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In seiner Ansprache hob er die Wichtigkeit des Feuerschutzes hervor und gab die Anregung für die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr.

8 Alten-Bus eck, 19. Sept. Bei der dies­jährigen Obstversteigerung der Gemeinde und der Freiherrlich von Rabenauschen Besitzungen wurden ziemlich hohe Preise erzielt. Aepfel kosteten 5 bis 7 Mark der Zentner, Birnen 3 bis 4 Mark. Die Zwetschenernte war in diesem Jahre sehr ge­ring, so daß fast keine zum Ausgebot kamen.

wg. Großen-Buseck, 19. Sept. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt dieser Tage in der GastwirtschaftZum Busecker Tal" eine außerordentliche Generalversammlung ab. Der erste Kommandant, Wilhelm Harbach III., berichtete zunächst über den Landesverbandstag in Bad-Nau- heim und über den Herbstverbandstag in Leih­gestern. Ferner wurde über die Anschaffung einer zweiten Uniform gesprochen und die Gründung einer Ehrenabteilung erwogen, in der alle diejenigen Kameraden vereinigt werden sollen, die aus Grün­den hohen Alters, aus gesundheitlichen oder dienst­lichen Rücksichten den aktiven Dienst nicht mitmachen können. Sodann wurde über die Vorbereitungen für die Feuerschutzwoche gesprochen. Der Komman­dant wies auf die ungeheuren Verluste an Volks­vermögen hin, die durch Brände immer wieder zu verzeichnen seien und belegte seine Ausführungen mit aufschlußreichem Zahlenmaterial. Der Redner schloß mit dem WorteBrandschaden verhüten ist leichter, als Brandschaden vergüten!"

0 Reiskirchen, 19. Sept. Während die Ar­beiten an der Landstraße ReiskirchenLindenstruth Queckbörner Abfahrt, die asphaltiert wurde, seit einiger Zeit beendet sind, wird z. Z. die Orts« durchfahrt gepflastert. Nachdem die frü­here Teerdecke vollständig entfernt, das Profil er­neuert und einige Stellen vollständig neu hergerich­tet wurden, ist nur schon fast die Hälfte der Pro­vinzialstraße gepflastert worden. Die Arbeiten hat die hiesig» Firma Steinbruchbesitzer Ph. Gräf übernommen, der schon seit einigen Wochen über 40 Leute beschäftigt. Man hofft, in 14 Tagen mit den Arbeiten zu Ende zu sein, damit die Durchfahrt durch den Ort wieder unbehindert vonstatten gehen kann.

ck Reiskirchen, 19. Sept. Hier lief auf Ver­anlassung der Gaufilm st elle der NSDAP, der TonfilmVolldampf voraus". Mit Spannung folgten die zahlreichen Zuschauer der Handlung, die in Ton und Bild, sehr gut wiedergegeben wurde. Ein gutes Beiprogramm füllte den Abend vollends aus.

<£ Reiskirchen, 18. Sept. Heute fand hier die Versteigerung des Obstes an der Provinzialstraße Gießen (Ganseburg) Reiskirchen und ReiskirchenBersrod statt. Für einen Baum mittlerer Qualität und mittleren Behanges wurden 15 bis 20 Mark und noch mehr geboten. Für die ärmere Bevölkerung ist bei solchen Preisen die Versorgung mit Obst am Baum leider nicht möglich.

öd Eberstadt, 19. Sept. Gestern wurde das Ob st unserer Gemeinde öffentlich ver- ft e i g e r f. Die Preise für feinere Apfelsorten lagen ziemlich hoch. Es stellte sich der Zentner am Baum schon auf 6 bis 8 Mark, während geringere Sorten

mit 2 bis 4 Mark bezahlt wurden. Die Zwetschen- ernte war in unserer Gemeinde gering, der Preis infolgedessen gut behauptet. Birnen waren weniger gefragt. Der Preis lag entsprechend niedriger. Der Landwirt H. G ö r l a ch stürzte dieser Tage, als er die Scheune für die Dreschmaschine in Ord­nung bringen wollte, so unglücklich ab, daß er schwere Prellungen im Rücken erlitt und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte.

