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t d!»en kommenden Abenden mit größtem Jn-

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Festung bei den einzelnen Orchestermitgliedern; i >ei der Vielseitigkeit des Stiles im Pro- nr konnte jedem Werk das ihm urtümlich Zü­nd gegeben werden. Man hätte kaum einen ne Prüfstein für die Orchestertugenden wäh- !Smen als die Suite aus der Musik zu Mo-

Gießener Konzertverein

L Symphonie -Konzert.

M nen aft z18

r^ lLustspielSer Bürger a l s Edel- ai:Tr*' op. 60 von Richard S trauß mit ihren HD Anforderungen an musikalische Schlagfertig- f-jflit und technisches Können. Jedes einzelne Jn- UMult war voll an dem ihm zuerteilten Platze; if&enteften dynamischen Grade waren ausge- tma und gesättigt, in allen Stärkestufen war r Plcng einheitlich. Mit besonderer innerer Freude bi&rr Professor Dr. Temesvary die klangliche liotyLit in ihrem schillernden Lichte heraus: Bild- ini int symbolischer Gebärde lebten die Themen li': ibothmisch scharf pointiert, erfüllt mit Schwung

Magie; derb zupackend, dann wieder schwel- Msd. tänzerisch nnlant, flüssig und impulsiv; fein- »nmkirische Köstlichkeiten für den verwöhntesten "mein. Mit schwungvoller Eleganz betreute Kon- ^rMtiitter Franz K e r z i s n i k'das Violinsolo im row ar Schneider; Ernst Schneider (Solo- »l,?y Melte mit besonderer Wärme, nicht zu ver- ssm!iiie vielen konzertanten Aufgaben der ande- nn ürumente.

All: Auftakt der Darbietungen war C. M. von fsMirs OuvertüreDer Beherrscher der e i : r " erfüllt von erregter Dämonie wie von imostener Kantabllität und von besonderer Aus- gWoelheit und Weichheit in der Blechgruppe.

R'tzrtit Schumanns D-Moll-Syrnpho- i e !iG in ihrer Klangwerdung noch einmal die or'sizi des Orchesters bewußt werden. Professor em Dort) hatte vornehmlich Gewicht auf das rgchijcie Herauswachsen der inneren Entwicklungen i d'W^chmphonie gelegt. Der Uebergang im Tempo uniihlsegro des ersten Satzes wurde ebenso ein- l'riifioct wie das allmähliche Hinführen zum Finale

augenblickliche Lösung der Orchesterfrao^e in findet M O ießener Symphoniekonzerten scheint, nach Äustriedo f i dem Verlauf der gestrigen Veranstaltung zu :t. iile-,1, durchaus eine glückliche zu sein, und man

liches W1 ^eimpb

5 «entgegen sehen können. Daß dieser neuge- m'Ä* llangkorper (Stadttheaterorchester und Reichs- lijilcoelie) schon beim ersten Male einen so be- ormeiilWr'en Erfolg für sich buchen kann, ehrt den und bezeichnet gleichzeitig den Hochstand

mit seinen geisternden Violinen; erschütternd im gewaltigen Aufschwellen ihrer Klangkraft die Bläser­akzente kurz vor Eintritt der grandios aufgebauten Cpda.

Die Solistin Ria G i n st e r (Frankfurt) wurde förmlich mit Beifall überschüttet; eine Sängerin mit hoher musikalischer Gestaltungskraft, die mit bewußter Beherrschung ein bis ins Einzelste durch­gebildetes stimmliches Material in den Dienst des Werkes zu stellen vermag. Mit hoher Kunst durch­drang sie Mozarts ArieWehe mir! Ach! wo bin i ch ? " in den dramatischen Akzenten mit der Expansionskraft hoher Schwelltöne und ab­geklärter Ausgeglichenheit der Koloratur. Der Schubert fchen SoloszeneDer Hirt auf dem Felsen" kam sie durch fein differenzierte musikalische Nachgestaltung nahe. Ihrer persönlichen Eigenart schien jedoch Mozarts Welt noch vertrauter zu sein. Die Soloklarinette blies mit Wärme und Nachgiebigkeit Heinrich Grau; an Stelle der Klavierbegleitung hatte man die Orchesterbearbei­tung von Carl Reinecke gewählt. Dr. H.

