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Schuh -er arbeiien-en Krau!

Gesundheitliche Gefahren der weiblichen Jugend.

Staats- und bevölkerungspolitische Gründe haben Erziehung und Ertüchtigung unserer Jugend mit Recht in den Vordergrund des Interesses gerückt. Besonderer Fürsorge bedarf ohne Zweifel die be­rufstätige weibliche Jugend.

Denn schon nicht allen Frauen ihr eigentliches Arbeitsfeld im Haufe und als Mutter zuge- wiesen oder erhalten werden kann, dann muh doch alles darangeseht werden, eine gesund- heitliche Schädigung der weiblichen Jugend im auherhäuslichen Beruf zu vermeiden.

Naturgemäß sind, wie der beratende Arzt im Jugendamt der Deutschen Arbeitsfront Dr. med. Hoste schreibt, die weiblichen berufstätigen Jugendlichen erheblich mehr gefährdet als die männlichen, werden sie doch durch das viel stärkere biologische Geschehen und durch die häufig nicht sehr günstigen allgemeinen Lebensbedingungen so in Anspruch genommen, daß die zusätzliche Be­lastung ihre körperliche Entwicklung hemmt. Be­obachtungen des Gesundheitszustandes bei den Lehr­mädchen ergeben

vielfach ungenügende Mahverhällnisse hinsicht­lich der Gröhe und des Gewichts.

Nicht nur, daß schon von vornherein eine gewisse Auslese nach der Eignung der einzelnen Berufe erfolgt, wie sie die körperliche Entwicklung des jungen Mädchens bei der Entlassung aus der Schule gerade aufweist, ohne daß dabei die mög­liche und notwendige Entwicklung berücksichtigt wird, sondern die körperlich ansprechendenReiz"- Berufe, wie die den Organismus entwickelnden Reizmangel"-Berufe betonen noch mehr die an sich schon günstige Auslese. Auf dem Boden einer so unzureichenden gesundheitlichen Festigung ent­

wickeln sich naturgemäß mannigfaltige Krankheits­zustände. Die Krankenkassenstatistiken weisen deut­lich aus, daß die weiblichen Versicherten anfälliger sind und häufiger ärztliche Hilfe in Anspruch neh­men müssen.

Auch die Sterblichkeit der berufstätigen Frauen zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr ist höher als die der Männer.

Das gleiche gilt für die Tuberkulosesterblichkeit der Frauen, und zwar in der Stadt sowohl wie auf dem Lande. Bei den Lehrmädchen zeigen sich schon die Anfänge solcher Erkrankungen, die als ausge­sprochen chronische Leiden vielen Frauen das Leben schwer machen. Dazu gehört die erhebliche Anzahl der Fälle von Neurasthenie. Während die Haus­haltungsschülerinnen dabei meist unter dem Durch­schnitt liegen, zeichnen sich die Berufe mit hoher geistiger Anspannung (Kontoristinnen und höhere Handelsschülerinnen) durch 5,5 bzw. 10,7 v. H. Er­krankungsfälle aus. Entsprechend ihrer Eigenart weisen die geistigen Berufe auch die höchste Zahl von Augenschädigungen (12,3 bis 16,5 v. H.) und auch eine ausgesprochene Trägheit der Verdauungs­organe in 7,5 bzw. 9,8 v. H. der Untersuchten auf.

Dadurch wird dann auch verständlich, dah schon eine erhebliche Anzahl der Mädchen (35 v. H.) und wieder gerade aus den geistig beanspruch­ten Berufen, deutliche Störungen der besonde­ren weiblichen Organfunktionen zeigt.

Diese Tatsache verdient nicht nur Beachtung, weil sie den Beginn frühzeitiger und oft lebensläng­licher Gesundheitsstörungen darstellt, sondern weil sich damit auch bevölkerungspolitisch eine deutliche Schädigung der Familie wie der Allgemeinheit er­gibt. sch.

