des Arbeitsbefchaffungsprogramms der Reichsregie- ntng die erforderlichen Mittel für die Fertigstellung des vor einigen Fahren begonnenen S ch u l h a u s - bau es zur Verfügung gestellt worden waren, wurde sofort mit der Inangriffnahme der Arbeiten begonnen. Mit der Durchführung der Maßnahme war einer Anzahl hiesiger Handwerker Gelegenheit geboten, für längere Wochen Arbeit zu finden, denn es wurden sämtliche Aufträge, mit Ausnahme einiger Spezialarbeiten, an die einheimischen Geschäftsleute vergeben. Bis in die letzten Tage konnte man eine rege Tätigkeit in dem Bau sehen, galt es doch, die Arbeiten so zu fördern, daß der Bau bis zu Beginn des neuen Schuljahres fertiggestellt ist. Dies ist nunmehr geschehen, so daß der Neubau in wenigen Tagen seinem Zweck übergeben werden kann und mit der Wiederaufnahme des Unterrichts im neuen Schuljahre in Benutzung genommen wird. Die feierliche Einweihung findet am Sonntag, 15. April, 13 Uhr, statt, wozu u. a. auch Minrsterial- rat Ringshausen sein Erscheinen zugesagt hat. Mit der Vollendung des Schulhausneubaues find endlich die räumlichen Mißstände, welche bisher in der alten Schule bestanden, beseitigt, und unsere Gemeinde hat nunmehr den Kindern und Lehrern ein Haus erstellt, das allen zeitgemäßen Anforderungen entspricht. Die neue Schule enthält neben zehn geräumigen Unterrichtssälen einen weiteren Saal zur Abhaltung von Konferenzen usw., ferner ist in dem Kellergeschoß die Küche für die Mädchenfortbildungsschule, sowie eine Badeeinrichtung für unsere Schuljugend eingerichtet. Der Neubau, der in zentraler Lage unserer Gemeinde steht, ist in jeder Hinsicht auf das modernste eingerichtet und dürfte eines der schönsten neuzeitlich eingerichteten Schulhäuser Hessens darstellen.
V Große n-L i n d e n, 10. April. Gestern abend veranstaltete die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, einen Schulungsabend, verbunden mit einer Saarkundgebung, im Saale des Gastwirts Ludwig Schaum, an der neben der PO. die HI., BDM., NS.-Frauenschaft und die Ortsgruppe der NS.-Hago teilnahmen. Nach einem Eröffnungsmarsch begrüßte der Zellenleiter und Sturmbannführer Will! Becker die Teilnehmer und brachte in einem längeren Vortrag die hinter uns liegenden Kampfjahre in Erinnerung. Er betonte dabei, daß heute noch mancher andersgesinnt sei, als man erwarte, und daß es an jedem einzelnen ehrlich denkenden Deutschen liege, solche Elemente zu beseitigen. Im Verlaufe seiner weiteren Ausführungen behandelte er den früheren Parteienstaat in Deutschland. Anschließend hielt Pg. Wagner (Leihgestern) einen interessanten Vortrag über die Geschichte und die gegenwärtigen Verhältnisse des Saargebietes. Mit einem von sämtlichen Teilnehmern gesprochenem Schwur, der unbedingte Treue zur Saar zum Ausdruck brachte, und mit dem Deutschlandlied beendete der Redner seinen beifällig aufgenommenen Vortrag. Frl. Heß (Leihgestern) brachte zwei Gedichte gut zu Gehör, die die Schicksalsverbundenheit der Saar mit dem Reich zum Ausdruck brachten. Sturmbannführer Becker erledigte anschließend noch einige organisatorische Fragen der Zelle Großen-Linden und brachte dann ein dreifaches, mit Begeisterung aufgenommenes Kampf-Heil auf unseren Führer aus. Mit dem Horst-Wessel-Lied fand der Schulungsabend seinen würdigen Abschluß.