Oie Zauberstadi.

33 on Georg von der Bring.

Ausgewachsen bin ich wie in einem Welttheater. Die Bühne war der breite Weserstrom, unterhalb Bremen, dort wo er sich schon dem Meere nähert. In diesem Theater saß ich auf dem allerbesten Platz, nämlich auf der Kaje von Brake.

Wundervolle Bühne! Der Strom, hier fast einen Kilometer breit, glitt mit der Ebbe gen Norden und -kehrte mit der Flut zurück. Er besaß Wellen­gang oder er lag als glatter Spiegel da. Im Win­ter trieben riesige Eisschollen auf ihm dahin; dann hing der Himmel düster über der verödeten Land­schaft und nur zuweilen schnitt ein Dampfer feine dunkle und eisige Fahrrinne.

lieber den Himmel zoa immer und ewig der Rauch von vielen schwarzen Dampfern. Sie fuhren beladen nach Bremen hinauf. Kehrten sie leer zurück, so lagen sie hoch wie Schalen auf dem Wasser und zeigten den roten Unterwasserstreisen; ihre Schraube aber schlug Gischt empor. Die größ­ten Ozeandampfer trugen die rote Signalflagge am Vordermast, welche allen kleineren Fahrzeugen be­deutete: Ich kann nicht ausweichen!

Sie waren so groß und schwer und konnten nicht ausweichen, und sie kamen aus allen Ländern der Erde. Es waren Engländer, Griechen, Russen, Hol­länder, Dänen, Schweden und Norweger oll diese Flaggen und noch viele andre habe ich in

meiner Jugend hier flattern sehen... Brasilien, Belgien, Japan ...

Die Landschaft dieser Bühne! Die Ufer voll von Booten und Kähnen, Schleppern und Baggern. Stromauf die kleine spitze Kirche von Hammel­warden. Dort sind meine Vorfahren begraben. Da­hinter, weiter östlich, dünn und hoch, die Schorn­steine der Fabriken von Blumenthal. Gegenüber, auf der langen Insel, die vier Leuchttürme, zwei große rote und zwei kleine weiße. Dazwischen ein Bauernhaus unter Bäumen und ein kleineres für den Leuchtturmwächter. Hinter der Insel ferne Dörfer und blauer Dunst von Baumreihen und Wald. Stromab, am eigenen Ufer, der Pier, wo viele Getreidedampfer löschen. Jenseits das Dorf Sandstedt mit dem schiefgedeckten Turm, dessen ge­drehte Flächen glitzern. Weiter dann ahnt man zwischen Bäumen das Dorf Rechtenfleth, wo einst ein Poet gewohnt hat: Hermann Allmers, der Marschendichter.

Ich ruhe still im hohen grünen Gras

und sende lange meinen Blick nach oben..."

An Sommertagen, der Himmel blau, Ferien... dann kamen die weißen Lloyddampfer. Sie legten bei und vor der Kaje an und brachten braun­gebrannte Menschen, Reisende, mit. Wenn ich dann da stand und Weißfische und Aale angelte, gingen sie lachend und singend hinter mir vorbei über die Brücke. Einmal wollte mir jemand die Aale ab­kaufen und bot eine ganze Mark. Sicher war es ein Liebhaberpreis. Was aber lag mir an Geld?