Tag und Aachl für das Winterhilfswerk.

Im Rahmen des großen Winterhilfswerks des deutschen Volkes wurde mit dem Beginn des neuen Jahres in allen Städten des Reiches und auf dem Lande die Straßen-Lotterie eingesetzt. Rasch sind die Verkäufer der Losbriefe mit ihren leuchtend roten Aufschlägen auf den grauen Umhängen be­kannt und volkstümlich geworden. Sie haben in den wenigen Tagen des Verkaufs schon viel Not lin­dern dürfen und haben schon manchem eine un­erwartete Freude geschenkt. Denn die Straßen-Lot- terie, die der Reichsleitung der NSDAP, unterstellt ist, gibt jedem die Möglichkeit, für den Zweck des Winterhilfswerkes auch noch persönlich einen hohen Geldbetrag zu gewinnen, wenn das Glück ihm ge­wogen ist.

50 Pfennige kostet solch ein Losbrief. Mit diesen 50 Pfennigen wird diesen geholfen, die Not : leiden, wird jeder selbst beschenkt, der mithilft

im Kampf gegen hunger und Kälte. Denn auch der, der nur eine Niete zieht, kann sich an der Prämienlosung beteiligen, die für jede aus- gespielte Serie 5000 Mark beträgt.

Es mehren sich aus dem Reich die Berichte, dah große Gewinne gezogen wurden. Erfreulicherweise sind sie an solche gefallen, die selber der Hilfe be­dürfen. Ein paar Beispiele nur aus der Fülle von unzähligen, sollen Kunde geben von der Freude und dem Segen, den die grauen Glücksmänner schon gestiftet haben:

In Tegel kaufte sich ein Arbeitsloser ein Los. Den Betrag von 50 Pfennigen hierfür erhielt er geschenkt. Die Freude des Mannes war unbeschreib­lich, da er einen Hundertmarkgewinn zog, der so­fort ausgezahlt wurde. In seiner Freude über den Gewinn spendete er von dieser Summe 20 Mark für das Winterhilfswerk. In Berlin-Friede­nau traf ein Kaufmann auf die grauen Glücks­männer. Er hatte gerade noch eine Mark in der Tasche und kaufte sich zwei Lose. Beim Oeffnen der Losbriefe beachtete er zunächst nur die beiliegenden Postkarten, bis er von einem der umherstehenden Zuschauer auf den hohen Gewinn von 500 Mark aufmerksam gemacht wurde. Auch dieser glückliche Gewinner stiftete sofort 50 Mark für die Winter­hilfe. Die aber Zeugen dieses Glückes waren, die rissen sich um die noch übrigen Losbriefe, bis der graue Glücksmann in ganz kurzer Zeit ausverkauft war. In Dresden hat ein Taxi-Chauffeur eine gute Fahrt gemacht und 50 Pfennige Trinkgeld er­halten. Er kaufte sich em Los und gewann 1000 Mark. Das gleiche Glück begegnete einem Berliner Rechtsanwalt, der in einem Hotel in Rathenow

abgestiegen war. Auch er zog einen Gewinn von 1000 Mark und stiftete gleich 100 Mark für die Winterhilfe.

Auch an drolligen Zwischenfällen fehlt es nicht an dieser Straßenlotterie. In Leipzig erschien eine junge Dame bei der dortigen Hauptgeschäftsstelle der Straßen-Lotterie mit einem Losschein und konnte nicht glauben, daß sie nun tatsächlich 500 Mark ge­wonnen hatte. Es schien chr unfaßlich, denn sie hatte

Die gewonnene Winterschlacht ein Sieg der AS.-Dolkswohlfahrt.

das Los nur gekauft, um auch zu ihrem Teil zur Linderung der Not beizutragen. Wie sie erzählte, kam ihr das Geld um so gelegener, da sie es gut für in Not geratene Familienmitglieder verwenden konnte.

