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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für OberheFen)

Nr. U Zweiter Blatt

fenbad) a. M. ernannt worden.

schäft unten ist ein Teppich, der ineinandergewebt

Steinmäuerchen, die Riesenkinder im Spiel geaaut

Rhein-Mainischen Garantieverband

nun

lern oer o|terreia)i|a)en ^entraiaipen. iu>te juu liegt Oesterreich dort unten, wie friedlich, wie warm und

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ist, von

doch, daß die Königin wartet, sagte die Königin ärgerlich.

Sluder," brüllte Rick in den Apparat, was zu deutsch Quatsch heißt, und wollte anhängen. Aber sagen Sie ihm, daß die Königin am Apparat ist, wiederholte die Königin energisch. Und Nick, der schon viel Aerger damit gehabt hatte, telephonie­rende junge Damen für den Maler abzuweisen, ant­wortete grob: Ja, ja, die Königin, das sagen sie alle! und hängte an.

Am nächsten Tag allerdings, nachdem Hen - n t g f e n nüchtern geworden war, erinnerte er sich der Sitzung und schrieb einen langen Entschuldi­gungsbrief. Und das Bild, das ganz Kopenhagen erwartete und schon halb aufgegeben tjatte, wurde wirklich fertiggestellt. Aber es war das letzte Bild, das der Maler Hennigsen gemalt hat.

Weg, jedes Haus, jedes kleine Bächlein, selbst das Gerinsel der Skispuren auf den Uebungsplätzen sind aus dieser 3000 Meter Höhe zu erkennen. Aber alles scheint ohne Leben zu sein. Er liegt wie eine heilige Stille über dem Ganzen, die man zu sehen und zu fühlen meint.

Hier oben kennt man keine Grenze. Die Land-

flalten.

Darum erscheint es uns weniger notwendig, daß die Bolksmassen den Aufbau beispielsweise irgend­eines herrlichen Meisterwerkes der Musik verstehen und es im besten Falle nachzuerleben vermögen, als vielmehr, daß sie selb st wieder musizieren und s i n g en und ihrem Erleben im Volkslied Worte schaffen. Erst wenn dieses lebendige Eigen­gestalten hier und auch auf anderen Gebieten ent­steht, erst wenn hier die Quellen wieder unmittelbar fließen, kann von Volkskultur gesprochen werden.

Drrrum wollen wir zum Volke nicht hingehen und ihm zwar Verehrungswürdiges und uns Wert» volkstes vermitteln, das ihm jedoch als Ausdruck

Fremde Länder find Glücksache, wenn man , Sitten und Gebräuche nicht kennt. Vor kurzen be­richteten die Kopenhagener Zeitungen von einer Verirrung, die sich Ausländer in einem großen Speiserestaurant gegenüber demTivoli" geleistet

eines anderen Lebensgefühls, eben des einer kultu­rellen Führerschicht, fremd bleiben muß. Wir wollen ihm hinweghelfen über den Bruch, der in seiner Überlieferung, sei es in der des Bauernstandes oder der des Handwerks, entstanden ist, indem wir anJeineroergangenenUeberHeferung wieder antnüpfen. Nicht darum, um Ver­gangenes auszugraben und zu konservieren, sondern aus der Notwendigkeit heraus, an den Blutstrom des deutschen Volkes wieder herankommen zu müssen.

Und diesen Blutstrom erleben wir in der durch die Jahrtausende hindurchgehenden Ueberlieferung des Volkstums, im Brauchtum des Bauern und der Handwerksgilden, im Ursprung allen Bühnenspiels, dem Laienspiel, in der Volksmusik und dem reichen Schatz des Volksliedes.

Der Reichsbund Volkstum und Hei­mat hat von dem Stellvertreter des Führers, Ru-

ragen, auftauchend aus dem Wolkenmeer, silbern erglänzend ober wie schwarze Silhouetten in den Himmel gepackt die Grate der Alpenkette em­por. Das ist wie ein Wunder. Es gibt kein besseres Wort für dieses Erleben. Dies ist eine andere Welt als die, die man eben erst verließ, eine andere Welt auch, als man sie auf anderen Flügen, immer wie­der gepackt, imitier wieder mitgerissen, erlebte. Himmelsflug! Das ist es. Ganz klein wird der

Kopenhagen fitzt.

