Einzelbild herunterladen

im

bis

2Iuf Grund des Gesetzes über die Ausübung der Heilkunde an Menschen und Tieren durch nicht- approbierte Personen vom 5. Dezember 1933 haben Personen, die ohne als Arzt, Zahnarzt oder Tier- £?' °pp^biert zu fein, die Heilkunde an Men- chen oder Tieren gewerbsmäßig ausüben wollen, 0,es vor Beginn ihres gewerblichen Betriebes dem u? ?rt lhrer Niederlassung zuständigen Kreis- gesundheltsamt bzw. Kreisveterinäramt unter An­gabe ihrer gewerblichen Räume,

Oie Mitgliedschaft

bei -er NG.-Dolkswohlfahrt eine Ehrenpfl cht für j den!

Rundfunks umgestellt. Von der Umstellung wird auch die gesamte Sendergruppe West betroffen. Ab 15. Januar sendet der Großsender Mühlauer auf Welle 522,6 Meter 574 kHz mit 100 kW, der Großsender Langenberg auf Welle 559,9 Meter 658 kHz mit 60 kW (öie im Laufe des Frühjahrs auf 100 kW erhöht werden), der Hauptsender Frank­furt auf Welle 251 Meter 1195 kHz mit 17 kW. Mit Frankfurt zusammen auf Welle 251 Meter und 1195 kHz werden im Gleichwellenbetrieb arbeiten die Sender Trier (2 kW), Kassel (0,5 kW), Frei- 7^6 iin Breisgau (5 kW) und Kaiserslautern (-3Mä) (1,5 kW). Die Sender Trier, Kassel, Frei- durg und Kaiserslautern verbreiten genau dasselbe Programm wie der Hauptsender Frankfurt. Infolge der geringen Wellenverschiebung beim Hauptsender Frankfurt von 259,3 auf 251 sind Skalennachstel- nur in ganz geringem Umfang notwendig.

Die Rundfunkhörer werden gebeten, über die neuen -^pfa"9soerhältnis.se möglichst umgehend an den Sudwestfunk, Frankfurt a. M., Eschersheimer Land- trahe 33, zu berichten.

Die Ausübung der Heilkunde durch nichtapprobierte Personen.

^Die Polizeidirektion Gießen teilt uns folgendes

Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe 150 Mark oder mit Haft bestraft.

Oie (Spitzenorganisation der Handelsvertreter.

Die Landesgruppe Hessen-Nassau vom BNSHV gibt folgendes bekannt:

lichs Ehefrau in Widersprüche, worauf beide der Kr.minalpolizeistelle zwecks Feststellung der ge­nauen Personalien übergeben wurden. Hier stellte sich nach kurzer Zeit heraus, daß die Angaben über Geburtstage und Namen nicht den Tatsachen ent- sprachen. Es handelt sich vielmehr um den 34jähri- aen verheirateten Schlosser Johann Wolf aus Bochum und um die 17jährige ledige Anna Korf- mann, ebenfalls aus Bochum. Beide find dort in einem Hause wohnhaft. Wolf hat seine Ehefrau heiml.ch verlassen und die Korfmann durch Heber* redung zur Mitreise veranlaßt. Die Korfmann steht unter Fürsorge des Wohlfahrtsamts Bochum. Beide wurden dem Amtsgericht zugeführt.

Diebstähle.

Am kommenden Samstag, 13. Januar, findet Ortsgruppenbezirk Gießen - Süd eine zweite Kleidersammlung für das Winter­hilfswerk 1933/34 statt.

Zum Ortsgruppenbezirk gehören sämtliche Straßen südlich der Bahnlinie GießenLich, einschließlich der ganzen Liebigstraße.

Alle Bewohner, die über entbehrliche Kleidungs­stücke verfügen, werden gebeten, diese bereitzuhalten, und den Begleitleuten an den Wohnungstüren, oder an den 'Fahrzeugen auf der Straße auszuhändigen. Die Sammlung erfolgt mittels Fahrzeugen der Reichswehr und wird durch Hornisten angekündigt.