Die Dampfer, die ich meine, hießenLachs", Forelle" undHecht". Wer auf der Unterroefer gefahren ist, kennt sie. Sie sind ganz weiß und haben apfelsinengelbe Schornsteine, die an ihrer Spitze angerußt sind. Schicken sie sich zum Anlegen an, so läutet eine wohlklingende Glocke herüber, die vor dem Vordermast wie von Gold glänzt. Heute soll dort, wie meine Mutter schreibt, ein neuer Dampfer verkehren, derHanseat" heißt. Ich kenne ihn nicht.

Wenn ich an die weißen Dampfer denke, so fällt mir der Dichter Allmers ein. Er ist gestorben, be­vor ich recht wußte, was Dichter sind. Ich habe ihn leider nie gesehen. Aber mein Vetter hat ihn gesehen. Ich sollte ihn eigentlich darum beneiden, jedoch der Vetter kann sich gar nicht mehr daran erinnern, daß ein alter Mann mit einer ganz krummen .Nase ihm einmal auf dem Dampfer Lachs" die Backen gestreichelt hat, denn er war ja erst ein halbes Jahr alt.

Einmal aber geschah mir selber etwas Unver­geßliches:

Ich muß noch klein gewesen fein, vielleicht neun Jahre alt. Da stand ich eines Abends an der Weser-

kaje und spähte über meine spiegelnde Bühne hin­aus. Und als ich so ausspäte, sah ich im Norden, hinter dem Pier, ein ganz sonderbares Gebilde liegen. Es glich einem weißgrauen Gebirge, das dort aus dem Wasser getaucht sein mußte, regungs­los lag es, und das letzte Licht des Sonnenunter­ganges ließ es wie eine Stadt mit hellen Türmen und Zinnen aufglänzen.

Ich stand lange. Das Abendlicht erlosch. Noch in der Dämmerung sah ich jene Jnselstadt herüber­schimmern. Sie lag da wie aus einer Geschichte, so, als ob sie nicht wahr und wirklich da liege.

Was für eine Zauberftadt hatte ich damals auf dieser Welt der Schmerzen entdeckt? Heute weiß ich es. Es war der erste Panzerkreuzer, der vor unserer Stadt erschien; gegen Abend war er ein­gelaufen und hatte Anker geworfen.

Hochschulnachrichten.

Geh. Rat Professor Dr. Hermann O n ck e n , Ordinarius für neuere Geschichte an der Universität Berlin, beging am 16. November feinen 65. Geburtstag. In Oldenburg geboren, habilitierte er sich in Berlin, wirkte 1905/06 als Austausch­professor an der Universität Chicago, folgte dann einem Ruf als Ordinarius nach Gießen als Nachfolger von Wilhelm Oncken und 1907 nach Heidelberg als Nachfolger von E. Marcks. Don 1923 bis zu feiner fünf Jahre später erfolgten Be­rufung nach Berlin wirkte Oncken in München. Berufungen nach Wien, Hamburg und Freiburg hat der Gelehrte abgelehnt. Oncken ist Herausgeber derAllgemeinen Staatengeschichte" und Mitheraus­geber (mit Fr. Meinecke) derKlassiker der Politik". Dem Andenken Rankes, zu dessen Schule er sich bekennt, hat er eine kleine Schrift gewidmet, die die Frühzeit Rankes an Hand seines Briefwechsels mit dem Verleger Perthes schildert.

Professor Dr. Paul R a m d o h r, Ordinarius für Mineralogie und Photographie an der Technischen Hochschule Aachen, ist in gleicher Eigenschaft an die Universität Berlin berufen worden.

Privatdozent Dr. Alfred Hübner von der Uni­versität Berlin hat einen Ruf als Professor für deutsche Sprache und Literatur an die Universität Leipzig erhalten.

Lic. Dr. Martin Redeker ist zum Ordinarius in der evangelisch-theologischen Fakultät der Univer- fität Münster ernannt worden; er übernimmt den Lehrstuhl für praktische Theologie.

Der ao. Professor Dr. Ferdinand K a d e ck a an der Universität Wien ist zum Ordinarius der Rechts- und Staatswisfenschaften ernannt worden.