Der Porträtist der Königin.

Dor einem Jahr noch malte Hennigsen das

haben, das Karwendelgebirge, wir eine Ahnung von Innsbruck und

glücklich von einer strahlenden Sonne beschienen. Und doch, welche N ot bergen die Täler, welche Seelenkämpfe die winzigen Hütten! Wie manches Auge mag sich sehnsüchtig an un-seren Adler hängen, der aus Deutschland kommt und wieder dorthin zurückkehrt.

Es geht nicht höher mehr hinauf. Das Zillertal gibt uns eine Gasse. Näher rücken die Berge an uns heran, schauen neugierig mit weißen Strahl­augen ins Kabinenfenster hinein, breiten weiße Halden wie Leintücher aus, uns zum Landen einzu- laden. Wie zum Gruß scheint unser rechter Flügel fast die Halde zu streifen. Die Motoren dröhnen stärker. Letzte Anstrengung wird von der Maschine verlangt Sie muß sich noch höher schrauben, die schimmernde Barriere zu überspringen, die dem Ziel vorgelagert ist. Ein weiter Kessel bis zum Rand mit weißer Wolkenwäsche gefüllt, in dem die Riesenmutter eine Schöpfkelle und ein paar Wa sch - Hölzer stehen ließ, tut sich auf. Dort unten soll Friaul liegen, aber das ist jetzt weggewischt, als sei es Vineta, eine versunkene Stadt, richtig ver­sunken im Seifenschaum, mit dem Mutter Natur ihre Wäsche wäscht.

Die Sonne ist gewandert. Sie bestrahlt jetzt rot­glühend fantastisches Gewölk von Felsenzinnen und Felstürmen. König Saurins Rosengarten. Und nun sind wir mitten in denDolomilen. So fern und hoch man über diesem doch so bekann-

Mensch, ganz still, ganz zufrieden, nur hungrig des Schauens, des immerwährenden Schauens. Immer höher steigen die Zacken ins Blickfeld, immer schnel­ler laufen die mit schwarzen Punkten gesprenkelten Schneefelder auf uns zu.

Und dann schweben wir über b e ni Gebirge. Der Nebel ist verschwunden. Nur hier und da hat sich noch ein Nebelknäuel in eine Schlucht verkro-

nigspaar, und von dieser Zeit erzählte man sich bei Nick eine Geschichte, die Nick selbst nicht gern hört, aber schlecht bestreiten kann, da sie sich vor glaub­würdigen Zeugen zugetragen hat. Es ist bekannt, daß der Maler Hennigsen, wenn er Nicks Lethe getrunken hatte, alles vergaß, selbst die Sitzungen beim Königspaar. Die Königin, die den Maler sehr schätzte, ließ ihn dann von einer Hofdame anrufen und an die Verabredung erinnern. Als Hennig­sen eine der nächsten Sitzungen wieder versäumt hatte, erfuhr die diensttuende Hofdame in seiner Wohnung, daß er bei Nick säße, und rief in dem Lokal an. Als die Verbindung hergestellt war, nahm die Königin den Hörer, um dem Maler mit ein paar Worten ins Gewissen zu reden. Aber zu ihrem Erstaunen kam nach einigen Sekunden nicht der Maler an den Apparat, sondern noch einmal der Wirt, der kurz erklärte, den Maler in diesem Zu­stand nicht heranbringen zu können. Sagen Sie ihm

pitalien dieser Gesellschaft der Garantierung und Beschaffung von Reparaturgeldern für den Hausbefitz, die nicht durch Reichszuschuß gedeckt sind, und dienen also dessen eigenem Inter­esse. Ganz besonders auch soll die so geschaffene Garantie in größtmöglichem Ausmaß der Ar­beitsbeschaffung durch den Hausbesitz dienen, wie es der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Hausbesitzes entspricht. Daraufhin hat Pg. O. S i m o n angeordnet, daß jedesMitgliedderDer- banbsDereine einen bestimmten Pflicht-

Geschloffene Beteiligung der rhein-mainischen Hausbesitzer am Garantieverbond.

Füns Christensen liegen im Rennen.

