertreters des Offt ! erkorps öffentlich als Mitträger des großen Hilfs- »erks in Erscheinung.

Die SA. des Standorts Gießen unter dem Kommando des Standartenführers Lutter mar­kierte geschlossen vom Landgraf-Philipp-Platz aus ur Dolkshalle und geleitete dort in der gewohnten ; Feierlichkeit das Feldzeichen der Standarte, die Sturmfahnen, die Fahnen der PO., der HI. und ter NSBO. ein. Die Dolkshalle war zu diesem

Zeitpunkt bis auf das letzte Plätzchen dicht gedrängt besetzt. Der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter Leitung des Musikzugführers Herrmann er­freute die riesige Menschenmenge bis zur Eröffnung der Versammlung mit einigen prächtig gespielten Märschen, die erneut von der hohen musikalischen Qualität dieses Klangkörpers Zeugnis ablegten und von der Menge mit wohlverdientem starken Beifall aufgenommen wurden.

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leitete die Kundgebung mit einem kurzen Hinweis auf die große Bedeutung dieses Hilfswerks der Bewegung ein und meldete dann dem Pg. Klo­stermann, der Kreis Gießen stehe bereit, das Winterhilfswerk gegen Hunger und Kälte mit aller Tatkraft durchzuführen. Hierauf sprach

pg. Klostermann:

tmen ein größeres und mächtigeres einmal ein Ziel gesetzt seich aufzubauen, das Jahrhunderte, ja ein der Gedanke auftaucht: Wtaufenb besteht. Wir haben uns bisher :

einmal ein Ziel gefetzt sein wird und schon heute

.Was soll dann werden?

Wir haben uns bisher nicht um die Frage Repu­

blik und Monarchie gekümmert, wir haben

-'-selbe die timten

Kanzler des Staates geworden.

Führer der Bewegung beruft seine Mini- Minister in den Ländern ihre Staats- herunter bis zu den Landräten, diese

Listige Revolutionen.

Die nationalsozialistifche Revolution ist einer dieser großen geistigen Umbrüche.

sjiir wollen hoffen und wünschen, daß diese Ge- lnnken, die uns bewogen haben, ein altes und r.orsches System zu stürzen, weitergreifen, daß alle f wenschen sich mit ihnen befassen, daß in den See- In der Menschen darum gerungen wird, um auf

listig ihre Bürgermeister; also auch hier werden le Grundsätze der Bewegung die Grundsätze des Ehates. Das Führerprinzip der Partei Idas Führerprinzip des Staates ge= toiben. Auf der andern Seite sehen wir von der

nehr auf eine Verfassung, sondern auf eine Per - [ n, auf den Führer, vereidigt werden, so Men wir weiter fest, daß dies die Sterbe- smnde der Weimarer Verfassung war. starker Beifall.) Durch diesen Akt ist organisch eroas neues geschaffen worden.

Aus der Summe dieser Energien entspringt die Wohlfahrt, die Größe und die Kraft des deutschen Volkes.

So sehen wir in dieser Organisationsform den neuen Staat erstehen. Wir wissen, daß auf Grund der Impulse der nationalsozialistischen Revolution diese Kraft in der kommenden Zeit noch sehr wirk­sam werden wird, solange an unserer Spitze unser Führer steht. Wir wissen, daß auch ihm

fyiben.

Das Größte und Gewaltigste, das wir bisher wollender haben, ist die Herstellung der deutschen Einheit.

immer gesagt, daß es gute und schlechte Monarchen, aufbauende und treibende Republiken gegeben hat. Deshalb ist für uns diese Frage zweitrangig. Die ganze Kraft der Bewegung gilt der Versöh­nung des Volkes, der Niederschlagung des Marxis­mus. Darauf haben wir uns konzentriert und haben diese Erfolge errungen. Wir wissen aber auch, daß wir ohne Republik und Monarchie eine neue Staatsform allmählich bekommen.

Wir sehen das große Wunder unserer Zeit, daß der nationalsozialistische Staat ganz organisch ein Ordensstaat wird. Die Partei wird der Orden sein. Aus ihr wird ein Rat heraus- gezogen werden, in dem die Entschlüsse und Beschlüsse besprochen werden. Dieser Rat wird auch einmal in Deutschland eine große Mission zu erfüllen haben.