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen)

Samstag, 17.Novembet

merung ihren Flug.

Dr. T. B.

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ATI. AN"

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großen Teile a u

Verfolgung des französischen Plans zunächst un­möglich gemacht. Um so energischer wurde er jedoch in die Hand genommen, als diese Krise überwunden war. Bereits im Jahre 1926 wurde die Sahara auf Veranlassung des damaligen Generalgouverneurs von Algier, Maurice Violette, von drei Expe­ditionen auf. Kraftwagen durchquert, die, auf ver­schiedenen Wegen fahrend, sämtlich innerhalb weni­ger Tage den Niger erreichten und wertvolle Unter-

Du gabst dem Führer dein Ja!

Lös dein Wort ein durch die Tat: Eintopf! Bring Opfer!*

vielleicht noch nicht ganz, so doch jedenfalls zu einem 2*"c7" ~i f eigenem Grund und

Bau einer Eisenbahn von Französisch-Nord­afrika quer durch d i e Sahara hindurch nach Französisch - Aequatorialafrika alle Teile des französischen Afrikareiches zu einem einheitlichen Ganzen zusammenzufassen. Dieser Plan der französischen Kolonialpolitik ist nicht neu. Er hat zu wiederholten Malen bereits eine wichtige Nolle gespielt. Das erste Mal trat er Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre durch mehrere französische Expeditionen in die Sahara in Er­scheinung, deren bekannteste die Expedition des Obersten F l a 11 e r s war, der bei einem zweiten Versuch, die Verhältnisse des in der Mitte der Sahara gelegenen über 1700 Meter hohen "Hoggar- , Massivs zu erkunden, am 18. Februar 1881 von den Tuaregs im Nordosten dieses Massivs niedergemacht wurde. Wirklich greifbare Gestalt hat er jedoch erst nach dem Weltkriege angenommen, nachdem dieser den Franzosen die große Bedeutung einer solchen Eisenbahnverbindung für die Belange der franzö­sischen Landesverteidigung gezeigt hatte. Seine Grundlage bildete zunächst das sogenannte Ber - thelot-Projekt. Dieses Projekt empfahl, die Bahn im Anschluß an die Strecke Constantine Tugurt in Nordafrika nach dem Tsad- S e e zu bauen und ihr von Hoggar-Massiv aus eine Abzweigung nach Timbuktu zu geben. Es wurde jedoch im Jahre 1923 zu Gunsten eines Vorschlages des Obersten Rates der Landes­verteidigung fallen gelassen, der sich für den Bau einer normalspurigen, mit Oelmotoren betriebenen Linie aussprach, die im Anschluß an die von Dran in die Sahara hineinführende Bahn auf dcm technisch kürzesten Wege durch die Wüste nach dem Niger führen und von dort den Anschluß an das bereits bestehende Eisenbahnnetz Französisch-Aequatorialafrikas finden sollte.

Der Sturz des Franken und die damit zusammen­hängende französische Finanzkrise haben die weitere

der Gemeinschaft. Von dieser grundsätzlichen Erkenntnis aus beantwortet sich die Frage nach der Freiheit der Wissenschaft von selbst.Der nationalsozialistische Staat gibt und garantiert diese Freiheit der Wissenschaft grundsätzlich, wenn sie ihrerseits auch nur die primitivsten Voraussetzungen erfüllt, die von jedem Staatsbürger verlangt wer­den, das heißt, wenn sie sich in den Grenzen be­wegt, die die Natur uns durch das Leben in der Gemeinschaft gezogen hat."

Es ist nicht nationalsozialistische Art, sich im trocke­nen und abstrakten Denken zu befriedigen. Die Volksverbundenheit bewahrt ihn, auch im geistigen Leben ertrotzen zu wollen, was Zeit zur Reife und zum Wachsen braucht. Vielleicht wird erst die Jugend, die heute heranwächst, Träger des neuen universalistischen Geistes sein, jene Jugend, von der der Dichter sagt:

Ein jung' Geschlecht, das wieder Mensch und Ding Mit echten Maßen mißt, das schön und ernst Froh seiner Einzigkeit, vor Fremden stolz,

Sich gleich entfernt von Klippen dreisten Dünkels Wie seichtem Sumpf erlogener Brüderei

Das von sich spie, was mürb und feig und lau..."

