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Prag plant eine Abwertung der Tschechenkrone.
Schutz gegen die Konkurrenz im Außen» handel.
Prag, 10. Febr. (DNB.) Ministerpräsident Malypetr sprach im Rundfunk über Wirtschafts. und Geldfragen. Es muß erwogen werden, ob es nicht notwendig ist, in unseren Währungsverhält« nisten das schwere Hindernis für unsere Exportfähigkei gegenüber der fremden Konkurrenz zu beseitigen. In der Tschechoslowakei werde es keine Inflation geben. In allen Staaten, die Währungsänderungen durchgeführt haben, sei unstreitig erwiesen, daß im inneren Wirtschaftsleben keine Aenderungen eintraten. Dort, wo sie doch eintraten, seien sie entweder ganz vorübergehend oder sehr geringfügig gewesen. Wir werden niemanden, weder bei uns, noch im Auslande schädigen. Wir erwägen nur, wie wir uns der Schäden erwehren, die uns dadurch verursacht rour»
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Volksgemeinschaft und Steuerpflicht
Staatssekretär Reinhardt fordert sorgfältige Steuererklärung.
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begründet wurden. Es gelte eine neue Gemein- schaftsordnung zu f(hoffen, die wichtiger sei als jede Wirtschafts- ober andere Ordnung. Es gibt nur eine Ehre in unserem Volke, das ist der Charakter, das Opfer und die Leistung für das Volk. Aus dem Opfer und der Gemeinschaft, die zusammengehören, erwächst die Lebensbejahung und die neue Weltanschauung, die unser Volk formen und bilden soll.
Schwere Zuchthausstrafen für Sprengstoffverbrecher.
Leipzig, 10. Febr. (DNB.) Das Reichsgericht verurteilte wegen Vorbereitung zum Hochverrat bzw. Beihilfe hierzu in Tateinheit mit schwerem Diebstahl, teilweise in wiederholtem Rückfall, und Sprengstoffoerbrechens die Kommunisten Steigner zu 8, Appel und Frenz zu je 7, sowie Nikolay zu 5 Jahren Zuchthaus. Gegen sämtliche Angeklagte wurde Stellung unter Polizeiaufsicht verfügt. Die aus Gonsenheim bei Mainz stammenden Angeklagten hatten gemeinsam mit einem inzwischen nach Frankreich geflüchteten kommunistischen Gesinnungsgenossen am 28. Febr. 1933 das Spreng-
Kammerpräsident Fernand B o u i s s o n hat dem Generalsekretär der (alt-) S o z i a l i st i s ch e n Partei feinen Austritt mitgeteilt, da er von Parteimitgliedern kritisiert worden sei, weil er sich rm Einvernehmen mit dem Senatspräsidenten f ü r d i e Berufung Doumergues zum Minister
präsidenten ausgesprochen habe. Er sei überzeugt, daß er sich rechtfertigen könnte, aber er halte es weder für zweckmäßig, noch für angebracht, eine Aussprache darüber in die Wege zu leiten. Immerhin trenne er sich nicht ohne Rührung von einer politischen Partei, der er seit 25 Jahren angehörte.
