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aus Mangel an Mitteln nicht erfüllen konnten, harren in diesem Jahre ihrer Lösung. Der Pflichtenkreis, in den wir eingespannt sind, ist deshalb nicht kleiner, sondern eher noch größer geworden. Komme niemand mit dem billigen Einwand, es werde zu viel gesammelt, und schließlich und endlich über­stiegen die Anforderungen, die wir an das Volk stellten, die letzte Kraft und den besten Willen. Richt diejenigen, die seit 1918 in un­ermüdlichem Idealismus für die Auferstehung des Reiches Opfer und Opfer brachten, an Gut und Blut nicht sparten und sich selbst, wenn nötig, hinzugeben bereit waren, sind es, denen die Pflichten zu schwer werden. Denn wir Rationalsozialislen sind nicht nur groh im Fordern, sondern auch im Bringen von Opfern. Dir verlangen von niemandem zu tun, was wir selb st nicht zu tun bereit wären. Mit Recht aber müssen wir erwarten, dah die Gesamtheit des Volkes uns Gefolgschaft leistet, wenn wir den Aermsten der Armen helfend zur Seite treten und ihnen durch die Tat beweisen, dah der Begriff der Volks­gemeinschaft keine leere Redensart ist.

Gewiß ist durch viele Sammlungen der Opfersinn aller Volksgenossen auf eine harte Probe gestellt worden. Irgendwoher aber muß ja auch die Regie­rung ihr Geld nehmen, da auch sie nicht zaubern kann. Aber stehen denn den gebrachten Opfern nicht wahrhaft grandiose Lei st ungen gegenüber? Gewiß hat das deutsche Volk viel und manchmal zu viel geben müssen: aber konnte es dafür nicht auch das erhebende Gefühl haben, daß mit seiner Hilfe die schlimm st e N o t beseitigt wurde und wenigstens einen Winter lang kein Volksgenosse dem Hunger und der Kälte schutzlos preisgegeben war?

Auch wir können nur das geben, was wir emp­fangen. Auf Wunder zu warten ist Sache der Toren. Für Männer aber geziemt es sich, anzufassen und zu handeln und damit Wunder zu vollbringen. Wir

jedenfalls haben nicht die Absicht, uns durch das Geunke unsozialer Besserwisser in unseren Ziel­setzungen irgendwie beirren zu lassen. Wir gehen nicht vom Volke weg. Das Volk soll wissen, daß wir bei ihm stehen und seine Sache zu der unseren machen. Allerdings hat das Volk auch dann das Recht, von uns zu verlangen, daß jedes gebrachte Opfer ihm allein zugute kommt. Es sei deshalb auch diesmal wiederum betont, daß die Regierung entschlossen ist, wo auch immer sich nur ein kor- r u p t i d e r Ansatz zeigen sollte, und sei er aus Fahrlässigkeit entstanden, mit harten und dra­konischen Strafen zuzugreifen.

Die Regierung wird weiterhin die großen und tragenden psychologischen Stützen des vergangenen Winterhilfswerkes auch für die kommenden Monate aufrechterhalten. Im Ei n t o p f g e r i ch t an einem Sonntag jeden Monats soll die Nation sich vom Er­sten bis zum Letzten zusammenschließen in einer gro- hen und edlen Solidaritätskundgebung für die Ar­men des Volkes. Der ideelle Wert dieser Demonstra­tion überftifft dabei bei weitem noch den materiel­len. Jeden Monat einmal wollen wir alle, Führer, Minister, Reichsleiter und Gauleiter, Generäle, Of­fiziere und Soldaten, Großindustrielle und Bergar­beiter, Handelskönige und Angestellte mit den Aerm­sten des Volkes ein Essen essen um dabei zu lernen, wie gering und nichttig der Wert des Magendienstes dem Wert des Dienstes an der Nation gegenüber ist. Die Regierung selbst wird angesichts der Not des Volkes wie im Vorjahre mit einem Mindest­maß an Repräsentation auskommen. Sie will den Armen nicht das aufreizende Schauspiel des vergangenen Regimes bieten, ihre Minister bei Ga­stereien und Völlereien zu sehen, während das Volk hungert. Wenn wir als Nation keinen Ueberfluß haben, so wollen wir das, was wir besitzen, ehrlich so verteilen, daß jeder wenigstens etwas hat.

