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Die Weihe der Christnacht und der lichterstrahlende Baum sind für uns so sehr zu einer Vorstellung verschmolzen, daß wir verwundert aufhorchen, wenn uns berichtet wird, daß sich die Sitte, am Weihnachtsabend einen Christ bäum anzuzünden, im katholischen Mittelalter geschweige im altgermanischen Heidentum noch nicht nachweisen läßt und daß für den Versuch, sie aus den mittelalterlichen Paradiesfpielen oder dem heidnischen Fruchtbarkeitszauber abzuleiten, keine Belege vorhanden sind. Wohl sind uns recht bunte und lebendige Schilderungen weihnachtlicher Feste überliefert worden, aber der Baum im Lichterglanz spielte darin keine Rolle. Die erste zuverlässige Mitteilung über geschmückte, aber noch nicht mit Kerzen versehene Tannenbäume stammt aus dem Elsaß aus einer Art Reisetagebuch vom Jahre 1605 und lautet: „Auf Weihnachten richtet man Dannenbäum zu Straßburg in den Stuben auf, daran henket man Rosen aus vielfarbigem Papier geschnitten, Aepfel, Oblaten, Zischgold, Zucker usw." Daß die Kirche diesem Brauch gär nicht wohlgesinnt war, beweisen die Bemerkungen des bekannten Straßburger Geistlichen Johann Konrad Dannhauer in den vierziger Jahren des 17. Jahrhunderts: „Unter anderen La- palien, damit man die alte Weihnachtszeit oft mehr als mit Gottes Wort begeht, ist auch der Weihnacht- oder Tannenbaum, den man zu Hause aufrichtet, denselben mit Puppen und Zucker behängt und ihn hiernach schüttelt und abblümen läßt. Wo die Gewohnheit Herkommen, weiß ich nicht. Ist ein Kinderspiel ... Diel besser wäre es, man weihte die Kinder auf den geistlichen Cedernbaum Jesum Christum." In katholischen Gegenden hat, wie Otto L a u f f e r in seinem Büchlein „Der Weihnachtsbaum in Glauben und Brauch" ausführt, der Widerstand länger gedauert als in protestantischen. Aufschlußreich ist die Tatsache, daß der Christbaum im Tiroler Pustertal und Antholzertal e r st i m I a h r e 1902 Eingang fand, und daß er in Italien und Spanien auch heute noch nicht verbreitet ist. Seine Entstehung, die sich im Schoß der häuslichen Sitte vollzog, ist auf das Zusammentreffen einer Reihe von Einzelzügen in Glauben und Brauch zurückzuführen, in denen die uralten Vorstellungen von den unheilvollen Geistern der Mittwinterzeit weiterleben.
Jedenfalls gehört der Weihnachtsbaum in den Anschauungsunterricht der sogenannten Zwölften, d. h. der Zeit von Weihnachten bis zum 6. Januar, in der Menschen und Vieh nach den noch lange wirksamen Ueberlieferungen den Mächten der Finsternis am meisten ausgesetzt sind. In diesen Tagen, wenn die Sonne ihren tiefsten Stand erreicht hat, ist die Welt erfüllt von dem bedrohlichen Treiben der entfesselten Schreckgestalten, vor denen man immer wieder nach Schutz und Abwehrmitteln gesucht hat. Zu den hilfreichen Kräften gegen die
bösen Geister der Zwölften haben nun auch seit jeher das pflanzliche Wmtergrün und das Licht gehört. Aus der Verbindung beider ist dann später der Weihnachtsbaum hervorgegangen. Den Nadelhölzern legte der Volksglaube eine u n h e i l w e h - rende Kraft bei, weil es wie ein Wunder erschien, daß sie trotz Eis und Schnee weiter grünten, während die übrigen Bäume den Stürmen der Winternächte kahl und frierend ausgesetzt waren. Andererseits herrschte die Verbindung von Zwölften und Lichterglanz in ganz Deutschland schon seit dem Mittelalter vor. Zunächst galt die Aufstellung jedes beliebigen Leuchters als wirksame Kraft, die bösen Geister zu verscheuchen. Bald mag man dann dazu übergegangen sein, einzelne Stücke zu besonderem Gebrauch in der Weihnachtszeit herzurichten. Es entstand so ein buntes Durcheinander