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M. Jahrgang

Gießener Anzeiger

m. 2-16 Srffes Blatt zoyrgang Samstag, 20. »Höbet 1954

Lomn'ags^ und * Fein tags Annahme von Anzeigen

vettagen: Die Illustrierte M k A A A T Mittagsnummer

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MM General-Anzeiger für Oberhessen

vostscheckkonto: 1 1 gen, Bäder-, Unterrichts- u.

granitnrt am ntatn 11686 druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätsvuch- und Steindruckerei R. Lange in Siehen. Schriftleitung und Seschöftsstelle: Schulftrahe r M-Ng»°bschlü,s<kst°^8

Ungarn

halt im Schloß währte insgesamt zwei Stunden. wird er voraussichtlich gegen 15 Uhr Sowohl auf der Hinfahrt, als auch auf der Rück-! eintreffen.

in Berlin

»ritten Macht an-

Schon vor dem Verbrechen von Marseille haben wir mit großer Befriedigung die Rede Musso- ' I i n t 5 in Mailand zur Kenntnis genommen,

London, 20. Okt. (DNB.-Funkspruch.) Der T i m e s"-Berichterstatter in Belgrad sagt zu der Erklärung der Kleinen Entente, sie sei kraft-

tag um 10 Uhr mit seiner MaschineManfred von Richthofen" vom Belgrader Flugplatz aus starten. Nach einer kurzen Zwischenlandung in Budapest

Frankreich alsHort der Freiheit" in falsch verstan­dener Großmut politischen Desperados vorn Schlage dieser kroatischen und mazedonischen Terroristen Unterschlupf gewährt und dann noch nicht einmal hinreichend Sorge dafür trägt, daß diese in ihrem Fanatismus zu allem fähigen politischen Flücht­linge kein Unheil anrichten können, das hat in Bel­grad begreiflicherweise einen Sturm der Entrüstung entfacht und die Freundschaft zu dem großen Alliierten erheblich abgekühlt. Wenn nun mit Un­terstützung von Bene sch und Titulescu, die beide als Wortführer der Kleinen Entente zu einer Be­sprechung der am Balkanpakt beteiligten Mächte in Belgrad weilen, die französischen Minister auch alles tun werden, um den schlechten Eindruck zu verwischen, den die Begleitumstände des Attentats von Marseille in der südslawischen Öffentlichkeit gemacht haben, fo wird es doch Mühe machen, Süd­

fahrt vom Schloß war der Ministerpräsident G e - genftanb ununterbrochener herzlicher und lebhafter Kundgebungen. Sein Er­scheinen bot der Bevölkerung offensichtlich die lang ersehnte Gelegenheit, dem Vertreter des Führers und Reichskanzlers die freundschaftlichen Gefühle für das neue Deutschland zum Ausdruck zu bringen. UeberaU wird Görings soldatische Erscheinung und fein offe­nes Auftreten gerühmt. Auch der Umstand, daß General Göring am Donnerstag im offenen Kraftwagen durch die Stadt zum Trauergot- tesdienst gefahren war, wird in allen Kreisen der Bevölkerung in einer für den Ministerpräsidenten sehr ehrenvollen Weise besprochen. Dem Minister­präsidenten wurden auch mehrfach Sympathiebe­weise durch kleine Geschenke und Aufmerk­samkeiten zuteil, die ihm verschiedene Leute auf die deutsche Gesandtschaft brachten. So ließ ihm ein südslawischer Reserveoffizier mit einer entspre­chenden Widmung ein von seinem Vater verfaßtes Buch überreichen, in dem das einwandfreie Verhal­ten des deutschen Besatzungsheeres im Welt­krieg gerühmt wird.

Am Abend stattete Ministerpräsident Göring dem Außenminister Jef titsch einen Besuch ab. Dem Vernehmen nach wird General Göring am Sams-

SerzlicheHuldigungensürGörmg

Belgrad, 19. Okt. (DNB.) Der preußische Mi­nisterpräsident General Göring stattete am Freitag­vormittag dem Ministerpräsidenten U s u n o w i t s ch einen Besuch ab. Sodann besuchte General Göring den Kriegsminister Milowanowitsch und an­schließend den Generalstabschef und Armeegeneral N e d i t s ch. Vom Kriegsministerium fuhr der preu­ßische Ministerpräsident zur rumänischen Gesandtschaft, wo er feinen Namen in das für König Carol aufliegende Befuchsbuch ein­trug. Die den Ministerpräsidenten begleitenden Herren der deutschen Wehrmacht, Generalleutnant Blas ko witz, Militärattache Oberst von Fal­ke n h o r st und Kapitän zur See Freiherr von Harsdorf, legten in Begleitung des Lanbesver- trauensmannes der NSDAP., Oberingenieur Neu­haufen auf dem deutschen Heldenfried- h o f zwei Kränze an den Gräbern der deutschen Kameraden und der dort bestatteten unbekannten serbischen Soldaten nieder.

