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Dienstag, ?8. Dezember 1934

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

205 Drittes Blatt

Morgengymnastik im Schloßhof.

Beim Dauerlauf.

Jungjuristen marschieren.

Im Schulungsraum: Der tägliche Vortw-.

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imnen in sinnvoller Ordnung Stunden und

Die geistige Schulungsarbeit

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ferner fehlten noch vier Vereine, bei denen zur Zett

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liebte fen ernsten geistigen Teil des Schulungs­lagers« - die Lehrvorträge haben wir bisher laufemd "richtet. Hier sei einmal kurz der Tages- o b 1 a:ii umrissen. Frühzeitiges Aufstehen haben sie allts iS lernt, denn der Lagerleiter P u l l m a n n ist UDWbÜtlich, so sehr er immer Kamerad ist. Der Frü Zsiort ist nach rascher Wäsche eine Willeckrpobe. Es ist morgens empfindlich kühl und die <5:»orilleibung ist dünn. Nach den gymnastischen Ueburt-S folgt ein Dauerlauf, der durch das Dorf Gleib«romach Krofdorf und in die nächste Umge­bung t furt. Es werden immer etliche Kilometer gelausten: Burgwirt Niebergall hat inzwischen den sZiü'stückstisch richten lassen. In schweren, großem lamilienkannen fahren Kakao ober Kaffee auf. ÜOi! Handkäse gehört auf bem Gleiberg auch dazu jint schließt den Magen.

Damm^olgt ernste geistige Arbeit: Vortrag und !Zus spräche. Denn man ist schließlich nicht zum i-gpiM im Lager. Diese ernste geistige Arbeit macht:! iiWerblnbung mit dem urwüchsigen, natur- nahen! Men, mit der Abwechslung von straffster Disziplin und Freiheit das Lager zum Erlebnis. Daß iLifir diesen Umständen auch eine herzliche KaltteiliiÜLHaft erwächst, ist selbstverständlich.

PrcM'r Dr. Gallas sprach zu den Jung- juristemM Schulungslager auf dem Gleiberg über die Strafrechtsreform.

Zulsui t wies er darauf hin, daß Bestrebungen zu e«kil: Strafrechtsreform schon seit dem Jahre 1906 i'Ditiianöen sind, die zu zahlreichen amtlichen und t'Mten Entwürfen und Vorschlägen führten, ohne ibj diese nachdrücklich Gesetzesform annah- men. "Iw/, war leicht zu verstehen, denn der Wei- maretm waat war neutral, ohne eigene Würde. Die SoziäKnokratie erkannte den Weimarer Staat nicht 'ckiihren Staat an, sondern benutzte ihn nur M oren Zwecken; sie hatte daher auch kein SntenT? .an einer energischen Bekämpfung der Verbriehm, insbesondere der Gewohnheitsver- brechsri Die damals herrschende Weltanschauung warei iGemisch von Humanität und Materialis­mus: . Pam betonte bas Schicksalhafte: Das Ver- brechein it bas Produkt von Anlage unb Milieu. Ein c zkv'ser Teil ber Presse ergoß sich vielfach in Berickchm' über bas Leiben berarmen Verbrecher", ohne : ^Notwendigkeit ber verhängten Strafe an- zuerkÄmM, so baß vielfach Staatsanwalt unb Richter' 'n ber Öffentlichkeit als Uebeltäter, ber Derurrlilr aber alsOpfer ber kalten Justiz" hin- geftell Id rjurben. Daher kam auch rein äußerlich ein SLIp.fen ber Strafen: 70 v. H. aller Strafen warerirZlAbstrafen; Zuchthausstrafen waren mini­mal. 2^:1 war ber Strafvollzug verweichlicht.

ErsA nit bem Siege bes Nationalsozialismus tonnte° Sch bie Strafrechtsreform roieber tatkräftig aufgeJnrmnen werben. Vieles Gute unb Richtige fonntiiie:is ben alten Entwürfen übernommen wer­den: $: Nationalsozialismus gab bem Ganzen aber *ei Äie klare Linie unb bie Möglichkeit feiner Durdfif'i lung. Welche Forberungen stellt nun ber NatiMptiozialismus auf unb was folgt hieraus?