vielgestaltiger Formen, das in Thüringen zur Entwicklung von der Lichterkrone zum „Reifbaum" und beispielsweise in Schlesien zur Verbreitung der bekannten Lichterpyramiden führte. Aus der Verschmelzung dieser Anwendung verschiedenartigster Lichter mit dem winterlichen Grün wurde unser Weihnachtsbaum. Die erste Aufzeichnung über den weihnachtlichen Lichterbaum bezieht sich übrigens nicht auf den Tannenbaum, sondern auf Buchsbäume. Im Jahre 1708 schrieb nämlich Liselotte von der Pfalz, anscheinend in Erinnerung an ihre Jugendjahre auf dem väterlichen Schloß zu Heidelberg, von einem „noch jetzt in Deutschland üblichen Spiel, man nennt es Christkindel": „Da richtet man Tische wie Altäre her und stattet sie für jedes Kind mit allerlei Dingen aus, wie neue Kleider, Silberzeug, Puppen, Zuckerwerk und alles mögliche. Auf diese Tische stellt man Buchsbäume und befestigt an jedem Zweig ein Kerzchen. Das sieht allerliebst aus, und ich möchte es noch heutzutage gern sehen."
Also auf zwei Wegen ist der Volksbrauch aus der gemeinsamen Quelle eines tiefen Schutzbedürfnisses vor den bösen Geistern der Mittwinterzeit schließlich zu unserem heutigen Weihnachtsbaum gelangt. „Da, wo die Entwicklung in erster Linie vom Wintergrün ausging, führte sie zum Weihnachtsreis, dann zum Schmuckbaum und endlich zum Lichterbaum. Im Osten und im Norden aber knüpft die Formgestaltung zunächst an den Gebrauch des Lichtes, und sie führt demnach zum Weihnachtsleuchter, zur Lichterkrone und endlich zur — mehr oder minder mit Grünzweigen geschmückten — Lichterpyramide. Es sind also die beiden verschiedenen Möglichkeiten, die sich hier ergaben, in den verschiedenen deutschen Landschaften zunächst in verschiedener Weise ausgenutzt. Erst in den neueren Jahrhunderten sind die Verschmelzungen von beiden eingetreten, wobei der Weihnachtsbaum in zunehmendem Maße die Vorherrschaft gewonnen hat."
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gii Postwertzeichen für das Winterhilfswerk im Los.
Zur deutschen Weihnacht gehört die deutsche Familie. Dieses Fest ist immer ein Ausdruck des deutschen Gemütes und der deutschen Seele und damit ein Ausdruck der Elternliebe gewesen, denn erst in der Summe der seelischen Kräfte der deutschen Mutter und des deutschen Vaters zeigt sich die deutsche Seele.
Die nationalsozialistische Weltanschauung seht alles in Beziehung zur Gemeinschaft und betrachtet als Urzelle der Gemeinschaft die Familie. Beim diesjährigen Weihnachtsfest soll aus diesem Denken heraus im Rahmen des WHW. das Fest in der Familie ganz besonders berücksichtigt werden. Die Verteilungsstellen des WHW. find deshalb angewiesen worden, den bedürftigen Familien die für das Weihnachlsfest zugedachlen Gaben am Vorabend des Festes auszuhändigen, damit die Familien ihren Weihnachtsabend selbst gestalten können und die Kinder ihre Gaben aus den Händen der Eltern erhalten.
Zeder deutsche Mensch, der im Erwerb steht, soll in den Tagen vor dem weihnachtsfest an feine Kindheit denken und an die Freuden, die er am heiligen Abend in seinem Llternhause empfangen hat. Er soll, wenn er seinen Lieben zum Feste Gaben kauft, auch daran denken, daß viele deutsche Menschen sich heute noch in Rot befinden und soll dem „Winterhilfswerk des deutschen Volkes" Liebe s g a b e n - P a k e t e zur Verkeilung an Bedürftige zur Verfügung stellen.
rlänbiVv r t) fyd deiD SW, stin einem Nachd nnessy trr ?n schon (eü $ Polizeiofszitma erungstomri": lt als ein fti'- eutschlaüb-
Die Dienststellen des „Winterhilfswerkes des deutschen Volkes" sind auch gern bereit, einsamen Menschen bedürftige Familien der Kinder zur Bescherung zuzuweisen.
