um die Wiederholung der Szene und gibt gleichzeitig bekannt, was er gerne anders hören oder sehen möchte. Immer ist er darauf bedacht, daß die einzelnen Szenen recht schön und wirkungsvoll über die Buhne gehen.
Wenn man nun auch im Zuschauerraum sitzt und die Hauptprobe verfolgt, dann merkt man erst, was hier alles zu beachten ist. Da sind die kleinen und größeren Tänzerinnen noch nicht ganz sicher und müssen wiederholen, da haben die jungen Damen vom Chor an die Rampe zu treten und in Verbindung mit dem Orchester noch einmal und noch einmal zu singen — bis es schließlich weitergehen kann. Das dauert manchmal Stunde um Stunde. Mit vier bis fünf Stunden zu einer Hauptprobe muß immer gerechnet werden. D^bei wird es auf der Buhne reichlich warm, denn es leuchten viele elek- Irische Scheinwerfer und Lampen, die nicht nur helles und buntes Licht, sondern oft auch allzu gut gemeinte Wärme ausstrahlen.
Schließlich aber sind doch alle Szenen und Akte durchgeprobt; Märchenonkel Volck atmet auf und mit
ihm viele andere. Die Bühnenarbeiter, jene stillen Helfer am Werke, die in der Kritik kaum genannt werden können, räumen die Bühne wieder auf und bereiten sich schon für irgendeine Vorstellung am Abend vor.
*
So ist mit der Aufführung eines Märchenspieles viel Arbeit und Mühe verbunden. Es gehört viel Lust und Liebe, ebenso viel Geduld und Ausdauer dazu, bis alles so weit vorbereitet ist und die kleinen Gäste, die Kinder, als Zuschauer eingeladen werden können. Aber all die Arbeit um ein Spiel wird geleistet und gerne getan, ja, man kann sagen, mit Begeisterung getan, weil sich alle, der Intendant, der Regisseur, der Inspizient, der Beleuchter, der Souffleur, die Darsteller, wie auch alle Arbeiter auf der Bühne ihrem Theater so herzlich verbunden fühlen, daß ihnen die Arbeit zur Freude wird. Und je schwerer die Arbeit war, um so schwerer wiegt der Beifall, den die Kinder immer wieder gerne, begeistert und dankbar spenden.
Wirischast.
Neuregelung der Eierwirtschast.
Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: Durch die Marktregelung sind in diesem Jahre unserer Vorratswirtschaft größere Verluste erspart geblieben. Aus diesem Grunde hat sich die Reichsstelle für Eier entschlossen, die ursprünglich einkalkulierte Verlustmarge den Abnehmern zugute kommen zu lassen. Bei der Preisfestsetzung am 6. Dez. 1934 wurden dementsprechend die Preise für Kühl- hauscier bei den größeren Sorten um 3A Pfennig und bei den kleineren um Vs Pfennig herabgesetzt. Die Großhandelseinkaufspreise betragen für die Klasse S — 93/o Pf.; Klasse A —9'/« Pf.; Klasse B — 9 Pf.; Klasse C — SV« Pf.; Klaffe D — 7V- Pf., woraus sich nach Zubilligung einer Spanne von 2 bis höchstens 2Vs Pfennig für den gefamten Handel ein Kleinverkaufspreis z. B. für ein mittleres Ei, Klasse B, im Gewicht von 55 bis 60 Gramm an die Hausfrau mit 11 bis 11V- Pfennig ergeben dürfte. Durch diese Maßnahme ist der Verbraucherschaft, besonders der breiteren Masse der Bevölkerung, die Möglichkeit gegeben worden, zum Weihnachtsfest billige Eier emzukaufen.
Wochenbericht
vom frankfurter Vroduktenmarkt.
Am Getreiedegroßmarkt ist die lange ersehnte Entspannung in der letzten Woche nur in gewissem Umfange eingetreten. In Brotgetreide zeigten sich erstmals größere Ablieferungen seitens der Landwirtschaft. Neben der Erhöhung der Festpreise im Dezember hat vor allem die Einstellung der Feldarbeiten die Landwirtschaft zum stärkeren Drusch bewogen.