schablonisierte Modetypen bietet, sondern auch wie« der neue Talente entdeckt und auch mit den alten Talenten wieder neue Möglichkeiten ausprobiert, die Schranken sprengt, in denen bisher die betonten Talente in Deutschland einge« zwängt worden sind. Was wir wollen ist, daß man auf der Leinwand Menschen statt Larven sieht. Wie wir im Leben Menschen sehen, wollen wir im Theater und in der Kunst auch Menschen dargestellt sehen. Wir wollen in der Kunst fein Milieu, das es im Leben nicht gibt, und wir wollen keine Men- schen, die es im Leben nicht gibt, und wir wollen keine Typen, die wir im Leben nicht wieder finden können. Wenn wir in das Theater gehen und auf die Bühne ober die Leinwand schauen, so möchten wir auch sagen können: So ist das Leben und so ist es dargestellt worden. Das nennt man eben Dichten. Denn Dichten bedeutet nichts anderes, als das Leben verdichten, enger und kompakter zusam« menfaffen: was sich sonst in einem Zeitraum von Zwei oder drei Jahren oder Jahrzehnten, abspielt, in den Zeitraum von zwei Stunden hineinzupressen. Das wollen wir von der Kunst, und diese Kunst wird auch wieder den Kontakt mit dem Leben fin* den, weil sie das Leben selb st wieder gestaltet, weil sie ja wieder selbst die Bahnbrecherin des Lebens ist, weil sie selbst nicht hinter dem Leben marschiert, sondern sich an die Spitze des Lebens stellt. Dann hat der Film für die Zukunft ein Anrecht darauf, als eigene Kunstgattung gewertet zu werden. Dann braucht er nicht mehr zu Bühne und Rundfunk in Konkurrenz zu treten, dann fjat er fein eigenes Gesicht und auch feine eigene Gesetzlichkeit.
Ich möchte mich wieder einmal, wie schon oft in der Vergangenheit, gegen die Unterstellung verwahren, wir hätten die Absicht, den Film nationalsozialistisch-programmatisch umzufälschen. Diese Absicht liegt uns ferner als jede andere. Wir haben die Absicht, dem Film ein deutsches Gesicht zu peben, wir wollen auch nicht, daß der Nationalsozialismus durch die Auswahl des Stoffes zur Darstellung kommt, sosndern durch die Gest al» t u n a des Stoffes. Der Nationalsozialismus m eine Weltanschauung. Er hat nicht nur die Poliw oder die Wirtschaft umgeformt. Denn Wellanschav*
alte Volkstänze.
Dr. Len hielt bann eine Rede, in der er den deutschen Arbeiter der Hand und der Stirn den Träger des deutschen Volkstums nannte. Die Kultur eines Volkes fei die Gesamtsumme der Arbeit, die in der Vergangenheit gufammengetragen wurde, alle deutschen Menfchen, die im Lause der Jahrhunderte in diesem Volk gearbeitet, gekämpft und gelitten haben, seien Kulturträger gewesen. Die Arbeit sei die Disziplin des Geistes und die Harmonie unserer Rasse. Hier liege das Edelste und Höchste der nationalsozialistischen Bewegung Selbstverständlich sei
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eine Fortsetzung bes Abbaues von Steuern in sich schließen. Durch diese Steuerreform wirb eine allgemeine Entlastung d o n Produktion, Verbrauch und Besitz eingeleitet werden.
In der Zeit vom 1. bis 15. Februar 1934 sind die Steuererklärungen für die Besteuerung des im Steuerabschnitt 1933 bezogenen Einkommens abzugeben. Wer aus eigennützigen Beweggründen sein Einkommen oder Vermögen falsch angibt, schadet der Gesamtheit aller Volksgenossen und verletzt somit feine Pflichten gegenüber der Volksgemeinschaft. Jeder Steuersünder wird unnachsichtlich zur Rechenschaft gezogen werden. Wer die Steuererklärung bereits abgegeben hat und nachträglich feststellt, daß seine Angaben teilweise oder ganz falsch sind, kann sich vor Strafe dadurch schützen, daß er die abgegebene Steuererklärung berichtigt oder durch eine neue ersetzt. Das ist möglich, solange das Finanzamt die Veranlagung noch nicht abgeschlossen hat. Sobald, die Veranlagung abgeschlossen ist, kommen unnachsichtlich die entsprechenden Strafvor- schriften zur Anwendung, wenn durch Nachschau, Buchprüfung oder sonstwie falsche Angüben entdeckt werden.
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Die Zukunst des deutschen Films.
Aus einem Vortrag von Dr. Joseph Goebbels, Reichsminister für Volksausklärung und
Propaganda.
