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Der Festtag (Sonntag) wird mit einem Festgot- tesdienst in der Marienstistskirche unter Mitwirkung von Kirchen- und Posaunenchor und einer Festpre-

Die Errichtung der vom Stadtrat beschlossenen vorstädtischen Kleinsiedlung ist der Nassauischen Heimstätte - GmbH. - Frankfurt über­tragen worden. Die Stadt stellt im Erbbaurecht das nötige Gelände, 13 000 Quadratmeter, zur Verfü­gung, die Ausführung der Bauten übernimmt die Heimstätte. Der vorliegende Entwurf des Vertrages zwischen Stadt und Heimstätte wurde genehmigt.

lieber das Ergebnis der Braunen Messe und Deutschen Ständewoche erstattete Bür­germeister Dr. Scheller eingehenden Bericht. Es geht daraus hervor, daß die Besucherzahl der Aus­stellung sich auf rund 12 000 Personen belief. Eine gröbere Anzahl Erwerbsloser konnte während die­ser Zeit Beschäftigung finden. 3540 Tagewerke wur­den von ihnen geleistet.

Neisetzung von Kirchenrat Münch

d. Schotten, 18. Okt. Gestern wurde unter sehr großer Anteilnahme der Bevölkerung von nah und fern der frühere Dekan des Dekanats Schotten Kirchenrat i. R. Emil Münch zu Grabe q e

und verdienstvollen Geistlichen unserer evangelischen Gemeinde, jetzigen Vorsteher des Elisabethenstifts in

*-K in* notice ii.

Tageskalender f ü r Freitag: Volks­halle, 20 Uhr, Eröffnung des Winterhilfswerks 1934/35; Redner Pg. Klo st ermann, Gaubeauf­tragter des WHW. Pg. Haug. Stadttheater, 20 bis 22.15 UhrKrach um Jolanthe". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Schwarzer Jäger Jo­hanna." Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Der Kampf um Recht". NSLB., Fachschaft Höhere Schule, Fachgruppe Deutsch, 16 Uhr, Seminarzimmer i)er Oberrealschule, Sitzung. Gießener Konzert- rerein, 18.30 Uhr, Zimmer 6 des Stadthauses, Mit­gliederversammlung.

*

** Dienstjubiläum. Der verdiente Regi- ftrator des Landgerichts Gießen, Justizsekretär G a r- ltenschläger, konnte in diesen Tagen auf eine vierzigjährige Tätigkeit im Staatsdienst zurück- blicken. Aus diesem Anlaß wurde dem Jubilar ein schreiben des Hessischen Staatsministers überreicht,

ln dem ihm der Dank der hessischen Negierung für die langjährigen treuen Dienste ausgesprochen wurde

** Evangelisch-kirchliche Persona­lien. Ernannt wurde der Pfarrassistent Fritz A r nold zu Kirchberg-Lollar, Dekanat Gießen, mit Wirkung vom 16. Oktober 1934 ab zum Pfarrver- walter der Pfarrei Groß-Rohrheim, Dekanat Zwin­genberg a. d. B. Auf eigenen Antrag sind mit Wir­kung vom 1. November 1934 ab in den Ruhestand versetzt worden: die Pfarrer Wilhelm Hoffmann

ZU Bechtolsheim, Dekanat Alzey, Ludwig H e u tz e k zu Rumpenheim, Dekanat Offenbach a. M., Heinrich Kullma n n zu Bergstadt, Dekanat Hungen und Theodor Dämel zu Essershausen, Dekanat Weil- bürg a. d. L.

** D i e NS.» Kulturgemeinde, Ring Deutsche Bühne, veröffentlicht im heutigen Anzeigenteil den Spielplan und die Kartenausgabe. Es sei besonders darauf aufmerksam gemacht.

