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Schutzpatron aller Markensammler gelten.
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Empfangsgeräte bedarf, und durch den doch in einem unfaßbar kurzen Zeitraum Millionen von Geschöpfen von bestimmten Tatbeständen unterrichtet werden. Ein bekannter Forscher, der mit der Kamera schon wiederholt in unbetretene Tierparadiese vorgedrungen ist, weiß von diesem merkwürdigen Verständigungssinn der Tiere Genaueres zu berichten. Er machte die Beobachtung, daß Gebiete, in denen der Mensch auch nur vereinzelt auftauchte, oft nicht nur von den Tieren verlassen wurden, denen er etwa nachstellte, sondern es war, als verbreite sich die Kunde vom Herannahen des Menschen in der gesamten Tierwelt, und bei erneutem Besuch dieser Gebiete erging es ihm wie in dem Märchen von Hans Großmaul. „Ihr Vöglein flieget alle fort, Hans Großmaul kommt an diesen Ort", mußte als Losung ausgegeben worden sein, denn auch fruchtbare und wasserreiche Tierparadiese waren plötzlich wie ausgestorben. Anderseits wird aber auch die Nachricht von einer neuentdeckten sicheren Tränke von einem einzigen Tiere mit verblüffender Geschwindigkeit den anderen mitgeteilt, wobei man allerdings annehmen darf, daß ein Tier zumeist auf die Lebensgewohnheiten der anderen angewiesen ist, und sein „Wohnungswechsel" auch die anderen aus ihren alten Behausungen fortlockt. Bei großen Tieren wie Löwen ist ein solches Zurückweichen vor dem Menschen, in dem er bald seinen Verfolger kennenlernt, leichter zu verstehen, als etwa bei Vögeln, die in gewaltigen Schwärmen weite Strecken zurücklegen, um einen neuen ungestörten Nistplatz zu finden. Ganz planmäßig vollziehen sich diese Umsiedlungen und die Flüge der Tiere sind so zielstrebig, daß sich dem Beobachter unwillkürlich die Vorstellung aufdrängt, die Vögel hätten ganz bestimmte Nachrichten erhalten, nach denen sie sich nun richten. Auch Insekten scheinen über eine überraschende Verständigungsmöglichkeit zu verfügen, wie der Versuch eines Forschers bewies, der die Weibchen einer Mottenart, die einen bestimmten Baum als Futterplatz bevorzugt, auf einen um viele Kilometer abgelegenen neuen Nistplatz brachte: schon am anderen Tag fanden sich die Mottenmännchen bei den Weibchen an ihrem neuen Wohnort ein. Auch bei Fischen, die einem Schiff folgen, kann man beobachten, daß sie, auch wenn das Schiff zwischen ihnen liegt, ihre Operationen gleichzeitig vornehmen und sich zum gleichen Zeitpunkt vom Schiff abwenden. Hier sind Geheimnisse der Natur, die der
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Aber nicht nur auf einzelne Raritäten richtet sich das Augenmerk. Sondern auch nach bestimmten Gesichtspunkten geordnete Sammlungen gewinnen durch ihre Vollständigkeit an W^rt. So gibt es Sammlungen, die nur Luftpo st werte vereinen, oder solche von Briefmarken mit Abbildungen von Maschinen und Baulichkeiten der Technik. Andere sind der Musik, der Kunst, der Literatur, Staatsmännern und Monarchen, der Landwirtschaft gewidmet. Andere trachten eine lückenlose Sammlung aller Schiffahrtsabstempelungen der k. und k. Kriegsmarine während des Krieges zu bekommen oder spezialisieren sich auf Abarten und Fehldrucke. Wieder andere lassen es sich angelegen sein, den geschichtlichen Werdegang einer einzelnen Nation in Briefmarken festzuhalten. Dabei gibt es bis heute eigentlich nur rund 7 0 0 0 0 verschiedene Po st Wertzeichen.