Uns älteren aber gelte das Wort, das auch Dr. Dietrich in feinem Vortrag genannt hat:Die Eule der Minerva beginnt erst mit Einbrechen der Däm-

Boden in Afrika zu decken. Was dies aber bedeutet, wird klar, wenn man bedenkt, daß der jährliche Bedarf Frankreichs an Baumwolle heute rund 350 000 Tonnen beträgt, und daß zu feiner Befriedigung jedes Jahr durchschnittlich 4 Milliarden Franken nach Nordafrika und Aegypten fließen.

Dem Bau der Transsahara-Bahn kommt also nach jeder Richtung hin eine außerordentliche Be­deutung zu, besonders angesichts der Rolle, die die farbigen Truppen heute im Rahmen der französischen Heeresorganisation spielen. Auch er ist ein Kennzeichen des französischen Imperialismus am Mittelmeer.

Jahre in Aussicht genommen. Für feine Ausführung sollen in erster Linie farbige Arbeiter sowie die in Nordafrika liegenden technischen Truppenkontingente verwandt werden, für seine Sicherung an den Hauptpunkten besondere Detachements von Kamel­reitern, Panzerwagen und Flugzeugen gebildet werden, die funkentelegraphisch miteinander ver­bunden sind.

Der Bau der französischen Transsahara-Bahn ist also in den letzten Jahren seiner Verwirklichung sehr viel näher gekommen. Seine Ziele sind in erster Linie militärischer und machtpolitischer Natur. Die Bahn soll, wie gesagt, alle Teile des französischen Afrikareiches zu einer Einheit zusam- menfassen und damit die französische Machtstellung in Afrika, im westlichen Mittelmeer und nicht zum wenigsten auch in Europa stärken. Sie soll weiter­hin Frankreich die Möglichkeit geben, im Kriegsfälle innerhalb weniger Tage seine farbigen Truppen vom Senegal und vom Niger sowie aus Französisch-Aequatorialasrika nach den Häfen Nordafrikas und von dort über das westliche Mittelmeer nach Europa zu schaffen, und so den Transport derselben, der bisher nur über den Atlantischen Ozean möglich und dort An­griffen feindlicher Seestreitkräfte ausgesetzt war, auf eine sicherere Grundlage als bisher stellen.

Darüber hinaus soll sie auch der Verwirklichung von Plänen dienen, die im wesentlichen daraus hin­auslaufen, das Nigergebiet zu einem großen Baumwollkulturgebiet nach dem Muster Aegyptens und des Sudans zu machen. Die natür­lichen Voraussetzungen hierfür sind im Nigergebiet durchaus gegeben. In Frage kommt eine Fläche von 1,5 Millionen Hektar, von denen zunächst 700 000 Hektar kulturfähig gemacht werden sollen. Die Aussichten, die sich aus diesen Plänen für die Versorgung Frankreichs mit Baumwolle ergeben, liegen naturgemäß noch in weiter Ferne. Es wer­den noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte ver­gehen, ehe sie Ergebnisse zeitigen können, die bei der Versorgung Frankreichs mit Baumwolle ernst­haft ins Gewicht fallen. Alles dies ändert aber nichts an der Tatsache, daß ihre Durchführung Frankreich eines Tages die Möglichkeit geben würde, seinen Bedarf an Baumwolle anstatt wie bisher in Nordamerika und Aegypten, wenn auch

lagen für die Wiederaufnahme des französischen Eisenbahnbauplanes lieferten. Kaum zwei Jahre später, im März 1928, wurde der französischen Regierung von der Kammer ein Kredit von 12,5 Millionen Franken bewilligt, um die noch als not­wendig erachteten Vorarbeiten und Erkundungen zur Durchführung zu bringen.