Der bekannte Glücksengel der Kinder ist auch wie­der eifrig am Werk. Nicht nur in Berlin, wo ein Kind einen 5000-Mark-Gewinn gezogen hat, auch in Leipzig ist mancher Hunderter und Fünfziger von Kinderhand gezogen worden. Gläubig vertrauend griffen sie in den geheimnisvollen Kasten des grauen Glücksmannes hinein, um dann jubelnd ihren Eltern das Gewinnlos auszuhändigen.

Bekanntlich sind alle Gewinne der Reichswinter- hilfslollerie steuer- und abgabefrei und werden zu vollem Nennwert ausgezahlt.

Tag und Nachti st die Straßen-Lotte­rie am Werk. In ganz Deutschland werden durch diese Straßen-Lotterie etwa 4000 bisher arbeits­lose Verkäufer beschäftigt, rund 1500 Buchdrucker und Buchbinder und etwa 400 kaufmännische Ange­stellte.

Aber was weit wesentlicher ist: das kleine Opfer von 50 Pfennigen dient zur Linderung der Not un­serer Aermsten! Mit dem Beginn des neuen Jahres ist von der Reichsleitung aus die Aufforderung an jeden Deutschen ergangen, weiterzukämpfen gegen die Not. Der wahre Nattonalsozialist weiß, daß Na­tionalsozialismus bedeutet: Opfer bringen! Keiner darf und kann sich hier aus­schließen! Darum versuche auch du dein Glück und nimm ein Los für dein Volk!

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 14. Januar.

6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.45: Katholische Mor­genfeier. 9.30: Feierstunde der Schaffenden. 10: Evangelische Morgenfeier. 11: Matthias Claudius: An meinen Sohn Johannes. 11.30:Meinen Je- fum laß ich nicht." 12: Einweihung des neuen Frei­burger Senders. 13: Kleines Kapitel der Zeit. 13.10: Märsche großer deutscher Meister. 14.25: Zehn Mi­nuten für die Landwirtschaft. 14.35: Stunde des Landes: Nassauische Heimatdichtung. 15: Konzert. 16: Kasperl-Stunde: Kasperl als Meisterboxer. 17: Nachmittagskonzert. 18: Fröhliches Zwischenspiel. 18.25: Fußball'Länderkampf Deutschland Un­garn. 19.10 Es lebe das Leben. Sketsch. 20: Beet­hovens Fidelio. Große Oper. 22.40:Die Umstel­lung der Rundfunkwellen nach dem Luzerner Plan", Vortrag.

Ittontag, 15. Januar.

8.05 Uhr: Morgenkonzert. 12: Mittagskonzert. 14.40: Stunde des Liedes. Lieder von Heinrich Scherrer. 16: Nachmittagskonzert. Das Opern-Jnter- mezzo. 17:Luftschutz tut not", Gespräch. 17.45: Ernst von Wildenbruch. Zu feinem 25. Todestag. Id; Jugendstunde. 18.25: Französischer Sprachun- 21:Mit 1001 Kilo-Her(t)z". Ein 9i nT^g^^Lunkpotpourri. 20: Griff ins Heute. OD Beethoven. 1 Symphonie E-Dur

oon ffrnff ebIe Riat" Eine Erzählung

22 45- Mdenbruch. 22.20: Du mußt wissen,

mia 23: Kammermusikwerke von Lud­

wig van Beethoven. 24 bis 1: Nachtmusik.

Die^gfag, 16. Januar.

1045° BraVtis^°^enkonzert. 7.15: Frühkonzert. 12 m>itfnncpl^e Ratschläge für Küche und Haus. Stu^e de? Rundfunkorchesters.. 14.40:

17 bis 17 16 bis 17.45: Nachmittagskonzert.

17 45- w -'läge: Sport- und Reiseabenteuer.