Wir fahren getrennt weiter nach Ordrup zum Radrennen: ich mit der Elektrischen, in der es sehr privat zugeht. Der Schaffner gibt aus einer kleinen Trillerpfeife, wie wir sie zu Silvester in Knallbon­bons finden, die Abfahrtsignale. Mein Begleiter radelt nebenher. Das Fahrgeld für ihn wäre hinaus­geworfenes Geld, meint er, dafür könnte man tn Ordrup lieber wetten. Wirklich wird beim Rad­rennen mit derselben Leidenschaft gewettet, wie bei uns beim Pferderennen. Am Totalisator ist ein sol­ches Gedränge, daß ich den iungen Mann mit der Butterblume verliere. Setzen Sie auf Christensen", ruft er mir noch nach,der ist sicher." Leider liegen fünf Christensen im Rennen, und ich verliere drei Kro­nen. Wahrscheinlich habe ich den falschen erwischt. Dafür kommt der junge Mann um einige Kronen schwerer zurück und wir fahren nach Amager, einem Vorort von Kopenhagen, wo auf dem ehemaligen Fort ein Rummel entstanden ist.

Aus dem Rückweg von Amager kommen wir an der berühmten Erlö'serkirche vorbei, an der a U ß e n eine Wendeltreppe bis an die Spitze führt, von wo aus man eine wunderbare Aussicht über ganz Kopenhagen und den Sund hat wenn man bis obenhin kommt.Ich hoffe, Sie sind schwindelfrei , sagt der junge Mann forschend,denn Beerb,gungs- kosten sind natürlich in der einen Krone nicht ein­begriffen. Uebrigens hat die Hälfte aller Touristen.

Von £ Oswald.

Sensation im Schlaraffenland.

zeichneter Geschäftsmann. Dafür lieb er aber feine Stammgäste auch wie seine Kinder und ist stolz auf jeden einzelnen. Und er hat Grund dazu. Denn fast alle namhaften Maler und Bildhauer Kopen­hagens sind hier versammelt. Da ist der Bildhauer Jean Gauguin, Sohn des berühmten Paul Gauguin, der wie sein Vater Autodidakt ist und sich erst mit dreißig Jahren bis dahin wer er Tischler gewesen der Kunst zuwandte. Mit ihm zusammen traf man bei Nick bis vor kurzem den berühmten zeitgenössischen Maler Dänemarks Hans Hennigsen, der dem Trunk so verfallen daß er heute mit vierzig Jahren im Armenhaus

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Venedig, Januar 1934.

... zur Ausreise aus dem Reichsgebiet über jede amtlich zugeiasiene deutsche Grenzübergangsstelle mit Ausnahme der Grenzübergangsstelle nach Oesterreich .. so heißt es kurz und bündig und nicht ohne Ernst in demSichtvermerk", den ein recht gemütlicher Wachtmeister in meinen Paß hin­eindruckt Die Tausend-Mark-Sperre besteht also noch und wird streng gehandhabt. Durch sie sind Oesterreich, das schöne Tirol und die vielen Heben Wintersportplätze für uns Deutsche zu einem ver­schlossenen Land geworden. Nun, es mutz sein! Ein­mal wird Herr Dollfuh doch wohl sein Experiment aufgeben, den österreichischen Homunkulus in seiner schwarzgelben Retorte lassen, da alles Bemühen umsonst ist, einen Menschen aus ihm zu machen.

Wenn aber nicht durch Oesterreich, wie kommt man dann nach Italien, da Schwyzer Fränklis all­zu teuer sind? Wenn nicht durch, dann eben drüber weg. Das morgendliche Mün­chen ist voll riefeligem Nebel. Tröstend sagt der wackere Beamte DerLufthansa" zu uns wenigen fröstelnden Reisenden:Draußen ist es manchmal besser!" Manchmal? Na hoffen wir das Beste vom Besserwerden! Auf dem Flugplatz sinkt die Hoff­nung bereits auf den Nullpunkt. Immer dichter wallt das graue Gespenst über das weite Feld. Ir­gendwo rattert dröhnend ein Flugzeugmotor, den wir nicht sehen. Die notwendigen Formalitäten sind schnell erledigt: Barsumme, die man bei sich trägt, in den Paß eingeschrieben und das Gepäck von freundlichen Zollbeamten gesichtet. Ehe man noch lange überlegt hat, sitzt man im Flugzeug.

