BeL Erkaltung, Grippe und Epidemien wird durch das Zusammentreffen mit vielen Menschen in Bahnen, Büros, Schulen, Kinos usw. die Ansteckungsgefahr erhöht. Man beugt vor durch
Förttiattiiti/
gefährden.
umzugestalten.
egen Preisstei - Machenschaften, die
Seit 33 Jahren Nobelpreis
Seit 33
formalen Rechte aus einem Voll- für die Zukunft unmöglich ge-
Für die Strafoerfolaungsbehörden erwächst daraus die unbedingte Pflicht, gegen Preissteigerungen und ähnliche Machenschaften, die durch Gesetz oder Verordnung unter Strafe gestellt sind, in enger Zusammenarbeit mit den Vermal-
Jahren gelangen alljährlich im Herbst der Nobel-Stiftung zur Verteilung. Die
Nutzung der streckungstitel macht.
B e r l i n, 9. Nov. (DNB.) Die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen ist im Oktober weiter, und zwar u m 13 800 auf 2 268 000 Arbeitslose zurückgegangen, obwohl um diese Jahreszeit erfahrungsgemäß Entlassungen aus den Außenberufen unvermeidlich sind.
Die Berufsgruppen Landwirtschaft, Industrie der Steine und Erden, das Baugewerbe und das Gast-und Schankwirtschaftsgewerbe hatten eine Zunahme an Arbeitslosen. Dieser saisonmäßiaen Verschlechterung in den Außenberufen von insgesamt 16 200 steht jedoch eine E n t l a st u n g in Höhe von 30 000 im Bergbau, in der Hütten- und Metall-
Weiter günstige Entwicklung des Arbeitsmarkts.
Aus dem Bericht der Arbeitslosenversicherung.
Oer Reichskommissar fürpreisüberwa chung beginnt seine Arbeit Wie Or. Gördeler seine Arbeit sieht.
industrie und in der Mehrzahl der Konsumgüterindustrie gegenüber. Es verstärkte sich bei den Arbeitsämtern der Zugang an nichtunter- stützten älteren Arbeitslosen, die jetzt hoffen, Arbeit und Brot zu erhalten. In derselben Richtung wirkt der Rückgang der beschäftigten Notstandsarbeiter.
Wie schon seit Monaten, so gelang es auch diesmal, im Kampf gegen die großstädtischen und industriellen Sammelpunkte der Arbeitslosigkeit weitere Erfolge zu erzielen. So konnte die Zahl der Arbeitslosen in Berlin weiter um rund 10 400 gesenkt werden, ebenso wird über einen beginnenden Rückgang der Arbeitslosigkeit in Hamburg berichtet.
Feier. i
Vereidigung der Leibstandatte.
München, 10. Nov. (DNB.-Funkspruch.) Um Mitternacht fand auf dem historischen Obeonplatz angesichts der Feldherrnhalle und jener Stätte, die das Blut der ersten Märtyrer der nationalsozialistischen Bewegung färbte, die Vereidigung der SS. - Leibstandarte Adolf Hitlers statt. Aus den Pfannen lodern mystisch rot die Opferfeuer. Die auf der Opferschale in der Feldherrnhalle emporzüngelnden Flammen schufen herrliche Reflexe. Vor der Feldherrnhalle waren zwei Ehrenstürme aufmarschiert. In der Halle selbst sah man viele der alten Kämpfer vom 9. November 1923 und fast alle führenden Männer der nationalsozialistischen Bewegung.
Punkt 12 Uhr schreitet der Führer mit seiner Begleitung aus dem Hofe der Residenz auf den Platz, geleitet von dem Reichsführer der SS. Himmler. Das Niederländische Dankgebet erklingt. Obergruppenführer Dietrich meldet die Leibstandarte. Dann spricht der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß die Eidesformel vor und Satz für Satz wird mit gestreckter Schwurhand nachgesprochen. Der Choral von Leuthen schließt den feierlichen Augenblick. Dann ergreift der Führer das Wort zu einer kurzen eindringlichen Ansprache, in der er Bedeutung und Ernst der Stunde klarmacht.
Der Führer schreitet dann die Glieder der Formationen ab, noch ein kurzer Blick zurück und er verläßt den Platz. Das Licht der Opferschalen er- löscht, Kommandos schallen und dann rücken die Formationen in ihre Quartiere ab.
