Einzelbild herunterladen

Das cheinsrällkische Gebiet als geschichilicheLinheil

Am letzten Vortragsabend dieses Winters im Oberhessischen Geschichtsverein sprach Dr. W a l b r a ch überDas r h e i n f r ä n k i s ch e Gebiet als geschichtliche Ein hei t". Nach einer kurzen Einleitung, in der er erklärte, daß ein großer Teil des Vorzutragenden in der Historischen Abteilung der Anstalt für hessische Landessorschung an der Universität behandelt worden sei, und einem Dankeswort an ihren Leiter, Prof. Dr. Theodor Mayer, führte Dr. W a l b r a ch etwa folgendes aus:

Seit der Errichtung des Rhein-Mainifchen Indu­strie- und Handelstages im September 1933 sind Die Grenzen des Gebietes festgelegt, das man das Rhein-Main-Gebiet" nennt. Dieses Gebiet ist aber nur das Kern- und Hauptstück einer größe­ren Landschaft, die man am besten mitRhein­sranken" bezeichnet, und deren gewissermaßen ideeller Grenzstreifen von Trier über Lahnstein nach Haiger geht, ins Fuldatal hinübergreift, weiter über Gemünden und Wertheim nach Tauberbischofs­heim führt und von da über Bruchsal und den Rhein überquerend nach Trier.

Die Untersuchung der Frage, ob dieses Gebiet geschichtlich zusammengehört, hat, da die topo­graphische Lage als bekannt vorausgesetzt werden darf, mit der Bevölkerung zu begin­nen. Das Ergebnis ist, daß die rheinfränkische Landschaft von Franken bewohnt wird und nicht von Chatten (Hessen). Die Betrachtung der poli­tischen Geschichte Rheinfrankens geht von dem Herzogtum Franken aus. Sein letzter Her­zog war Eberhard aus dem Geschlecht der bei Weil­burg beheimateten Kouradiner, die auch die Er­bauer und Besitzer der Burg Gleiberg sind. Er be­teiligte sich an einem Aufstand gegen König Otto I. und fiel im Kampfe. Dieses Zerschlagen des Her­zogtums Franken im Jahre 939 ist das schlechthin Entscheidende dafür gewesen, daß Rheinfranken von nun an rund tausend Jahre hindurch ein in kleine Herrschaften zersplittertes Gebiet gewesen ist, das als Spiegelbild des deutschen Schicksals erscheint. Wie im Reiche die Zentralgewalt, so hat in Rhein­franken ein Machtmittelpunkt gefehlt, durch den es der Kern des Reiches hätte werden können. Statt dessen zerfiel es in zahllose kleine Territorien. Als diese Territorialherren die Notwendigkeit eines Zu­sammenschlusses erkannten, begann das, was den Ausgangspunkt der ganzen Betrachtung der rhein- fränkischen Landschaft bildet: die Entstehung der mittelalterlichen Landfriedens­bünde. Da es nie zu einer das gesamte Reichs­gebiet umfassenden Verwaltungsorganisation ge­kommen ist, hatte allein der König die hohe Pflicht, das Recht zu wahren und den Frieden zu sichern. Vom 12. Jahrhundert ab ging diese Pflicht mehr und mehr an die Territorialfürsten über, die unter­einander Landfriedensbünde abschlossen. Als eine auf solche Weise zusammengefaßte Einheit erscheint unsere Landschaft zum erstenmal bei der Aufrich­tung des Rheinfränkischen Landfrie­dens im Jahre 1179. Außer diesem sind aus einer großen Zahl von Landfrieden noch vier zu nennen, die unsere besondere Beachtung verdienen. Als Er­gebnis ihrer Untersuchung ist festzustellen, daß das

rheinfränkische Gebiet als eine gewisse politische Einheit im Mittelalter angesehen werden barf. Diese Zusammengehörigkeit wird noch deutlicher, wenn man die Stellung der beiden Städte Mainz und Frankfurt in unserer Landschaft betrachtet. Ntainz war der kirchlich-kulturelle Mittel- und Aus­strahlungspunkt, aber auch der Haupt-Verkehrs­und Wirtschaftsort Rheinfrankens während des Mittelalters. Daß es später von Frankfurt über­flügelt wurde, lag an der Verschiedenheit der Le- bensbedingunaen der Bischofs- und der freien Reichsstadt. Nebenbei sei bemerkt, daß die sog. Mainlinie", eine Fiktion, nicht vor der Geschichte bestehen kann.