^«nge duschen suchen ihren Beruf. 18:

Stunde der Jugend. 18.25: Italienischer Sprach­unterricht. 19: 1 Pfalzabend des Südwestfunks. 20:Deutschland im Kampf um gleiches Recht und gleiche Sicherheit", Vortrag. 20.10: Aufforderung zum Tanz: 21: Ludwig von Beethoven. 2. Sym­phonie in v-Dur op. 36 21.30: Stimmen der Kind­heit. Kindheitsdichtungen des 19. Jahrhunderts. 22.20: Du mußt wissen 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Ludwig van Beethoven Kammermusik. 24 bis 1: Von deutscher Seele. Stefan George: Das Jahr der Seele. Anschließend: Musik.

Mittwoch, 17. Januar.

6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.10: Schulfunk: Die Brüder Grimm. 10.45: Prak­tische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittags­konzert. 16 bis 17.45: Nachmittagskonzert. 17.45: Aus Zeit und Leben. 18: Stunde der Jugend. 18.25: Deutsch für Deutsch.Sprecherziehung". 19: Eine Stunde Soldatenmusik, gesungen und geblasen. 19.45: Die Löwin und der General. Hörspiel. 21.55: Weltpolitischer Monatsbericht. 21: Ludwig van Beethoven. 3. Symphonie L-Dur, op. 55,Eroioa". 22.40: Beim Dortmunder Sechstagerennen. 23: Lud­wig van Beethoven. 23.45 bis 1: Nachtmusik.

Donnerstag, 18. Januar.

6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. Kleine Ueberraschungen. 14.40: Bunte Kinderstunde. 16: Preußische Anekdoten. 16.30: Musik auf alten Instrumenten. 17.15:Junge Kunst". Gespräch zwischen Reichsjugendführer Bal­dur von Schirach und dem Reichsdramaturgen Dr. R. Schlösser. 17.45:Die Entstehung der bürger­lichen Welt- und Lebensanschauung." 18: Bismarcks Werk unsere Aufgabe. Von Prof. Dr. Dannen- bauer. 18.25: Rasse ist entscheidend. 19: Unterhal­tungskonzert. 20: Griff ins Heute. 20.10: Fürsten und Bürger Künstler und Schranzen. 21: Lud­

wig van Beethoven. 4. Symphonie in 6-Dur, op 60. Das Reichssymphonieorchester. Leitung: Frz. Adam. 21.35: Kleine Sachen. 22.20: Du mußt wissen. 22.45: Unterhaltungskonzert. 23: Ludwig van Beet­hoven. Ausführende: Kleemann-Quartett. 23.45: Schlußbericht vom Dortmunder Sechstagerennen. 0.10 bis 1: Nachtkonzert.

Freitag, 19. Januar.

6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. Alte und neue Lieder. 14.40: Stunde der Frau. 16: Nachmittagskonzert. 17: (Vom Deutschlandsender)Luftkampf und jetzt. 17.45: Aus der Tagesarbeit eines Jugendamtleiters im Saargebiet. 18* Stunde der Jugend. 18.25: Eng­lischer Sprachunterricht. 19 bis 21: Umtausch ge­stattet! Ein Wunschprogramm. 20: Einlage: Griff ins Heute. 21: Ludwig van Beethoven. 5. Sympho­nie in E-Moll, op. 67. 21.30: Unbekanntes Europa.

Schumi Mariza!" Bulgarien. 22.20: Du mußt wissen. 22.45: Kleine Unterhaltung. 23: Ludwig van Beethoven. 24 bis 1: Vom Schicksal des deutschen Geistes. Klassische Haltung und Wirklichkeit. An­schließend: Musik.

Samstag, 20. Januar.

6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.10: Schulfunk:Worms, die Stadt der Helden und Bekenner". 12: Mittagskonzert: 14.30: Kinder- stunde. 15.10: Lernt morsen. 16: Bunte Volksmusik. 17: (Vom Deutschlandsender):Luftschutz im eigenen Haus", Gespräch 17.15: Zum 5-Uhr-Tee. 18: Stimme der Grenze. 18.35: Stegreifsendung. 19: Stunde der Nation. Schlesische Musik um 1800. 20: Saarländische Umschau. 20.10: Bunter Abend. 22.20: Du mußt wissen. 22.45: Buntfunk. 23: Nachtmusik. 24: Wolfgang Amadeus Mozart. Konzert.