Totengedenkfeier im Adolf-Hitler-Haus Frankfurt.
Frankfurt a. M., 9. Nov. (GPA.) Auch im Adolf-Hitler-Haus in Frankfurt a. M. fand eine weihevolle Gedächtnisstunde statt. Der große Saal war symbolhaft ausgeschmückt, und andächtig standen die Mitarbeiter der Gauleitung Hessen-Nassau formationsweise um ihren Gauleiter angetreten, der in eindringlicher Weise über die Bedeutung des 9. November sprach und die gefallenen Blutzeugen als die ersten Apostel der nationalsozialistischen Bewegung und das unzerstörbare Fundament des Reiches Adolf Hitlers kennzeichnete. Auch in Frankfurt habe in jenen Tagen schon eine Ortsgruppe der NSDAP, bestanden, deren wenige Mitglieder unentwegt im felsenfesten Vertrauen auf den Sieg der nationalsozialistischen Idee dem Führer die Treue hielten und den Kampf in zäher Entschlossenheit weiterführten. Mit einem Treue- gelöbnis zum Führer schloß der Gauleiter seine von Dankbarkeit, Verehrung und Zuversicht getragenen Ausführungen.
Der Bundesführer des NGOFB. on den Führer.
Berlin, 9. Nov. (DNB.) Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e hat dem Führer und Reichskanzler zum 9. November folgendes Telegramm gesandt:
„M it meinen Frontkameraden gedenke ich in Erinnerung der gemeinsamen schweren Kämpfe um Deutschlands innere und äußere Befreiung der Opfer und Blutzeugen der nationalsozialistischen Beweaung vom 9. November 1923 zu München. Sie sollen uns allen Vorbild und Beispiel für letzten Einsatz zur Erreichung bez hohen deutschen Ziele unseres Führers fein.
Insgesamt wurden in den Jahren von 1901 bis 1933 160 Preise an 17 verschiedene Nationen verteilt. 39 Preisträger erhielten den Preis für Physik, 31 Preisträger den Preis für Chemie, je 33 Preisträger den Preis für Medizin und den Preis für Literatur. Der „Friedenspreis" wurde 29 Preisträgern zuerkannt, darunter dem .Institut für Internationales Recht", dem „Internationalen Friedensbureau" und dem „Internationalen Komitee des Roten Kreuzes". Zweimal kam der „Friedenspreis" nach Deutschland, im Jahre 1926 an den Außenminister Gustav Stresemann und im Jahre 1927 an den Berliner Professor Ludwig Quidde. Den größten Anteil der Preisträger überhaupt stellen mit 41 Personen öle Deutschen, Reichsdeutsche und Oesterreicher. In weitem Abstand folgen England mit 23, Frankreich mit 22, Amerika mit 15 und Schweden mit 12 Preisträgern. Achtmal fiel ein Preis nach Holland, siebenmal nach Dänemark, sechsmal in die Schweiz, je fünfmal nach Italien und Norwegen, je dreimal nach Rußland und Spanien und je zweimal nach Polen, Kanada und Indien. , o
In diesen Tagen wurde der diesjährige Preis für Medizin und für Literatur in Stockholm verteilt. Die Wahl fiel auf die Amerikaner George M i n o t, William Murphy und George W i p p l e für Medizin, auf den Italiener Piranello für Literatur. Die Nobelpreise für Chemie und Physik kamen noch nicht zur Verteilung. Für den Preis der Chemie werden der Züricher Professor Karrer sowie die Amerikaner Lewis und Urey und der Däne Sörrensen genannt. Für den Nobelpreis für Physik und für den Friedenspreis, die Mitte und Ende November ausgeteilt werden, sind Namen noch nicht gefallen.
Umgestaltung
des Vollstreckungsrechtes.
Schutz der Mieter gegen mitzbräuchliche Ausnutzung von Näumungstiteln.