Wer der Vorläufer aller Briefmarkensammler war, konnte nie festgestellt werden. Einer der ersten war ein begüterter Oesterreicher, Graf Philipp von Ferrari, der um 1860 herum zu sammeln begann. Berichten nach gab er monatlich bis zu 50 000 Mark für Vervollständigung seiner Sammlung aus und hielt sich eigens zu diesem Zweck einen Sekretär. Er starb 1917, und die Sammlung, die sich damals in Paris befand, wurde beschlagnahmt und für über 8 Millionen Mark verkauft.
Die Briefbeförderung war ursprünglich in allen Ländern ein privates Unternehmen. Man bezahlte beim Empfang eines Briefes für jede einzelne Beförderung, je nach Entfernung und Schwierigkeit. Bis 1837 (der spätere Sir) Roland Hill dem englischen Parlament einen Neuerungsvorschlag unterbreitete. Danach sollte die Postbeförderung ver-
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„Rundfunk" unter Tieren
Neben der Zeitung ist der Rundfunk zur raschen Vermittlung von Nachrichten der modernen Welt schon unentbehrlich geworden. Aber wir haben mit unserem menschlichen Erfindungsgeist damit nur ein Instrument geschaffen, das uns, in gewissem Sinne, für einen Mangel entschädigt — nämlich für den seltsamen und häufig unerklärlichen Derständigungs- finn in der Tierwelt. Dort gibt es eine Art von „Rundfunk", der keiner Sendestation und keiner
England kauften sie und hoben sie auf, so daß sie auch heute noch keineswegs eine Seltenheit darstellt. Dahingegen wurde von der besagten 1 - Cent- Guayana bislang nur ein einziges Exemplar entdeckt. Aber auch unter den Wertzeichen der europäischen Länder gibt es Raritäten, die den Sammlern sozusagen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Angefangen vom bescheidenen Schwarzen Einser Bayerns, der das sagenhafte Ideal meiner Knabenjahre war, bis hinauf zur österreichischen Merkur 6 Kreuzer zinnoberrot, einer Zeitungsmarke, die man — wenn schon, denn schon! — möglichst gestempelt besitzen sollte, denn bann steigert sich ihr Wert ums gut Zehnfache und geht in die Zehntausende! Die Eigentümelei und Kleinstaaterei der deutschen Fürsten kann in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht genügend gelobt werden, denn sie hat eine ganze Reihe seltener Sammelobjekte geschaffen. Und nicht viel weniger wertvoll sind die ersten Marken des Fürstentums Moldau, aus dem später nach der Vereinigung mit der Walachei und der Aufhebung des russischen Protektorats Rumänien entstanden ist.
So ist es kein Wunder, daß die Briefmarkensammelwut wie eine Seuche immer weiter um sich greift. Den einen befällt sie mit neun, den anderen mit neunzig Jahren. Selbst vor gekrönten Häuptern macht sie nicht Halt. Im Gegenteil. Abgesehen von dem schon erwähnten Herrscher aller Neusten, ist ihr vor allem König Georg von England verfallen. Er spezialisierte sich auf britische und Kolonial-Werte und seine diesbezügliche Sammlung gilt heute für die vollständigste der Welt. Der Prinz von Wales, Kronprinz Humbert von Italien, König Albert und Königin Elisabeth von Belgien, Kronprinz Gustav von Schweden und vor allem der ehemalige König Alfons von Spanien, welch letzterer ein eifriger Liebhaber (diesmal nur der Briefmarken!) von feinem achten Lebensjahr an war, sind sämtlich sammelkrank. Unter den gewöhnlichen Sterblichen ist der Sport so verbreitet, daß zum Beispiel in Frankreich regelmäßig große Briefmarkenmärkte mit gleichzeitiger Versteigerung unter freiem Himmel und den Kastanienbäumen der Pariser Champs-Elisses abgehalten werden. Jede technische Neuerung, jedes neu erschlossene Land schaffen neue Werte und fachen die Glut an. So, als die Luftschiffahrt erschlossen wurde, wurde einem um 1790 in Philadelphia aufgeftiegenen Ballon ein Brief mitgegeben, den der Pilot an seiner Landungsstelle Der Ortsbehörde übergeben sollte; was auch geschah. Nach diesem Brief, beziehungsweise dem Umschlag fahndet heute ein französisches Konsortium und hat für die Herbei- schaffung bereits eine Million Franken angeboten.