8 A l t e n - B u s e ck , 10. April. Am Sonntagabend veranstaltete der B D M. im festlich geschmückten Rühlschen Saale einen starkbesuchten Werbe- abend. Die Führerin, Frl. Mathilde Naumann, eröffnete die reichhaltige Dortragsfolge mit einer packenden Ansprache über Ziel ynb Aufgabe des BDM. Mit herzlichen Worten forderte sie die noch abseitsstehenden jungen Mädchen zum Beitritt auf. Schön vorgetragene Gedichte, Lieder, flott gespielte Theaterstücke und Volkstänze wechselten in bunter Reihenfolge ab. Die musikalische Begleitung der Vorführungen wurde durch eine hiesige Kapelle mittels Geige, Klavier und Ziehharmonika aufs beste ausgeführt. Eine nach amerikanischer Art versteigerte feine Torte erbrachte die sehr willkommene Einnahme von 10,70 Mark. Zum Schlüsse dankte Frl. Naumann in herzlichen Worten für das zahlreiche Erscheinen und beschloß die Feier in der üblichen Weise.
wg. Großen-Buseck, 10. April. Im festlich geschmückten Saale von Brück fand am Montag ein S ch u l u n gs a b e n b der NSDAP, statt, mit dem eine Saarkundgebung verbunden war. Sämtliche Parteiorganisationen und viele Einwohner nahmen daran teil. Der stellvertretende Kreis- leiter der Deutschen Arbeitsfront Pg. Hahn leitete die Versammlung. Kreispropagandaleiter Schm e l z (Gießen) sprach über die Geschichte und die gegenwärtige Situation im Saargebiet. Das Saarland sei von jeher deutsches Land gewesen. Es werde und müsse immer deutsch bleiben. Das Land habe seinen deutschen Charakter behalten, obwohl von französischer Seite immer wieder versucht werde, das Deutschtum zu unterdrücken. 90 o. H. aller Deutschen seien bereits in der „Deutschen Front" vereinigt. Das Saarland müsse mit der Parole „Deutschland" und mit dem Stimmzettel in der Hand zurückgewonnen werden. Den Abschluß des
Abends bildete das gemeinsam gesungene Saarlied und ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf den Führer- Adolf Hitler. — Am Sonntag gab der hiesige Posaunenchor (jetzt Musikzug bes Sturmbanns VI/116) im Saale Brück aus Anlaß seines zehnjährigen Bestehens ein Konzert unter Leitung von H. N i c o l e i. K. Schmidt hielt die Begrüßungsansprache. Das Programm des Abends war sehr reichhaltig. Märsche, Potpourris und klassische Musik füllten den Abend. Sturmbannführer H ö - b e l hielt im Verlaufe des Abends eine kurze Ansprache und forderte u. a. dazu auf, sich auch an der Spende für bedürftige Angehörige der SA. zu beteiligen. Ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf Führer und Vaterland beschloß die wohlgelungene Veranstaltung. — Am Sonntagnachmittag fand die erste diesjährige Pflichtübung und gleichzeitige Neueinteilung der Freiwilligen und der Pflicht- feuerwehr statt. In einer Ansprache umriß der 1. Kommandant Wilh. Harbach III. die Bedeutung des Feuerlöschwesens. In seinen weiteren Ausführungen betonte er, daß unter der neuen Regierung die Feuerwehren einer besseren Zukunft entgegensähen. Er forderte die Pflichtfeuerwehr auf, sich in die Freiwillige Wehr zu stellen. Erfreukicherweise leisteten einige Männer dieser Aufforderung Folge. Ein dreifaches „Wehr-Heil!" auf Reichspräsident und Reichskanzler beschloß die Ansprache. Im Anschluß daran wurde eine Hebung im Geräteexerzieren der einzelnen Mannschaften Lurchgeführt.
