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Aus aller Welt

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Großen-Buseck, Wieseck, den 15. Juni 1934.

Statt Karten!

Danksagung.

innigen Dank.

sagen wir auf diesem Wege

Gießen, den 16 Juni 1934.

Lollar, im Juni 1934

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dustrie- müssen.

Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. Juni, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhaus, Bahnhofstraße 8, aus statt.

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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange un­serer lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden

Für die uns bei dem Heimgange unseres lieben Ent­schlafenen bewiesene innige Teilnahme danken wir herzlichst

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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen;

Frau Lehrer Veite Wwe,

aus Jnteressentengruppen im Wirtschaftskampfe zu Trägern des Wiederaufbaues, Behütern des Ge­meinwohls geworden. Grundidee und Aufgaben­kreis haben sich analog der Wandlung des Staa­tes verändert. Jeder Verband ist Träger einer überpersönlichen Idee, ebenso wie der Staat, und wurde daher zu einem wesentlichen Bestandteile des Staates selbst. Am Ende dieser Entwicklung steht der ständisch gegliederte Staat, wenn auch der Weg bis dahin noch lang und mühevoll ist. Die fachliche Gliederung in der Art der bestehenden

Qualität ihres Verbandes daran bemessen, wieviel er für das einzelne Mitglied an unmittelbaren wirt­schaftlichen Vorteilen herausschlägt. Die Organisation müsse sich vielmehr als Diener am Organismus fühlen, womit die Forderung, der Verbandsfüh­rung eine feste souveräne Stellung gegenüber der Verbandsgefolgschaft zu geben, keineswegs in Wi­derspruch stehe. Nie wieder dürfe ein Verband zur Wirtschaftspartei werden. Wenn sich z. B. der Reichswirtschaftsminister letzthin gegen den ruinösen Boykott von Großbetrieben des Einzelhandels ge­wandt habe, so sei damit bis zum Eintritt einer neuen Wirtschaftssituation das letzte Wort gespro­chen. Der Staat werde durch Preiserhöhungen für Konsumgüter nicht zulassen, die zu einer Erhöhung der Lebenshaltungskosten und damit zu einer wei­teren Verringerung der internationalen Wettbe­werbsfähigkeit Deutschlands führen müßten.

Die Tagung nahm durch Satzungsänderung die Umstellung des Verbandes auf das Führerprinzip vor.

Im Namen der Hinterbliebenen:

Gebrüder Bieler

Hauptversammlung des Reichsverbandes Deutscher Schuhhändler e.V.

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Kreuzplatz 9

Heute mittag 1 Uhr verschied nach kurzer schwerer Krank­heit unser liebes Söhnchen, Enkelchen, Neffe und Pate

Wilfried

im zarten Alter von 13 Monaten.

In tiefem Weh:

Wilhelm Lotz und Frau Sannchen, Hildegard Lotz [geb. Hochstein Familie Hochstein, Familie Philipp Lotz V.

Verbände werde in enger Beziehung zu dem Ho­rizontal- oder Regionalprinzip nach Art der Jn- und Handelskammern gebracht werden Es gehe nicht an, daß Mitglieder die

Tagung des Verbandes ».Deutsche Irauenkultur".