In diesem Sinne wird das Winterhilfswerk 1934/35 vom selben Geiste des Idealismus und der Opferbereitschaft erfüllt sein, wie im vergangenen Jahre. Wiederum sind alle aufgerufen, dabei mitzuhelfen und niemand darf fehlen unter uns. Dem Volke wollen wir Vorbild sein und der Welt ein Beispiel geben. Die Parole lautet wie vor einem Jahre:Keiner darf hungern und frieren."

Deutschland fordert von Allen Opfer und Arbeit für die Volksgemeinschaft.

Die Ansprache des Führers.

Meine deutsche Volksgenossen und Genossinnen!

Inmitten einer d e r schwer st en Wirt­schaf t s t r i s en hat der Nationalsozialismus die politische Macht übernommen. Sollte der Eintritt einer Katastrophe von kaum ausdenkbarem Um­fange vermieden werden, mußten die Abwehrmaß­nahmen augenblicklich einsetzen. Es waren schnellste Entschlüsse zu treffen und auszuführen. Den Kampf, den wir nach der Regierungsüber­nahme gegen d i e Arbeitslosigkeit aus­genommen haben, haben wir entschlossen ein Jahr lang durchgeführt. Er ist Ihnen be­kannt. Von Monat' zu Monat steigerten sich die Erfolge. Allein trotz der Gewißheit, dieser größten Gefahr Herr zu werden, erlaubte das allgemeine Ringen nicht, sich ausschließlich mit dieser Lösung für die Zukunft zufrieden zu geben. Die Versiche­rung, das deutsche Volk wieder in Arbeit und Brot zu bringen, kann für viele eine Hoffnung sein, für manche aber ist ihre zukünf­tige Verwirklichung kein Trost für den A u g e n b l i ck, der in feinem Elend und Unglück nach sofortiger Hilfe schreit.

So haben wir deshalb ganz unabhängig von unserem Kampf der Rettung der einzelnen deutschen Berufs- und Lebensstände durch die Arbeitsbeschaffung den Entschluß gefaßt, zur Ueberwindung der drückendsten Rot und ihrer Sorgen eine besondere Hilfsaktion größten Umfanges ins Leben zu rufen. Das vom Parteigenossen Dr. Goebbels or­ganisierte Winterhilfswerk ist eine der monumental st en Leistungen des national- sozlalistischen Regiments.

Die Absicht war, durch einen eindringlichen Appell an die Hilfsbereitschaft der deutschen Volks­genossen, die das Glück vor dem Aergsten bewahrt hat, allen zu helfen, die dem Schlimm- ften ausgeliefert sind. Denn, wenn schon in normalen Zeiten ein Teil der Not unverschuldet sein wird, so ist durch die grausamen Verhältnisse der letzten Jahre diese Not Millionen von Deut­sch en als Verhängnis zugestoßen, für das sie höchstens durch ihre frühere mangelnde Ein­sicht in politischen Dingen und Notwendigkeiten indirekt, keinesfalls aber wirtschaftlich direkt verantwortlich gemacht werden können. Die Aerm­sten wurden die Leidtragenden eines politischen Wahnsinns, der unser Volk auch wirtschaftlich am meisten geschlagen hat.

Besonders tragisch wird diese Rot, weil sie sich nicht mehr auf einzelne Menschen, sondern a u f ganze große und geschlossene Sied­lungsgebiete erstreckt. Was uns Deutschen seit einem Jahrhundert nur mehr in Be­richten aus fremden Ländern gemeldet wurde, erlebten wir nun in der eigenen Hei­mat. Ganze Teile des Reiches sind hunger und Elend ausgel'efert, ohne daß im Augen- blick eine wirtschaftliche wirkliche Abwehr ge­funden werden konnte!