Gebäudeeinsturz in Klein-Linden.

x» Klein-Linden, 18. Okt. Heute vormittag waren einige Maurer damit beschäftigt, die bei Straßenbauarbeiten freigelegten Mauern der Woh­nung und des Stalls eines der ältesten Häuser (viel­leicht das älteste), dem Landwirt i. R. Ludw. Jung, Ecke Wetzlarer Straße und Kirchstraße, gehörig, mit Beton zu stützen. Während sie an der Arbeit waren, bemerkten sie plötzlich, daß Stall und Haus­wand zu rutschen begannen. Sie konnten gerade noch zur Seite springen, als auch der Stall schon völlig in sich zusammenbrach und ein Teil des Wohnhauses nachbrach. Da sich auf dem Dach ein Hauptmast der elektrischen Stromleitung befindet und ein weiteres Nachrutschen des Hauses zu befürchten war, wurde das Städtische Elektrizitätswerk benachrichtigt, dessen Leute in wenigen Minuten an der Ünfallstelle erschienen. Auch ein Vertreter der Straßenbaubehörde war bald gekommen, um die ersten Vorsichtsmaßnahmen anzuordnen. Gegen Abend wurde durch Allendorfer Zimmerleute das Haus durch starke Balken ab­gestützt, um weiterem Einsturz Einhalt zu tun. Die Leitung der Straßenbaubehörde wird am Freitag- pormittag erwartet. Das Wohnhaus des L. Jung ist eines der wenigen noch vorhandenen Zeugen der Vergangenheit in unserem Dorf. Es ist im Jahr 1705 erbaut, war mehr als 200 Jahre als Gasthaus Zum Adler" in Fuhrmanns- und Kaufmanns- kreisen weit bekannt und diente damals den Durch­reisenden als Ausspann- und Uebernachtungslokal. Es führt bis auf den heutigen Tag noch den Namen Adlerwirtshaus".

Gemeinderat in Lich.

Darmstadt, bas in diesem Jahre auf eine öOjährlgö Arbeit seiner Schwestern in. der hiesigen Kinder- 'chwe zurückblicken darf, feierlich eröffnet. Jrn un­mittelbaren Anschluß folgt der Festakt im großen oaal der Anstalt mit den Festansprachen der Be­hörden und Vereine und der Ueberreichung von großen und kleinen Festgaben der Stadt, des Fürst« Nchen Hauses, der Kirchen, der Frauenorganisatio­nen, Geschäftsleute, Privatpersonen usw. Die Nach- rornmen der Gründerin und Leiterin, sowie vier uper öOjabrige Männer und Frauen unserer Stadt, die einst die Kinderschule unter Tante Bettchens ^"ung besucht haben (Frau Marg. Mitt- nacht Wwe. 89 Jahre alt, Landwirt Hrch. Men« g e s [85 Jahr»), Schuhmachermsister i. R. Hrch. sy? fl r f rro!?2o Wahres und Schlossermeister i. R. £aU -rJ i ,?af)rei) werden als besondere Ehrengäste teilnehmen Der Festakt wird durch mu- sikalische Vortrage (Lehrer Stein: Harmonium und Lehrer H i n k e l: Geige) eröffnet und geschlos- Jen roeröen. Nach einer Mittagspause werden die Kleinen unter Vorantritt der Feuerwehrkapekle und ge eitet von der Schwester, der Helferin und Mä­dels vom BdM. zur Turnhalle marschieren, wo sich ein großes Kinderfest abwickeln wird. Die Sänger- vereinigungCacilia", die Feuerwehrkapelle Kir- chen- und Frauenchor, Turnverein und BdM so- wie sangesbeqabte Frauen aus der Gemeinde (Frau V o 1 z und W a g n e r , Frl. F e y) haben sich freu- d'g in Dienst dieses Kinderfestes und der nachfol- genden Feier für Eltern und Kinder zur Verfügung gestellt.

Hoffentlich beschert uns auch der Himmel einen schönen und sonnigen Herbstsonntag, um allen Vor- I bereitungen für ein festliches Gelingen zum vollen Erfolg zu verhelfen.

Stadtratssitzung in Butzbach.

pb. Butzbach, 17. Okt. In der gestrigen Stadtratssitzung wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Der mit Zustimmung des Hauptausschusses abgeschlossene Kaufvertrag über den Verkauf des städtischen Wohnhauses, Hermann- Göringstraße 53, mit dem von Nidda hierher ver- setzten Zollsekretär Wilh. Weitzel wurde vom Stadtrat genehmigt. Der Kaufpreis beträgt 6700 Mark. Ferner beschloß er, bas Grundstück Fl. I Nr. 652 370 Quadratmeter von Frau Else Lappe im Tauschwege gegen eine Parzelle von 500 Quadratmeter zu erwerben. Das Tauschgrund­stück wird an der Ostseite des angrenzenden städti­schen Grundstücks neu gebildet. Die Kosten über­nimmt die Stadt.