Auf der diesjährigen Tagung des Verbandes Deutsche Frauenkultur in Frankfurt an der Oder hielt den Hauptvortrag Frau S ch 0 l tz - K l i n k vor einer kaum übersehbaren Zuhörerschaft überFrau und Volk". Der Vortrag war ein Aufruf zur end­lichen Einheit aller deutschen Frauen in einem ge­meinsamen Werk, eine Auseinandersetzung mit denen, die noch auf der Suche zu dem Wege sind, der von der Aufgabe des Ich zum Du führt, das Deutschland bedeutet, eine Forderung alles abzutun, was nicht in den großen Strom der bedingungslosen Hingabe an das neue, geeinte Deutsche Reich mün­det, und die Aufstellung des notwendigen Ziels, aus den noch bestehenden 31 verschiedenen deutschen Frauenvereinen einen Organismus des Frauenwil­lens zu schaffen, der sich unter einheitlicher Füh­rung an die Seite der Männer der NSDAP, ge­schlossen stellen kann. Frau Agnes G e r l a ch, die Vorsitzende des Verbandes Deutsche Frauenkultur, bekundete die Verbundenheit des Verbandes, der fast vier Jahrzehnte lang unter Opfern um die Erneue­rung des deutschen Volkstums gerungen hat, mit dem neuen Staat. Am nächsten Tage traten die Teilnehmerinnen der Tagung eine Grenzfahrt n a ch T i r s ch t i e g e l an, wo in großzügiger Gast­lichkeit die Frauen aus allen Gauen Deutschands mit eigenen Augen schauen durften, was Grenz­landschicksal heißt. Marie Mathias- Meseritz und Studienrat Dr. Willy Schmidt- Booßen, beide im Landesführerrat des Bundes Deutscher Osten, gaben die Einführung in die besondere Not der kur­märkischen Grenzgebiete und in die kulturelle Auf­gabe der Frau im Grenzkampf. Dann schloß sich eine Führung durch Tirschtiegel, Stadt, Kirche und Korbmacherwerkstätten an bis zu jener Stelle, wo ein unsichtbarer aber unerbittlicher Schlagbaum den deutschen Bruder vom deutschen Bruder, deutschen Acker vom deutschen Acker riß.

Am dritten Versammlungstage wurde die Aus­sprache über grundsätzliche Fragen der Arbeit des Verbandes und über seine Eingliederung in das Deutsche Frauenwerk mit einem Vortrag von

Mathilde S ch m ö l d e r - Bremen eingeleitet, die über die Bedeutung künstlerischer Kultur für unsere Volkwerdung sprach. Die Aussprache war ein ein­mütiges Bekenntnis zu den alten Zielen des Ver­bandes, denen der Umbruch in Volk und Staat eine Bestätigung seines Wollens gebracht hat.M 0 d e und Tracht" war das Thema der letzten Zu­sammenkunft. Der Verband steht mit der Aufgabe der Zeit, dem Lande wieder zu einer Kleidung zy verhelfen, die arteigen und bodengewachsen ist, auf seinem urältesten Arbeitsgebiet und führt seine eigene Tradition mit den Erfahrungen fort, die in jahrzehntelanger Arbeit an Volkstum und Kleidung in seinen Kreisen gewonnen worden sind. Frau Gerl ach ist in ihrem Amt als erste Vorsitzende bestätigt, als ihre Stellvertreterin hat sie Frau Schulz-Pruß, Hannover berufen. Zum Ta­gungsort für das nächste Jahr wurde Münster bestimmt.

Kriegsgefangenen-Ausstellung in Kassel.

Anläßlich des am 7. bis 9. Juli in Kassel statt­findenden Reichskriegertages veranstaltet die Ortsgruppe Kassel der dem Kyffhäuserbund an­geschlossenenReichsvereinigung ehemaliger Kriegs­gefangener" eine Ausstellung über die Kriegsgefangenschaft, deren Grundstock dem Archiv und Museum der Kriegsgefangenschaft entstammt. Die Ausstellung zeigt interessante Doku­mente von dem Schicksal der kriegsgefangenen Deut­schen in aller Welt. Während diese Dokumente von dem Kampf ohne Waffen zeugen, den die Kriegs­gefangenen um ihres Volkstums willen in der Ge­fangenschaft führten, erläutern handgearbeitete Erin­nerungsstücke, künstlerische Arbeiten und dergleichen den Selbstbehauptungswillen der kriegsgefangenen Deutschen hinter dem Stacheldraht und ihre Ab­wehr gegen die zersetzenden Auswirkungen des Stacheldrahtdaseins.

Grohfeuer in Stuttgart.

In der Mitternacht zum Samstag brach aus noch unbekannter Ursache im Stadtteil Feuerbach in einem Holzlager ein Brand aus, der schnell einen solchen Umfang annahm, daß auch benachbarte Jn- dustriewerke und Privathäuser in Gefahr gerieten.