Wie groß dieses Elend ist, wissen viele Deutsche auch heute nicht. Und leider sind es besonders die Mitglieder unserer gutsituierten Gesellschaftsschichten, die kaum je einen Einblick erhalten in die Armut und in die Entbehrungen, von denen unzählige un­serer Volksgenossen heimgesucht sind.

Seit der Friedensvertrag von Versailles auf un­serem Volke lastet, hat aber das trostlose Elend bei zahlreichen Menschen endlich der Verzweif­lung Platz gemacht. Und hier haben wir einen Maßstab, der uns die Größe dieses Jammers in erschreckenden Ziffern beweist. Auf rund 20 000 beläuft sich die Zahl derjenigen, die jährlich in ihrer letzten Verzagtheit keinen anderen Ausweg aus dem Elend dieses irdischen Jammertales gefunden haben, als den durch Selbstmord. Die unverantwort­lichen Literaten dieses Zeitalters waren niederträch­tig genug, dies alsFreitod" zu bezeichnen. Wie viele aber würden wohl von diesen 20 000 Jahr für Jahr aus freiem Willen gestorben sein, wenn sie nicht die bitter st e Not dazu gezwungen hätte? Es sind keine leichten Entschlüsse, die die Men­schen den Tod wählen lassen. Unsere oberen 10 000 haben wohl keine blasse Vorstellung davon, wieviel

Trauer und Jammer notwendig sind, um in einer Mutter den Entschluß zu wecken und dann zur Aus­führung reifen zu lassen, sich selbst und den Kindern das weitere Leben auf dieser trostlosen Well zu er­sparen!

Und das alles aber sind Volksgenossen, und wahrhaftiger Gott nicht die schlechtesten. Denn wer wollte sich wundern, wenn sie, ehe der Entschluß zu dieser bittersten Entscheidung kam, den leichteren Weg zum Verbrechen gewählt hätten?

Rein, die Ration hat eine Pflicht, so weit es irgend menschenmöglich ist, diesem Elend ent­gegenzutreten. Sie hat die Pflicht, durch gemein­same Opfer den unglücklichsten Opfern unserer Rot zu helfen. Die Ration hat dabei zu wissen, daß es sich hier um Volksgenossen handelt, die ebenso ein Teil unseres Ganzen sind, wie die­jenigen, die das Glück besser gebettet hat.

Jahrelang hat man besonders in unseren bürger­lichen Kreisen das Dichterwort von demEinigen Volk von Brüdern" zu einer faulen Phrase her­untergewürdigt. Denn nicht durch Vereinsreden kann diese Einigkeit bewiesen werden, sondern sie muß erhärtet werden durch die Tat. Die primitivste Tat aber zur Verwirklichung dieser brüderlichen Einigkeit besteht darin, daß man den Brüdern und Volksgenossen hilft, die selbst nicht mehr in der Lage sind, ihrer Not Herr zu werden. So wie es im einzelnen selbstverständlich ist, daß Kinder ihren alten und nicht mehr arbeitsfähigen Eltern zu helfen haben, so muß die Nation im Gesam­ten denen beistehen, die aus eigener Kraft einfach nicht mehr in der Lage sind, sich dem Schicksal der Vernichtung zu entziehen. Und hier haben besonders die oberen Zehntausend und die breiten bessergestellten Massen eines Volkes eine hohe Verpflichtung.

Und ich möchte daher an dieser Stelle es sehr offen aussprechen, daß das Winterhilfswerk gerade mit denen rechnet, die leichter als das breite Volk selbst in der Lage sind, ein Opfer zu bringen. Und ich sage hier ausdrücklich Opfer", denn ich finde es wenig rühmlich, wenn ein vermögender und in hohem Einkom­men stehender Wann daselbe gibt, wie ein sich selbst kaum das tägliche Brot in genügendem Umfang Verdienender. Ich halte im Gegenteil dafür, dah jeder einzelne in seinem Rahmen aber auch wirklich ein Opfer bringt, das ihm selbst als Opfer fühlbar wird.