Der Führer hat immer nur den einzigen Wrundsah vor Augen: Ich will diesen neuen Staat organisch untermauern, ich will, daß das Volk sich in diese Reuordnung hineinlebt, sich innerlich und seelisch umstellt auf diesen neuen Staat.

tan wir wissen, daß in Kürze vielleicht eine Rae i d) s - Gemeindeordnung herauskommt, k: dazu angetan ist, das Dorf in Ostpreußen und dcs Dors in Baden nach derselben Methode zu lecken, dann haben wir darin den vorletzten Schlußstein zur Reichsreform. Uns kann !- gleichgültig sein, wie der Führer die Reichs- g: ue abgrenzen wird. Die Einheit des Rei- hL s, die Beiseitestellung der Länder, die Zusarn- ni-nfaffung auf einen e i n z i g e n W i l l e n ist das Siwaltigste, was wir bisher erreicht haben.

Wenn wir nun diesen Staat schon sehen, wie er ncrf) allen Seiten organisiert ist, dann müssen wir ins überlegen, was in Zukunft noch kom - ns n soll. Wenn man Politik treiben will, muß nt .n das Ziel vor Augen haben und den W e g, ir eingeschlagen ist, verfolgen können. Das Füh- leiprinzip ist in der Bewegung durchgeführt.

Die Partei ist das Primäre. Ihre O-ganifa- äonssorm wird nach und nach auf den Staat übertragen.

&enn der Führer als souveräner Mann in der Be- Doqung feine Gauleiter beruft, die feine Autorität "'ich unten tragen und ihm allein verantwortlich K'L, wenn der Gauleiter seine Kreisleiter und dieser He Ortsgruppenleiter, Blockleiter usw. beruft, icnn ist der letzte Block, das letzte deutsche Haus in lebendigem Zusammenhang mit dem, was der Mrer in der höchsten Spitze will. Diese Organi- 'oonsform, die das letzte deutsche Haus zusam- nmfaßt über den Ortsgruppen-, Kreis-. Gauleiter v dem obersten und einzigen Führer, die in der Regung die Form der Pyramide hat, wird u uns maßgebend fein auch für den Staat.

Mit der Abstimmung vom 19. August 1934 ist leer Führer der Bewegung auch der Führer und

jedes kommende Geschlecht blutsverbunden erzogen wird, damit immer wieder die besten Köpfe aus ihm gewonnen werden können. Wir wollen, daß aus diesem 60-Millionen-Volk 2 oder 3 Millionen in der Partei ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und zu erreichen versuchen, daraus die Führer­schicht herauszustellen. In der Weltgeschichte ist es eben so, daß große Männer immer nur alle 100 oder 200 Jahre geboren werden. Deshalb müssen wir, um diese Lücke auszufüllen, einen Rat bilden. Der Führer wird auch einmal entscheiden, ob er zu seinen Lebzeiten noch seinen Nachfolger bestimmt, oder ob er testamentarisch einen R a t einsetzt. Dem hat sich jeder zu fügen. In diesem Ordensrat wird auch Gelegenheit zum Meinungs­austausch gegeben. Wenn aber autoritativ ent­schieden ist, muß auch der Letzte sich mit seiner ganzen Kraft für diese Entscheidung einsetzen. Wenn das so durchgeführt wird, dann werden wir schon glücklich in die Zukunft schauen können.

Aber nicht das allein fehlt uns noch. Wir werden den Menschen in seiner Totalität erst dann ganz erfassen fönn*>n, wenn wir ihm eine heroische Note geben. Die Märsche und die Musik der SA. sind auf Heldentum eingestellt. Die HI. singt Lieder, von denen oft keiner weiß, woher sie kommen.

Wir sehen überall ein neues Volkstum und ein neues Volkslied erstehen.

