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184. Zahrgang
Siehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Irr. 24* Erster Blatt ,84. Jahrgang Montag, ,5. Oktober,934
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HW Seneral-Anzeiger für BberWen MM iironHuti ?m Mai" 11686 Druck uitö Verlag: yrühi'sche Universitäts-Such- und Zteindruckerei u. Lange in Gießen. Schriftle tung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7
Licht der Welt, war also zehn Jahre alt,
als
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iföreiban zu lassen, aber nebenbei an ber Sor- iifi e literarische Vorlesungen zu hören. Er hatte !;'Glück, im Quartier Latin in eine Pension zu :c:en, in der der junge M i l l e r a n d , Gabriel inotaux und eine Anzahl anderer, später zu ihm gelangter Studenten verkehrten. Bald sie-
deutsche Truppen in seine Heimatstadt einrückten. D'sses Bild hat er wahrscheinlich nie vergessen. Ge- fü 'smäßig wurzelte er noch in seinem Geburtsort, aV, er schon Präsident der Republik war; damals recke er gleich nach seiner Wahl nach Bar-le-Duc un hielt dort eine Rede, in der er sagte: „Mir ist, al: ob ich von einer langen Reise an den häus- lid'*n Herd zurückkehrte ... Ferne Länder glaubte fthDurcheilt zu haben, herrliche Dinge sind vor meine Augen oorübergezogen, die ich in dankbarer Grinerüng bewahre, aber mich in eurer Mitte wi^erzufinden, erfüllt mich mit unaussprechlichem Pcylbehagen und einem seligen Ruhegefühl." Die heimat konnte ihm in so angenehmer Erinnerung Eleven, weil er das Glück hatte, eine u n g e - I r. b t e Jugend zu verleben und in einem Haus ml uwachsen, das schon dem Knaben viele An- r<g. ngen bot. Er war der älteste Sohn des Straßen- linl Brückeningenieurs Antoni Poincare, und fein fce er war der berühmte Mathematiker Henry poncare, durch den er in die Naturwissenschaften eimeführt wurde und dessen Tod der Minister- priiibsnt im Jahre 1912 sehr beklagt hat
h der Schule war der spätere Staatsmann, im , Kesensatz zu der Mehrzahl seiner berühmten Antts- Irlbgen, ein Musterschüler, der sich nie et-
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3ie*i seine Familie von Bar-le-Duc nach Paris er verließ jedoch die französische Hauptstadt in) verlor als Soldat schließlich die romantischen ! Bildungen seiner Jugend.
3n Jahre 1880, zwanzig Jahr alt, wurde er A d - ' ’ia t. Schnell wurde ihm bewußt, daß es in ; Boitrcid) nur zwei Wege gibt, zu politischem •»ischen zu gelangen: die Laufbahn des I u r i st e n i rb die des I o u r n a l i st e n. Er schlug beide 6 W, irourbe schon 1887 zum Abgeordneten gewählt nrbizog im Alter von 27 Jahren in die Kammer eil Mun begann sein beispielloser politischer Auf- f iiq Von 1893 bis 1895 war er abwechselnd Unter- ritt Minister und Finanzminister ein Mann, von t en talle das Höchste erwarteten und der unmittel- bar nach seinem Sturz Vizepräsident im Palais 2stMon wurde. Er galt als ein ungewöhnlich tüch- t igr und sorgsamer Jurist, der mit Vorliebe die , j Pre sse der Schriftsteller und Künstler führte, ein ♦ |( * 2Btn von Willensstärke und Tatkraft, der auch im 1 'Mi seine Unermüdlichkeit nicht eingebüßt hatte.
