Tagung der Fachschast Gartenbau im Deutschen Landarbeiter-Verband.
LPD. Frankfurt a. M., 14. Jan. Die Fachschaft Gartenbau im Deutschen Landarbeiteroerband, Bezirk Hessen, hielt am Sonntag im festlich geschmückten Saale des Palmengartens eine gut besuchte Tagung ab, in deren Mittelpunkt Ansprachen des Reichsstatthalters Gauleiter Sprenger und des Landesbauernführers Dr. Wagner standen.
Nach einem einleitenden Musikstück begrüßte der Leiter des Landarbeiteroerbandes, Bezirk Frankfurt a. M., Bruckmann (Bad Homburg), die Tagungsteilnehmer, insbesondere den Reichsstatthalter und den Landesbauernführer, den Berbands- fachfchaftswart für Gartenbau Hertel, den Bezirksleiter des DLB., sowie die Ehrengäste der Stadt Frankfurt a. M. und die Vertreter der politischen Leitung der NSDAP.
Neichsstaithatter
Gauleiter Sprenger,
der zuvor die mit der Tagung verbundene Schau einheimischer Produkte besichtigt hatte, wies in seiner Ansprache darauf hin, daß eine der größten Taten des Führers die Gründung des Deutschen Nährstandes gewesen sei. Von Anfang an sei sich Adolf Hitler darüber klar gewesen, daß, wenn das Volk Bestand haben solle, die Erhaltung und Festigung des Bauerntums erfolgen müsse. Der Kampf gehe seit Jahrtausenden um die Erhaltung der Scholle. Die Entwicklung der Gärtnereibetriebe gerade im Rhein-Maingebiet habe unter dem Druck der ausländischen Konkurrenz schwer gelitten.
Wir brauchen das Ausland nicht. Von dieser inneren Stellung getragen, werde es auch ferner gelingen, die Ernährungsbasis zu erweitern, so daß kein Mensch mehr ausländische Erzeugnisse verlangt.
Besser als alle Schutzgesetzgebung, und besser als alle Regierungsmaßnahmen, sei die Gesamtdisziplin aller Volksgenossen. Wenn das Volk einhellig zusammenstehe und lediglich deutsche Waren verlange, dann werde allmählich die Einfuhr nur auf das unbedingt Notwendige beschränkt bleiben. Darum sei es die Aufgabe des
Berufsstandes der Gärtner, das deutsche Volk zur Selbstdisziplin zu erziehen. So wie das vergangene Jahr im Zeichen des Aufbaues stand, so werde auch das neue Jahr in diesem Zeichen stehen.
Je mehr die Arbeitslosigkeit verschwinde, um so mehr würden die deutschen Produktionsstände wieder ihre Basis finden und sie selbst erhalten können.
Der Reichsstatthalter schloß: Arbeit schafft Geld, Arbeit schafft Werte. Das ist die Grundlage, auf der Deutschland im neuen Jahr aufgebaut werden muß.
An Stelle des verhinderten Verbandsvorsitzenden G u t s m i e d l sprach der Bezirksleiter des DLV.
pg. Gärtner.
In teperamentvollen Ausführungen schilderte er die politische Entwicklung im vergangenen Jahre. Es dürfe nicht vergessen werden, wie schwer die Landwirtschaft in den letzten Jahren gelitten habe. Auf der andern Seite rufe aber der Landarbeiter dem Bürger und Bauern zu: Oeffnet die Arme, laßt mich ein Sohn des Volkes fein, der heimkehren will in das deutsche Vaterhaus! Die Landarbeiterorganisation habe die Aufgabe, ihre Leute zu schulen und zu bilden in den verschiedensten Fachschaften. Hier müsse dem deutschen Menschen wieder ein Fundament gegeben werden. Wenn der deutsche Bauer, der deutsche Gärtner und der deutsche Arbeiter ihre Pflichten erfüllen, dann schaffe er sich das Fundament selbst, ein neues Familienleben. Hieraus werde ein neues Volk entstehen, das wir haben müssen, um uns im Wettkampf der Völker behaupten zu können.