Diese Vorarbeiten sind dann in den folgenden Jahren von einem aus Fachleuten bestehenden und von der Kammer auf Antrag des damaligen Mini­sters für öffentliche Arbeiten, Tardieu, ein­gesetzten Studienkomitees ausgeführt worden. Ihr Ergebnis ist ein Vorschlag, der sich im wesentlichen an denjenigen des französischen Obersten Rates der

II.

Me Transsahara-Vahn.

-bon Major Hans Rohde*.

handelt sich um den französischen Plan, durch

Frankreichs Imperialismus am Mittelmeer.

als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten kann", ist geradezu eine klassische Formulie­rung nationalsozialistischer Ethik, weil fie auf d i e Gemeinschaft abzielt, von der allein aus die philosophischen Grundlagen des Nationalsozialis­mus gefunden werden können. Denn dieses Eine wissen wir, die wir durch die furchtbare Schule des Krieges gegangen sind:Der Mensth ist dadurch be­grifflich bestimmt, daß er in Gemeinschaft mit anderen lebt; sein Leben verwirklicht sich in der Gemeinschaft."

Von dieser Erkenntnis aus gelangen wir zu einer Kategorie des Denkens, die nicht mehr individua­listisch, auch nicht korporativistisch wie der Faschis­mus, sondern u n i v e r s a l i st i s ch ist. Dieser Uni= versalismus hat nichts zu tun mit Lehren, wie sie etwa die Soziologen Simmel und Tönnies vertreten haben. Denn er zielt nicht auf die Gesell­schaft, die wohl etwas organisiertes, nicht aber etwas organisches ist, sondern auf die Ge­meinschaft: auf Rasse, Volk, Nation. Von diesem Unioerfalismus aus als einemallge­mein gültigen erkenntnistheoretischen Prinzip" muß sich von selbst das alte Problem lösen lassen,wie individualistische Freiheit im Rahmen der universa­listischen Gebundenheit möglich ist." Die Lösung er­gibt sich von selbst, da das Individuum ja nur durch die Gemeinschaft existiert. Freiheit der Per­sönlichkeit, die der Nationalsozialismus gerade um der Gemeinschaft willen fordert, kann sich über­haupt nur entfalten und entwickeln aus und in

Landesverteidigung vom Jahre 1923 hält, gleich­zeitig aber damit eine Weiterführung der Bohn vom Niger aus diesen abwärts nach Fran­zösisch - A e quatorialafrita und ihren fpäteren Anschluß an das Eisenbahnnetz Südafrikas ins Auge faßt. Die Kosten werden auf rund 3 Millarden Franken veranschlagt. Sie sollen vom französischen Staat, den an der Bahn beteiligten Kolonialregierungen und den an ihr in­teressierten Eisenbahngesellschaften Frankreichs und Nordafrikas aufgebracht werden, die, in einer ge­mischten Gesellschaft zufammengeschlossen, auch den Bau und späteren Betrieb der Bahn übernehmen sollen. Für den Bau selbst sind im ganzen acht

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si Vortrag vor Vertretern des rheinischen Gei- Köln Antwort gegeben. Daß er es tat,

uns von selbst der Frage nach der Notwen- fe; Dr. Dietrich sagt:In dem Fehlen einer ge- iklch klar umrissenen Form, in dem bisherigen :ni l einer international verständlichen geistigen ! iQ ie des Nationalsozialismus liegt nicht nur die all vieler Irrtümer und Mißverständnisse, son- itn ie beraubt auch uns selbst der Möglichkeit, rp) ügen Anfeindungen und Verleumdungen mit « Waffen des Geistes entgegenzutreten." Was für all Ausland gilt, hat aber nicht geringere Wichtig- i\\ fr einen großen Teil unserer eigenen wissen- aWIchen Welt, die nach den Worten Dietrichs von i i?r Unsicherheit ergriffen ist, weil es ihr nicht ge= , :ge ist,das philosophische Streben des rnensch- jpn'Weistes nach letzter wissenschaftlicher Einheit, i ji) legrifflicher Vollendung des positiven Wissens I eil 'm geschlossenen Denkbild des Seins" zu be- pi( n.