Berlin, 9. Nov. (DNB.) Die Pressestelle des Reichs- und preußischen Justizministeriums teilt mit: Die Erörterungen über den Fall Köppen haben u. a. auch zu der Frage geführt, ob es in unserer heutigen Zeit noch erträglich fei, daß ein ©laubiger einen formal zu Recht bestehenden V o list r e ck u n g s t i t e l, wie ihn hier der R ä u • mungsver gleich bildet — um ein Urteil han- beite es sich nicht — noch volIstrecken barf, obwohl bei ber befonberen Notlage bes Schulbners unb ber Geringfügigkeit feiner Schulb bie Durchführung ber Vollstreckung gefunbem Volksernpfinben als grau- fame Ungerechtigkeit erscheint. Diese Frage berührt bie aus liberalistischer Zeit ftammenben ©runblagen unseres Vollstreckungssystems, bas auf bem Gebauten aufgebaut war, baß ber Gläubiger bie ihm gegen ben Schulbner gewahrten Rechte innerhalb ber starren gesetzlichen Grenzen o h n e lebe Möglichkeit ausgleichenben be» Hörblichen Eingreifens rücksichtslos gelte nb machen bürste. .
Daß dieser Grundsatz im nationalsozialistischen Staat zu beseitigen ist, bedarf keiner Ausfüh» rung. Die Gesetzgebung der letzten Jahre hat hier in ihren Dollstreckungsschutzvorschriften auch bereits wesentliche Hilfe geschaffen. Insbesondere hat die Verordnung vom 26. Mai 1933 in Verbindung mit dem Gesetz vom 24. Oktober 1934 schon die Möglichkeit gegeben, den Schuldner gegen alle unbilligen Härten, die sich auf dem Gebiete ber Immobiliar - unb M o - biliarvollstreckung einschließlich ber P f ä n- dung von Forberungen ergeben können, zu schützen. Bei ber Räumung von Wohnungen erschienen bisher bie Mieterschutzgesetze unb bas bem Gericht gegebene Recht zur Bewilligung von Räumungsfristen als ausreichenbe Sicherung gegen unbillige Härten.
Der Fall Köppen zeigt aber, daß bei Räumungsvergleichen noch immer Fälle entstehen können, in denen eine unkontrolliert in bie Hände des Gläubigers gelegte Vollstreckung zu groben Unbilligkeiten führt. Um diele Lücke zu
Geiste ber Volksgemeinschaft bezeichnet werben, wenn einzelne gewissenlose Per- onen durch k ü n st l i ch herbeigeführte Warenknappheit, durch Preissteigerungen und ähnliche Machenschaften ihren eiaenen Vorteil über das allgemeine SBolfs- wohl stellen und das Werk des Führers dadurch
schließen, legt ber Reichsminister ber Justiz der Reichsregierung heute einen Gesetzentwurf vor, wonach bas Gericht Zw angsvollstreckungs- maßnahmen aufheben, untersagen ober zeitweilig aussetzen kann, wenn das Vorgehen des Gläubigers gegen ben Schulbner nach gesundem Volksempfinden eine unbillige und ungerechte Härte für den Schuldner bedeutet. Damit wird jede mißbräuchliche Aus-
wenn die kaufende Bevölkerung Disziplin bewahre und die Angstpsychose aufgebe, dann würden die übertriebenen Preissteigerungen schon von selbst verschwin- d en. Sei dies nicht der Fall, dann würden alle unberechtigten Preissteigerungen ebenso unbarmherzig beseitigt werden, wie der sozial bescheidene und richtig berechnete Preis gegen Angriff geschützte werde. Auch der verantwortungsbewußte Kaufmann könne an der Beseitigung der Angstpsychose Mitarbeiten, indem er jede offenbar erkennbare Ueberdeckung des Bedarfs ablehne.
Ueber feine Pläne führte Dr. Gördeler bann u. a. aus: Ich werde mich zunächst auf dem Gebiete einiger wichtiger Nahrungsmittel und des Bekleidungsbedarfs ber Bevölkerung betätigen. Hier scheint mir bie im Augenblick hängendste Veranlassung vorzuliegen. Ich werde verbieten, daß neue Preisfestsetzungen irgendwelcher Art ohne meine Genehmigung erfolgen Das gilt insbesondere für Mindestpreise. Entschieden zuwenden will ich mich ben Preis- binbungen. Jch.bin von jeher ihr offen erklärter Gegner gewesen. Ja; habe alle neuen Preisbinbun- gen von meiner Zustimmung abhängig gemacht, gleichzeitig habe ich eine A n m e l b e p f l i ch t ein- geführt für alle biejenigen Preisbinbungen, bie seit bem 1. 6. 1933 neu oorgenommen sinb. Viele bieser Binbungen werden dem vernünftigen freien Wettbewerb ber tüchtigen Kräfte untereinanber Platz machen. Dr. Görbeier erklärte abschließenb, baß bie Preisüberwachung eine Angelegenheit von höchster nationaler Bebeutung fei, ba von einem tragbaren Gleichgewicht z w i s ch en Löhnen unb Preisen nicht nur ber ruhige Gang ber Wirtschaft, fonbern auch bie Aufrechterhaltung eines geordneten Staatshaushalts und einer festen Währung abhänge.
