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Aus aller Welt

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Auftakt zum Düsseldorfer Karneval.

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wirken. Mit der administrativen Direktion der Staatsoper wird Direktionsrat Erwin Kerber betraut.

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eftch verabschiedete das Reichskabinett auf t ts Reichspropagandaministers einGesetz

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Verlag und Schriftleitung derDeutschen Zeitung" in Berlin teilen ihren Lesern auf Grund eines Be­schlusses des Aufsichtsrates mit, daß dieDeutsche Zeitung" am 31. Dezember d. I. mit Abschluß 39. Jahrganges ihr Erscheinen ein stellt.

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>I-N! wandel, treue Kameradschaft und ei Einordnung in die Volksgemeinschaft. (Pm'itt in den Arbeitsdienst ist freiwillig. Wer A e: einmal verpflichtet, eine bestimmte Zeit i.n Staat mit dem Spaten zu dienen, muß i t nie Ordnung des Freiwilligen Arbeits- tjs '>oll einpaffen und darf auch nicht

Republik Estland die Todesstrafe durch den Gift­becher als erstes europäisches Land wieder einge­führt. Vorher wurden die zum Tode verurteilten Verbrecher gehängt oder erschossen. Die neue Todes­strafe tritt mit dem 1. Februar 1935 in Kraft und besteht in der Verabreichung eines rasch tötenden Giftes, das innerhalb fünf Minuten auszutrinken ist. Geschieht das nicht, so wird der Delinquent er­schossen oder gehängt. Welcher Art das Gift ist, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden.

Von der Prügelstrafe wird noch in Kanada, in drei asiatischen Ländern und in Eng­land Gebrauch gemacht. Das englische Gesetz von 1920 enthält keine genauen Bestimmungen über die Anwendung dieser Strafe. Im allgemeinen wird sie verhängt, wenn es sich um Gewaltakte gegenüber Schwächeren handelt oder wenn besondere Roheit vorliegt. Auch die Erregung eines öffentlichen Aergernisses wird durch die Prügelstrafe gesühnt. Zur Verwendung kommt die gefürchteteneun­schwänzige Katze", die aus einem kurzen Griff mit neun langen, schmalen Lederriemen besteht. Diese Strafe ist in der englischen Verbrecherwelt außer­ordentlich gefürchtet und hat nach Ansicht der Lon­doner Richter viel dazu beigetragen, daß die Kri­minalität Londons nach Einführung der Prügel­strafe wesentlich zurückgegangen ist. Auf heftiges Verlangen der Londoner Oeffentlichkeit hat man die Strafe auch für die Autobanditen eingeführt, die allein gehende Frauen auf der Straße überfallen und sie entführen. Auch die Zahl dieser Verbrechen hat darauf von Monat zu Monat abgenommen.

Gefährlicher Angelsport.

Während bei uns in Deutschland der Angelsport doch gerade dazu dienen soll, die Nerven zu be­ruhigen, sich in Geduld zu üben, Geist und Körper zu stählen, sind die Amerikaner der Ansicht, auch das Angeln müsse aufregend sein, wenn es Freude machen soll. Die Gelegenheit, auch beim Angeln Abenteuer zu erleben und Gefahren zu bestehen, ist allerdings an der amerikanischen Küste vorhanden, fehlt es doch dort nicht an großen und gefährlichen Fischen, die zu fangen Mut und Geistes­gegenwart erfordert. Zu den aufregendsten Fängen nach Fischen gehört die Jagd nach dem Schwertfisch. Die Schwertfische erreichen eine Länge von 3 bis 5 Meter und ein Gewicht von mehreren Zentnern. Sie sind sehr gefährlich, wenn sie angegriffen werden. Als Waffe dient ihnen ein schwertähnlicher Kiefer, der eine Länge von zwei Meter erreichen kann. Ein kanadischer Sportfischer hatte einst einen stattlichen Schwertfisch erblickt, und es gelang ihm, mit seiner Harpune das Tier zu treffen. Als sich die Leine, an die die Harpune be­festigt war, abgewickelt hatte, zog der verwundete Schwertfisch das kleine Boot mit unheimlicher Ge­schwindigkeit hinter sich her, bis die starke Leine riß. Der Kanadier bedauerte schon den Verlust des schönen Fanges, als plötzlich ein furchtbarer Stoß auf das Boot erfolgte und das Schwert des Fisches durch die Bootsplanken drang. Das wieder­holte sich noch zweimal. Beim dritten Mal gelang es dem Schwertfisch, das Boot zum Kippen zu bringen, worauf er es abgesehen hatte. Mit größ­ter Mühe gelang es dem Angler, sich auf das kiel­oben treibende Boot zu retten, wobei er sich fort­während mit einem Ruder gegen den wütenden Fisch, der ihn unaufhörlich anzugreifen suchte, wehren mußte. Durch den Blutverlust nahmen die Kräfte des Tieres zum Glück des Kanadiers merk­lich ab, und der Schwertfisch schwamm davon. Der völlig erschöpfte Angler wurde von Fischern, die sich in der Nähe befanden, ausgenommen.

