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BeL Erkaltung, Grippe und Epidemien wird durch das Zusammentreffen mit vielen Menschen in Bahnen, Büros, Schulen, Kinos usw. die Ansteckungs­gefahr erhöht. Man beugt vor durch

Förttiattiiti/

gefährden.

umzugestalten.

egen Preisstei - Machenschaften, die

Seit 33 Jahren Nobelpreis

Seit 33

formalen Rechte aus einem Voll- für die Zukunft unmöglich ge-

Für die Strafoerfolaungsbehörden erwächst dar­aus die unbedingte Pflicht, gegen Preisstei­gerungen und ähnliche Machenschaften, die durch Gesetz oder Verordnung unter Strafe gestellt sind, in enger Zusammenarbeit mit den Vermal-

Jahren gelangen alljährlich im Herbst der Nobel-Stiftung zur Verteilung. Die

Nutzung der streckungstitel macht.

B e r l i n, 9. Nov. (DNB.) Die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen ist im Ok­tober weiter, und zwar u m 13 800 auf 2 268 000 Arbeitslose zurückgegangen, obwohl um diese Jahreszeit erfahrungsgemäß Entlassun­gen aus den Außenberufen unver­meidlich sind.

Die Berufsgruppen Landwirtschaft, In­dustrie der Steine und Erden, das Bau­gewerbe und das Gast-und Schankwirt­schaftsgewerbe hatten eine Zunahme an Ar­beitslosen. Dieser saisonmäßiaen Verschlechterung in den Außenberufen von insgesamt 16 200 steht jedoch eine E n t l a st u n g in Höhe von 30 000 im Bergbau, in der Hütten- und Metall-

Weiter günstige Entwicklung des Arbeitsmarkts.

Aus dem Bericht der Arbeitslosenversicherung.

Oer Reichskommissar fürpreisüberwa chung beginnt seine Arbeit Wie Or. Gördeler seine Arbeit sieht.

industrie und in der Mehrzahl der Konsum­güterindustrie gegenüber. Es verstärkte sich bei den Arbeitsämtern der Zugang an nichtunter- stützten älteren Arbeitslosen, die jetzt hoffen, Arbeit und Brot zu erhalten. In derselben Richtung wirkt der Rückgang der beschäf­tigten Notstandsarbeiter.

Wie schon seit Monaten, so gelang es auch dies­mal, im Kampf gegen die großstädtischen und industriellen Sammelpunkte der Arbeitslosigkeit weitere Erfolge zu erzielen. So konnte die Zahl der Arbeitslosen in Berlin weiter um rund 10 400 gesenkt werden, ebenso wird über einen beginnenden Rückgang der Ar­beitslosigkeit in Hamburg berichtet.

Feier. i

Vereidigung der Leibstandatte.

München, 10. Nov. (DNB.-Funkspruch.) Um Mitternacht fand auf dem historischen Obeonplatz angesichts der Feldherrnhalle und jener Stätte, die das Blut der ersten Märtyrer der nationalsoziali­stischen Bewegung färbte, die Vereidigung der SS. - Leibstandarte Adolf Hitlers statt. Aus den Pfannen lodern mystisch rot die Opferfeuer. Die auf der Opferschale in der Feld­herrnhalle emporzüngelnden Flammen schufen herr­liche Reflexe. Vor der Feldherrnhalle waren zwei Ehrenstürme aufmarschiert. In der Halle selbst sah man viele der alten Kämpfer vom 9. November 1923 und fast alle führenden Männer der national­sozialistischen Bewegung.

Punkt 12 Uhr schreitet der Führer mit seiner Begleitung aus dem Hofe der Residenz auf den Platz, geleitet von dem Reichsführer der SS. Himmler. Das Niederländische Dankgebet er­klingt. Obergruppenführer Dietrich meldet die Leibstandarte. Dann spricht der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß die Eidesformel vor und Satz für Satz wird mit gestreckter Schwurhand nachgesprochen. Der Choral von Leuthen schließt den feierlichen Augenblick. Dann ergreift der Führer das Wort zu einer kurzen eindringlichen Ansprache, in der er Bedeutung und Ernst der Stunde klarmacht.

Der Führer schreitet dann die Glieder der For­mationen ab, noch ein kurzer Blick zurück und er verläßt den Platz. Das Licht der Opferschalen er- löscht, Kommandos schallen und dann rücken die Formationen in ihre Quartiere ab.