Scharfes Vorgehen gegen Preistreiberei
Anordnung des Reichsjustizminisicrs.
Berlin, 9.Nov. (DNB.) Der Reichsmini- st er ber Justiz hat an bie ©trafoerfolgungs- behörben folgenben Erlaß zur Bekämpfung ber Preistreiberei gerichtet:
Auch in biesem Jahre hat ber Führer bas beut- sche Volk zum Kampf gegen junger unb Kälte aufgerufen. In einer solchen Zeit, in ber alle Volksgenossen Opfer bringen sollen, unb in ber gerade die werktätige
wenn notroenbig, zu sterben, aber nie gewillt, zu kapitulieren. , v
Zu einem weihevollen Abschluß bes Trauertages der nationalsozialistischen Bewegung gestaltete sich der feierliche Zapfen st reich am Ehrenbenkmal für bie Berliner Gefallenen am Fehrbelliner Platz, zu bem bie Teilnehmer ber Totengebenkseler im Sportpalast in geschlossenem 3"^ aufmarschlerten Rings um bas Mal werben Fackeln angezunbet, unb Formation auf Formatton Fahne auf Fahne rückt an. Der Chef des Stabes Lutze trit mit Obergruppenführer von Äagow an das Mal und erweist den gefallenen Helden der nationalsoziali- stiicken Beweaung eine stumme Ehrenbezeugung. Lann l-nk-n ich 9bi« ^?n-n D°r Musikzug ,pi°It ben Zavienstreich. Zehntausende Menschen harren in schweigender Ergriffenheit. Das Deutschlandlied und du- ^rst.W°,!-l-L>-d bilden den Ausklnng der
tungsbehörben unverzüglich unb mit allem Nachbruck einzuschreiten unb Strafen zu beantragen, bie ber befonberen Gemein- schäblichkeit berartiger Verfehlungen Rechnung tragen. Soweit irgend angängig, ist von bem be- schleuniaten Verfahren bes § 212 STPO. Gebrauch zu machen. Eine Einstellung auf Grund des § 153 ber Strafprozeßorbnung wirb grundsätzlich abzu- lehnen sein."
Die AS-Hago im Kamps gegen unberechügte Preissteigerungen.
Berlin, 9. Nov. (DNB.) Die oberste Leitung ber PO., Hauptamt ber NS. - Hago , gibt bekannt, baß in Versammlungen für bie Mitglieber der NS.-Hago unb ber Reichsbetriebsgemeinschaften 17 unb 18 in ber Deutschen Arbeitsfront bie Mitglieber über ben Sinn unb bie Durchführung der Aktion gegen unberechtigte Preissteigerungen unterrichtet werden sollen.
Ferner werden durch besondere Beauftragte Erhebungen in den Geschäften angestellt werden, bie lebiglich als Materialsammlungen zu werten sinb. Mit der Anstellung dieser Erhebungen sind nur politische Leiter beauftragt worden, die mit einem besonderen Ausweis versehen sind. Die Erhebungen dürfen nicht zu Ein- Äin die Preisgestaltung benutzt werden. Alle enossen aus Handwerk und Handel werden um Unterstützung gebeten. Von allen Parteigenossen aus Handwerk und Handel wird erwartet, daß sie aus eigener Initiative aus ihrem Geschäft ben guftänbigen Ortsgruppen-Amtsleitungen ber NS.-Hago Material über unberechtigte Preis- fteigerungen zur weiteren Verwenbung zustellen.
Aus aller Wett.
Matuschka und der „(Seift Seo*.