Für das Auge tritt noch mehr in Erscheinung. Die erste Hakenkreuz sahne weht heute in Mil­lionen über den deutschen Straßen, Standarten ziehen dahin, geweiht durch den Kampf, durch den Sieg, durch die Opfer. In diesen Stan­darten und Fahnen sehen wir die Opferbereit­schaft nicht nur der 400 toten Helden her Bewegung, sondern auch das Ver­mächtnis der zwei Millionen Gefallenen des Weltkrieges und derer, die sonst für Deutschland gestorben sind. Das ist etwas, was das Volk erfaßt und es immer wieder erschüttern, immer wieder mahnen muß an die große Ausgabe und das Ziel:

Wir müssen Deutschland retten und ihm ein Fundament geben, das stärker und breiter und gefestigter ist als jemals eins zuvor in Deutsch­land.

Wenn wir s o darangehen und jeder das Heils­zeichen des Hakenkreuzes trägt, dann sehen wir etwas neues kommen, das diesen Umbruch im Menschen auch äußerlich erkennbar macht, daß i n

l.enn wir heute feststellen, daß im Preußischen Staatsrat ein Satz heißt:Im Preußischen Staats- rtt wird nicht abgestimmt", dann zeigt uns dieser Lutz, wie es früher war. als Haufen und Gruppen u-ib Interessenten miteinander rangen, und heute, dfß in diesem nationalsozialistischen Satz eine ganz neu e Welt aufgeht. Der nationalsozialistische £ ernt, den wir bauen wollen, ist nicht darauf aus, diß man alles zerbricht und über Bord wirft, son- birn wir wollen aus dem Leben des deutschen tolfes, aus den zweitausend Jahren deutscher Ge- f.ichte das herausholen, was uns wichtig erscheint

... .. _ ä.....___

Als am 30. Januar 1933 auf allen staatlichen j Partei die Berufsgruppen gesondert zusam- f.ebäuben die Hakenkreuzfahne ausgezogen wurde, mengeschlossen und herausgestellt, in denen auch der i's die SA. siegreich durch das Brandenburger Tors letzte Deutsche erfaßt ist. Dazu kommt nun das zig, wußten wir, daß ein großer Abschnittj Große und Gewaltige, daß man in der D e ut- ber nationalsozialistischen Revolu-ischen Arbeitsfront eine Form gefunden hat, Iran beendet sei. Wir wußten aber auch, daßsin der jeder einzelne eingegliedert wird und man loch ein gewaltiges und gigantisches Werk^ihm immer wieder vor Augen führt, daß er ein jur Vollendung dieser nationalsozialistischenjGlied in dem 60 bis 70 Millionenvolk ist, daß er Revolution vollbracht werden müsse. Revolutionen an seiner Stelle das zu tun hat, was er zu leisten jnb begrünbet in bem geistigen Umbruch imftanbe ist.

einer Nation, Revolutionen großen Ausmaßes sind

Wenn man in bieser Zeit, in ber bieser gewal- tfle Umbruch vollenbet ist, bie Spuren bieser Re- rdution sehen will, bann mutz man sich überlegen, ms wir in ben vergangenen Monaten erreicht

An uns liegt es nicht zu entscheiben, wann unb Staat1 °°. das se?n . wird. Es wird A uf gab e b-- 0. f Jahrhunberte zu sichern. Wenn wir feststellen, Führers fein unb ist seinem Entschluß ooll- ks ß heute bie Reichs- unb Cänberminifter nicht § kommen Vorbehalten, zu bestimmen, wann unb wo whr auf eine Verfassung, fonbern auf eine Per- und 3" welchem Zeitpunkt einmal dieser g r o ß e R a t bes beutschen Volkes, bieser Orbens- r a t in Erscheinung treten wirb. In biesem Rat werben bie beften Menschen unb Köpfe zusammenkommen. Wir wollen auch, baß bieser Rat nicht weltfremb wirh, wir wollen bafür sorgen, baß immer roieber bas junge G e - schlecht hineinwächst in biefe neue Form, sich immer mehr eingliebert unb entfaltet, baß

ben beutfdjen Menschen eine Wanb - lung vorgegangen ist.