Es finden sich unter den Bedürftigen aber auch einsame Menschen, alleinstehende ältere Frauen oder Männer, die Arbeit und Leid müde gemacht hat. Auch hier sind die Dienststellen des WHW. bereit, diese Menschen Familien zuzuweisen, in deren Kreis sie den heiligen Abend verbringen können.
Die Urkräfte eines Volkes finden ihren Ausdruck am reinsten in der Liebe einer Mutter und eines Vaters. 3n jedem deutschen Menschenherzen schwingt diese Liebe, und sie ist so groß und gewaltig, daß sie über den Rahmen der Familie sich ausdehnt auf das ganze deutsche Volk. Jeder deutsche Mensch gebe Raum dieser Liebe und bekenne sich zum Gedanken der Volksgemeinschaft dadurch, daß er still hintritt zum deutschen Bruder und zur deutschen Schwester, die Rot leiden, und ihnen nach besten Kräften hilft. Warte nicht, bis das Wunder der Volksgemeinschaft zu dir kommt. Dieses Wunder kannst du erst erleben, wenn du den er st en Schritt zur Volksgemeinschaft tu st. hast du diesen Schritt aber getan, dann wird dir bewußt, daß Weihnachten das Fest der deutschen Seele ist und daß Freude des Herzens nur aus dem Dienen kommen kann, dem Dienen am deutschen Menschen.
Das Fest der deutschen Seele.
Don Erich Hilgenfeldt, Deichsbeauftragtem für das Winierhilfswerk.
nalsozialistischen Sinne geschaffen. Sie schenkten ihre Kunst dem Volke aus reinem Idealismus. Sie erhielten keine Bezahlung und schufen sich ihre Theaterrequisiten aus eigenen Mitteln und durch mühevolle Arbeit während ihrer Freizeit. Ueberall waren die „Camper" gern gesehene Gäste, die cs verstanden, durch ihre volkstümliche Kunst und^ihre niederdeutsche Sprache die Verbindung mit der Seele des Volkes herzustellen. Eine besondere Bedeutung kommt der Laienspielbühne auch dadurch zu, daß sie eine Reihe von Uraufführungen herausgebracht hat, u. a. auch die „Swienskomädie" von Ludwig Hinrichs, die dann später als „Krach um Jolanthe" Siegeszug durch ganz Deutschland angetreten
h „Camper Speeldeel" war eine Laien- s;p!r!ibühne im besten Sinne des Wortes. Ihre 9Jlieber setzten sich aus den Angehörigen aller SiicZ-ten des Volkes zusammen. Hier wirkten ne- bc» i! :ander der Arbeiter und der Bauer, der Kauf- m n -i.unb der Handwerker. So war die Grundlage füüirne wirkliche Gemeinschaftsleistung im natio-
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Oie Entstehung des Weihnachtsbaumes
Aus neuen volkskundlichen Forschungen.
e ann auch nach dem Ausland benutzt werden, iv die erforderlichen Zusatzmarken aufgeklebt
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Cit Bronzerelief von Tannenberg.
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zur Rettung machen. In der Nacht trafen weiter ein: der britische Dampfer „ A u r a n i a ", der Hapagdampfer „New Dort" und der Lloyd- dampser „Europa". Alle Schiffe pumpten während der Rettungsarbeiten der „New Port" Oel ins Wasser. Die Scheinwerfer der „Aurania" und der „Europa" erhellten die Nacht. Um 2 Uhr telegraphierte die „New Dork", daß sie alle Schiffbrüchigen wohlbehalten geborgen habe. Hierauf traten die übrigen Dampfer ihre Weiterreise an.