Frankfurt a. M., 14. Juni. Nach einem Begrüßungsabend am Sonntag begann am Montag vormittag die Tagung des Reichsverbandes Deutscher Schuhhandler. Der erste Vorstandswart, Max P f i tz n e r - Erfurt, eröffnete die Sitzung. Darauf stellte sich der Führer der Reichsfachgruppe Schuhe, Albert Neumann- Berlin, vor und legte einige seiner Leitsätze dar. Zunächst müsse die Füh­rung der regionalen Untergruppen in einheitlichem Geiste gesichert werden, auch die Jugend sei zu akti­ver Mitarbeit heranzuziehen. Einen besonderen Platz werde die politische, kaufmännische und fachkundliche Erziehung der Kolleaenschaft einnehmen, um an­gemessene Leistungen für die deutsche Volkswirtschaft heroorzubringen. Der überwiegend mittelständische Schuhhandel müsse die Forderung weiter vertreten: Der Handel mit Schuhen dem Schuhhandel". Der Redner appellierte weiter an die Ehrbarkeit und die notwendige gegenseitige Achtung der Händler untereinander und stellte die Einführung von Ehren­gerichten in Aussicht.

Bei der Rechenschaftslegung für 19 3 3 wies Heinrich Schimmmer - Erfurt darauf hin, daß ein großer Teil der Wünsche des Schuhhandels im vergangenen Jahre Erfüllung gefunden habe, so vor allen Dingen in der Rabatt- und Zugaben­frage. Der Verband habe als freiwilliger Zusam­menschluß bisher noch nicht die notwendige Stoß­kraft in Verhandlungen mit anderen Stellen gehabt, insbesondere auch infolge der großen Anzahl von Außenseitern, indessen werde die imgange befind­liche Neuordnung der Wirtschaft dazu führen, daß man in kürzester Zeit wohlgefügt dastehe. Ein lang­samer, tätiger Fortschritt in der deutschen Schuh­wirtschaft sei unverkennbar, wofür die Umsatzzahlen der letzten Zeit einen Beweis bringen; sie lauten für Januar 1934: 100 (Januar 1933: 90,9), Fe­bruar 150 (88,3), März 128 (89,3). Auch durch die Entwicklung der Unkosten werde dieses Bild nicht getrübt. Die Zusammenarbeit mit der Schuh­industrie sei erweitert worden, die Verhandlungen mit den Gummischuhfabriken (Dergufa") seien noch nicht abgeschlossen; die Schuhhändler fordern Bedingungen, unter denen sie mit der Firma Bata konkurrenzfähig sind, weiter dürfe der Einzelhandel' nicht durch eine Kalkulation der Vergufa beein­trächtigt werden, die Rabatte an den Großhandel auf die gesamte Ware schlägt und so den Einzel­handel in der Preisstellung benachteiligt.

Der Führer des deutschen Handels, Präsident Dr. L ü e r, sprach über

Aufgaben und Ziele der Wirtschaftsorganisation im nationalsozialistischen Staate.

Er betonte, daß wir zur restlosen Eingliederung der Arbeitslojen dringend der Mitarbeit der Organisa­tionen der Wirtschaft bedürfen. Das Organisations- aebäude der deutschen Wirtschaft mit seinen in erster Linie wirtschaftlichen Zielen unterscheide sich grund­sätzlich von der Idee des ständischen Aufbaues der Zukunft, dessen Aufgabengebiet im Grunde auf einer völlig anderen Ebene liege. Leider fei die national­sozialistische Auffassung über Wesen und Aufgaben eines Fachoerbandes noch lange nicht überall dort zur völligen Klarheit durchgedrungen, wo es eigent­lich nötig wäre. Die Wirtschaftsorganisationen seien

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ausdrücklich Schlüter-Kaffee

Besonders groß war die Gefahr für den Güterschup« pen der Reichsbahn, in dem volle Benzinfässer lager­ten, die jedoch rechtzeitig in Sicherheit gebracht roer* den konnten. Das Holzlager ist vollständig nieder­gebrannt.

Zwei Todesopfer eines nächtlichen Feuergefechts mit Einbrechern.