Im Matuschka-Prozeß in Budapest beantragte ber Verteibiger bes Angeklagten bie Vernehmung von 11 Zeugen, barunter ber Tochter des Angeklagten. Nach den Aussagen dieser Zeugen soll in einem Budapester Caföhaus ein Hypnoti - eur namens Leo erklärt haben, er könne Matuschka hypnotisieren unb ihn zur Sprengung von Häusern bewegen. Bei ber Verlesung verschiedener Polizeiberichte und Untersuchungsprotokolle machte Matuschka neue Angaben. Er sei mit einem Zauberkünstler „Leo" 30 bis 40 mal in Budapest zusammengetroffen. „Seo" sei verheiratet und 55 Jahre alt; er sei ein „religiöser Mensch". Nach den Protokollen soll Matuschka „Leo" einmal so verprügelt haben, daß dieser ins Krankenhaus gebracht werben mußte. Die Derteidigungsver-suche des An- geklagten, der immer wieder die gleichen Erklärungen abgab, werden schließlich mit der Feststellung unterbrochen, daß seine Aussagen erlogen seien. Das Verhör des Angeklagten ist im wesentlichen abgeschlossen worden. Da Matuschka geständig ist, spielen die dem Gerichtshof oorgelegten drei bis vier Meter langen Schienenstücke, Eisenröhren unb Sprengmaterialien als Beweismaterial feine weitere Rolle. Im letzten Verhör verhielt sich Matuschka völlig teilnahmslos unb bekundete nur Interesse, wenn das Verhör auf den „Geist Leo" zu- rückkam. So gab er an, daß auch Trotzki eine Verkörperung bes „Geistes Leo" fei. Aus bie Frage des Präsidenten, aus welchem Grunde er die Anschläge immer an seinem Namens- ober Hochzeitstag begangen habe, antwortete Matuschka lakonisch, das sei ein Wunder.
Japanischer Frachtdampfer in Flammen. — Die gesamte Besatzung verloren?
Auf dem japanischen Frachtdampfer „Raman Maru" ber Gesellschaft Chosen-Yusenkaisha ist wäh- renb eines Sturmes auf ber Höhe ber Insel Sabo im Japanischen Meer Feuer ausgebrochen. Auf bie ausgesanbten 808-Rufe begaben sich bie in ber Nähe bes Unglücksortes liegenben Schiffe auf bie Suche zur Rettung bes gefährdeten Dampfers. Sie mußten jedoch ihre Nachforschungen als erfolglos aufgeben. Die einzige Hoffnung besteht noch darin, daß bas Schiff in bie Gegenb von Wladiwostok abgetrieben worben ist. Die Besatzung, bie 42 Mann betrug, hat bas brennenbe Schiff in ben Rettungsbooten verlassen. Man glaubt, baß alle 42 Mann in bem immer noch wütenben Sturm umgekommen sinb.
Wettervoraussage.
Der im Kanalgebiet üegenbe kräftige Tiefdruckwirbel hat Lage unb Stärke wenig geänbert, seinen Einfluß aber jetzt auch auf ^mfer Gebiet ausgedehnt. Die Nieberschlagstätigkeit wird sich im Laufe bes Samstag noch verstärken unb auch am Sonntag noch fortsetzen. In Gebirgslagen kann mit beginncnber Abkühlung gerechnet werben.
Aussichten für Sonntag: Wolkig bis bedeckt, weitere Nieberschläge (auch im Gebirge meist Regen), Temperaturen wenig geänbert, meist südliche unb östliche Winbe.
Hauptschriftletter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. X. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'jche Unioersitäts Buch- und Steindruckerei
R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf» mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Berlin, 9. Nov. (DNB.) Der Reichskommissar für Preisüberwachung Dr. Gördeler erklärte der Presse u. a., daß die Preise und die Löhne für bie Sicherstellung des Erfolges ber von ber Reichsregierung eingeleiteten umfaffenben öffentlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ein ent- scheidendes Gewicht hätten. Es müsse daher alles geschehen, um sie zu halten. Dies sei aus ber Lohnseite durch bie Deutsche Arbeitsfront mit aller Hingabe unb bester Disziplin gescheh en. Leiber könne ein Gleiches von ber Preisse11e nicht gesagt werden. In den letzten Monaten habe die Preissteigerung auf vielen Gebieten einen Umfang angenommen, der für die große Masse der Bevölkerung unerträglich sei. Während gegen eine Preissteigerung auf dem Gebiete des Luxusbedarfs nichts einzuwenden fei, könne bei Gegenständen des täglichen' Bedarfs das freie Spiel der Kräfte zu untragbaren Belastungen führen.