Reichsminister Dr. Goebbels hielt in der Kroll-Oper vor den Filmschaffenden eine Ansprache, in der er u. a. ausführte:
Wir sind der Ueberzeugung, daß der Film eines dar modernsten und weitreichendsten Mittel zur Beeinflussung der Massen ist, die es überhaupt gibt. Eine Regierung darf deshalb den Film sich nicht selbst überlassen. Wir sind an den Film wie an alle Arten künstlerischer und kultureller Betätigung mit warmem und leidenschaftlichem Herzen herangegan- gen. Eine Regierung mag die innere Disziplin eines Volkes noch so fest in die Zügel nehmen, sie muß die Zügel um so lockerer lassen, wenn es sich um Dinge künstlerischer und intuitiver Betätigung handelt. Ich bin der Ueberzeugung, daß sich mit Kunst immer nur künstlerisch empfindende Menschen beschäftigen dürfen, auch wenn sie die Aufgabe haben, die Kunst von Amts wegen zu betreuen. (Lebhafter Beifall.) Die besten Gesetze werden am Ende der Kunst nicht zum Segen, sondern nur zum Fluche gereichen, wenn eine kleine Büro- tratenfeele immer Möglichkeiten findet, gute Gesetze schlecht anzuwenden. Wie sah es 1933 auf dem Ge- biete des deutschen Films aus? Die Produktion befand sich in einer heillosen Verfahrenheit. Man hatte ein dumpfes, dunkles Gefühl, daß irgend etwas sich irgendwo ändern würde, ohne sich darüber eine klare Vorstellung zu machen. Man patte nicht die Kühnheit, einen großen Wurf zu wagen. Wenn sich einmal irgendwo ein Erfolg zeigte, wurde er so lange verwässert und verdünnt, bis aus dem lchmackhaften Tokayer Wein eine dünne Limonadensauce geworden war. (Heiterkeit und lebhafter Bei- fall.) Unterdes aber marschierte das Volk längst auf leuchtenden Straßen einer anderen Zukunft entgegen.
b r ü ch e beraubt und das Diebesgut in Schacht in der Nähe von Schloß Waldhausen versteckt. Geraubt wurden u. a. 125 kg Donarit» Sprengstoff, 4000 Sprengkapseln, sowie 60 Zü^, schnüren und Zündlichter. Die Angeklagten suchten Die Schuld auf Frankfurter Kommunisten abzu. wälzen. Durch die Beweisaufnahme konnte ihnen jedoch der Diebstahl nachgewiesen werden. In der Urteilsbegründung wurde betont, daß der glaub von allein 2 Vz Zentner Sprengstoff ein außerordentlich schweres Verbrechen darstelle. (f5 könne keinem Zweifel unterliegen, daß die Angeklagten den Sprengstoff für die umstürzleri - schen Ziele der KPD. unter N i chtach. t u n g des Lebens ihrer Mitbürger verwenden wollten. Dieses in der Zeit der nationalen Erhebung begangene gemeingefährliche Verbrechen müsse mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft werden, um den Bestand des Staates zu schützen.
bis spätestens 31. März 1934 zugestellt sein. Schon daraus geht hervor, daß dieses Gesetz keine Anwendung für eine spätere Zeit finden kann. Die Reichsregierung beabsichtigt auch nicht, ein ähnliches Gesetz nach der Rückkehr des Saargebietes zum Mutterlande zu erlassen.
DieOrganÜation derBeamten
Berlin, 10. Febr. (DNB.) Der Reichsminister des Innern Dr. Frick und der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß erlassen folgende Bekanntmachung:
In Durchführung der vom Führer getroffenen Anordnung über die Organisation der Beamten wird folgendes bekanntgegeben:
1. Die Zusammenfassung der Beam - ten als besonderer Stand im ständischen Aufbau des deutschen Volkes und die Eingliederung einzelner Beamtengruppen in den ständischen Aufbau sind im Hinblick auf das besondere Verhältnis der Beamten zum Staat unzulässig.
2. Der Reichsmini st er bes Innern als der für die Beamtenpolitik verantwortliche Minister ist für die Organisation aller Beamten im Reichsgebiet zuständig.
