samkeit rings umher ...
Mu^b=arÄ Sä;Wen* inl^fen. Es M aber auch die a den Dörfern an der Ohmstraße zu den Ställen I freudigem Zusammentreffen zu
dem Tale zu immer noch Herbststimmung. —
zurück, die Tiere erquickt von dem saftigen Gras der prächtigen Weiden. Einzelne Dickwurzfuhrwerke fahren noch zu den Mieten, um dort ihre Last abzugeben. Irgendwo im Dorf halten einige Hunde miteinander Zwiesprache, die recht laut und energiegeladen klingt ... Droben Winter, hier unten nach
Wir wenden uns an alle alten Kameraden, ob Mitglied der Rationalsozialistischen Kriegs- opferoersorgung, der S2L, SS-, des kyffhäuserbun- des oder des Nationalsozialistischen Frontkämpfer- bundes, an der Großkundgebung in Frankfurt a. 211. am 18. November, vormittags 11 Uhr, in der Fest- Halle teilzunehmen.
Es gilt die innere Verbundenheit des Soldatentums und die Einigkeit mit dem ganzen Volke zu
Einig und treu für Deutschland und unseren Führer! Oie AG.-KriegSopferversorgung rüst die alten Soldaten zu einer Großkundgebung am 18. November nach Frankfurt a. M.
Oie zusätzliche Berufsschulung durch die Hitlerjugend.
dem ganzen Gau werden die Kameraden erscheinen. Unser Reichsführer Kamerad Pg. Hanns Oberlindober wird zu euch sprechen und die neuen Fahnen weihen. Wir werden daher durch vollzähliges Erscheinen beweisen, daß wir im Gau Hessen-Rassau „einig, treu und f e st" zusammenstehn.
Zahlreiche Meldungen liegen schon vor, wer noch daran teilnehmen will — es gibt 75 v. h. Fahrpreisermäßigung und Extrazüge — melde sich umgehend bei unseren Orksgruppenobmännern und Stühpunktleitern.
Für die RSKOV. Bezirk Gießen: Gez.: Pape, Bezirksobmann.
sam zu tropfen von dem bei der wiederansteigenden Temperatur doch allmählick auf Abbauwege hinzielenden Schnee, und im VHC.-Klubhaus auf dem Hoherodskopf beim Klubwirt Bender wird von den Frühwinter-Beobachtern eine angenehm erwärmte Stube mit einer guten Taffe Kaffee recht behaglich empfunden.
Nach kurzer Raft geht's wieder hinaus in den winterlichen Wald. Die Luft ist würzig und frisch. Abendwolken schieben sich langsam herauf. Die Sonne rüstet sich mit glühendem Gesicht zum Abschied von diesem ersten Wintertage. Aus den Tälern steigt nebeliger Dunst allmählich empor. Boll starker Eindrücke ziehen wir durch den stillen Wald. Ein Fuhrwerk, das mitten in den Wald hineinfährt, treffen wir noch an. Vielleicht ist da irgendeine Holzladung, die unbedingt noch heimgebracht werden muß. Auf der großen Straße zwischen Schotten und Ulrichstein nur ein einzelnes Fuhrwerk und auch einmal ein Kraftwagen. Sonst Stille und Ein-
. ----- - r , _ zeigen, wir wollen beweisen, daß jung und alt für
™s.r -3x I-at i Beufftfjlanb und unseren Führer einig zusammen-
sich der Abend,r>ede im^ Darf nach des Tages &ft, gilt abec aud) We alte Kameradschaft in
i erneuern, denn aus
Und am andern Morgen hat auch droben auf den Höhen des Oberwalds der Herbst mit kräftigem Anlauf den Winter noch einmal verjagt. In Nebel gehüllt verstecken sich die Kuppen unseres heimischen Gebirges, der Regen wäscht die weiße Herrlichkeit vom Tag zuvor dahin, und das Quecksilber im Thermometer hat seine Spitze wieder um einige Striche über die Null heraufgeschoben. Aber wie lange noch? —
Aus der Provinzialhauptstadt.