Angesichts der Verarmung bes deutschen Volkes infolge des Diktats von Versailles und der in einer Reihe von Wirtschaftsgebieten sehr niedrigen Löhne bestehe für eine kraftvolle und einsichtige Staatsführung die Notwendigkeit, das Spiel der Kräfte in geordneten Grenzen zu halten. Aus diesem Grunde fordert der Preiskommissar von jedem Betriebsführer, Handwerker und Kaufmann auf dem Gebiete der Preisgestaltung ein ähnliches Opfer, wie es der Arbeiter durch das Sichabfinden mit seiner heutigen Lohnhöhe bringen muß. Dieses Opfer sei um so mehr zu verlangen, als sich die wichtigsten preisbildenden Faktoren nicht erhöht haben. Die Löhne sind nicht gestiegen, die Zinsen sind nicht gestiegen. Die Steuern sind nicht gestiegen, im Gegenteil, durch gewisse Wahnahmen erleichtert.
Die Betriebskosten sind nicht gestiegen.
Die Entwicklung unserer handelspolitischen Lage macht die Nachprüfung erforderlich, ob hier etwa unausweichliche Erhöhungen ber Rohstoff- preise vorliegen. Erhöht sinb ferner gewisse E r • nährungskosten aus Gründen, bie bie Reichs- regierung in aller Offenheit unb mit vorbedachtem Ziel bem beutschen Volk vor Augen geführt hat. Nach ben im beutschen Vaterlanbe vorhanbenen Fertig- unb Halbfabrikaten unb Rohstoffen aller Art ist zu irgenbwelchen Beunruhigungen in ber Richtung, baß bie Deckung bes täglichen Bedarfs gesährbet sein könnte, keine Veranlassung. Es wirb alles getan, um unsere Lage burch Wiederbelebung bes Warenaustausches unb burch Stärkung ber Erzeugung heimischer Rohstoffe zu sichern.
in alle Welt hinaus. Europa steht babei an ber Spitze, Amerika ist erst in letzter Zeit mehr in ben Vordergrund getreten. Einzelne Preise fielen auch nach Afrika unb Asien, nicht aber nach Sübamerika unb nach Australien.
Im Jahre 1901, bem ersten Jahre ber Verteilung ber Preise, bie jeweils für ben Frieben, für bie Literatur unb für Physik, Chemie unb Medizin ausgesetzt sinb, gelangten gleich drei Preise nach Deutschlanb. Der Physiker Prof. W. K. Röntgen (München) erhielt ben Nobelpreis bieser Disziplin „in Anerkennung bes außer- orbentlichen Verbienstes, bas er sich burch bie Ent- beckung ber befonberen Strahlen erworben hat, bie nach ihm genannt worben sinb". Der Berliner Professor I. H. van f H o f i bekam ben Nobel- preis für Chemie, unb Professor E. v o n Behring (Marburg) ben ersten Nobelpreis für Medi- zin. Der „Friedenspreis^ ging bamals zu Teilen an Henri Dunant, ben Begrünber bes „Roten Kreuzes", unb an ben Stifter ber ersten französischen Friebensvereinigung, Fröböric P a f f y, beibe in Paris.
Im übrigen zeigt ber Fall Köppen deutlich, daßlBevölkerung ihre Opferbereitschaft am beutbas Reichsjustizministerium mit ber Absicht, den lichsten beweist, muß es als bie schwerste Ver - noch heute bestehenben P a r t e i b e t r i e b imsünbigung am C * " " :“XA
Vollstreckungsoerfahren grundsätzlich zu —■
beseitigen unb bie Leitung ber Vollstreckung einheitlich in bie Hanb bes Dollstreckungs- gerichtes zu legen, auf bem richtigen Wege ist. Der Reichsminister ber Justiz wirb ber Reichsregierung beschleunigt einen Vorschlag unterbreiten, bas Vollstreckungsoerfahren in biesem Sinne
bie Preise ... ~
Stiftung grünbet sich auf bas Testament bes Schweben Nobel vom 27. November 1895 unb besaß ursprünglich ein Vermögen von 31,5 Millionen Schwebenkronen. In bem Testament bestimmte Alfreb Nobel: „Es ist mein ausbrücklichster Wunsch, baß bei ber Preisverteilung keine Rücksicht auf Die Zugehörigkeit zu irgenbeiner Nation genommen wirb, so baß ber Würbigste ben Preis erhält, ob er nun ein Skanbinavier ist ober nicht". So gingen benn bie Preise alljährlich