Meine Briefmarkenkunde.
Von Hans B. Wagenseil.
üLdtches große Vermögen ist aus einem Anlage- kaphi von zehn Pfennigen entstanden. Statt sich eiNE^ckerstange dafür zu kaufen, hat sie irgend ein ii liisbub für einen Sammelumschlag voll „Brief- moOTlii aus aller Herren Ländern" angelegt. Die SamiÜlleidenschaft erwachte, das dünne Album mit’ Wdaufdruck füllte sich und der lachende Enkel segipiNdas Steckenpferd seines Großvaters übers ©rc'ii hinaus. Nicht nur hat diese Art der Wert- anlrie Inflation und Preissturz besser als alle anttoeeii Papiere überstanden. Man kann ein Der- mühelos unter den Arm klemmen und es in jiji.'nn Land der Erde zu rollendem Geld machen. Alsü le letzte Zar von Rußland nach Jekate- riiwiLirg verbannt wurde, befand sich unter dem WeÄzm feines Gepäcks feine Briefmarkensammlung die damals auf eine Million Mark geschätzt wuind.iSpäter hat sie die Sowjetregierung zerteilt in kPirs verkauft und dafür einen dreimal höheren Prem- Fzielt.
$6:!) dem, der jenen Schuljungen feinen Ahn nenrni könnte, der um 1870 herum auf seinem Speirftc- in Georgetown, Britisch-Guayana, einen Brin Uschlag mit der kostbarsten Marke entdeckte, die Gerifs Katalog heute kennt. Es handelt sich um einet Imminrote Marke mit dem Aufdruck 1 Cent, bas« Hüte von Britisch-Guayana heraus- Postwertzeichen. In ziemlich primitivem Schqmiizdruck zeigt sie das B'ld eines Segelschiffs, dasä h Sonnenglast Segel setzt, und statt durch einM Poststempel ist sie durch den tintengeschriebe- nenn !t:menszug des Postmeisters entwertet. Wäh- reniiibk$ Krieaes wurde diese Marke von einem Bec^iskagten des berühmtesten Markensammlers ber ■'Sl3t, Mr. Arthur Hinds aus Utica, USA., für ' taa 150 000 Mark eingesteigert. Heute ist sie mitOiOOO Mark katalogisiert!
938n Wen berühmten und auch dem Nichtsammler aunriiirft dem Namen nach bekannten Mauritius- Maürir — die eine in orange, die andere dunkel- felatii- gibt es im ganzen 25 Stück.
Estsif einer der Irrtümer der meisten Anfänger, zu cijliunen, das Alter allein verbürge und steigere schoonbm Wert einer Marke. Das ist bis zu einem gew'.iin Grade richtig, aber die frühest heraus- gefairrimen Briefmarken sind nicht notwendiger WeiG üie kostbarsten. Die ersterschienene Marke, die i tvoarze 1-Penny-Marke mit dem BiMV der Königin Viktoria von England, war bamat: j(1840) eine Kuriosität und viele Leute in
Mensch nur beschreiben, aber nicht erklären kann, und der scherzhafte Vergleich dieser schnellen Verständigung unter den Tieren mit unserer technischen Erfindung des Rundfunks ist nur ein schwacher Notbehelf.
staatlicht und ein Einheitstarif von 1 Penny für den Brief festgesetzt werden, zahlbar in Form einer aufzuklebenden Marke. Der Gedanke war umstürzend, setzte sich aber durch und am 6. Mai des Jahres 1840 kam die erste aller Briefmarken der Presse. Sir Roland Hill darf daher nicht als der Vater der Briefmarke, sondern auch
t. 292 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Zreitag. ’4. Dezember
Die deutschenZmker werben
Ausstellung der oberhessischen Bienenzucht.
Aus der Provinzialhauptstadt
im
So
hatte man im Jahre 1186 in ganz Europa überhaupt keinen Frost. Die Obstbäume trugen zum zweiten Male Frucht, Veilchen und andere Blumen blühten im Dezember, und alles war wie verzaubert. Die Folge dieses auffallend milden Winters war eine Mißernte. Im Jahre 1229 gab es keinen Schnee, im März 1241 reiften schon die Kirschen, in den Wintern 1287 und 1538 konnte man im Dezember und Januar herrliche Blumensträuße
Das wunderliche Winierweiier.
