Kundgebung der Ortsgruppe Gießen-AordMUß
mit Gewalt sei in dieser Hin-
herbeizuführen. Ein Volk,
Hinter den Kulissen der Außenpolitik
„ . , könne sich aber keine Stellung ... — Außenpolitik erringen. In Deutschland habe sich die Entwicklung anders vollzogen. Deutschland stehe freiwillig hinter Adolf Hitler. Der Gummiknüppel sei längst vergessen.
Die Geschichte mache manchmal unergründliche Umwege. Man brauche nur an das Jahr 1866 zu denken. Vielleicht sei auch das Blut der marxistischen
Aendenmgen im neuen
Die Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP, hielt gestern abend im Cafe Leib in Verbindung mit der N S. - Do l k s w o h l f a h r t eine Kundgebung ab, die von den Mitgliedern der beiden Organisationen außerordentlich gut besucht war. Der Musikzug der SAR. leitete die Kundgebung mit schneidigen Märschen ein. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches wurden die Fahnen der Ortsgruppen eingebracht. Der Leiter der Ortsgruppe Gießen-Nord, Pg. Thomas, eröffnete die Kundgebung mit herzlichen Worten der Begrüßung.
Kreisschulungsleiter
pg. Dr. Schmidt-Darmstadt
sprach sodann über das Thema „Hinter den Kulissen der Außenpolitik!" Den Ausführungen sei folgendes entnommen:
Als vor einem Jahre der Reichstag gebrannt habe, sei es von vielen deutschen Volksgenossen nicht für möglich gehalten worden, daß Adolf Hitler unser deutsches Vaterland so schnell vor dem Bolschewismus werde retten können. Aber heute sei der Nationalsozialismus bereits eine Selbstverständlichkeit, und die Verhältnisse würden allgemein so betrachtet, als seien sie schon immer so gewesen.
Wert und Unwert einer Revolution sei immer beurteilt nach dem seelischen, sittlichen und wirtschaftlichen Gewinn und Ruhen des betreffenden Volkes.
Daran gemessen sei die Revolte von 1918 keine Revolution, sondern ein Börsenmanöver gewesen, das von Minderwertigen inszeniert worden sei. Die darauf folgende Entwicklung habe bestimmte Wissenschaftler auf den Gedanken gebracht, von einem „Untergang des Abendlandes" zu sprechen. Der Nationalsozialist sei anderer Meinung. Der Führer Adolf Hitler gründe das neue deutsche Volk auf Blut und Boden und auf die immer wieder neu daraus erwachsenden Kräfte. Nur aus der Kraft im Innern könne eine bedeutungsvolle Stellung des deutschen Volkes in der Außenpolitik errungen werden. Die Arbeit des Nationalsozialismus gründe sich stets auf die Gesamtheit des Volkes. Noch seien nicht alle deutschen Volksgenossen Nationalsozialisten. Sie müßten es aber werden. Wer heute noch in das Volk den Zankapfel der Republik oder aber der Monarchie hineintragen wolle, fei ein Feind des Volkes. Wenn die Monarchie etwas für das Volk geleistet hätte, so wäre sie heute noch da. — Man gehe nicht freiwillig über Bord, wenn das Schiff in der Gefahr sei, steuerlos zu werden... Man brauche heute auch nicht nach einem Führer zu rufen — denn er sei ja da — Adolf Hitler!
Im Ausland habe man einmal mit Adolf Hitler nicht verhandeln wollen. Nach dem 12. November seien jene aber anderen Sinnes geworden. Das deutsche Volk habe aus dieser Tatsache ersehen können, daß man mit Einigkeit Eindruck machen könne.
Der Nationalsozialismus und Adolf Hitler würden der Welt ein neues Gesicht geben.
Der Völkerbund aber stehe nur noch vor der Frage, w i e er begraben sein wolle.