Ion Arbeitswut besessen, pflegte Poincarö noch in ei letzten Jahren schon um fünf Uhr morgens ^^H null, tehen, ohne freilich seinen Tag wie der Fruh- o uitiEjer Cl6menceau mit Reiten oder wie Caillaux niil Zeibesübungen zu beginnen. Während seiner , Ah TÜUlertätigkeit erschien er um acht Uhr im Mini- [f, lv stttum. Mit großen Unterbrechungen arbeitete er
va zuschulden kommen ließ, und der durch sein |xn::es, altkluges Wesen auffiel. Man lobte schon in »em Knaben die strenge Logik, das sichere Aufrein, das er sogar behielt, wenn er seine Gedichte ckorns. Denn Raymond, der später Wert darauf W, in seinem Aeußeren und seinem Auftreten
nm trockenen Justizrat zu gleichen, hat als Fünf- !h jjähriger Verse geschrieben und auch iir-r aus seinem empfindsamen Herzen kein Hehl riecht. Seine Weichheit zeigte sich besonders in I: zärtlichen Behandlung, die er seinen Haustieren Wdeihen ließ, und auch der etwas rauhe Drill, f- übern Gymnasiasten in einem Pariser Internat iidl wurde, konnte diese Gemütsregungen so wenig litten, daß er noch im Jahre 1899 im General- wi seines Departements eine Verteidigungsrede j uir die Spatzen hielt, deren Freiheit beschränkt T)-en sollte
!li*n einer Kleinigkeit hing es ab, daß man heute l Dem Namen Poincare nicht an einen großen le: aten, sondern an einen bekannten Staatsmann nte. Raymond wollte Literatur studieren, :1t aber Jurist werden und einigte sich schließlich rtHeinen Eltern darauf, sich in die Rechtsfakultät
über ein Sofort-
nen s i ch als die Sieger des Tages. Sie
Spalte
Danach ergibt sich also folgendes Bild:
5
— 15
+ 6
+ 10
+ 16
Aus diesem Ergebnis
sich, daß die
Paris, 13. Oft. (DNB.) 3m THinifterrat am
lonalwahlen, wenn sie im ersten Wahlgang
keine
Samstagabend wurde der bisherige kolonialmini-
a v a l zum Nachfolger des ermor
deten Außenministers Darthou ernannt.
und besonders der Unabhängigen Radikalen und Kolonialministerium berufen. Der Vür-
öffentlichen Meinung, die mit falschen Be-
Arbeitersyndikaten. Im Jahre 1914 wurde er
von
Spalte Spalte Spalte
5
2
258
25
263
166
503
68
23
115
17
rechte und der linke Flügel, die ihren Zuwachs auf Ko st en der Mittelparteien
nennt Spalte Spalte
II
74
274
36
268
143
486
III
70
— 9 + 18
Der ehemalige Wirtschaftsminister und Abgeordnete R o 11 i n wurde zum Nachfolger Lavals i n s
hätten dem Faschismus eine erdrückende Niederlage beigebracht. Dabei nehmen es die Blätter mit den amtlichen Ziffern nicht sehr genau. Der „Popu- faire" behauptet — wahrscheinlich um den Unterschied zwischen den zwei gewonnenen Sitzen und den 16 gewonnenen Sitzen der Kommunisten etwas abzuschwächen —, bisher nur 105 Sitze innegehabt zu haben, während es nach amtlicher Darstellung 115 waren. Auch die „Humanite" ist sehr bescheiden geworden. Sie schreibt von den bisher 10 Sitzen, während das Innenministerium die bisherigen Sitze auf 17 beziffert.
9 5
1
8 2
IV
- 4
62
23
117
33 ergibt
VI
— 25
+ 16 + 11 + 5 — 23 — 17
Die Umbildung des Kabinetts Donmergne
Laval übernimmt als Nachfolger Darthous das Außenministerium.
durch den Ausgang der Kanton wählen sprechen. Man hätte allerdinas erwarten sollen, daß die tragischen Ereignisse in Marseille noch mehr bei den Wahlen zugunsten der Regierung gewirkt hätten. Wenn dies nicht der Fall ist, so beweist es, daß der französische Wähler konservativ ist und die Kantonwahlen weniger vom allgemeinpolitischen Standpunkt aus betrachtet als von persönlichen Beziehungen und örtlichen politischen Erwägungen. Trotz der Stimmenzunahme des linken und besonders des rechten Flügels hat sich das Gesamtbild in den einzelnen Kantonen wenig verschoben. Dort, wo bisher eine Rechtsmehrheit bestand, besteht sie weiter und umgekehrt. Die Gewinne verteilen sich gleichmäßig auf alle Bezirke, so daß die bisherige Politik keine Aen- d e r u n g erfahren dürfte.