Ich spreche die starke Hoffnung aus, daß sich in diesem Jahre das nicht mehr wiederholt, was wir im vergangenen in einer Reihe von Städten fest­stellen konnten, daß nämlich ärmere Viertel mehr an Opfer mobilisierten, als die wirtschaftlich besser gelagerten. Ich bin dafür, daß wir in solchen Fällen in Zukunft diese beschämende Tatsache der Nation ganz offen zum Bewußtsein bringen. Ich glaube, daß gerade diejenigen, die im wirtschaftlichen Leben erfolgreich stehen, in jeder Sekunde daran denken sollen, daß nurdurch die Arbeit und Opfer der Gesamtheit auch ihr eigener E m - porstieg ermöglicht wurde. Denn die deutsche Arbeitsschlacht wird nicht geschlagen durch einzelne und ihren Einsatz, sondern durch die mobili­sierte Kraft der gesamten deutschen Nation, und vor allem aber auch durch b i e f i- nanziellen Opfer des ganzen deut­schen Volkes. Jeder Industrielle, dessen Fabrik heute läuft und morgen laufen wird, mag daran denken, daß es nicht allein seine Fähigkeit ist, die dieses Wunder zustande gebracht hat, sondern viel mehr noch die Willenskonzentration, die die natio­nalsozialistische Bewegung im deutschen Volk hervor­gerufen hat, und die materiellen Mittel, die die ganze deutsche Nation diesem Willensausdruck zur Verfügung stellt!

Es hat daher besonders der Reichtum nicht nur höhere Genuhmöglichkeit, sondern vor allem aber auch höhere Pflichten. Die Auf­fassung, dah die Verwendung eines Vermögens in jedem Umfange nur Privatangelegenheit des einzelnen fei, muh im nationalsozialistischen Staat um so mehr eine Korrektur erfahren, als ohne die Mitwirkung der Gesamtheit kein ein­zelner sich eines solchen Vorzuges heute erfreuen

könnte. Wenn ich mich an diese mittleren und besfergestelllen Kreise besonders wende, dann geschieht es, weil ich von den breiten 2U a f f e n unseres Volkes in Stadl und Land die Opferroilligfeif an fich genü­gend kenne und weih, dah sie, die fo oft unter dem Fluch der Arbeitslosigkeit und des wirtschaftlichen Elends schon selbst gelitten haben, das herzlichste Verständnis aufbringen für ihre auch heute noch unglücklicheren Volks­genossen.

Ich glaube aber, daß es habet notwendig ist, noch besonders auf dieses hinzuweisen: Wir haben heute auch in Deutschland ein weit ausgebautes Versicherungswesen. Gegen Brand und Wasserschäden, gegen Diebstahl und Einbruch, gegen Hagelschlag uno Dürre, gegen Krankheiten und Tod versichern sich die Menschen und geben dafür Milliardenbeträge aus. Wehe dem Volk aber, das vergißt, daß d a s h ö ch st e G u t, das es versichern sollte, feine politische Vernunft ist. Jene politische Vernunft, die in der Volksgemein­schaft ihren gesunden Ausdruck findet. Das deut­sche Volk kann heute glücklich sein, daß es zu dieser Vernunft sich wieder zurückgefunden hat. Es muß aber jeder wissen, w i e ungeheuer der Nut­zen für alle ist, der aus dieser gesunden politi­schen Entwicklung kam. Vielleicht gefällt es Ihnen, meine Volksgenossen, nur einen Augenblick von Deutschland wegzugehen und die Zustände in ande­ren Ländern zu überprüfen. Unruhen, Bür­gerkrieg, soziale Kämpfe, wirtschaft­liche Krisen lösen einander ab. Die Fackel des Aufruhrs wird überall landauf und landab ge­tragen. Streik und Aussperrungen zer­stören Milliarden an Volkswerten, und dabei ist das Elend überall fast ein gleich großes. Dies alles haben wir in Deutschland überwunden. Aber nicht etwa, weil ein paar Wirtschaftler ihre Fabriken in Gang brachten, sondern weil die durch den Nationalsozialismus geschaffene Volksgemein­schaft diesen politischen und wirtschaftlichen Wahn­sinn beseitigte und damit erst den Fabriken Auf­träge, den Arbeitern und Unternehmern einen Ver­dienst sicherte und zukommen ließ.