Der Kampf gegen den Poungplan sei mit Erfolg geführt worden. Die Welt habe sich damals, als von deutscher Seite nachdrücklich darauf hingewiesen wurde, daß Deutschland wohl die internationalen Verpflichtungen anerkenne, aber nicht bezahlen könne, auf den Boden der Tatsachen gestellt. Das sei aber nur dadurch erreicht worden, daß hinter dem deutschen Vertreter eine einige Regierung stand. Die Auswirkungen seien nicht ausgeblieben. In Frankreich habe sich, nachdem von Deutschland keine Zahlungen mehr zu erwarten waren, die Situation grundlegend geändert. Die Rassensrage dränge sich nun auch in Frankreich und Polen in den Vordergrund. An der Stellung zur Judenfrage erkenne man, wie ein Volk zu Blut und Rasse stehe. Der Handel müsse dem Juden beschränkt werden. Tietz in Dresden und Wronker in Frankfurt a. M. seien bereits geschlossen. Der Einzelhandel habe die Angestellten der geschlossenen Kaufhäuser übernommen.
Für Deutschland müsse, hinsichtlich der Außenpolitik, immer der Grundsatz gelten: „Die Feinde unserer Feinde sind unsere Freunde!" Mittel der deutschen Außenpolitik müsse die deutsche Außenhandelspolitik sein. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit dem Verhältnis Deutschlands zu Rumänien, wandte sich aber dann der asiatischen Frage zu. Alle Augen seien nach dem fernen Osten gerichtet. Die Entwicklung sei aber nicht abzusehen. Der Asiate sei für unsere europäische Gedankenwelt nicht faßbar. Hinter seinem Lächeln verberge er alles. Vielleicht komme die Entwicklung so, daß sich Japan mit Rußland verbinde — gegen Amerika und England. Für England sei nicht etwa der eventuelle Krieg die große Gefahr, sondern vielmehr das Eindringen der japanischen Industrie in die europäischen Absatzgebiete. Japan schicke gegenwärtig einen Teil seiner Flotte in das Mittelmeer zu Besuch. Japanische Offiziere überreichten an Mussolini altjapanische Schwerter. Japan baue jetzt in Abessinien Baumwolle an, um sich von der englischen und amerikanischen Baumwolle freizumachen. Schließlich aber heirate ein japanischer Prinz eine abessinische Prinzessin. England sehe mit gemischten Gefühlen zu.
Der Redner beschäftigte sich ferner mit dem Verhältnis zwischen Deutschland und Oesterreich und zotz darüber hinaus die Haltuntz des italienischen Mlnisterpräsidenten in den Kreis seiner Betrachtungen.
Oesterreichs Schicksal werde von den österreichischen Nationalsozialisten bestimmt. Deutschland könne nichts dazu tun. Oesterreich müsse sich nach Adolf Hitler sehnen und nach dem Heimatland.
Das Schicksal einer jeden Regierung stehe und falle mit der Frage der Arbeitsbeschaffung. Mit Ma-
Zu dem neuen Fahrplan der Reichsbahn, gültig ab 15. Mai, ist jetzt der oor- läusige Entwurf von der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. veröffentlicht worden. Er enthält für den Bahnhof Gießen folgende wichtige Aende- rungen:
Strecke Gießen-Küln:
Pz. 1645 Gießen-Eitorf, gegenwärtige Abfahrt in Gießen 20.52, wird künftia erst um 21.19 in Gießen abfahren, so daß auch der Anschluß an den O-Zug 74 von Hamburg, Gießen an 21.11, und an den Eilzug 79 von Frankfurt, Gießen an 21.07, erreicht wird.
l)°Zug 276 Dortmund—Frankfurt a. M., z. Z. Gießen an 12.43, ab 12.50, wird im neuen Fahrplan wie folgt verkehren: Gießen an 12.28, ab 12.34.
Strecke Gießen—koblenf:
Die z. Z. nicht verkehrenden v-Züge 218 Gießen— Trier, Gießen ab 6.00, und D 217 Trier—Gießen, an 23.31, mit direkten Kurswagen von und nach Berlin, verkehren wieder.
Zwischen Gießen und Weilburg werden täglich zwei neue Züae verkehren und zwar: Pz. 482 Gießen ab 19.56, Weilburg an 20.45, und Pz. 483 Weilburg ab 21.12, Gießen an 22.02.
Strecke Gießen—Fulda:
Pz. 553 Gießen—Fulda z. Z. Gießen ab 8.28, wird erst Um 8.38 in Gießen abfahren.