Totengedenkfeier im Adolf-Hitler-Haus Frankfurt.

Frankfurt a. M., 9. Nov. (GPA.) Auch im Adolf-Hitler-Haus in Frankfurt a. M. fand eine weihevolle Gedächtnisstunde statt. Der große Saal war symbolhaft ausgeschmückt, und andächtig stan­den die Mitarbeiter der Gauleitung Hessen-Nassau formationsweise um ihren Gauleiter angetreten, der in eindringlicher Weise über die Bedeutung des 9. November sprach und die gefallenen Blutzeugen als die ersten Apostel der nationalsozialistischen Bewegung und das un­zerstörbare Fundament des Reiches Adolf Hitlers kennzeichnete. Auch in Frankfurt habe in jenen Tagen schon eine Ortsgruppe der NSDAP, bestanden, deren wenige Mit­glieder unentwegt im felsenfesten Vertrauen auf den Sieg der nationalsozialistischen Idee dem Füh­rer die Treue hielten und den Kampf in zäher Entschlossenheit weiterführten. Mit einem Treue- gelöbnis zum Führer schloß der Gauleiter seine von Dankbarkeit, Verehrung und Zuversicht getragenen Ausführungen.

Der Bundesführer des NGOFB. on den Führer.

Berlin, 9. Nov. (DNB.) Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e hat dem Führer und Reichskanzler zum 9. November folgendes Telegramm gesandt:

M it meinen Frontkameraden gedenke ich in Erinnerung der gemeinsamen schweren Kämpfe um Deutschlands innere und äußere Befreiung der Opfer und Blutzeugen der nationalsozialistischen Beweaung vom 9. No­vember 1923 zu München. Sie sollen uns allen Vorbild und Beispiel für letzten Einsatz zur Erreichung bez hohen deutschen Ziele unseres Füh­rers fein.

Insgesamt wurden in den Jahren von 1901 bis 1933 160 Preise an 17 verschiedene Nationen ver­teilt. 39 Preisträger erhielten den Preis für Physik, 31 Preisträger den Preis für Chemie, je 33 Preis­träger den Preis für Medizin und den Preis für Literatur. DerFriedenspreis" wurde 29 Preis­trägern zuerkannt, darunter dem .Institut für Internationales Recht", demInternationalen Frie­densbureau" und demInternationalen Komitee des Roten Kreuzes". Zweimal kam derFriedenspreis" nach Deutschland, im Jahre 1926 an den Außen­minister Gustav Stresemann und im Jahre 1927 an den Berliner Professor Ludwig Quidde. Den größten Anteil der Preisträger überhaupt stellen mit 41 Personen öle Deutschen, Reichsdeutsche und Oesterreicher. In weitem Abstand folgen Eng­land mit 23, Frankreich mit 22, Amerika mit 15 und Schweden mit 12 Preisträgern. Achtmal fiel ein Preis nach Holland, siebenmal nach Dänemark, sechsmal in die Schweiz, je fünfmal nach Italien und Norwegen, je dreimal nach Rußland und Spa­nien und je zweimal nach Polen, Kanada und In­dien. , o

In diesen Tagen wurde der diesjährige Preis für Medizin und für Literatur in Stockholm verteilt. Die Wahl fiel auf die Amerikaner George M i n o t, William Murphy und George W i p p l e für Medizin, auf den Italiener Piranello für Lite­ratur. Die Nobelpreise für Chemie und Physik kamen noch nicht zur Verteilung. Für den Preis der Chemie werden der Züricher Professor Karrer sowie die Amerikaner Lewis und Urey und der Däne Sörrensen genannt. Für den Nobelpreis für Physik und für den Friedenspreis, die Mitte und Ende November ausgeteilt werden, sind Namen noch nicht gefallen.

Umgestaltung

des Vollstreckungsrechtes.

Schutz der Mieter gegen mitzbräuchliche Ausnutzung von Näumungstiteln.