0 Lich, 10. April. Am gestrigen Montag fand in Steins Saalbau der Schulungsabend der NSDAP, für den Monat April statt. Schulungsleiter Pg. Pfarrer Draudt stellte in knappen, klaren Zügen die Bedeutung der Schulungsabende für jeden einzelnen ins rechte Licht, betonte insbesondere wiederholt, daß diese Schulungsabende nicht allein für die Parteigenossen und Mitglieder der verschiedenen Formationen, sondern zur Schulung aller Volksgenossen stattfinden. Anschließend sprach er in längeren Ausführungen über das Thema „Derutfche Geschichte, die Lehrmeisterin deutscher Zukunft". In eindrucksvoller Weise ließ er den jahrhundertelangen Leidensweg des deutschen Volkes, dessen Zerrissenheit und Uneinigkeit es zuließ, daß seine Gegner stets leichtes Spiel hatten, den Befreiungskampf der alten Germanen, die Zeit Hermann des Cheruskers, den Kanossagang Heinrichs IV., das Zeitalter Martin Luthers, bie Reformation, den 30jährigen Krieg, den großen König Preußens, Friedrich II., die Notzeit Deutschlands unter Napoleon, den Schmied deutscher Einheit und Gründer des Zweiten Deutschen Reiches, das furchtbare Geschehen des Weltkrieges und den großen Führer und Volkskanzler Adolf Hitler, den Erbauer des Dritten Reiches, vor dem geistigen Auge der aufmerksam lauschenden Zuhörer erstehen und zeigte immer wieder die Lehren aus dieser Geschichte unseres Volkes für die Gegenwart und Zukunft. Die interessanten Ausführungen wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Mitteilungen sprach Pfarrer Draudt in seinem Schlußwort noch kurz über das Saarland.
* Hof-Güll, 10. April. Dieser Tage wurde Herrn Wilhelm Dietz von hier das deutsche Pferdepflegerabzeichen 1. Klaffe in Gold verliehen.
(D Grüningen, 10. April. Dieser Tage hielt t)ie Ortsgruppe der NSDAP. mit den Zellen Eberstadt und Dorf-Gill eine Versammlung ab, mit der ein Schulungsabend verbunden war. Örtsgrup- penleiter Otto Marsteller konnte 13 Parteigenossen die Mitgliedskarten übergeben. Daraus sprach Schulungsleiter Bender über die wirtschaftlichen Interessen des deutschen Volkes und deren Gesundung. Der Redner sprach im ersten Teil über die trostlose Lage der deutschen Volkswirtschaft und der Gemeinden, hervorgerufen durch die Mißwirtschaft des Marxismus bis zur Machtübernahme durch den Volkskanzler Adolf Hitler. Im zweiten Teile kam Schulungsleiter Bender auf die Bedeutung des 30. Januar 1933 für den Wiederaufstieg und die Gesundung der deutschen Wirtschaft zu sprechen.
- Kreis Friedd?rn.
+ Butzbach, 10. April. Gestern abend hielt die Ortsgruppe d e r NSDAP, im Saale des „Hessischen Hof" eine sehr gut besuchte Monatsversammlung ab, die von dem Ortsgruppenleiter Forstassessor Schneider in der üblichen Weise eröffnet wurde. Bezirksschulungsleiter Dr. R o e s ch e n sprach in fast einstündigem Vortrage über das Saargebiet. Ausgehend von dem Tag der deutschen Kapitulation im Weltkriege schilderte er an Hand des „Saar- statuts" im Versailler Diktat die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung dieses urdeutschen Landes. Die Führerin des BdDr. trug ein Gedicht vor, das die innige Verbundenheit zwischen dem Saarland und dem deutschen Daterlande pries. Im Anschluß daran sprach der Ortsgruppenleiter über die Pflichten der Parteigenossen, die nicht nur in der Treue zum Führer, sondern vor allen Dingen auch im Kämpfen für die Bewegung und in dem unentwegten Opfer= sinn bestehen. Annähernd 100 Mitgliedskarten konnten unter den üblichen Formalitäten ausgegeben werden. Gemeinsame Lieder, ein dreifaches ,/Sieg-
Heil" auf den Führer und der Gesang hes Horst- Wessel-Lieides beschlossen den Abend.
Kreis Büdingen.