Vor einigen Tagen wurde die in der Bedürfnis­anstalt Seltersweg 89 (Torhäuschen) aufgestellte Per- fonenwaage erbrochen und ihres Inhalts, bestehend ?03? Mark in 10-Pfennig-Stücken, beraubt. JB° stnd in den letzten Tagen größere Mengen 10- Pfennig-Stucke in Zahlung gegeben, ober umgewcch- felt worden? Sachdienliche Mitteilung erbittet die Kriminalpolizei-Stelle, Zimmer 5.

Im Stadtwald Gemarkung Gießen wurde in der Dezember 1933 bis 2. Januar 1934 eine Holzschleifglocke gestohlen.

Sichergesteltte Gegenstände.

Bei der Kriminalpolizeistelle find 15 Bücher aus öem WerkDas Wissen der Gegenwart", eine altere Damenuhr, die an einem braunen Led"r- armbanb getragen wird, und eine markenlose elek- Asche Fahrradlaterne sichergestellt. Personen, die Eigentumsrechte geltend machen können, werden er­sucht, sich bei der Kriminalpolizeistelle zu melden.

Brand in Gelnhaar.

3n der Nacht zum 10. Januar brach in der Hof- reite des Landwirts Karl Kröll in Gelnhaar Feuer aus. Durch das Anschlägen eines Hundes war eine Nachbarsfamilie auf den Brand aufmerk­sam geworden. Die Flammen schlugen zu dieser Zeit bereits aus dem Dach des Wohnhauses, konnten aber durch das beherzte und schnelle Eingreifen der Hausbewohner und einiger Nachbarn eingedämmt werden, so daß ein Eingreifen der Feuerwehr nicht notwendig war. Der Schaden ist nicht bedeutend. Da sich der Brandherd auf dem Dachboden befand, wurde, auch mit Rücksicht darauf, daß es sich um den vierten Brandausbruch innerhalb der letzten 6 Jahre in dem gleichen Anwesen handelt, Brand- stlftung durch einen Angehörigen der Familie Kröll vermutet. Die durch die hiesige Kriminalpolizeistelle und die zuständige Gendarmerie angestellten (Er­mittlungen sind noch nicht abgeschlossen und werden da in der gleichen Nacht auch ein Wurstdiebstahl auf dem ermahnten Dachboden vorgekommen fein soll, nach dieser Richtung hin fortgesetzt,

Oer Innungeo^ermeister als Diener am Ganzen.

_ ^och den neuen Richtlinien über den vorläufigen Aufbau des Handwerks ist die I n n u n g w i e b e r Ausgangspunkt des handwerklichen

.me$r als früher wird ihr Schicksal,

wird ihr Rang im Handwerksstand abhängen von der Persönlichkeit und von der inneren (Ein- e!.1V" 8 des Obermeisters. Nichts war natürlicher, als daß man im neuen Staat gerade tbm eine ausgesprochene, wirkliche Führerstelluna ebener Verantwortlichkeit zuwies. Die rund 20 000 Obermeister des deutschen Handwerks sorglich ausgewählt, werden sich der Ehre, Führer im besten Sinne des Wortes sein zu dürfen be- "UM sein und ihren Rechten die Pflichten voran- zustellen wissen.

Sehr wirkungsvoll bringt Generalsekretär Dr.

cp 11 o (Berlin) den Obermeister von stüher mit öem der Zukunft in Vergleich. Wie war es mit dem alten Obermeister? Man weiß ihn genau darzustel- len. So schreibt Dr. Schild, wenn man ihn ge­legen hat, wie sich in den letzten zehn bis zwölf Jahren das Jnnungswesen abspielte. Seine Wahl vollzog sich nicht nach den Grundsätzen der Leistung, sondern in den meisten Fällen nach rein persönlichen Gesichtspunkten. Man erhoffte vondiesem" Ober- meister Beitrags - Ermäßigungen und so n ft i ge Vergünstigungen, man versuchte, sur ihn Stimmung zu machen, um selbst davon wie- der Vorteile zu haben, und so ergab sich ein Po- st e n. ft r e b e r t u m im Handwerk, das dem Ge» mmtinteresse des Standes in jeder Form zuwider- Uef. Wie sah es in den Versammlungen aus? Meist erschienen nur die engsten Freunde des Obermeisters zur Verlesung des Protokolls, der Aus- und Ein- gange usw., man verweilte einige Zeit bei Punkt verschiedenes", und kam bann noch ein fachliches Referat, war man voll befriebigt. Platzten die

----------' aufeinander, fand man die Der- . . r *. *' und die nächste war von

^rne Krach schlugen. Derjenige galt als tüchtigster Obermeister, der es verstarb,

bisherige Tätigkeit und Behandlungsart und die für öie Heilbehandlung zur Verfügung stehenden Ein­richtungen Auskunft zu geben und diese auf Ver­langen des Kreisgesundheitsamtes bzw. des Kreis- veterinäramtes zu ergänzen.