Schwerer Sturm im Kanal. — Zahlreiche Schiffe in Seenot.
Auf dem Atlantischen Ozean und im Aerrnelkanal herrscht zur Zeit außerordenlich st ü r rn i s ch e s Wetter, unter dem die Schiffahrt schwer zu leiden hat. Diele Schiffe auf hoher See haben S O 8 = Rufe ausgefanbt. Der norwegische Dampfer „S i ft o", bem im Orkan bas Ruder gebrochen ist und der jetzt vor dem Winde treibt, wartet in höchster Not auf die Ankunft von sechs in der Nähe befindlichen Schiffen, die auf die 808-Rufe hin sofort ihren Kurs geändert haben. Die Rettungsboote des nur 1100 Tonnen großen Dampfers sind von der rasenden See weggespült worden; die Kommandobrücke ist völlig zertrümmert.
„Graf Zeppelin" wieder daheim.
„Graf Zeppelin" ist unter Führung Dr. Eckeners von feiner Weihnachtsfahrt aus Südamerika zurückgekehrt. Das Luftschiff landete glatt auf dem Werftgelände in Friedrichshafen.
Berlin im Rebel.
Am Dienstagvormittag herrschte in Berlin, wie schon häufig in diesem Winter, sehr starker Nebel. Die Sicht war streckenweise auf wenige Meter beschränkt. In den Außenbezirken mußten die Kraftfahrzeuge bis gegen Mittag mit Licht fahren. In Pankow ereignete sich ein Verkehrs-
des nationalsozialistischen Staates nichts mehr zu tun habe mit dem liberalistischen und marxistischen „Herr-im-Hause-Standpunkt". Voranstehe vielmehr bei den Betriebsführern im Dritten Reich die F ü r f o r g e p f l i ch t gegenüber den Mitgliedern der Gefolgschaft. Unsoziale Betriebsführer mögen sich hinter die Ohren schreiben, daß es im Dritten Reich unmöglich ist, deutsche Arbeitsmenschen zur Zielscheibe von Ehrenkränkungen und Beleidigungen zu machen oder ihre Arbeitskraft in ungebührlicher Weise auszunutzen.
Der Maudacher Doppelmord erneut vor dem Schwurgericht. — Scheuermann abermals zum Tode verurteilt.
Das Schwurgericht Frankenthal (Pfalz) verhandelte nochmals über den Maudacher Doppel- morb, der im April d.I. großes Aufsehen erregt hatte. Wie erinnerlich, wurden seinerzeit die Landwirtsehefrau Amberger und ihre 20jährige Tochter von zwei Männern im Schlafe überfallen und getötet. Mit einigen hundert Mark Beute ergriffen die Mörder die Flucht. Das Schwurgericht verur- teilte die bald nach der Tat festgenommenen Verbrecher Baumann und Scheuermann zum Tode. Das Reichsgericht veranlaßte auf die Revision des Scheuermann Neuoerhandlung vor dem Frankenthaler Schwurgericht, während das gegen Baumann ausgesprochene Todesurteil durch die Entscheidung des Reichsgerichts endgültig rechtskräftig wurde. Das Schwurgericht verurteilte jetzt Scheuermann abermals zum Tode unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebensdauer.
Wegen Mordes zum Tode verurteilt.
Das Dresdener Schwurgericht verurteilte den 44jährigen Gottfried Aloysius Fast aus Zeithain wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Der Angeklagte wurde beschuldigt, in der Nacht zum 27. Juni 1934 den ebenfalls in Zeithain wohnenden öljährigen Arbeiter Thomas Harder, mit dessen Frau er ehewidrige Beziehungen unterhielt, durch Beilhiebe ermordet zu haben. Der Angeklagte will gegen das Urteil Revision einlegen.
Vater ersticht seinen Sohn.