* Nidda, 10. April. Aus dem Nachbarorte Wallernhausen entfernte sich vor einigen Tagen heimlich ein 29 Jahre altes Mädchen. Die Ermittlungen ergaben, daß es nach Kob lenz gefahren war, um sich dort mit einem jungen Manne zu treffen, mit dem es ein Verhältnis hatte, das dieser anscheinend lösen wollte. Später wurden am Rheinufer Hut, Schirm und Handtasche des Mädchens aufgefunden, so daß anzunehmen ist, daß das Mädchen den Tod im Rhein gesucht hat.
Kreis Schotten.
)—( Ruppertsburg, 10. April. Unser O b st- bauverein hielt dieser Tage seine diesjährige Hauptversammlung ab, die gut besucht war. Die Ortsgruppe, die zur Zeit 60 Mitglieder zählt, hat auch im letzten Jahre eifrig an der Förderung des Obstbaus gearbeitet. Eine neue große Baumspritze wurde angeschafft, die Winterspritzung im März 1933, sowie einige wohlgelungene Versuche mit der Sommerspritzung durchgeführt. Die Rechnungsablage ergab einen Kassenvorrat von 14 Mark. Zur
Behandlung stand das Thema „Düngung der Dfrfh bäume, insbesondere die Verwendung des Kalks im Obstbau". Den Schluß bildete eine Verlosung von 10 schönen Obstbäumchen, die aus der Kasse der Ortsgruppe gekauft waren.
Kreis Alsfeld.
—.— Homberg, 9. April. Nachdem am zweiten Ofterfeiertag die Vorstellung der diesjährigen Konfirmanden, 31 an der Zahl, erfolgt war, wurden sie am vergangenen Sonntag in Gegenwart der Eltern und Paten einaesegnet.
st. Kirtorf, 10. April. Dieser Tage fand hier in der Gastwirtschaft „Zur Krone" eine Bauern- versammlung statt, in der die bisher bestehende Dreschgenossenschaft aufgelöst und eine neue Dreschgenossenschaft gegründet wurde. Der Vorstand setzt sich aus folgenden Herren zusammen: 1. Vorsitzender Wilhelm Erb, 2. Vorsitzender Friedrich Liehr und Rechner Konrad Meß. In den Aufsichtsrat werden berufen: Konrad Eckstein, Wilhelm Kasper und Karl Gleiß- ner. Ein dreifaches Sieg-Heil beschloß die Versammlung.
Wirtschaft.
lleberwachungsstelle für$elfe undHäuie I
Nachdem auf Grund des Gesetzes über den Ver-
| Reichsanleihen bis etwa 0,13 v. H. leichter, Altbe- sitz 95,75, Neubesitz 23,10, späte Reichsschuldbuchforderungen 94,90 v. H., Stahlvereinsbonds gaben um 0,50 auf 72,50 v. H. nach. Umgetauschte Dollarbonds verloren 0,25 bis 0,50 v. H.
Im Verlaufe hielt die außergewöhnliche Geschäftsstille an allen Marktgebieten an und das Kursniveau bröckelte infolgedessen meist geringprozentig ab. IG. Farben unterlagen kleinen Schwankungen, waren aber kaum verändert. Etwas erhöht waren AG. für Verkehr mit plus 0,25. Von später notierten Werten büßten Deutsche Erdöl 3,25, Südd. Zucker 1,75 v. H., Ilse Genuß 1 v. H. ein, auch Schuckert gaben 0,75 v. H. ihres Anfangsgewinnes ab. Von Schiffahrtswerten gingen Hapag 0,25 v. Sy, Nordd. Lloyd 0,75 v. H. zurück. Am Kassamarkt waren Glanzstoff angeboten, andererseits Moenus Maschinen auf die Dividendenaufnahme gesucht und höher.
Am Rentenmarkt gaben Neubesitzanleihe später um 20 Pf, auf 22,90 v. Sy nach, Altbesitz blieben bei 95,75 Prozent behauptet. Gut gehalten, aber fast ohne Geschäft lagen Staats- und Stadtanleihen. Dagegen gaben am Pfandbriefmarkt Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen meist um 0,25 bis 0,50 v. Sy nach, während Liquidationspfand- briefe gut behauptet lagen und vereinzelt etwas an= zogen. Das Geschäft war aber auch hier sehr klein. Fremde Werte still. — Tagesgeld blieb zum Satz von 3,50 v. Sy unverändert.
