Einzelbild herunterladen

Gießener Anzeiger(General-AnzeigersürGberWen)

Samstag, 15. Dezember 1934

HZ viertes Blatt

interhilfe

Oie Polizei im Dienste der

Oie Polizei als Helfer der Volksgenossen sammelt für die Hilfsbedürftigen.

Leioie Jahrhundertwende den deutschen Einzel-

li

IC

e

Damit die

scheiß

in un-

d<

t!

h^ate die Welt von diesem ewigen Leben lebt.

iesem H

, Nachdruck verboten!

16 kHnietzung.

,g frei Hansi

Käufern als ein lieblicher Adventsgruß einge- !T Er ist mit seinem frischen Tannengrün ein

genoffen, inhabern

bi n

ht der Provinzialhauptstadt. Mner Einzelhändler werbe»!

;er und die außerordentlichen Angebote des rlbndels gerade zur Weihnachtszeit. Er weiß, ru der gewinnt und sich das Vertrauen seiner stuft wahrt, der Qualität und Preiswürdigkeit

w^ieicheki öbel esetische

Sessel, Cm WeihnachW. zimmer peisezimmer

Schlafzir Kl

schön?"

Mac Lean Monteurkittel herausholte.

Und wenn

insbesondere von unseren Gefchcifls- Pfundpakete für das Sammelwerk mitnehmen können.

Beamten bei der Sammlung flott vor-

irsn kann. Deshalb:

Kaufe beim Einzelhändler!

Oer Adventskranz.

Von Propst £\c Borrmann.

>\ und mehr hat sich der Adventskranz

s ij Mhste, am dritten und vierten Advent dos nb vierte Licht den vollen Glanz ber Weih-

diesem Jahr sich einen neuen Hellen Schein ästen als Sinnbild dieses ewigen Lichts am

besah beinah liebevoll den blauen und die Monteurhose, die er jetzt

Sie nun einmal sehen wollen, was

um schickt dieser Gefangene Boten zu Jesus, um sich von diesem Retter aus Zweifelsnacht die Hoffnung neu entzünden zu lassen. Und die Boten kommen mit dem Bericht von Jesu gewaltiger Predigt und von Jesu großen Wundern zu dem Gefangenen wieder. Er hört diesen Bericht, da weichen seine Zweifel wie Morgennebel vor ber Sonne, und seine Seele bchnt sich im Hellen Licht neuer Lebenshoff­nung. . .

Johannes ber Täufer denn so heißt dieser Ge­fangene ist das Abbilb bes in Sorgen und Zwei­feln sitzenben Menschen. Da kommt bie Zeit ber Hoffnung: Abvent. Unb die Seele, die hoffnungs­arm ober vielleicht gar hoffnungslos durch bas ganze Jahr gewandert ist, hebt ihre Flügel unb eilt hin zu dem Wunder von Bethlehem, um dort zu genesen. So meint es der Dichter mit seinen Wor­ten:Bist bu in Oede und Alltagsstaub bas liebe Jahr lang gegangen? Lag beine Seele wie bünb und taub in tausend Sorgen gefangen? Jetzt doch ber Schrei der Sehnsucht bricht bir heiß von zucken- ber Lippe: Zünde auch mir dein Himmelslicht, hei­liges Kind in ber Krippe!"

Daten für Sonntag, 16. Dezember.

1742: Gebharb Leberecht Fürst Blücher von Wahl­statt in Rostock geboren (gestorben 1819); 1770:

aus einem Menschen werben kann, bann passen Sie auf. Man kann nie wissen, wie man es ein­mal braucht."

