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§ Gladenbach, 13. Dez. Bei der von dem Winterhilfswerk hier durchgeführten Aktion der Weihnachtsspendenbriefe wurden innerhalb der Ortsgruppe Gladenbach zu 107 Wunschzetteln die entsprechenden Pakete aufgebracht.

Kreis Marburg.

Sichertshausen, 13. Dez. In der Gast­wirtschaft von Bingel fand gestern abend eine Bauernversammlung statt. Landwirtschafts­rat Dr. Schneider (Marburg) hielt einen Vor­trag über das ThemaDer Weg zur Nahrungs­freiheit". Der Redner legte die Notwendigkeit man­cher einschneidenden Anordnung des Reichsnähr­standes zum Wohle der Volksgesamtheit dar, ins­besondere in den Fragen der Fettoersorgung, der Kraftfuttermitteloerwendung usw. Ferner gab der Vortragende bedeutsame Anregungen zur Anlage von Grünfutter- und Kartoffelsilos, bei deren Bau der Reichsnährstand ca. die Hälfte der Kosten trägt

Kreis Biedenkopf.

4 Bischoffen, 13. Dez. Bei der Geldsamm­lung für das Winterhilfswerk am Tage der Natio­nalen Solidarität wurden in unserem Orte 78 Mark gesammelt. Dieser Tage sand auf Veranlassung des Gemeindeschulzen Haus in der alten Schule eine Versammlung statt, in der die Lehrer Ott und Herrmann über den zivilen Luft­schutz sprachen. 30 Personen erklärten ihren Bei­tritt zum Reichsluftschutzbund. Bischoffen ist der Ortsgruppe Hartenrod des Reichsluftschutzbundes angegliedert. Bei der diesjährigen Viehzäh­lung wurden in unserem Orte 14 Pferde, 278 Stück Rindvieh, 260 Schweine, 234 Ziegen, 33 Hasen und 1214 Stück Federvieh festgestellt. Die Hessen- Nassauische Ueberlandzentrale Ober­scheld erwarb von der Gemeinde Bischoffen das elektrische Ortsnetz zum Betrage von 4400 Mark.

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tz lühält er auch Irrtümer, aber im wesent- 6t. jwciei Jmtxr richtig. Auf der anderen Seite stehen n9 für ijritu iginr bie nur jüdische Verbrecher zeichnen. hp ®"1-' ri gPi'?s, aber a ch andere. Aber in der Dis- i |fir sie wenig verwertbar, weil sie dem ei Heal nicht entsprechen. Dieses ist vielmehr -L ify,?, der Schriftgelehrte, das ist der Phari- ullehnen den Juden ab, nicht weil er 'tsondern weil er uns nicht in Ruhe läßt, it sich das deutsche Volk nie gegen ihn :tr ist der Angreifer. Er sucht die Bil-

Remer sagte u. a.: Die Juden sind ein im- ich- Volk, die Deutschen sind ewige Träu- S efin dieser Wachheit sind die Juden in der ch» günstige Lage für sich auszunutzen und iu kommen. Sie sind von unvergleichlichem m> Es ist ja nicht das erste Mal in der

Mrfähvtich; Körperverletzungen sind bei ilt.i, das zeigt ihr Wesen an. Der Jude tc:al5 Finanzmann ober geistiger Beförde- id- Bewegungen unb als Spaltpilz. Leider

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düng zu beherrschen. Damit will er uns beherrschen. Andererseits ist der geistige Mensch bei uns den Dingen der Welt abgewandt und sieht nicht den Gesamtkomplex. Selbst aber wenn der einzelne auch in unserem Sinne durchaus anständig ist und ver­suchen will, im Deutschtum aufzugehen, so hängt doch an ihm die ganze Verwandtschaft. Es hat nur für uns der Satz geaalten, daß der einzelne der letzte Sinn von allem sei, nicht aber für den Juden. Andernfalls würde es gar keine mehr als geschlosse­nes Volk geben. Sie werden als rassische Gemein­schaft zusammengehalten durch ihre Religion, die bewußt diesem Ziele dient. Wie sie zusammenstehen, tritt nur selten, dann aber um so deutlicher in Er­scheinung, z. B. in Strafprozessen. Für den Richter besteht hier eine ganz besondere Verantwortlichkeit bei der Verhandlungsleitung. Ein seltenes Aus­nahmebeispiel, wo der Derwandtschaftszusammen- hang völlig abgebrochen war, stellte Spinoza dar, der von den Juden geradezu geächtet war.