Es ist etwas eigentümliches um einen Nebel- f l u g. Man sitzt wie in einem Glaskasten, der in Watte gepackt ist keine schöne weiße, weiche Watte freilich, sondern ein fast unheimliches graues Etwas, das gegen die breiten Scheiben der Kabine mit immer stärkerer Kraft anzurücken scheint. Das Gedröhn der Motoren wirkt so doppelt schutzvoll

Stilles Oesterreich

Ein Alpenflug von München nach Venedig Von unserem Ka-Berichterstatter.

F r a n k f u r t a. M., 12. Jan. (LPD.) Der Treu- händer der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, Handelskammerpräsident Pg. Dr. L ü e r , hat an den Führer des Verbandes der Haus- und Grund-

Aienzi" im Frankfurter Opernhaus.

Nach einer Pause von 15 Jahren sah man im Frankfurter Opernhaus Richard Wagners große tragische OperR i e n z i" in neuer Ausstattung und Inszenierung erstmalig wieder. Das schwierige Werk war mit einer liebevollen Sorgfalt vorbe­reitet, Fleiß und Hingabe gestalteten die Auffüh­rung zu einem Erfolg, der geradezu festspielartigen Charakter hatte. Man muß vorweg die Inszenie­rung rühmen, für die der Generalintendant Hans Meißner verantwortlich zeichnete. In schöner Harmonie mit den Bühnenbildern Ludwig Sie­verts entwickelten sich die zahllosen Massenszenen der Oper für die man erhebliche Verstärkungen eingesetzt hatte zu einem packenden Fluß von Bewegtheit und Farbe. Die Chöre, deren Zahl und Schwierigkeit in erster Linie bestimmend sind für die Seltenheit vonRienzi"-Aufführungen, trugen unter der Leitung von Kurt Kretzschmar in hervorragendem Maße zu dem Erfolg des Abends bei. Schließlich hatte auch das Orchester (Karl Maria Z w i ß l e r) einen feiner besten Tage.

Den Rienzi sang und spielte Paul Helm mit einer klugen Einteilung seiner Kräfte. Bei seiner großen Szene im letzten Akt hatte er noch soviel Reserven, daß er hier zu einer überraschenden Wir­kung kam. So konnte er gut neben der Altistin Magda Spiegel (Adriano) bestehen, die ihre ganze Meisterschaft, die souverän beherrschte Geste und den vollen Glanz ihrer stimmlichen Mittel ent­faltete. Elsa Kment (Irene) sowie die übrigen Solisten mit ihren mittleren und kleineren Aufgaben und auch die Tanzgruppe fügten sich mit besten Kräften ein. Endlos währte der Beifall. gl.

die ich hier heraufgeführt habe, auf halbem Wege kehrt gemacht."

Bei Nick.

Als wir wieder herunterkommen, zittern uns bei­den die Knie, und wir beschließen einen Aquavit zu trinken. Den besten Aquavit aber gibt es bei N i ck, einer kleinen Kneipe, die von Hafenarbeitern, Malern, Journalisten und anderen ausgepichten Kehlen benutzt wird. Nick, ein riesiger Kerl, der zugleich Oberkellner, Wirt und Rausschmeißer ist, sieht es nicht besonders gern, wennFremhe" bei ihm erscheinen. Er ist von 11 Uhr an meistens be­trunken, und obwohl er es bestimmt nicht böse meint, ist es dann besser, ihm nicht zu widerspre­chen. Wir bestellen zwei kleine Gläser Aquavit, aber Nick stellt sich einen Stuhl an unseren Tisch und wechselt die kleinen Gläser in große unf. Jawohl, auch im Schwips ist Nick noch ein ausge-

Menschen" sprach. v

Wir wollen heute weniger von der Notwendig­keit einer neuen Kultur sprechen, am allerwenigsten von einem zu schaffenden nationalsozialistischen Stil. Man kann Kultur nicht wollen und nicht organisie­ren. Sie wird einmal von selbst aus einem neuen Volkstum hervorwachsen. Denn Kultur ist der Gestalt gewordene Ausdruck des Volkstums. Die entscheidende Voraussetzung für jegliche Neugestal- tung auf der seelischen und geistigen Ebene t ft bas Werden eines Volkstums. An ihm gilt es zu schaffen, ihm den Boden zu bereiten.