Wenn Sie die Schäden abwägen, die der politische Wahnsinn aber einem Volk materiell zufügen kann und auf die Dauer zufügen muh, und die er insbesondere der deutschen Wirt­schaft Jahrzehnte lang zugefügt hat, dann wer­den Sie erst den Ruhen ermessen, der aus der nationalsozialistischen deutschen Volksgemein­schaft für alle erwächst und schon erwachsen ist. Und dann werden die Opfer wahrlich klein er­scheinen, die wir heute namens dieser Volks­gemeinschaft von Ihnen fordern.

Denn ich muß Ihnen hier wiederholen, was ich im vergangenen Jahre aussprach: An irgend etwas muß das Volk glauben können. Nehmen Sie ihm den Glauben an die internationale Solidarität, dann müssen Sie ihm dafür aber den Glauben an d i e nationale bringen. Zerstören Sie das Vertrauen in die nationale Volks­gemeinschaft, dann werden die Menschen nach einer anderen Gemeinschaft suchen und damit am Ende wieder denen zum Opfer fallen, die als inter­nationale Parasiten und Destrukteure nur darauf lauern, das Gefüge der Völker aufzulösen, um die Welt in allgemeines Chaos zu verwandeln. Der Sinn einer solchen Volksgemeinschaft aber kann nur der sein, durch eine gemeinsame Führung des Lebenskampfes in Freud und Leid, an Nutzen und Opfern hie Erhal­tung aller zu garantieren!

Unser Winterhilfswerk wirb gerahe in hiefetn Jahr ein Prüfstein sein hafür, ob unb inwieweit sich her Gebanke biefer Volksgemeinschaft in Deutsch- lanb weiter geläutert, erhärtet unb burchgesetzt hat.

Unb bann erst, wenn jeher einzelne Deutsche huret) eigene unb wenn notroenbig, schwere Opfer zur Erhaltung biefer Volks­gemeinschaft beigetragen hat, wirb er wieher, ohne vor sich selbst erröten zu müssen, von einemeinigen Volk von Brübern" reben bürfen. Ansonsten aber ist hies nur Lüge unb Heuchelei. Ich appelliere daher an Sie, beutsche Männer unb

Frauen in den Stäbten und auf hem Lande, und ich appelliere vor allem an dich, deutsche Jugend, daß Sie alle in klarer Erkenntnis der Aufgaben, die uns gestellt find, unter Berücksichtigung der großen Not, in der sich viele unserer Volksgenossen noch immer befinden, durch eine unerhörte Opfer- Willigkeit im Geben und im Arbeiten für bas Winterhilfswerk mithelfen am Kampf gegen biefe Not unb bas Elenb in unserem Volke.

