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gllrts'inrte der Partei entzogen werden.
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Seenot. —
Mann ertrunken.
„Usworth" ist im infolge Steuer-
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Aus aller Well.
„Das Wunder des Lebens" — die große deutsche Kulturschau 1935. OSt1 der bedeutendsten Ausstellungen des
Englischer Dampfer in Rettungsboot gekentert: zwei Der englische Frachtdampfer nördlichen Atlantischen Ozean
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Sh's er Kolletivbauernwirtfchaft Krasni-Lusch im O kl! i a - G e b i e t gaben auf den neugewählten Volmumden des Ortssowjets, K a r k a , mehrere Unloeiinnte durch ein Fenster Schüsse ab und ftü rfjtiwn. Karka wurde vewundet. Es wurden zahl- rei^eWerhaftungen vorgenommen. Die Tat kann nur rl.t dem Tode bestraft werden.
ffäuffers in London, Walter Hines Page, an i bo n Mitteilung gemacht, in dem es u. a. heiße: I in sicher, daß der Druck der herannahenden ifefo i e Leistungsfähigkeit der M o r - n!8 a n k a l s Finanzagent für die
9[u|ö©runb eines im „Popolo d'Jtalia" erfchiene- nerucn Artikels von Mussolini „Ballast" hak! bi Parteisekretär in dem Verordnungsblatt der
Verden (Aller), 14. Dez. (DRV.) Am Jceitag gegen 17 Ahr ereignete sich zwischen Langwedel und Kirchlinteln, unweit Verden an der Aller, ein schweres Autobusunglück, bei dem dreizehn Personen ums Leben kamen. Ein Autobus mit Anhänger, der eine plattdeutsche Theatergefellschaft aus Stade nach Verden an der Aller bringen sollte, überfuhr bei nebligem Wetter am Block 61a die geschlossene Eisenbahnschranke. 3m gleichen Augenblick wurde der Autobus von einem Schnellzug erfaßt und zur Seite geschleudert. Der Autobus wurde vollkommen zertrümmert. Von den 20 Insassen waren 13 sofort tot, vier wurden schwerverletzt, während drei, die auf der letzten Bank des Autobusses gesessen hatten, mit leichten Verletzungen davonkamen. Der Zug konnte auf kurze Strecke zum halten gebracht werden. Die Insassen des Zuges, unter denen sich auch ein Arzt befand, leisteten sofort die erste Hilfe. Rach kurzer Zeil trafen Feuerwehren und Sanitätskolonnen umliegender Ortschaften mit Aerzten ein, gleich darauf ein Hilfszug der Reichsbahn. Der Oberstaatsanwalt aus Verden begab sich unverzüglich an die
übermäßige Ausgaben wahrscheinlich mit großen Spielverlusten Zusammenhängen. Er fragte den Angeklagten, ob er viel gepokert habe. Dr. Flesch erwiderte, er habe im Jahre 1930 in einem bekannten Künstlerlokal verkehrt und dort den früheren Chefredakteur vom „Börsenkurier", Dr. Emil Faktor, den Sportjournalisten Rolf Nürnberg und den Conferencier Nikolaus kenpengelernt. Die Herren hätten ihn eines Tages zu einer Pokerpartie auf- gefordert. Er sei der Aufforderung nachgekommen in der Voraussetzung, daß es sich nur um ein Unterhaltungsspiel handele. Dann seien sie alle zwei bis drei Monate meist in der Woh- nung von Nürnberg zum Pokern zusammengekom
men. Der Einsatz habe 10 Pfennig betragen. Sein höchster Gewinn oder Verlust seien etwa 20 Mark gewesen. Eine ^rage des Oberstaatsanwaltes, ob sich Nürnberg in diesen Tagen mit ihm in Verbindung gesetzt habe, bejahte Flesch. Nürnberg habe ihm, Flesch, erzählt, daß er vor kurzem wegen dieses Pokerspiels vernommen worden sei. Der Oberstaatsanwalt, Dr. Reiner, erkundigte sich dann bei Flesch, ob es derselbe Faktor sei, den Flesch wiederholt bewirtet und für den er einmal 98 Mark, einmal 26 Mark und einmal 46 Mark ausgegeben habe. Flesch antwortete: Ja, wir haben damals zusammen an einem Hörspiel gearbeitet und sind deshalb verschiedentlich zusammengewesen.