Köhlers Flottenkalender 1935. Preis 1,30 Mark. Verlag Wilhelm Köhler, Minden i. W. (451) Für jeden, der die See liebt, für den Bewohner der Wasserkante, wie für die Landratte im Binnenlande, für jeden, der gern spannende Seegeschichten liest, für jeden schließlich, der Sinn hat für eine kernige und frischen Seewind atmende Lektüre ist dieses Jahrbuch bestimmt. Span­nende ernste und heitere Erzählungen, unter deren Verfassern wir gute Dichternamen finden, fesseln den Leser, alte Fahrensleute spinnen ihr Garn, mit Ad­miral von Trotha erleben wir auf der Kommando­brücke von Scheers Flaggschiff die Skagerrakschlacht mit, wir lesest vom Klabautermann und von Rung- Holt, von der Romantik der Segelschiffszeit und den modernsten Kriegsschiffen der andern.

Praktische Menschenkenntnis und richtige Menschenbehandlung. Neue cha- rakterkundliche Anweisungen mit Bildern und prak­tischen Beispielen. Von Prof. Dr. Joh. M. Ver- weyen. Kartoniert 2,50 RM. Süddeutsches Ver­lagshaus G. m. b. H., Stuttgart-dl. (533) Wir wissen, daß Körperform, Körperhaltung, Bewegung, Gesicht, Stimme, Hand, Handlinien, Handschrift in ihrer Vielfältigkeit wichtige charakterologische Ge­heimnisse umschließen. Der Verfasser gibt die Deu­tung dieser Phänomene an Hand vieler praktischer Beispiele klar, anregend und leichtverständlich.

Heinz Steguweit: D i e Harfe. Ge­schichten. 79 Seiten. RM. 1,10. Verlag C. Bertels­mann, Gütersloh. (582) Ernst und Kurzweil den Rhein entlang: so halten es auch die kleinen Erzählungen dieses Bändchens. Erlauschtes aus dem Alltag einfacher Menschen, der Bauern, Kinder, Soldaten und Arbeiter. Von Köln bis Boppard, von der Eifel bis dorthin, wo fremde Kanonen aufs Breisacher Münster drohen, allüberall harft das Schicksal, bald fröhlich hell, bald drohend dun­kel, seine ewige Melodie, und Steguweit weiß sie zu deuten.

In der Reihe der bekannten Schmuck- b ü ch e r des Verlags C. Bertelsmann in Güters­loh find (zum Preise von je 60 Pf.) drei neue Bänd­chen erschienen: Otto Gmelin: Die Bot­schaft der Kaiserin; Helene Christ al­ler: Aus W a n d e r j a h r e n; Emanuel Stickel berger: Der Liebestraum des Polyphitos drei kleine Arbeiten namhafter deutscher Erzähler in zierlicher Miniaturausstattung, jedes von ihnen sehr geeignet, um als Geschenk auf den Weihnachtstisch gelegt au werden. (581)

Kämpfende Wissenschaft. Von Dr. Walter Frank. Mit einem Vorwort des Reichs­jugendführers Baldur v. Schirach. 36 Seiten. Kart. 1 Mark. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 35. (597) Es handelt sich um die Rede, die zum 100. Geburtstag Treitschkes bei einer Kundgebung der Reichsjugendführung gehalten wurde. Was Frank, anknüpfend an Treitschke, über die Ge­schichtswissenschaft der nachbismarckschen Zeit, die die lebendige Beziehung zum Kämpfen der Nation verloren hatte, zu sagen weiß, trifft das Entschei­dende. Die Geschichtsschreibung unserer Tage hat die Aufgabe, wiedermitten aus dem Lager des kämpfenden Volkes zu wachsen und diesem Volk wieder sein Marschlied zu schaffen". Heute hat die Geschichtswissenschaft wieder das zentrale politische