In Eggenstein bei Karlsruhe spielte sich ein entsetzliches Familiendrama ab. Die beiden Söhne Julius und Albert des 54jährigen Friedrich Stern kamen nachts nach Hause, fanden die Haustür verschlossen und mußten daher durch das Fenster in die Wohnung einsteigen. Dort machten sie dem Vater, mit dem sie auf gespanntem Fuß lebten, Vorhaltungen, begaben sich aber schließlich zur Ruhe. Als sich am anderen Morgen der etwa 20jährige Julius Stern waschen wollte, versetzte ihm plötzlich der Vater von hinten mehrere Stiche in die Lungen- und Rückenmarkgegend. Der junge Mann starb später im Karlsruher Krankenhaus. Der Vater wurde verhaftet.
Wurde Dr. Ritter auf den Galapagos-Jnseln vergiftet?
Nach den letzten Berichten ües Kapitäns H a n ■ cocks sollen die geheimnisvollen Todesfälle auf den Galapagos-Jnseln in einem Streit um einen Piratenschatz ihre Aufklärung finden. Dr. Ritter habe das Versteck des Schatzes gekannt und sei deswegen vergiftet worden. Die Baronin Wagner und Philippson feien auf der Flucht verhungert. Ritter habe vor feinem Tode der Frau K o e r w i n Mitteilung von dem Schatz gemacht. Hancocks will nun auf Grund der Angaben der Frau den Schatz im Innern der Flo- reaner-Jnfel, das gebirgig ist, suchen.
Sven hedins Expedition.
Sven H e d i n traf mit feiner Expedition in der chinesischen Stadt Sutschau (Provinz Kansu) ein. Er hatte die Stadt Urumtschi (Provinz Hsin-Tschian) am 20. Oktober verlassen und erreichte über Hami am 30. Oktober Ansi. Sodann beschäftigte er sich mit der Erforschung zweier alter Seidenhandelsstraßen aus der Zeit der Han-Dynastie. Er nahm auch Vermessungsvorarbeiten für eine Autostraße vor, die entlang der alten Kaiserstraße durch Kansu gebaut werden soll.
29. Dezember an veranstaltet die National- r näistische Deutsche Arbeiterpartei im Rahmen Dinterhilfswerks 1934/35 eine Straßen- ' ßütrief-Lotterie, bei der jedem Los zwei s omenhängenbe Ansichtspostkarten beb fiH fein werden. Bei einem Teil der Lose ist t-e-Rarte mit einem 6 - P g. - P o st w e r t - ituen versehen, das eine Hand mit Schale zs i< Aus ihr lodert eine Flamme empor, hinter beir in von einem Strahlenkreuz umgebenes Herz
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fiel® man Vertreter des Reichsstatthalters sowie der Rilehamtsleitung der NS.-Kulturgemeinde. Super- in Klient Cruf ius hält die Gedenkpredigt. Rektor Golfte, der Leiter der „Camper Speeldeel", roi'iuMqt in plattdeutscher Sprache die Bedeutung utiiühie Verdienste der Entschlafenen für Volkstum urn.! Heimat Niedersachsens. Nack der Trauerfeier roiiLö n die vierzehn Särge von SA.-Männern unter bei H uleläut sämtlicher Kirchenglocken hmausgetragen auirtie mit Tannengrün geschmückten Leiterwagen düiiLÄmper Bauernschaft. Langsam geht der Trauer- W\ um Friedhof, wo zwei große Sammelgräber erntaben sind. Mit sämtlichen Gauamtsleitern ist ani Wauleiter Staatsrat Telschow erschienen.
Ränner tragen die Särge zu den Gräbern. „lU» r allen Wipfeln ist Ruh" hallt es leise über biilu (nräber. Obergruppenführer Brückner hat billü Hinterbliebenen der Opfer in das Regierungs- gcr.iOe gebeten, wo er ihnen des Führers unb R kH kanzlers inniaes Beileid ausspricht und ihnen ei ir größere Geldspende zur Linderung der un- nw.oaren Notlage überreicht. Obergruppenführer Wiifiner kündigte ferner eine größere Stiftung bsüe-führens zur Unterstützung der Hinterbliebenen ann
lunfl unb Wissenschaft.
D norwegische Schriftsteller Sven Elvestab f.