Kamerad! Oie Winterhilfe!
In diesen Tagen, während trir die ersten Sendboten der unwirtlichen Jahreszeit ums Gesicht wettern, tritt ein Worl auf dich zu, Kamerad, das zugleich einen Anspruch an dich bedeutet: Winterhilfe! Du steckst gerade selbst in allerhand Anschaffungssorgen, winterst dich ein, zahlst deinen alljährlichen Tribut an diese Monate mit dem höheren Lebensindex. Da trifft dich nun dieses Wort: „Winterhilfe" und lenkt deine Aufmerksamkeit auf ein allgemeines Ziel, auf ein Programm. Doch sobald du' spürst, daß es etwas ist, was alle angeht, da ist auch schon ein Nero in dir getroffen.
Sieh', Kamerad, das Opfer, das zu bringen ist, ist wahrlich nicht zu groß. Ein kameradschaftlicher Dien st wird von dir erwartet. Du fühlst dich aufgerufen von einer unsichtbaren Stimme — mag es die Stimme deines Volkes oder deines Gewissens sein — und meldest dich zur Stelle. Und schweigend reihst du dich den Gebenden ein. Du tust es schlicht und schmucklos, aus der moralischen Haltung deiner Disziplin heraus. Und es ist auch ein Wertgefühl und eine leise Freude dabei. Danken wir Gott dafür, daß wir heute hier stehen unb erfüllen dürfen; danken wir Gott für jede Ausgabe, die uns anvertraut ist und die nützlich ins Ganze wirkt.
Sieh', für uns ist die Winterhilfe ja keine äußere Einrichtung, sondern eine Macht. Sie ist eine Truppe für uns, eine Front. Keiner fehlt darin, der irgend leisten kann. Der reinste Wille treibt sie vor. Fern und groß sind ihre Ziele; die innere ethische Wucht eines Volkes dokumentiert sich vor .der Welt. Das Schönste daran ist aber doch dies: dem bedürftigen Volksgenossen soll der Glaube erhalten bleiben, unverderbliches Glied einer brüderlich empfindenden Gemeinschaft zu sein!
Die Mächte, gegen die es geht, Kamerad, kennen wir doch! Wer von uns Kämpfern des Krieges hat nicht gehungert viele Male? Wer von uns weiß nicht, wie Kälte schneidet? Wir brauchen wahrlich keine Fantasie zur Hilfe zu nehmen, um uns auszumalen, wie es frierenden und darbenden Volksgenossen zu Mute sein mag. Wir haben uns in den letzten harten Kriegsjahren mit Not aller Art herumgeschlagen, haben den Schmachtriemen enger gezogen, von Tag zu Tag. Was aber machte das Ganze erträglich? Das Bewußtsein der Schicksalsgemeinschaft, das Gefühl: du und du und du hast ja auch nicht mehr als ich. Wir lernten auf eine ganz selbstverständliche Art, daß Zusammenhalt wärmt.
*
Wir wollen nicht im Warmen fitzen und unser Brot essen, wenn unsere Brüder hungernd und frierend vor den Toren der Nation stehen. Unser deutsches Gewissen läßt es nicht zu — und unsere Treue. Die-se Treue ist uns kein schönrednerischer Begriff. Sie ist uns Sinnzeichen für alles, was zur Gefolgschaft verpflichtet. Wir folgen voll heißen Glaubens den Zielen, die uns der Führer vorangetragen hat. Wir wissen, daß sie zum letzten und höchsten Traum der Deutschen hinführen: zur volksgeeinten Nation.
Die Winterhilfe ist uns ein Meilenstein an diesem Wege. Sie ist Dokument gewordene Einsatzbereitschaft. Sie enthält den ganzen Sinn des neuen Gemeinschaftserlebnisses: aus dem ungezählten Kleinen gerinnt eine große Tat.