LandesbauernsührerDr.Wagner nahm hierauf das Wort. Er dankte für die Einladung, der er freudig gefolgt fei. Die Grundlage jeder Arbeit in Deutschland sei der Nationalsozialismus, und der Garant für die Richtigkeit dieser Arbeit sei der Führer Adolf Hitler. Es sei schwierig gewesen, in den letzten zehn Jahren den Kampf zu führen, als der größte Teil des Volkes Gegner des Nationalsozialismus gewesen ist. Es sei aber auch heute schwierig, den Kampf zu führen
gegen fene, die versuchen, sich mit dem Nationalsozialismus zu tarnen. Ich als Landesbauernführer, so erklärte Dr. Wagner, verwahre mich ganz entschieden dagegen, daß Landwirte mit dem Hakenkreuz für sich Geschäfte zu machen suchen.
Lin Volk, das so in Hot sich befindet wie das deutsche, kann sich nicht den Luxus leisten, daß der eine oder der andere nur an sich denkt. Gemeinnutz geht vor Eigennutz.
Es kann kein Mensch in unserem Volke seinen eigenen Nutzen haben wollen, ohne dabei einen anderen Volksgenossen zu schädigen. Der Einzelne muß einen Arbeitslohn haben, der seinen Leistungen entspricht. Der Bauer muß seinen Verdienst haben, und der Arbeiter muß seinen Verdienst haben, aber der Verdienst darf sich nicht auswirken als eine Geldquelle, die in bestimmte Kanäle fließt und die gegen das deutsche Volk ausgenutzt wird. Es gibt für mich keinen Zweifel, daß der Bauer ohne feinen Mithelfer, den Landarbeiter, nicht existieren kann; es gibt auch keinen Zweifel, daß der Gärtner feinen Landarbeiter in der Gärtnerei notwendig hat. Wenn beide erkennen, daß sie ohne den anderen nicht bestehen können, und wenn ein Freundschaftsverhältnis a u f nationalsozialistischer Grundlage beide umschließt, dann sollte es mit dem Teufel zugehen, wenn wir nicht eine so festgeschlossene Einheit bekommen, daß man feinen Unterschied mehr merkt. Der Landesbauernführer gab seiner Genugtuung über das in der Schau Gesehene Ausdruck und wünschte der Tagung den besten Erfolg.
Der Reichsfachschaffsleiter der fachschast Gartenbau, Hertel, sprach dann über berufliche Aufgaben. Der Gärtnerberuf sei verantwortlich für die Volksernährung. Er fei nicht dazu da, nur materielle Vorteile für sich zu erwarten, sondern in erster Linie habe er für das Volk zu sorgen. Diese Arbeit solle ihm aber auch seine Existenz sichern. Der deutsche Gärtner solle ein Gärtner werden im besten Sinne des Wortes, auf den jeder deutsche Volkgenosse stolz sein könne.
Schließlich sprach noch
po. Dermer
vom Reichsnährstand der Abteilung II Gartenbau. Nicht nur der Bauer, sondern auch der Gärtner kämpfe um seinen Fortbestand. Der Führer kenne den Wert und die Bedeutung des Gärtnerberufs und er dürfe deshalb hoffen, daß mit der endgültigen Schaffung des Reichsnährstandes der Gartenbau den ihm zukommenden Platz erhalten werde.
Nach kurzen Dankesworten des Reichsfachschaftsleiters Hertel und eine Begrüßung der Tagungs- teilnehmer durch den Frankfurter Gartenbaudirektor Bromme schloß die Tagung mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und das deutsche Vaterland.
Nachmittags folgte eine Besichtigung der Ausstel- lung einheimischer Erzeunisse, abends ein gut.besuchter Kameradschaftsabend.
Kaninchen- und Geflügelausstellung in Holzheim.