Der nationalistische „Mali n" stellt in seinen Betrachtungen zu den Wahlen fest, daß die Radi- k a l s o z i a l i st e n unbedingt die großen Besiegten der Wahlen seien. Trotz des Stimmenzuwachses der Kommunisten und Marxisten werde
Sender Teig sei. Erstaunlich sei, daß die letzten Ereignisse einen s o geringen Einfluß auf die Wahlen ausaeübt hätten
Die radikalsozialistische „E r e Nouvelle" zieht aus den Wahlen die etwas überraschende Schlußfolgerung, daß das Land eine radikale nnb vor allem eine radikalsozialistische Poli- t i k wünsche. Die ebenfalls radikalsozialistische „R e- p u b l i q u e" bespricht das Wahlergebnis dahingehend, daß die Radikalsozialisten nicht an Boden verloren hätten. Wenn sie gewisse Wahlbündnisse hätten schließen können, wie dies in Zu-
der auf. Seine 1927 bei der Enthüllung des Gefallenendenkmals in Luneville gehaltene Rede entfesselte in Deutschland einen Sturm der Entrüstung und der Entgegnungen. Die Bemühungen Briands führten dann aber wieder eine gewisse Beruhigung in den Beziehungen der beiden Länder herbei und ließen die Hoffnungen auf Verständigung in der Reparations- und Rheinlandfrage zu. Diese Hoffnungen wurden aber durch Briands Antwort, hinter der Poincarös Druck zu spüren war, auf ber Völkerbunbstagung in Genf 1928 schwer erschüttert. In ber Regelung ber Räumungsfrage, bei ber Sadp verstänbigenkonferenz für ben Poung-Plan und schließlich bei der Ratifizierung des Mellon-Beren- ger-Abkommens gegen den Widerstand der Kammer, überall wußte sich Poincare durchzusetzen, wenn auch die Mehrheit, die er bei Stellung' ber Vertrauensfrage errang, immer geringer würbe und schließlich nur noch acht Stimmen betrug.
Aber ber unerhörten Arbeit, bie P. leistete, hielt schließlich auch sein robuster Körper nicht stand. 1929 gab Poincarö seine Demission. Er wurde bann ant i. August 1929 operiert und lebte seitbem ganz zurückgezogen.
Zuwachs der beiden Flügel auf Kosten der Mille bei den Kanlonalwahlen in Frankreich.
zum ersten Male in bie Kammer gewählt. Während des Krieges bot Clemenceau ihm den Posten des Unterstaatssekretärs im Innenministerium an, ben er jeboch ablehnte. Bei den Wahlen 1919 siel er durch und wurde erst 1924 wiedergewählt. Zwischendurch war er als unabhängiger Sozialist zum Bürgermeister von Aubervilliers, einer nördlichen Vorstadt von Paris, gewählt worden, ein Posten, den er noch jetzt innehat. Als M i n i st e r für öffentliche Arbeiten war Laval Mitglied des Kabinetts Painlev6 im Jahre 1925, im achten Kabinett Briand war er Unterstaats- fetretär des Minifterpräfidiums und als solcher zuständig für die Verwaltung von Elsaß- Lothringen. Im Jahre 1926 war er im neunten Kabinett Briand I u st i z m i n i st e r. Das Portefeuille dieses Ministeriums behielt er auch im Kabinett Briand-Herriot. 1927 wurde er zum Senator gewählt. 1930 berief ihn Tardieu ins Arbeitsmini-
Macht. In zahlreichen Reden unterstrich er feine Politik der Unerbittlichkeit gegenüber Deutschland. Im Januar 1923 führte er die B e - setzung des Ruhrgebietes durch. Unerschütterlich hielt Poincare den mäßigenden Einwirkungsversuchen dreier englischer Kabinette stand. Seine Stellung in Frankreich befestigte sich sogar noch, als er im März 1924 infolge einer Zufalls- abftimmung zurücktrat und sofort ein neues Kabinett zu bilden beauftragt wurde. Die allgemeinen Wahlen vom Mai 1924 hatten jedoch feinen Rücktritt im Juni 1924 zur Folge. Sein Nachfolger wurde Herriot. Dennoch blieb Poincare der starke Mann, nach dem auch Linkskreife riefen, als im Sommer 1926 mehrere Kabinettsexperimente zur Rettung des Franken hintereinander mißglückten. 1926 bildete er fein viertes Kabinett, in dem neben Briand und Herriot auch Barthou, Painleve und Tardieu faßen. Dies Kabinett erhielt ein Vertrauensvotum mit nicht weniger als 227 Stimmen Mehrheit.