Weizen war ohne jegliche Nebenbedingungen angeboten, die Mühlen bevorzugten naturgemäß die Ware aus der Wetterau, Hessen-Nassau und zuweilen auch aus Unterfranken. Dagegen fand mitteldeutscher und norddeutscher Weizen nur wenig Beachtung. Die Mühlen nahmen im allgemeinen zu den Festpreisen einige Partien auf, zu größeren Käufen konnten sie sich aber angesichts des völlig unbefriedigenden Mehlgeschäfts nicht entschließen.
In Roggen hat sich das Angebot ebenfalls etwas verstärkt, es dürfte indes noch etwas reichlicher sein, besonders an die Großmärkte kommt verhältnismäßig wenig Ware heran.
Die Lage am Futtermittelmarkt blieb unverändert. Das Angebot von Futtergerste und Hafer hat sich keineswegs vermehrt. Seitens der Reichsstelle wurden einige Wagen Futtergerste zugeteilt.
Hafer ist seitens der Landwirtschaft weiterhin zu haben, wenn gleichzeitig Kraftfuttermittel oder Kleie dagegen geliefert werden. Da jedoch ölhaltige Artikel von den Mühlen wieder nicht abgegeben wurden und auch das Kleieangebot fehlte, kamen Abschlüsse dieser Art kaum zustande.
Der Futtermittelgroßhandel befaßt sich fast ausschließlich mit Ersatzfuttermitteln, wie Fisch- und Fleischmehle, Johannisbrotschrot ufw. Rauhfuttermittel lagen ruhig.
Wochenbericht
vom frankfurter Schlacktviebmarkt
Die Preisentwicklung war in der verflossenen Woche etwas ungleichmäßig, im großen und ganzen hielten sich die Abweichungen gegenüber der Vorwoche in erträglichen Grenzen. Das Geschäft war weniger lebhaft, im ganzen nahm es dennoch einen befriedigenden Verlauf. Im Hinblick auf den Ein- topffonntag (16. Dezember) richtete sich das Kaufinteresse der Metzger mehr auf den Kälber- und Schafmarkt, wodurch für Rinder und Schweine eine gewisse Zurückhaltung bestand. An sich stand das Geschäft zu Beginn der Woche unter dem Einfluß der ungünstigen Witterung. Obschon die Auftriebe
meist etwas höher waren, verblieb kaum Ueber- ftanb.
An Großvieh standen 1300 (1228) Stück zum Verkauf, das infolge der etwas besseren Qualitäten fast geräumt wurde. Die Spitzenpreise für Ochsen, Bullen und Färsen bröckelten allerdings etwas ab, für Kühe waren sie um eine Mark gebessert, da der Export sich wieder stärker beteiligte.
Das Kälbergeschäft war zunächst langsam, später wurde es lebhafter, so daß die merklich höhere Zufuhr von 1682 (1435) Stück geräumt wurde. Beste Kälber blieben unverändert, für geringe haben sich die Preise um 2 Mark gehoben.
H ä m m e l und Schafe fanden aus dem erwähnten Grunde bei gut behaupteten Preisen verhältnismäßig glatten Absatz, und die um 300 auf 484 Stück erhöhte Zufuhr wurde fast ausverkauft.
Am Schweinemarkt konnten nur mit einiger Mühe die Preise behauptet werden, für mittlere und geringe Tiere ließen sie sogar noch 1 bis 2 Mark nach. Das Geschäft nahm trotz verminderter Beschickung (4335 gegen 4350) im ganzen einen schleppenden Verlauf, doch verblieb nur geringer Ueb erstand.
Frankfurter Börse.
Alillagsbörse uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 14. Dez. Bei wieder nur sehr kleinen Umsätzen lag auch die heutige Börse bei Eröffnung uneinheitlich, obgleich die Veränderungen sich allgemein in bescheidenen Grenzen bewegten. Innerhalb der Kulisse bestand die außergewöhnliche Zurückhaltung fort, zumal Aufträge der Kundschaft wieder kaum vorlagen und auch noch Erörterungen über das Anleihestockgesetz dazu beitrugen. Daneben vermißte man aus der Wirtschaft Anregungen. Die Grundstimmung war dennoch zuversichtlich. Besonders am Rentenmarkt kam diese Auffassung klarer zum Ausdruck, obwohl sich das Geschäft auch hier in engen Bahnen bewegte. In Erwartung des Reichsgerichtsurteils in dem bekannten Streitfall waren jedoch 6 v. H. Stahl- verein-Bonds lebhafter und zogen nach und nach bis auf 90 (89) v. H. an. Auch Reichsmark-Anleihen lagen geringfügig höher, ferner zogen Zinsvergütungsscheine um 15 Pf., Kommunal-Umschul- dung um 10 Pf. und späte Reichsschuldbuchforde- rungen um 0,13 v. H. an. Dagegen lagen Altbesitz mit 103,80 nur schwach behauptet, später waren sie jedoch etwas freundlicher.