Im praktischen politischen Leben ist es eine völlige Unmöglichkeit, bie Juden in anständige und un­anständige zu unterscheiden. Das bedeutete die Kapitulation. Trotzdem gilt der Kampf nicht dem einzelnen Juden. Unsere Intelligenz erlag oft dem Glorienschein, den sich manche jüdische Gelehrte als Zusammenfasser der Gedanken anderer erwarben. Rassisch sind sie eine Rassenkreuzung. Kennzeich­nend ist ihre innere Zerrissenheit. Trotz der ver­schiedenen Blutseinschläge trifft dies für uns nicht zu. Deshalb ist die Rassenmischung für uns viel gefährlicher.

Die anschließende Aussprache zeigte, daß der Wille zum Aufpassen bei den Lagerteilnehmern in besonderem Maße vorhanden ist.

Am Donnerstag sprach Professor Dr. Bley zu den Jungjuristen über das Thema

Eigenlumsbegriff im nafionalsozialistifchen Staat Der Vortragende knüpfte an ein Wort der franzö­sischen Revolution an:Eigentum ist Diebstahl." Wie alle Schlagworte, so habe auch dieses einen großen Erfolg gehabt. Der Redner legte dann im einzelnen dar, wie die Rechtsordnung zu der An­erkennung eines Eigentums komme. Es fei gewiß, daß überall dort, wo entwickelte Verhältnisse vor-

N Iwochvormittag sprach der Dekan der c er Fakultät der Universität Gießen, Prof, le:, über <

die Judenfrage.

jiigen englischen Seemacht geschlagen wer- njitti daran hatten sie mit ihren Anteil. (Fi-

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wollen wir nicht verkennen, daß es mich Eigentum gebe, das auf Diebstahl beruhe. Als Beispiel er­innerte er an die Anhäufung von Kapital durch die Börsenkönige. Diese Art des Eigentumserwerbs müsse abgebogen werden. Sie sei ein Zeichen der Erkrankung des Volkskörpers. Solche Arten des Eigentums müsse der Staat beseitiaen. Solche Er­werbszweige müsse er, wenn möglich, ohne Entschä­digung in seine eigene Obhut nehmen.

Der Redner kam sodann auf die Entwicklung des Eigentums, z. B. an Waffen, Schmuck unb Kleibung in ber Frühzeit zu sprechen. Die längste Zeit sei bas Eigentum an Grunb unb Boben ge- bunben gewesen. Der Boben sei mit Pflug unb Schwert erobert worben. Diese Eroberung habe nur burch bie Gemeinschaft unb nicht burch den ein­zelnen erfolgen können.

Am Nachmittag sprach ber Führer bes Kamerad- schaftshauses, P a l l m a n n, über

Arbeiiertum.

Der Rebner betonte, baß bie Innerlichkeit, bie Treue unb bie Hingabefähigkeit ben beutschen Menschen von allen anderen auszeichne.

Händen sind und sich eine Kultur bilde, die Menschen Werte zur Verfügung haben müssen, mit denen sie arbeiten und wirken können. Dieses Streben nach Verfügungsgewalt über Gegenstände entspringe nichts anderem als einem egoistischen Machttrieb. Aber auch die Leute, denen dieses Gefühl fehlt, hätten ein Bedürfnis nach Machttrieben. Der Mensch könne bann erst seine Persönlichkeit entfalten. Schon von biesem Gesichtspunkt aus sei ber SatzEigen­tum ist Diebstahl" eine maßlose Uebertreibung. Der Marxismus habe im Grunbe genommen bas be* stohlene Privateigentum anerkannt. Der Vortragende setzte sich fobann mit ber Sozialisierung, wie sie ber Marxismus verstaub, auseinanber. Man habe lebig® lich bie Herrschaft ber Klassen darunter verstanden.

Im Gegensatz dazu sei für den Nationalsozialis­mus das Eigentum eine notwendige Form. Es ge­höre zum Nationalsozialismus. Er sehe das Eigen­tum als dauernd notwendig an. Es sei nicht so, daß der Nationalsozialismus einzelne Klassen kenne, und daß das Eigentum von der einen Klasse an die andere abgegeben werde. Daraus ergebe sich ganz klar, daß das Eigentum durchaus nicht Diebstahl zu fein brauche. Allerdings, so erklärte der Redner,

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