Hatte sich Poincare bis zur Bildung seines vierten Kabinetts in öffentlichen Reden verhältnismäßig zurückgehalten, so nahm er nun zeitweilig bie G e - wohnheit seiner Sonntagsreben wie-
bann bis 21 Uhr, brachte es aber auch fertig, später noch einmal zum Schrecken seiner Mitarbeiter in bas Ministerium zurückzukehren unb bort bis in bie späten Nachtstunben Besprechungen abzuhalten. Häufig nahm er um 21 Uhr wichtige Akten nach Hause mit.
Seine politische Tätigkeit unb seine Anwaltspraxis ließen Poincare noch Zeit genug, auch eine Reihe von Büchern zu schreiben, so bie im Jahre 1906 erschienenen „Zeitgenössische Jbeen" unb im Jahre 1912 bas Buch „Was bie Stabt verlangt"; von 1920 bis 1922 erschien bie oierbänbige „Politische Geschichte", bazwischen würben seine ausgewählten Reben mit einer biographischen Einleitung veröffentlicht, unb nun liegt ein erheblicher Teil seiner Memoiren vor. Das alles war nur möglich, weil sich Poincar^ immer verhältnismäßig wenig um feine repräsentativen Verpflichtungen bekümmert hat.
Er hält überhaupt nicht übermäßig viel von ber Tradition, in ber es ja auch nicht üblich ist, daß ein Staatsoberhaupt nach siebenjähriger Präsidentschaft noch einmal einen Ministersessel besteigt. Aber Poincar6 gelangte schon im Jahre 1922, nach Briands Mißerfolg in Cannes, wieder an bie
I konservative Rechtsrepublikaner (TUarln) Volksdemokraten Linksrepublikaner Anabhäng. Radikale Radikalsozialisten Republikanische Sozialisten Neusozialisten Altsozialisten (Blum) Kommunisten
schuldignngen den Gang der Untersuchung besonders in der 2tngelegenheit des Gerichtsrates Prince gestört habe.
Der TNinisterrat hat ferner beschlossen, "daß sich Präsident Lebrun nach Belgrad begibt, um Frankreich bei den Beisehungsfeierlichkeiten für den ermordeten König Alexander zusammen mit Kriegsminister Marschall P etain, Kriegsmarineminister P i e t r i und Luftsahrtminisier Denaln zu vertreten. Der Luftfahrtminister wird sich an der Spitze eines französischen Flugzeuggeschwaders nach Belgrad begeben.
Innenminister Sarraut machte Mitteilung von Straf mahnahmen gegen drei hohe Beamte. Der Generalkontrolleur bei der allgemeinen Sicherheitspolizei S i ft e r o n ist ebenso wie der Präfekt des Departements B o u ch e du Rhone und der Direktor der allge-
wesentliche Veränderung gebracht hatten, im zweiten -
doch eine beachtliche Verschiebung zur 1 lier L
Folge haben. Die Sieger der Wahlen sind d e r & e fc 11
Das Ergebnis des W4ten Wablaanas.
Paris, 15.0kl. (DNB. Funkspruch.) Heber die Kantonalwahlen in Frankreich lagen am Montag um 4 Uhr früh die amtlichen Ergebnisse aus 1512 von 1518 Bezirken vor. 3n der folgenden Tabelle
germeifter von Reims und Abgeordnete March a n d e a u (Radikalsozialist) übernimmt a n Stelle Sarrauts das Innenministerium. Iustizminister E h e r o n hat dem Ministerpräsidenten seinen Rücktritt angeboten, um ihm seine Aufgabe zu erleichtern. Der Ministerpräsident nahm den Rücktritt an. Die Neubesetzung des Justizministeriums soll Anfang nächster Woche vorgenommen werden. Der Rücktritt Eherons ist nicht glatt vor sich gegangen. Eheron wollte unter keinen Umständen seine Demission anbieten. Daraufhin wurde er im m i n i ff errat von Kriegsminister Peta 1 n und Arbeitsminister M a r q u e t scharf angegriffen. Erst die Erkenntnis, daß die Mißstimmung der öffentlichen Meinung auch von einigen feiner Ministerkollegen geteilt wird, veranlaßte Eheron, seinen Rücktritt zu erbitten. In
meinen Sicherheitspolizei seines Postens enthoben worden.