Mac Lean ging zur Tür, schloß sie sorgfältig ab. Dann zog er ben Monteuranzug an. Rachbem er ein weiches Halstuch statt eines Kragens umge- knüpft, setzte er sich an den Tisch unb öffnete ^ine Aktenmappe, die er bei sich trug. Er stellte

u#5 nofinbart in bem Kind von Bethlehem. Darum b reiflich schon unterm Adventskranz viel mensch­liches l?be aus. All das Vorbereiten ber Weih­nacht slwen unterm Adventskranz, alles Singen der Weiihn.Htslieder, alle Wärme, die in dieser Zeit das 5)au:* :nb die Hausgenossen erfüllt, all dies ist ein ifkin auch schwaches und dürftiges Abbild bei Wien Siebe.

> edigt ber Adventskranz von der heiligen Drehj.i Leben, Licht und Liebe. Aber er ist auch nochf fr- ein anderes herrliches Gut bedeutungs- volletzliinnbild. Bon jeher ist bas Grün ber Tanne ber 'Bine ber Hoffnung gleichgesetzt worden. Unb weni^kme Zeit des Jahres wie geschaffen ist, uns neue»» Nut zur Hoffnung zu geben, bann bie Ad- oentiöic.. Die meisten Stellen ber Heiligen Schrift, die f:in»en Advent bestimmt sind, reden darum auch von u Wem herrlichen Gut ber Menschenseele, ber HofstimU. So auch bas Evangelium des morgigen SonMi.i,s (Matth. 11, 2 bis 10). Es berichtet von einebefangenen, der nicht nur im finstern Kerker zu ^llichärus, sondern auch im Kerker bes Zwei­fels < fit. Aber in ber Tiefe feiner Zweifel keimt doch» b. Hoffnung auf neuen festen Glauben. Dar-

Lubwig oan Beethoven in Bonn geboren (gestorben 1827); 1836: ber Chirurg Ernst von Bergmann in Rujen (Livlanb) geboren (gestorben 1907).

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 15. Dez. Auf bem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, bas Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Lanbdutter 1,42 Mark, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (frische) 14, (inlän­dische Kühlhauseier) 10 bis 13, (ausländische) 10 bis 13, Wirsing, das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner 8 bis 8 Mark, Weißkraut, das Pfund 6 bis 8 Pf., ber Zentner 4 dis 4,50 Mark, Rotkraut, bas Pfunb 10 bis 12 Pf., ber Zentner 10 Mark, Gelbe Rüben, bas Pfunb 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70 bis 80, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 6 bis 7, Kartoffeln 4 Pf., ber Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 15 Pf., ber Zentner 7 bis 15 Mark, Birnen, bas Pfunb 6 bis 10 Pf., Nüsse 40 bis 50, Honig 45 bis 50, junge Hähne 85 bis 90, Suppenhühner 70 bis 75, Gänse 75 bis 80, Enten 85 bis 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30 Pf.

MWl" Freeman drückte auf einen Knopf an der Waünl Wine schrille Alarmklingel ertönte. In die­sem» ÜMnblick hörte bas laufende Band auf zu arbce?'. Die Türen des ganzen Versandhauses schlosst sich automatisch zur Ausgabe hin. Die Roh hd schaltete sich aus. Ein allgemeines Schwei­gen | kt plötzlich im Raum. Und in dies Schweigen Hine IN tagte Mister Freeman:

7^3Mtte alle Damen mit den Kontrollisten hier­her 13 mir. Es ist festzustellen, an wen heute grö­ßeren fciusfenbungen zu expedieren sind, oder an wenn bereits solche hinausgegangen."

@||[;-ci darauf liefen ungefähr dreißig junge Mäd­chens nt Fakturenbüchern und Zettelbündeln in die Mitt« tos Raumes, wo Mister Freeman wie ein FeWt-r das Schlachtfeld übersah.

Uijiiinun begann ein fieberhaftes Suchen unb Serbien. Niemand wußte, warum Mister Free- marii bs-se Feststellung verlangte. Aber das war auchis jliich die Hauptsache, man konnte ihn zu- friefeufidlen.