> Holzheim, 15. Jan. Am Samstag und am Sonntag fand hier im Saale des Gastwirt S a • m e 5 die 9. L o k a l a u s st e l l u n g, die erste Lokalschau im Dritten Reiche, des Kaninchen- und Geflügelzuchtvereins Holzheim statt. Die Schau war sehr gut und mit erstklassigem Zucht-
Gedenket der hungernden Vögel!
material beschickt. 118 Nummern waren ausgestellt. Als Preisrichter fungierten die Herren N e r n (Pohl- Göns) für Geflügel und Haas (Friedberg) für Kaninchen. Mit Preisen wurden bedacht:
Kaninchen.
Belgische Riesen: Karl Klee, Ehrenpreis und zwei 1. Preise; Karl Müller II. Ep. und zwei 1. P. Weiße Riesen: Hch. Jäger, Ep. Groß-Chinchilla: Gg. Gör- lach, Ep. Blaue Wiener: Heinr. Zeiß, 1. P. Weihe Wiener: Hch. Mehl, Ep. und zwei 1. P. Japaner: K. Schneider, Ep. und Wilh. Jung IX., 1. P. Hasen- kaninchen: W. Röhrig, Ep. u.Hch. Jung!., l.P. Kl.- Chinchilla: Hch. Jäger, Ep. Grausilber: Hch. Konrad Görlach, l.P. Schwarzloh: Adam Balser, 2 Ep. Angora: Hch. Klotz, Ep. Chin. Rex: Wilh. Zeiß, l.P.
Geflügel.
Rhodeländer: Hch. Jung I., Z. fg 1 und sg 2 (Z. = Zusatzpreis) und Hch. Wilh. Görlach fg 2. Rheinländer: Hch. Zeiß Z. und fg 2; Karl Reitz fg 3 und fg. Italiener, gelb: Hch. Klee, sg 1 und fg 2. Italiener, schwarz: Hch. Alles Z, zweimal sg 1 und sg 2; Hch. Klotz fg 3. Italiener, weiß: Wilh. Jung IX. Z, fg 1, sg 2 und fg 3. Porzellanfarb. Zwerge: Heinrich Klee Zusatzpreis.
Tauben.
Hessische Kröpfer, weiß: Otto Arch sg l; Hessische Kröpfer, blau: Karl Buß Z, sgl und fg3. Reisebrieftauben: Ludwig Reitz fg. 1.
Hotel Schütz
Hinderung des Vortragenden verschoben
“S2 Metzelsuppe!
werden. — Nähere
später.
283 D
Inventur-Verkauf
Nur gute, reguläre Ware meines Lagers zu
bedeutend herabgesetzten Preisen
1.35, 1,25, 0.85, 0.75
Für den AHV.:
Für die Aktivitas:
San.-Rat Dr. Heubach. Johann Bruns (XXX)x
Gießen, den 16. Januar 1934.
Kinder-Hemdchen mit */, und 1/1 langem Arm
294 D
1.25, 0.95
Die neue
0262
Tapeten-Kollekfion 1934
Gießen, den 15. Januar 1934.
292 D
0.32
0.55
Stoffspezialhaus BERNARD
Ausstellungsraum ta Hause C. Berg, Mäusburg
Gießen • Plockstraße Nr. 16
2°3 A
291D
278 .
DamemUnterziehschlüpfer, gute Qualität, In allen Größen, 0.50 Damen-Schlüpfer, reineWolle, gut verstärkt, 3.25, 2.95,2.75, 1.95
74 rm
17 rm
8 rm
10 rm
10 rm
103 rm
Buchen-Scheiter Buchen-Knüppel Eichen - Knüppel Fichten-Knüppel Buchen-Stöcke Buchen-Astteiser und Schlagraum
Damen-Hemdhosen..............
gewebt, mit langen Beinen und Windelform
GoethedSund
Die für heute Dienstag, den 16. Januar, angesetzteVeranstaltung muß wegenVer-
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Marie Müller und Kinder.
Gießen (Roonstraße 14), den 15. Januar 1934.
Fichten-Derbstangen:
94 Stuck 1. Klasse
74 Stück 2. Klaffe
148 Stück 3. Klaffe
Fichten-Reisstangen:
163 Stück 4. Klaffe
64 rm Reisstangen
Die Beerdigung findet in der Stille statt. - Man bittet von Beileidsbesuchen abzusehen.