Aus der politischen Erweckung des Volkes, das es bis in feine Tiefen aufgewühlt hat, und aus dem neugewonnenen Lebensgefühl heraus wird das neue Volkstum erstehen. Die Entwicklung neuen Volkstums kann sich jedoch nur von unten nach oben vollziehen, so wie die politische Bewegung des Na­tionalsozialismus auch von unten nach oben durch­brach. Träger neuen Volkstums und neuer Volks­kultur müssen und können nur die Volksschichten fein, die auch zu Trägern der politischen Erhebung wurden: Bauern und Arbeiter.

Aus dem Lebensgefühl des in feinen breiten tra­genden Schichten erwachten Volkes wird das neue Volkstum werden. Dann erst wieder wird Volkstum und Kultur die Einheit darstellen, die wir in den Volkskulturen vergangener Epochen bewundern. So prägte im Mittelalter die noch nicht zerspaltene Volksseele ihren einheitlichen Ausdruck den Städten, dem bäuerlichen Leben und den Sitzen der Herr­schenden auf.

Im liberalistifchen Zeitalter vertiefte sich die Kluft vollends, die Volkstum und Kultur auseinanderriß. Der einfache Volksgenosse hat nicht mehr Anteil an der kulturellen Gestaltung, wie sie in Kunst und Wissenschaft nur noch von einer Oberschicht geformt wird. Als sichtbaren Ausdruck dieser Kluft erleben wir den Unterschied zwischen der Schicht derGe­bildeten" und derungebildeten Masse".

Weltanschaulich besteht diese Kluft für uns Na­tionalsozialisten längst nicht mehr. Aber es gilt, sie auch in der Wirklichkeit zu beseitigen. Während eine liberaliftifd) bestimmte Bildungspflege versuchte, durch Arbeit von oben nach untenKultur ins Volk zu tragen", wird der Nationalsozialismus einen gänzlich anderen Weg gehen.

Wir haben erkannt, daß alles, was dem Volke zu eigen fein soll, aus i h m selb st hervor­wachsen muß. Wir wissen, daß wir von einer Volkskultur erst dann sprechen dürfen, wenn die breiten tragenden Schichten des Volkes wieder aus sich selbst den eigenen Ausdruck ihres Lebens ge­

be i t r a g zeichnet und so seine Verbundenheit mit Dem großen Arbeitsbeschaffungswerk unseres Füh­rers Adolf H i 11 er kund tut.

©er Luchs jetzt im ©iilkreis?

Dillenburg, 12. Jan. (LPD.) In einem Walddistrikt der Oberförsterei Driedorf wurde von Holzhauern ein verendetes Reh ohne Kopf gefunden. Mehrere Forstbeamte, die sofort eine Un­tersuchung vornahmen, stellten einwandfrei fest, daß der Kopf von einem Raubtier abgebissen war. Das Stück, das noch warm war, wurde vor­sichtig aus der Decke geschlagen, wobei man auf dem Rücken und auf beiden Seiten hinter den Blättern die Eingriffe des Raubtiers feststellen konnte. Die Forstleute sind davon überzeugt, daß der Mörder in dem berüchtigten Luchs zu suchen ist, der feit einiger Zeit in den oberhesfischen und nordnassau- ifchen Wäldern fein Unwesen treibt.

und beruhigend.

Da, auf einmal trifft Das Auge ein Feuerstrahl. Blendendes Licht durchflutet unser schwebendes Heim. Das Flugzeug hat die Nebeldecke durchstoßen und segelt nun durch lichtes Blau, in gleißenden i Sonnenstrahlen über einen weich wogenden, weißen > Teppich mit sanftem Wiegen dahin. Am Horizont

Junges Volkstum.

Von Werner Haverbeck, Organisatorischem Lester des Reichsdundes Volkstum und Heimat.