Die gegenwärtigen eigenartig milden Tage Dezember erinnern an frühere milde Winter.
hochgeschätzten Lehrers Hensel bis hin zu dem Buch des Lehrers Braun über die Wanderung mit Bienen und das gerade in 6. Auflage erschienene Bienenbuch für Anfänger von Pfarrer i. R. A i s ch (Bad-Nauheim).
Alle Aussteller von Honig haben mit einem ersten Preis abgeschnitten.
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hoffen, daß der Wirrwarr, der den deutschen Imkern mit etwa 400 verschiedenen Rähmchen- fohnen und noch viel mehr Wohnungsarten den Hals abschnürte, bald aufhören kann. Auf der Ausstellung kam zum Ausdruck, daß der Zusammenschluß unter der Verantwortung eines Führers eine Festigung der deutschen Jmkerschaft angebahnt hat.
pflücken. Im Januar 1804 war es so warm, daß die Insekten aus dem Winterschlaf erwachten und im Sonnenschein herumtanzten. Im Jahre 1807 fiel der Winter buchstäblich aus, in den Jahren 1816 und 1834 folgte auf den Herbst fast unmittelbar der Frühling und die Frauen brauchten die Sommerkleider gar nicht abzulegen. Im Jahre 1929 hatten wir seltsame Dorweihnachtstage. Aus fast ganz Deutschland kamen damals Meldungen, daß die Bäume wieder frisch ausschlugen, wie im April und im Mai. In vielen Städten wurden in diesen Vorweihnachtstagen 1929 den Redaktionen der Zeitungen lebende Maikäfer zugeschickt. Alles in allem genommen hinkt das jetzige Dezemberwetter um zwei Monate nach, denn die Temperaturen entsprechen denen der ersten Oktoberwoche. Gerade vor einem Jahr hatten wir dagegen eine anormal tiefe Temperatur zu verzeichnen, und Anfang Dezember des Vorjahres begann eine Kälteperiode, die über Weihnachten anhielt.
Oie Labenöffnung in Gießen am 16. und 23. Dezember.
Das Kreisamt Gießen hat auf Antrag eine Aenderung der Verkaufszeiten in den Läden an den beiden Sonntagen vor Weihnachten verfügt. Es ist festgesetzt worden, daß an den- Sonntagen, 16. und 23. Dezember, in Gießen die Verkaufszeit in den Läden auf die Stunden von 13 bis 18 Uhr (1 bis 6 Uhr nachmittags) fällt.
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Der Stand, den die Mitglieder der Wetterauer Ortsfachgruppe Imker errichtet hatten, ist mit einer goldenen Ehrenmünze ausgezeichnet; außerdem aber ist der Gruppe als Ehrengabe dafür das Bild des Reichsbauernführers D a r r £ in silbernem Rahmen zugeteilt worden. Es ist für die Ortsgruppe besonders wertvoll, weil es eine Stiftung des Reichsstatthalters Sprenger ist.
Auf dem hier im Bild gezeigten Stande ist das Bild des Bienenschutzpatrons, des heiligen Ambrosius, vom. Kunstmaler Kutscher (Bad-Nauheim) geschaffen, zu sehen. Rechts ist eine Gruppe alter, in der Wetterau einst gebräuchlicher Wohnungsformen bis zu den neuesten Erfindungen der Mitglieder gezeigt. Ferner war — hier nicht erkennbar — auch das Schrifttum ausgestellt, zurückgehend bis in die erste Hälfte des vorigen Jahrhunderts, über die Arbeiten des in ganz Hessen heute noch
von der vorherigen gutachtlichen Aeußerung des zuständigen Theaterintendanten abhängig."
Frühere Gehaltszahlung an Weihnachten.