Möge jeher einzelne Deutsche sich habet vor Augen führen, baß es gerahe vielleicht sein Opfer ist bas nur einen kleinen Abzug an seinem Leben bebeutet, bas einem anberen Deutschen als Volks­genossen m i t h i l s t, bas Leben zu erhalten. Ich appeliere weiter an Ihren Stolz in herseiben Zeit, ha eine teusliche internationale Boykott-Clique Deutschland b. H. bas beutsche Volk, wirtschaftlich vernichten zu können glaubt, vor aller Welt b i e unzertrennliche Verbundenheit nu­feres Volkes burch ein einziges Beispiel gegen­seitiger Hilfeleistung zu hofumentieren. Wenn her Haß biefer jübisch - internationalen Boykotthetzer gegen Deutschlanb ein fanatischer ist, bann muß bie Liebe jebes Einzelnen zu seinem Volk noch taufenbmal ftärfer sein. Diese unsere Feinbe hoffen nun zum zweiten Male, baß bas beutsche Volk unter her Not biefe© Winters doch zusammenbrechen werde, und wir werden ihnen beweisen, dah der deutsche Wille und das deutsche Herz der Not dieses Winters noch weit mehr Herr werden als im vergangenen. In dieser selbstsicheren starken Ueberzeugung eröffne i ch das Winterhilfswerk 1934/35 und bitte Sie, mit her Arbeit zu beginnen.

Wir alle wollen helfen!

Das Gelöbnis des Volkes.

Den Dank der Versammlung stattete her Reichs­leiter der NS.-Volkswohlfahrt, Hilgenfeld, mit dem Gelöbnis ab, nach den Worten des Führers zu handeln. Wir werden uns alle wie im Vorjahr mit derselben Leidenschaft und heißen Liebe für Volk unb Nation einfetzen. Ich aber glaube, mein Führer, baß bie Worte, bie Sie gerichtet haben an bie Volksteile, bie in her Lage sinh, uns zu Helfen burch Spenhen unb burch Gaben, nicht u n g e Hort verhallen werben. Sie haben, mein Füh­rer, in uns allen ben Gebauten her Volks­gemeinschaft geweckt. Sie haben in uns ge­weckt bie Liebe zum Volk unb zur Nation, unb so forbere ich alle, bie hier anroefenb finb, bie Ver­treter aller Voltsteile unb Schichten finb, auf, biefe Liebe zum Ausbruck zu bringen, inbem wir rufen: Das beutsche Volk unb sein Führer Abolf Hitler Sieg Heil! Das Horst-Westel-Lieb beschloß bie Kuubgebuug.

4,6 Millionen Reichsmark der Ertrag des ersten Taoes.

Berlin, 9. Ott. (DNB.) Nachdem bas Winter­hilfswerk durch die Rede des Führers am Dienstag, mittag eröffnet worden ist, wurden von der In« dustrie allein an Barfpendeu

4,621 Millionen Reichsmark

gezeichnet. Es zeichneten

Reichsoerband her Automobilinbustrie 504 668 RM.

500 000

600 000

250 000

600 000

100 000

100 000

darunter: Daimler-Benz AG. Bosch-Konzern Auto-Union Adam Opel AG. Bayer. Motorenwerke Adlerwerke

IG.-Farbenindustrie

Deutsche Reichsbahngesellschaft (Spen­den des Personals)

Reemtsma Zigarettenfabrik

Haus Neuerburg, Zigarettenfabrik

Reemtsma, Zigarettenfabrik

Siemens-Konzern

C. & A. Brenninkmeyer

Dieses Ergebnis ist um so bemerkenswerter, als im Vorjahre der erste Zeichnungstag nur bie Summe von 2 Millionen Reichsmark

100 000 RM.

100 000

50 000

50 000

50 000

25 000

1000 000

ergab.

Das Attentat auf König Alexander und Darchau.

Die Schöffe von Marseille.

In furchtbaren Wehen vollzieht sich bie Zerstörung bes politischen Lebens in Europa burch den Ver­sailler Vertrag. Der König von Jugosla­wien, der soeben den Fuß auf französischen Boden setzte, um mit den führenden Staatsmännern Frank­reichs die weitere Gestaltung der bestehenden Be- Ziehungen zu beraten, wurde das Opfer eines Attentates, das der ganzen Welt erneut be­weisen wird, in welch chaotischem Zustand sich die Alte Welt befindet. Die von den verschieden­artigsten politischen Strömungen aufgewühlten Lei­denschaften haben zur Vernichtung eines Menschen­lebens geführt, das, ausgestattet mit der Autorität einer Herrscherkrone, dem Aufbau unb her Neu­gestaltung eines ßanhes geroibmet war. Mit König Alexander ist ein Staatsmann von For- m a t dahingegangen, dessen Horizont weit über die Grenzen seines Königreiches reichten, ein Mann, her ben Friehen unb bie Orbnung liebte unb zu organisieren bestrebt war. Er ist einem verabscheuungswürdigen Verbrechen erlegen.