Die große Wendeistraße muß wegen des ge- plan tenPo st Neubaues an ihrer Ausmün- düng in die Weiseier Straße nach Süden verieqt werden, wozu es notwendig wird, einen Teil des Gg. Sparwasserschen Anwesens zu erwerben. Es kommen 719 Quadratmeter in Frage, über deren Erwerb mit Zustimmung des Hauptausschusses be­reits am 5. Oktober Kaufvertrag abgeschlossen wurde. Der Stadtrat genehmigte den Vertraa.

Der Antrag der Freiwilligen Feuer­wehr auf Uebernahme der Beiträge an die Reichs- mufiffammer Landschaft Süd-Westmark wurde ab- gelehnt, dagegen der Antrag auf Uebernahme der Kosten anläßlich der Feuerschutzwoche und des Erntedanktages genehmigt.

Aus Anlaß des 100jährigen Bestehens der Kleinkinderschule soll dieser eine Jubi­läumsgabe in Gestalt eines Kinderkarussells (An­schaffungswert 135 Mark) von der Stadt überreicht werden.

Nach Verlesung einiger wichtiger Mitteilungen schloß sich eine nichtöffentliche Sitzung an.

Die Hundertjahrfeier der Licher Kleinkinderschule.

= ß i d), 18. Okt. Je näher die Hundertjahr­feier unserer Kleinkinderschule kommt, um so mehr macht sich die freudige Teilnahme der ganzen Gemeinde an diesem seltenen Fest bemerk­bar. Das Festprogramm ist aufgestellt. Die Ein­ladungen an die zuständigen Behörden des Kreises und der Stadt, die Nachkommen der Gründerin und ersten Leiterin, die in der Kinderschule tätig gewesenen Schwestern und Helferinnen sind ergan­gen. Die Häuser der Stadt werden aus Anlaß des Jubiläums reichen Fahnenschmuck tragen. Eifrige Frauen- und Mädchenhände sind damit beschäftigt, das Gebäude der Kinderschule im Innern und Aeußern mit Guirlanden zu schmücken, die Aus- chmückung des Festsaals hat in dankenswerter Weise die Fürstliche Gärtnerei übernommen. Die Kinder können kaum noch den Tag erwarten, an öem sie in frohem Sang und Spiel zeigen können, was sie unter Leitung der Schwester und ihrer Helferin eingeübt haben.

Die Feier wird am Samstagnachmittag mit der Niederlegung von Kränzen an den Gräbern der Fürstin Henriette zu Solms-Lich, von Frl. Anna Elisabeth Reger und Frl. Margarete M a 11 i g sinnig eingeleitet werden.

Ihrer Breite zu verringern und den dadurch geroon nenen Raum zu einem Parkplatz zu gelte" Seit einigen Tagen ist man dazu an der 2h.....

Für den Parkplatz wird ein regulärer Unterbau geschaffen, wie er auch für Straßen erforderlich ist. Zunächst wird Basalt aufgeschüttet, dann eine etwa 10 Zentimeter starke Betondecke aufgelegt und schließlich Kleinpflaster aufgebracht. Die Arbeiten schreiten rüstig vorwärts. Es kann damit gerechnet werden, daß der Parkplatz schon in etwa 14 Tagen in B-uiutzung genommen werden kann.

wurde. Inzwischen klärte sich der Himmel auf, fo daß wir noch vom Turm aus eine schöne Aussicht hatten. Der Abstieg führte uns wieder durch schönen Herbstwald, über Felder und Wiesen. Auch dieser Weg wurde mit Sang und Klang zurückgelegt, bis uns die Biebertalbahn wieder nach Gießen zurück­brachte.

Großer Parkplatz in der plockffraße.

Die Plockstraße zeichnete sich bisher durch beson- ders breite Bürgersteige aus, die in ihrem Ausmaß für den nicht allzu starken Publikumsverkehr nicht nötig wären. Das Städtische Hoch- und Tiefbauamt hat sich nunmehr entschlossen, diese Bürgersteige in

Tugend in Hohe von 60,60 Mark und dem Jungvolk in Hohe von 20 Mark genehmigt, ebenso dem R e i t e r ft u r m 5 der Reiterstandarte Oberhessen anläßlich seines hier stattgefundenen Reit- und Fahrturniers im August.