Personen, die bas Gewerbe bei dem Inkrafttreten dieses Gesetzes bereits betrieben haben, haben die oorgeschriebene Anzeige innerhalb 14 Tagen zu er­statten.

Der Wechsel der gewerblichen Räume ober der Wohnung, die Einstellung des gewerblichen Be­triebes, die Annahme und der Wechsel anzeige­pflichtiger Helfer sind binnen 3 Tagen ebenfalls dem Kreisgesundheitsamt bzw. Kreisveterinäramt anzuzeigen.

Es wird erwartet, daß die im fraglichen Gesetz vorgeschriebenen, vorstehend näher erläuterten Be­stimmungen von den dazu Verpflichteten genauestens befolgt und eingehalten werden.

käufer beschäftigt, rund 1500 Buchdrucker und Buchbinder und etwa 400 kaufmännische Angestellte. Aber was weit wesentlicher ist: das kleine Opfer von 50 Pfennigen dient zur Linderung der Not unserer Aermsten. Es darf und kann sich hier keiner ausschließen. Darum versuche dein Glück und nimm ein Los für dein Volk!

Einheilche Durchbildung der 7lS« Frauenschast im ge amten Gaugebiet.

Eine Verfügung des Gauleiters Sprenger be­auftragt Gaugeschäftsführer Maus mit der ein­heitlichen Durchbildung der NS.-Frauenfchaft für den gesamten Gau unter Beurlaubung der seitheri­gen Leiterinnen der Frauenschaften, Frau Kirch für Hessen-Nassau-Süd und Frau Brüchrnann für Hessen-Darmstadt. Die Verfügung besagt einlei­tend:Die Frauenschaft des Gaues wurde bisher noch nach der alten Einteilung in den beiden ehe­maligen Gauen getrennt geführt. Dieser Zustand kann angesichts der Einheitlichkeit des Gaues nicht fortbsstehen."

Ortsgruppe Gießen-Güd.

Bett.: Kleiderfammlung am 13. Januar.

Es handelt sich hierbei nicht nur um den Er­werb hauswirtfchaftlicheräenntniffe, sondern um die Erziehung der jungen Mädchen für den haushalt und für alle die Aufgaben, die ihnen eine FamUiengründung später stellt.

Der nationalsozialistische Staat sieht sich vor die große Ausgabe gestellt, die Heranwachsende weib­liche Jugend in höherem Maße als bisher zur künftigen Hausfrau, aur Hüterin des Hauses, häus­licher Sitten und Kultur, zur Wahrerin echten Familienlebens zu erziehen. Er will die Mädchen und die Frauen wieder ihren eigentlichen Lebens­aufgaben zuführen, er will sie aus den Berufen, die weiblicher Wesensart nicht entsprechen, aus all den Tätigkeiten, die eine Entfaltung der weiblichen Lebenskräfte nicht gewährleisten, herausholen, um diese überaus wertvollen Frauenkräfte in erster Reihe der Familie und damit der Nation dienstbar zu machen. Von dieser vornehmen Aufgabe des nationalsozialistischen Staates her wird die gesamte weibliche Berufspolitik der Zukunft bestimmen. Die Eingliederung in Haus und Familie mit dem aus­drücklichen Ziel einer beruflichen Vorbildung ur die spatere selbständige Tätigkeit in Haus und Familie muß daher jetzt mit allem Nachdruck in Angriff genommen werden.