A Steinheim, 18. Sept. Die diesjährige Aepfelernte konnte in unserer Gemarkung weder nach der Seite der Quantität, noch nach der der Qualität befriedigen. Das Hauptobstbaumgebiet, der Kalten-Rain, zeigte nur vereinzelt vollbehangene Bäume. Zum großen Teil schuld daran war die diesjährige Trockenheit. Die auf dem Hügel beson­ders stark unter Wassermangel leidenden Baum­bestände warfen die kaum angesetzten Früchte größ­tenteils ab. Ein ausschlaggebender Grund füj das Nachlassen der Fruchtbarkeit der Bäume sowie der schwachen Triebkraft neugepflanzten Baummaterials ist zweifelsohne die Baummüdigkeit des Kalten- Rainbodens. Was die Qualität des diesjährigen Obstes anbetrifft, fo klagt man hier allenthalben über häufiges Auftreten von Faulstellen an den Früchten. Die Aepfel werden dadurch im Geschmack und im materiellen Wert stark gedrückt. Infolge der langanhaltenden Trockenperiode hat auch das Kraut stark unter Wassermangel g e - litten und blieb in seinem Wachstum stark zu­rück. In übergroßen Mengen auftretende Schäd­linge wie Erdflöhe und Läuse richteten dann noch einen solchen Fraßschaden an, daß die Krauternte in unserer Gemarkung einer Mißernte gleichkommt.

Kreis Büdingen

* Nidda, 20. Sept. Unser geschätzter Mitbür­ger Schreinermeister F r. R e u n i n g II. ist ge­stern in Gießen im 87. Lebensjahre verstorben. Der Heimgegangene hat sich um unsere Stadt viel­fache Verdienste erworben, z. B. in früheren Jahren durch seine hervorragende Mitarbeit im Ortsge­werbeverein und im Gemeinderat. Ferner war er viele Jahre lang aktiver Turner und auch erster Sprecher des Turnvereins. Seine Verdienste um die Turnerei wurden vom Mittelrheinkreis der DT. durch Verleihung des Kreis-Ehrenbriefes besonders anerkannt.

tz. Nidda, 17. Sept. Der hiesige Zweig ver­ein des VHC. führte gestern bei einer Beteili­gung von 22 Mitgliedern eine Wanderung von L i ch nach Kloster Arnsburg aus. In liebenswür­diger Weise hatte Justizinspektor L a h l von Lich die sachkundige Führung an diesen Orten übernom­men. Nach Erreichung des Endzieles, Burg Mün­ze n b e r g, wanderte man bis zur Station Obborn­hofen-Bellersheim, von wo aus man mit der Eisen­bahn heimwärts fuhr. Die Teilnehmer an der präch­tigen Wanderung waren sehr befriedigt.

tz. Nidda, 17. Sept. In der Turnhalle fand gestern eine eindrucksvolle Kundgebung des VDA. für das Deutschtum im Auslande statt. Nach einem Eröffnungsmarsch durch eine kleine Kapelle und zwei Vorsprüchen (Deutsches Heimweh" von Oberacker, Brasilien, undBruderruf" von M. Kahle) begrüßte der Ortsringführer, Studienrat

Braunewell, die sehr zahlreich erschienenen Volksgenossen. Zunächst legte er Ziel und Aufgabe des VDA. klar. Sodann führte er in kernigen Wor­ten die Not des Auslandsdeutschtums vor Augen, wie ungezählte deutsche Männer und Frauen im Auslande in zähem Ringen um die Erhaltung ihres Volkstums kämpfen. Als Hauptursache dieses Ver­nichtungswillens sei das auf dem deutschen Volke lastende Schanddiktat von Versailles zu betrachten. Trotz aller Nöte des Alltagslebens solle kein Deut­scher zurückstehen, dem Auslandsdeutschtum soweit als es in seinen Kräften liegt in jeder Weise zu

Ueberzeugl Luch von der sportlichen Leistungsfähigkeit des BD21L! kommt am 23. September zum Gaufportsest auf den Universitäts- Sportplatz nach Gießen.

bienen. Sprechchöre der Kinder, vaterländische Lie­der, Volkstänze in deutschen Volkstrachten und ein Theaterstück, das die Not des deutschen Bauern im Dreißigjährigen Kriege behandelte, ließen erkennen, wie gerade die Jugend von dem Streben nach Pflege des deutschen Volkstums begeistert ist. Lehrer Roth (Rabertshausen) forderte in einer Schlußansprache mit kernigen Worten die Jugend auf, treu das in der Versammlung zum Ausdruck gebrachte Bekenntnis zum Auslandsdeutschtum zum Nutzen unseres Vater­landes weiter nachhaltig zu pflegen. Mit dreifachem Sieg-Heil auf Führer und Vaterland schloß die glän­zend verlaufene Veranstaltung.