So wollen wir nicht abseits stehen. Die Pflicht soll uns zur Freude werden, und zum Schluß wollen wir sprechen: Laßt uns Gott dafür danken, daß wi'r heute hier stehen und erfüllen dürfen!
Mnteehilfswerk
des deutschen Volkes 1934/35.
Kreisführung Gießen.
An alle
Ortsgruppen- und Stützpunktbeauftragten des WHW. des Kreises Gießen.
Es wird nochmals auf das pünktliche Erscheinen der Brottransporte aus dem Kreis Gießen um 5.30 Uhr auf dem Oswald sgarten verwiesen, da um 6 Uhr d i e Abfahrt erfolgen soll.
Heil Hitler!
Amt für Volkswohlfahrt.
Reichsbund Volkstum und Heimat.
Ortsring Gießen.
Mittwoch, 24. Oktober, 20.15 Uhr, pünktlich, eröffnen wir unsere Winterarbeit in der Aula des Gymnasiums. An Stelle von Professor Dr. Hum- m e l, der verhindert ist, hält Stadtbaurat G r a v e r t einen Lichtbildervortrag über das Thema: „Wie unsere Stadt entstanden ist."
Eröffnungskundgebung am Montag abend.
Der Gebietsführer Walter Kramer des Gebietes Hessen-Nassau hat kürzlich angeordnet, daß die berufstätige Jugend in den Reihen der HI. an einem Tag jeder Woche beruflich geschult werden muß.
Die Jugendlichen der verschiedenen Verufsgrup- pen werden nun zu Arbeilskameradschaften zu- sammengeschlossen, die unter Anleitung von Praktikern und erfahrenen Wirtschastsführern eine berufliche Fortbildung erfahren und so eine praktische, wie auch theoretische Schulung in ihren verschiedenen Berufszweigen erhalten.
Wie der Reichsberufswettkampf gezeigt hat, beweist wiederum dieser Berufsdienft den ernsten Willen der HI., die ihr anvertraute Jugend nicht nur weltanschaulich und politisck zu schulen, sondern ihr auch eine besondere verufliche Ausbildung zu geben. Nicht nur im HJ.-Dienst soll jeder einzelne seinen Mann stehen, sondern genau so an seinem Arbeitsplatz die ihm zuerteilten Ausgaben und Pflichten voll und ganz erfüllen und den Beweis führen, daß er eine nationalsozialistische Schulung durchgemacht hat.
Am kommenden Montag, 22. Oktober, findet im Casä Leid eine Erössnungskundgebung der kommenden zusätzlichen Berufsschulung für das Winterhalbjahr 1934/35 statt. Gebietsschulungsleiter der Hitler-Jugend Willi Ruder sowie Pg. Wagner von der DAF. werden zu den Jungarbeitern über die Bedeutung und die Richtlinien dieser kommenden Arbeit sprechen.
Zu dieser Kundgebung erwarlel die hitler- Jugend nicht nur die berufstätigen Jungarbeiter, sondern besonders die Betriebsführer, denen die berufliche Ausbildung der Jugend in ganz besonderem Blaße am Herzen liegen muß.
Diese Kundgebung am kommenden Montag wird durch die Mitwirkung des Musikzuges und der Singschar der HI. und anderweitige Darbietungen umrahmt.
Der Führer des Bannes 116: gez. Heim, Bannführer.
Der Leiter des Sozialamtes im Bann 116: gez. Becker.
Heimat- und vaterländische Chöre des Groß- scheu Männerchors und Darbietungen der Musik gilde des Lodeda - Chores werden unserer Eröffnungsveranstaltung ein besonders feierliches Gepräge geben.
Mitglieder haben mit ihren Angehörigen freien Eintritt, Nichtmitgleder zahlen 20 Pfennig.
Die Rückkehr der alten SA-Kämpfer von Laubach.