3. Der Bund Nationalsozialistischer Deutscher I u = r i ft e n und der Reichsbund der Deutschen Beamten beruhen beide auf freiwilliger Mitgliedschaft. Ein Zwang ober ein Druckzum Beitritt zu einer biefer Organisationen bars nicht aus geübt werben.
4. Grundsätzlich ist ber Reichsbunb ber Deutschen Beamten bie Einheitsorganisation für alle Beamten. Die Beamten mit abgeschlossener Rechts- ober Staatswissenschaftlicher Vorbilbung, sowie bie sonstigen mit richterlichen Geschäften betrauten Justizbeamten (Rechtspfleger) unb bie Amtsanwälte gehören sowohl in Den Nationalsozialistischen Deutschen Juristenbund, als auch in ben Reichsbunb ber Deutschen Beamten. Die Mitglied- schaft im Bunb Nationalsozialistischer Deutscher Juristen bringt bei biefen Beamten ohne weiteres die Mitgliebschaft beim Reichsbunb ber Deutschen Beamten mit sich, ohne baß eine befonbere Beitragspflicht zu letzterem gegeben ist. Der Anspruch auf Leistungen sozialer Art (z. B. Sterbegelb) unb auf Lieferung ber Zeitschriften kann durch Zahlung eines Monatsbeitrages beim Reichsbunb ber Deutschen Beamten erworben werben.
5. Die Besetzung ber Amtswalter st el- l e n im Reichsbunb ber Deutschen Beamten mit Mitgliebern bes Bunbes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen unb umgekehrt erfolgt im beiberfeitb gen Einvernehmen.
6. Organisationsfragen, bie sich bei ber Durchfüh- rung biefer Regelung ergeben, finb burch g e -
Diese verzweifelte Situation auf dem Produktionsmarkt wirkte sich naturgemäß auf bie Finanzen des Films aus. Geld wurde nur für Kitsch gegeben, weil man meinte, Kitsch würde sich am besten rentieren. Man war im Begriff, ben Film überhaupt als Kunstgattung zu vernichten und ihn zu einem bloßen Amüsement herabzuwürdigen. Man suchte die Gefahr zu überwinden durch grotesk übersteigerte Monstrefilme, die sich gar nicht rentieren konnten. Es gab katastrophale Rückschläge vor allem bei Filmen, die häufig sehr künstlerisch gemeint, nur uicht künstlerisch gedreht waren. Daraufhin ließ man überhaupt vom Experiment ab. Man wollte nur Filme, bie an sich ganz sicher und stabil waren, Militärfilme unb Ugterhaltungsfilme und kitschige Operetten. Alles bies wieber wirkte sich auf di eDar steiler aus. Man darf den Darstellern nicht allzu große Vorwürfe machen; denn sie waren ja die Kinder ihrer Zeit und sie mußten am Ende das spielen, was ihnen vorgelegt wurde. Die Menschen, die am Film zu tun hatten, wurden als Freiwild des öffentlichen Lebens ange= jehen. Immerhin trägt die Filmwelt zum großen Teil selbst die Schuld daran, weil sie es sich ge- ließ, daß sie von gerissenen Regisseuren zu bloßen Modestars oder zu ganz färb« und bedeutungsloser Komparserie herabgewürdigt wurde. Das hat wieder zur Folge gehabt, daß bfe ehrlichen und ringenden Künstler sich allmählich vom Film zurück-
Als wir die Macht übernahmen, saßen die Re- (UHeure in den leeren Filmateliers. Sie hatten kein Geld mehr. Sie hatten kein Publikum mehr. Sie hatten keinen Stoff mehr. Heute ist jungen deut-
Tonnten wenigstens ber Weg frei gemacht, •lrv 3u bewegen. Daß sie noch nicht überall burch« gebrungen finb, das liegt zum großen Teil an ihnen jelbft. Denn es kann nicht Aufgabe der Regierung ein ein Genie zu machen. Ein Genie pflegt sich hn Seben (e lb ft anzumelden; unb das Genie fin- det auch 9Rittel und Wege, um das Ziel zu er« rei?C2i a,lr, faben Talenten Aufgaben vermittelt „ •LÜrL^u^aben Talente gesucht und haben so oH«"ohüch auch wieder das künstlerische Vertrauen der Welt in den deutschen Film zurückgebracht, vor allem, weil wir immer von vornherein tünftle«