Kreis Schotten.

() Schotten, 16. Sept. Die Schulen der Stadt feierten gestern den T a g des deutschenVolks- t u m 5 und des VDA. Mittags zogen die Schul­kinder in einem Propagandamarsch durch die Stadt auf den Festplatz, den Bockzahl. Hier wurden eine Reihe von Sprechchören, Gedichte, Gesänge, Reigen, Volkstänze von den Kindern aufgeführt. Studien­assessor Dr. Ohr hielt eine Ansprache über die Volksverbundenheit, die Tätigkeit des VDA. und seine Ziele in der Welt. In das Sieg-Heil auf den Führer stimmte die große Menge begeistert ein.

x Schotten, 17. Sept. Am vergangenen Sams­tag traf eine Exkurfion von Starkenbur­ger Riedbauern unter Führung von Ober­landmesser Nies auf einer Besichtigungs­fahrt durch Oberhessen in Schotten ein. Nach einer Besichtigung der Stadt, Begrüßung durch Bürgermeister Menget, Einnahme des Mittagessens imGambrinus" fuhren die Teilneh­mer, begeistert über die Schönheiten unseres Vo­gelsberges, weiter über Hoherodskopf, Niddertal, nach Lißberg. Gestern wurden in einem feier­lichen Gottesdienst die ca. 8 0 Konfirmanden des Kirchspiels Schotten in den Konfirmanden­unterricht eingeführt. Dekan Widmann hielt eine zu Herzen gehende Predigt über das Bibelwort:

Wachet, stehet im Glauben, seid männlich un8 seid stark."

Kreis Alsfeld.

n. Flensungen, 18. September. Am Sonntag wurde im Bibelheim Flensungerhof das Ernte, d a n f f e ft gefeiert. Redner waren die Prediger Peters, Gaubatz und Härdle. Zur Verschönerung trugen der Gitarrenchor Flensungen, der Gemischt? Chor von Burg-Gemünden und einige Mädels mit Gedichten bei. Mit dem LiedNun danket alle ®ottN klang die schöne Feier aus. Den Besuchern von aus. wärts wurden im Bibelheim noch Kaffee und Ku­chen verabreicht.

ll. Merlau, 19. Sept. Die Kartoffelernte ist jn vollem Gange. Der Ertrag ist als gut anzusprechen, Von den Bauern wird es allgemein begrüßt, bafo sich das Feldwegenetz, durch die Feldbereinigung her. gestellt, in einer tadellosen Verfassung befindet. Diese Annehmlichkeit wiegt viele Opfer an Arbeit und Geld, die durch die Feldbereinigung gebracht wurden, wieder auf. Veranlaßt durch die Futter, knappheit in diesem Jahre benutzen die Bauern die abgeernteten Wiesen als Hutweide für das Vieh. Die Südseite unseres Kirchenplatzes, die nach der Herstellung vor einigen Jahren nicht die ungeteilte Zustimmung aller Gemeindeglieder fand, wurde in den. letzten Wochen einer Umgestaltung unterzogen. Nachdem der Platz nun noch mit Büschen bepflanzt wird, dürfte er ein wesentlich vorteilhafteres Bild bieten.

ch. Bleidenrod, 19. Sept. Das siebenjährige Töchterchen des hiesigen Landwirts Herbst von hier, blieb, als es eine Einfriedigung überfteigen wollte, mit der Schürze hängen, stürzte und erlitt einen komplizierten Armbruch. Der Arzt veranlaßte die Ueberführung des bedauernswerten Kindes in die Chirurgische Klinik. Die Kartoffel­ernte, die nahezu vollendet ist, übertraf trotz der großen Trockenheit im Sommer, die vorjährige Ernte bei weitem. Verschiedene Landwirte mußten sich entschließen, die Kartoffeln vom Feld aus zu verkaufen, ba die Keller zum Einlagern nicht aus- reichen würden. Besonders reiche Erträge lieferten die SortenErdgold",Feuergold" sowie Industrie. Die früheren Sorten befriedigten weniger.