Am heutigen Samstagnachmittag und am morgigen Sonntag findet, wie von uns schon berichtet, in Laubach eine Ehrentagung der alten Kämpfer der SA.-Standarte 116 statt. Der Einmarsch dieser alten Kämpfer bei der Rückkehr von Laubach wird am Montagabend um 20 Uhr vom Schützenhaus aus erfolgen. Der Marsch der alten Garde geht vom Schützenhaus aus durch folgende Straßen: Kaiser-Allee, Ludwigstrahe, Bleichstraße, Hindenburawall, Seltersweg, Sonnenstraße zum Landgraf-Philipp-Platz, wo ein Vorbeimarsch vor dem Standartenführer den Marsch beendet. Der Musikzug der Standarte 116, begleitet von Fackelträgern, wird die alten Kämpfer am Schützenhaus empfangen und den Marsch durch die Stadt mit der gewohnten schneidigen Musik begleiten.
Ein Gchellenbaum des Musikzuges her Standarte 116.
Bei dem Aufmarsch der SA. des Standorts Gießen zu der Winterhilfs-Kundgebung am gestrigen Abend in der Volkshalle führte der Musikzug der SA.-Standarte 116 zum ersten Male einen Schellenbaum mit sich, der zu Ehren des Führers der Standarte 116, Obersturmbannführer Lutter, von einigen Gießener Volksgenossen der SA.-Standarte 116 gestiftet wurde. Der Schellenbaum ist an der Spitze mit dem Hoheitszeichen der Bewegung, darunter mit einem strahlenden Sonnenkranz, der in der Mitte das Hakenkreuz trägt, geschmückt. Im übrigen zieren kleine Hakenkreuze neben den Schellen und zwei Haarschweife diesen schönen Schmuck des Gießener SA.-Musikzugs.
Frontkömpferkreuz
nur für Gefechtsteitnehmer.
Es wird erneut darauf hingewiesen, daß das Frontkämpferkreuz nur Gefechtsteil- nehmer erhalten können, denen die Teilnahme an einer Kampfhandlung durch die Eintragung in der Kriegsrangliste oder Kriegsstammrolle bestätigt worden ist. An diesem Grundsatz muß zur Vermeidung unabweisbarer Berufungen unbedingt festgehalten werden. Bei fehlenden Gefechtseintragungen ist zu prüfen, ob die Formation, bei der der Antragsteller Frontdienste geleistet haben will, tatsächlich an der von ihm zum Beweise für seine Frontkämpfertätigkeit angeführten Kampfhandlung teilgenommen hat und weiterhin, ob die Anwesenheit des Antragstellers bei dieser Formation wahrend dieser Kampfhandlung tatsächlich erwiesen ist. Armierungsarbeitern kann das Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer nicht zuerkannt werden; sie waren nicht zur Wehrmacht eingezogen.
Bildungsarbeit im 7!SLB.
Von der Fachschaft 2.
Im zweiten Teil der Sitzung vom Mittwoch hielt der Kreisfachschaftsleiter einen Vortrag über d i e Neugestaltung des Unterrichts im n a- tionalsoziallftifchen Sinn. Er behandelte das formale Unterrichtsverfahren, insbesondere den Arbeitsunterricht, und kam zu dem Ergebnis, daß Selbsttätigkeit der Schüler und Führung durch den Lehrer zusammengehören. Dann ging er auf die Antriebe inhaltlicher Art ein, die alle Unterrichtsfächer durch den geistigen Umbruch der nationalsozialistischen Revolution erfahren haben, und zeigte an Beispielen, wie überall neue Fragestellungen, Wertungen, Zielsetzungen wirksam werden.