Berlin, 10. Febr. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, gibt bekannt:
Eine ganxe Anzahl von Anfragen aus dem Saargebiet, bie bie spätere Zugehörigkeit zur NSDAP, bes Reiches unb bie notroenbigen Voraussetzungen für eine solche spätere Mitgliedschaft betreffen, haben mich veranlaßt, den Führer Adolf Hitler um eine Entscheidung zu bitten. Nach Rücksprache mit dem Führer bin ich durch ihn ermächtigt worden, bekanntzugeben, daß die Mitgliedschaft zur NSDAP, des Saargebietes a n f i ch noch keinen Anspruch darstellt auf eine spätere Uebernahme als Mitglied in bie Reichspartei. Schon beshalb nicht, weil bie NSDAP, bes Saargebietes völlig selöst ä n b i g ist.
Nach ber Abstimmung kann jeber Deutsche, ber sich um bie beutsche Sache bei der Abstimmung besonders verdient gemacht hat, ohne Rücksicht auf feine bisherige Zugehörigkeit, Mitglied der 'Reichspartei werden. Hingegen bleibt all denen der Zu- gang zur NSDAP, gesperrt, die in der Zeit des Abstimmungskampfes Partei- oder weltanschauliche Fragen in einer Form erörterten, durch bie ber Zusammenhalt der Deutschen irgendwie gefährdet werden könnte. Denn an der Saar gibt es für alle wahren Deutschen jeder Konfession, jeder Partei und jedes Standes nur eine Parole: „Zurück zu unserem Deutschland!" Diese Parole hat alle zusammengeführt, bie zusammenstehen wollen für bas große, gemeinsame deutsche Vaterlanb. Wer biefe Parole sabotiert, hat in aller Zukunft fein Recht, sich Nationalsozialist zu nennen, und er wird deswegen auch niemals in die Partei aufgenommen werden. Nach der Wiedervereinigung des Saargebietes mit dem Reich wird derjenige von der Aufnahme in die NSDAP, ausgeschlossen, der irgendwelche Drohungen gegen Dritte ausspricht, die Zwangsmaßnahmen nach ber Abstimmung anfünbigen. Mit diesen Bekanntgaben ist bie nötige Klarheit geschaffen, in ber ber Sieg erfochten wirb: Deutsch bie Saar!
Das Gaargebiet und die Wiederherstellung des Derufsbeamientums.
Berlin, 10. Febr. (DNB.) Auf wiederholte Anfragen von Beamtenorganisationen und Einzelpersonen aus dem Saargebiet, in denen Befürchtungen über bie spätere Stellung von Beamten, Angestellten und Arbeitern auf Grund bes Gesetzes zur Wieder- herstellung bes Berufsbeamtentums zum Ausdruck gebracht werden, wird durch ben Saarbevollrnächtig- ten der Reichsregierung amtlich mitgeteilt:
Nach ben maßgeblichen Bestimmungen des $e= rufsbeamtengesetzes müssen Entlassungsverfügungen
ß o n b o n, 12. Febr. (DNB.-Funkspruch.) „Daily Telegraph" bezeichnet bie Aussichten ber letzten britischen Abrüstungsvorschläge angesichts ber Zusammensetzung des neuen französischen Kabinetts als ziemlich ungünstig. Die neue französische Regierung bürste nicht bereit sein, einer baldigen und wesentlichen Verminderung der Mannschaftsstärke oder des Materials der französischen Armee zuzustimmen. Ueberbies habe Außenminister Barthou bereits angebeutet, Frankreich werbe barauf bestehen, baß bie nationalsozialistischen Verbänbe zur beutschen Heeresstärke hinzugerechnet werden müßten. Barthou werde sich nicht damit zufriedengeben, solche Verbände, entsprechend dem britischen Vorschlag lediglich einer internationalen Aufsicht zu unterwerfen.