Aus Gerlfangen (Saargebiet) wird gemeldet: Im benachbarten lothringischen Grenzort Colmen kam es nachts zwischen zwei Einbrechern und der Gendarmerie und den Ortsbewohnern zu einem schweren Feuergefecht, wobei ein Einbrecher sowie ein Einwohner aus Colmen erschossen wurden. Die Einbrecher waren bei einem Einbruch in einer Wirtschaft von dem Besitzer überrascht worden, den sie mit einem Knüppel niederschlugen, worauf sie die Flucht ergriffen. Der Gastwirt, Peter (E r e I,tonnte jedoch die Ortseinwohner alar­mieren und mit ihnen die Verfolgung ausnehmen. Als sich die beiden Einbrecher im Walde verfolgt sahen, griffen sie zur Schußwaffe und verletzten den 33jährigen Nikolaus Henn t ö d l i ck durch Herz- schuß. Mittlerweile hatte die Gendarmerie den Wald umzingelt. Als die Einbrecher gestellt waren, feuerten sie abermals und verletzten den Gendar­men Kirsch durch einen Schuß in den Arm. Kirsch schoß ebenfalls und verletzte den einen der beiden Einbrecher, namens Ludwig Pierre, tödlich. Pierre war früher einmal Knecht in der Wirtschaft Erels gewesen. Der zweite Einbrecher, der 22jährige Jakob Wilhelm P f l e d e r e r aus Spittel, der erst vor sechs Wochen aus dem Gefängnis entlassen worden war, konnte zunächst entkommen, wurde aber später von den Gendarmen in einem Heu­haufen versteckt aufgefunden und festgenommen, wobei die Beamten Mühe hatten, ihn vor der Volkswut zu schützen.

Hungersnot droht im rnittclarnerikanischen Ueberschwemmungsgebiet.

San Salvador, die Hauptstadt des mittelamerika- nrschen Staates El Salvador, ist von einer Hun­gersnot bedroht. Tausende arbeiten fieberhaft an der Instandsetzung der durch die lieber« schwemmungskatastrophe zerstörten Stra­ßen, die zum Hafen führen, um die Zufuhr der Lebensmittel, die dort gelagert sind, zu ermöglichen. Im Lande wurde das Kriegsrecht verkündet. Die meisten großen Städte sind ohne Beleuchtung. Die Pfarrkirche von Ocotepeque ist das einzige, was von dieser Stadt übriggeblieben ist.. Die genauen Aus­maße der Zerstörungen sowie die genaue Zahl der Toten festzustellen, ist äußerst schwierig. Gegen- wärtig wird amtlich die Zahl der Toten mit 300 an­gegeben.

Finnische Dacht bei einer hochsee-Regatta gesunken. Zwei junge Leute ertrunken.

Während der Hochseeregatta von Helsingfors nach Reval sank in der Mitte des Finnischen Meerbusens die finnische YachtJndro". Eine Sturz- welle hatte die Achterluke zerschlagen, worauf das Fahrzeug innerhalb von zwei Minuten absackte. Zwei junge Finnländer ertranken, während der Besitzer und eine an Bord befindliche Dame von einer vorbeifahrenden Yacht gerettet werden konnten. ____________________

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Ahr. Samstag nachmittag geschlossen.

In tiefer Trauer:

Friedrich Kinkel

Gießen, den 15. Juni 1934.

Zu den Mühlen 14

Die Beerdigung findet Montag, den 18. Juni, nachmittags 2 Uhr, auf

dem Alten Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitte ich Abstand

zu nehmen.

Meine liebe Schwester

Fräulein Auguste Kinkel

ist heute in der Frühe von langem Leiden durch den Tod erlsöt

worden.

Familie Karl Will

Familie August Schmidt

Familie Heinrich Karl Haas

Im Namen

Familie Karl Henk

der trauernden Hinterbliebenen:

Familie Wilhelm Will

Familie Heinrich Will

Familie Fritz Schäfer

Annerod, Großen-Buseck. Gießen, Hausen, Steinbach, Engelrod, den 16 Juni 1934

Die Beerdigung findet am Montag, dem 18. Juni, nachmittags 21/, Uhr, von der Mühle.

in Annerod aus statt.

Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unser

lieber Vater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel

Herr Peter Will

nach kurzer schwerer Krankheit in der Klinik zu Gießen im Alter von 79 Jahren sanft

entschlafen ist

ffntnvffe: ba3 alles roar bloß eine turxe, voran