Baum dem so ist, darauf ist nur eine Antwort

le, ja wohl die meisten von uns überkommt in Stunden der Besinnung der Drang, alles, was ,ns geschieht, in einem größeren und höheren imenhang zu sehen. Wir suchen dann wohl eine 1 und ein inneres Gesetz in der ständigen ,____:r Erscheinungen. Wir haben das Bedürf-

s ' lad) ewigen festen und sicheren Werten und bteRigenfc n alles Geschehen zu messen. Es geht uns hl Undlen wie dem Dr. Faust, der aus dem Osterspazier- no seinem Famulus Wagner bekennt:

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lit: die Philosophie blieb ebenso wie die ganze - in Individualismus stecken. Der Jn- ^fihillismus war, um mit der Terminologie Kants ^=-1 !t):n, die Kategorie des philosophischen Denkens ipt. Diesem Denken lag von vornherein Wl schweigende Annahme des Einzelmenschen als Naß aller Dinge zugrunde. Mit diesem Maß , v mißte das philosophische Denken sich entweder Sd)ä(et ttirien, weil dann die Identität des Subjekts mit [injeft (Selbsterkenntnis des Individuums) un- icch bleibt, oder in einem kühnen Sprung in

irr zu geben, die vor den Schöpfungen der gro- «ienfer aller Zeiten, unter denen Deutsche im- Dieber in der vordersten Reihe gestanden ha- | Durch Tiefe der Erkenntnis und Weite des vii. bestehen kann. Das bedeutet aber, daß wir I im die philifophischen Grundlagen |y IQ a t i o n a l f o ,3 i n l i s m u s bemühen. Man in gier die Frage aufwerfen, warum dieses Be- |f ? Genügt es nicht, von der durch den Führer Ijirbeten und nörgelebten Grundlage der Molsozialistischen Weltanschauung aus an die «i nungen heränzutreten? Gilt nicht auch noch itiOas Wort Fichtes:Was für eine Philosophie n «wähle, hängt davon ab, was für ein kck ch man ist"?

Iir diese und noch mehr Fragen hat jetzt der ichxressechef der NSDAP. Dr. D i e t r i ch in

Ofr u ,,bd) ist es jedem eingeboren, ofl. fzDg sein Gefühl hinaus und vorwärts dringt..." 1.üSx nun könnte dieses Gefühl, das nichts zu tun - 5%( sollte mit verschwommenen Stimmungen, üt machen vor der großen und genialen Erschei­nt daß ein Volk sich ein neues Gesetz d e s ,'b-n s gibt? Und wenn auch der Dichter in l>ß" Vision die neuen Tafeln dieses Gesetzes auf- [tM hat und von der Zeit spricht,wo'Großes bi-um groß ist, Herr wiederum Herr, Zucht wie- n Zucht" (Stefan George), so genügt uns diese rire Schau doch nicht. Denn wir wollen nicht Ählen und ahnen, sondern auch wissen. Ja, r ollen sogar so weit gehen, diesem Willen eine

i var« Hie1«5 Rätsel hat schon Kant gespürt, von dem die ' b«iLiualistische Erkenntnis - Theorie stammt, er ite oafjer neben diereine Vernunft", die er der it. rt'eirrtnis (Kritik) unterwarf, diepraktische Ver- ihre ^*irn |t" des Sittengesetzes, d. h. er endete bei der )em unki m i n f d) a f t. Seine Forderung:Handele so, ie in ihNiM Maxime deines Willens jederzeit zugleich m