Am Aktienmarkt hatten Schiffahrtspapiere bei schwachen Kursen lebhaftes Geschäft. Offenbar im Zusammenhang mit der Neuordnung des Konzerns kam Angebot heraus, daneben sollen für Berliner Rechnung weitere Exekutionen erfolgt fein. Hapag notierten mit 24 bis 23,50 (25), Nordd. Lloyd mit 27,75 bis 27,50 (28,25). Schwach waren außerdem wieder Kunstseideaktien, AKU. 51 (52), Bemberg 114 (116). Von chemischen Papieren setzten Farbenindustrie 0,25 v. H., Scheideanstalt mit 199 2 v. H. fester, Deutsche Erdöl allerdings 1 v. H. schwächer ein. Elektroaktien tendierten ebenso wie Montan- werte bei nur kleinen Veränderungen uneinheitlich, meist lagen die gestrigen Kurse unverändert, etwas fester lagen Elektr. Lieferungen und Accumulatoren mit je + 1 d. H. und Stahlverein mit + 0,25 v. H. Sonst eröffneten noch u. a. Reichsbankanteile 1,25 v. H., Conti Gummi 0,75 v. H. schwächer, Holzmann, Daimler und Zellstoff Waldhof bis 0,50 v. H. fester.
Im Verlaufe blieb die Umsatztätigkeit klein und die Mehrzahl der Aktienkurse war gegen den Anfang unverändert. Weiter angeboten waren Kunstseide AKU., die auf 50,50 Brief zurückgingen, ferner Bemberg, die bis auf 110 zurückfielen, also insgesamt 6 v. H. verloren. Schiffahrtsaktien hatten lebhaftes Geschäft und konnten sich, nachdem sie nochmals etwas schwächer lagen, verhältnismäßig
gut erholen, da größere Rückkäufe vorgenommen wurden. Hapag stiegen auf 24,50 nach 23,25 und Nordd. Lloyd auf 27,75 nach 26,50. Reichsbankanteile ermäßigten sich bis auf 144,50 nach 145,25, waren später mit 145 v. H. ebenfalls wieder mäßig höher. Am Kassamarkt wurden Schnellpresse Frankenthal auf die überraschend gekommene Meldung über Zahlungseinstellung gestrichen.
Der Rentenmarkt hatte später bei allerdings weiter kleinem Geschäft weitere Kursbesserungen, so für Altbefitz auf 104 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen auf 97,75, auch Kommunal-Umschul- bung 0,13 v. H. und Zinsoergütungsscheine nochmals 10 Pf. höher. Stahloerein-Bonds schwankten bei 89,75 bis 90. Der Pfandbriefmarkt lag sehr ruhig und die Kurse größtenteils unverändert. Stadtanleihen bröckelten verschiedentlich weiter geringfügig ab. Schweiz. Bundesbahnanleihen lagen eher schwächer, auch Mexikaner blieben nur knapp gehalten. Niedriger lagen außerdem Chade-Aktien, Lit. A bis C 195 (196,75) und Lit. D 189 (192).
Tagesgeld war zu 3,75 v. H. etwas gefragt.
Abendbörfe sehr ruhig.
Die Abendbörfe nahm angesichts der fortdauernden schwachen Publikumsbeteiligung auf allen Marktgebieten einen sehr ruhigen Verlauf, da auch die Spekulation in ihrer Zurückhaltung verharrte. Indessen lagen die Berliner Schlußkurfe zumeist unverändert, nur ganz vereinzelt ergaben sich geringprozentige Abweichungen. Die Abweisung der Revisionsklage des Stahlvereins durch das Reichsgericht brachte in 6prozentigen Stahloerein-Bonds noch etwas Geschäft und eine Erhöhung des Kurses auf 91,25 (89,90 v. H.), später hröckelte er auf 91 v. H. ab. Die übrigen Märkte lagen bei unoerändcr- I ten Kursen vollkommen ruhig. Von fremden Werten waren 4prozentige Schweiz. Bundesbahn von 1912 mit 162 Brief angeboten.