Der dritte Teil des Vortrags beschäftigte sich mit dem Bildungsziel. Die liberalistische Schule glich
einem Warenhaus, wo jeder für billiges Geld alles Mögliche kaufen konnte. In der neuen Schule ist der ziemlich verschwommene Begriff einer allgemeinen Bildung abgelöst durch einen völkisch aus» gerichteten Wissens-Organismus, dem jedes Fach gliedhaft eingeordnet ist. Auch über der Schule steht das Formgesetz des deutschen Lebens, wie es sich geistig, politisch, wirtschaftlich ausprägt und in der schicksalhaften Lage seines geschichtlichen Daseins um seine Selbsterhaltung kämpft. Zum Verständnis des deutschen Geisteserbes, zur schöpferischen Anteilnahme an der Neugestaltung des Volkstums, zur Einsatzbereitschaft für die deutsche Zukunft muß das Kind erzogen werden. Jeder Unterricht nimmt so auf seine Art am Aufbau des deutschen Volkes und damit am Werk des Führers teil. Hierin liegt feine Würde und feine Verpflichtung.
Der Schlußabschnitt vertiefte die Einsicht in die Notwendigkeit einer charakterlichen Formung der jungen deutschen Menschen. Die Schwierigkeiten, aber auch die schöpferischen Möglichkeiten dieser adligsten Aufgabe der Schule wurden in sachlicher und persönlicher Hinsicht erwogen. Die Schulung des Lehrers ergab sich als dringendstes Erfordernis. Zuletzt wurde an das unausdeutbare Geheimnis jeder echten Führung gerührt.
t&univieäcn.
— Tageskalender für Samstag: NSLB. Kreis Gießen, 15.30 Uhr, Oberrealfchule, Besprechung der Bezirks- und Schulgruppenobleute. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Schwarzer Jäger Johanna". — Altoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Der Kampf um Recht". — Kneipp Bund Bad Wörishofen, Kräuter-Lehrwanderung, 15 Uhr ab Hotel „Prinz Carl"; 20 Uhr, Vortrag über „Hausmittel aus der Kräuterapotheke", Hotel „Prinz Carl". — Poftkeller, Unterhaltungs-Konzert. — Ortsgruppe des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, 21.15 Uhr, Cafä Edel, Gründungsversammlung.
— Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, 15.30 bis 18 Uhr „Die Pfingstorgel"; 19 30 bis 22 Uhr „Polenblut". — Oberhessischer Kunst- verein, Turmhaus am Brandplatz, 11 bis 13 Uhr Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „Schwarzer Jager Johanna". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Der Kampf um Recht". — „Liebiqshöhe" 20 Uhr, Tanz. '
— Stadttheater Gießen. Sonntag nachmittag: „Die Pfingstorgel", abends „Polenblut". — Dienstag: „Polenblut". — Mittwoch: „Polenblut". — Donnerstag: „Polenblut" als Vorstellung der NS.-Kulturgemeinde Ring Deutsche Bühne — Freitag: „Polenblut". — Samstag: „Polenblut" (Vorstellung der NS.-Kulturgemeinde Ring Deutsche Bühne. (Siehe heutige Anzeige).
ir?oI£nfia.lDOfrtra9- Der Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft und der Frauenverein für Deutsche über See (Deutsches Rotes Kreuz) im Reichskolonialbund veranstalten am Mittwoch 24. Oktober, im Cafö Leib einen Vortragsabend' Pg- Dr. jur. H. W. Bauer (Bonn) spricht über das Thema „Kolonien oder nicht?" Auf die heutige Anzeige fei aufmerksam gemacht.
— Die Ortsgruppe Gießen des Deut- fchen Reichsbundes für Leibesübun- g e n ladt im heutigen Anzeigenteil zu einer Gründungsversammlung ein. Näheres in der Anzeige.
?0- Geburtstag kann am 23. Oktober der langjährige Kirchenvorsteher der Johannesgememde, Polizeiverwaltungsobersekretär i. R. Ludwig Sier, Roonstraße 34, in geistiger und körperlicher Frische begehen.
** Eine S i e b g j ii h r i g e. Am Montag, 22. Oktober, feiert Frau Johanna Peil Wwe., Frankfurter Straße 136 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische ihren 70. Geburtstag.