Berlin, 9. Nov. (DNB.) Die Pressestelle des Reichs- und preußischen Justizministeriums teilt mit: Die Erörterungen über den Fall Köppen haben u. a. auch zu der Frage geführt, ob es in unserer heutigen Zeit noch erträglich fei, daß ein ©lau­biger einen formal zu Recht bestehenden V o li­st r e ck u n g s t i t e l, wie ihn hier der R ä u mungsver gleich bildet um ein Urteil han- beite es sich nicht noch volIstrecken barf, obwohl bei ber befonberen Notlage bes Schulbners unb ber Geringfügigkeit feiner Schulb bie Durchführung ber Voll­streckung gefunbem Volksernpfinben als grau- fame Ungerechtigkeit erscheint. Diese Frage berührt bie aus liberalistischer Zeit ftammenben ©runblagen unseres Vollstreckungssystems, bas auf bem Gebauten aufgebaut war, baß ber Gläubiger bie ihm gegen ben Schulbner gewahrten Rechte innerhalb ber starren gesetzlichen Grenzen o h n e lebe Möglichkeit ausgleichenben be» Hörblichen Eingreifens rücksichtslos gelte nb machen bürste. .

Daß dieser Grundsatz im nationalsozialistischen Staat zu beseitigen ist, bedarf keiner Ausfüh» rung. Die Gesetzgebung der letzten Jahre hat hier in ihren Dollstreckungsschutzvorschriften auch be­reits wesentliche Hilfe geschaffen. Insbe­sondere hat die Verordnung vom 26. Mai 1933 in Verbindung mit dem Gesetz vom 24. Oktober 1934 schon die Möglichkeit gegeben, den Schuldner gegen alle unbilligen Härten, die sich auf dem Gebiete ber Immobiliar - unb M o - biliarvollstreckung einschließlich ber P f ä n- dung von Forberungen ergeben können, zu schützen. Bei ber Räumung von Wohnun­gen erschienen bisher bie Mieterschutzgesetze unb bas bem Gericht gegebene Recht zur Bewilligung von Räumungsfristen als ausreichenbe Sicherung gegen unbillige Härten.

Der Fall Köppen zeigt aber, daß bei Räu­mungsvergleichen noch immer Fälle entstehen können, in denen eine unkontrolliert in bie Hände des Gläubigers gelegte Vollstreckung zu groben Unbilligkeiten führt. Um diele Lücke zu

Geiste ber Volksgemeinschaft bezeichnet werben, wenn einzelne gewissenlose Per- onen durch k ü n st l i ch herbeigeführte Warenknappheit, durch Preissteige­rungen und ähnliche Machenschaften ihren eiaenen Vorteil über das allgemeine SBolfs- wohl stellen und das Werk des Führers dadurch

schließen, legt ber Reichsminister ber Justiz der Reichsregierung heute einen Gesetzentwurf vor, wo­nach bas Gericht Zw angsvollstreckungs- maßnahmen aufheben, untersagen ober zeitweilig aussetzen kann, wenn das Vorgehen des Gläubigers gegen ben Schulb­ner nach gesundem Volksempfinden eine unbil­lige und ungerechte Härte für den Schuld­ner bedeutet. Damit wird jede mißbräuchliche Aus-

wenn die kaufende Bevölkerung Disziplin be­wahre und die Angstpsychose aufgebe, dann würden die übertriebenen Preisstei­gerungen schon von selbst verschwin- d en. Sei dies nicht der Fall, dann würden alle unberechtigten Preissteigerungen ebenso unbarmherzig beseitigt werden, wie der sozial bescheidene und richtig berechnete Preis gegen Angriff geschützte werde. Auch der verantwor­tungsbewußte Kaufmann könne an der Beseiti­gung der Angstpsychose Mitarbeiten, indem er jede offenbar erkennbare Ueberdeckung des Be­darfs ablehne.

Ueber feine Pläne führte Dr. Gördeler bann u. a. aus: Ich werde mich zunächst auf dem Ge­biete einiger wichtiger Nahrungsmittel und des Bekleidungsbedarfs ber Bevölkerung betätigen. Hier scheint mir bie im Augenblick hän­gendste Veranlassung vorzuliegen. Ich werde ver­bieten, daß neue Preisfestsetzungen irgendwelcher Art ohne meine Genehmigung erfolgen Das gilt insbesondere für Mindestpreise. Entschieden zuwenden will ich mich ben Preis- binbungen. Jch.bin von jeher ihr offen erklärter Gegner gewesen. Ja; habe alle neuen Preisbinbun- gen von meiner Zustimmung abhängig gemacht, gleichzeitig habe ich eine A n m e l b e p f l i ch t ein- geführt für alle biejenigen Preisbinbungen, bie seit bem 1. 6. 1933 neu oorgenommen sinb. Viele bieser Binbungen werden dem vernünftigen freien Wett­bewerb ber tüchtigen Kräfte untereinanber Platz machen. Dr. Görbeier erklärte abschließenb, baß bie Preisüberwachung eine Angelegenheit von höchster nationaler Bebeutung fei, ba von einem tragbaren Gleichgewicht z w i s ch en Löhnen unb Preisen nicht nur ber ruhige Gang ber Wirt­schaft, fonbern auch bie Aufrechterhaltung eines ge­ordneten Staatshaushalts und einer festen Wäh­rung abhänge.