Staatsminstter Jung hat allen unterstellten Staats- und Gemeindebehörden, Gemeindeoerbänden und Körperschaften des öffentlichen Rechts mitgeteilt, daß die in der Zeit vom 21. bis 25. Dezember fällig werdenden Bezüge der Beamten, Angestellten und Arbeiter bereits am 20. Dezember ausgezahlt werden können. Ueberroeifungen auf ein Bank- usw. Konto, sowie Zahlungen im Postwege dürfen schon am 18. Dezember erfolgen.
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12liif der zweiten Reichs-Kleintierschau, die kürz- p ch in Frankfurt a. M. stattfand, waren auch die Kliti’er und die wissenschaftlichen Anstalten aus lallei Teilen Deutschlands zur Stelle. Es ist natür- I ch,;baß die hessischen Lande und das Rheingebiet Kim meisten ausgestellt hatten. Pflichtmäßig hatten fc ie ünzelnen Gaue ihre am meisten vertretenen S ornje in je einem Satz der bekannten Cinheitsglä- s s !r gebracht. Da mußte es einmal dem Honigver- trarber in die Augen springen, wie verschieden Vr Eutfdje Honig ausfällt, je nach der Trachtpflanze liikbper Jahreszeit. Besonders fiel der wundervoll IhnläObstblütenhonig der Obstbaugebiete, aber auch 6) r mnfle Honig aus dem Schwarzwald auf. Dali ib( standen die hellen Honige aus Holstein mit Bi|r rurch die dort übliche Behandlung erzielten fVfer-n weißen „Sahnenschicht", weiterhin die Heide- Di ni«. teils noch in Waben als Scheibenhonig. Ge-
Adventsabend.
Nichts geht über den geheimnisvollen Zauber eines ahnungsvollen, erinnerungsreichen Adoent- abenbs!
Langsam senkt sich die graue Dämmerung herab. Es wird finster und immer finsterer in der Stube. Das warme Flackerlicht einiger Kerzen flammt auf. Im Ofen knistert und sprüht das Holzfeuer, und in der Luft liegt der Duft gebratener Aepfel. Der Radioapparat ist zum Schweigen verurteilt. Eine wunderbar beredte Stille umgibt uns, läßt die Vergangenheit auferstehen und breitet hoffnungsvolle Bilder der Zukunft vor uns aus.
An einem solch sehnsuchts- und erinnerungserfüllten Abend war's, da hörte ich auf einmal von irgendwoher unwirklich zarte, Helle Klänge eines halbvergeffenen, uralten Weihnachtsliedes. Es war kein Geigen- und kein Zitherspiel, eher noch Harfenspiel. Doch auch das war es nicht. War's überhaupt Musik?! — Klang's nicht vielmehr wie überirdisches Singen und Klingen? —
Näher und näher kamen die Töne. Mir wurde es ein wenig unheimlich zumute! — Der Türvorhang teilte sich geräuschlos, und im ungewissen Licht des Kerzengeflimmers stand — mein kleiner Junge auf der Schwelle, und seine Händchen hielten mir eine alte Spieluhr entgegen! —
Nein! Nicht eine, sondern „die" Spieluhr! —
Die Spieluhr, die das Entzücken und der Zeitvertreib so mancher Stunden meiner Kindheit war!
Das kleine, altersschwache Schweizerhäuschen, das jahrzehntelang unter allerhand Gerümpel auf dem Boden gelegen hatte, bekam einen Ehrenplatz, und an iedem Abend in der Adventszeit, wenn die Kerzen aufflammen, dann schwingen die alten Weisen der Spieluhr ganz fein und zart durch den Raum und erzählen von fast vergessenen, vorweihnachtlichen Tagen froher, unbekümmerter Kindheit! —
Kein Verbot
von Vereinsveranstaltungen.
Der hessische Staatsminister, Abt. la (Polizei), veröffentlicht die nachstehende Verfügung:
„Wie bekannt geworden ist, besteht vielerorts die Auffassung, daß die Abhaltung von Vereinsveranstaltungen verboten sei. Wir weisen darauf hin, daß ein derartiges Verbot nicht besteht. Es ist jedoch darauf zu achten, daß Weihnachtsfeiern ihrem Inhalt nach dem Sinn und der Bedeutung des Weihnachtsfestes entsprechen.