Ministerpräsident Göring wurde um 14.30 Uhr von derKöniginwitwe Maria von Süd- s l a w i e n auf Schloß Dedinje in persönlicher Audienz empfangen. Daran schloß sich ein weiterer Empfang durch die Königinmutter von Rumänien und schließlich durch König Ca­rol von Rumänien, mit dem Göring eine längere Unterredung führte. Sein Aufent-

voll, aber nicht sensationell. Ihre ernsteste Note fei der Hinweis auf öie Folge einer Fortdauer der gegen­wärtigen Mordepidemie. Die südslawische Regierung habe bisher kein Material an den Völker­bund gesandt und werde die Beendigung der fran­zösischen Untersuchung abwarten, bevor sie über ihre weiteren Schritte Beschluß fasse. Es werde immer deutlicher, daß die Mordtat von Marseille eine störende Wirkung auf die außenpolitischen Be­ziehungen in Europa ausgeübt habe, die sowieso teilweise Bestand war. In den französisch- südslawischen Beziehungen habe es in ben letzten Jahren Reibungen gegeben in dem

Das Blatt glaubt die französische Regierung »vor Unvorsichtigkeiten gegenüber Südslawien «warnen zu müssen und weist in diesem Zusam- imenhang auf die Sympathien hin, deren !ssich Deutschland in weiten Kreisen des Landes erfreue. General Göring habe in Ver Skuptfchina die autoritäre Regierungsform Südflawiens gerühmt und zahlreiche Abgeord­nete hätten sich für eine politische Zu­sammenarbeit mit Deutschland ausgesprochen. Dies beweise, daß französische Anvorsichtigkeiten gegenüber Belgrad schwere folgen haben könnten und daß es nicht an« gebracht sei, Südslawien etwa von oben herab behandeln zu wollen.

europa fortsetze, vielleicht Südslawien in die ausgebreiteten Arme Deu t sch lands treiben werde.

Marseille kein Serajewo.

Simon für Fortsetzung der Berständigrmgs- politik zwischen Nom und Belgrad.

London, 20. Okt. (DNB.) In Northampton kam Sir John Simon auf das Verbrechen von Marseille zu sprechen und verglich die Lage, wie sie sich aus dem Morde von Serajewo er­gab, mit der gegenwärtigen. Nichts, so erklärte er, was sich nach Serajewo ereignet habe, könne sich jetzt wiederholen, der Einfluß aller Staatsmänner Europas würde darauf verwandt werden, auch nur die entfernteste Möglichkeit dieser Art zu unterbin­den. Man habe jetzt die bitteren Erfah­rungen eines vierjährigen Krieges zur Verfügung, und man gebe sich Rechnung nicht nur von der Schrecklichkeit, sondern auch von der Nutzlosigkeit eines solchen Gemetzels.

Ein großer persönlicher Erfolg."

Oie englische presse registriert das ungewöhnliche Interests der südslawischen Oeffentlichkert für Göring.

Belgrad, 19. Okt. (DNB.) Die d r e t A u ß e n- Minister der Kleinen Entente traten Freitagoormittag unter d e m Vorsitz Titu- lescus zu einer außerordentlichen Tagung zu­sammen, auf der sie die durch die letzten Ereignisse geschaffene Lage in Mitteleuropa prüften. Um 17 Uhr traten im Auswärtigen Amt auch die Außenminister des Balkanbundes zu­sammen. Der türkische Außenminister Ruschdi Bey erklärte, die ordentliche Tagung des Balkan­bundes werde am 26. Oktober in Ankara stattfin­den. Der Balkanbund wolle das von König Alexan­der begonnene Werk unter allen Umständen fort- fetzen. Kleine Entente und Balkanbund haben aroei gleichlautende Verlautbarungen veröffent­licht, in denen es u. a. heißt:

Der Rat ist zu dem Ergebnis gelangt, daß es sich bei der Mordtat von Marseille um ein Verbrechen handelt, daß in das Gebiet der Außenpolitik gehört, da es un­ter dem Einfluß von Kräften begangen wor­den ist, die jenseits der Grenzen tätig sind. In der Tat hat sich in der letzten Zeit eine große Anzahl von terroristischen Akten ereignet, deren Ziel darin bestand, ge­wisse Länder in ihrer internationalen Stellung zu treffen oder Staaten, die kürzlich zu einer nationalen Einheit gelangt sind, ihrer erprob­testen Diener zu berauben. Diese interna­tionale Anarchie hat ihren Höhepunkt in dem Tode des großen Königs erlangt, der von allen geliebt und geehrt wurde. Der Ständige Rat der kleinen Entente hält es in der gegenwärtigen Lage für notwendig, daß alle Staaten ohne Ausnahme in einem Gei sie des Friedens mit Ruhe und Objektivität Zusammenarbeiten, damit die gegenwärtigen Verantwortlichkeiten fest- ge-?gt roeroen können. Ebenso hält er es für erforderlich, daß Maßnahmen ergriffen werden, die geeignet sind, in Zukunft die Wie­derholung derartiger Taten zu verhin­dern. Der Rat ist der Ansicht, daß sich e r n - stere Konflikte ereignen werden, falls man solche Maßnahmen nicht mit aller Loyali­tät und allem guten Willen treffen würde. Die Regierungen der Kleinen Entente erklären feier­lich ihre völlige Solidarität mit Südslawien; sie verpflichten sich, mit un­ermüdlicher Energie die Politik fortzu­führen, die sie bisher verfolgt haben.

DesrieWimg in Paris.

Paris, 20. Okt. (DNB.-Funkspruch.) Die Ver- Inutbarung der Kleinen Entente wird in der Pari­er Presse mit Genugtuung aufgenommen. Der isfiziösePetit P a r i f i e n" schreibt, die Kleine latente habe mit eindrucksvoller Ruhe auf den Mrseiller Anschlag geantwortet und alles ver­mieden, was die gegenwärtigen internationalen Sirren noch verschärfen könnte. Ganz Europa nsrde ihr dankbar sein, daß sie sich unter das ( eichen des Friedens gestellt hätte.

wische Außenminister feine Bukarester und Sofioter Kollegen auch gebeten, daß die vor dem Verbrechen begonnene Politik er ft ganz allmählich wie­der ausgenommen werde.

Gömbös in Warschau.

Warschau, 20. Okt. (DNB.) Der ungarische Ministerpräsident Gömbös ist Freitagabend hier eingetroffen. Er wurde von dem polnischen Minister­präsidenten, dem Außenminister, den Mitgliedern der ungarischen Gesandtschaft und den Spitzen der Warschauer Behörden begrüßt. Vom Bahnhof be­gab sich Ministerpräsident Gömbös in das Hotel, in dem er während seines hiesigen Aufenthaltes Wohnung nehmen wird.

Vor Antritt feiner Reife hat Gömbös erklärt: Ob­gleich der internationale Verleumdungsfeldzug, der Ungarn als den Sündenbock in der Marseiller Tra-

Sondierungen.

Die Beisetzungsfeierlichkeiten für den in Mar. fetUe von dem Sendling einer mazedonischen Ter. rororganifation ermordeten König Alexander von Südslawien hatten Fürsten und Staatsmänner aller europäischen Länder nach Belgrad geführt : um dem südslawischen Volke den Abscheu aller zivi- Uferten Nationen vor dem verbrecherischen Anschlag und die Teilnahme an dem Verlust des für Einheit und Große feines Reiches gefallenen Herrschers zu bezeugen Man möchte wünschen, daß über dies Persönliche hinaus die Beteiligung so vieler führen­der Manner des politischen Europas an der Bel- graöer Trauerfeier als Kundgebung der Solidari- tat aller Regierungen gegen die völkerverhetzende, auch vor dem Verbrechen des Mordes nicht zurück- schreckende Wühlarbeit politischer Verschwörer ge« beutet werden dürfte. Deutschland jedenfalls hat es nicht bei der üblichen Entsendung eines Bot- chafters in außerordentlicher Mission bewenden assen, sondern hat durch den Mund des preußi» scheu Ministerpräsidenten General Göring, der als militärischer Sonderbeauftragter des Führers und Reichskanzlers nach Belgrad geeilt war, dem südslawischen Volke die Gemeinsamkeit der Inter­essen im Kampf gegen das überall fein Unwesen reibende politische Verbrechertum, das sich nament­lich aus Emigrantenkreisen rekrutiert, zum Aus- druck gebracht. Die besondere Beachtung, die nach den Berichten aus Belgrad das Erscheinen Hermann Gorings bei der südslawischen Bevölkerung gefun­den hat, darf wohl als der beste Beweis dafür ge» nammen werden, daß Volk und Regierung Süd. slawiens Deutschlands Hochachtung vor dem einfti. gen tapferen und ritterlichen Gegner auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges zu würdigen wif- fen, aber auch Deutschlands aufrichtigen Willen zu freundschaftlicher Zusammenarbeit an dem Frie­denswerk des Wiederaufbaus Europas wohl ver- standen haben.