Weingartner wurde 1863 in Zara (Dalmatien) geboren, wuchs in Graz auf, kam 1881 nach Leipzig, wo er Philosophie studierte, sich aber bald ganz der Musik widmete und bis 1883 das Konservato­rium besuchte. Er ging dann nach Weimar zu Liszt, der die Aufführung seiner ersten Oper Sakuntala" veranlaßte. Als Kapellmeister war er in Königsberg, Danzig, Hamburg und Mannheim, bis er 1891 als Kapellmeister an die Kgl. Oper und als Dirigent der Sinfoniekonzerte der Kgl. Kapelle nach Berlin berufen wurde. 1898 übersiedelte er nach München, 1908 als Nachfolger Mahlers an die Wiener Hofoper, legte dieses Amt 1911 nieder und war von 1912 bis 14 in Hamburg tätig, hier­auf als Generalmusikdirektor in D a r m st a d t, von 1919 bis 24 Direktor der Volksoper in Wien,

Llchtspielgesetzes , ^grundungontch t Zukunft" von der obligatorischen Mit- en Erlaß ij HD des Reichsfilmoramaturgen

15 eine endAg e )ei und feine Tätigkeit auf die Fälle be- ln9en toetijn iip rnrb, in denen d ie Industrie feine to- '' Ht ung erbittet. Dieser Bitte wird

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ii I irrt unbefugt vorzeitig verlassen.

Reue Helme für die HI.

Im Gebiet Hessen - Nassau hat die H e i m - beschaffung in letzter Zeit wieder schöne Er­folge. Besonders in Oberhessen, im Taunus und in Limburg konnten verschiedene Banne und Jungbanne in den Besitz von neuen Heimen gelan­gen, die vielfach von den Gemeinden zur Verfügung gestellt oder ausgebaut wurden. Die Einrichtung der Heime übernehmen die Einheiten selbst. In Limburg wurde ein ausgemusterter Eisenbahnwagen als Jungvolk-Heim verwendet, in Darmstadt bezog eine Schar mehrere Räume einer ehemaligen Kaserne.

Arbeitstagung des BdM.

Eine Arbeitstagung vereinte alle Untergau­führerinnen des Obergaues Hessen-Nassau in der Gauoerbands-Sportschule Frankfurt. Nach einleiten­den Ausführungen der Obergauführerin, Rest W a l- ch e r, sprach die Reichsreserentin des BdM., Trude Mohr, über Führertum und BdM.

Eingehen derDeutschen Zeitung".

r Reichsminister des Innern auf Vorschlag lilskommissars für den Freiwilligen Arbeits- erißt. Außer den sonst üblichen Dienststrafen i u ch Haft und Arre st verhängt i. Die öffentlichen Behörden haben im 'n hrer Zuständigkeit den mit der Ausübung «rÄstrafgerichtsbarkeit betrauten Dienststellen billigen Arbeitsdienstes Amts- und Rechts- u Listen. In der Begründung heißt es: Der -re rillte Arbeitsdienst, dem heute beinahe eine Mion junger Männer laufend angehoren, zt von der Gefolgschaft unbedingten |i r am vor den Führern, von den ii ii |i ceiiyu, gerechtes Handeln n b er der Gefolgf chaft und von allen

Erlebnis in der nationalsozialistischen Revolution, aus dem heraus sie zur Gestaltung vordringen kann und aus dem sie auch nicht nurzum Hirn, sondern ebenso zur Seele und zum Willen der ganzen Gemeinde" sprechen wird.

Deutsches Volk, fliege . . . Das bunte Buch der Fliegerei. Herausgegeben von Wilhelm Köhler. 204 Seiten. Mit vielen Bildern. Ganz­leinen 3,95 Mk. Verlag W. Köhler, Minden i. W. (571) Hier wechseln in bunter Folge span­nende Fliegererlebnisse aus Krieg und Frieden, Erzählungen von Luftschiffahrten, von Nacht- und Sturmflügen mit Beiträgen über Seaelfliegerei, über Luftsport und Verkehrsluftfahrt, Luftschutz und vieles andere. Der Reichspressechef der NSDAP, schildert einen denkwürdigen Nachtflug mit dem Führer, in den Weltkrieg zurück führen uns Bei­träge wieMein erster Luftkampf" von Manfred Freiherr von Richthofen,Bombengeschwader über Paris",Hermann Göring im Luftkampf",Feuer­alarm im Zeppelin".