Im übrigen wird zur Vermeidung von Irrtümern bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß sich unser Ausschreiben vom 11. April 1934 nicht auf Vereinsveranstaltungen bezieht, in denen Theaterstücke von Laienspielern aufgeführt werden. Die Genehmigung derartiger Aufführungen ist also nicht
j>c|p war der Ausbau der Hesien-Nasiauer, lieb- licto 6s Schwarzwaldwild der badischen Landesfach- fcrW-
- Sermbers ansprechend war die Ausstellung deir Wetterauer. In der Wetterau sind z. T. diea Wellen zu der Entwicklung der Betriebsweisen den y.mzeit zu suchen. Das „Christsche Magazin" undl Irr „Fuckelsche Ringkorb", die dazu gehören, roairtriin je einem mühsam gefundenen alten Stück mitr a-Ägestellt und viel besehen. Auch die Beuten- fabir itcfion unserer engeren Heimat konnte sich in die i «n e Reihe unter all die anderen Fabrikanten fteOÜen
2)i? 'Wissenschaftler hatten wegen Platzmangels nur; kli ine Proben ihres Schaffens zeigen können. Dik'.i Lehrmittel, die Darstellungen von Vorgängen im: 8 menoolk nach der Triebfütterung und Ent- roeeiibing, die Pollenbilder der einzelnen Honige fanji&' immer wieder aufmerksame Betrachtung. Eiir-Mgrößeren Platz nahmen die Zuchteinrichtun- gerr 6 7 Erlanger Forschungsanstalt ein. Von diesen (Eirlni: düngen und ihrer Anwendung wird es ab= härti gc„ ob der große Plan gelingen wird, durch HeiiMÄchtung von leistungsfähigeren Bienen dem beuitfcrn Volke größere Honigmengen beschaffen zu iitö-jnen. Darauf ist setzt die Jmkerwelt Deutschlands scharf bedacht. Dahin zielte auch der Vor- tranj, >en Direktor Otto von der Jmkerschule in
Erhebung der Lohnsteuer ab 1. Lanuar 1935.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen weist darauf hin, daß mit Wirkung vom 1. Januar 1935 in den Bestimmungen über den Steuerabzug vom Arbeitslohn durch das Einkommensteuergesetz vom 16. Oktober 1934 und die hierzu erlassene Lohnsteuerdurchführungsverordnung vom 29. November 1934 grundlegende Aenderungen eintreten. Es ist daher erforderlich, daß die Arbeitgeber über dis ihnen obliegenden Verpflichtungen rechtzeitig unterrichtet sind.
Der Reichsminister der Finanzen hat über die Erhebung der Lohnsteuer ab 1. Januar 1935 Merkblätter herausgegeben, die den Arbeitgebern von den Finanzämtern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. In beschränkter Anzahl sind diese Blätter auch bei der Kammer erhältlich.
Reifeprüfungen für Richtschüler
lieber die Prüfungen für Nichtschüler zum Nachweis der-Reife für Obersekunda und Prima sowie Ergänzungsprüfungen in der lateinischen, griechischen und hebräischen Sprache veröffentlicht die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum folgende Bekanntmachung:
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Bad Seegeberg in der Jmperverfammlung hielt. Er sprach über das Wandern mit Bienen. Noch find viele deutsche Trachtgebiete nicht den Bienen erschlossen und bleiben ungenutzt. Durch eingehende Schulung und gut geleiteten Zusammenschluß sollen die Bienen, wie das schon an vielen Stellen seit Jahrhunderten geschieht, künftig allgemeiner auf die Reise hin und her durchs Land gebracht werden nach der Melodie „Wenn alle Brünnlein fließen, dann soll man trinken", also auch die Bienen. Um den deutschen Honig im deutschen Einheitsglas an den Verbraucher zu bringen, wird es nötig fein, daß Handel und Jmkerschaft sich die Hand reichen. Der geschäftsführende Präsident der Reichssach- arupp'e, K i ck h ö f f e I (Berlin), gab am Schluß der Versammlung diesen Gedanken beredten Ausdruck.
Eine besondere Fachgruppe der Fabrikanten wurde in diesen Tagen gegründet. Jetzt kann man
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