Aus aller Welt.

Ein Geschenk der Stabt Genua für den Führer.

Wie die NSK. meldet, übermittelte der Leiter des Reichssinfonieorchesters der NSDAP., Pg. Adam, dem Führer die Prachtausgabe eines in deutscher und italienischer Sprache gedruckten Werkes über Christoph Columbus, das dem Reichssinfonieorchester bei seiner Dortragsreise mit der Bitte um Ueberreichung an den Führer vom Bürgermeister der Stadt Genua übergeben worden war.

Um den Abbruch des Hamburger Gängeviertels.

Staatssekretär R e i n h a r d, der am Donnerstag­abend in Hamburg eingetroffen war, stattete am Freitagvormittag u. a. dem Reichsstatthalter Besuche ab. Darauf wurde der Staatssekretär im Dürger- meistersaale durch einen Vortrag über das Sanie­rungproblem der unwürdigen Wohnviertel Hamburgs anhand von Karten und Plänen unter­richtet. Es folgte eine Besichtigungsfahrt durch das Gängeviertel. Dabei wurde dem Staatssekre­tär auch der Häuserblock gezeigt, der bei der Sa­nierung als bau- und kulturgeschichtliches Denkmal erhalten bleiben soll. Gegen Mittag fand eine Hafen­rundfahrt statt.

Ein Ehepaar wegen Kindesmordes zum Tode verurteilt.

Das Schwurgericht Landsberg a. d. W oerurteilte den 33jährigen Landarbeiter Franz Spöhr und dessen 21jährige Ehefrau Margarete, geb. Hoffmann, aus Berlin-Friedrichsfelde,Kolonie Brandenburg", wegen Kindesmordes zum Tode. Beide haben ihr etwa fünf Monate altes Kind in einer Schonung getötet und verscharrt, und zwar hat die Ehefrau das Grad hergeftellt, während der Ehe­mann das Kind erschlug und verscharrte. Der Grund zur Tat war, daß Spöhr feine Stellung bei einem Landwirt in der Neumark infolge von Streitigkeiten verloren hatte und nach Berlin zurückkehren wollte, wobei ihm das Kind im Wege war.

Das englische FlottenflaggschiffNelson" auf Grund gelaufen.

Das britische FlottenflaggschiffNelson" ist, als es den Kriegshafen von Portsmouth verlassen wallte, auf Grund gelaufen. Man nimmt an, daß es nicht möglich sein wird, das Schiff in einem Tag wieder füllt zu machen. DieNelson" ist eines der größten und modernsten Kriegsschiffe der Welt. Es heißt, daß es fast unbesiegbar fei.

(Eisregen und Glatteis in Berlin.

In Berlin setzte am Freitag gegen 21.30 Uhr ein Eisregen ein, der durch ^tretenden Frost bald sämtliche Straßen mit einer dünnen Eis­schicht überzog. Der gesamte Berliner Verkehr wurde dadurch gestört und teilweise lahmgelegt. Es kam

zu einer Fülle von Autozusammenstößen. Insbesondere der Autobusverkehr litt stark unter dem Glatteis. Abschüssige Straßen waren über­haupt unpassierbar. Viele Autos fuhren gegen Bäume, Gaskandelaber, gegen andere Wagen ober gegen die Hausmauern. Das Glatteis hatte ferner auch eine Fülle von Unfällen von Straßen­passanten zur Folge, so daß die Rettungsstellen schon um 23 Uhr Hochbetrieb hatten. Eine ganze Reihe von Personen mußte mit gebrochenen Glie­dern den Krankenhäusern zugeführt werden.

Ausschreitungen auf dem Pariser Nordbahnhof.