Aus dem Chaos des völligen Verfalls unserer Zeil erhob sich die Deutsche Revolution des National­sozialismus als Wiederbesinnung des deutschen Vol­kes auf feine eigenen Werte und als Wiederer­weckung längst verschütteter Kräfte. Die politische Neuordnung der vergangenen Monate öffnete den Lebensraum für das Wachstum eines neuen Volkes.

Die Volkwerdung, die von der politischen Ebene her vorbereitet ist, steht freilich erst am Anfang. Ihr aus den tiefsten Wurzeln deutschen Volkstums Kräfte zuzuführen, heißt nunmehr die Aufgabe. Der Führer selbst bringt diese neue Aufgabe zum Ausdruck, wenn er vor nicht langer Zeit von der Notwendigkeit derE r z i e h u n g d e s d e u t s ch e n

hatten.

In diesem Schlaraffenlokal gibt es für drei Kro­nen ein Diner mit einem halben Hummer und drei­ßig verschiedenen Gängen. Beim Essen herrscht dort ein feierliches Schweigen, selbst die Kellner werden nicht gerufen, sondern durch das Blinken kleiner Leuchttürme, die auf jedem Tisch stehen, benach­richtigt. Da plötzlich ertönte von einem Tisch, an dem ein ausländisches Ehepaar mit einem dicken kleinen Jungen saß, lebhafter Lärm. Das Söhnchen, dieser ungezogene Lümmel, behauptet nämlich, schon nach deni neunten Gang satt zu sein. Vergebens erinnerten die Eltern den kleinen Jungen an das traurige Ende des unglücklichen Suppenkaspers, und so wandte sich die energische Mutter an den Kellner und verlangte Papier, um die restlichen einund­zwanzig Gänge einzupacken. Ein zweiter Kellner er­schien der Oberkellner, der Geschäftsführer und schließlich der Wirt, um zu erklären, daß er inner* halb einer Woche pleite wäre, wenn alle Gäste den Rest einpackten.

Aber hier hatte der Wirt die Rechnung ohne den Gast gemacht. Die gestrenge Mutter holte aus der eigenen Tasche Papier und begann einzupacken - Sie hatte gesiegt. Aber am nächsten Tag erschien in zwei großen Zeitungen das Bild der packenden Familie, das ein rascher Reporter im Lokal ge­knipst hatte. Es ist schwer zu sagen, was großer war, das Gelächter oder das Entsetzen der Kopen­hagener.

Der längste Mann von ganz Seeland.

Im allgemeinen ist es nicht leicht, die Dänen aus der Ruhe zu bringen, und ihnen die gute Laune zu verderben. Auch wenn es Strippen regnet, fah­ren die Kopenhagener Rad. Würdige, altere Herren, sowie mondäne Frauen, die Aermsten und die Ele­gantesten, sie alle radeln, zum Kino, zum Büro und zum Stelldichein.Auch die Prinzessinnen ra­deln, und früher auch der König," erzählt mir Der junge Mann am Hafen, Der sich erboten bat, mir ganz Kopenhagen für eine Krone zu zeigen Der lunqe Mann trägt eineButterblume" für die Sonne,

nähern wir uns schon Den Schnee- unb Eishäup- w. b. H. zu beteiligem Wie bekannt, büenen Die tern d-r österreichischen 3-ntralalp-n. Wie still liegt 7 ÄÄ uni

ten Land schwebt, eigentümlich so vertraut fühlt man sich diesem Gebiet, dessen Charakteristik die gleiche bleibt, ob man sie von unten als Wanderer oder von oben als Flieger erlebt. Jeden W^g, den man ging, glaubt man wiederzuerkennen, jede Fel­senzinne mit ihrem Namen nennen zu können. In immer tieferem Rot flammt der Himmel, gelbes Leuchten Dazwischen. Unter uns braut sich wieder Nebel zusammen. Aber er ist nicht mehr wie ein weiches Daunenbett. Das sind vorsintflutliche Mol­luskenungeheuer, die mit kraftlosen, gleitenden Ar­men drohen, riesige dunkle Fischmäuler aufsperren, als wollten sie uns aufschnappen, wenn wir stür­zen. Plötzlich tanzt ein dunkles Segel am Fenster vorbei. Wir haben die Adria ganz dicht unter uns und nun erkennen wir fern auch die weichen Umrisse des Campanile, des Glockenturmes von S.an Marco ..Das Flugzeug landet im Flug­hafen San Nicolo di Lido von Venedig.