Pz. 532 Fulda—Gießen, z. Z. Gießen an 7.50, wird schon um 7.43 in Gießen eintreffen.
Pz. 574 Fulda—Gießen, z. Z. Gießen an 9.21, wird schon um 9.02 in Gießen eintreffen und dadurch den wichtigen Anschluß an D 73, Gießen ab 9.12, erreichen.
Strecke Gießen—Lollar—Londorf—Grünberg:
Keine wesentliche Aenderungen. Der Sonntaas- zug Gießen—Londorf, im vorigen Sommer-Fayr- plan Gießen ab 22.53, wird erst um 23.00 in Gießen abfahren.
Der z. Z. bis vorläufig 31. März verkehrende Werktagszug nach Grünberg über Londorf, Gießen ab 17.06, wird auch ab 15. Mai nicht verkehren.
Strecke Gießen—Gelnhausen:
Keine wesentlichen Aenderungen. Der letzte Zug nach Nidda, zur Zeit Gießen ab 22.54, wird erst um 23 Uhr von Gießen abfahren.
Der Pz. 501 von Gelnhausen, zur Zeit Gießen an 7.16, wird schon um 7.08 in Gießen eintreffen.
Der Pz. 505 von Gelnhausen, zur Zeit Gießen an 15.13, wind schon um 15.05 in Gießen eintreffen.
Schutzbündler nicht umsonst geflossen. Der Nationalsozialismus in Oesterreich müsse aber den verhetzten Arbeitern beweisen, daß sie auf der verkehrten Seite kämpften. (Lebhafter, anhaltender Beifall!)
Mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf den Führer Adolf Hitler schloß der Ortsgruppenleiter Pg. Thomas die Kundgebung. Gemeinsam wurde sodann der erste Vers des Horst-Wessel- Liedes gesungen.
Strecke Frankfurt — Gießen — Kassel.
Neu verkehrt Sonn- und Feiertags beschleunigt verkehrender Pz. 769 Frankfurt — Gießen, Ankunft 9.49 und Pz. 770 Gießen — Frankfurt, Abf. 20.56.
Das gegenwärtig verkehrende v-Zugs-Paar D 179 Frankfurt a. M. — Berlin P.,. Gießen an 22.29, ab 22.32, und D 180 Berlin P. — Frankfurt a. M., Gießen an 7.19, ab 7.21, wird im neuen Fahrplan nicht mehr verkehren.
Die gegenwärtig verkehrenden Fern-v-Züge 191 Basel — Hamburg — Bremen und Berlin mit nur 1. und 2. Klasse, Gießen an 1.06, ab 1.13, und Nr 192 Berlin, Hamburg — Bremen — Basel mit
Oer letzte Monat
erfordert doppelte Opfer.
Zeigt auch im Mürz neuen Opfersinn I
nur 1. und 2. Klasse, Gießen an 4.35, ab 4.36, werden in gewöhnliche O-Züge mit 1., 2. und 3 Klasse umgewandelt. Diese Umwandlung wird sehr begrüßt werden, besonders von Reisenden, die früh von Frankfurt a. M. nach Süddeutschland reifen wollen. Seither mußten diese Reisenden schon abends nach Frankfurt fahren, um dort die Frühzüge nach Süddeutschland zu erreichen.
Der Pz. 790 Marburg — Gießen, gegenwärtig Gießen an 7.44, wird schon 7.39 in Gießen ein» treffen.
Der Pz. 780 Kassel — Frankfurt a. M., zur Zeit Gießen an 12.17, ab 12.27, wird im neuen Fahrplan später verkehren, und zwar Gießen an 12.29, ab 12.41. Diese Späterlegung wird besonders von den Schülern der höheren Gießener Schulen begrüßt werden, die seither nur mit großer Hetze den Zug noch erreichen konnten.
Flugzeug-Notlandung bei Echzell.
= Echzell, 16. März. Am Freitagnachmittag mußte — unmittelbar in der Nähe des Dorfes —- ein Verkehrsflugzeug notlanöen. Bei der Landung brach der Propeller. Die beiden Piloten erlitten keinerlei Schaden. Das Flugzeug mußte durch einen Lastkraftwagen abtransportiert werden.
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