Auf dem Nordbahnhof von Paris kam es zu Ausschreitungen von Reisenden, die, über die Verspätung eines Vorortzuges erzürnt, eine stürmische Kundgebung veranstalteten. Der Vorortzug aus Beaumont, der vornehmlich von Büroangestellten benutzt wird, hatte 14 Minuten Verspätung bei einer Fahrzeit für die Gesamtstrecke von eineinhalb Stunden. Die sechs anwesenden Polizisten, die den Verkehr in der großen Halle aufrecht erhalten wollten, wurden abgedrängt und dann mißhandelt. Ein Unteroffizier und drei Poli­zisten wurden verletzt. Vier Reisende wurden verhaftet. Ein Polizist mußte ins Krankenhaus übergeführt werden.

10000-Mark-Gewmn fällt an zwei Wormser Arbeiter.

Worms, 12. Jan. (LPD.) Bei der Ziehung der Nationalsozialistischen Arbeitsbeschasfungslotterie fiel ein 10 000-Mark-Gewinn auf ein Los, das von zwei Arbeitern der Zuckerfabrik gemeinsam gespielt wurde. Beide haben eine grö­ßere Familie mit zum Teil arbeitslosen Ange­hörigen und können das Geld gut gebrauchen.

Oie erste Sicherungsverwahrung emeS Gewohnheitsverbrechers in Hessen.

LPD. Mainz, 12. Jan. Der öfters, darunter mehrmals mit Zuchthaus, vorbestrafte 39jährige Gärtner Robert Paul I st e I, zuletzt wohnhaft in Mainz, ist kaum nach Verbüßung einer längeren Freiheitsstrafe aus dem Zuchthaus entlassen wor­den, als er nachts in der Verkaufsstelle des Kon­sumvereins wiederum einen schweren Ein­bruch verübte. Das Bezirksschöffengericht ver­urteilte den unverbesserlichen Verbrecher zu drei. Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehr­verlust. Weiter wurde auf Grund des § 20 a des neuen Strafgesetzes gegen den Verurteilten als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher die Siche­rungsverwahrung ausgesprochen.

flirtbtiche Jiacbnchten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 14. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanias.

Stadlkirche. 9.30 Uhr (zugleich Universitätsgottes- dienst): Prof. D. Cordier; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde, Pst. Becker; 17: Pst. Mahr. Johanneskirche. 9.30: Pst. Ausfeld; 11: Kinder­kirche für die Johannesgemeinde; Pst. Ausfeld, 17: Pfarrassistent Balz; 20: Bibelbesprechuna im Johannessaal; Pst. Trapp. Kapelle des Alten Friedhofs: 9.30: Pst. Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pst. Lenz. Petruskapelle: 9.45: Pst. Trapp; 17: Pst. Trapp. Wieseck. 9.45: Hauptgottesdienst; 11: Kinderkirche. Alten- Buseck. 10: Gottesdienst. Trohe. 13: Gottesdienst. Steinbach. 10: Gottesdienst und Kollekte. Albach. 12.30: Gottesdienst und Kollekte. Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11.15: 1. Kindergottesdienst (5. bis 8. Schuljahr); 13: 2. Kindergottesdienst (1. bis 4. Schuljahr). Kirchberg. 10: Gottesdienst; 16: Missionar Laut: Missionsfilm; 19: Missionsfilm; Missionar Laut. Klein-Linden. 11: Kindergottes­dienst; 13.30: Gottesdienst. Watzenborn-Stein­berg. 13.15: Hauptgottesdienst. Garbenleich. 10: Gottesdienst, Missionar Laut, Frankfurt. Hausen. 12.30: Gottesdienst, Missionar Laut, Frankfurt. Langsdorf: 11: Hauptgottesdienst; 19.30: Abend­gottesdienst. Vellenhaufen: 13.30: Hauptgottes­dienst. Hungen. 9.45: Gottesdienst: 10.45: Kin- dergclltesdienst; 20: Besprechung biblischer Fragen im Sälchen. Langd. 11.15: Gottesdienst.

katholische Gemeinden.