Pierre Laval.
Barthous Nachfolger am Quai dürfet).
Pierre Laval wurde 1883 in Chatelbon im Departement Puy-be-D6me (westlich von Lyon) als Sohn eines Häuslers geboren. Er ftubierte Natur- wissenfchaft-en unb Rechtswissenschaft unb ergriff bie Laufbahn eines Rechtsanwalts als Vertreter
der Radikalsozialisten erhielten. Die m a r x i st i sch e- kornmuni st Ische Einheitsfront hat diesmal günstiger abgeschnitten als im ersten Wahlgang. Die Radikalsozialislen, die zwischen zwei Feuer genommen wurden, hatten unbedingt einen schweren Stand.
Ganz beachtlich ist der Zuwachs des ä u ß e r st e n rechten Flügels der Marin-Gruppe und der ihm nahestehenden Volksdemokraten. Im ganzen genommen zeigt das Bild wieder eine geringe Verschiebung nach rechts; denn der Gewinn des rechten Flügels ist mit insgesamt 32 Sitzen bedeutender als der der Einheitsfront mit 18 Sitzen.
Die Meinung der presse.
Paris, 15. Oft. (DNB.-Funkspruch.) Die Pariser
I: die Parteien.
II: die Stärke der Parteien vor dem zweiten Wahlgang.
III: die Stärke der Parteien nach dem zweiten Wahlgang.
IV: Gewinn oder Verlust.
V: Verschiebung beim ersten Wahlgang.
VI: Verschiebungen im Jahre 1931.
Frankreich fortfahren, bie Einheitsfront zu bekämp-1 kunft unbebingt notwenbig sei, ober wenn sie sich fen, unb sich mehr benn je gefährlichen A b e n- mit einigen anberen Parteien über ein Sofort- feuern w i b e r s e tz e n. Das rabikalsozialiftische' p r o g r a m m geeinigt hätten, so hätten sie „Oeuvre" betont, baß in Zukunft alles von ber sogar Wähler von rechts unb links abgezogen. Die Haltung ber Rabikalsozialisten abhängen Arbeit ber Regierung müsse jetzt barin bestehen, werbe. Das regierungsfreunbliche „Journal" sägt, allen Versuchen ber Reaktion ober Revolution
Morgenblätter haben nicht Unrecht, wenn sie — mit . - ,
Ausnahme ber marxistischen Blätter — von einerdem Rucktrillschrelben an Doumergue beklagt er Festigung ber Regierung Doumergue sich bitter über die Ungerechtigkeit der
I I v II . ** 1 v v 11 m v v 11 u i i । । v y 1 vw* ill * * |
sägt, allen Versuchen ber Reaktion ober Revolution wenn auch ber äußerste linke Flügel einige Sitze ge- j k l a r e Entschlüsse entgegenzustellen, bie zum wonnen habe, so könne man boch nicht von bem Wieberaufbau ber Wirtschaft beitrügen.
+12 Die Beschlüsse des Ministerrals.
“ 1 Drei hohe Beamte ihres Postens enthoben.
Ran-1
mit so viel Geschrei angefünbigten erbrürfenben i Der marxistische „Populaire" unb bie kom- Sieg ber marxistischen Einheitsfront sprechen. Das munistische „Humanite" werten ihren Stim- nationalistische „Echo b e Paris" stellt fest, baß menzuwachs natürlich gebührenb aus. Sie bezeich- ber französische Wähler ein sehr schwer zu bearbei- i '' ‘ ~v *" ~ v
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Paris, 15. Oktober. (DNB. Funkspruch.) Der frohere französische Ministerpräsident und Präsident der Republik Raymond P o 1 n- c re ist am Montag um 3.30 Uhr in seiner patter Wohnung plötzlich gestorben. Poincare HS ein Alter von 74 Jahren erreicht.
♦
Poincare war kein Freund Deutsch- I( n b 5. Um seine Haltung voll zu verstehen, muß tt..n wissey, baß er in Lothringen geboren ifi er erblickte am 20. August 1860 in Bar-le-Duc