Köhlers illustrierter Deutscher Kalender. Preis 70 Pf. Verlag Wilhelm Köhler, Minden i. W. (452) 208 Seiten stark, mit über 100 Abbildungen und einem Hindenburg-Hitler- Kunstblatt, mit einem Wandkalender als Beilage, bietet sich Köhlers Deutscher Kalender 1935 in fesseln­der Vielseitigkeit des Inhalts bar. Spannende, ernste und heitere Erzählungen wechseln in' bunter Fülle mit interessanten Aufsätzen und Plaudereien ab.

Wettervoraussage.

Infolge der Luftdruckverteilung sehr tiefer Luftdruck über dem Ostatlantik, Hochdruckgebiet über Westrußland strömen fortgesetzt feuchte Luft­massen über Europa nordwärts. Gleichzeitig wan­dern dicht über der Biskaya Teilwirbel über Frank­reich nordostwärts und bringen auch uns zeitweilig verbreitete Regenfälle. Der Gesamtcharakter der Witterung bleibt auch weiterhin noch sehr unbe­ständig und gelegentliche Witterungsbesserung nur vorübergehend.

Aussichten für Samstag: Nach ver­breiteten Regenfällen wieder zeitweilig aufheiternd und nur noch vereinzelte Schauer, für die Jahres­zeit mild.

Lufttemperaturen am 13. Dezember: mittags 8,3 Grad Celsius, abends 5,4 Grad; am 14. Dezember: morgens 4,1 (Brat). Maximum 8,3 Grad, Minimum 3,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Dezember: abends 5,8 Grad; am 14. Dezember: morgens 5,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 0,5 Stundsn.

Der Verkehrsverein der Stadt Düsseldorf gab in einer Pressebesprechung das Programm des Düsseldorfer K a » n e v a l v e r e i n s 19 35 bekannt. Das Programm des Düsseldorfer Karne­vals steht unter dem einheitlichen Motto: Von Jan Wellern bis heut mer krege Freud. Die Idee besteht darin, daß der alte Kurfürst Jan Wellern, der in Düsseldorf vor 200 Jahren seine Residenz hatte, zu neuem Leben erweckt wird und sich ein­mal vom Prinzen Karneval in Wort und Bild vorführen läßt, was seine lieben Düsseldorfer in den vergangenen 200 Jahren alles angestellt haben. Zwei originelle Karnevalsschlager in Düsseldorfer Mundart werden am Sylvesterabend in ganz Düs­seldorf herausgebracht werden. Eine besondere Note ist dem Düsseldorfer Karneval zu eigen durch die Verständigung mit Mainz.

Zwölf Tage auf einsamer Insel. Gefährliches Abenteuer zweier Deutschen.

Zwei Deutsche hatten vor 12 Tagen der an der Westküste Portugals liegenden kleinen Insel Berlen- gas, die infolge zahlreicher Klippen schwer zugäng­lich ist, einen Besuch abgestattet. Plötzlich einsetzender Sturm verhinderte ihre Rückkehr. Da Lebens­mittel fehlten, gestaltete sich die Lage der beiden Deutschen immer schwieriger, die fortgesetzt Not­signale gaben. Erst in den letzten Tagen gelang es, den unfreiwillig Gefangenen der Felseninsel Hilfe- zu bringen und sie nach dem Festland zurück­zuschaffen. Ihr Zustand ist trotz der langen Hunger­zeit befriedigend.

Verheerende Malaria-Epidemie auf Eeylon. Eine halbe Million Erkrankungen, viele Todesfälle.

Die Insel Ceylon wird gur Zeit von einer Malaria-Epidemie heimgesucht, wie sie seit 20 Jahren nicht so verheerend ausgetreten ist. Nicht weniger als eine halbe Million Menschen liegen schwer krank ibanieber. Viele finb der Krankheit bereits erlegen, vor allem Kinber. Die Zahl ber Todesfälle ist noch nicht bekannt, boch dürfte sie sehr erheblich sein. In manchen Ge­bieten sind 90 v. H. ber Bevölkerung erkrankt.

Entmenschtes Ehepaar tötet feine vier neugeborenen Kinder. Dreifaches Todesurteil, zwölf Jahre Zuchthaus.