Auch im kommenden Winter kann jeder Deutsche beweisen, bah er ein anberer geworben ist, baß er unsere Gedanken in sich ausgenommen hat unb in die Tat umsetzt, bah er mit ben neuen Gebanken auch bas Herz mitsprechen läht, bah er aus bem Geist ber Volksgemeinschaft heraus bereit ist zum Opfern, unb bah es gelingt, biesen Menschen an ben neuen Staat heran­zubringen.

So sehen wir heute, daß es etwas Gewaltiges ist um unser Zeitgeschehen, daß esvetroas Großes ist, an der Spitze einen großen, realdenkenden Mann zu sehen, ber aus der Vergangenheit das Beste sucht unb herausstellt unb ein neues Reich von Dauer schaffen will, ber auch ein Tatmensch ist. Unb wir müssen uns glücklich preisen, in einer sol­chen Zeit leben zu können

Wir müssen als Volk uns darüber klar sein, bah wir alles tun mListen, um diesem Mann Ge­legenheit zu geben, aus der Fülle des deutschen Geschehens heraus die Plattform zu legen für ein neues, grohes und mächtiges Deutsches Reich, damit ein tausendjähriges Reich deutscher Ration ersteht.

Es ist groß unb gewaltig, wenn wir uns erinnern, wie bieser Mann einst als Prebiger eines neuen Reiches burch Deutschland) zog unb seine Gedanken hineinhämmerte in Millionen Menschen, unb wenn wir sehen, mit welcher Begeisterung heute alle Deutschen zu biesem ein­zigen Mann aufschauen. Da weiß man, baß

hier ein ganz Großer steht. Er hat gearbeitet wie noch nie ein Deutscher, groß unb boch seinem Volke nahe, gewaltig und trotzdem beliebt bei allen Deutschen. Wir müssen bafür sorgen, baß bieser Mann immer bie Autorität hat als unser Führer, ber heute arbeitet für bie kommende Zeit. Wenn wir heute alles tun, um diese Tradi­tion unb dieses neue Erleben zu festigen und die Jugend darauf zu verpflichten, dann haben wir in Deutschland vielleicht bas Gewaltigste vollbracht, von bem später einmal gesagt werden kann:Es war damals eine große Zeit unb ein großes Ge- schlecht. Dieses Geschlecht hat in ber beutschen Ge­schichte bas Gewaltigste unb Mächtigste vollbracht."

Wir werben bafür sorgen, bah bas beutsche Volk immer roieber hineinroächst in ben beut­schen Staat. Lin P r ü s st e i n dafür ist das Winterhilssroerk, das die nationale Solidarität herausstellt, im Gegensatz zu jener angeblichen internationalen Solidarität. Es soll beroeifen, dah das deutsche Volk un­gebrochen ist, dah neue Gedanken, in die Herzen eingezogen sind, das Volk seinem großen Füh­rer zu folgen bereit ist, damit sein Werk ge­lingen möge. Dem Führer des kommenden großen Deutschen Reiches gilt unser dreimaliges Sieg-Heil!

Mit großer Begeisterung stimmte die Versamm­lung in die Rufe ein und sang anschließend den ersten Vers des Horst-Wessel-Liebes. Sodann spen­dete sie dem Redner langanhaltenden stürmischen Beifall.

Nach einer eindrucksvollen Rezitation des Stadt- theater-Jntendanten König und einem Marsch des Musikzugs der Standarte 116 sprach der

Gaubeaustragter des WHW.pg.Haug:

Er erinnerte zunächst an die Hilflosigkeit des früheren Systems, mit der Not des Winters fertig zu werden unb stellte einem charakteristischen Wort des früheren Reichskanzlers Brüning:Deutsch­land wird durch einen harten Winter gehen" eine Erkenntnis, die ja auch damals schon jeder Mensch im Volke hatte, ohne deswegen Kanzler sein zu müssen das größere unb gewaltige Wort bes Führers gegenüber:Keiner barf hungern unb frieren!" Dann sagte er u. a. weiter: Mit biesem Wort gab ber Führer bem beutschen Volke eine gewaltige Aufgabe. Wir brachten zur Erfüllung bie­ser Aufgabe nichts anberes mit als ben national­sozialistischen Grunbsatz, baß ber Glaube Berge versetzt. Kaum ein Monat verging, unb bie Parole bes Führers würbe schon zur Tat.