U. a. notierten: Altbesitzanleihe 103,90, 6prozen- tige Stahlverein 91,25 bis 91, Bayr. Hyp. und Wechselbank 77, Reichsban-k 145, Gelsenkirchen 58,25, Rheinftahl 85,25, Aku 50, Bekula 130,50, Scheideanstalt 199,50, Daimler 48, Licht und Kruft 117,75, IG. - Farben 131,75, Gesfürel 108,50, Holzmann 75,75, Mainkraft 82,25, Rheag 99,25, Siemens 136,50, Reichsbahn-VA., 116,50, Hapag 24.
Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt.
Frankfurt a. M., 14. Dez. Am Gemüse- mar k t blieben die Zufuhren infolge der milden Witterung immer noch sehr stark. Besonders Feldsalat, Karotten, Weißkraut, Wirsing, Winterkohl, sowie Knollen- und Wurzelgemüse, sind in großen Mengen und bester Beschaffenheit am Markt. Auch ausländischer Blumenkohl und Salat wird stark angeboten. Hierfür ist die Nachfrage besser als für die inländischen Erzeugnisse. Die Preise waren allgemein kaum verändert. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 9, 12 und 18 Stück, 3,20 bis 3,60 ital., Eskarol, Steige 18, 20 und 24 Stück, 1,40 bis 1,80 ital., deutscher Eskarol groß 8 bis 10, klein 3 bis 6,
Feldsalat groß 15 bis 20, klein 50 bis 60, gr. Bündel 25 bis 30, Karotten 3 bis 4 @nh( 1;? ober und unter 3 bis 4, Kopfsalat, Steiqe 24 s!? 3,25 bis 3,75 span., Meerrettich 30 bis 25 4 bis 8, Römischkohl 4 bis 5, Rosenkohl 12 T rote Rüben 3 bis 4, Rotkraut 5 bis 7, Sellen:' nach Größe 8 bis 30, Spinat 3 bis 5 Sckm ' wurzeln 12 bis 18, Tomaten, Kistchen zirka 10 0? gramm, 4,50 can., Weißkraut 2,80 bis 3 2,50 bis 4, Winterkohl 3 bis 4, weiße Rüben 3!' 4, Zwiebeln 50 Kilogramm 5,50 bis 6 itni £ bis 6,50. ™
Am Ob st markt bestand starkes Angebot Aepfeln, in Birnen guter Beschaffenheit etwas 1 ringer. Nach gut sortierten Tafelsorten war h Nachfrage befriedigend. Preise unverändert für* Auslese 20 bis 30 v. H. über Notierung. Ano?'- von Apfelsinen und Mandarinen sowie Tra^ aut, von Nüssen sehr reichlich. Das Geschäft schleppend, die Preise blieben unverändert, n notierten: Aepfel I 14 bis 18, II 10 bis 12, schaftsäpfel 8 bis 9, Goldparmänen I 16 bj5 ■ Boskop 14 bis 18, Graue Renette 10 bis 14 nafe 8 bis 10, Apfelsinen 12 bis 14 span.,' ker 14 bis 18 span., Birnen I 16 bis 18, II 12 bis Kochbirnen 6 bis 8, Pastoren 8 bis 10, (Erbil 28 bis 30, Feigen (Smyrna) 36 bis 50, Haselri lang 35, rund 25 bis 28 ital., Mandarinen 15t] 18 span., Trauben, Steige zirka 10 Kilogramm' I bis 4,50 span., Walnüsse 22 bis 25, buh. 24 k ! 30, rum. 25 bis 30, ital. 35 bis 40.
Frankfurter Buttermarkt.
Frankfurt a. M., 14. Dez. Im Butter^ handel blieb das Geschäft vor den Feiertagen vx ' hältnismäßjg lebhaft, zuweilen war es infolge t wieder geringer gewordenen Zufuhren etn)a$ t engt. Seitens der Reichsftelle konnten nur j kleinem Umfange Abgaben erfolgen, oormieor beschränkte sich das Geschäft auf holländische ter, doch fand auch deutsche glatten Absatz, trauet) die Nachfrage nicht immer voll befrieb werden konnte, so war es dem Großhandel b I merhin möglich, dem dringendsten Bedarf zu;l nügen. Die Preise blieben weiter unverändert f | notierten in Mark pro 50 Kilogramm frei Fror! I furt a. M. (Großhandelsverkaüfspreise): Deutel Markenbutter 145, seine deutsche Molkereibu^ 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 140 bis w Landbutter 130, Kochbutter 120, holländische üb fenbutter 147 bis 148.