Die hauswirkfchaftliche Erziehung der Mädchen muh heute an erster Stelle stehen und muß mit allen zu Gebote stehenden Mitteln durchgeführt werden.

die die Aufgabe haben, die Töchter der einzelnen Familien im Wege des Austausches in fremde Haushaltungen zu bringen, entweder ausschließlich zur Erlernung des Haushalts, oder auch zur Durch- ührung einer anderen Berufsausbildung, die das junge Mädchen ohnehin zu einem Aufenthaltswech­sel zwingen würde. Daß ein Bedürfnis nach solcken Austauschstellen vorhanden ist, beweist der Tatbe- tanb, daß schon während der letzten Jahre mehr­fach Versuche dieser Art, namentlich da. wo es sich um studierende Söhne oder Töchter handelte, ge­macht wurden. Ohne daß besondere Kosten für die beteiligten Parteien entstünden, wird hier die Mög­lichkeit geschaffen, den jungen Mädchen eine haus- wirtschaftliche Ausbildung, oder ihnen nebenher eine allgemeine hausfrauliche Schulung zu geben. Die wirtschaftliche Not der Nachkriegszeit hat alle Möglichkeiten einer auswärtigen Berufsausbildung ehr eingeengt. Wenn es irgend geht, muß der junge Mensch heute eine Ausbildung wählen, die am Wohnort der Eltern stattfinden kann. Dieser Tatbestand hat aber seine Schattenseite: gerade in den Jahren seiner stärksten Bildungsfähigkeit bat ^er juv"e M"nsch es nötig, die behütete Atmosphäre seines Elternhauses einmal preiszugeben, um um fo wehr für neue Lebensbereiche, Erfahrungen, Er­lebnisse offen zu fein. Anderseits entschließen sich die Eltern meist nur ungern, die Töchter ohne jede Betreuung in eine fremde Stadt zur Berufsaus­bildung gehen zu lassen. Auch in dieser Hinsicht ist em solcher Austausch der Jugendlichen ein über­aus glücklicher Weg zur Ueberwindung der bestehen­den Schwierigkeiten: er gewährleistet ebenso eine weitere Betreuung, wie anderseits jene Distanz gegenüber dem neuen Lebenskreis, in der die er­zieherische Wirkung desMilieus" zum großen -eil beschlossen liegt. Alle diese Momente werden in den Fällen, wo ein Austausch speziell zum Zwecke der hauswirtschaftlichen Ausbildung erfolgt, noch entscheidender sein. Deshalb ist hier eine besonders i sorgfältige Auswahl der Austauschstellen erforder­lich.

Die Berufsberatungsstelle des Gießener Arbeits­amts wird diesen Austausch in Verbindung mit den Arbeitsämtern anderer Städte durchführen. Sie wird in nächster Zeit Fragebogen an die Schulen geben, mittels deren die Austauschstelle angemeldet wird.

Die Sammlung geschieht durch Hitler-Jungen mit Fahrzeugen der Reichswehr und wird durch Horn- ftgnale angekündigt.

Die Bewohner werden herzlichst gebeten, alle entbehrlichen Kleider und Wäschestücke gut ver­packt zum Abholen bereitzuhalten.

Di-Not ist immer noch groß; jeder helfe nach allen Kräften und opfere!

Schneider, Ortsgruppenwalter.

Kre sbetrievszellenleitung G.eßen.

Bett.: Schulungskurs.

Der am Samstag, dem 13. Januar, im Haufe der Arbeitsfront in Gießen stattfindende Schulungskurs beginnt pünktlich um 18.30 Uhr.

Gez.. Hahn, Kreisbetriebszellen-Schulungslelter.

Schülerlersiungsschreiben in Kurzschrift

Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kul- lu5, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen £er höheren Schulen, der öffentlichen und privaten Handelslehranstalten, sowie an die Kreis- und Stadtschulamter folgende Verfügung gerichtet-

2>ie_ Deutsche Stenographenschaft (Reichsleitung: «chulrat Lang, Kulmbach) wird in der zweiten Hälfte des Monats Februar ein Schülerleistunas- schreiben im ganzen Reiche durchführen

Wir genehmigen die Durchführung dieser Lei­stungsprüfung für Hessen und weisen die Schul­leitungen, sowie die Kreis- und Stadtschulämter an «diese ohne besonderen Aufwand an Zeil und Mühe durchzuführende Prüsuna tatkräftgi zu unterstützen

Dem Fachreferenten, Kammerstenograph Wink­ler, Darmstadt (Landtag), sind die Anschriften der Lehrer, die den Kurzschriftunterricht erteilen bis 20. Januar 1934 mitzuteilen.