Das Schwurgericht Aurich (Ostfriesland) hatte am 17. Sept, den Angeklagten Nikolaus Janssen aus Logau (Kreis Leer) wegen Mordes dreimal zum Tode und zum dauernden Verlust der bürger­lichen Ehrenrechte verurteilt. Die Ehefrau Wil­helmine Janssen erhielt 12 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrenrechtsverlust. Das Ehepaar hat von 1927 bis 1932 vier von Frau Janssen geborene Kinder sofort nach ber Geburt getötet. Die gegen bas Urteil von bem Angeklagten eingelegte Revision hat ber 3. Strafsenat bes Reichsgerichtes als un- begrünbet verworfen. Das Todesurteil gegen Janssen ist dadurch rechtskräftig geworden.

Drei Personen bei einem Valkoneinsturz tödlich verletzt.

In ber polnischen Stadt Zawiercie brach ein mit acht Personen besetzter Balkon plötzlich zusammen. Drei Personen wurden tödlich verletzt.

Verwegener Raubüberfall bei Bielefeld. Mutiges Verhalten einer Geschäftsfrau.

In einer ber letzten Nächte mürbe in Brackwebe bei Bielefelb ein verwegener Raubüberfall verübt. Bor bem Runbsunkgeschäst Henning hielt eine bunkle sechssitzige Limousine, aus ber ein Insasse sprang unb die Fensterscheibe einschlug. Er kletterte burch die Oeffnung zunächst in bas Schau­fenster unb bann in ben Laben, aus bem er Runb- funfgeräte im Werte von etwa 2000 Mark feinen braußen stehenben brei ober vier Komplicen hin- ausreichte. Durch bas Klirren der Fensterscheibe er­wachte das über bem Laben wohnenbe Ehepaar, bas bas Licht einschaltete. Die Verbrecher riefen hinaus:Licht aus ober es wirb geschos­sen!" In bemselben Augenblick krachten auch schon mehrere Schüsse, bie glücklicherweise ihr Ziel ver­fehlten. Das Ehepaar stürzte in ben Laben, in bem sich ein Hanbgemenge entwickelte. Die Frau erhielt mehrere Faustschläge ins Gesicht unb würbe nieder- aestoßen. Der Mann konnte einen Räuber fest­halten, er mußte ihn aber, da er von einem anbe- ren mit ber Waffe bebroht würbe, roieber los- lassen. Frau Henning, bie sich inzwischen erholt hatte, lief auf die Straße unb stellte sich vor den

dien entbrach ! tziTn für die bevorstehenden eberfiülungc l c ri log c und zum Jahreswechsel Wand empr: c ineifften Wünsche aus. Gleichzeitig teilte märter JÜJEjtr mit, daß er von dem sonst üblichen ?? e u j (ii.1)'! sempfang der Mitglieder der Reichs- '^gieruiW «in diesem Jahre Ab st and nehmen

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Wagen, um die Flucht ber Verbrecher zu vereiteln. Ohne Rücksicht auf bie Frau fuhren bie Räuber baoon. Frau Henning konnte sich art ber Stoß­stange festhalten. Sie würbe etwa 150 Meter mit» geschleift. Dann hielt plötzlich ber Wagen unb einer ber Insassen schlug auf bie mutige Frau so lange ein, bis sie losließ. In rafenber Fahrt ver­schwand ber Wagen in Richtung Bielefelb. Frau Henning glaubt bie Nummer I 156 350 ober I 56 350 erkannt zu haben. Die Verletzungen ber Ueberfallenen haben sich glücklicherweise als harm­los erwiesen.

Das Museum für Verschönerungskunde.