* Mindestpreise für Speifezwiebeln. Für die Zeit vom 10. April bis 10. Mai hat der Reichsnährstand folgende Mindestpreise fürSpeife- zwiebeln festgesetzt: Für Zwiebeln, die- im Kalenderjahr 1933 geerntet sind, beträgt der Mindestpreis 6,25 Mark je 50 Kilogramm, für Zwiebeln^ die im Jahre 1934 geerntet sind, 11,50 Mark je 50 Kilogramm. Die Preise gelten ab Lager oder Verkaufsstand des Großhandels bei der Abgabe an den Kleinhandel. Wer diese Mindestpreise nicht einhält, kann mit einer Ordnungsstrafe bis zum Höchst - betrage von 10 000 Mark belegt werden.
Frankfurter Börse.
Aritlagsbörse sehr still.
Frankfurt am Main, 10. April. An der Börse dauern die Ermüdungserscheinungen an. Weder Bankenkundschaft, noch Spekulation waren stärker am Markte tätig. In Erwartung der Transfer-Verhandlungen, wo einstweilen der' deutliche Hinweis des Reichsbankpräsidenten auf die Notwendigkeit des Transfer-Aufschubs vorliegt, herrschte Zurückhaltung. Anregungen aus der Wirtschaft blieben angesichts der Geschäftsstille ohne Einfluß. Das Kursbild war zumeist das Produkt der geringen Zufallsaufträge und blieb uneinheitlich. Von Spezialbewegungen hielt die Festigkeit von Kunstseideaktien an, die noch durch die Gewinnabschlüsse der amerikanischen Glanzstoff-Gesellschaften gestützt wurde; Bemberg und Aku lagen je 1 d. Sy fester. Farbenindustrie waren bei kleinsten Umsätzen knapp gehalten bei 136,75 bis 136,50 ü. Sy Rütgers- werke und Metallgesellfchaft verloren je 1 v. Sy’, Th. Goldschmidt 0,13 v. Sy Montanwerte bröckelten weiter ab, so Stahlverein um 0,50 d. Sy, Rheinstahl um 0,75 v. Sy und Buderus Eisen um 1,25 v. Sy, nur Phönix lagen 0,50 v. Sy freundlicher. Gut gehalten waren Reichsbankanteile mit 150 v. H., auch Zellstoffwerte eher fester, Aschaffenburger weiter 0,25 v. Sy höher. Schiffahrtsaktien lagen kaum verändert. Am Elektromarkt verloren Siemens 1 v. Sy, Gesfürel 0,50 d. Sy, Licht & Kraft und Bekula je 0,90 v. Sy, AEG. blieben behauptet, Schuckert gewannen 1,40 v. Sy Im einzelnen eröffneten AG. für Verkehrswesen 0,25 d Sy, Deutschte Linoleum 0,25 v. H. und Cement Heidelberg 0,50 v. Sy schwächer.
Auch der Rentenmarkt lag ohne Bewegung.
Abendbörse behauptet.