Dert;rmai der Gemeinschaft vor dem einzelnen

Für ben eblen Zweck bes Winterhilfswerks unsere hilfsbebürftigen Volksgenossen würben heute von ben Jagden im Kreise Gießen burch Forstamt Gießen insgesamt 314 Hasen unb 11 Rehe zur Verfügung gestellt. In ber Summe ber Hasen finb 136 Stück einbegriffen, bie Herr Fabrikant Lubwig Rinn als Gesamtergebnis ber Strecke feiner Treibjagb am vorigen Samstag in vollem Umfange bem Winterhilfswerk überwiesen hat.

Wen soll mitlt, Sin* l Aufnahme ä er, 489 M nüber ber IM vohnerzahl lung am5A > Stiid Rinh^ Ziegen, 3158 h enüber ber cor; Rückgang bes! Ursache bürfiu Weit zu erblif entopf.

ez. Am 6om uraemtinit, Saale vorn te ©ebäitnifei

NSLB., Kreis Gießen.

, Arbeitsgemeinschaft Musik.

Nächste Orchesterprobe Mittwoch, 19. Dezember, 15.30 Uhr, im Singsaal des Lyzeums.

Um 15.30 Uhr am Mittwoch wirb die Arbeits­gemeinschaftVolksschule", Gruppe II, im Hotel Köhler zu Gießen eine Tagung abhalten.

Wild für das Winterhilfswerk.

Paket? Ja, wenn liebende Sorgfalt' in das Paket hinein eine zweite Aufschrift gelegt hätte, wäre alles gut. Das ist sogar amtlich vorgeschrieben. 2lber, Hand aufs Herz, vielfach geschieht das nicht! In ben Postämtern sammeln sich bann bie Pakete ohne Aufschrift unb bie Aufschriften ohne Pakete. Manch­mal hilft bie viel gerühmte und viel angezweifelte Finbigkeit ber Post. Allerlei Indizien helfen zur Er­kenntnis ber Zusammengehörigkeit dieser Aufschrift mit jenem Paket. Der Postmann achtet zum Bei­spiel darauf, ob die Aufschrift genau auf ben be­kleckerten Kleifterfleck der Verpackung paßt. Manch­mal ist auf der Aufschrift noch ein? Äbsenderangabe, und man sucht bann nach einem Paket, dessen Post­aufgabenummer den gleichen Ortsnamen trägt. Hat ihm schon"! Leider nicht immer den Richtigen. Es kommen, wie auch sonst im Leben, manchmal Verwechslungen vor. Wer ist schuld daran? Wirk­lich die Post? Oder wer? Loens antwortet:Denk mal darüber nach, Du Du Du!"

Deutschs Arbeitsfront.

Die Beitragszahlung der ehemaligen Mitglieder der Deutschen Angestelltenschaft.

(LPD.) Die Pressestelle der DAF. teilt mit: Nach­dem die verwaltungstechnischen Vorarbeiten zur Uebernahme der Mitglieder der Deutschen Angestell­tenschaft in die DAF. abgeschlossen sind, befahlen bie ehemaligen DA.-Mitglieder ihre Beiträge an die DAF. Diejenigen ehemaligen DA.-Mitglieber, bie einem Betrieb angehören, besten Lohnbüro ben Beitragseinzug für bie DAF. bereits vornimmt, wollen sich umgehend unter Vorlage ihrer Ver- banbsbücher ober Mitgliebskarten bei ihrem zustän- bigen Lohnbüro melben. Alle anbern erhalten in den DAF.-Ortsgruppen Mitteilung, welche Verwal­tungsstelle zwecks Beitragseinzug für sie zustän­dig ist.

Berufsgemeinschasl der Techniker, Fachgruppe Baugewerbe.

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Dezember.

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Ibungen. 6.55: rnzert. 8.15: fc' usik am W nt: itschläge fürr 12: Mittag 13.10: MW rittagskonztlt^ laftsbericfjt w 15 Minckn c. gsfonjert. 18: t it des schlich^' r kommens Irompe J J en. 20.10* indigunE -sonnenuE

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Aus der Provinzialhauptstadt.

Das Weihnachtspaket.

Mit wieviel Liebe werden in diesen Tagen all die großen und kleinen, die kostbaren und beschei­denen Weihnachtsgeschenke eingekauft. Wieviel grö­ßer ist noch die Liebe, die in all die handgearbei­teten Geschenke hineingestrickt und hineingehäkelt wird! Mit welcher Behutsamkeit wird dann alles aufbewahrt, mit wieviel Geschmack unb Sorgfalt wird es am Heiligen Abenb geschmückt! Soweit es auf ben Familienweihnachtstisch kommt.