Bsi) chatte Mister Freeman eine Liste von um gefächi beißig Namen beisammen. Es waren Leute aus -1 le: verschiedensten Gegenden Londons, auch ein tenger Teil aus der Umgegend, der Waren- poftrz* im Betrage von hundert bis dreitausend Pfu'.n! ekauft und bezahlt hatte und die Zusendung der tt Seiten erwartete. Das andere waren Posten von st p.ngerer Bedeutung.

sagte Mister Freeman.Nun machen Sie« »etter! Ich weiß nun das Nötigste."

M: ißean saß bereits, ruhig wartend, in dem Dirueürnsbüro. Er saß mit geschlossenen Augen unbi-i fr sich ganz dem Genuß "feiner Zigarette hin. Ab iir! zu schaute er auf die Uhr. Hoffentlich kam Bremern bald. Denn er hatte ja noch die 2Inge= legen/?:: in der Hauptpostdirektion zu erledigen. Undii ic:wollte unbedingt heute noch etwas Weite­res Iber Angelegenheit W»rgloh/Parkinr unter« nehrmn

Kba sind Sie ja! Nun, was bringen Sie mir r?

MTe' Freeman rollte in feiner Rundlichkeit wie eine"? schnellte Kugel zur Tür herein.

<Ä;ig Namen, Mister Mac Lean. Aber ob Sie «wE kamit anfangen können ich zweifle daran."

Ze.sein Sie ruhig, aber geben Sie mir die Liste?.

Mit: Sean nahm bas Papier und breitete es auf bcnvi I'H unter der Lampe aus. Dann setzte er sich zurecht und verfolgte, mit dem Bleistift

Am D i e n s t a g ' und Mittwoch nächster Woche, 18. unb 19. Dezember, wird im gan­zen Reich einTag der Deutschen Polizei" durchgeführt. Die Veranstaltung hat den Zweck, die Kräfte aller Angehörigen ber beutschen Polizei unb ber Gendarmerie zu einer Spendensamm­lung in ben Dienst des Winterhilfs­werk e s zu stellen. .

Der Reichs- unb Preußische Innenminister Dr. Frick hat in bem gestern von uns gemelbeten Aufruf zumTag der Deutschen Polizei" mit gutem Grund das Wort ausgesprochen:

Polizeidienst ist Dienst am Volk!"

Dieses Wort bestätigt in treffender Weise bie 23 er« bundenheit ber Polizei unb Gendar- merie mit allen Volksgenossen in Stadt und Land. Dieser Feststellung des Mi­nisters können wir in Gießen unb in Oberhessen gerne zustimmen. Denn wir wissen, daß unsere Bevölkerung an ben Polizei- unb Genbarmerle­beamten stets zuverlässige Helfer unb Beschützer hatte und auch weiterhin haben wird, für die es im­mer nur die eine Richtschnur des Handelns gibt: Dienst am Volk unb Helfer aller Volksgenossen!

Erfüllt von d'esem vewußtsein der Gemein- schäft werden sich amTag der Polizei", 18. und 19. Dezember, die Polizei- und Gendar- meriebeamlen in Stabt und kreis Gießen an bie volksgenofsen wenben, um von ihnen eine Beihilfe zu ber Sammlung ber Polizei unb Gendarmerie für bas Winterhilfswerk zu er­bitten. Dabei wollen die Polizei- unb Genbar- meriebeamten von sich aus mit ber Bekunbung bes Opferfinns vorangehen. 3eber Angehörige ber Polizei unb ber Genbarmerie fpenbet für biefe Sammlung einen Getbbetrag je nach fei­ner wirtschaftlichen Stärke, ferner Pfunbpakete mit Lebensrnitteln, außerbem nimmt jeber an ben beiben Tagen kinber hilfsbedürftiger Volksgenofsen mit an seinen vMlagstisch zur Speisung.

Dieser vorbildliche Entschluß unserer Polizei- und Gendarmeriebeamten, die allesamt zu den Volks-

in der Hand, die Reihen der ausgezeichneten Per- onen. Neugierig sah ihm Freeman über die Schul­ter.