Fleschs Pokerpartien.
$51 : Berliner Rundfunkprozeß kam der Ober- ftaun: "imalt auf den Geldverbrauch des ehemaligen Frlflisiirter Rundfunkintendanten Dr. Flesch zu spr r?.>. Die Staatsanwaltschaft habe aus gewissen Ariden den Verdacht gewonnen, daß Fleschs
spricht am Weihnachtsabend.
llr Weihnachtsabend, dem 24. Dezember, bringt : ^eichssender Berlin von 20 bis 24 Uhr Holge von Musik und Dichtung „Zur heiligen ichDen Höhepunkt der Veranstaltung wird « e i ch s se n d u n g aus München bilden, c Stellvertreter des Führers, Reichs- nirr Rudolf Heß, hält — wie schon im Der- itgnen Jahre — eine Weihnachtsansprache an e!A uslandsdeutschen und an die „Aschen Seefahrer.
ticgan als Finanzier des Weltkrieges.
ItiLyork, 15. Dez. (DRB. Funkfpruch.) Das
Eisenbahnunglück in der Ukraine. — Zwei lote, mehrere Verletzte.
Zwei Güterzüge stießen bei Konotop (Ukraine) infolge falscher Weichen st eHung zusammen und wurden stark beschädigt, so daß aus Konotop ein Hilfszug für die Aufräumungsarbeiten abgehen mußte. Zwei Beamte wurden nach den bisher vorliegenden Mitteilungen getötet und mehrere verletzt. Vom Bundeskommissariat des Inneren (OGPU.) wurde eine Untersuchung eingeleitet.
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Der Plk rrgewöhM . Das \\iv plomai an der' • t durchs sieht man. ib Saß. h n, an tun b M litl)tn 8 ।mit ffufbtrl . Kn 20 am We, FiM , Mhm, x
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Da:1 Amtsblatt von Mexiko veröffentlichte das vemfa.ungsändernde Gesetz über die Einfüh- r um des sozialistischen Unterrichts un:i> :se StaatskontrollF über den gesamten Schul- umn kocht. Das Gesetz, das bekantlich bei einem £eit devt ÜaDÖlterung leidenschaftliche Ablehnung hervor- geiri^n hat, ist damit in Kraft getreten.
Unglücksstätle, um die ersten Vernehmungen durchzuführen. Aus den verschiedenen Zeugenaussagen ergibt sich einwandfrei, daß die Schranke bereits fünf Minuten vor Passieren des Zeuges ordnungsmäßig geschlossen war. Die geschlossene Schranke wurde von dem Autobus mitten durchbrochen. Die Zugführung und das Dlockperfo- nal trifft keinerlei Schuld. Rachdem alle Toten und Verletzten geborgen waren, konnte der Zug mit großer Verspätung feine Fahrt fortsetzen.
Wie zu dem Unglück bei Langwedel ergänzend mitgeteilt wird, handelt es sich um den Zug, mit dem der Führer von Bremerhaven nach Berlin zurückfuhr. 3m Zuge selbst blieben alle Mitfatjren- ren, einschließlich des Personals, unverletzt. Rur die Maschine wurde leicht beschädigt. Der Führer traf mit feiner Begleitung um 23.37 Uhr auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin ein. Zu dem Unglück auf der Strecke Verden—Uelzen wird nachträglich gemeldet, daß der Musiker Fritz Scheel am Samstagmorgen im Krankenhaus feinen schweren Verletzungen erlegen ist. Scheel starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben.