An der Abendbörse herrschte wieder weitgehendste Geschäftsstille, sowohl Kundschaft als auch Kulisfe verharrten in Zurückhaltung. Die Grundstimmung war nicht unfreundlich, und auf Basis der ermäßigten Berliner Schlußkurse zeigte sich eher etwas Nachfrage. Im großen und ganzen blieben die Kurse behauptet. AEG., Farbenindustrie, Bemberg und Deutsche Erdöl lagen bis 0,50 v. H. höher, während Montanwerte überwiegend leicht abbröckelten. Daneben gingen Reichsbankanteile und Hapag um je 0,50 d. Sy zurück, etwas stärker gedrückt waren Holzmann mit minus 1,5 v. Sy und Accumulatoren mit minus 1,25 v. Sy Im Verlaufe blieb es sehr
Am Rentenmarkt lag Neubesitzanleihe bei Börsen-, beginn etwas leichter, später wurde sie jedoch wieder höher bewertet. Im übrigen blieben Reichsanleihen etwa behauptet, Schutzgebietsanleihen zogen geringfügig an. Von fremden Werten gaben 4pro- zentige Schweiz. Bundesbahn von 1912 um 1,50 v. H auf 141,50 d. Sy nach. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 22,63 bis 22,70, Altbesitzanleihe 95,63, Schutzgebietsanleihe von 1908 bis 1911 9,30, die von 1913 9,60, die von 1914 9,50, 6proz. Stahlverein-Bonds 71,65, DD-Bank 61,25, Reichsbank 150, Buderus 72, Gelsenkirchen 63,50, Harpener 92, Mannesmann 65, Phönix 49,75, Rheinstahl 92,25, Aku 64,25, AEG. 28,50, Bemberg 72,25, Deutsche Erdöl 112,75, Licht & Kraft 105, IG.-Farben 136,50, Gesfürel 96, Holzmann 71,50, Moenus Maschinen 70, Schuckert 100, Hapag 28,50, Nordd. Lloyd 32,75, Akkumulatoren 174,50.
Mainzer Schlachtviehmarkt.
Mainz, 10. April. Auftrieb: 34 Ochsen, 19 Bullen, 483 Kühe oder Färsen, 233 Kälber und 800 Schweine. Notiert wurde der Zentner Lebendgewicht in Reichsmark: Ochsen: al) 21 bis 32, b2) 28 bis 30, c) 24 bis 27; Bullen: c) 23 bis 27; Kühe: a) 25 bis 30, c) 18 bis 24,d) 12 bis 17; Färsen: a) 27 bis 35, b) 22 bis 26; Kälber: b) 40 bis 50, c) 30 bis 39, d) 18 bis 28; Schweine: b) 40 bis 45, c) 38 bis 45, d) 36 bis 43. — Marktverkauf: Großvieh lebhaft, geräumt; Kälber lebhaft, ausverkauft; Schweine ruhig, Ueberstand.
kehr mit industriellen Rohstoffen und Halbfabrikaten vom 22. März 1934 zunächst Unberwachungsstellen für Baumwolle, Wolle und Bastfasern, sowie für unedle Metalle, außer Eisen und Stahl, geschaffen wurden, hat der Reichswirtschaftsminister nunmehr auch eine solche Stelle für Felle und Häute der Zolltarifnummer 153 errichtet. Zweck dieser Stelle ist vor allem, die Versorgung der Lederindustrie mit Fellen und Häuten in einer wirtschaftlich möglichst günstigen Weise sicherzustellen. Zum Reichsbeauftragten ist Legationsrat Ernst Stein deck, Berlin, ernannt worden. Um den Aufbau der Stelle zu sichern, ist für die Zeit bis zur Aufnahme ihrer Tätigkeit der Einkauf von Fellen und Häuten im Ausland verboten worden, ebenso auch der Einkauf im Inland, wenn der Verkäufer Ausländer ist und die Waren erst nach d^r Verkündigung der Verordnung ins Inland verbracht worden find. Dieses Einkaufsverbot stellt nur eine vorübergehende Maßnahme dar, die auch zeitlich kurz befristet ist. Um jede unerwünschte Rückwirkung auf die Preisbildung im Inland zu verhindern, wird ferner eine Verordnung erlassen werden, die jede unberechtigte Preiserhöhung auf dem gesamten Gebiete der Leder- wirtschaft verbietet und unter Strafe stellt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren ungt|ui)rien Ziffern geben die Hohe der zuletzl beschloßenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 v H
Sranffun a. 2)1
Berlin
Schluß« hird
Schluß). Abend- börse
Schluß- turs
Schlußk. Mittag» börse
Oahim
9.4. |
10-4.
9-4.
10-4.
6% Deutsche RetchSanlethe v 1927
95
95
95
94,5
6% e^em.7% Dl. Reichsanl. v. 1929
99,9
99.9
99,9
100
5*/i% Doung-Anleihe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
93,13
93,25
93,25
93,13
ÄuSlos.-Rechten .........