Gleichzeitig ist bei dieser Gelegenheit anzugeben, o b und wenn ja w a n n und w o diese Lehr­kräfte die Kurzschriftlehrerprüfung abgelegt haben.

Die Kreis- und Stadtschulämter haben die Volks- schulen und kaufmännischen Berufsschulen, an denen Kurzschriftunterricht erteilt wird, von Vorstehendem sofort in Kenntnis zu setzen und dafür zu sorgen, 'daß die Anschriften der in Frage kommenden Leh­rer bis zum gleichen Termin dem oben genannten Fachreferenten mitgeteilt werden.

Genaue Anweisungen über einheitliche Durchsicht rung werden von dem Fachreferenten unmittelbar den Lehrkräften rechtzeitig übersandt.

Wellenumstellunq in berOenbergruppe West.

2n der Nacht vom 14. auf den 15. Januar wer­den die auf Grund des Luzerner Wellenplanes neu verteilten Wellen des europäischen Unterhaltungs-

Nichts aber erzieht und formt den jungen Menschen so nachhaltig, wie das praktische Leben selber, und es ist deshalb für jedes junge Mädchen unerläßlich, einmal eine Zeit lang unter fremder Anleitung, ein- gegliedert in eine fremde Familie zu arbeiten. Die Bereitschaft hierzu ist bei den jungen Mädchen vor­handen, es feljlt aber an geeigneten Einrichtungen verschiedener Art, die diesem Bedürfnis in genü­gendem Umfang Rechnung tragen. Während der letzten Jahre wurden daher neue Wege beschritten, die diesem Mangel abzuhelfen suchten. Es entstand die Einrichtung der häuslichen Lehre, die eine ein- bis zweijährige praktische Ausbildung im fremden Haushalt unter Abschluß eines Lehrver­trags vorsieht. Durch die häusliche Lehre soll das junge Mädchen in allen Hausreinigungs-Arbeiten, im Waschen, Bügeln, Ausbessern, im Kochen und Backen ausgebildet werden. Der Lehrvertrag ist Dom Reichsverband Deutscher Hausfrauenvereine und dem Hausgehilfinnen-Verband gemeinsam aus­gearbeitet worden. Er regelt die beiderseitigen Ver­pflichtungen von Lehrling und Hausfrau im ein­zelnen. Am Schluß der Lehrzeit kann entweder eine Hausgehilfinnen-Prüfung" vor einem Fachaus­schuß abgelegt werden, ober dem Lehrling kann auf Grund eines guten Zeugnisses der Lehr- f r a u und eines guten Zeugnisses der haus- wirtschaftlichen Berufsschule der Lehr­brief ausgehändigt werden. Es gibt in manchen Städten sogar schon Meisterinnen-Prüfungen für Hauswirtschaft.

Keineswegs sind den Hausfrauen durch die häus­liche Lehre übermäßige Aufgaben gestellt!

Die Hausfrau muß das junge Mädchen an­leiten wie jedes Mädchen, das noch nicht haus- wirtfchaftlich gearbeitet hat ober das neu in ihren haushalt kommt.

Natürlich muß ihr das körperliche und sittliche Wohl ihres Lchrlings am Herzen liegen. Es darf ihr - nicht gleichgültig fein, wo dieser feine Freizeit ver- 1 bringt und was ihn sonst beschäftigt. Aber das ist nichts anderes, als was früher jeder guten Haus- rau selbstverständlich war: >das junge Mädchen, das

in ihre Familie aufgenommen wurde, wurde und wird auch heute noch mindestens in dem Sinne als zur Familie gehörig betrachtet, daß die Hausfrau sich für fein Gesamtwohl mitverantwortlich fühlt. Eine solche Einstellung dem Haushaltlehrling gegen­über wirkt ganz selbstverständlich gewinnbringend auf den Haushalt zurück, denn das junge Mädchen, das sich so betreut fühlt, wird zweifellos auch leinerieits eine höhere Berantwortlicy-keit gegenüber dem Haushalt und der Familie, der es dient, ent­falten.