Das Schicksal ber in bie Ferne zu versenbenben Geschenke ist vielfach ganz anbers, ist traurig. Es beginnt mit ber Suche nach einem Karton zum Verpacken. Gekauft wirb in vielen Fällen keiner, auch wenn ber Kaufpreis eines neuen im Verhält­nis zum Wert bes Geschenks verschwinbenb klein ist. Nein, es muß ein gebrauchter fein. Selten paßt er. Einmal ist er zu klein, einmal zu groß. Entweder bekommt er durch sein würdi­ges Alter sowieso schon Zermürbte über die Zu­mutung, viel zu große und schwere Dingeschützen" zu sollen,die Platze", sei es nun sofort, sei es aus Niedertracht erst unterwegs. Oder es gähnt nach der Verpackung der Geschenke im Karton noch ein leerer Raum. Was tut man dann? Ausfüllen! Nicht jeder kommt auf diesen Ausweg. Mancher nur, weil die Postbeamten Pakete mit klapperndem Inhalt zurückweisen. Also: ausfüllen. Holzwolle wäre schön und zweckmäßig. Aber solch ein Rat ist ärgerlich. Wer hat Holzwolle im Hanse? Also muß altes Papier her. Leider ist das Papier als Verpackungsstoff und Füllsel ziemlich charakterlos. Es hält auch äußerem Druck nicht'stand. Aber das sieht zunächst niemand. Der in Packpapier einge- ! packte und umschnürte Karton sieht zunächst ganz -ordentlich aus. Halt, die Aufschrift fehlt noch.Wie- der mal kein Klebstoff im Hause". Kindheitserinne- rungen helfen. Aus Mehl und Wasser kann man nicht nur Suppen, sondern auch Kleister Hersteller. Großartig klebt nun die Aufschrift. Natürlich hat man vergessen, den Aufschriftszettel schon vorher zu j beschreiben. Mit Tinte schreibt es sich jetzt schlecht. Also nimmt man Tintenstift. Die Schrift verwischt dann unterwegs so schön. Was so was alles für Umstände macht! Nun aber los zur Post.

Armes Paket, arme Post! Für beide beginnt ein Leidensweg. Ist der Kleister erst trocken, dann ist es mit seiner Klebkraft vorbei. Hat er zu kleben ange­fangen, hat er zu kleben aufgehört. Dom Päckchen reißt sich stolz die Aufschrift. Sie stürmt ins Leben wild hinaus. Was wird dann aus dem armen

Gemeinnutz vor Eigennutz" ergibt eine Rcmg- änberung des Wertes der zu schützenden Güter: Die Staatssicherheit, die Würde des 'Staates und die Volksgüter müssen den Vorrang erhalten, während übertriebene Garantien des Individuums abgebaut werden müssen. Die völkisch-rassische Grundlage unseres Staates bedingt, daß Rechtsgüter, wie Fa­milie, Raste, Volkstum heute in den Vordergrund treten. Auf dieser Grundlage baut sich auch die Auf­gabe des Strafrechts als Auslese der Minderwer­tigen auf: Der biologisch und moralisch Minder­wertige muß ausgeschieden werden, weil dieser nicht in der Lage ist, Rechtsgenossen und durch Rechts­vorstellungen beeinflußbar zu sein. Ueberhaupt müssen alle Abnormen so behandelt werden, wie es das Interesse der Gemeinschaft erfordert: Wo die Strafe als Vergeltung und Sühne für die verbreche­rische Tot abprallt, müssen bessernde und sichernde Maßnahmen eingreifen, der triebhafte Gewohnheits­verbrecher etwa muß in Sicherungsverwahrung ge­nommen werden; dieser Täter ist eine Strafe gar nicht wert.

Hiermit kommen wir wieder zu einer Ethisie - rung der Strafe: Einem normalen Rechts­genossen gegenüber, der gefehlt hat, gewinnt die Strafe wieder den Wert eines Werturteils darüber, wie weit er der Gemeinschaft gegenüber verant­wortungslos gehandelt hat. Das Verbrechen des biologisch Gleichwertigen wird nicht mehr nur als schicksalhaftes Ergebnis irgendwelcher Tatsachen an­gesehen verstanden werden, sondern soll be-

Zu Mittag gibt es wenn sich ber Rebner bes Tages verabschiebet hat einen kräftigen Schlag, ber in ber Gemeinschaft befonbers gut schmeckt. Die humoristischen unb musikalischen Talente, bie bem Lager angehören, entfalten sich währenb ber Mit­tagspause, unb zu ben Klängen einesMaurer­taniers" wirb manches rauhe Lieb gesungen. Man­ches Witzwort fällt, manche luftige Geschichte wirb aufgetischt unb geräuschvoll belacht...