Das Gebot, daß an offenen Gräbern die Politik zu schweigen habe, hat nicht lange gegolten. Noch ehe sich der Sarg des ermordeten Königs geschlossen hat, hat die Frage nach der Verantwortung für m ^ci^^^brechen von Marseille zu einer erregten Pressedebatte geführt, die mit wachsender Heftigkeit ZU einer Gefahr für den Frieden zu werden droht. Von Pans und Prag aus sind schwere Beschuldi- gungen gegen Ungarn erhoben worden, ohne baß man inbeffen auch nur bie Spur eines Be­weises für bie Richtigkeit ber Behauptung hätte erbringen können, baß bie Verschwörer gegen bas Leben König Alexanbers auf ungarischem Boben Unterstützung bei ben Vorbereitungen für ben Morbanschlag gefunben hätten. Nachbem es viel- mehr fo gut wie feststeht, baß bie mazebonische Terrororganisation bie Verschwörung geleitet t)at, daß auch ber Mörber selbst ein berüchtigter, burch Diele ©reueltaten schwer belasteter mazedonischer Terrorist war und nur einzelne Kroaten als Hel- sershelfer in Frage kommen, ist der in Paris und Prag gegen Ungarn entfachten Hetze der Boden entzogen. Daß gerade Prag sich zum Führer in diesem Chor der Rache macht, ist um so unver­ständlicher, als eine Reihe der Attentäter mit tschechoslowakischen Pässen ausgerüstet war, man in Prag also allen Grund hatte, sich selber an die Brust zu klopfen. Weiter hat das Attentat von Marseille das Verhältnis Südslawiens zu Ita­lien, besten Verbesserung gerade die Reise des er- mordeten Königs Alexander nach Frankreich hatte gelten sollen, erneut getrübt, obwohl ein italieni­sches Geschwader dem toten König bei seiner Fahrt durch das italienische Hoheitsgebiet das Ehrengeleit gab und ein Angehöriger des Königshauses an der Belgrader Trauerfeier teilnahm. Mussolini scheint auch im Hinblick auf die kommende Aussprache mit dem neuen französischen Außenminister Wert darauf zu legen, daß die gewitterschwangere Atmosphäre iber der Adria nicht plötzlich zu einer Entladung ührt, bevor nicht mit französischer Vermittlung wenigstens der Versuch eines Ausgleichs gemacht ist. So darf man auf eine Beruhigung hoffen.

Als ein besonders erfreuliches Zeichen für die Güte der ja auch von der deutschen Außenpolitik immer wieder verfolgten Methode einer direkten Verständigung darf man buchen, daß die junge übslawisch-bulgarische Freundschaft bie Feuerprobe bestauben hat. Die Entlarvung bes Marseiller Attentäters als eines aus Bulgarien tammenben rnazebonischen Terroristen hat ber Freunbschaft keinen Abbruch tun können, ba Bul­garien bereits vor bem sübslawischen Königsbesuch in Sofia mit ben rnazebonischen Terrorbanben im eigenen Laube grüublich aufgeräumt hatte unb auch jetzt alles tat, was zur Aufbeckuug ber Verschwörer- zentrale führen konnte. Es ist bies in Beigrab be» onbers angenehm aufgefallen gegenüber ben un­gewöhnlich laxen Sicherheitsmaßnahmen, bie bie

in ber er bie Absicht befanntgab, mit Frankreich unb Sübslawien zu einer Vereinbarung unb zu einem Büubnis zu gelangen. Die Gefühle, benen

göbie hinstellen will, gerabe jetzt am heftigsten wütet, verlasse ich ruhig Ungarn, um meinen lange geplanten Besuch bei ber befreunbeten polnischen Nation zu verwirklichen. Ich weiß nämlich, baß bie europäische öffentliche Meinung bie Wahrheit unb nur bie Wahrheit sucht, unb Ungarn h a t b a b e i nichts z u fürchten, fonbern es muß im Gegenteil auch seinerseits mit größter Energie Aufklärung net-langen. Es wirb sich un­zweifelhaft Herausstellen, baß nicht nur bie un­garische Regierung ober irgenbwelche amtliche Organe nichts mit bem schänblichen Ver­brechen z u tun haben, fonbern auch fein un­garischer Staatsbürger. Die ungarische Regierung hat bie nötigen Schritte getan, um biefen unwür­digen unb tenbenziösen Verleumbungsfelbzug zu­rückzuweisen unb bie Erhebungen in ber Angelegen­heit bes Marseiller Verbrechens auch in mit größter Energie burchzuführen.