„Echo de Paris" sagt, Barthou müsse seine ganze Aufmerksamkeit der 2lbrü ft ungs frage und ber Aufrechterhaltung ber Unabhängigkeit Oesterreichs widmen. Paul-Boncour habe sich im Ausland nur lächerlich gemacht; Bartbou könne bas Verbienst für sich in Anspruch nehmen, sich niemals ideologischen Träumereien hingegeben zu haben. Frankreich erwache heute aus einem langen Traum; es handele sich darum, zu wissen, ob Der
rische Gesichtspunkte vertreten haben. Es hat sich gelohnt, indem wir allmählich den Film wieder auf eine ganz andere Höhe gehoben haben und indem wir damit auch allmählich den Publikumsgeschmack umwandelten unb indem allmählich aud) in der Produktionswelt das Gefühl umgekehrt war: Mit Modetypen werden wir sehr lange nicht mehr auskommen; irgend etwas neues müssen wir fefjon schaffen, irgend etwas müssen wir erfinden, Phantasie müssen wir haben, wir müssen Intuition besitzen, es geht nicht allein mit dem Geld und der Organisation, sondern es muß auch etwas künstlerischer Instinkt dabei sein und etwas G e - füfjl für Zeitgeist ist Bedingung.
Was die Stücke anlangt, so weiß ich sehr wohl, daß es hier noch sehr im argen liegt. Das Leben selbst muß wieder Inhalt des Films werden. Man muß das Leden mit Kühnheit unb Mut anfassen, auch wenn Fehlschläge kommen. Nachdem nun einmal der Amüsier-Pöbel endgültig aus dem öffentlichen Leben ausgeschieden ist, haben Sie, als Filmschaffende, es in der Tat wieder mit dem unsterblichen deutschen Volk zu tun. Das Publikum ist nicht kunstfremd. Das Publikum ist nur fremd einer Kunst gegenüber, bie dem Volk gegenüber fremd geworden ist. Wenn ich bie Ueberzeugung habe, daß hinter einem Film eine ehrliche künstlerische Gesinnung steht, werde ich ihn beschützen. Ich muß nur verlangen, baß er nicht gegen die elementarsten Lebens- und Sittengesetze verstößt. Ich verlange aber nicht, daß ein Film mit nationalsozialistischen Parademärschen anfängt und aufhört. Die nationalsozialistischen Parademärsche soll man uns überlassen, das verstehen wir doch besser.
Für die Finanzierung werden wir mutig die- selben Wege weiter beschreiten, bie wir schon einmal eingeschlagen haben; wo es an Privatkapital gebricht, da werben wir staatlicherseits eingreifen. Ich bin mit dem Herrn Reichsfinanzminister in Verhandlungen, und ich glaube heute schon mifteilen zu dürfen, daß bei ber großen Reichssteuerreform bie Lustbarkeitssteuer für ben Film überhaupt abgeschafft wird. Damit, glaube ich, tun wir wieder einen wichtigen Schritt auf dem Weg der Konsolidierung des deutschen Films.
Wir wollen, baß bis Filmwirtjchaft nicht nur
es nach wie vor bie erste unb dringlichste Aufgabe
helfen »erlaufet, dah bie in ftorono anwesende» heben. Er lei Der Ueberzeugung, daß wir in lang- ~ < 1 .