Wettervoraussage.
Durch fortgesetzten kräftigen Luftdruckfall hat sich bei Irland ein außerordentlich mächtiger Sturm- wirdel entwickelt. Da er sich in östlicher Richtung verlagert, nimmt sein Einfluß auf unser Wetter zunächst noch zu.
Aussichten für Sonntag: Bei kräftigen südwestlichen bis westlichen Winden veränderlich bewölkt und teilweise Regenfälle, mild.
Aussichten für Montag: Wechselnd bewölktes Wetter mit wiederholten, meist stürmischen Niederschlägen (in höheren Gebirgslagen teilweise Schnee), bei lebhaften westlichen Winden etwas schwächer.
Lufttemperaturen am 14. Dezember: mittags 4,0 Grad Celsius, abends 4,1 Grad: am 15. Dezember: morgens 5,4 Grad. Maximum 5,4 Grad, Minimum 3,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Dezember: abends 5,0 Grad; am 15. Dezember: morgens 4,7 Grad Celsius. — Niederschläge 0,2 mm,
Furchtbares Autounglück bei Verben an der Aller
Autobus vom Schnellzug überrannt. —14 Tote, drei Schwerverletzte.
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»Ihirirter Blatt „World Telegram" meldet, der i rskende des Ausschusses zur Untersuchung der i islimgsindustrie, Senator Rye, habe ihm von i ec Telegramm des damaligen amerikanischen
Pa-'tie gegen diejenigen Mießmacher, Ui wirtschaftlichen Verhältnisse Italiens ver- iil ch kritisieren, scharfe Maßnahmen erJW.. So soll u. a. jedem Mießmacher die Mit-
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Japan und Rußland im Fernen Osten
Oie Verteidigung der Mandschurei.
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scheu Japan und den M a n d a t s i n s e l n in der Südsee. Durch diese Luftverbindung soll die über 4200 Kilometer lange Strecke in drei Tagen statt bisher in acht Tagen zu Schiff überbrückt werden. Ein Flughafen soll beschleunigt gebaut werden. Außerdem ist ein Anschluß an spätere amerikanische Fluglinien geplant.
Zapanisch-amerikanischer Zwischenfall in Schanghai.
Ein amerikanischer Journalist knipst Uebungen japanischer Truppen.
Schanghai, 15. Dez. (DRV. Funkfpruch.) Peinliches Aufsehen erregt hier ein japanisch-amerikanischer Zwischenfall. Eine japanische Truppenabteilung und vier gelandete Ma- rinemannschoften hielten Uebungen ab, in deren Verlauf sie die von der internationalen Riederlasfung nach dem Stadtteil Tfchapei führenden Ausgänge befehlen. Schon dies rief unter der Bevölkerung, die sich dabei der Beschießung Tschapeis im 3ahre 1932 erinnerte, Rervosität hervor. Der amerikanische 3 o u r n a l i st V u ch m a n n, der für die hiesige Zeitung „China Preß" arbeitet, machte photographische Aufnahmen von den Hebungen und drang hierbei anscheinend in einen S chuppen ein, in dem Tanks standen. Trotz der ihm erteilten Warnung fetzte er das Photographieren fort mit der Behauptung, daß die 3apaner nicht berechtigt seien, ihm dies zu verbieten. Als er daraufhin fest genommen wurde, verweigerte er mit der gleichen Begründung die japanische Forderung nach heran s g a b e der Filme. Schließlich griffen Polizei sowie das japanische und amerikanische Generalkonsulat ein, es wurde eine Einigung dahingehend erzielt, daß Vuchmann unter Protest d i e Filme auslieferte und die 3apaner sich bereit erklärten, von wetteren Schritten Abstand zu nehmen.
Die Aussprache der Frontkämpfer
Oer Weg zu einem ehrenhasten Frieden.