** Eine Vierundachtzigjäh r'ige. Am gestrigen Freitag konnte Frau Katharine Klin- gelhöfer, geb. Mai, Bleichstraße 37 wohnhaft, in voller körperlicher und geistiger Frische ihren 84. Geburtstag begehen. Die alte Dame ist schon
über 50 Jahre treue Leserin des Gießener Anzeigers.
** Sterb efälle in Gießen. Es oerftarben vom 1. bis 15. Oktober in Gießen: 4 Oft.: Wilhelm Schmidt, 5 Jahre alt, Sandgasfe 22; 5.: Karoline Drescher, Verkäuferin, 36 I., Marktplatz 8; Marie Keiner, geb. Bernhardt, 65 I., Walltorstraße 41; Fritz Schott, Kohlenhändler, 43 I., Am Kugelberg 2. 8.: Anna Pascher, geb. Walgenbach, Wwe., 78 I., Steinstraße 50. 11.: Rosemarie Feiling, 10 Mon., Rittergasse 17; Katharina Balßer, geb. Dönges, 59 Jahre, Wolkengasse 11. 13.: Ferdinand Harnickel, Gastwirt, 73 I., Ludwigstraße 6. 14.: Ludwig Kinzenbach, Verwaltungsinspektor, 50 I., Wilsonstraße 3. 15.: Wilhelmine Weltmann, geb. Wollring, Wwe., 94 I., Marktplatz 9.
** Das Museum im Alten und im Neuen Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
** Viehmärkte in Gießen. Am kommenden Dienstag und Mittwoch finden hier Viehmärkte statt, und zwar am Dienstag Rindvieh- (Nutzvieh) Markt, am Mittwoch Schweinemarkt.
** Eine Grundstücksverpachtung der Stadt Gießen findet am kommenden Mittwoch statt. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung der Bürgermeisterei ersichtlich.
** Eine Zahlungsanmahnung erläßt die Allgemeine Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen in unserem heutigen Anzeigenteil. Säumige Zahler seien besonders darauf hingewissen.
Oberhefsen.
Landkreis Gretzen.
* Lang-Göns, 19. Okt. Dem hiesigen G e • flügelzuchtverein wurde die Herrichtung der Kreis - Geflügel-Ausstellung fürden Kreis Gießen übertragen. Die Ausstellung findet vom 16. bis 1k. November statt. Es wird, obwohl die Kreisschau in diesem Jahre etwas früh stattfindet, mit einer starken Beteiligung der Ge-
Oie Technische Noihilfe
ist ein Machtmittel des Staates.
flügelzüchter aus dem Kreise Gießen gerechnet. Da die Lang-Gönser Geflügelschauen sich schon immer großer Beliebtheit erfreuten, dürfte auch der Besuch der diesjährigen Ausstellung wieder recht groß werden.
oo Eberstadt, 19. Okt. Dieser Tage fand eine Versammlung der hiesigen M i l ch a b s a tz g e n offen s ch a f t statt, zu der hauptsächlich die Hausfrauen eingeladen waren. Gegenstand der Erörterungen war die Behandlung der Milch hinsichtlich der Sauberhaltung. Der Vorsitzende gab die neuen Bestimmungen bekannt. Wer in Zukunft unsaubere Milch abliefert, bekommt, so führte er u. a. aus, rückwirkend vom 1. Oktober zwei Pfennig je Liter in Abzug gebracht. Weiter wies er darauf hin, daß jeder Milchlieferant von der Genossenschaft hundert Wattefilter zugestellt bekommt. — Eine wilde Jagd hat sich gestern hier zugetragen. Ein hiesiger Landwirt wollte ein von der Weide heimgekomme- nes Rind zum Ballen bringen. Auf dem Wege scheute das Tier und riß sich los. Als man es einfangen wollte, sprang es über einen leeren Wagen und schließlich noch über einen großen Brunnentrog in den Brandweiher. Daraus kam es ganz mit Schlamm bedeckt wieder heraus und lief dann ohne Aufenthalt quer durch bas ffclb in Richtung Holzheim davon. Einige Männer oct» folgten es bis vor Holzheim. In den Maisfeldern vor dem Dorfe verschwand es. Inzwischen waren noch mehrere Landwirte eingetroffen. Gemeinsam folgte man der deutlich sichtbaren Spur und fand den Flüchtling. An ein Einfangen war aber noch nicht zu denken. Das wilde Rind stellte sich gegen die Verfolger und rannte dann erneut querfeldein wie- der Eberstadt zu. Am Orte hatten sich noch zahlreiche Helfer eingefunden, mit deren Hilfe die wilde Jagd schließlich beendet wurde. Das Rind fing sich selbst in einem offenstehenden Weidepark.