Der Antrag des Ludwig Fischer um Erhöhung Der Vergütung für den Transport von Kanal­rohren,, die schwerer waren, als ursprünglich vor­gesehen war, wurde dahingehend genehmigt, daß für jeden überwiegenden Zentner 2 Pfennig ver­gütet werden.

Auf Antrag wurde dem Jakob Jung IV. wegen <5 d) ä digung der Ernte infolge der städtischen Wasserleitungsarbeiten am Wasserreservoir in den Wingerten die Pacht für das betreffende Grund­stück um die Hälfte nachgelassen.

Zur Bekämpfung der Mäuseplage in der Gemarkung Lich werden durch das hiesige Forst­amt vier Zentner Giftkörner beschafft, die unent­geltlich an die Landwirte usw. zur Verteilung ge­langen werden.

=.= Li ch, 18. Okt. In der jüngsten Gemeinde­ratssitzung stand eine umfangreiche Tagesord­nung zur Beratung, bei der folgende Vorlagen und Anträge behandelt wurden:

In Anwesenheit des Vorstandes des Forstamtes Lich wurde die Prüfung des W a l d w i r t f ch a f ts- plan e s für das Wirtschaftsjahr 1935 vorgenom­men, wobei Forstrat Otto Zimmer (Lich) in längeren Ausführungen Aufklärung über erzielte Einsparungen, unbedingt notwendige Aufwendun­gen usw. gab. Der Voranschlag wurde genehmigt.

Die käufliche Überlassung von Gemeinde- g e l ä n d e an die Firma Schiefer st ein (Lich) fand die Zustimmung des Gemeinderats.

Im Anschluß erfolgte Erlaß einer Ortssatzung über die Erhebung einer Filialsteuer und Warenhaus st euer für das Rechnungsjahr 1934. Der zur Erhebung gelangende Satz wurde in gleicher Höhe wie im Vorjahre festgesetzt.

Der Antrag des Friedrich Schreier auf käuf­liche Ueberlaffung der Scheune in der Löwengasse (Nr. 12) wurde zurückgestellt, da sich weitere Kauf- liebhaber für das Grundstück gefunden hatten.

Zur Instandsetzung des unter Denkmalschutz tehenden Hauses (Oberstadt 18) des Heinrich Ra­detzky wird ein einmaliger Zuschuß in gleicher Höhe eines etwaigen Zuschusses des Denkmalpfle­gers für Oberheffen gewährt werden.

Auf Gesuch wurde eine einmalige Beihilfe zur und Beschaffung vvll JVllu,VH= uuu|uunerityur unu einer j^ipre- nnräfcfi*9hp?U;m r n *U?e ^^'?berbemlttelte) digt von Pfarrer Lenz, dem früheren langjährigen anläßlich des im September stattgefundenen Ge- - ** - - Hl -

bietsaufmarsches in Frankfurt a. M. der Hitler-!

Luise Rohrbach

Kurt Gorges

geben ihre Verlobung bekannt

Gießen, den 19. Oktober 1934

Robheimer Str. 57. Krosborfer Str. 20

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Für die uns anläßlich unserer goldenen Hochzeit überaus zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst

Th. Kliffmüller und Frau

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Zwangsversteigerung K55t3

Arn Montag, dem 5. November 1934, vormittags 10 Uhr, findet im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221, die Zwangsversteigerung der im Grundbuch von Gießen, Band XI, Blatt 506, auf den Namen des a) Heinrich Noll in Chemnitz zu %, b) Frieda Lösch, geb. Noll, Ehefrau des Franz Lösch in Gießen, zu %, und zwar nur die der Franz Lösch Ehefrau, Frieda, geb. Noll, zugeschriebene ungeteilte Eigentumshälfte, statt. 61290

Flur I, Nr. 1000, Hofreite Neustadt Nr. 47 und 49, 1797 qm. Hier: Anteil der Franz Lösch Ehe­frau, Frieda, geb. Noll, %. Schätzungsbetrag: 22187,50 RM. Brandtaxe der ganzen Hofreite: 56 810 RM. Cinheitswert der ganzen Hofreite vom 1.1.31: 28 200 RM.

Gießen, den 19. September 1934.

Im Auftrag des Hessischen Amtsgerichts Gießen: S o l d a n, Ortsgerichtsvorsteher.

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