Na, haben Sie was? Können Sie sich was da­bei denken?" fragte er alle Augenblicke.

Wenn Sie mich immerfort im Denken unter­brechen gewiß nicht."

Mac Lean setzte sich so, daß ber neugierige Free­man nur auf die Rückseite des Blattes sehen konnte. Dann las er weiter. Bei einer Zeile stutzte er einen kleinen Augenblick, hatte sich aber sofort wieder in der Gewalt unb las ruhig weiter. Dann ftanb er auf, faltete das Papier sorglich zusammen und sagte zu dem enttäuschten Freeman:

Ja, lieber Freeman, Sie haben recht. Ich kann wirklich aus der Geschichte noch nicht recht klug werden. Aus jeden Fall würde ich Ihnen raten, von morgen an jede größere Geldnote zu dem tüch­tigen Hauptkassierer herunterzuschicken. Man kann nie wissen ..."

Aber wie sollen wir das machen?" fragte Free­man verzweifelt.Wir können doch nicht alle Kun­den mit Fünfpfundnoten und mehr zur Hauptkasse herunterschicken."

Ich habe ja auch nicht gesagt: die Kunden, son­dern die Noten. Sie brauchen doch nur den Kas­siererinnen Weisung zu geben, zu erklären, es wäre im Moment kein Wechselgeld da die Kundschaft möge sich einen Augenblick gedulden. Inzwischen schicken Sie die Noten herunter und lassen sie von dem Hauptkassierer prüfen, ben Sie natürlich von allen anderen Arbeiten-entbinden müssen."

Aber wie sieht denn das aus?" fragte Free­man etwas von oben herab.Wir, das größte Warenhaus von London, sollen den Kunden immer­fort erklären, wir könnten Fünfpfundnoten nicht wechseln? Das macht einen schlechten Eindruck."

Fragt sich nur, ob es bei der Direktion einen besseren Eindruck macht, wenn Sie ihr bündelweise das falsche Geld abliefern."

Sie glauben wirklich, daß es so weitergeht?"

Ich glaube es nicht nur ich bin davon über­zeugt. Also, wenn Sie sich vor Schaden bewahren wollen, lieber Freeman, bann tun Sie, wie ich Ihnen gesagt habe."

Nun wurde Freeman doch ängstlich.

Ja, könnten Sie berm die Angelegenheit nicht in die Hand nehmen, Mister Mac Lean? Ich werde sofort der Direktion offiziell Kenntnis geben unb bitten, daß man Sie mit der Angelegenheit be­traut."

Mac Lean ftanb auf.

Ich banke für Ihren ehrenvollen Auftrag, lieber Freeman. Aber ich bin in einer anberen Ange­legenheit schon sehr stark beschäftigt in den näch­sten acht Tagen werde ich kaum zu Ihren Diensten sein können. Nehmen Sie sich doch ein paar tüch­tige Beamte von der Falschgelbabteilung von Scot­land Vard. Die werden es schon herausbringen."

Aber wen?" fragte Freeman verzweifelt.Das letzte Mal, als wir den Kollidieb aus unserer Tep­pichabteilung feststellen wollten, hat es glücklich ein halbes Jahr gedauert. Bis dahin können die Falschmünzer ja halb London ruiniert haben. Neh­men Sie sich doch der Sache an, Mister Mac Lean. Stellen Sie Ihre eigene Sache doch zurück. Es han­delt sich doch hier um ungeheure Werte."

In Mac Leans freundliche graue Augen kgm ein harter Ausdruck.

Und bei meiner Sache, lieber Freeman, han­delt es sich um den ungeheuerlichsten Wert, den es gibt: nämlich um ein Menschenleben. Und nun", fuhr er leichter fort,habe ich eine Bitte. Ich habe doch einen neuen Anzug bei Ihnen gekauft ich möchte mich irgendwo umkleiden können."

Aber bitte, Mister Mac Lean, dazu sind doch unsere Ankleidekabinen in der Herrenabteilung da."