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lc! MUptsache auf einer eidlichen Aussage des Vrih-en Angestellten der Regierungskommission, M i i e n i u s. Diese eidliche Aussage war der T nichrift beigefügt. Die Anklage sieht in diesen B üt-iirfen eine Beleidigung des Direkte t: des Innern, Heimburgers, sowie le x iunigrantenbeamten Ritzel, Lehnert und L imiolle. Eine Beleidigung von Mitgliedern de b.egierungskommission wird in der Anklage n !)tck>ehauptet.
lilsche und die französische Regie- tjn: übersteigt. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß -ist Kriegserklärung an Deutschland d ctc >1 i n z iL e Au s w e g ist, um u n s r e gegenwärtige führende Handels st ellung bei- jti ycfl (ten und eine Panik zu vermeiden.
Abessinien
beschwert sich beim Völkerbund.
< Ü in f, 15. Dez. (DNB. Funkspruch.) Abessinien fjoift v einem langen Telegramm an den General- |ef jfetr des Völkerbundes wegen der blutigen Z sii siim m e n st ö ß e mit italienischen
iS'ii pen Beschwerde erhoben. Zunächst werden e SnrfäUe geschildert.' Dann wird auf den Tele- grcrrri wechsel mit Italien hingewiesen und erklärt, t ifh tnrcf) die Zwischenfälle eine gefährliche S e n t ft a n b e n fei. Abessinien beruft sich aber k it liinen Artikel des Völkerbundspaktes, so daß di i> nir als eine e r fte Warnung aufgefaßt wird.
tfcine politische Nachrichten
ständische Blätter haben die Nachricht verbreitet^ dfz Mussolini kürzlich den Abschluß eines ® w 4 erpaktes, nach Muster des Diererpaktes, nnirgrj)lagen habe, an dem auch Polen und d i v' Sowjetunion teilnehmen sollten. Die Nallchlcht entbehrt nach einer Mitteilung der amt» lich!rn:italienischen Agentur jeder Grundlage.
Stuttgart, 15. Dez. (WK.) Der Landesführer des NSDhB. (Stahlhelm), L e n f ch, führte im Reichsfender Stuttgart u. a. aus:
Wir achten unsere Gegner von einst, sonst wären wir keine Frontsoldaten. Wir verlangen aber auch, daß wir geachtet werden. Wir achten die Forderung unserer Gegner von einst nach Sicherheit, weil sie uns ehrt. Aber ich betone auch, daß Deutschland niemals daran denken würde, in irgendeiner Form Rache für bas Um recht z u vredigen, das man uns angetan hat. Wir Frontsoldaten kennen den Krieg, und es ist fein einziger Frontsoldat von ehedem, ober kein einziger Jugenblicher von heute in Deutschlanb, ber ben Krieg nocheinmal, gleichviel in welcher Form, haben möchte. Der Führer unb Reichskanzler Abolf Hitler hat bas nicht nur für feine Person, fonbern auch für bas ganze beutsche Volk klar unb unzweibeutig ausgesprochen: W i r wollen keinen Krieg! Aber wir wollen ben Frieden unb bie Wieber - Herstellung unserer Ehre! Diese Forbe- rung eines Volkes, das leben will und an dessen Kultur unb Wirtschaft, an dessen Erfindungen die ganze Welt teilnimmt, kann kein Frontsoldat von sich weisen, lieber diese Brücke muß man bie Welt zum wahren Frieben, müssen bie Völker zur inneren Befriedung, muß jedes einzelne Volk aus feiner inneren Unruhe heraus zur Konfolibierung feiner Verhältnisse, zu Arbeit unb Brot, zur Sicherung seiner Existenz geführt werben. Diesen heißen Appell richte ich als unbekannter Frontsolbat, bem bie Liebe zu feinem Vaterlanb im Herzen brennt, an bas gesamte Frontsolbaten- tumberWelt. Wir wollen ben Frieben, wir mallen bie Ehre! helft mit! Wir haben als Front-
Ir r u ch e s bei schwerem Sturm in Seenot geraten. Der Cunarb-Dampfer „Ascania" unb ber belgische Dampfer „Jane Jabot" eilten bem in Not befinblichen Schiff sofort zu Hilfe unb versuchten, bie aus 30 Mann bestehenbe Besatzung ber „Hs- worth" zu retten. Das Aussetzen ber Rettungsboote wurde durch den schweren Seegang außerordentlich behindert. Schließlich gelang es einem Boot der „Jane Jabot" fünf Mann von ber Besatzung der „Usworth" zu retten. Bei einem zweiten Rettungsversuch schlug bas Rettungsboot ber „Jane Jabot" um unb zwei Mitglieber ber Bootsmannschaft ertranken.