Dem Mittagsessen folgte eine kurze Schlafpause. Für ben Nachmittag ist meist roieber ein Vortrag angesagt, ber zur geistigen Auseinanbersetzung mit Problemen unserer Zeit heraussorbert. Vorträge über juristische Fragen erweitern bas Fachwissen.

Der Ab^id bringt ben Insassen einige Stunben, über bie jeber frei verfügt. Der eine ober anbere schreibt ben Eletrn über bie Erlebnisse seiner Tage auf Gleiberg, anbere vertiefen sich in bie Literatur unb so klingt ber Abenb in Ruhe aus.

Wenn bie Teilnehmer bes Schulungskurses bas Lager verlassen, wirb ihnen ber Abschieb wohl nicht leicht werben. Am heutigen Dienstag findet bas erste Schulungslager ber Jungjuristen seinen Ab­schluß. Die jungen Menschen aus ben verschiedensten Teilen unseres Hessenlanbes werben biese Tage nicht vergessen.

Am gestrigen Montag unternahmen bie Schu­lungsteilnehmer einen Ausflug nach Wetzlar. Das Ziel waren bie Leitz-Werke. Unter Füh­rung von Fachleuten würbe ben Jungjuristen ein großer Teil ber Fabrikationsräume gezeigt, in benen Mikroskope, Mikrotome unb Leica-Geräte herge­stellt werben. Der interessante Runbgang ließ bie Teilnehmer hochwertigstes beutsches inbustrielles Schaffen kennenlernen. Mit einer großen Fülle ber mannigfachsten Eindrücke verließen bie Jung­juristen bie Werkräume, um balb barauf bie Rück­fahrt zum Gleiberg anzutreten.

Unser Strafensystem wird auch roieber ausgebaut werben in ber Richtung auf bie E.h r e n ft r a f e n : Es wirb roieber schärfer unterschieben werben zwi­schen Zuchthaus unb Gefängnis.

Die Rechtsvorschriften des Strafgesetzbuches müs­sen sich roieber angleichen unb übereinstimmen mit ber Volksethik; die scharfe Trennung von Recht und Moral muß überwunden werden zu­gunsten einer engeren Beziehung zwischen Recht und Moral. Die nationalsozialistische Regierung hat diese Forderungen zum großen Teil schon gesetz­geberisch verwirklicht. Die endgültige Neufassung des Strafgesetzbuches und der Strafprozeßovdnun^ wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Sache der Justiz ist es dann, hart aber gerecht ihre Pflicht zu erfüllen: Die Volksgemeinschaft wird geschützt vor dem Treiben hemmungsloser Menschen. Die Tat des voll Verantwortlichen aber wird gesühnt.

Tagung des Kreises Ohm-Lumdatal des Hessischen Sängerbundes.

+ @ r ü'n b e r g, 17. Dez. Am Sonntag fand im Hotel Hirsch" dahier eine Tagung der Chor­leiter und Vereinswalter der im Sänger­kreis Ohm-Lumdatal zusammengeschlossenen Gesang­vereine statt.

Die Zusammenkunft hatte die Aufgabe, das näch st jährige Wertungssingen vorzu­bereiten. Kreischormeister Lehrer Dönges (Mer­lau) gab die Richtlinien für Wertungssingen bekannt und erläuterte sie nochmals. Im Zusammenhang damit wurden alle musikalischen Fragen besprochen, die der Erneuerung des Chorgesanges dienen und dessen Erstarrung verhindern sollen-, wie neues Lied­gut, Liedauswahl, Textbehandlung, das Singen mit dem Volke, Chöre mit Kindern und mit Instru­mentalbegleitung u. a. m. An der Besprechung be­teiligten sich besonders die Chorleiter K a st e n (Gießen), Daupert (Ulrichstein), Roth (Geils­hausen), Leib (Gießen), der Kreiswalter, Berufs­schullehrer Gengnagel (Grünberg), und der Ehrenvorsitzende Becker (Kesselbach).