# Ermenrod, 19. Sept. Auf der steilen <5tra- ßenstrecke zwischen hier und Ruppertenrod kam em Radfahrer zu Fall und erlitt erhebliche Verletzungen am Kopfe.

O b e r - G l e e n, 19. Sept. Die hiesige Dresch- genossen schäft, der nahezu sämtliche Land­wirte angehören, ist zur Zeit mit dem Ausdrusch ihrer Ernte beschäftigt. Erstmals ist der neuange- schaffte 25pferbige Elektromotor in Tätigkeit. Mit der Arbeit des Motors ist man sehr zufrieden. Die Ernte liefert sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht befriedigende Erträge.

Srieffaften 6er Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

O. F. in G. Die während des Krieges ausgegede- nenen 3- und 5-Mark-Stücke verloren im November 1923, mit dem Abschluß der Inflation und der Schaffung der Rentenmark, automatisch ihren Nenn­wert und hatten nur noch den Materialwert.

Unser lieber Vater und Großvater

Gießen, Nidda, den 19. September 1934.

Die Beerdigung findet am Freitag, 21. September, nachmittags 4 Uhr, in Nidda,

ab Bahnhofstraße 31, statt.

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Fritz Reuning und Familie, Nidda

Lina Inderthal, geb. Reuning, und Familie, Gießen Prof. Dr. Ernst Reuning und Familie, Gießen.

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Unser lieber, treubesorgter Vater, Schwiegervater, Großvater, Ur­großvater, Pate und Onkel

Philipp Rock, Gast- und Landwirt

ist Dienstagabend um %9 Uhr im Alter von nahezu 82 Jahren sanft in dem Herrn entschlafen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Familie Karl Rock.

Hattenrod, Annerod, Reiskirchen, den 20. September 1934.

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 21. September, nachmittags 2 Uhr, in Hattenrod statt.

_____________________________________________________________________________________5441 D

5434 D

Danksagung.

Für die uns beim Hinscheiden unseres guten Vaters, Schwieger­vaters und Großvaters

Herrn Gustav Kreuder

erwiesene herzliche Teilnahme sagen wir aufrichtigen Dank; be­sonders der Sängervereinigung »Liederkranz-Heiterkeit 1837, Gießen* für ihren Gesang und ihrem Vereinsführer für den ehrenden Nach­ruf. Auch gilt unser herzlicher Dank dem Innungsführer der Flei­scher-Innung und allen denen, die ihm die letzte Ehre erwiesen.

Familie Hünig Familie Conrad

Gießen, den 20. September 1934. Familie Dr, Rink.

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Bekanntmachung.

Die bereits fälligen Stromgelder im Stadt- und Ueberlandgebiet für den Monat Juli 1934 können noch bis zum 25. September d. I. ohne Kosten be­zahlt werden. Bei Nichtzahlung bis zu diesem Ter­min erfolgt Beitreibung und Sperre auf Kosten des Abnehmers.

Die Kasse des Elektrizitätswerkes befindet sich Gießen, Gartenstraße 3. 5431D

Gießen, den 17. September 1934.

Direktion der Elektrizitäts-, Gas, und Wasserwerke.

Mahnung.

Die Beiträge für den Monat August 1934 können noch bis zum 25. September 1934 ohne Kosten be­zahl werden. 5423D

Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. Die Einzahlung kann täg­lich an unserer Kasse oder auf Postscheckkonto Nr. 10833 Frankfurt a. M. erfolgen.

Allgemeine Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen. Moos, Rechner.

Amtliche Bekanntmachungen des Kreisamts Gießen.

Betr.: Die Bildung einer öffentlichen Wassergenos­senschaft zur Entwässerung in den Fluren 17 bis 21 der Gemarkung Villingen.