Kleine Entente und Valkandund mit Südslawien solidarisch

Zusammenarbeit in der Bekämpfung internationaler Anarchisten.

bamals Mussolini Ausbruck verlieh, sinb jetzt nach bem Tobe Alexanbers um fo wertvoller, als wir keinen Augenblick baran zweifeln, baß sie auch jetzt noch ber Inhalt ber Politik ber italienischen Regierung sinb. Der Besuch König Alexanbers in Frankreich war ein neuer Meilen­stein auf bem Wege zu einer allgemeinen Entente, wie sie von Mussolini skizziert worben war. Die Politik Großbritanniens ist in biefen traurigen Tagen ftänbig barauf gerichtet gewesen, ohne natürlich eine neue Verpflichtung irgenb welcher Art einzugehen, zur Gebulb und zur Mäßi­gung in jeber Hinsicht zu raten. Wir haben bie Gewißheit, daß ein starkes, einiges, blühendes und zufriedenes Südslawien bem Interesse Europas am meisten entspricht.

. ranzösische Polizei zum Schutz ihres könig­lichen Gastes in Marseille burchaeführt batte. Daß

iisbefonbere auf bie Unterstützung nm, wenn es jemals von einer b: ^griffen würbe.

mächtepakt unb bie Annäherung Frankreichs an Italien, bie wegen ber politischen Ziele Italiens Verbacht errege.

Der Berichterstatter sagt, unter diesen Umständen! finde das Argument Deutschlands, daß bieJ beutsch-südslawischen Beziehungen in feinem Punkt < einanber wibersprächen, Zustimmung. Gegenwärtig! werde es zwar feine Aenderung in der Politik ge­ben, aber wenn die Entwicklung so weitergehe, werbe das in einem Jahre vielleicht nicht mehr ber Fall sein. General Göring sei einer der rührig­sten Männer in Belgrad gewesen. Während das Volk auf ben Straßen ihn mit Beifallsrufen be­grüßt habe er sei unzweifelhaft während der letz­ten Tage der Mittelpunkt des öffent­lichen Interesses gewesen habe er dem Ministerpräsidenten, dem Kriegsminister und dem Chef des Generalstabes Besuche abgeftattet und sei später von der Königin empfangen wor­ben. Der Berichterstatter besDaily Heralb" in Belgrad melbet seinem Blatt: General Göring hatte währenb seines Besuches in Beigrab einen großen , persönlichen Erfolg. UeberaU würbe er vom Volk mit begeisterten Zurufen begrüßt. In biplomatischen Kreisen wirb ganz offen bavon gesprochen, baß Italien, wenn es < seine Bestrebungen nach einer Vormachtstellung auf

Görings Aufenthalt in Belgrad.

Audienz bei der Königin-Wilwe und bei König Karol von Rumänien.

>Diafin" hat ben Einbruck gewonnen, als ob bie ii näherungsbestrebungen zwischen k. d s l a w i e n unb Italien in ber nächsten fe'j: einen gewissen Stillstand erfahren würben. Eir großer Teil ber öffentlichen Meinung Sübsla- rims fjabe sich nach bem Marseiller Anschlag |tUiC lotqueuungcu nuut cma

loch nicht beruhigt, beshalb habe ber südsla-1 dem Balkan und seine Einmischung in Zentral-

,Echo be Paris" will in ber Verlautbarungeine fTenge Mahnung" gegenüber ber ungarischen S e g i e r u n g feststellen können unb glaubt schon j$t gewisse Auswirkungen biefer Einstellung ber Minen Entente zu erblicken. Der polnische Außenminister habe ursprünglich im Zusammen­hang mit bem Besuch bes ungarischen Minister- päsibenten in Warschau von einem Pakt ber xwlitischen Zusammenarbeit zwischen Solen unb Ungarn gesprochen. Jetzt sei aber mr noch bie -Rebe von einer kulturellen Zu­sammenarbeit, bereu praktische Auswirkung un- t-beutenb sei. Zwischen ber Kleinen Entente Qjif ber einen Seite unb Griechenland» unb bs r Türkei auf ber anberen Seite mache sich eme zunehmenbe Annäherung bemerk- - - - - -- - -----ö -* yvy........

bnr. Der gemeinsame Wirkungskreis biefer fünf Dauben, bah Frankreich bie Wiebereinsetzung ber Staaten werbe immer größer, Sübslawien könne. Habsburger m Oesterreich begünstige, ben Vier- iisbefonbere auf bie Unterstützung ber Türkei rech-1 marfitenoff unb b,-