Es ist in biefen Tagen feierlich eröffnet worben unb zwar wie man leicht erraten kann, in Paris. Zwar existierte es in einzelnen Sammlungen be­kannter Pariser Kosmetiker schon viele Jahre, hat aber jetzt erst ben Rahmen erhalten, ber bie Tau- fenbe von Schaustücken in guter Uebersicht zeigt. Es ist ein Stück Menschheitsgeschichte, bas man hier ftubieren kann, benn schon vor Jahrtausenben haben sich bie Menschen wie aus ben gemachten Funben hervorgeht, bemüht, sich zu verschönern. Im Mu­seum lernt man bie Schönheitspräparate ber alten Aegypter kennen, man staunt, auf welcher Höhe sich bei ben alten Griechen unb Römern diese Kunst schon befand unb welch raffinierter Mittel man sich schon bamals zu bebienen wußte. Da gab es schon Enthaarungsmittel, Haarwuchspräparate, Schönheitsoperationen, bie bamals atterbings nicht selten mit bem Tobe ber Operierten enbeten. Die Renaissance war roieber eine Blütezeit ber Ver- schönerungskunst, wie aus ben komplizierten Mie- bern, bie ausgestellt finb, hervorgeht. Zur Zeit ber Rokoko kehrte man roieber zu Salben unb Geheim­mitteln zurück. Die neueste Zeit gibt Aufschluß über bie Arbeiten Steinachs, Woronoffs unb anberer Operateure ber Kosmetik. Ueberflüffig zu bemerken, daß bas Museum über mangelnden Besuch nicht zu klagen hat.

Giftbecher und Prügelstrafe.

In beiden Fällen handell es sich um uralte Strafen, bie sich Jahrtausende hindurch erhalten haben. Zwar war der Giftbecher in Europa in ben letzten Jahrhunderten als Todesstrafe abge­kommen, in Asien und Afrika jedoch hak er immer eine bedeutende Rolle gespielt. Nun hat die

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf., , mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 Mig.

bis 1927 Dirigent der Wiener Philharmoniker, im März 1927 ging er nach Basel, wo er Letter der Sinfoniekonzerte der Allgemeinen Musikgesellschaft und Direktor des Konservatoriums ist.

Weingartner ist mit zahlreichen Kompositionen hervorgetreten, darunter die OpernSakuntala", Kain und Abel",Dame Kobold",Meister Andrea",Der Apostat", schrieb die Musik zu ShakespearesSturm" und zuFaust". Seine Sinfonien und Lieder wurden oft aufgesührt.

Ein neuer Stern entdeckt.

Ein Heller neuer Stern ist dieser Tage von einem englischen Astronomen in Suffolk entdeckt worden. Er wird in ganz England sowie der gan­zen nördlichen Halbkugel einige Tage, bevor er erbleicht, für das bloße Auge sichtbar sein. Es han­delt sich um einen Stern dritter Größe. Die Ent­deckung, die sofort den Observatorien der ganzen Welt mitgeteilt worden ist, hat in astronomischen Kreisen großes Interesse geweckt.

Nie künftige Ausgabe '""bch -MeichSfilmdramalurgen

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fd)Uroerbeitj Befugnis zur Betriebsschließung wird iinheOden Pr^i.')erwachungsstellen übertragen. Die Be- rfnrberti triedsschslchung kann erfolgen, wenn Zuwiderhand- er' für Hungen fern Vorschriften ober Anordnungen bes ' .lk' ReichskMHssars für Preisüberwachung vorliegen, macn oder romiifonft Tatsachen bie Annahme rechtfer- mmuHH , tjgen, bl.bj Der Inhaber ober Leiter bes Betriebes bie für..' Betrieb erforderliche Zuverlässigkeit en nicht beiisizt Für bas Gebiet ber Faserstoffverorb- triW ° nung unnHser Verordnungen über Preise für aus- intp!11^ ländischer Önren und unedle Metalle bleibt es bei lechnE der gegfiennirtigen Regelung. Strafverfolgungen n 65 yH wegen ^.niiberljanblungen gegen Vorschriften bes redens- Reichst«^ ssars für Preisüberwachung treten nur re E? auf Anüttic der Preisüberwachungsstelle ein. So- rberfl. < weit ein, dirafantrag nicht gestellt wird, haben die Preisüb^ichungsstellen das Recht, in eigener Zu- i oder b^standigkchi Ordnungsstrafen bis zum Be- LeExi trage voün D00 Mart für jeden Fall der Zuwider- um Verstöße leichterer Art, 3- M.eme Betriebsschließung nicht rechtfertigen könnten,?, d ort ahnden zu können.

A «tlkist und Wissenschaft.