Vierzehn Jahre Weimarer System zusammen­genommen roiegen nicht bas auf an Takdereik- schaft unb deutschem Sozialismus bei diesem hilfsroerk des ersten nationalsozialistischen Jahres.

Gerade in diesem Winterhilfswerk sehen wir Sinn unb Bedeutung ber großen nationalsozialistischen Idee, das erst einmal alles beiseite räumen mußte, was trennend zwischen den deutschen Menschen stand. Wir Deutsche haben den Fehler, zu leicht zu vergessen. Wir vergessen vielfach auch jetzt wieder, wie es noch vor zwei Jahren im deutschen Vater­lande aussah. Wir vergessen, daß damals dieses Volk nur in Parteien und Verbänden denkbar war, baß bie Menschen sich nicht mehr verstauben, in Deutschlanb ber Bruderkrieg, ber Kampf aller gegen alle tobte. Kein Volk mehr, kein Reich, kein wahr­hafter Führer, ber vermochte, biesem Würgen Ein­halt zu gebieten bis auf ben einen Mann, ber aus bem breiten beutschen Volke hervorgegangen war, ber bie Not unb bas Elenb am eigenen Leibe kennengelernt hatte. Dagegen herrschte in Deutsch­lanb bie Internationale bes Iubentums. Der marxi­stischen internationalen Parole:Proletarier aller ßänber vereinigt euch!" stellte bamals schon im Kampfe ber fommenbe Führer Deutschlanbs Abolf Hitler feine Parole entgegen:Arbeiter ber Faust unb ber Stirn vereinigt euch!" Er wollte ben deut­schen Arbeiter nicht zu Proletarier herabsinken lassen.

Der Gedanke, der im Kamps den Sieg an unsere Fahnen heftete, der die nationalsozialisti­sche Idee weiter vorangetragen hat, der Ge­danke der Volksgemeinschaft war es, der uns immer wieder für das Werk des Führers begeisterte und der auch die Parole des Winterhilfswerkes, des vorigen wie des kommenden, als Grundlage der Entwicklung bezeichnet.

Der Gedanke der Volksgemeinschaft, der nichts kennt von den überlebten Begriffen bürgerlicher - Überheblichkeit, marxistischer Irrlehre, der das eini- !gende Band aller schassenden deutschen Menschen in j ben Vordergrund stellt, auf ihm muß und wird der nationalsozialistische Staat auf ewige Zeiten be­stehen. So ist das Werk der Winterhilfe auch in diesem Jahre wieder nötig. Wir wissen, daß die Irrlehre des Marrismus nur deshalb in die Herzen der deutschen Arbeiter einbringen konnte, weil auf her onberen Seite bie Überheblichkeit unb ber Kastengeist eines sogenannten Bürgertums stauben. (Starker Beifall.) Mit bieser Welt muß es für im­mer vorbei sein Die beutsche Volksgemeinschaft, bie bahubrechenb vielleicht auch einmal für bie Welt zu gelten hat, muß auch jetzt roieber beim fommenben Winterhilssroerk zu unserer Arbeit stehen unb sich im Opfer zeigen.

Es sollen keine Sllmosen gegeben werden; nicht nur von dem geben, was nicht schwer fällt. Jeder soll Opfer bringen! Die Hilfsbedürf­tigen im nationalsozialistischen Staat werden von uns niemals Almosen empfangen, fün­fte werden von uns betreut, weil sie ein Recht aus die große deutsche Volksgemeinschaft haben.

(Starker Beifall.) Wenn heute ber Appell an bie Opferwilligkeit roieber in alle Schichten unseres Volkes hineingetragen roirb, so haubelt es sich barum, bie Not ber Volksgenossen zu linbern unb zu bannen. Wäre ber nationalsozialistische Staat

nicht gekommen, hätte Abolf Hitler nicht in letzter Stunbe bie Macht in seine Häube genommen, bann mürbe heute keiner fragen, ob man Opfer bringen wolle; bann wäre ber Bolschewismus, bas Blut- unb Schreckensregiment gekommen, bann würbe jebem alles genommen sein und keiner würde mehr sein Eigentum be­sitzen! Daran zu erinnern, erscheint doch notwen­dig und angebracht.