Wie weise Sie sind, lieber Freeman! Meinen Sie, wenn ich eine Ihrer Umkleidekabinen benutzen wollte, ich hätte Sie erst um Rat zu fragen brau­chen? Ich möchte mich so umkleiden, daß man mich zwar hat in das Warenhaus hereinkommen sehen, aber daß keiner weiß, wie ich wieder hinausgehe."

Aber warum denn?"

Vielleicht möchte ich ein wenig Harun al Ra­schid spielen", lachte Mac Lean.Wissen Sie den berühmten orientalischen Fürsten, der unerkannt zwischen bem Volk wandelte."

Aha! Wollen Sie doch den Falschmünzer zu entdecken suchen? Ich hab es mir ja gedacht, solch eine Sache läßt Ihnen keine Ruhe."

Sie sind wirklich ein Hellseher, Mister Free­man. Aber nun bitte: Wo kann ich mich umziehen? Ich habe mit Ihrer gütigen Erlaubnis meine Sachen bereits hierhergebracht."

Mister Mac Lean langte hinter den Sessel und zog einen Pappkarton hervor.

Wenn Sie sich hier umziehen wollen ich kann ja so lange herausgehen."

Bleiben Sie ruhig hier ich bin nicht weiter schreckhaft", meinte Mac Lean und begann schon, seinen Rock auszuziehen.

Was machen Sie denn?" fragte Freeman ver­dutzt.Ist das der Anzug, den Sie bei uns ge­kauft haben?"

Jawohl er ist es! Finden Sie ihn nicht

n b

Weihetb 1

'M übet- auf den Weihnachtsbaum. Ebenso ist es U n bs Lichtern auf dem Adventskranz. Am ersten "'AHmmlläßt das erste, am zweiten Adventssonntag

|8j wr

iljig Abend bie Kerzen vom Weihnachtsbaum c erste Verkündigung dieses Lichts die Ad- nt»lizen auf dem Adventskranz. Leben und Licht a cd" r -ft sich stets aus in Liebe. So ist Weihnach­tenerJIlt von der Botschaft der göttlichen Liebe,

Dhäft iutA» 'lynchten in dem Kind von Bethlehem so starkes ui dhechtendes Leben in diese Welt gekommen, daß Uhrgeöffnj 11 chz feite die Welt von diesem ewigen Leben lebt. N itlirn Leben aber ist untrennbar bas Licht Der« »nmimniiuiiue b w«' Und weil das Fest des Lebens zugleich d« ? ligj't des ewigen Lichts ist, oon dem die Welt .4-- S. Cr - U.- «Imam Hnunn half n-n

iftendes"^ gesebmae irtonsi?1? Segen iWf arfto» J eile '»

VOl deutsch6^

jcW'rf;

(Mons* , . G«. tricWLü Sie^

H i nerlicf) Weihnachten Dorbereiten. Das Grün iCdne als des Baumes, der mitten im Tod des

römPM

6r- <Me

2S iriiet: das Leben verkündigt, weist hin auf Weih- ' »lei: als das Fest des Lebens. Ist doch einst zu

% Willis iioi

Roman von Rainer Selben.

UrhÄ^rechtsschutz: Fünf-Tiirme-Derlag, Halle (S.)

genossen gehören, denen der Kampf ums Dasein selbst nicht leicht ist, verdient volle Anerkennung. Als erfreuliche Würdigung ihres beruflichen Wir­kens im Dienste der Volksgesamtheit werden die Polizei- und Gendarmeriebeamten es ansehen, wenn sie zu ihrer eigenen Spende noch eine mög - l i cf) ft reicheBeisteuer aus allenSchich - t e n der Bevölkerung für das Winterhttfs- werk in Empfang nehmen können.

Zu biefem Zwecke werben sie am 18. unb 19. Dezember eine Gelbfammlung auf ben Straßen, in ben Geschäften unb in ben Wohn­häusern vornehmen, ferner werden sie fehr er­freut fein, wenn sie von möglichst vielen Volks­

ankommen, werden die Spender hiermit gebeten, die Psundpakete rechtzeitig zu packen und zur so­fortigen Aushändigung bereitzuhalten.