Anschließend wurde das Wertungssingen im Jahre 1 9 3 5 in seinen Grundzügen fest­gelegt. Wegen der weiten Ausdehnung des Kreises soll es an zwei Orten stattfinden. Die im nördlichen Kreisgebiet liegenden 12 Vereine singen am 12. Mai in Homberg, während die übrigen Vereine, an­nähernd 30, am 2. Juni in Lehnheim bei Grün­berg zusammenkommen, da der dortige Verein die Feier seines 50jährigen Bestehens damit verbinden will. Als Pflichtchor ist freigestelltLied der Bau­leute" von Karl Schüler, oderDeutschland, heiliger Name" von Waldemar von Baußnern. Der Leit­gedanke für den zweiten, frei zu wählenden Chor soll feinLiedgut zeitgenössischer Komponisten". Da­mit ist den Vereinen ein weitgespannter Ramen gegeben, gleichzeitig sind alle Vereine gezwungen, sich mit neuzeitlichen Chören vertraut zu machen, soweit dies noch nicht geschehen ist. Außerdem ist eine große Abwechslung in der Liedauswahl mög­lich. Als Gesamtchöre für die jeweils mit dem Wertungssingen stattfindende Kundgebung wurden gewählt:Lied ber Bauleute",Deutschland, heiliger Name", ein Kanon unb bie beiben Sängersprüche Grüß Gott" unbEinig im Lieb".

Nach einer kurzen Pause kamen bie Verwal­tungsangelegenheiten bes Kreises zur Besprechung. Zunächst überreichte ber Kreiswalter, Berufsschullehrer Gengnagel (Grünberg) bem Männerchor" Grünberg bie schön ausgeführte Ur- funbe bes Deutschen Sängerbundes für fein 100. Stiftungsfest im Jahre 1934. Aus der Fülle der Tagesordnung seien noch folgende Fragen erwähnt, die zur Besprechung kamen: die neuen Satzungen, die Bestandsaufnahme für 1935, Theateraufführun­gen ber Gesangvereine burch Laienspieler, SA.-Aus- roeife, Sängerwarte usw.

Die Versammlung war sehr gut besucht. Bis auf einen Vereinen waren alle Kreisvereine vertreten,

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La rüge liegen in ben bleigrauen unb unfreund- 13 öar btrteL lieben membertagen bie Nebel in ben Tälern um (BiedeMMden GHüberg fest. Kaum baß sie um bie Mit- ssanteMiMnLtagsstnni etwas weichen, kaum ist Gießen zu er- tubieufiim!) MM kennen, nenn man vom Bergfried ber Burg in bie ikaW Ick M Ferne:! spM. Aber auf ber Burg Gleiberg, bie sonst BfafeM Md' um d lejt Jahreszeit nur selten eines Wanderers Gladenbach.!"! Ziel n:«ir herrschte in ben letzten zwei Wochen viel - Dq5 in h jungfriftfs Leben; 21 Jungjuristen haben in ngjuristen-Schulungslager Ein- ia:ten unb verbringen in ben ehrwürbigen

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 18. Dez. Auf bem heutigen Wochen- markt kosteten: Molkereibutter, das Pfunb 1,50 bis 1,55 Mark, ßanbbutter 1,42 Mark, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (frische) 14, (inlän­dische Kühlhauseier) 10 bis 13, (ausländische) 10 bis 13, Wirsing, das Pfund 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rots Rüben 8 bis 10, Spinat 12, Unterkohlrabi 8, Grün­kohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarz­wurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 8 bis 15 Pf* Birnen 8 bis 10, Honig 45 bis 50, Nüsse 40 bis 50, junge Hähne 85 bis 90. Suppenhühner 70 bis 75, Gänse 75 bis 80, Enten 85 bis 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30

wertet und gestraft werden als Versündigung gegen die Gemeinschaftsaufgaben. Je nach dem Grade ber durch die Tat offenbarten gemeinschaftsfeindlichen Willens wird die Strafe bemessen werden. Hiermit bewerten wir wieder und zwar den Willen, so daß es nicht mehr so sehr daraus ankommt, ob ber be= , abjichtigte Erfolg der Tat wirklich eingetrete» ist.1 die Saugestätigtett ruht.

Unsere biesmonatliche Zusammenkunft findet am Dienstag, 18. Dezember, abends 8 Uhr, im Orts- aruppenheim der Berufshauptgruppen in der DAF., Lonyftraße 18, statt.

Es spricht Reg.-Vaurat Steinbach über das Aus der Praxis der Abwasserreinigung. Gewinnen von Trink- mäö Kebrauchs-

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