Die Gemeinde Villingen hat die Bildung eiiyzr öffentlichen Wassergenossenschaft zur Entwässerung in den Fluren 17 bis 21 der Gemarkung beantragt. Das Hessische Staatsministerium, Abteilung le (Land­wirtschaft), hat die Einleitung des Verfahrens an­geordnet. Die Vorarbeiten zur Durchführung der Entwässerung liegen in der Zeit vom 26. September bis 9. Oktober d. 3. einschließlich zur Einsichtnahme auf der Bürgermeisterei offen. 5435C

Die Grundeigentümer, deren Grundstücke in die zu entwässernde Fläche fallen, werden hiervon in Kennt­nis gesetzt und zugleich zu der auf Vlittwoch, den

17. Oktober 1934, 10 Ahr, auf der Bürgermeisterei Villingen anberaumten Tagfahrt zur Verhandlung und Beschlußfassung sowie zur Wahl der Vertreter für das weitere Verfahren geladen unter Androhung des Rechtsnachteils, daß die Nichterscheinenden sowie die Nichtabftimmenden als dem beantragten Unter­nehmen beistimmend mit der Wahl der 23erlrtUt einverstanden angesehen und mit ihren Gintocnbuw gen gegen die Art der Ausführung später nicht mehr gehört werden.

Grundeigentümer und sonstige Nutzungsberechtigte, die an dem Unternehmen n-icht unmittelbar beteiligt sind, werden aufgefordert, etwaige Einwendungen gegen das Unternehmen in der nämlichen Tagfahrt geltend zu machen, widrigenfalls die Einwendungen nicht mehr berücksichtigt werden und nur noch privat- rechtliche Entschädigungsansprüche gegenüber dem Unternehmen geltend gemacht werden können.

Betr.: Bekämpfung der Schwarzarbeit Polizeiverordnung.

Auf Grund des Artikels 64 des Gesetzes, die innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise und Provinzen betreffend, vom 8. Juli 1911, sowie des Artikels III der Verordnung über Vermögens­strafen und Bußen vom 6. Februar 1924 wird mit Zustimmung des Kreisausschusses und mit Genehmi­gung des Hessischen Staatsministeriums vom 25. August 1934 zu Nr. A. u. W. 44 594 für den Kreis Gießen verordnet:

§ 1.

Wer Personen, von denen er weiß oder wissen muß, daß sie Erwerbslosenunterstützung beziehen, gegen Entgelt beschäftigt, wird mit Geldstrafe bts zu 150 Mark bestraft.

Diese Bestimmungen gelten nicht, sofern Personen beschäftigt werden, die dem Arbeitgeber von einem Arbeitsamte zugewiesen find, oder deren Beschäfti­gung der Arbeitgeber dem zuständigen Arbeitsamt unter Angabe des vereinbarten Lohnes angezeigt hat.

§ 2.

Diese Polizeiverordnung tritt zwei Tage nach ihres Veröffentlichung in Kraft.

Betr.: Den Schutz der Bienen.

Poliieiverordnung.

Auf Grund des Art. 64 des Gesetzes, die innert Verwaltung und die Vertretung der Kreise und Pro- vinzen betreffend, vom 8. Juli 1911, des Art. 37 des Feldstrafgesetzes oöm 13. Juli 1904, in der FassunS vom 27. Juni 1923 sowie des Art. III der Verord­nung über Vermögensstrafen und Bußen vom 6. Fe­bruar 1924 wird mit Zustimmung des Kreisaus- schuffes und mit Genehmigung des Hessischen Staats- Ministeriums, Ministerialabteilung la (Polizei) un? Minifterialabteilung le (Landwirtschaft) vom 14.2Uu 1934 zu Nr. 1/e 15 864 für den Kreis Gießen ver- ordnet:

§ 1.

Zum Schutze der Bienen ist es verboten, arsen­haltige Pflanzenschutzmittel unmittelbar in die offene Obstblüte jeder Art zu spritzen oder zu stäuben.

8 2.

Bäume, die in einer Entfernung bis zu 100 ^ef von Bienenständen stehen, dürfen nur abends naq Beendigung des Fluges nach vorheriger Version gung des Imkers mit arsenhaltigen Mitteln gespr v oder bestäubt werden.

Zuwiderhandlungen gfgen diese Polizeioerordnung werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mark, tm unvel mögensfalle mit Haft bis zu 14 Tagen beftrop.

Diese Polizoiverordnung tritt mit ihrer lichung im Amtsverkündigungsblatt für den Gießen in Kraft.