Wer sich vor Augen hält, wie opferfreudig und allezeit dienstbereit die Polizei und Gendarmerie aller Dienstzweige ihren schweren Aufgaben nach­kommt, wie eifrig die Beamten um den Schutz und das Wohlergehen der Bevölkerung besorgt sind, wie gerne sie sich als Berater und Helfer für die Volks­genossen einsetzen, der wird seiner Anerken­nung und seinem Dank für unsere Polizei und Gendarmerie gerne dadurch Ausdruck verleihen, daß er

in reicher Weife durch Geldspenden ober Pfunb­pakete mithilft unb bergesialt beiträgt zu einer wirksamen Hilfeleistung für bas Winterhilfs­werk?

Wie die Polizei und Gendarmerie sich eng ver­bunden weiß mit allen deutschen Volksgenossen, so wollen auch mir unsere Verbundenheit mit ben Be­amten, die uns Schutz und Hilfe zu jeder Zeit ver­bürgen, im Sinne unseres Führers und Reichs­kanzlers Adolf Hitler durch das helfende Werk der Nächstenliebe freudig bekunden!

""miiiinmiiiima $

htislTjen ahnen.

rb-e nid)t nur äußerlich ist der Adventskranz ein 23}r:tütaer des kommenden Weihnachtsfestes. Er will

i lel.zu höchster Blüte aebracht hatte, will ein i ar schnitt aufzeigen, der auf der heutigen r beseite mit Empfehlungsanzeigen vertrauens- Unternehmungen des Gießener Einzel- h n lei zu ersehen ist. Wenn alle Volksgenossen i:ib in dem Willen, den einheimischen Einzel- n!lc zu fördern unb ihn beim Einkauf unter allen l-aoen zu begünstigen, so tragen sie damit zur in der gesamten Volkswirtschaft bei. Dann ist ach ber Einzelhandel in der Lage und geradezu zr mt 'ien, feine Leistungen immer mehr zu steigern, s (ji welchen Ausmaßen sich diese Entwicklung c Ls^vllzogen hat, beweisen die großen Anstren-

eine Anzahl Töpfe und Kästchen auf den Tisch, klappte einen kleinen Reisespiegel auf. Und nun be­gann vor Freemans erstaunten Augen die Verwand­lung des Detektivgesichts in ein völlig neues. Mit Schminke, Stiften aller Art verwandelte sich das Gesicht Mac Leans in ein anderes, gebräuntes, primitiveres. Ein kleiner schwarzer Schnurrbart, unter die Nase geklebt, veränderte auch den Aus­druck des Mundes vollständig. Dann richtete Mac Lean seine Hände her: sie wurden mit einer brau­nen Farbe überstrichen, die Nägel wurden kurz- geschnitten. Zwischen Fingerkuppen unb Nägel strich Mac Lean eine schwärzliche Tusche.

So", sagte er befriedigt,dreckig genug sind sie nun."

Er packte seinen Kram zusammen, verstaute ihn mitsamt dem Anzug in ben Pappkarton, musterte sich noch einmal in dem Spiegel und sagte:

Good bye, Mister Freeman, nun tun Sie mir ben Gefallen, sehen Sie erst einmal auf dem Gange nach, ob alles stubenrein ist. Man kann nie vor­sichtig genug fein. Falls uns aber doch jemand sehen sollte an Ihrer Lichtleitung ist etwas nicht in Ordnung. Sie haben also einen Monteur bestellt, um sie nachsehen zu lassen nicht wahr?"