El bekannte norwegische Schriftsteller unb Jour- ncTi: Sven E l v e st a b ist im Alter von 50 Jahren ar i nem Schlaganfall gestorben, als er sich bi Mich in Skien befand, um an der Reise des er ’ti Dampfers der neu errichteten norwegischen P inalinie teilzunehmen. Elvestad hat unter dem Dl k irnen Stein-Riverton eine große Anzahl von Dl ckmvromanen herausgegeben, die auch in mehre 7 eil anderen Sprachen, darunter in deutscher Ulkcetzung, erschienen sind, daneben ferner mehre re literarische Werke, u. a. Gesellschaftssatiren. fee’ itlllnfang d. I. war Elvestad vom langjährigen MÄrbeiter zum Ches des Nachrichtendienstes der grpjjin Zeitung „Tidens Tegn" aufgerückt. Mit ibn :iat die norwegische Journalistik einen ihrer belbnragenbften Männer verloren. Einige feiner fp^n-imben Romane — „Der Mann, der die Stadt pl :in!: rte", „Spuren im Schnee", „Das Geheimnis bei» Olten" und „Der rätselhafte Feind" — sind friühe mit großem Erfolg im „Gießener Anzeiger" et'ir^lmen.
I Brasilien ehrt die deutsche Wissenschaft.
Hübern berühmten botanischen Garten von Rio de i cimeiro fand eine einzigartige Ehrung der i)iüii'|d)en Wissenschaft durch die brasi- Iuni:-i)e Regierung statt. In Anwesenheit des besinnen Gesandten wurde ein Denkmal des beut» sch ^Naturforschers Martins enthüllt, ber zu- fa «n mit den Botanikern Eichler und U r - b । «üburch fein grundlegendes Werk „Flora Brasil üttis" einen ausschlaggebenden Anteil an der EiEcklung ber brasilianischen Naturforschung ge= hcillchat.
J-ir Bismarck von Korea" als Buch erschienen.
„,1 »r ® i 9 m a r cf vonKore a", der spannende uriti benteuerüdje Roman eines Vorkämpfers für boisDeutschtum im Fernen Osten, von Olaf Bou- t er Ni e ck , den wir in unserer Illustrierten im 23or= abb'IrJtf brachten, ist unter dem Titel „Schreckens- ncch:auf Korea" im Frigga-Verlag, Berlin, als B Ivyierschienen. Der 240 Seiten starke Band in ge- sch^vollem Ganzleinen ist durch jede Buchhand- iuimu beziehen.
LA Opfer des Langwedeler Derkehr^- iLglücks zur letzten Uuhe gebettet.
L allen Gebieten Niedersachsens sind große Iilimiraborbnungen nach Stade gezogen, um den Iilati. der „Camper Speeldeel" das letzte Ollrii, zu geben. In der altehrwürdigen Wilhardi- Ki!!i.h stehen 14 Särge, reich geschmückt mit um gäj .fren Kränzen und einem Meer von Blumen. SM-:«iänner halten die Ehrenwache. Fahnönabord- nrAyin haben zu beiden Seiten des Altars Auf- steiliU genommen. Der Führer unb Reichster- ler hat seinen Adjuvanten, Obergruppen- fü ifie Brückner, als Vertreter entsandt. Ferner
Wettervoraussage.
Nach dem Durchzug eines ausgedehnten und mit kräftigem Luftdruckfall verbundenen Regengebietes hat sich auch bei uns bereits wieder durch Druckanstieg Witterungsbesserung eingestellt. Da wir aber vorerst immer noch im Zufuhrbereich feucht-milder Ozeanluft verbleien, ist volle Beständigkeit noch keiineswegs wahrscheinlich.
Aussichten für Donnerstag: Anfänglich verbreiteter Regen, bann wechselnd bewölktes Wetter mit nur noch vereinzelten Regenfällen, bei südwestlichen Winden mild.
Aussichten für Freitag: Bei Luftzufuhr aus Süd bis West noch unbeständig und verhältnismäßig mild, doch nur vereinzelte Niederschläge.