Wie steht es aber um die beruflichen Möglich­keiten, die die häusliche Lehre den Lehrlingen gibt? Ss ist keineswegs so, daß es sich hier nur um eine gute Schulung für spätere Hausfrauen-Aufgaben handele, an die die jungen Mädchen ja zunächst bei ihrer Berufswahl nicht denken.

Die häusliche Lehre bildet die Grundlage so­wohl für den Beruf der Hausgehilfin, wie für die meisten gehobenen hauswirlschaftlichen Be­rufe.

(Städtische und ländliche Haushaltpflegerin, Diät­schwester, Lehrerin an hauswirtschaftlichen Schulen usf.) Sie ist also Volksschülerinnen ebenso zugäng­lich wie höheren Schülerinnen und für beide aus- siastsreich. Die Vottsschülerin, die eine häusliche Lehre durchlaufen hat, hat damit eine vorzügliche Berufsausbildung nachzuweisen und kann sich dem­zufolge in jeder Hinsicht in ihrem Berufe besser durchsetzen. Sie kann auch hinsichtlich der Bezah­lung höhere Ansprüche stellen. Selbstverständlich bessert sich auch die soziale Sage des ganzen Haus- gehilfinnenstandes, wenn eine ordentliche Lehrzeit nachgewiesen werden kann. Es gibt schon eine sehr große Zahlgeprüfter Hausgehilfinnen" in Deutsch­land, und da die Bewertung hauswirtschaftlicher Arbeit an und für sich in Zukunft ein viel größeres Ausmaß annehmen wird, wird auch die häusliche Lehre immer mehr an Bedeutung gewinnen. Möch­ten recht viele Hausfrauen zu dem Entschluß kom­men, einmal einen Versuch mit einem Haushalt­lehrling zu wagen!

Wiederum ein neuer Weg hausfraulicher Schu­lung plant die Schaffung von

Austausch-Stellen,

In Durchführung der einmütig gefaßten Be­schlüsse des Bundes Nationalsozialistischer Handels- Vertreter (BNSHV.), Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands (VrKD.), Centralverbandes Deutscher Handelsvertreter-Vereine (EDH.) vom 1. Dezember 1933 ist der Reichsverband Deutscher Handelsver­treter und Geschäftsreisender e. V. gegründet und am 5. Januar beim Registergericht Berlin einge­tragen worden. Dieser Verband umfaßt in zwei Hauptgruppen sämtliche deutschen Handelsvertreter

Aus der provinzialhaupiKadi

Ein Los für dein Volk.

Äm Rahmen des großen Winterhilfswerkes des deutschen Volkes wurde kurz vor Weihnachten in allen Städten und auf dem Lande die Straßen- Lotterie der grauen Glücksmänner eingesetzt. Auch mit dem Beginn des neuen Jahres ift von der Reichsleitung aus die Aufforderung an jeden Deut­schen ergangen, weiterzukämpfen gegen die Not. Der wahre Nationalsozialist weiß, daß National­sozialist bedeutet: Opfer bringen! Das ver­gangene Jahr hat den Beweis erbracht, daß der feste Wille zur Selbsthilfe Wunder vollbringen kann. Nun muß weitergekämpft werden!

Die Straßenlotterie des Winter-Hilfswerks will hierzu jedem, der das kleine Opfer von 50 Pfen­nigen bringt, zudem noch die Möglichkeit eines eigenen großen Gewinnes geben. In den letzten Tagen häufen sich die Berichte von hohen Gewinn­ziehungen im ganzen Reich. Oftmals gibt es die größten Ueberraschungen, die den Lohn schon für die gute Tat in sich tragen. Mancher, der mit einer Mark in der Tasche sein Glück versuchte, kam mit 500 ober mit 1000 Mark nach Hause!