Rücktritt des Oberbürgermeisters von ©armstadt.

Darmstadt, 12. Jan. (LPD.) Wie eine Darm- ftäbter Wochenschrift mitzuteilen weiß, scheidet der Darmstädter Oberbürgermeister Dr. Müller am 31. Januar aus den Diensten der Landeshauptstadt, um Direktor des L a n d e s f i n a n z a m t s zu werden. Wer als Nachfolger in Frage kommt, ist zur Zeit noch nicht bekannt.

Zum kommissarischen Bürgermeister in Offenbach ernannt.

ist und der si'ch nicht °7 Z-7,° 7"Cb7n sch^ WSmine bes Rhein-Main-Gebietes ° B % uns noch bas dunkle Auge des Walchensees Zw'lmgenl-ur S'M ° n en Schreiben ge an, sahen wir viersach hintereinander g-lag-b wie r.ch et das einen dringlichen Ausru>°n b ° ft au s-

Steinmäuerchen. die Riesenkinder im Spiel geoaut £ ® I1 6 ® J &c 5 b e 1 n' ® a * n ®irhnnn. K '

erhniditen fld) geschlossen durch Beitragszeichnung an der

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dols Heß, den Auftrag erhalten, das, was vereinzelt feit Jahren und oft feit Jahrzehnten um die Neu­gestaltung des deutschen Volkstums kämpft, zusam­menzufassen zu einer großen W erkgemeinschaft. In den vergangenen Monaten ist der Zusammen­schluß der gesamten führenden Verbände und Ver­eine der deutschen Volkstums- un^ Heimatarbeit im Reichsbund Volkstum und Heimat erfolgt. Zehn­tausende von Vereinen und Verbänden haben sich unter Verzicht auf ihre organisatorische Selbständig­keit der nationalsozialistischen Führung unterstellt, Vereine und Verbände, die ihre Eignung und Be­währung im Kampf um das deutsche Volkstum be­wiesen haben. Nachdem sie nunmehr aus ihrer Vereinzelung herausgelöst und zu gemeinsamer Ar­beit zusammengesührt sind, kann von hier aus Ent­scheidendes getan werden für die Werte, die uns als höchste Verpflichtung gegeben sind: Volkstum und Heimat.

Ä und hohe Bärenstiefel für den Regen. In Kopen-

Kovenvaaen für eine Krone, tagen muß man für jede Witterung gleichzeitig am F f y I gezogen sein, sagt er, das Wetter ändert sich schnell.

Und ich bekomme wirklich ganz Kopenhagen für eine Krone zu sehen: Thorwaldsens Grab, das im ihre Hofe feines Museums liegt, und das wir alle aus Dem traurigen Andersen-Märchen kennen, die kleine HafenkneipeChristian IV.", in der Hamsun im letzten Jahr sich vor den Journalisten und Bewun­derern versteckte und wochenlang unerkannt wohnte, und sogar den König und die Prinzen, die häu­fig in dem großen Cafö am Äongens Nytorv, dem Potsdamer Platz Kopenhagens sitzen, ohne von den Kopenhagenern besonders beachtet zu werden.Sie müssen wissen", erzählt ber. junge Mann mit ber Butterblume,ber König ist ber längste Mann von ganz Seelanb, unb bie Leute aus seiner Umgebung sagen, baß er dänisch fluchen kann wie ein alter Seemann. Und das ist keine Kleinigkeit, den Chri­stian VII., ist der erste König, der fließend dänisch spricht Sein Vater, der aus einem deutschen Für­stenhaus stammt, sprach noch mit einem Akzent und sein Großvater nur Deutsch.

Rüsselsheim, 12. Jan. (LPD.) Der Orts- ; gruppenleiter der NSDAP. Dr. Schranz, Be- , , , amter der Finanzabteilung der Opelwerke, ist zum

chen, ein Wolkenfetzen wie eine Fahne an eine kommissarischen Bürgermeister in Os- Bergspitze anaehängt. Tief unten liegen die Täler " v

im dunklen Grün der Tannen eingebettet. Jeder