Scharfes Vorgehen gegen Preistreiberei

Anordnung des Reichsjustizminisicrs.

Berlin, 9.Nov. (DNB.) Der Reichsmini- st er ber Justiz hat an bie ©trafoerfolgungs- behörben folgenben Erlaß zur Bekämpfung ber Preistreiberei gerichtet:

Auch in biesem Jahre hat ber Führer bas beut- sche Volk zum Kampf gegen junger unb Kälte aufgerufen. In einer solchen Zeit, in ber alle Volksgenossen Opfer bringen sollen, unb in ber gerade die werktätige

wenn notroenbig, zu sterben, aber nie gewillt, zu kapitulieren. , v

Zu einem weihevollen Abschluß bes Trauertages der nationalsozialistischen Bewegung gestaltete sich der feierliche Zapfen st reich am Ehrenbenkmal für bie Berliner Gefallenen am Fehrbelliner Platz, zu bem bie Teilnehmer ber Totengebenkseler im Sportpalast in geschlossenem 3"^ aufmarschlerten Rings um bas Mal werben Fackeln angezunbet, unb Formation auf Formatton Fahne auf Fahne rückt an. Der Chef des Stabes Lutze trit mit Obergruppenführer von Äagow an das Mal und erweist den gefallenen Helden der nationalsoziali- stiicken Beweaung eine stumme Ehrenbezeugung. Lann l-nk-n ich 9bi« ^?n-n D°r Musikzug ,pi°It ben Zavienstreich. Zehntausende Menschen harren in schweigender Ergriffenheit. Das Deutschlandlied und du- ^rst.W°,!-l-L>-d bilden den Ausklnng der

tungsbehörben unverzüglich unb mit allem Nachbruck einzuschreiten unb Strafen zu beantragen, bie ber befonberen Gemein- schäblichkeit berartiger Verfehlungen Rechnung tragen. Soweit irgend angängig, ist von bem be- schleuniaten Verfahren bes § 212 STPO. Gebrauch zu machen. Eine Einstellung auf Grund des § 153 ber Strafprozeßorbnung wirb grundsätzlich abzu- lehnen sein."

Die AS-Hago im Kamps gegen unberechügte Preissteigerungen.

Berlin, 9. Nov. (DNB.) Die oberste Leitung ber PO., Hauptamt ber NS. - Hago , gibt bekannt, baß in Versammlungen für bie Mitglieber der NS.-Hago unb ber Reichsbetriebsgemeinschaf­ten 17 unb 18 in ber Deutschen Arbeitsfront bie Mitglieber über ben Sinn unb bie Durchführung der Aktion gegen unberechtigte Preissteigerungen unterrichtet werden sollen.

Ferner werden durch besondere Beauftragte Er­hebungen in den Geschäften angestellt werden, bie lebiglich als Materialsammlungen zu werten sinb. Mit der Anstellung dieser Erhebungen sind nur politische Leiter beauftragt worden, die mit einem besonderen Ausweis ver­sehen sind. Die Erhebungen dürfen nicht zu Ein- Äin die Preisgestaltung benutzt werden. Alle enossen aus Handwerk und Handel werden um Unterstützung gebeten. Von allen Parteigenossen aus Handwerk und Handel wird erwartet, daß sie aus eigener Initiative aus ihrem Ge­schäft ben guftänbigen Ortsgruppen-Amtsleitungen ber NS.-Hago Material über unberechtigte Preis- fteigerungen zur weiteren Verwenbung zustellen.

Aus aller Wett.

Matuschka und der(Seift Seo*.