Ein Todesopfer des Einsturzunglückes in Liverpool.
Das Einsturzunglück in der Aula der St. Cle- ments-Schule in Liverpool hat doch ein Todesopfer gefordert. Eine Frau wurde durch die stürzenden Trümmer so schwer verletzt, daß sie nur noch als Leiche geborgen werden konnte. Z ruZeit befinden sich noch 31 Personen in Krankenhauspflege. Bauernwagen vom Zug überfahren. — Ein Tvier, fünf Schwerverletzte.
Bei Radzyn in Pofen ü b e r f u t) r ein Personen- zug einen mit sechs Menschen besetzten Bauern- wagen. Einer der Bauern wurde getötet, fünji schwer verletzt. Der Unfall wurde erst auf der nächsten Station hinter der Unfallstelle bemerkt, als man einen verletzten Menschen auf dem Vorderteil ber Lokomotive liegenb auffanb.
Kältewelle In Kuba. — Fünf Menschen erfroren.
Die Insel Kuba leibet zur Zeit unter einer Kältewelle, roi£ sie seit 75 Jahren nicht beobachtet würbe. Die Temperaturen fielen an zahlreichen Stellen erheblich unter ben Nullpunkt. Fünf Menschen sinb erfroren.
Erpresserischer Zeitungswerber zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.
Die „Münchener Neuesten Nachrichten" berichten u. a.: Ein Mann, ber einige Wochen bei ber „Fränkischen Tageszeitung" in Nürnberg als Abonnentenwerber tätig war, wollte von einer Malersfamilie Auftrag für ein Abonnement feiner Zeitung erhalten. Die Frau lehnte ab mit ber Begrünbung, daß sie bereits feit 14 J a h- ren eine andere Zeitunglese unb ihre Eltern schon biefes Blatt gelesen hätten. Der Werder brohte bamit, baß ber Malermeister bei ber nächsten Vergebung stäbtischer Arbeiten übergangen würbe. Darauf tat bie Frau bas, was man in biefem Fall am besten tut, sie erstattete Anzeige bei ber Polizei. In ber Derhanblung gegen ben Werber führte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer aus, der Angeklagte habe bei der Werbung unrechtmäßig einen Druck ausgeübt, und das sei eine Erpress u n g. Die Zeugen seien so vernünftig gewesen, auf diesen Druck nicht hineinzufallen. In den Zeitungen sei feit langem immer wieder darauf hin- gewiesen worden, unter Bezugnahme auf Äußerungen höchster Stellen ber Partei, daß jede Druckausübung bei der Zeitungswerbung unzulässig sei. Es sei auch anzunehmen, daß von derartigen Werbern solche Werbemethoden öfter angewandt werden, bie Leute getrauen f i ch nur nicht dagegen vor- z u g e h e n. Solche Elemente wie der Angeklagte s ch ä d i g en in nicht mehr gutzumachender Weise das Anseh en der NSDAP. Er beantrage wegen versuchter Erpressung eine Gefängnisstrafe von drei Monaten. Der Richter verurteilte ihn zu zwei Monaten. In der Urteilsbegründung führte der Richter noch aus, der Angeklagte habe eine ganz gemeine und schamlose Handlung verübt. Er müßte.sich als Mitglied ber NSDAP, bewußt sein, baß er burch ein solches Verhalten bie Partei und bie mit ber Verbreitung ber nationalsozialistischen Presse in ber Partei betrauten Dienststellen i n ihrem Ansehen schäbigt. Eine milde Bestrafung wäre nur eine Prämie und ein Anreiz für andere gewesen, es ebenso zu machen.
Die „Fränkische Tageszeitung" erklärt zu dem Urteil, ber verurteilte Zeitungswerber habe sich sowohl in bie Partei als auch in bie Reihen ber Werber ber „Fränkischen Tageszeitung" eingeschli - ch e n. Er behauptet zwar, er sei schon seit 1921 Nationalsozialist, in Wirklichkeit aber batierte sein Parteiausweis erst vom 1. Mai 1933. Wenn ber Verurteilte ehrlich gesagt hätte, baß er bereits siebenmal vorbestraft fei, u. a. wegen Betrugs unb Diebstahls, so wäre er niemals in die Partei ausgenommen worden.
inen^tm Jahres wird die Ausstellung „D a s Wunde' es Lebens" sein, in ber bewußt ber Millrck in bas Blickfelb gerückt werden wird. Die 2(uiNlung, die auf bem großen Ausstellungsge- Kiitl t : n Berlin stattfinden wird, tritt an das TH>!M „Der Mensch" mit völlig neuartigen a lc:i ifse llungstech nischen Mitteln heran. Bkiisnrers fesselnd ist die Abteilung „Träger des SeOlb-.n'". Der Mensch als Einzelwesen tritt zurück hiUstrLie Familie, die die Trägerin des Lebens ist. I« le: Abteilung „Stätten des Lebens" wird der häMtiM Herd als die Stätte des Familienlebens gezssez Alle Fragen, die bas große nationalsoziali- stisick! ISiedlungswerk beantwortet, werden aufge« rovli.'-m R-Hmen ber Darstellung ber „Kräfte ber EpMlng bes Lebens" findet all bas Raum, was ber'i V'snfch auf bem Gebiete ber Ernährung, der Älfoiiig und des Gesundheitsschutzes geschaffen hat.
Wo ist die Baronin Wagner?
Mn-Kapitän h a n c o ck, der es sich zur Aufgabe geW: hat, die seltsamen Vorgänge auf den G c'ia g o s - I n s e l n aufzuklären, liegt nun- mech: rin neuer Bericht vor. Der Kapitän teilte nut, daf;nlämtliche Inseln der Inselgruppe genauestens „ um endgültig festzustellen, ob bie ver- !ch nr^ene Baronin Waaner und ihr Begleiter Wil ppson noch am Leben sind. Er habe be- rei'M-e größeren Inseln vergeblich durchforscht und sei ijtt dabei, auch die zahlreichen kleinen Inseln auus-.silchen, die größtenteils unbewohnt und zum Te.M'igar völlig ohne Wasser und Pflanzenwuchs fin ib
Dis Opfer de hotelbrindes in Lansing. — BiW 30 Tote festgestellt, noch immer 60 Vermißte.
üD Zahl der Todesopfer des hotel- b r I: ciilO e s in Lansing (Michigan), deren Perfo- naltlMfeftgefteHi werden konnten, hat sich auf 30 erW.1 Es werden noch immer 60 Personen Derrn iti \t
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. ßang^ für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt ber Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und Vertagt Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf« Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr« Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 Mtj-,
folbaten eure verwunbete Kameraben verbunben unb gepflegt unb ihr habt unseren verwunbeten Kameraden das gleiche getan unb unsere gefallenen Kameraben in eurem Heimatboden, dem Boden eures Vaterlandes, beerdigt, helft darum mit, daß d i e letzte Frontsoldatentat eines ehrlichen Friedens, bie bis jetzt noch nicht vollbracht ist, Wirklichkeit wirbl Das ist keine Schwäche — fonbern Stärke und Kraftbewußtsein. So denken wir! So denkt der Führer! So denkt Deutschland!