Neben ihm ist in dem französischen Außenminister B a r t h o u ein Mann durch den Tod ereilt worden, der sicherlich kein Freund Deutschlands gewesen ist. Aber alle Gegnerschaft schweigt angesichts dieses tra­gischen Geschicks, das einen Schlußstrich unter das Leben eines Mannes setzt, dessen ganze Arbeit einzig und allein dem Wohle seines Vaterlandes gegolten hat. Das deutsche Volk empfindet angesichts des ruchlosen Verbrechens aufrichtiges Bedauern und herzliche Teilnahme mit den Franzosen, die mit Barthou einen großen Patrioten verloren haben.

Die Teilnahme des Führers.

Betteidsdepcschen an Königin Maria und den Präsidenten Lebrun.

Berlin, 9. Okt. (DNB.) Unmittelbar nach Empfang der Nachricht von dem fluchwürdigen An­schlag in Marseille entsandte der Führer und Reichskanzler den Chef der Präsidialkanzlei, Staats­sekretär Dr. Meißner, zu dem südslawischen Gesandten, Exzellenz Balugdzic, um diesem die aufrichtigste Anteilnahme unb bas tief empfun­dene Beileid des Führers zu dem unersetzlichen

Verlust, den Südslawien durch ben Tob feines- nigs erlitten hat, zu übermitteln, ©obalb bie Nach, richt hier eingetroffen war, baß her französische Minister bes Auswärtigen, Herr Barthou, eben­falls hem fluchwürdigen Attentat in Marseille zum Opfer gefallen ist, begab sich Staatssekretär Dr. Meißner zu hem französischen Botschafter, Erzel- lenz Francois-Poncet, um ihm im Auf­trage bes Führers unb Reichskanzlers besten auf­richtig empfunbenes Beileib zum Ausbruck zu bringen.

Der Führer unb Reichskanzler hat an bie Königin von Sübflawien folgendes Beileidstelegramm gesandt:

Tief erschüttert durch bie Rachricht von dem fluchwürdigen Attentat, dem Seine Majestät der König zum Opfer gefallen ist. bitte ich Ew. Majestät, ben Ausbruck meines fiefempfunbenen Beilei­be s enlgegenzunehmen unb her Anteil­nahme bes ganzen deutschen D ob kes versichert zu sein.

Gez. Abolf Hiller, Deutscher Reichskanzler.

Der Führer unb Reichskanzler hat ferner an ben Präsibenten her französischen Republik folgenbes Beileihstelegramm gesandt:

Soeben erreicht mich bie Rachricht, baß der französische Minister bes Auswärtigen, Herr Barthou, ben Verletzungen erlegen ist, die er bei hem fluchwürbigen Verbrechen in Mar- feilte erlitten hat. Ew. Exzellenz spreche ich 3* gleich im Ramen bes beutfchen Volkes bie auf­richtigst empfunbene Anteilnahme aus.

Abolf Hitler, Deutscher Reichskanzler.

Der beutsche Geschäftsträger in Paris Botschafis* rat F o r st e r hat sich sofort nach Bekanntwerden her ersten Nachrichten über ben löblichen Verlauf bes Anschlags auf bie sübslawische Gesandtschaft begeben, um sein Beileid zum Ausdruck zu brin­gen. In Vertretung des beurlaubten deutschen neralkonsuls hat Äizekonsul Zimmermannn Marseille dem südslawischen Konsul einen BeileM*