stens zwei Jahren genug Arbeit haben würben, um >Vertreter ber zeichne r m a ch t e bet
alle Volksgenossen wieber in ben Arbeitsprozeß ein« Memel-Konvention, die Gesandten Eng- zureihen. Daneben sei aber auch ein Hauptaugen- lands, Frankreichs und Italiens, bei dem li- merk darauf zu richten, dem Arbeiter die tauifchen Außenministerium vorge. deutsche Kultur wiederzu geben, die ber ; f p r o cf) e n haben wegen der jüngsten Vorgänge im ?^rol'2mus unb der Marxismus il)m genommen ‘ THcmelgebid und wegen der etwaigen Auswirkun- hatten, M.t dem Wer Kraft durch Freude t°ll be5 nEuen Htauifd>en Gesches zum Schuhe °°» das ganze deutsche Volk zu einer Gemein chaft zu-, ,e k ; \. „/ / <
sammengeschweißt werden, deren Wurzeln in ber ■ unb $ aa auf Autonomie des Memel- Frontkarnerabschaft bes Weltkrieges gebietes.
Frieben noch gerettet werben könne. Das Ergebnis der bisherigen Besprechungen über die Abrüstungsfrage sei absolut negativ. Es sei zu wünschen, dah diese Verhandlungen so rasch wie möglich abgeschlossen würden, weil sie sich sonst auf die internationale Lage nur ungünstig auswirkten. Die Politik Paul-Boncours weise gerade in der österreichischen Frage das größte Defizit auf. Heute sei man bereits soweit, daß sich selbst der polnische Außenminister gegen bie Anrufung bes Völker- bunbes burch Oesterreich ausspreche. Die österreichischen Akten müßten öffentlich beraten werben, um Italien zu zwingen, einmal einbeutig Stellung zu nehmen. Bei Polen würbe es genügen, ihm bie von ihm seit langem gewünschte Au ssprache zu gewähren, bie ihm von Brianb unb Paul-Boncour immer verweigert worben sei. Das werbe genügen, um es wieber zu einer normalen Linie ber Politik zurückzubringen.
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Barthou erklärte Pressevertretern, Paul-Boncour bleibe auch weiterhin ber Führer ber französischen Aborbnung für ben Völkerbunb.
Berlin, 10. Febr. (DNB.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht einen Artikel bes Staatssekretärs Im Reichsfinanzministerium, Fritz Reinhardt, über „Volksgemeinschaft unb Steuerpflicht". In dem Artikel heißt es: Der Wandel im Verhältnis der Staatsführung zur Volksgemeinschaft hat auch bereits zu einem Wandel in der Steuermoral geführt. Das ist auf die immer größer werdende Erkenntnis zurückzuführen, daß im nationalsozialistischen Staat nicht eine Reichsmark ausgegeben wird für Zwecke, die mit den Interessen der Allgemeinheit und mittelbar jedes einzelnen Volksgenossen nicht in Einklang zu bringen wären. 3m ersten Hitlerjahr sind im Gegensatz zu den unmittelbar vorangegangenen Jahren keinerlei Sleuererhö Hungen erfolgt, wohl aber verschiedene erhebliche Steuererleichterungen. Es ist auch bereits mit dem Abbau von Steuern begonnen worden. Das Rechnungsjahr 1933 wird das erste sein, in dem bas Aufkommen an Steuern nicht mehr um hunberte von Millionen unter bem Voranschlag Zurückbleiben, sonbern b i e - sen erreichen, wahrscheinlich sogar etwas übersteigen wird. Die Steuerreform, die im Laufe des Jahres 1934 Gesetz werden wird, wirb elnkom- mensteuerlich er st malig auf das Einkom- men für 1934 A n wendung finden und
melnf ame Anordnung ber Führer bes Bunbes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen unb des Reichsbundes der Deutschen Beamten zu klären.
Kür Volkstum und Heimat.
Eine Aufgabe der NS.°Gemeinschaft „Kraft durch Freude".
Berlin, 11. Febr. (DNB.) Auf ber ersten Kundgebung des Amtes für Volkstum unb Heimat in ber NS.-Gemeinschaft „Kraft burch Freube", zog nach kurzen Begrüßungsworten bes Leiters ber Abteilung für praktische Volkstumsarbeit im Amt Volks-
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