Mainzer Gekreidemarkt.
Mainz, 14. Dez. Es notierten (Großha^ preise je 100 Kilogramm loko Mainz) in Ak- Weizen 21,15, Roggen 17,15, Hafer 16,85 Ä5», tion, Braugerste 20 bis 20,75, Malzkeime lf" :-. 17, Weizenkleie 10,79 Mühlenpreis, RvM' > 10,05 Mühlenpreis, Soyaschrot 13 nom. Fadii- preis. Tendenz: Das Angebot in Brotgetreide hr.i sich gebessert. Gerste lag ruhig. Futtermittel sind 6e;|| knappem Angebot weiter gut gefragt.
Der deulsche Außenhandel im November IM
Berlin, 15. Dez. (DNB. Funkspruch.) Nach der soeben veröffentlichten Außenhandelsstatistik für November betrug hie Einfuhr im Monat 346 Millionen Mark. Gegenüber dem Vormonat ist sie damit um rund 1 v. H. zurück gegangen. Ebenso wie im Oktober weicht die Einfuhrentwicklung auch im November von der jahreszeitlichen Tendenz ab. In den Vorjahren hat die Einfuhr von Oktober zu November in der Regel zugenommen. Dies gilt insbesondere für die R 0 h - ftoffeinfuhr, die meist Steigerungen zwischen 3 und 10 v. H. aufzuweisen hatte. Im November d. I. hat sich die Rohstoffeinfuhr demgegenüber kaum verändert.
Im e i n z e l n en war die Entwicklung allerdings sehr unterschiedlich. Während die Einfuhr von Bau- und .Nutzholz sowie Eisenerzen stärker als saisonüblich abgenommen hat, sind bei einer Reihe anderer Rohstoffe, so insbesondere Wolle, Federn und B 0 r st e n, sowie Steinkohlen, Einfuhr st eigerungen eingetreten. Die Einfuhr von Baumwolle, die bisher im November regelmäßig zugenommen hat, war unverändert. Die Einfuhr von Lebensmitteln, die im Oktober stark angestiegen war, ist im November wieder etwas gesunken. Rückgängig war hier insbesondere die Einfuhr von Kaffee (im Vormonat Lagerabrechnungen), G e - treibe und Eiern. Diesen Rückgängen steht eine saisonmäßige Steigerung der Einfuhr von Südfrüchten gegenüber.
Auch die Fertigwareneinfuhr war — der Saisontendenz entsprechend — etwas geringer als im Oktober. Die Entwicklung der Einfuhr aus den einzelnen Bezugsländern ist durch erhebliche Unterschiede gekennzeichnet. Abgenommen hat die Einfuhr insbesondere aus den Vereinigten Staaten von Amerika (Baumwolle, Obst), Südfla- roien (Obst, Kupfer), der Tschechoslowakei (Textilwaren) und Schweden (Eisenerze). Zugenommen
hat der Warenbezug aus der Türkei (Gerste, $aur- wolle), China (Oelfrüchte), Rumänien (Mais, Ml, Ungarn (Federn), Norwegen (Iran) und 3Mti (Südfrüchte).
Die Ausfuhr betrug im November 356 Minen RM. Gegenüber dem Vormonat ist sie uir annähernd 3 v. H. gesunken. Abgemmmc- hat die Ausfuhr von Rohstoffen und Fertigwaren Bei Rohstoffen entspricht die Vermindere an der im wesentlichen Steinkohlen in. Düngemittel beteiligt sind, etwa der faifor üblichen Bewegung. Dagegen bleibt der Rückgan: der Fertigwarenausfuhr (—1,7 o.H erheblich hinter der saisonüblichen Dermindm'. zurück. In den Vorjahren hat die ftertijjmarenc.. fuhr von Oktober zu November regelmäßig erir- l i ch ft ä r f e r abgenommen (im Durchschnitt s-' 9 v. H.). Im Vorjahr betrug die Vermindern'.' •'* gar fast 12 v. H. Der Abstand der Fertige ausfuhr von den Ergebnissen des Vorjahre; ' im Durchschnitt der Monate August bis DI: dem Wert nach etwa 17 v. H. betrug, hat : im November auf 6 v. H. vermindert.