95,9
23,2
• 95.65
22,7
95,7
23,25
95,7
22,7
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929
(rückzahlb. 102%)
93,25
93,25
93,9
93,5
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12 .....
5!4% Hess. LandeS-Hypothekeu- bank Darmstadt Liqut
92
91.5
92,25
—
91,5
—
—
_
Oberhessen Provinz-Anlethe mit
Auslos.-Rechten
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
93,5
94
—
—
leihe Serie » mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank
95,25
95
95,5
95,25
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
92,25
92
-
92,25
Goldpse 16 unkündbar bis 1936
92
92
—
—
Wi% ehem. 4-/,% Franks Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriese ...
91,9
91,65
_
_
V/i% ehem 4-/,% Rheinische
Hyp.-Bank-Ltau..Goldpse. 6% ehem. 8% Pr. Landespfand.
92,25
92-25
—
—
driefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand-
94
94
94,25
94,25
briefanstaN, Pfandbriefe R. 10
94
94
94
94
Eteuergutich. Verrechnungskurs
97,4
97,5
97,4
97,5
<% Oesterrelchtsche Gotdrenre...
22
21,75
22
_
4,20% Oesterreichtsche Silberrente
1,05
1,15
1,15
1,2
4% Ungarische Goldrente.....
8
8
8,05
7,9
8,1
7,85
4% Ungarische Staalsrente v. 1910 4*4% desgl. von 1913 .....
7,75
7,6
7,75
7,8
7,85
7,8
5% abgest. Goldmexikaner von 99
8,2
8
8,2
8,2
4% Türkische Zollan'leihe von 1911
6,65
6,65
6,75
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie I..................
6,7
6,7
—
—
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börsc
Schluß- kurs
Schlußk. Mittag- börie
Datum
9.4.
10.4.
9.4.
10.4.
4% desgl. Serie 11
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^,%Rumän.oereinh.Reniev.l913
4% Rumänische vereinh. Rente
2%% Anatolier ...........
Hamvurg-Amertka-Paker ..... 0
Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0
Hansa-Danipfschjff.......0
Norddeutscher Lloyd ......... 0
A-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
Commerz- und Prioat-Bank ... 0
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................ 0
Dresdner Bank....... n
Reichsbank ................ zz
A.E.G............. 0
Bekula.......... 0
o!^!5.,?>!^?6sgesellschaft... 6 lucht »md Kraft .... g
Felten & Guilleaume .. 0
Rheinische Elektrizität ....... 5
Schuckert & Co. «
Siemens« Halske. ..... 7
Lahmeve, L Lo......”2*2'10
Buder»» ............ 0
Deutsche Erdöl .........4
Gelsenkirchener........... 0
Harpener.......... ’ 0
Voesch Eisen—Köln^reue'sseu .. 0
Ise Bergbau ........ 8
Ilse Bergbau Genüsse........a
Klöckn erwecke ................
ManneSmana-Röbre» ........ 0
6,5
4,7
7,15
4,13
29,65
29
33,25 67,5
86,5
48
62,25
63,25
150
29
130
101,75
106
61
97
91,5
100
140
117
73,25
115,75
64,25
92,25
116,25
63,9
66
6,7
4,6
7-15
4,2
29,3
28,5
32,75
67,5
86,25
48
61,25
62
150
28,5
129,5
101,5
105
60,5
96
88,75
100
139
116,5
72
112,75
63,5
92
115,5
63,75
65
4,6
7,25
4,05
29,4
29,25
33,25
86,75
48
62,25
63,25
150,25
28,65
130
101,75
106
60,75
98
90
100,25
141
116,5
72,75
114,25
64,65
92,13
74,75
141
116
64,13
66
6,8
4,7
7,25
4,25
29,3
29
25,5
32,75
67
86,75
48
61,25
62
150,5
28,13
129,65
101,5
105,25
60,65
96
91,5
100,25 139
115,25
72
112,5
64
92
73,5
141
114,5
63
65
Frankiuri a. M
Berlin
Gchluß- kurs
Schlußl. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk Minag- börse
Dalum
9-4-
10.4.
9.4.
10-4.
Mansselder Bergbau.......