Philipp Müller
Kriminal-Oberinspektor i. R.
im 70 Lebensjahre von seinem schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden erlöst
Statt besonderer Anzeige.
Am Sonntagabend 9l/z Uhr wurde mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel
Die Akademische Turnverbindung »Rheinfranken« und ihr Altherrenverband betrauern tiet den Tod ihres lieben A.H.
Sanitätsrat Dr. Paul Scholl
der am 14 Januar zu Obertiefenbach verstarb.
Große Posten gewebte Wäsche
Damen-Hemden, gewebt, mit Träger und Achsel, 0.95, 0.75, 0.65, 0.35
Mittwoch, den 17. Januar 282V
Frdr.Teipel
I Beat-hfen Sie bitte meine Schaufenster Markt 16 I
Rotkarierte halbleinene Wischtücher, 55/55 cm, gute Gebrauchsqualitäten, gesäumt und gebändert................... per Stück
Reinleinene Wischtücher, 58/60 cm, jahrzehntelang bewährtes Tuch, gesäumt und ge- bänd6rt........................... per Stück
Mittwoch, den 17.3anuar 1934, nachmittags 2 Ahr, versteigere ich dahier, Aeuenweg 28, „Zum Löwen", zwangsweise gegen Barzahlung:
Sofas, 1 Chaiselongue, Sessel, mische, Kleider- und Weißzeug- schränke, 1 Sviegelschrank, 1 Bücherschrank, 1 Gewehrschrank, 1 Büfett, 1 Vertiko, Schreibtische, Trumeausviegel, 1 Standuhr, 1 Regulator, 1 Truhe, 1 Grammophon,! Radioapparat,! Photoapparat, 2 Drogenschränke, 1 Warenschrank, 1 Ladentheke, 1 Kassen schrank, Nähmaschinen, 1 Schreibmaschine, 1 Holznagelund 1 Dopvelmaschine, 1 Registrierkasse, 1 Dauerwellenapparat, 1 emaill. Küchenherd, 200 Mistbeetfenster, Bücher, Kunst- mavven, Haarbürsten, Abseifbürsten, Schrubber, Schwämme
Gerichtsvollzieher m Gießen 2ooD Wiesecker Weg 16, Telephon 3383
Statt Karten
Für die bei der Krankheit und dem Heimgang unsrer lieben Tochter in so überaus reichem Maße erwiesene wohltuende Anteilnahme, für die vielen Kranz- und Bhunenspenden, sowie tür die zu Herzen gehenden Worte des Her. n Pfarrers, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank.
Familie August Velten.
Frottiertücher, besonders gute Qualitäten ....0.95, 0.85, 0.75, 0.65, 0.35
Bademäntel, la Qualität, schöne Muster...........,...9.50, 7.50, 5.50
Kinder-Schlafanzüge mit seidener Decke, warm gefüttert, 3.50, 2.50
Kinder-Normalanzüge, gute Ware, woiigemischt....i.2o, 1.10, 0.95
Herren-Unterhosen mit warmem Futter................. 1,50
Herren-Oxfordhemden............................... 1-95
Kittelschürzen Ohne Arm........................2.10.1.95, 1.20, 0.95
Kittelschürzen mit Arm......................... 2.95, 2,75, 2 25. 1.95
Damen-Schürzen..................................... 0.95. 0.65
Diese im Preis herabgesetzte Ware ist gesondert ausgelegt
fertiggestellt!
Hohe Qualität Niedriger Preis!
Heinrich Kreiling
Tapetenhaus / Bahnhofstr 29
Holzversteigerung
im Fürst zu Solms-Draunselsschen Forstrevier Hungen,Distrikt Fuchs» sttauch b. Garbenteich, am Freitag, 19.V.M. Zusammenkantt 10'/, Uhr vormittags am Dahnwärterhaus Fuchsstrauch. Z. Verkauf kommen:
BERICHTIGUNG
In unserem Inserat vom 13. Januar muß es heißen:


