Unterstützungseinrichtung der Deutschen Arbeits- front In Anspruch nehmen, die dieser gegenüber ihre Beitragspflicht erfüllen.
Heil Hitler!
3.21. Wehrum, Kreiswalter der DAF. Zotz, Ortsfuchschaftswalter.
krriswaltung Gießen.
Am 15. November, abends 20.30 Uhr, veranstaltet die Ortsgruppe Gießen des Bundes der Saarvereine im Cafü Leib eine Saarkundgebung, verbunden mit einem Lichtbildervortrag.
Die Mitglieder der DAF. werden hiermit aufgefordert, sich ebenfalls an dieser Kundgebung zu beteiligen.
Heil Hitler!
Kreiswaltung Gießen. NS.-Gerneinschaft „Kraft durch freute“.
Am kommenden Freitag, 16. November, abends 8 Uhr, findet in der Aula des Gymnasiums die erste offene Singstunde für die Stadtbevölkerung von Gießen statt. Wer Freude am echten deutschen Dolkslied, am frischen Kanon und am guten Mannschaftslied hat, ist herzlich zum Mitsingen eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Heichsbund Volkstum und Heimat.
Am morgigen Freitag, 16. November, 20^ Uhr, findet in der Aula des Gymnasiums ein offenes Singen unter Leitung von Herrn Siegler statt (Volkslieder, Kanons, Mannschaftslieder). Wir bitten unsere Mitglieder um rege Beteiligung.
Nekanatskonferenz zu Gießen.
3m Markussaal trat am Dienstagnachmittag, stark besucht, die Dekanatskonferenz des Evangelischen Dekanats Gießen zusammen. Ihr neuer Vorsitzender, Dekan Sattler (Wieseck), eröffnete mit Lesung von Losung und Lehrtert des Tages und Gebet. Er dankte dem seitherigen Dekan Pfarrer G u ß m a n n (Kirchberg) für alle in den 22 Jahren seiner Dekanatsführung geleistete Arbeit und erbat für sich die jederzeit seinem Vorgänger erwiesenen drei Dinge: Vertrauen, Nachsicht und Geduld. An die Behandlung einer Reihe geschäftlicher Fragen schloß sich eine sehr rege und harmonisch verlaufene Besprechung der kirchlichen Lage an. Unter den Gästen war auch Herr Propst Knodt anwesend.
Vortreffliche Hilfe
für die Kriegsgräberfürsorge.
Das nunmehr abschließend festgestellte Ergebnis der Sammlung für die Zwecke des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge beläuft sich in Stadt und Kreis Gießen auf die sehr ansehnliche Summe von 5357 Mark. Von diesem Betrag entfallen auf die Stadt Gießen allein 2118 Mark, der Restbetrag wurde in den Orten des Kreises Gießen gespendet. Diese bedeutsame Opferbereitschaft im Dienste der deutschen Kriegsgräberfürsorge ist ein ehrenvolles Zeugnis für die dankbare Gesinnung, die unseren gefallenen Brüdern im Kreise Gießen bewahrt wird. Die Kreisgruppe Gießen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird nunmehr, dank dieser sehr anerkennenswerten Spende, der Uebernahme de Patenschaft für einen Heldenfriedhof im Westen oder im Osten nähertreten.
Parkplatz plockstraße fertiggestellt.
Nach mehrwöchiger Arbeit ist setzt der Parkplatz in der Plockstraße fertiggestellt worden. Die Kraftwagenbesitzer werden diese Neueinrichtung im Verkehrswesen unserer Stadt sehr begrüßen. Der Parkplatz erscheint zweckmäßig gestaltet. Die Abstellräume für die einzelnen Kraftwagen verlaufen schräg zur Fahrbahn und sind durch eine Markierung mit weißen Steinen gekennzeichnet. Der Parkplatz wurde mit Kleinpflaster befestigt.
Gas schafft Arbeit!
Im Rahmen der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung hat die Gießener Gas-Gemein- fchaft einen Winter-Werbefeldzug unternommen und sich zur Aufgabe gemacht, jeden einzelnen Haushalt zu beraten. Die Gießener Gas-Gemeinfchaft bittet — wie man uns schreibt —, die Damen und Herren, die in ihrem Auftrag vorsprechen und gleichzeitig die im Haushalt befindlichen Gasgeräte aufnehmen, sowie evtl. Beanstandungen entgegennehmen, zu empfangen und sich über die neuesten Gas- geräte unterrichten zu lassen. Ferner veranstaltet die Gießener Gas-Gemeinschaft im Verein mit der NS.- Frauenschaft Gießen, Reichsgemeinschaft Deutscher Hausfrauen, Milchwirtschaftsverband Hessen und der hiesigen Bäcker-Innung einen Hausfrauenabend am Freitag, 16. November, 20 Uhr, im Cafö Leib, auf den die Hausfrauen besonders hingewiesen werden. (Siehe gestrige und heutige Anzeigen.)
Gründungsversammluug der Bildhauer- und Steinmetz-Pflicht- Innung für Oberheffen.
Die Bildhauer und Steinmetz-Pflichtinnung für die Provinz Oberhessen hielt am Sonntag im „Schipkapaß" zu Gießen ihre Gründungsversammlung ab. Kreishandwerksmeister Pg. S t ü h l e r eröffnete die Versammlung. Pg. Stichler gab zunächst einen kurzen Ueberblick über die gegenmär» tige Sage des Handwerks, führte dann den Stein» metzmei'fter Gustav Schrader als Obermeister der Innung ein und verpflichtete ihn durch Handschlag. Kollege Schrader übernahm sein Amt mit der Versicherung, seine ganze Kraft einzusetzen, um das so schwer darniederliegende Bildhauer- und Steinmetzhandwerk wieder zu seinem einstigen Ansehen zu verhelfen. Er übernahm sodann die Leitung der Versammlung und verpflichtete durch Handschlag nachstehende Kollegen zum Beirat der Innung: H. Ehrhardt- Gießen als Stellvertreter des Obermeisters, Erich Schmiedeknecbt -Londorf als Kassenführer und 2Iuguft Schmidt (Gießen) als Schriftführer. Als Bezirksmeister für die Kreise Alsfeld und Lauterbach wurde Kollege Leonhardt (Alsfeld), für die Kreise Friedberg, Tübingen und Schotten Kollege Hofmann (Friedberg) bestimmt. Als Lehrlingswarte wurden die Kollegen Peter Dietz (Großen-Linden) und Kollege B ö h - l e r (Ober-Ohmen) genannt. Gesellenwart ist der Steinmetz Georg Kraft (Londorf). Als Gesellenbeirat fungieren die Steinmetzgesellen Karl Stol- ter (Friedberg) und W. Lebentroth (Schwalheim).
Der Obermeister gab sodann die Mustersatzung mit den Zusatzbestimmungen bekannt, die von der Versammlung gebilligt wurden. Die Zusatzbestim- mungen verpflichten die Mitglieder zur Förderung der Staubesehre und der Pietät, unterbinden den frühen Kundenbesuch und verhindern Uebervortei- lung und Unterbietung, sehen Maßnahmen vor zur Ausschaltung des Pfuschertums und fordern durch meisterhafte Qualitätslieferung die Hebung der Friedhofskultur, damit eine würdige Totenehrung gewährleistet ist. Sämtliche Steinmetzmeister traten dafür ein, daß Naturstein zur Verarbeitung kom
men solle, damit die setzt noch stilllegenden Steinbrüche wieder in Betrieb genommen werden können und die jetzt noch arbeitslosen Steinmetzen und Brucharbeiter wieder Arbeitsmöglichkeit bekommen. Der bis jetzt gezahlte Lohntarif wird vorläufig bei» behalten. Nachdem ein großer Teil der anwesenden Mitglieder ihrer Beittagspslicht genügt hatte, schloß Obermeister Schrader mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf unfern Führer die harmonisch verlaufene Versammlung.
Daten für Donnerstag. 15. November.
1630: der Astronom Johannes Kepler in Regensburg gestorben (geboren 1571); — 1730: der Generalinspekteur der amerikanischen Armee Friedrich Wilhelm von Steuden in Magdeburg geboren (geworben 1794); — 1787: der Komponist Willibald Ritter von Gluck in Wien gestorben (geboren 1714); — 1862: der Dichter Gerhart Hauptmann in Salz» brunn geboren; — 1910: der Dichter Wilhelm Raabe in Braunschweig gestorben (geboren 1831).
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 15. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (ausländische) 10 bis 13, (inländische, Kühlhaus) 10 bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner 7 bis 8 Mark, Weißkraut, das Pfund 5 bis 6 Pf., der Zentner 3 bis 3,50 Mark, Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner 6 bis 7 Mark, Gelbe Rüben, das Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 10 bis 12, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 50 bis 80, Tomaten 25 bis 30, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 12 Mark, Birnen, das Pfund 6 bis 10 Pf., Nüsse 35 bis 40, junge Hähne 85 bis 90, Suppenhühner 70 bis 75, Gänse 70 bis 75, Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 10, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf.
Vornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag: Bund der Saarvereine, Ortsgruppe Gießen, 20.30 Uhr, Caf6 Leib, Saarkundgebung. — Reichberufsgruppen der Angestellten in der DAF., Fachgruppe Banken, Lonystrahe 18, Zusammenkunft mit Vortrag über „Außenhandel und Transferfrage". — NSBDT.., 20.30 Uhr, Hörsaal des Geologischen Instituts, Lichtbilder-Vortrag über „Geologie in der Technik". — Stadttheater, 20 bis 22.30 Uhr, „Krach um Jolanthe" (Vorstellung der NS.-Kulturgemeinde — Ring Deutsche Bühne). — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der junge Baron Neuhaus". — Asto- ria-Lichtspiele, Seltersweg: „Hafengasse Nr. 4". —
Eigenheim-Ausstellung, Seltersweg 75, 20.15 Uhr, Hotel „Prinz Carl", Vortragsabend mit Lichtbildern „Wie finanziere und baue ich mein Eigenheim?" — Bergschenke, 5-Uhr-Tee.
— Stadttheater Gießen. Heute, 20 Uhr, Vorstellung für die NS.-Kulturgemeinde Ring: Deutsche Bühne: die Bauemkomödie ,Krach um Jolanthe" von August Hinrichs.
*
♦♦ Probe-Feueralarm. Am kommenden Samstag um 15 Uhr werden probeweise die Feueralarmsirenen unserer Stadt ertönen. Zur Beunruhigung ist bei dem Alarm kein Anlaß.
** Feuerlöschhilfe der Technischen Nothilfe. Wie uns ergänzend zu dem Bericht über das Großfeuer in der Seifenfabrik von Mo b s mitgeteilt wird, hat sich auch die Technische Nothilfe bei der Feuerlöscharbeit eifrig betätigt. Sie hat der Feuerwehr bei dem Transport und beim Legen von Schlauchmaterial sowie beim Fortbewegen der ge- füllten Oelfässer wacker geholfen. In dem naturgemäß großen Durcheinander bei einem derartigen Brande und bei der erfreulicherweise großen Zahl von Helfern in Uniform und in Zivil hatten wir selbst leider die Mitglieder der Technischen Nothilfe nicht bemerkt, es sei aber nicht unterlassen, diesen stets opfer- und tatbereiten Männern im Dienste des Allgemeinwohls für ihr erneutes Wirken bei dieser Gelegenheit die wohlverdiente öffentliche Anerkennung zu bekunden.
** Preisgekrönt er Geflügelzüchter. Der Rhodeländerzüchter Friedrich Bauer in Gie- ßen, über dessen züchterische Erfolge wir schon wiederholt berichteten, erhielt auf der mit zirka 7200 Tieren beschickten „Großen Mitteldeutschen Rasse- geflügelschau", die vom 9. bis 11. November in Magdeburg stattfand, auf sechs ausgestellte Tiere sechsmal die Note sehr gut, zwei Ehrenpreise, zwei Zuschlagspreise und zwei 1. Klassenpreise.
** VHC. Gießen. Man berichtet uns: Es war ein grauer Novembertag. Schwere Wolken hingen am Himmel. Unablässig fielen dicke Regentropfen zur Erde. Trotzdem waren zur Novemberwanderung am vergangenen Sonntag über 30 Personen zusammengekommen. Es find die Unentwegten, die vor keinem Wetter zurückscyrecken. Sie wurden für ihre Treue belohnt, denn bald hörte der Regen ganz auf. Die Wanderung führte mit dem gelben Strich durch das Alte Feld, die Wannschneise entlang über die Hohe Warte nach Annerod. Nach der Mittagsrast im Saale des Mühlchens ging es über die Straße Gießen—Reiskirchen durch den Bergwald bei Rödgen, von wo sich bei gutem Wetter eine schöne Aussicht nach Rödgen und das Hinterland bietet, quer über das Feld nach Großen-Buseck. Hier sand sich noch eine größere Zahl Vereinsmitglieder ein. Bei Tanz, Mundartvorträgen und anregender Unterhaltung blieb man bis zum Abendzug fröhlich beisammen.
Lippert 1900 abermals in der Gau- nachwuchsmannschast.
Für das Winterhilfsspiel der Gaunachwuchsmannschaft Nordhessen gegen die Mannschaft von Borrussia Fulda ist auch der Gießener 1900er Lippert aufgestellt. Desgleichen ist er auch für das Gauspiel des Gaues Nordhessen gegen den Gau Mitte, das am Sonntag, 25. November, zur Austragung gelangt, genannt worden. Auch Wohlge- muth Wetzlar wird für beide Spiele herangezogen.
Die Tabelle der 2. Kreisklaffe nach der Vorserie.
Gew.
Unentsch.
Verl.
Tore
Pkte.
VfB. III
5
1
0
35:8
11:4
Alten-Buseck
3
2
1
21:14
8:4
Wißmar
2
1
3
10:11
5:7
ßonborf
2
1
3
8:17
5:7
Treis
1
3
2
11:24
5:7
1900III
1
2
3
7:11
4:8
Grimberg II
2
0
4
9:16
4:8
Der vorjährige Meister VfB. konnte sich auch in der Dorserie ungeschlagen an die Spitze setzen. Mit drei Verlustpunkten mehr folgt Alten-Buseck, eine eifrige und junge Mannschaft, die sehr beständig ist
und noch manche Punkte holen wird. Wißmar ist in der Spielstärke zurückgegangen, doch wird der Mannschaft ein guter Mittelplatz sicher sein. Londorf und Treis sind beide Kampfmannschaften und geben sich erst in letzter Minute geschlagen. Von 1900 hätte man etwas mehr erwarten können, zumal genügend Spielermaterial zur Verfügung steht. Grünberg ist den Spielen noch nicht gewachsen.
Kußballabteilung des Tv. Kinzenbach.
Kinzenbach — Spv. Vetzberg 9:1 (1:0).
Zum fälligen Verbandsspiel hatte die erste Mannschaft des Tv. Kinzenbach die gleiche von Vetzberg zu Gast. Die Gäste traten nur mit^ehn Mann und mit Ersatz an. Auch die Einheimischen hatten Ersatz eingestellt. Die erste Hälfte des Spieles verlief ziemlich ausgeglichen. Der einzige Erfolg kam erst in der Mitte dieser Spielzeit zustande. Nach dem Wechsel fielen die Gäste stark zurück und mußten sich, bis auf einige gefährliche Vorstöße, fast ganz auf die Abwehr beschränken. Die Erfolge für die Platzmannschaft fielen in regelmäßiger Folge. Den Güsten war beim Stande von 9 :0 nur das Ehrentor vergönnt.
Die Jugendmannschast verlor, mit nur neun Mann spielend, gegen Wißmar glatt mit 0:8 Toren.
Olympiatrainer Sörensen erzählt...
Ein Abend Wintersportwerbung.
Der Werbeabend für den Wintersport, der gestern in der bis auf den letzten Platz besetzten Neuen Aula der Universität von den hiesigen Wintersport- treibenden Organisationen veranstaltet wurde, war zweifellos ein großer Erfolg. Der Abend brachte viele Anregungen und wird gleichzeitig in vielen der Besucher den Wunsch wachgerufen Haben, in diesen und den folgenden Wintern „mit dabei zu sein".
Der Leiter des Instituts für Leibesübungen an der Universität
ör. Möckelmann
eröffnete den Abend mit Worten der Begrüßung. Er wies darauf hin, daß die Wintersportwerbewoche nicht nur Werbung für den Wintersport, sondern auch Vorbereitung für die Olympiade 1936 sein solle.
Dann sprach der Meisterspringer und
Olympiatrainer Sörensen, der zunächst einmal seine Zuhörer mit einigen norwegischen Sätzen hilflos ließ, so daß jedermann dachte: er wird doch nicht seinen ganzen Vortrag auf norwegisch halten wollen?! Diese Ungewißheit loste sich aber schnell. Er sagte — in der Folge in leidlich gutem Deutsch —, daß er nicht hierhergekommen sei, um den Gießenern Skilaufen und Skispringen lernen zu wollen — das sei ja aar nicht nötig, denn die Gießener seien sicherlich alle große Kanonen! (Heiterkeitserfolg!) Der Redner wandte sich dann zunächst einer Gegenüberstellung des Skisportes in Norwegen und in Mitteleuropa zu. In Norwegen seien Die Skier Verkehrsmittel. Jeder Norweger könne Skilaufen. Aber der Skisport werde in Norwegen ganz anders gepflegt als in Mitteleuropa. Langlauf und Sprunglauf stünden im Vordergrund. Slalom und Abfahrtslauf kenne man gar nicht. Diese beiden Arten des Skilaufs würden sich in Norwegen auch nicht einbürgern können. Für ihn aber (den Redner) seien diese beiden Disziplinen imponierend.
Der Abfahrtslauf sei das Ideal des Skilaufes. Der Slalomlauf fei neben dem Springen die höchste Kunst. Uebrlgens: die Schwünge „Chri-
ffiania" und „Telemark" feien gar nicht norwegischen Ursprungs. 3n Norwegen schwinge man gar nicht.
Vielmehr fei bas Stockreiten üblich, das in Mitteleuropa verboten sei. In seinen weiteren Ausführungen schilderte der Vortragende die Bedeutung der Holmenkol-Rennen, jener größten skisportlichen Veranstaltung, die bereits eine 50jährige Tradition hat, sprach von seiner eigenen Jugend, feiner Entwicklung im Skilauf und von seinen Erlebnissen in mitteleuropäischen Skigebieten. Schließlich wandte er sich der Betrachtung des deutschen Skisports im allgemeinen zu. Wenn es, so führte er aus, im Skisport genau so in Deutschland werde, wie in anderen Sportarten, würden andere Nationen bald nicht mehr mitkommen können.
Die norwegischen Trainer würden manchmal gefragt, warum sie den Deutschen lernten, sie, die Norweger, vielleicht einmal zu schlagen? Darauf sei nur zu antworten, daß das aus einer reinen sportlichen Auffassung und außerdem aus Sympathie für Deutschland geschehe. Deutschland brauche int Skisport noch Lehrmeister. Die Norweger seien im Skisport 100 Jahre voraus. Deutschland müsse erst Tradition bekommen. Die Norweger wollten lediglich Vorbild sein.
Die Entwicklung im deutschen Skisport gehe gut vorwärts Daß dem so sei, fei dem Führer Adolf Hitler zu verdanken, der den kämpferischen Geist auch im Sportler neu belebt habe. Olympiatrainer Sörensen fand für feinen anschaulichen Vortrag herzlichen Beifall.
Nachdem im weiteren Verlauf des abends ein einzigartig schöner Film aus dem Wintersportgebiet des Riesengebirges gezeigt worden war, hielt
Or. Wodaege
als Führer des hiesigen Eisvereins einen launigen Vortrag zur Werbung für den Eissport. Er ging zunächst auf die Geschichte des Gießener Eisvereins ein, der bereits Im Winter 1882/83 von Geheimrat Fromme gegründet worden fei. Die erste
Eisbahn fei, nachdem man zunächst auf schmäh Uferstreifen an der Lahn unter recht gefährliche Umständen lief, auf den Wiesen am Gaswerk pe schaffen worden. Der Eisverein habe sich gut ent wickelt und fei in der Zukunft recht bebeutunqsoel geworben. Der Eissport sei bamals zwar noch nid sportlich betrieben worben, fonbern er wurde mji als eine günstige Gelegenheit betrachtet, sich gegen- feitlg kennenzulernen, wovon insbesondere die )uJ gen Leute gerne Gebrauch machten. Immerhin auch damals schon gut gelaufen worden. In letzten Jahren sei der Eislauf aber mehr und nutz fportlich betrieben worden. Der Kunstlauf fand gang, mit Begeisterung werde der schnellste Kamp, fport, das Eishockey, gepflegt und das Eiskegch habe auch viele Freunde gefunden. Der Redne schloß seine kurze Ansprache, indem er betonte, b® man sich in Gießen glücklich preisen könne, beit eine Eisbahn, wie sie bei uns zu finden fei, gebe e weit und breit nicht. Der
OSV.-Skilehrer Althaus
hielt bann noch einen kurzen Vortrag, inbem er t berebten unb begeisterten Worten von ber <Sd)ör. Helt unb ben Wirkungen bes Skisportes sprach W bie Jugenb aufforberte, sich einzureihen in bie ber Anhänger des weißen Sportes. Ein prächtige Film, der bei dem Hesfenskikursus am Mandat aufgenommen worden war, beschloß den unterhalb samen Abend.
Handball im Gau XII Lahn-OillkreiL
vezirksklasfe:
Tv. Goßfelden — Kurhessen Mar. bürg 2:9. Die Marburger Mannschaft zeig!.' prachtvolle ßeiftunaen unb gewann jeberzeit siche; Goßfelben wehrte sich nach Kräften.
Tufpo Marburg — Tv. Kirchgöns llt Der Tabellenführer zeigte merklich bessere ßeiftunga als am vergangenen Sonntag unb gewann sicher.
Kreisklasse I:
Tv. Holzheim — Tv. ßang-Göns 12ri (5 :1). Ueberraschenh hoch mußte die Gästeelf Segel streichen. Die Platzmannschaft war techniss dem Gast überlegen und hatte bereits zur Pam einen klaren Vorsprung herausgearbeitet.
VfB./Reichsbahn Gießen — Tv. Alba) 7:3 (5:2). Unter denkbar schlechten PlatzverW niffen fand dieser Kampf auf dem Sßalbfportplq des VfB. statt. Die Gäste erschienen nur mit zehi Mann. Die Platzbesitzer, In stetem Formaufsti»; begriffen, waren im Spielaufbau und Wurf bess.ik und gewannen verdient. Albach zeigte lobenswerter Eifer.
Tv. Hörnsheim — Tv. Hochelheim 1:! (0:4). Die Gäste diktierten die Geschehnisse aij dem Feld und führten bei ber Pause klar mit oivr Toren. Auch bie zweite Hälfte gehörte ber Mannschaft, bie ihren Vorsprung auf acht Tore ausbefjnHi unb ben Platzbesitzern nur bas oerbiente Ehreni«! zuließ. Das Ergebnis überrascht. Hochelheim bleift Favorit ber Staffel.
Tv. Groß-Rechtenbach — Tv. Dorw holzhausen 4:9 (2:4). Auch biefes Resuliic überrascht, benn man hatte allgemein mit einem scharfen Kampf gerechnet unb sogar noch ben Pich besitzern eine Gewinnchance eingeräumt. Es fain anbers. Sofort hatten bie Gäste eine leichte liebe? legenheit herausgearbeitet, bie sie während ba> ganzen Spieles durchhielten. Die Gäste vermocht! den vor der Pause erreichten Vorsprung nach dm Wechsel auszudehnen unb einen hohen Sieg ß buchen.
Sp. - V. 05 Wetzlar — T v. A tz b a ch M (4:3). Wetzlar brachte in biefem Spiel seinen ersvi Sieg zustande. Die Mannschaft hat den Gäsliiü einen ausgeglichenen Kampf geliefert. Die GP sichenen den Gegner unterschätzt zu haben.
Kreisklasse II.
Tv. Garbenheim — Tv. Dutenhose: 5:4 (2:3). Das Spiel sah vor der Pause bie Maniv schäft ber Gäste im Vorteil, mußte aber nach dem Wechsel bie Initiative an bie Platzmannschaft ab treten. Garbenhelm glich halb aus. Es entspann sich ein hartnäckiger Kampf, ben Garbenheim burfc bessere Stürmerleistungen kurz vor Schluß für W ' entscheiben konnte.
Mtv. Gießen II — Tv. Hochelheim//' 14:4 (9:2). Beibe Mannschaften hatten nur neuni Mann zur Stelle. Gießen war jeberzeit übetlegm unb gewann bem Spielverlauf entsprechend. Da-r Spiel würbe sehr fair ausgetragen.
T v. ß o 11 a r — T v. Wißmar 2:3 (0:1). Zock gleichwertige Mannschaften! Bei beiben Gegnem versagten bie Stürmerreihen. Wißmar hatte ooti bem Wechsel burch ein Tor bie Führung üdernom men. Die zweite Hälfte brachte bei weiter oerteiltem Spiel ßoUar ben Ausgleich. Erst kurz vor Sd)kl! vermochten bie Gäste ben Kampf für sich zu eib scheiben.
Tvgg. Ruttershausen — Tv. Stau" f e n b e r g 10:10 (5:6). Die Mannschaften trennt-"« sich mit einem gerechten Unentschieben. Das SsE war in jeber Beziehung vorbilblich. Beibe Stint merreihen zeigten große Schußfreubigkeit unb wetz selten in regelmäßiger Folge bis zum PausenpsN" sechs Tore für bie Gäste unb bereu fünf für Platzmannschaft. Die zweite Halbzeit sah zunWi Staufenberg klar im Vorteil. Die Mannschaft tt** kämpfte sich innerhalb kurzer Zeit eine 9:6-Führun^ mußte sich aber burch einen kraftvollen Endspu^ ber Platzmannschaft boch noch ein Unentschieden gefallen lassen.
Tv. Romrob — Tv. Burggemündem 1:8 (1:5). Eine Ueberraschung erlebte man in RcM rob. Während die Gäste ganz bei der Sache roarer- fanden sich die Platzbesltzer überhaupt nicht zusa^' men. Die Gäste hatten schon zur Pause e‘wt । hohen Vorsprung und verbesserten das Res^ nach dem Wechsel noch weiter.
Kreisklasse III:
Tv. Heuchelheim II — Tv. Lühelst^'' den II 9:2 (7:1). Die Platzbesitzer waren jeder Hinsicht die bessere Mannschaft unb gewa" neu, auch in blefer Höhe, verbient. Das Spiel bereits bis zur Pause entschieben.
Jugendklasse: ,
Tv. Garbenhelm — Tv. Münchhoisi hausen 5 :11 (3:5). Verbleuter Sieg ber Während» bas Spiel bis zum Wechsel noch ausgeglichen verlief, würben bie Münchholzhausen» nach ber Pause stark überlegen. t
Tv. W. -Nleberglrmes — Tv. 2ltzbo 17:5 (9:4). Die erste Viertelstunde war aus v glichen. Später hatte Atzbach nichts mehr zu '• stellen unb mußte in regelmäßigen Abständen Erfolge ber Platzmannschaft hiunehmen.
Gesellschaftsspiele. , f
Tv. Heuchelheim I — Tv. Albach 12 : 3 (8 :1). Da bie Gäste zu bem angefefcten banbsfplel nur mit sieben Spielern erschien einigte man sich auf ein Gesellschaftsspiel. Platzherren waren überlegen und gewannen.