.. 0
—
—
74,75
73,5
Kokswerke ............
.. 0
—
—
96,5
95,75
Phonir Bergbau ..........
.. 0
50,5
49,75
51
50
Rheinische Braunkohlen ....
. 10
205
203,5
204
202
Rheinstahl .........
.. 0
93,5
92,25
93,65
92
Bereinigte Stahlwerke......
.. 0
43,25
42,75
43,25
41,9
Otavi Minen .......
.. 0
15
15
14,75
15
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
112
112
112,25
112
Kaliwerke Westeregeln......
-. 5
113,5
113,5
113
112
Kaliwerke Salzdetfurth.....
7%
146,5
146.5
147
146'75
3. (8. Farben-Jnoustrte.....
.. 7
137
136,5
136,65
136
Scheideanstalt.............
.. 9
182
181,5
Goldschmidt ..............
.. 0
61,4
60,5
61,13
60,25
Rütgerswerke .............
.. 0
57,75
55,5
57,75
55,5
Metclllgesellschaft...........
.. 0
80,5
Philipp Holzmann.........
.. 0
72,25
71,5
72,5
73
Zementwerk Heidelberg ....
.. 0
101,5
101
Lementwerk Karlstadr.......
.. 0
Schultheis Patzenhoser .....
.. 0
—
105
105
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
64
64,25
64,5
64,4
Bemberg ............
.. 0
72,5
72,25
73
71,5
Zellstoff Waldhof ..........
.. 0
52
52
52,4
51,25
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
43
42,5
43
43,25
Dessauer Gas .............
.. 7
—
—
121,5
120
Daiinler Motoren..........
.. 0
49,75
49,5
49,5
49,5
Deutsche Linoleum .........
.. 0
57
56,5
57
56,5
Orenstein & Koppel........
.. 0
—
67,75
66.5
Leonhard Tietz ...........
.. 0
21,25
21
21
20,5
Lhade ...................
..10
154,5
154,5
155
154,5
Aerumulatoren-Fabrik......
.. 0
177
174,5
177,5
175,75
Tonti-Gummt.............
.. 0
146,5
145,5
146,25
145-25
Gritzner..................
.. 0
98.5
28
Matnkraftwerke Höchst a.M-
:: 4
76,25
Süddeutscher Zucker .......
.. 8
168,25
169,5
168
Lvmbardztnsfuß 5 v. Sy
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Hl.
Banknoten.
9. April
10-Apr
Amtliche (Ve(b
.Notierung Brie
Amtliche Notierung
Geld
Brie
Helstngfm»..
Wien.......
5,709
5,721
5,709
5,721
47,20
47,30
47,20
47,30
Prag.......
Budaped ...
10,38
10,40
10,38
10,40
—
—
—
Sofia......
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
169,38
169,72
169,48
169,82
Oslo ......
64,98
65,12
64,98
57,74
65,12
Kopenhagen.
57,79
57,91
57,86
Stockholm..
66,68
66,82
66,13
66,77
London .....
12,945
12,975
12,935 0,632
12,965
Buenos Aires
0,632
0,636
0,636
Neuyork....
2,502
2,508
2,505
2,511
Brüssel.....
58,50
58,62
58,61
58,73
Italien.....
Paris ......
21,53
21,57
21,53
21,57
16,50
16,54
16,50
16,54
Schweiz ....
80,96
81,12
80,92
81,08
LVMiien....
34,21
34,27
34,24
34,30
Danzig.....
81,62
81,78
81,60
81,76
Japan ......
0,761
0,763
0,762
0,764
Rio de Ian. .
0,214
0,216
0,214
0,216
Jugoslawien.
5,664
5,676
5,664
5,676
Lissabon....
11,78
11,80
11,78
11,80
Berlin, 10.April
Geld
B?ief
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Noten...............
2,458
58,45
57,48
12,89
16,46
169,06
21,46
64,82
66,47
80,74
34,10
2,478
58,69
57,72
12,95
16,52
169,74
21,54
65,08
66,73
81,06
34,24
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, 1 1OO Schwing Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Nota» . ..... ........