Der Abgeordnete Jean G o y , der bekanntlich als französischer Kriegsteilnehmer kürzlich vom Führer und Reichskanzler empfangen wurde, hat Freitagnachmittag von neuem in einem Pariser Theater vor ausgesuchter Hörerschaft über seine Unterredung mit dem Führer gesprochen. Goy sprach über die Tätigkeit, die er sowohl unter den Parlamentariern als auch in den Kreisen der Kriegsteilnehmer für die deutsch-französische Annäherung entfaltet habe. Er wies besonders darauf hin, wie zweckmäßig fein Schritt in Berlin gerade in dem Augenblick gern e f e n fei, in bem gewisse Auslegungen bezüglich ber Saarabstimmung ben Frieben zu stören brohten. Goy ging bann bes Näheren auf bie Frage ber Militärbünbnisse ein, bie seiner Ansicht nach ganz allgemein anfechtbar unb oft wenig sicher seien. Zum Schluß erklärte er, bah man auf bie Gewaltpolitik, bie unoermeiblich zürn Kriege führe, verzichten unb entschlossen ben Weg unmittelbarer Verhanblungen ohne Rücksicht auf Politik unb Parteifragen beschreiten müsse.
Tokio, 14. Dez (DNB.) Kriegsminister h a y a - s ch i empfing 30 Mitglieber bes Oberhauses zu einer Aussprache über die Ausgaben der Wehrmacht für das Jahr 1935/36. Dabei wurden auch die sowjet-ruffisch-iapanifchen Beziehungen besprochen, hayaschi betonte, daß bie geplante Kürzung ber japanischen Militärausgaben nach ber Durchführung ber militärischen Operationen in Manbschukuo nicht habe verwirklicht werben können. Vielmehr habe man bie Militärausgaben wegen ber Rüstungen Sowjetrußlanbs erhöhen müssen. Die gut unterrichtete Zeitung „hochi" berichtet, bah bie Mitglieber bes Oberhauses ben Kriegsminister gefragt hätten, ob bie Sowjetunion beabsichtige, Truppen in Manbschukuo einmarschieren zu lassen, hayaschi habe erklärt, baß er hieran nicht glaube. Rußlanb bagegen befürchte einen Ein- marsch japanischer und mandschurs- scher Truppen in sein Gebiet. Japan beabsichtige aber nicht, kriegerische Zusammenstöße mit Sowjetrußland herbeizuführen. Die Mitglieder des Oberhauses hätten zum Ausdruck gebracht, daß man alle diplomatischen Mittel anroen- den solle, um die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Japan zu bessern und die Rüstungen an der mandschurischen Grenze e i n 3 u ft e 11 e n.
Japans Außenposten.
Flugverkehr mit den Mandats-Inseln in der Südsee.
Tokio, 14. Dez. (DNB. Der Kabinettsrat beschloß bie Einsetzung eines Ausschusses zur Färbe r u n g ber Ausdeutung ber natürlichen Hilfsquelle auf Formosa, K 0 - re a, in ber Manbschurei unb auf ben ehemals beutschen Sübfee-Jnseln, bie Japan als Manbatsgebiete unterstehen. Diese Hilfsquellen sollen zur Landesverteidigung herangezogen werben. Der Ausschuß steht unter Leitung bes Kolonialministers K 0 bama. Der japanische Sonberdot- schafter in Manbschukuo regte eine enge wirtschaftliche Berbinbung zwischen Japan unb Manbschukuo an. Ferner beschloß bas Kabinett bie Einrichtung eines Flugverkehrs zwi -