Samstag, 13. Januar.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, 14. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanie.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommu­nion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 16.30: Versammlung der Jungfrauen- Kongregation; 17.30: Andacht. (Brünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.

Montag, 15. Januar.

Laubach. 7.30 Uhr: Messe.

Mittwoch, 17. Januar.

Hungen. 7.15 Uhr: Messe.

Oesfentlicher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschrankter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer ? bis 13 Uhr.

Sanitütskolonne: Telefon 2500.

Aerzte: Dr. Mehl, Dr. Schäffer.

Zahnarzt: Dr. Adam.

Apotheke: Pelikanapotheke.

Gewlnnauszug

4. Stiefle 42. Preußisch-Süddeutsche (268. Preuß.) Staats-Lotterie

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gesallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden

Abteilungen I und II _________

2. Ziehungstag 11. Januar 1933

In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen

2 Gewinne ,u 2000 M. 353037

6 Gewinne,u 1000 M. 78596 245718 358285

24 Gewinne zu 800 M. 9636 59973 125669

180216 242207 253521 265898 328521 357085

368695 387547 398246

40 Gewinne ,u 500 M. 26401 29522 37464

95378 114533 121243 126375 128659 133838

154435 219364 236996 275709 286581 305980

311808 320320 340171 369451 369690

162 Gew.nne zu 400 M. 4484 6657 10219 14250

19315 21572 24039 28380 29406 34387 51693

51698 66217 74186 74520 75031 76746 79571

82074 84939 85486 85933 88009 90626 94898

105723 113855 121326 125396 128276 129986

130756 130978 143929 144534 145009 145840

151894 169919 160164 167218 167365 169298

178247 179777 184618 185817 194304 197265

198339 207973 208810 220197 222223 243723

247224 252425 258066 265440 268692 268957

274699 275257 281458 288568 298253 301251

301719 321034 321077 331230 334521 354895

358082 358876 361406 363272 363905 364626

391420 391638

3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 3UU M. gezogen

2 Gewinne zu l ÜOOOO M. 233910

2 Gewinne zu 60000 M. 158055

2 Gewinne zu 6000 M. 282542

4 Gewinnezu 3000 M. 60567 295320

2 Gewinne zu 2000 M. 86937

6 o ewne zu 1000 M. 72007 100071 372852

18 Gewinne zu 800 M 60728 67361 104376

148489 182469 187226 244995 293435 389723

48 Gew.nne,u 500 M. 8146 20178 42816 49994 55040 68394 108968 110190 120399 143024

153743 162360 163026 207663 231678 247088

262074 267161 303361 338018 352880 362036

388326 394914

178 Gewinne zu 400 M. 6362 7142 10493 17004 21902 23167 24619 26104 27914 29974 43901 48293 49827 61862 64528 68638 71691 77764 79107 92324 94580 95880 96416 100949 101828 102814 108738 109014 109967 110874 115960

121104 140238 142732 156441 166320 166518

163267 163208 165170 166698 167229 170694

171748 184508 185488 186274 196270 205135

208445 222399 224994 241852 242394 247606

260171 263256 276166 289909 291379 294056

305609 306312 308616 311851 312989 318734

324491 324677 329854 331526 331857 336762

338312 341452 345238 358481 360053 361984

363006 366874 367307 367833 369329 371270

376137 386325 389257 392085

20 TageSpiäunen.

Auf side gezogene Wummer find 2 Prämien zu te 1UUO RM gefallen, und zwar ie eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Sloteilungen I und II.

27340 69482 80591 129354 133295 135019

179351 194215 289672 342755.

Die Ziehung der 5. Klasse der 42. Preußisch- Süddeutschen (268. Preußischen) Staats-Lotterie sinbel vom 8. Februar bis 14. Mär- 1934 statt.