Der Rückgang der Ausfuhr im Nov^' entfällt, soweit sich jetzt schon übersehen läßt wiegend auf Sowjetrußland, die Nieder!^ Dänemark, Frankreich und die Tschechosloiv: Diesen Rückgängen stehen (Steigerungen ' der Ausfuhr nach Rumänien, Oesterreich, «r:' ! lien und den Vereinigten Staaten gegenüber. 1 Handelsbilanz schließt im November .7:t emr Ausfuhrüberschuß von 10 Million'' Mark, gegenüber 16 Millionen Mark im M- ab. Soweit die vorliegenden Länderergebnill!' reits eine Feststellung zulassen, ergibt sich der gang des Ausfuhrüberschusses einer Derrn: 1 öerung der Aktivität im Verkehr 7 europäischen Ländern. Im Derkehr ' den Ueberfeelänbern hat sich der Einfuhrüberk weiter verringert.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt beschloßenen Dividende an — Reichsbankdlskonl 4 v H
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Datum
13-12-
14-12-
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6% Deutsche Reichöanleihe v. 1927 6% ef)em.7% Dt. ReichSanl. v. 1929 6%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
AnSlos.Rechten .............
96,75
9?,9
103,9
97,25
94,5
93,5
102,75
94.25
94,25
94,75
95
96
96
103,9
24,5
1,1
6,6
6,3
6,13
11,13
6
96,75
98,25
103,9
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94,25
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96
96
104
24
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1L4
97 97,75
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96
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4% desgl. Serie 11 .......
8 4,05 6,25
3,6 31
25
28,25
76 92,25
68
70,5 73,5
146,5
26,65 130,25
98 117,75 74,5 108,5 99,25
93 137 107
84,9 99,25
59,5 100,5
72 73,13
4,05 6,25
3.6 30,25
24
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145
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98 117,75 74,65 108,5 99,25 93,13 136,5
107
84,5 98,5
58,5 100,5
116
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8
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3,65
81
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22,5
28,25
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68
70,5
73,5 145,75
26,9
130 98,25
118 73,75 108,75 99,5
93 137,25
106 5
84,75
99
59,4 100,25 76,65
147 116,25
72
72,9
4,05
3,65 30,75
23,9 20
27,9 75,75 92,25
68
70,25 73,25
145
26,25 130,4 98,65
118 74,75
108 99,75 93,25
137 106,5
85 98,13 58.65 99,5 75,65
146 116,25
71,5
72,4
Mansselder Bergbau.........0
KokSwerke ................. O
Phönix Bergbau............. 0
Rheinische Braunkohlen ..... 10
Rheinstahl .................. 0
Bereinigte Stahlwerke........ 0
Ltavi Minen ............... 0
Kaliwerke Aschersleben........ ß
Kaliwerke Westeregeln........ ß
Kaliwerke Salzdetfurth..... 7%
I. G. Farben-Jndustrte.......7
Scheldeanstalt............... 9
Goldschmidt ................0
RütgerSwerke ...............0
80
47,13
204 86,5 39,75 13,13
107
142
132
197 86,25 93,75
91,5
76 105,75 134,5
55
45,25
64
47,5
61,5
31
199,5 153
27 82,75 77,25
46,65
206.5
85,75
39,5
13,25
107.5
131,75
199,5
86,75
93,25
75,75
105
134,5
50
110
46
62,9
48
61,5
30,75
195
156
132,5
84,25
176,5
80 93,75 47,4 207
86 39,9 13,5 107 108 143
132
86,5 94
81,5
99,25 53,25
116,5
46 63,75 116,9 47,9 61,25
85,5 30,75 199,75 154,5
113,33
178
80 92,75 46,5 206
85 39,25
13 106,75
108 142
131-9
87 93,5 82,5
75,75
98,5 49,9
114 45,9 63,75
117
48 61,5 85,5 31,13 194,5 155,25 132,75
177
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4V,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
2^4% Anatolier ............
Desgi. ohne Auslos.-Rechte......
6% efjem.8% Hess. Bolksstaat 1929 lrückzahlb. 102%) ............