Die Untersuchung erstreckte sich nun auf die ver­schiedenen Kulturgebiete, wie Sprache, Volks­kunde, Literatur und Kunst. Ihr Ergebnis ist nicht gleichartig. Sowohl die Sprachforschung, die seit langem den Begriff der rheinfränkischen Sprach­landschaft kennt, wie auch die Dolkskundeforschung stellen unzweifelhaft die kulturelle Zusammenge­hörigkeit des Gebietes fest. Bei der Literatur kann das nicht gesagt werden, bei der Kunst Archi­tektur, Plastik und Malerei wiederum darf die Frage der Einheit Rheinfrankens mit allen Vor­behalten bejaht werden.

Im letzten Abschnitt war zu untersuchen, ob die politisch-geschichtlich und kulturell vorhandene Ge­meinschaft auch für die Gebiete der Wirtschaft, des Verkehrs und des Rechts als gegeben an­gesehen werden kann. Wenn schon vorher oftmals auf das Fehlen von Einzeluntersuchungen hingewie- I sen werden mußte, so ist das besonders bei der Wirtschaft der Fall. Aber gerade auf diesem Gebiet ist der Mangel nicht so bedeutsam, weil es sich hier in der Hauptsache um die Wirtschafts- und Organi­sationszentren Mainz und Frankfurt handelt, durch die die rheinfränkische Landschaft entscheidend be­einflußt wurde und wird. Die Frage nach den ein­heitlichen Rechtserscheinungen kann dahin beant­wortet werden, daß in ganz Rheinfranken das sal- fränkische Recht gegolten hat.

Wenn abschließend festgestellt werden kann, daß man die rheinfränkische Landschaft als geschichtliche Einheit ansehen darf, so hat das nichts mit Par- tikularismus zu tun, für den es im Dritten Reich keinen Raum mehr gibt. Rheinfranken ist anzusehen als eine gliedhafte, geschichtlich gewordene Lebens­gemeinschaft innerhalb des Gesamtorganismus des Deutschen Reiches, in dem auch in Zukunft die land­schaftlichen Eigenarten ihre Bedeutung behalten werden. Aber alles Denken und Handeln muß auf das im mationalsozialistifchen Staat zusammenge­faßte Deutschtum bezogen werden. Nur aus der Vielzahl der einzelnen Kulturlandschaften, wie Rheinfranken eine ist, entsteht das, was wir Deutsch­land nennen.

In seinem Schlußwort wies Prof. Mayer darauf hin, daß mit diesem Vortrag eine Reihe abgeschlossen sei, durch die in diesem Winter der Verein versucht habe, darzulegen, wie man eine Kulturlandschaft zu betrachten habe. Der Versuch, die Vorträge eines Winters unter ein einheitliches Thema zu stellen, werde im nächsten Jahr fortgesetzt.

Das Feuerlöschwesen im Kreise Gießen.

Oie Ergebnisse der Arbeit im Jahre 1933.