Im Matuschka-Prozeß in Budapest be­antragte ber Verteibiger bes Angeklagten bie Ver­nehmung von 11 Zeugen, barunter ber Tochter des Angeklagten. Nach den Aussagen dieser Zeugen soll in einem Budapester Caföhaus ein Hypnoti - eur namens Leo erklärt haben, er könne Matuschka hypnotisieren unb ihn zur Sprengung von Häusern bewegen. Bei ber Verlesung verschie­dener Polizeiberichte und Untersuchungsprotokolle machte Matuschka neue Angaben. Er sei mit einem ZauberkünstlerLeo" 30 bis 40 mal in Budapest zusammengetroffen.Seo" sei verheiratet und 55 Jahre alt; er sei einreligiöser Mensch". Nach den Protokollen soll MatuschkaLeo" einmal so ver­prügelt haben, daß dieser ins Krankenhaus gebracht werben mußte. Die Derteidigungsver-suche des An- geklagten, der immer wieder die gleichen Erklärun­gen abgab, werden schließlich mit der Feststellung unterbrochen, daß seine Aussagen erlogen seien. Das Verhör des Angeklagten ist im wesentlichen abgeschlossen worden. Da Matuschka geständig ist, spielen die dem Gerichtshof oorgelegten drei bis vier Meter langen Schienenstücke, Eisenröhren unb Sprengmaterialien als Beweismaterial feine weitere Rolle. Im letzten Verhör verhielt sich Ma­tuschka völlig teilnahmslos unb bekundete nur In­teresse, wenn das Verhör auf denGeist Leo" zu- rückkam. So gab er an, daß auch Trotzki eine Ver­körperung besGeistes Leo" fei. Aus bie Frage des Präsidenten, aus welchem Grunde er die An­schläge immer an seinem Namens- ober Hochzeits­tag begangen habe, antwortete Matuschka lakonisch, das sei ein Wunder.

Japanischer Frachtdampfer in Flammen. Die gesamte Besatzung verloren?

Auf dem japanischen FrachtdampferRaman Maru" ber Gesellschaft Chosen-Yusenkaisha ist wäh- renb eines Sturmes auf ber Höhe ber Insel Sabo im Japanischen Meer Feuer ausgebrochen. Auf bie ausgesanbten 808-Rufe begaben sich bie in ber Nähe bes Unglücksortes liegenben Schiffe auf bie Suche zur Rettung bes gefährdeten Dampfers. Sie mußten jedoch ihre Nachforschungen als erfolglos aufgeben. Die einzige Hoffnung besteht noch darin, daß bas Schiff in bie Gegenb von Wladiwostok abgetrieben worben ist. Die Besatzung, bie 42 Mann betrug, hat bas brennenbe Schiff in ben Rettungs­booten verlassen. Man glaubt, baß alle 42 Mann in bem immer noch wütenben Sturm umgekom­men sinb.

Wettervoraussage.

Der im Kanalgebiet üegenbe kräftige Tiefdruck­wirbel hat Lage unb Stärke wenig geänbert, seinen Einfluß aber jetzt auch auf ^mfer Gebiet aus­gedehnt. Die Nieberschlagstätigkeit wird sich im Laufe bes Samstag noch verstärken unb auch am Sonntag noch fortsetzen. In Gebirgslagen kann mit beginncnber Abkühlung gerechnet werben.

Aussichten für Sonntag: Wolkig bis bedeckt, weitere Nieberschläge (auch im Gebirge meist Regen), Temperaturen wenig geänbert, meist südliche unb östliche Winbe.

Hauptschriftletter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. X. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'jche Unioersitäts Buch- und Steindruckerei

R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf» mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Berlin, 9. Nov. (DNB.) Der Reichskommissar für Preisüberwachung Dr. Gördeler erklärte der Presse u. a., daß die Preise und die Löhne für bie Sicherstellung des Erfolges ber von ber Reichsregierung eingeleiteten umfaffenben öffent­lichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ein ent- scheidendes Gewicht hätten. Es müsse daher alles geschehen, um sie zu halten. Dies sei aus ber Lohnseite durch bie Deutsche Arbeitsfront mit aller Hingabe unb bester Disziplin gescheh en. Leiber könne ein Gleiches von ber Preisse11e nicht gesagt werden. In den letzten Monaten habe die Preissteigerung auf vielen Gebieten einen Umfang angenommen, der für die große Masse der Bevölkerung unerträglich sei. Während gegen eine Preissteigerung auf dem Gebiete des Luxus­bedarfs nichts einzuwenden fei, könne bei Gegen­ständen des täglichen' Bedarfs das freie Spiel der Kräfte zu untragbaren Belastungen führen.