— Lich, 20.Okt. Die Deutsche Arbeitsfront, Ortsgruppe Lich, wird heute abend in der hiesigen Turnhalle ihre erste öffentliche Großkundgebung veranstalten, die ein großes Ereignis für unsere Stadt zu werden verspricht. Die Vorbereitungen sind seit langem unter der bewährten Leitung von Pg. Karl Schwab getroffen worden. Mit der Kundgebung ist gleichzeitig die Weihe der neuen Fahne der Arbeitsfront verbunden. Als Hauptredner des Abends ist der Kreisbetriebszellenleiter, Pg. Wagner (Gießen), gewonnen worden, der auch die Fahnenweihe vornehmen wird. Den musikalischen Teil wird der MusikzuA der SA. - Standarte 116 Gießen übernehmen. Nach der Kundgebung ist ein kameradschaftliches Beisammensein vorgesehen.
Kreis Alsfeld.
st. Kirtorf, 19. Okt. Nach einer Mitteilung des Bürgermeisters und Ortsgruppenleiters L a t h e r ist zum kommenden Winter eine Holz - Mehr« fällung um 5 0 v. H. in den Gemeindewaldungen vorgesehen. Auch in den Staatswaldungen jol die Holzfällung um 50 o. H. erhöht werden. Die Holzhauerei wird in den Gemeindewaldungen am 29. Oktober, in den Staatswaldungen im November ihren Anfang nehmen. Damit werden in den kommenden Wintermonaten zahlreiche Volksgenossen Erwerb und Brot haben. — Die Kartoffelernte lieferte hier einen recht guten Ertrag. Die Feldarbeiten, wie die Ernte der Hackfrüchte, gehen ihrem Ende entgegen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
(D Krofdorf - Gleiberg, 19. Okt. Getreu dem genossenschaftlichen Grundsatz „Das Geld des Dorfes dem Dorfe!" ist die hiesige Spar- und Vorschußkasse in ihrer Arbeit wieder einen Schritt vorwärts gegangen, indem sie ihr Augenmerk in verstärktem Maße auf den Kle i n s par- verkehr richtet. Die Möglichkeit der Förderung des einheitlichen dörflichen Kleinsparverkehrs ist nunmehr besser gegeben, da die beiden früher ne- beneinander bestehenden Genossenschaftskassen, die mit dem gleichen Ziel arbeiteten, aber bis zu einem gewissen Grad doch Konkurrenzbetriebe waren, iw vorigen Jahr zu einem Geldinstitut verschmolzen wurden. So ist es nun eine Selbstverständlichkeit, daß die Schule die neue Idee bestens unterstützt, was früher imrd) die Uneinheitlichkeit auf genossenschaftlichem Gebiet nicht gut möglich war. Oberster Grundsatz des Sparens soll sein, gerade unter der Jugend den durch die Inflation und ihre Folgen verloren gegangenen Sparsinn wieder zu wecken und zu fördern. Es konnten bis jetzt eine stattliche Anzahl Sparkarten ausgegeben werden. in die die Inhaber wöchentlich je nach Möglichkeit ihre Sparmarken kleben.