Im Laufe des Jahres 1933 wurden von dem Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier in 41 Gemein­den des Kreises Gießen die Feuerlöschein­richtungen besichtigt und bei dieser Gelegenheit je eine Hebung der Wehren abgehalten. Als sehr g u t wurden die Feuerlöscheinrichtungen in den Ge­meinden Allendorf (Lda.), Bettenhausen, Eberstadt, Ettingshausen, Geilshausen, Gr.-Buseck, Grünberg, Hattenrod, Holzheim, Hungen, Lich, Lollar, Langs­dorf, Obbornhofen, Queckborn und Villingen bei der Inspektion bezeichnet. Gut waren die Einrichtun­gen in den Gemeinden Annerod, Beltershain, Beuern, Burkhardsfelden, Dorf-Gill, Göbelnrod, Grüningen, Lang-Göns, Lauter, Londorf, Klein- Linden, Mainzlar, Münster, Nonnenroth, Ober- Bessingen, Ober-Hörgern, Odenhausen, Oppenrod, Rödgen, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff und Trohe. Im ganzen gut wurden die Einrichtun­gen der Gemeinden Climbach und Reiskirchen an­getroffen.

Die Freiwilligen Feuerwehren wiesen im Jahre 1933 folgende Mitgliederstärke auf: Allendorf a.d.Lda. 49, Annerod 61, Großen-Buseck 93, Grünberg 142, Hungen 64, Klein-Linden'7, Lang-Göns 67, Lich 140, Lollar 152, Buderussche Eisenwerke Lollar 30.

Die Pflichtfeuerwehren hatten zur Zeit der Besichtigung folgenden Mitglie­derstand: Allendorf a. d. Lda. 46, Annerod 46, Großen-Buseck 104, Beltershain 60, Bettenhausen 66, Beuern 110, Burkhardsfelden 95, Climbach 45, Dorf- Gill 59, Eberstadt 76, Ettingshausen 100, Geils­hausen 86, Göbelnrod 57, Grüningen 100, Hatten­rod 52, Holzheim 139, Hungen 140, Langsdorf 95,

Lauter 92, Londorf 133, -Mainzlar 82, Münster 54, Nonnenroth 57, Obbornhofen 71, Ober-Bessingen 70, Ober-Hörgern 51, Odenhausen 61, Oppenrod 61, Queck­born 109, Reiskirchen 104, Rödgen 84, Röthges 50, Steinheim 76, Trais-Horloff 78, Trohe 53, Villin­gen 94.

Neueinrichtungen und Verbesserungen.

Im Jahre 1933 hat die Gemeinde S t e i n h e i m ein geräumiges Gerätehaus erbaut, ebenso wurde in Göbelnrod ein neues Gerätehaus errichtet. In der Gemeinde Ettingshausen wurde das Gerätehaus neu hergelichtet und der Bodenbelag mit Pflaster versehen. Von der Gemeinde Klein- Linden wurde eine Schiebeleiter von 12 Meter und ein neuer Schlauchwagen angeschafft, die Städte L i ch und Hungen haben die Einrichtung ihrer Wehren durch die Anschaffung von je einer kleinen Motorspritze verbessert.

Die Brandstatistik verzeichnet für das Jahr 1933 im Kreise Gießen insgesamt 24 Brände (einschließlich einer Brand­hilfe bei dem Großfeuer am 12. Juni v. I. in Atz- bach). Diese Aufzählung kann aber, da vielfach keine Meldungen über die für das Feuerlöschwesen wichtigen Vorkommnisse (Brände, kalte Blitzschläge und Explosionen) eingingen, auf Vollständigkeit keinen Anspruch erheben. Hinsichtlich der 'Anmel­dung derartiger Vorkommnisse werden vom Kreis- feue'rwehrinspektor die Bürgermeistereien von Lich, Hungen und Lollar als vorbildlich bezeichnet.

Eine Hebungsfahrt der Kreismotorsprihe wurde am 30. Juni v. I. nach den Gemeinden Röth­ges, Villingen, Trais-Horloff und Hungen unter­nommen. Bei dieser Gelegenheit wurde die Kreis­

motorspritze den Ortsfeuerwehren und den Feuer- wchren aus der Nachbarschaft in der Arbeit vor­geführt, zugleich wurden die Feuerwehrleute mit den Arbeiten vertraut gemacht, die sie bei Brän­den an der Kreismotorspritze zu verrichten haben.

Ehrung von Feuerwehrleuten.

Staatliche Ehrenzeichen für 40- und 25jährige Dienstzeit als Mitglieder der Freiwilligen Feuer­wehren wurden verliehen in Lollar an 1 Kame­raden, Großen-Buseck 4, Grünberg 3, Annerod 1 und Hungen 5 Kameraden. Ferner wurde das Hes­sische Feuerwehr-Ehrenkreuz für 50jährige aktive Dienstzeit an Wilhelm Wacker- Gießen verliehen und ihm gleichzeitig ein Dankschreiben des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg überreicht. Für 40jährige aktive Dienstzeit, darunter 20 Jahre als Kommandant, erhielt Gerhard Rohrbach- Lollar das Hessische Feuerwehrehrenkreuz. Heinrich Meyer IV. in Grünberg wurde für 50jährige ak­tive Dienstzeit mit dem Reichs-Feuerwehr-Ehren- kreuz und mit einem Dankschreiben des Reichsprä­sidenten von Hindenburg geehrt. Weiter erhiel­ten noch vom Landesverband Hessischer Freiwilliger Feuerwehren die Kameraden Heinrich Schmidt, Wilhelm G r a i l i n g, Ludwig Freitag Hein­rich Germer, Karl Germer und Philipp

D e ch e r t aus Heuchelheim für hervorragende Ver­dienste um die Feuerwehrsache als aktive Mitglieder der Wehr das Hessische Ehrenkreuz.

Neue Freiwillige Feuerwehren.

Auf Anregung und unter Mitwirkung des Kreis­feuerwehrinspektors Bouffier wurden im Jahre 1933 in sieben Gemeinden des Kreises Freiwillige Feuerwehren neu gegründet. Die Gründung erfolgte in den Orten Allendorf (Lahn), Eberstadt, Hausen, Lauter, Münster, Reiskirchen und Queckborn. Wei­tere Neugründungen von Freiwilligen Feuerwehren sind für das Jahr 1934 geplant.

Luft- und Gasschutz.

Die Aufgaben des Luft- und Gasschutzes, die jetzt mit erfreulicher Energie in Angriff genommen wer­den, finden die bereitwilligste und verständnisvolle Mitarbeit der Feuerwehren, die dabei ein sehr be­deutsamer Faktor im Gesamtpläne des passiven Luftschutzes sein werden. Geeignete Maßnahmen zur Erfüllung dieser neuen Pflichten der Feuerwehren sind von der Kreisfeuerwehrinspektion des Kreises Gießen geplant, zum Teil auch schon durchgeführt oder den zuständigen Stellen zur Verwirklichung vorgeschlagen.

Oberheffen.

Neue Bürgermeister in Oberheffen.

Zu Bürgermeistern sind am 7. Februar 1934 ernannt worden:

Im Kreise Gießen: Heinrich Menge! II. in Hattenrod, Heinrich Schepp I. in Saasen.

Im Kreise Schotten: Heinrich Beyer in Gedern, Karl Luft in Hartmannshain, Heinrich U s i n g e r XIII. in Kaulstoß, Wilhelm Lind II. in Ruppertsburg, Hermann Oechler in Sichen­hausen, Heinrich Krahl in Stornfels, Otto Schar­mann I. in Wohnfeld.

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des Friedberger Stadtrats.

Friedberg, 16. Febr. (LPD.) Die gestrige Sitzung des S t a b t r a t s hatte sich im wesentlichen mit Arbeitsbeschaffungsvorschlägen ber nationalsozialistischen Stabtrats- f r a k t i o n zu befassen. Das Kollegium gab zu­nächst seine Zustimmung zur Regulierung ber Usa und des Straßbachs. Durch eine Verkürzung des Laufs der Ufa fall ein schnellerer Wasserabfluß und damit eine natürliche Reinigung des Flußbettes erzielt werden. Die Regulierung der Ufa und des Straßbachs ergeben zunächst 15 500 Tagewerke. Der zweite Vorschlag, der ebenfalls ein­stimmige Annahme fand, sieht die Verlegung der Gießener Straße am sogenannten Küh­len Grund vor. Damit würde in der Zukunft die für den Verkehr so gefährliche, enge Usabrücke an der Gießener Straße ausscheiden. In der Frage des israelitischen Friedhofs tarn es vor einigen Jahren im Stadtrat zu einer heftigen Debatte. Fraktions­führer Dörr gab in der gestrigen Sitzung Kennt­nis davon, daß die israelitische Gemeinde mit der Aufhebung der bestehenden Verträge einverstanden ist und der Schließung des derzeitigen israelitischen Friedhofs zustimmt. Ein geeignetes Gelände soll an anderer Stelle zur Ver­fügung gestellt werden.

(tilgen

X Wieseck, 16. Febr. In den DistriktenKorn­berg",Heide",Rehäcker" undHegwald" unseres Gemeindewaldes wurden auf der gestrigen H o l z - Versteigerung infolge äußerst großer Nach­frage wesentlich höhere Preise erzielt, als bei den vergangenen Versteigerungen. Für Nutzholz wurde für den Raummeter Eichennutzscheit 12 bis 13 Mk. und für das Stück Fichte-Derbstangen 1 bis 1,10 Mk. bezahlt. Brennholz: Eichenscheit 7 bis 7,50 Mk., Eichenknüppel 4,50 Mk., Eichenstock 6 bis 6,50 Mk., Eichenreifer 0,60 bis 0,80 Mark. Für Buchenscheit 11 Mk., Buchenknüppel 8,50 Mk., Buchenstock 7 Mk., Buchenreifer 1,10 Mark. Für Kieferscheit 6,50 Mark. Für Fichteknüppel 4 Mk., Fichtefcheit 5 Mark.

$ Alten-Bufeck, 15. Febr. Am Dienstag­abend erlitt der hiesige Ortsgruppenleiter Heinrich Freund am Ortsausgang von Trohe einen A u t o u n f a l l, indem er an einer engen Straßen­krümmung gegen einen Steinhaufen fuhr. Durch den starken Anprall wurde er mit der Brust so heftig gegen das Steuerrad geschleudert, daß dieses zerbrach. Obwohl der bedauernswerte Mann noch in der Lage war, das Auto heimzusteuern, mußte er bald darauf wegen anscheinend inneren Verletzun­gen in die Klinik verbracht werden.

tn. Lang-Göns, 16. Febr. Dieser Tage hielt der hiesige Geflügelzucbtoerein seine Hauptversammlung ab. Es wurden in der Hauptsache geschäftliche Angelegenheiten erledigt. Der Vereinsführer, Wagnermeister Otto May, er­mahnte zu weiterer treuer Mitarbeit zum Nutzen der Volkswirtschaft Aus dem Bericht über das letzte Vereinsjahr ging hervor, daß der Lang-Gönser Geflügelzuchkverein als einer der rrührigsten im Gau Hessen anzusehen ist. Seit seiner Gründung (1912) ist er stets bestrebt, sich für alles, was mit der Geflügelwirlschaft zusammenhängt, einzufetzen.

Sein eifriger Vorsitzender May spornte immer wie­der zu neuer Arbeit an. Die Erfolge, die einzelne Mitglieder des Vereins im letzten Jahre errangen, können sich sehen lassen. Auf der großen Geflügel­schau in Marburg war Lang-Göns ifiit 9 Num­mern vertreten. Ergebnis: 1 E, 3 sg I, 2 sg II. Auf der- allgemeinen Schau in Großen-Linüen stellte der Verein 22 Nummern. Ergebnis: 4 E, 5 sg I, 1 sg II, 1 sg III, 1 sg. Auf der Gauschau in Butzbach war Lang-Göns mit 40 Nummern ver­treten und konnte 10 E, 7 sg I, 4 fg II, 5 sg III und 7 sg erringen. Zur Kreisgeflügelschau in Wat-

Oie Plauener Spitzenarbeiter wollen ihr tägliches Brot haben?