Opfern muh ein Volk, wenn es in Rot ist, opfern mutz es, wenn es gemeinschaftlich wie­der gesunden will. Am Opfern ist noch niemals ein Volk zugrunde gegangen. Der Appell des Führers mutz in allen deutschen herzen wieder­klingen zum Zeichen der Volksverbundenheit aller deutschen Volksschichten.

Die Organisation des Führers wird auch diesem zweiten Winterhilfswerk die Richtung, den Sinn und den Geist geben, die notwendig sind, um hier wieder praktischen und wahrhaften Sozialismus zur Tat werden zu lassen. Daboi ist es eine Selbst­verständlichkeit, daß alle anderen Organisationen auf diesem Gebiet sich der großen Parole des Füh­rers unterstellen, denn das Winterhilfswerk darf nicht verzettelt werden Es ist die einheitliche große Ak­tion des nationalsozialistischen Opfergeistes, dem sich alle anderen Organisationen dieser Art zu unterordnen haben.

Bei der Hilfeleistung wird auch nicht gefragt nach der Konfession, dem Beruf ober der frühe­ren Parteizugehörigkeit. Absichtlich wird nach all dem nicht gefragt, weil wir zeigen wollen, daß es für uns nur noch Deutsche gibt. (Starker Beifall.) Jeder, ber in Arbeit und Brot steht, mutz sich verpflichtet fühlen, mit dafür zu sorgen, datz der andere deutsche Volksgenosse, der Rot leidet, ausreichende Hilfe erhält.

Das kommende Winterhilfswerk muß den Gau Hessen-Nassau, wie im vorigen Jahre, wieder mit an der Spitze marschieren sehen! Ich bin überzeugt, daß dabei auch mein Heimatkreis Gießen, wie im vorigen Jahre, wieder voll und ganz seine Schuldigkeit tun wird. Jetzt gilt es, im Opfergeist der neuen Zeit mitzumarschieren und mitzuhelfen bei diesem großen Werk bes Füh­rers. In biesem Geiste wollen wir Solbaten ber neuen beutschen Volksbewegung sein unb babei auf­blicken zu bem einen Mann, ber uns K'aft und Stärke und Mut gibt, an die große Aufgabe im Geiste Adolf Hitlers heranzutreten. Der Weg ist vorgezeichnet, das Ziel ist gesteckt! Auf Erden das Vaterland und über den Sternen der Herrgott!

Gemeinsam wurde hierauf der erste Vers des Deutschlandliedes gesungen. Dem Redner wurde stürmisch zugestimmt.

Kreisamtsleiier der NGV.

Pg. Klöß

meldete hierauf dem Gaubeauftragten Haug, daß das Gießener WHW. 2 0 0 0 Brotscheine zur Verfügung gestellt habe, die sofort an die hilfsbedürftigen Volksgenossen ausgegeben werden.

Mit einem kurzen flammenden Appell an die Versammlung zur Opferbereitschaft im Sinne bes Führers unb zur Wiebergewinnung eines neuen | Staates burch ben beutschen Sozialismus «ber Tat, sowie mit breimaligem, mit großer 1 Begeisterung aufgenommenem Sieg - Heil auf ben Führer Abolf Hitler, ben Einiger Deutschlanbs, schloß er bie Kunbgebung.

Nach dem Gesang bes ersten Verses bes Horst- Wefsel-Liebes erfolgte bann unter Führung bes ©tanbartenführers Lutter ber feierliche Aus- marsch ber ©tanbarte unb ber Fahnen ber SA., PO., HI. unb NSBO.

Spenden für das Mttechilfswerk

Sämtliche Zahlungen für ben kreis Gießen, bie bas Winterhilfswerk 1 9 3 4/35 betreffen (Spenden, Strahenfammlungen, hausfammlungen, Eintopfgerichte ufro.), find nur auf Konto der

Bezirksfparkaffe Gießen, Rr. 4600 oder auf