Felix Wllcücnrfner wird Staalsoperndirektor in Wien fr# F AmtliÄvnrd aus Wien gemeldet: Die Bundes- Jtljeateron Altung hat mit Dr. Felix Weingart- Jiner inl| Mel einen fünfjähriaen Vertrag abge- W'Ä schloffen,/, der ihn als Nachfolger von Clemens M K r a u Uj als künstlerischen Direktor der Oy Staat |i er ab 1. September 1935 verpflichtet. MM Dr. sjßeilhiitner wird aber, soweit er im Rahmen | fflr seiner Bllmln Verpflichtungen abkömmlich ist, schon 1 y ab 1. 3d 1 ncr 1935 der Staatsoper zur Verfügung A'A; stehen u.irl »ei ber Repertoireaufstellung unb bei 1 M bem AbsrlM der neuen Verträge entscherdend mit- ® !

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mr dann entsprochen werden, wenn i>siäfsilmdramaturg auf Grund des ihm vor- Zntwurfes oder Drehbuches die lieber» "Hangt, daß der Film, dessen Herstellung ti ist, einer solchen amtlichen Förderung 'ü tii i ist. Der Reichsfilmdramaturg teilt der -lmpiiiifLlle laufend das Ergebnis der von ihm .g Mmienen Prüfungen mit. Der Reichsfilm- aincmii ist berechtigt, an der Prüfung von Spiel-

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seffi« ^euc Verordnung mTÄ wir Preisüberwachung.

J1 BorMdl' Ber l|ii,, 13. Dez. (DNB.) Das Gesetz über h[ aber bie ^rroeitewuTfl der Befugnisse des Reichskommissars aen DiensHür PIrniLberwachung vom 4. Dezember 1934 urf) in M ReichsGlschblatt I, Seite 1201) ist durch eine Der- therren in e^rbnuni^ roer Preisüberwachung ergänzt worden, .raten im Ncichsgesetzblatt unb im Reichsanzeiger er» Meilen scheint, t bcmach ist es nicht mehr notwendig, zu nuh 31 i-OTfen, 3 iböbeftimmte Gegenstände oder Leistungen v giir die fi Jnriebigung bes täglichen Bebarfs lebens»

I-^lilLwichtig Die Befugnisse ber Preisüberwachungs- M ^^kv^ehordeW M Regelung ber Preisverhältnisse wer- alpen klargestellt. Alle Befugnisse zu Ein-

zeßanwlm '^.^^ g ^ch der Reichskommissar zunächst vor- rag^ -.Jl'halteriir Maßnahmen mit begrenzten räumlichen erhaltm» ^-luswtr«kri°len können wie bisher von ben in § 5 SMbsatz |2 der Verordnung genannten Stellen im L^Einoethwinen mit dem Reichskommissar getroffen

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V 8Um k e IP l U Ul U U L 1 bie N^.Ml ckn strenges ^einunoS 'e qn b e r b e r © . , o .

Wien[feien des Arbeitsbienstes tabeisfreien l^ein iftje -** 1 ♦rom» ffnmernihffhnft nnh

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8tegunehmen.

i|)ei Begrünbung wirb barauf hingewiesen, Ke Einschaltung bes Reichsfilmbramaturgen c|rpiüfer von Spielfilmen von ber Regierung ch We und Unterstützung für bie sllch Filminbustrie vorgesehen war, e tijtiitig zu verhinbern, baß Stoffe verfilmt iL Ise mit bem Geist der Zeit und dem Sinn iJÄ-s nicht in Einklang standen. Gleichzeitig dii-n der künstlerische Geschmackswert ber Film- mrhöht werben. Die beutsche Filminbustrie i so betont bie Begrünbung, es nicht men, von dieser Hilfe so Ge° I tu machen, daß die von dem Reichs- nurgen zur Verbesserung der Filmgestal- ciufi-roenbete Mühe sich verlohnt. Es si'hmsbesondere herausgestellt, daß von dem leid jlmramaturgen bei der Vorprüfung erhobene llvullfwnn|errt)ngen und von ihm gemachte Vorschläge .i drrichsstellung im Atelier nicht beachtet worden Ii.|i.ukunft soll daher von der obl-igatorischen gibt Ni'itmirirui:ii des Reichsfilmdramaturgen abgesehen sei sie Tätigkeit auf die Fälle beschränkt werden, uni tmt drchni benen he Industrie seine Mitwirkung erbittet. 'ä St» Mrers SM.

Mhten M2,01 l5diu6 der kabinettsfihung dankte der eae nidit ühr eriund Reichskanzler den 2H i f - - fernen llediN'. des Reichskabinetts für die im gesetz einr cht zu tyttoe gehenden Jahr geleistete Arbeit beim ( oon Uli/lufbaui hs nationalsozialistifchen Staates und