Mister Freeman nickte ganz konsterniert. Was sich heute alles in dem soliden Warenhaus von Gebrs Selfridge abspielte, das war für fein Ge­müt etwas viel! Ein Weilchen später schlenderte ein Monteur ben Arbeitskasten in ber Hanb durch das Warenhaus. Er blieb hier und da vor einem Stand stehen, fragte bei den Kragen unb bei den Oberhemden einmal nach dem Preis, ohne sich jedoch zu einem Kauf entschließen zu können. Das gleiche tat er bei anderen Abteilungen. Manch böser Blick der kleinen Verkäuferinnen folgte ihm.

Solche Kunden wünschen wir uns mehr nicht wahr, Ellen", sagte eine kleine Braunhaarige zu einer ihrer Kolleginnen.Wenn am Abend die Ver­kaufsquote nachgerechnet wird, da können solche Kunden uns gerade retten."

Der Monteur lächelte vor sich hin unb schlenderte weiter. Er ließ sich vom Strom der Menschen wei- tertreiben, und zwar immer in die Nähe der gro­ßen Abrechnungskassen. Bei der einen im ersten Stock Abteilung Silberwaren schien er irgend etwas besonders Interessantes entdeckt zu haben. Er stieß sich etwas rücksichtslos durch die Schlange der Wartenden. Eine dicke Dame, die gerade vor einem schlanken, jungen Mann mit scharf geschnitte­nem Gesicht stand, drehte sich emvört um.

Haben Sie denn keine Augen im Kopf, Herr? Können Sie denn nicht sehen?"

Oh, verzeihen Sie", murmelte der Monteur, ich seh' schon."

Damit verschwand er in der Menge.

(Fortsetzung folgt!)

in dem noch rein deutschen Teil von Oberschlesien geboren, studierte er an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Leipzig, wo er 1885, also mit 21 Jah­ren, sein Physikum bestand, und Berlin, wo er mit 23 Jahren in der philosophischen und mit 24 Jahren in ber medizinischen Fakultät promovierte! In Ber­lin studierte erneben der Medizin nach Herzens­lust Philosophie unb Psychologie" bei Dilthey, Zel­ler und Heinrich von Stein, von weich' letzterem er besonders stark beeindruckt wurde und dessen ge­schichtlich-psychologische Auffassung und Darstel­lungsart philosophischer Probleme ihn ganz beson­ders anzog. In diesem Kreis entstand 1891/92 sein WerkGrundzüge einer Geschichte der Psychologie und Aesthetik von Wolf-Baumgarten bis Kant- Schiller", das die Aufmerksamkeit weiter Kreise aus sich zog und von der Königlich-preußischen Akademie der DZissenschasten für die Miloßewski - Stiftung preisgekrönt wurde.

Sommer habilitierte sich 1892 als Assistent des Professors der Psychiatrie Rieger in Würzburg in der Medizinischen Fakultät für das Fach ber Psychiatrie, wo 1894 als erstes psychiatrisches Werk seine bekannteDiagnostik der Geisteskrankheiten" entstand. Schon drei Jahre nach der Habilitation, nämlich 1895, wurde er als 31jähriger von der Gie­ßener Universität als ordentlicher Professor für Psy­chiatrie an die damals schon im Bau begriffene Gie­ßener psychiatrische Klinik berufen, auf deren Aus­gestaltung ju dem jetzigen einheitlichen Ganzen er

Geheimrat Gommer 70 Jahre alt.

Von Or. Jacobi-Gießen.

Am 19. Dezember begeht der in den weitesten Kreisen der Gießener Bevölkerung bekannte Geh. Medizinalrat Professor Dr. med. et phil. Robert Sommer in aller Stille seinen 70. Geburts- t a g. Fast 38 Jahre leitete er die Gießener Klinik für psychische und nervöse Krankheiten (Universi­täts-Nervenklinik), als er am 1. November 1933 we­gen Erreichung der Altersgrenze unter Anerken­nung seiner dem Staate geleisteten hervorragenden Dienste in ben wohlverdienten Ruhestand versetzt wurde.

In Grottkau, einer kleinen Landstadt von unge­fähr 4500 Einwohnern, zwischen Brieg und Neiße,