Hamburg-Amertka-Paket ..... o
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Hansa-Dampsschiff........... o
Norddeutscher Lloyd ......... o
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
Commer». und Privat-Bank ... 0
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft..............o
Dresdner Bank.............. o
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12.................
t>y*°/o Hess. LandeS-Hypotheken.
dank Darmstadt Liaui.........
Oberhessen Provinz-Anlethe mit
Auülos. »Rechten .............
Deutsche Komm. Cammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auülos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.»Bank Goldpfe. 15 unkündbar btS 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.»Bank Goldpfe. 16 unkündbar btS 1936 6Vi% ehem. 4yt% Franks. Hyp.» Bank-Ltqu.-Psandbrtese.......
Metällgesellschaft............. 0
RetchSbank ................ 12
A.E.G.......................
Bekula....................0
Elektr.Liefeningsgesellschaft... 6
Licht und Krasl e
Fellen & Guilleaume......... 0
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Schuckert LEo...............ß
Siemen» L Halske............7
Lahmeyer L <Lo............. 10
Buderus ...................0
Deutsche lkrdSl ..............4
Gelsenkirchener..............0
Harvener...................0
Hoesch Eisen—Köln-Reuessea -. 0
Ilse Bergbau ............... 6
All« Bergbau Genüss«........6
Klöcknerwerke ........... 0
Mannesman n-Röhrerr........0
PbÄpV Holzmann...........0
Zementwerk Heidelberg ......0
Eementwerk Karlstadt......... O
Schultheis Patzenhofer .....O
Aku (Allgemeine Kunüseide) .. 0
Bemberg................... 0
Hellsloff Waldhof ............ 0
Zellstoff Aschaffenburg ....... O
Dessauer Gas............... 7
Daimler Motoren............O
Deutsche Linoleum...........O
Orenstetn L Koppel .......... 0
Leonhard Tietz...........0
Chade..................10
Aerumulatoren-Fabrtk ...... 0
Contt-Gummt..............O
Grttzner....................O
Mainkraftwerke Höchst 4
Süddeutscher Zucker ......... 8
6Vi% ehem. 4yt% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-GoldpN
6% ehem. 8% Pr. Landespfant» briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
6% ehem. 7% Pr. Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs..
4% Oesterreich«che Goldrente....
4,20% Oeslerreichische Sllberrente 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische StaatSrente v. 1910 4^% desgl. von 1913 ......
6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Lombardzinsfuß 5 0 H __
Devisenmarkt Berlin — Frankfurts
1Z.Dezember
14
Amtliche
Rotieruna
Awlütdt
Seir>
Lrie
Geld
""Töf
M .9
Buenos Sitte.
0,628
0,632
0,628
Brüssel ....
58-17
58,29
58,17
0 Z
Rio de Jan.
0.204
0,206
0,204
5.?
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
Kopenhagen.
54,86
54,96
54,88
l>
Danzig.....
81,18
61,34
81,18
11!
London .....
12,285
12,315
12,29
1*
HelsingforS..
Paris ......
5,425
5,435
5,425
ii«
16 40
16,44
16,40
ts
Holland ...
168,21
168,55
168,23
Italien.....
21,30
21,34
21,30
0,7'1
Jaoan......
0,717
0,719
0,717
i.r»
Jugoslawien
5,664
5,676
5,664
61.r
Oslo..... :
61,73
61,85
61,75
■tfien.......
48,95
11,165
49,05
11,185
48.95
ii.8
Lissabon ...
11,17
Stockholm...
63,36
63,48
63,38
$0.M
Lchweiz ...
80.72
80.88
80,72
34,05
Spanten....
33.99
34.05
33,99
IO.«'
10.39
10,41
10,39
Budapest ...
!.*
Reuyork...
2,488
2,492
2,490
Banknoten.
Lerlin,14.Dezember
---ft«
siZ
Amentani>me Roten ...........
2,442
Belgische Roren.................
58,01
54.94
Dänische Noten .................
54.72
12-295
Englische Noten .................
12,255
16.4
16,36
168-49
21,1j
Holländische Noten...............
167,81
Italienische Noten................
21,06
61-83
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, * 1OO Schilling
61,59
—
—-
Rumänische Noten...............
—
63-47
Schwedische Noten..............
63,21
80-85
60,54
33,89
Spanische Noten.................
33,75
Ungarische ......................