Damm opfert am 18. Februar!

zenborn - Steinberg war Lang-Göns mit 56 Nummern erschienen und hatte dabei die zweit­höchste Nummerzahl von allen an der Schau be­teiligten Vereinen. Auf Grund dieser Beteiligung wird die Kreisschau 1 9 3 4 in Lang-Göns abgehalten. Ergebnis in Watzenborn-Stein­berg: 7 E, 21 fg I, 6 fg II, 2 fg III, 4 fg. Auch auf der Nationalen Schau in Stuttgart und auf der Reichsschau in Leipzig fehlte Lang-Göns nicht. In Stuttgart konnten die Aussteller mit vier Tieren 1 E, 1 sg II und 1 sg III erringen. Neben der Ausstellung von Rassetieren wurde aber auch die volkswirtschaftliche Seite der Geflügelzucht vom Verein Lang-Göns in den Vordergrund gestellt, nach dem bekannten Wahlspruch:Durch Rasse zur Lei­stung!" Mit einem Sieg-Heil auf den Volkskanzler schloß der Vorsitzende seine Ausführungen.

# Dorf-Gill, 16. Febr. Die hiesige N S. - Frauenschaft hielt dieser Tage im Rathaus eine Versammlung ab, die mit einem Lied einge- leitet wurde. Die Führerin Frau Lutz eröffnete die Versammlung. Beigeordneter Pg. Bartholo­mäus (Gießen) sprach sodann über den Zweck der NS.-Frauenschaft und über die Pflichten der Frau in Familie und Stadt. Alles im deutschen Vater­land müsse Hand in Hand arbeiten. Das deutsche Mädchen solle nicht mehr in der Fabrik, sondern im Haushalt tätig sein. Es gelte nicht, der Mode nach­zurennen, sondern dazu beizutragen, daß das deutsche Wirtschaftsleben gefördert werde, damit, wenn auch nicht für uns, so doch für unsere Nach­kommen ein gesundes Deutschland geschaffen werde. Nach dem Gesang eines Frauenschaftsliedes uni) des zweiten Verses des Deutschlandliedes wurde die Versammlung geschlossen. Dieser Tage konnten die Eheleute Karl Pfannmüller das Fest der silbernen Hochzeit feiern.

Kreis Schotten.

][ Ober-Schmitten, 16. Febr. Unter der Regie von Kurt Richter wurde gestern Abend im Döllfchen Saale von der NS. - Kampfbühne Gießen das dreiaktige Schauspiel von Heinrich BartholomäusErst bann wird Deutschland frei!" aufgeführt. Das ob seiner Gestaltungs- und Ueberzeugungskraft wertvolle Stück, das in feiner Steigerung und in der packenden Wirkung feiner Aktschlüsse den Zuhörer ergreift und mitreißt, wurde von den Darstellern mit allen Mitteln schauspiele­rischen Könnens und Gestaltens wiedergegeben. Das Publikum dankte mit wohlverdientem Beifall. Eine kurze Ansprache des Spielleiters Kurt Richter und die erste Strophe des Horst-Wefsel-Liedes be­schlossen den denkwürdigen Theaterabend. Auch in Eichelsdorf und Rainrod gab die NS.- Kampfbübne Gießen im Laufe der Woche Gast­spiele. Alle Vorführungen erfreuten sich eines guten Besuches.

UltonenfcuQ£

IMI

jD

cO

& o

r>

zum Auswaschen, Spülen und Reinigen-siir Geschirr und alles Hausgerät l

7Uch< nur (n -er Küche, beim Geschirrauf- wafchen und Reinigen, auch in Speise, fammer, La-eraum, Toilette, furz: überall, wo es gift schnell un- gründlich alles sauber un- schön zu machen, ist @ der treue Wächter -er Reinlichfett!

n den

k en