Lufttemperaturen am 18. Dezember: mittags 5,3 Grad Celsius, abends 5,2 Grad; am 19. Dezember: morgens 5,5 Grad. Maximum 5,6 Grad, Minimum 3,0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Dezember: abends 5,6 Grad; am 19. Dezember: morgens 5,6 Grad Celsius. — Niederschläge 4,2 mm.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thynot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch, und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf, Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr, Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
Aus aller Welt.
Rettung von Schiffbrüchigen durch den hapagdampfer „Reujork".
Wie Kommodore Kruse vom Hapagdampfer „Neuyork" ber Hamburg-Amerika-Linie berichtete, ist ihm die Rettung der 16 Mann starken Besatzung des norwegischen Dampfers „S i st o" südwestlich der irischen Küste trotz sehr stürmischen Wetters geglückt. Das Schiff befand sich in sinkendem Zustand, es war aber noch an der Wasseroberfläche. Nur noch ein schwaches Licht brannte auf dem Dampfer. Erst in der Nacht um 2 Uhr konnte die „Neuyork" ihre Reise fortfetzen. Sie wird voraussichtlich am Donnerstag um 21 Uhr in Cherbourg eintreffen. An Bord der „Neuyork" ist alles wohl.
An der Unglücksstelle war als erstes Schiff bei britische Tankdampfer „Mobile Oil" eingetroffen, ber den ganzen Tag über Oel auf bie riesigen Wellen pumpte, um eine Rettung ber Besatzung zu ermöglichen. Der Tankdampfer blieb in ber Nähe des fteuerlos treibenden Norwegers, konnte aber von sich aus keinen Versuch
Unfall. Dort fuhr ein Straßenbahnzug infolge des unsichtbaren Wetters auf einen andern, an der Haltestelle wartenden Straßenbahnzug auf. Zehn Personen wurden leicht verletzt. Die Wagen wurden so schwer beschädigt, daß sie abgeschleppt werden mußten. Die Straßensammlung der Berliner Polizei' für die Winterhilfe wurde des außer- ordentlich nebligen Wetters wegen erst gegen Mittag eröffnet.
Aberkennung der Velriebsführereigenfchaft gegenüber einem unsozialen Unternehmer.
Der erste Fall, mit dem sich das Ehrengericht für den Treuhänderbezirk Brandenburg zu beschäftigen hatte, betraf einen Kohlengroßhändler, der sich trotz wiederholter Verwarnungen hartnäckig geweigert hatte, seinen Kutschern unb Fuhrleuten Tariflohn zu zahlen. Der Antrag bes Treuhänbers ging auf Aberkennung ber Betriebsführereigenschaft. Das Ehrengericht schloß sich diesem Anträge an. Der Treuhänder der Arbeit betonte, daß das Führerprinzip
ff r :-.e gemeinsame Regelung der Ausfuhr von Rog- gih :nb Roggenmehlen ausgesprochen hatte, wurde tu relibart, daß die gemeinsame Ausfuhrregelung bi rc die Getreidewirtschaftsstellen der drei genann- k t üänber mit bem 1. Januar 1935 b e -
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D( NSDFB. (Stahlhelm) hat sich bereiterklärt, , l annenberg-Nationalbenkmal bie ilur es Solbatenturms unb auch ein Bronzerelief leis Ichlachtfelbes von Tannenberg zu stiften. Das R'lli bas bie Bewegungen ber Truppen in ben nttfciibenben Stunben zeigt, soll oben in ber llj« icht bes Solbatenturms ausgestellt D'irl'n unb so georbnet sein, baß man an Hanb >c!«Richtungspfeilen bie Schlachtorte fin- > 11 troie in ben Geschehnissen ber Schlacht eine so rmc ibenbe Rolle gespielt haben. Daburch wirb ie!srlWunsch sehr vieler Besucher entsprochen wer- 'e iMumnl zu biefer Aussicht eine leichte Auf- tiMriöglichkeit bereits geschaffen wurde, nämlich lii'lfe te stufenlose Rampe wie im Fahnenturm. So ‘Tbn auch ältere Personen, vor allem auch ieä beschädigte, sich die wunderbare, typische süd- pkßische Landschaft, das Schlachtgebiet, ansehen