Die Straßen-Lotterie bes Winter-Hilfswerkes war nicht nur für bie Weihnachtstage gebaut, es geht weiter! In ganz Deutschlanb werben burch diese StraßenLotterie etwa 4000 bisher arbeitslose Ver-

Welche Wege stehen den jungen Mädchen für eine solche hauswirtschaftliche Vorbereitungszeit heute offen? Sehen wir von kurzfristigen Möglichkeiten, die die neue Zeit geschaffen hat, wie etwa dem Freiwilligen Arbeitsdienst ab, so sind es im Grunde nur die beiden Möglichkeiten, ein­mal den Besuch von Haushaltungsschulen oder Haushaltseminaren für die gehobenen haus- wirtschaftlichen Berufe. Solche Haushaltsschulen gibt es zwar in ganz Deutschland zahlreiche, sie sind aber meist ihrer hohen Ausbildungskosten wegen nur für wenige junge Mädchen zugänglich, nur für wenige Eltern erschwinglich. Ein anderer Weg ift die praktische Ausbildung im Haushalt. Beide Formen ergänzen sich und müssen sich er­gänzen, und es ist unbedingt notwendig, daß auch die Haushaltschülerinnen noch eine praktische Lehr­zeit im Haushalt durchwachen. Auf keinen Fall !ann auf eine praktische hauswirtschaftliche Tätig­keit, die möglichst im fremden Haushalt zu leisten ist, verzichtet werden!

Gez.: Friedel, Ortsgruppenwalter.

Kleidersammlung

in der Ortsgruppe Gießen-Ost.

Freitag, 12. Januar, nachmittags findet auf Anordnung der Gauführung des Winterhilfs­werkes eine zweite Kleider- und Wäsche­sammlung in dem Ortsgruppenbezirk statt. Die­ser umfaßt folgende Sttaßen:

Alter Röbgener Weg, Am Kugelberg, Am Nah- rungsberg, An der Kaserne, Anneröder Weg, Berg­straße, Bruchstraße, Danziger Sttaße, Doering- straße, Eichweg, Friedensstraße, Gartenstraße, Georg-Philipp-Gail-Straße, Gnauthstraße, Großer Steinweg, Grünberger Straße, Gutenbergstraße, Hessensttaße, Heyerweg, In den Eichgärten, Kaiser­allee, Karl-Voat-Sttaße, Keplerstraße, Landmann- sttaße, Lessingstraße, Licher Sttaße, Ludwigsplatz, Memeler Sttaße, Moltkestraße, Posener Straße, Röbgener Straße, Roonstraße, Stephan sttaße, Wolfstraße.

Eenttaloerband Deutscher Handelsvertteter-Deretn- ist mit bem gleichen Tage aus dem Reichsstand des Deutschen Handels ausgeschieden.

Die Führung des RDHG. liegt in den Händen des Stabsleiters der NS.-Hago Pg. Hans S) ec?. Sein Stellvertreter ist Pg. E. O. Lehmann (Nürnberg). Reichsgeschäftsführer ist Pg. Alfred Günther (Berlin), der seitherige erste Direktor des VrKD.

Führer in Gießen sind für die reisenden Kauf­leute Ludwig Grave 1 ius, Gießen, Moltkestt. 11, und für die Handelsvertreter Pg. Karl Weidig, Gießen, Schiffenberger Weg 2.

Bericht derKr.minalpoiizeiftelleGießen

Ein Fahrraddieb festgenommen.

In der letzten Zeit nehmen die Fahrrad» diebstähle wieder erheblich zu. Fast täglich wird ein Fahrrad als gestohlen gemeldet. Am Mittwoch konnte ein 30jähriger Kraftfahrer aus Großen-Bu- seck ermittelt werden, der am 6. Januar aus dem Hofe einer hiesigen Gastwirtschaft ein Fahrrad ent­wendet hatte. Das Rad wurde dem Eigentümer wie­der zugestellt.

Ein angebliches Ehepaar als Wohlfahrtsfchwindler festgenommen.

Am Mittwoch, 10. Januar, erschien auf dem Wohl­fahrtsamt das angebliche Ehepaar Ernst K l in­ne r t aus Bochum und sprach unter Vorlage eines Familienstammbuches um Unterstützung vor. Bei der Prüfung der Personalien verwickelte sich die angeb-

Wege zur hauswirWasilichen Ausbildung

Don Semxsberaterin Dr. Frieda Haussig, Arbeitsamt Gießen.

und d r^jsel^^blich-n Räume ihrer Wohnung und deutschen G-Ichäft-rei,enden im Angestellten-

«*> !?' ««?'SVäI& äS;- i