Angesichts der Verarmung bes deutschen Volkes infolge des Diktats von Versailles und der in einer Reihe von Wirtschaftsgebieten sehr niedri­gen Löhne bestehe für eine kraftvolle und ein­sichtige Staatsführung die Notwendigkeit, das Spiel der Kräfte in geordneten Gren­zen zu halten. Aus diesem Grunde fordert der Preiskommissar von jedem Betriebsführer, Handwerker und Kaufmann auf dem Gebiete der Preisgestaltung ein ähnliches Opfer, wie es der Arbeiter durch das Sichabfinden mit seiner heutigen Lohnhöhe bringen muß. Dieses Opfer sei um so mehr zu verlangen, als sich die wichtigsten preisbildenden Faktoren nicht erhöht haben. Die Löhne sind nicht gestiegen, die Zinsen sind nicht gestiegen. Die Steuern sind nicht gestiegen, im Gegenteil, durch gewisse Wahnahmen erleichtert.

Die Betriebskosten sind nicht gestiegen.

Die Entwicklung unserer handelspolitischen Lage macht die Nachprüfung erforderlich, ob hier etwa unausweichliche Erhöhungen ber Rohstoff- preise vorliegen. Erhöht sinb ferner gewisse E r nährungskosten aus Gründen, bie bie Reichs- regierung in aller Offenheit unb mit vorbedachtem Ziel bem beutschen Volk vor Augen geführt hat. Nach ben im beutschen Vaterlanbe vorhanbenen Fertig- unb Halbfabrikaten unb Rohstoffen aller Art ist zu irgenbwelchen Beunruhigungen in ber Richtung, baß bie Deckung bes täglichen Bedarfs gesährbet sein könnte, keine Veranlassung. Es wirb alles getan, um unsere Lage burch Wiederbelebung bes Warenaustausches unb burch Stärkung ber Er­zeugung heimischer Rohstoffe zu sichern.

in alle Welt hinaus. Europa steht babei an ber Spitze, Amerika ist erst in letzter Zeit mehr in ben Vordergrund getreten. Einzelne Preise fielen auch nach Afrika unb Asien, nicht aber nach Sübamerika unb nach Australien.

Im Jahre 1901, bem ersten Jahre ber Verteilung ber Preise, bie jeweils für ben Frieben, für bie Literatur unb für Physik, Chemie unb Medizin ausgesetzt sinb, gelangten gleich drei Preise nach Deutschlanb. Der Physiker Prof. W. K. Röntgen (München) erhielt ben Nobel­preis bieser Disziplinin Anerkennung bes außer- orbentlichen Verbienstes, bas er sich burch bie Ent- beckung ber befonberen Strahlen erworben hat, bie nach ihm genannt worben sinb". Der Berliner Professor I. H. van f H o f i bekam ben Nobel- preis für Chemie, unb Professor E. v o n Beh­ring (Marburg) ben ersten Nobelpreis für Medi- zin. DerFriedenspreis^ ging bamals zu Teilen an Henri Dunant, ben Begrünber besRoten Kreuzes", unb an ben Stifter ber ersten französi­schen Friebensvereinigung, Fröböric P a f f y, beibe in Paris.

Im übrigen zeigt ber Fall Köppen deutlich, daßlBevölkerung ihre Opferbereitschaft am beut­bas Reichsjustizministerium mit ber Absicht, den lichsten beweist, muß es als bie schwerste Ver - noch heute bestehenben P a r t e i b e t r i e b imsünbigung am C * " " :XA

Vollstreckungsoerfahren grundsätzlich zu

beseitigen unb bie Leitung ber Vollstreckung einheitlich in bie Hanb bes Dollstreckungs- gerichtes zu legen, auf bem richtigen Wege ist. Der Reichsminister ber Justiz wirb ber Reichs­regierung beschleunigt einen Vorschlag unterbrei­ten, bas Vollstreckungsoerfahren in biesem Sinne

bie Preise ... ~

Stiftung grünbet sich auf bas Testament bes Schweben Nobel vom 27. November 1895 unb besaß ursprünglich ein Vermögen von 31,5 Millionen Schwebenkronen. In bem Testament be­stimmte Alfreb Nobel:Es ist mein ausbrücklichster Wunsch, baß bei ber Preisverteilung keine Rücksicht auf Die Zugehörigkeit zu irgenbeiner Nation ge­nommen wirb, so baß ber Würbigste ben Preis erhält, ob er nun ein Skanbinavier ist ober nicht". So gingen benn bie Preise alljährlich